Wirkstoff(e) Ofloxacin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Basics GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 29.12.2000
ATC Code J01MA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Chinolone

Zulassungsinhaber

Basics GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

OFLOX BASICS enthĂ€lt den Wirkstoff Ofloxacin. Dieser gehört zu einer Gruppe von Stoffen mit chemisch Ă€hnlichen Eigenschaften, die als Chinolone bezeichnet werden. Chinolone wie Ofloxacin wirken auf bestimmte Krankheitskeime, nĂ€mlich Bakterien, abtötend. Solche Stoffe, die Bakterien abtöten oder ihre Vermehrung hemmen, werden Antibiotika genannt und zur Be- handlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt. Durch die Anwendung von Antibiotika soll der Krankheitsverlauf verkĂŒrzt und gemildert und möglichen FolgeschĂ€den vorgebeugt wer- den.

OFLOX BASICS ist angezeigt bei Erwachsenen zur Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen:

  • Infektionen der Harnwege (Blasen- und Niereninfektion)
  • Infektionen des Genitaltraktes bei MĂ€nnern und Frauen (z. B. Gonorrhö [Tripper], eine sexuell ĂŒbertragbare Krankheit)
  • Beckeninfektionen (in Kombinationsbehandlung)
  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes, einschließlich der Muskeln. Dieses wird manchmal als „Weichteilgewebe“ bezeichnet.
  • Infektionen der Nebenhöhlen
  • Infektionen der Bronchien/Lungen, bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankun- gen oder LungenentzĂŒndung

zur VerhĂŒtung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwĂ€chter körpereigener Abwehr

Ihr Arzt wird vor der Behandlung mit OFLOX BASICS die genauen UmstĂ€nde Ihrer Erkrankung prĂŒfen, um zu entscheiden, ob die Anwendung von OFLOX BASICS angemessen ist.

Anzeige

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

OFLOX BASICS darf nicht eingenommen werden,

    • wenn Sie allergisch gegen Ofloxacin, eines der anderen Chinolonantibiotika, wie z.B. Moxifloxacin, Ciprofloxacin oder Levofloxacin, oder einen der in Abschnitt 6. ge- nannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Anzeichen einer allergi- schen Reaktion sind Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellun- gen im Bereich von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.
    • wenn Sie einmal einen Krampfanfall hatten, z.B. aufgrund einer Epilepsie (Anfallsleiden) oder infolge einer sonstigen SchĂ€digung des Gehirnes (z.B. durch Verletzungen, EntzĂŒn- dungen oder Schlaganfall), da die Gefahr besteht, dass KrampfanfĂ€lle ausgelöst werden können.
    • wenn bei Ihnen jemals nach Anwendung von Chinolonen Sehnenbeschwerden, wie z. B. eine SehnenentzĂŒndung, aufgetreten sind. Grund: Gefahr von Sehnenriss.
    • wenn Sie ein Kind oder Jugendlicher in der Wachstumsphase sind.*
    • wenn Sie schwanger sind oder stillen.*

* da GelenkknorpelschĂ€den nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen

Sie sollten Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich OFLOX BASICS, nicht einneh- men/anwenden, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bei Anwendung von Chinolonen oder Flu- orchinolonen eine schwerwiegende Nebenwirkung aufgetreten ist. In diesem Fall sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt wenden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie OFLOX BASICS einnehmen,

  • wenn bei Ihnen eine VergrĂ¶ĂŸerung oder „Ausbuchtung“ eines großen BlutgefĂ€ĂŸes (Aor- tenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines großen GefĂ€ĂŸes) diagnostiziert wurde.
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine Aortendissektion (einen Riss in der Wand der Haupt- schlagader) erlitten haben.
  • wenn in Ihrer Familie FĂ€lle von Aortenaneurysma oder Aortendissektion aufgetreten sind oder andere Risikofaktoren oder prĂ€disponierende Bedingungen vorliegen (z. B. Bindege- webserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder das vaskulĂ€re Ehlers-Danlos-Syndrom oder GefĂ€ĂŸerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis, Riesenzellarteriitis, Morbus Behçet, Bluthochdruck oder bekannte Atherosklerose).
  • wenn bei Ihnen eine SchĂ€digung des Gehirns besteht, z.B. nach Schlaganfall o- der Hirnverletzung. Sie neigen dann möglicherweise zu KrampfanfĂ€llen. Dies gilt auch, wenn Sie gleichzeitig bestimmte Mittel gegen rheumatische Beschwerden und Schmerzen oder Theophyllin einnehmen (siehe auch Abschnitt „Einnahme von OFLOX BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Wenn bei Ihnen KrampfanfĂ€lle auftreten, mĂŒssen Sie umgehend Ă€rztlich behandelt werden. Sie dĂŒrfen OFLOX BASICS nicht weiter einnehmen.
  • wenn bei Ihnen derzeit eine psychiatrische Erkrankung besteht oder aus der Vergan- genheit bekannt ist. Unter der Behandlung mit Ofloxacin sind Depressionen wie auch psychotische Reaktionen berichtet worden. In einigen FĂ€llen entwickelten sie sich zu suizidalen Gedanken und selbstgefĂ€hrdendem Verhalten (einschließlich Suizidversu- chen), manchmal schon nach einer einzelnen Dosis von Ofloxacin. Falls eine unge- wöhnlich starke Niedergeschlagenheit oder psychiatrische Symptome (z.B. Angstzu- stĂ€nde, RealitĂ€tsverkennung) auftreten, mĂŒssen Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt informieren. Er wird ĂŒber geeignete Maßnahmen und die weitere Behandlung entscheiden.
  • wenn Sie Herzprobleme haben.
    Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Vorsicht anwenden, wenn Sie mit einer VerlĂ€n- gerung des QT-Intervalls (sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzak- tivitĂ€t) geboren wurden oder diese bei Verwandten aufgetreten ist, Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere wenn der Kalium-oder Magnesiumspiegel im Blut ernied- rigt ist), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist (Bradykardie), bei Ihnen eine HerzschwĂ€che vorliegt (Herzinsuffizienz), Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, Sie weiblich oder ein Ă€lterer Patient sind, oder Sie andere Arz- neimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-VerĂ€nderungen fĂŒhren (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von OFLOX BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blut- körperchen bekannt ist (sogenannter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel). In diesen FĂ€llen kann Ofloxacin die Zerstörung der roten Blutkörperchen verursa- chen.
  • wenn Sie Arzneimittel zur BlutverdĂŒnnung einnehmen (sogenannte Vitamin-K-Antago- nisten, z.B. Warfarin). Ihr Arzt sollte Ihre Gerinnungswerte (Prothrombinzeit nach Quick/INR) kontrollieren, da diese erhöht sein können.
  • wenn Sie gleichzeitig Kortikosteroide (manchmal auch Kortison genannt) anwenden. Sie haben dann möglicherweise ein erhöhtes Risiko fĂŒr SehnenentzĂŒndungen.
  • wenn Sie sich einer Transplantation unterzogen haben.
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschrĂ€nkt ist. OFLOX BASICS sollte dann nur unter Ă€rztli- cher Überwachung der Nierenfunktion eingesetzt werden. Die Dosis sollte angepasst wer- den (siehe Abschnitt 3.).
  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschrĂ€nkt ist. OFLOX BASICS sollte dann nur unter Ă€rztli- cher Überwachung der Leberfunktion eingesetzt werden, da es LeberschĂ€den hervorru- fen kann. Unter Fluorchinolonen sind schwerwiegende FĂ€lle von LeberentzĂŒndungen (auch mit tödlichem Verlauf) berichtet worden. Wenn Sie Symptome wie z.B. Appetitlo- sigkeit, Gelbsucht, DunkelfĂ€rbung des Urins, Juckreiz oder einen druckempfindlichen Bauch bemerken, unterbrechen Sie die Behandlung und fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie an der Muskelkrankheit Myasthenia gravis leiden. Unter der Behandlung mit Chinolonen sind bei Patienten mit dieser Erkrankung schwerwiegende MuskelschwĂ€- chen aufgetreten, einschließlich FĂ€lle, die eine kĂŒnstliche Beatmung erforderten oder einen tödlichen Verlauf nahmen.
  • wenn Sie orale Antidiabetika (z.B. Glibenclamid) oder Insulin anwenden. Ihre Blutzucker- werte mĂŒssen sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden, weil es zu Unterzuckerungen bis hin zum (hy- poglykĂ€mischen) Koma kommen kann. Anzeichen einer Unterzuckerung können sein: Heißhunger, NervositĂ€t, Schwitzen, Zittern. Daneben kann es auch zu einem gesteigerten Blutzuckerwert unter der Behandlung mit Fluorchinolonen kommen.

Wenn Sie dieses Arzneimittel bereits einnehmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wÀhrend Sie OFLOX BASICS einnehmen,

  • wenn Sie schwere, plötzlich auftretende Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktion/Schock) entwickeln. Schon bei der erstmaligen Anwendung besteht die Möglich- keit, dass Sie schwere allergische Reaktionen mit den folgenden Symptomen entwickeln: Kurzatmigkeit, keuchende oder schwere Atmung; Anschwellen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder anderer Körperteile; Ausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht auf der Haut.
    Wenn dies eintritt, stoppen Sie die Einnahme von OFLOX BASICS und kontaktieren so- fort Ihren Arzt.
  • wenn bei Ihnen wĂ€hrend der Behandlung mit OFLOX BASICS oder in den ersten Wochen danach schwere, anhaltende und/oder blutige DurchfĂ€lle auftreten. Diese können ein Hin- weis auf eine bakterielle DarmentzĂŒndung sein, deren schwerste Form die lebensbedroh- liche pseudomembranöse Kolitis ist und Ă€rztlich behandelt werden muss (siehe auch Ab- schnitt 4.). Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung hemmen und kon- taktieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • wenn Sie Symptome wie Appetitlosigkeit, Gelbsucht (GelbfĂ€rbung der Haut), dunklen Urin, Juckreiz oder Magenschmerzen bemerken, da Ofloxacin LeberschĂ€den verursa- chen kann. Stoppen Sie die Einnahme von OFLOX BASICS und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • wenn schwere Haut- oder Schleimhautreaktionen, darunter AusschlĂ€ge, Blasenbildung oder AbschĂ€len der Haut im Bereich von Lippen, Augen, Mund, Nase und Genitalien (to- xische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom) auftreten. VerstĂ€ndigen Sie Ihren Arzt, wenn Haut- oder SchleimhautverĂ€nderungen auftreten, bevor Sie die Behand- lung fortfĂŒhren.
  • wenn Sie Symptome wie z.B. Pilzbefall der SchleimhĂ€ute mit Rötung und weißlichen Be- lĂ€gen feststellen. Diese können Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit unempfindli- chen Erregern sein. Folgeinfektionen können insbesondere nach lĂ€ngerer Anwendung von OFLOX BASICS auftreten und mĂŒssen entsprechend behandelt werden.
  • wenn Sie starker UV-Strahlung ausgesetzt sind. Sie sollten Ihre Haut wĂ€hrend und bis zu 48 Stunden nach der Behandlung mit OFLOX BASICS möglichst vor starker Sonnenbe- strahlung schĂŒtzen und diese sowie kĂŒnstliche UV-Strahlung (z.B. Höhensonne, Sola- rium) meiden, da die Haut unter Behandlung mit OFLOX BASICS besonders empfindlich reagieren kann.

Wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im RĂŒcken verspĂŒren, be- geben Sie sich sofort in eine Notaufnahme.

Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und EntzĂŒndungen oder Risse der Sehnen können selten auftreten. Das Risiko hierfĂŒr ist bei Ihnen erhöht, wenn Sie Ă€lter sind (ĂŒber 60 Jahre), ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. EntzĂŒndungen und Risse der Sehnen können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und sogar noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der OFLOX BASICS-Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder EntzĂŒndung einer Sehne (zum Beispiel in Fußknöchel, Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie) beenden Sie die Anwendung von OFLOX BASICS, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen Sie den schmer- zenden Bereich ruhig. Vermeiden Sie jede unnötige Bewegung, da dies das Risiko eines Sehnen- risses erhöhen kann.

Selten können bei Ihnen Symptome einer NervenschĂ€digung (Neuropathie) auftreten, wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, TaubheitsgefĂŒhl und/oder SchwĂ€che, insbesondere in den FĂŒĂŸen und Beinen oder HĂ€nden und Armen. Beenden Sie in diesem Fall die Einnahme von OFLOX BA- SICS und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, um die Entstehung einer möglicherweise bleiben- den SchĂ€digung zu vermeiden.

Wenn Sie Sehstörungen oder irgendwelche anderen Augenbeschwerden bemerken, wenden Sie sich bitte umgehend an einen Augenarzt (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Laborbestimmungen von Opiaten oder Porphyrin (Bestandteil und Abbauprodukt des roten Blut- farbstoffs) im Urin können unter Behandlung mit OFLOX BASICS falsch-positive Ergebnisse lie- fern. Gegebenenfalls sollten positive Ergebnisse durch spezifischere Methoden bestÀtigt werden.

OFLOX BASICS ist in der Regel nicht das Mittel der Wahl bei Infektionen, die durch methicillinre- sistente S. AUREUS (MRSA) verursacht werden, es sei denn, die Laborergebnisse bestĂ€tigen eine Empfindlichkeit des Erregers gegen Ofloxacin. Ihr Arzt wird Empfindlichkeitstest durchfĂŒhren, be- vor die Behandlung mit Ofloxacin begonnen wird.

Anhaltende, die LebensqualitÀt beeintrÀchtigende und möglicherweise bleibende schwer-

wiegende Nebenwirkungen

Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich OFLOX BASICS, wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige lang anhaltend (ĂŒber Monate oder Jahre andauernd), die LebensqualitĂ€t beeintrĂ€chtigend oder möglicherweise bleibend sind. Dazu gehören Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der oberen und unteren Gliedmaßen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Taub- heitsgefĂŒhl oder Brennen (ParĂ€sthesie), sensorische Störungen einschließlich BeeintrĂ€chtigung des Seh-, Geschmacks-, Riech- und Hörvermögens, Depression, eingeschrĂ€nktes Erinnerungsvermö- gen, starke ErmĂŒdung und starke Schlafstörungen.

Wenn Sie bei Anwendung von OFLOX BASICS eine dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibioti- kum aus einer anderen Wirkstoffgruppe.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Einnahme von OFLOX BASICS mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Einnahme von OFLOX BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/an- wenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen an- dere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflich- tige Arzneimittel handelt. Das ist wichtig, weil OFLOX BASICS und einige andere Arzneimittel eine gegenseitige Wechselwirkung haben.

Sie mĂŒssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herz- rhythmus verĂ€ndern: Arzneimittel aus der Gruppe der Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Hydro- chinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), trizyklische und tetrazyklische An- tidepressiva, bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide, bestimmte Antipilzmittel (Imidazol-Antimykotika), Arzneimittel gegen Malaria, einige nicht mĂŒde machende Antihistami- nika (z.B. Astemizol, Terfenadin, Ebastin), bestimmte Antipsychotika.

Bei Einnahme dieser Arzneimittel zusammen mit Ofloxacin kann sich die Wirkung von OFLOX BASICS verringern. Aus diesem Grund sollte OFLOX BASICS zwei Stunden vor oder zwei Stunden nach der Einnahme dieser Arzneimittel eingenommen werden:

  • magensĂ€urehemmende Arzneimittel, die Magnesium, Aluminium oder Phosphate ent- halten und bei Verdauungsstörungen angewendet werden
  • Sucralfat -bei MagengeschwĂŒren
  • Arzneimittel, die Eisen (bei AnĂ€mien) oder Zink enthalten

Es kann eher zu KrampfanfÀllen kommen, wenn gleichzeitig mit Chinolonen andere krampfschwel- lensenkende Arzneimittel angewendet werden. Dazu gehören z. B.

  • nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) (entzĂŒndungshemmende Arzneimittel zur Behand- lung von Schmerzen und Rheuma – wie z.B. Fenbufen)
  • Theophyllin (zur Behandlung von Asthma)

Bei gleichzeitiger Einnahme solcher Arzneimittel darf Ofloxacin nur mit großer Vorsicht ange- wendet werden (siehe auch Abschnitt 2. „OFLOX BASICS darf nicht eingenommen werden“).

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn folgende Arzneimittel zusammen mit Chinolonen wie Ofloxacin eingenommen werden, da diese sich in Ihrer Ausscheidung ĂŒber die Nieren behindern können. Dies kann zu einer AnhĂ€ufung dieser Stoffe im Körper und verstĂ€rkt zu Nebenwirkun- gen fĂŒhren:

  • Probenecid (zur Behandlung von Gicht)
  • Cimetidin (zur Behandlung von MagengeschwĂŒren oder Verdauungsstörungen)
  • Furosemid (harntreibendes Arzneimittel – Diuretikum)
  • Methotrexat (zur Behandlung von Rheuma oder Krebs)

Bei Einnahme dieser Arzneimittel zusammen mit Ofloxacin kann sich deren Wirkung verstÀrken:

  • gerinnungshemmende Mittel (Vitamin-K-Antagonisten, wie z.B. Warfarin, Phenprocou- mon). Dadurch kann es unter UmstĂ€nden zu schwerwiegenden Blutungen kommen. Deshalb sollte bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel die Gerinnbarkeit Ihres Blutes sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden.
  • Glibenclamid (zur Behandlung von Diabetes). Es kann leichter zu einer Unterzucke- rung kommen (siehe Abschnitt 2. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Bei gleichzeitiger Einnahme von OFLOX BASICS sollten Sie daher Ihren Blutzuckerspiegel besonders genau kontrollieren.

Einnahme von OFLOX BASICS zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Trinken Sie wĂ€hrend der Einnahme von OFLOX BASICS keinen Alkohol, da dies zu Schwindel oder SchlĂ€frigkeit fĂŒhren kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beab- sichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Auf Grund fehlender Studien am Menschen und wegen einer möglichen GelenkknorpelschĂ€di- gung beim wachsenden Organismus durch Chinolone dĂŒrfen Sie OFLOX BASICS in der Schwangerschaft nicht anwenden.

Wird wĂ€hrend einer Behandlung mit OFLOX BASICS eine Schwangerschaft festgestellt, mĂŒssen Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Ofloxacin geht in geringen Mengen in die Muttermilch ĂŒber. Wegen der möglichen Gefahr von GelenkschĂ€den und anderen schwerwiegenden SchĂ€den beim SĂ€ugling dĂŒrfen Sie OFLOX BA- SICS wĂ€hrend der Stillzeit nicht einnehmen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Einige Nebenwirkungen, wie z.B. Schwindel/Benommenheit, SchlÀfrigkeit oder Sehstörungen Seite 6 von 13

(siehe unter Abschnitt 4.), können Ihre KonzentrationsfĂ€higkeit und Ihr Reaktionsvermögen be- eintrĂ€chtigen. Dies kann in Situationen, in denen diese FĂ€higkeiten von besonderer Bedeutung sind (z.B. beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen. Im Zusammen- wirken mit Alkohol gilt dies in verstĂ€rktem Maße.

OFLOX BASICS enthÀlt Lactose

Bitte nehmen Sie OFLOX BASICS daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Ihr Arzt wird Ihnen erklÀren, wie viel, wie hÀufig und wie lange Sie OFLOX BASICS einnehmen sollen. Dies hÀngt von der Art Ihrer Infektion ab und wie schwerwiegend Ihre Infektion ist.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis 2-mal tĂ€glich 200 mg Ofloxacin.

Im Einzelfall kann es erforderlich sein, die Dosis bei Erregern mit unterschiedlicher Empfindlich- keit, bei schweren Infektionen (z.B. der Atemwege oder der Knochen) oder wenn Sie ungenĂŒ- gend auf die Behandlung ansprechen, zu erhöhen. In diesen FĂ€llen kann die Dosis auf 2 x 400 mg pro Tag gesteigert werden. Das Gleiche gilt fĂŒr Infektionen mit erschwerenden Begleitum- stĂ€nden.

Zur VerhĂŒtung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwĂ€chter körpereigener Ab- wehr wird die Einnahme von 400 mg bis 600 mg Ofloxacin tĂ€glich empfohlen.

Dosierung bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion

Die folgenden Angaben dienen Ihrem Arzt als Richtlinie fĂŒr die Festlegung der Dosis bei einge- schrĂ€nkter Nierenfunktion (siehe Tabelle 1).

EinschrÀnkung der NierenfunktionDosis
MĂ€ĂŸig (Kreatinin-Clearance 50 bis 20 ml/min)100 mg bis 200 mg pro Tag
Schwer, einschließlich HĂ€modialyse und Peritonealdialyse (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min)100 mg pro Tag oder 200 mg an jedem zweiten Tag

Im Einzelfall (siehe oben) kann es erforderlich sein, die Dosis zu erhöhen.

Dosierung bei eingeschrÀnkter Leberleistung

Bei Patienten mit schwerer EinschrÀnkung der Leberleistung, z.B. bei Leberzirrhose (Schrumpfle- ber) mit Bauchwassersucht, kann die Ausscheidung von Ofloxacin vermindert sein. In solchen FÀllen sollten Sie nicht mehr als 400 mg Ofloxacin pro Tag einnehmen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Dieses Arzneimittel ist fĂŒr Kinder und Jugendliche nicht geeignet.

Anwendung bei Àlteren Patienten

Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung unter BerĂŒcksichtigung der Nieren- und Leberfunk- tion erforderlich.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit reichlich FlĂŒssigkeit (œ–1 Glas) ein. Dies kann so- wohl auf nĂŒchternen Magen als auch zu den Mahlzeiten erfolgen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen MagenĂŒbersĂ€uerung oder zum Magen- schleimhautschutz kann die Wirkung von OFLOX BASICS abgeschwĂ€cht werden. Gleiches gilt auch fĂŒr andere Mittel, die bestimmte Metallionen (Aluminium, Eisen, Magnesium, Zink) enthalten. Daher mĂŒssen Sie OFLOX BASICS etwa 2 Stunden vor solchen PrĂ€paraten ein- nehmen (siehe auch Abschnitt 2. „Einnahme von OFLOX BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bis zu 400 mg Ofloxacin können als Einzeldosis eingenommen werden. Die Gesamttagesdo- sen sollten auf je eine Gabe morgens und abends verteilt werden. Es ist wichtig, dass die Zeit- abstÀnde zwischen den Gaben annÀhernd gleich sind. Einzelgaben bis zu 400 mg Ofloxacin pro Tag werden vorzugsweise morgens eingenommen.

Wenn Sie das GefĂŒhl haben, dass OFLOX BASICS zu stark oder zu schwach wirkt, Ă€ndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und Ihrem Krankheits- zustand. GrundsĂ€tzlich wird empfohlen, die Behandlung mindestens 2 bis 3 Tage ĂŒber die Entfie- berung und das Abklingen der Krankheitserscheinungen hinaus fortzufĂŒhren.

Bei akuten Infektionen genĂŒgt meistens eine Behandlung von 7 bis 10 Tagen.

AbhÀngig von der Art und der Schwere Ihrer Infektion wird Ihr Arzt die Behandlungsdauer festle- gen, die unter UmstÀnden mehrere Wochen betragen kann.

Bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen wird empfohlen, eine Behandlungsdauer von 2 Monaten nicht zu ĂŒberschreiten.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von OFLOX BASICS eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu große Mengen Ofloxacin eingenommen haben, können Zeichen einer Störung der Funktion des Nervensystems auftreten, wie z.B. Verwirrtheit, Schwindel, BewusstseinstrĂŒbung und KrampfanfĂ€lle, sowie Herzprobleme (QT-Intervall-VerlĂ€ngerung, siehe Abschnitt 2. „Warn- hinweise und Vorsichtsmaßnahmen“) und Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie z.B. Übelkeit und SchĂ€digungen (Erosionen) der Magen-Darm-Schleimhaut. Solche Störungen erfor- dern Ă€rztliche Überwachung und unter UmstĂ€nden sofortige Gegenmaßnahmen.

Haben Sie nur das Doppelte der geplanten Dosis eingenommen, genĂŒgt es, einen Arzt um Rat zu fragen, wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten. Setzen Sie die Einnahme von OFLOX BASICS planmĂ€ĂŸig fort.

Haben Sie versehentlich mehr als doppelt so viel von OFLOX BASICS eingenommen, wie vor- gesehen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, damit dieser Sie beraten und, wenn nötig, ĂŒberwachen und behandeln kann.

Wenn Sie die Einnahme von OFLOX BASICS vergessen haben

Eine unterlassene Einnahme muss möglichst bald nachgeholt und die Behandlung dann – wie ursprĂŒnglich vorgesehen – fortgefĂŒhrt werden. Die zulĂ€ssige Tagesdosis sollte dabei aber nicht ĂŒberschritten werden. Befragen Sie in ZweifelsfĂ€llen einen Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von OFLOX BASICS abbrechen

Nehmen Sie OFLOX BASICS so lange ein, wie von Ihrem Arzt verordnet. Beenden Sie die Ein- nahme von OFLOX BASICS nicht, auch wenn Sie sich schon besser fĂŒhlen. Wenn Sie die Ein- nahme beenden, kann sich Ihre Infektion wieder verschlechtern.

Wenn Sie die Einnahme von OFLOX BASICS abbrechen

UnregelmĂ€ĂŸige Einnahme, zu geringe Einzel- oder Tagesgaben und zu kurze Behandlungsdauer können den Behandlungserfolg gefĂ€hrden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Brechen Sie die Einnahme von OFLOX BASICS ab und suchen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Allergische Reaktionen. Hierzu gehören u.a. Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwer- den, Schwellungen im Bereich von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge. Sehr selten kön- nen allergische Reaktionen mit schwerwiegendem Blutdruckabfall (anaphylaktischer/ana- phylaktoider Schock) einhergehen. Diese können auch schon bei erstmaliger Anwendung auftreten und sich rasch (d.h. innerhalb von Minuten oder Stunden nach Gabe) entwickeln. Hier muss sofort eine notĂ€rztliche Behandlung mit den ĂŒblichen entsprechenden Notfallmaß- nahmen eingeleitet werden. Sie dĂŒrfen OFLOX BASICS nicht weiter anwenden.

Brechen Sie die Einnahme von OFLOX BASICS ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken – möglicherweise benöti- gen Sie dringend eine Ă€rztliche Behandlung:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Schmerzen und EntzĂŒndungen der Sehnen oder BĂ€nder mit der Möglichkeit des Zerreißens. Die Achillessehne ist am hĂ€ufigsten betroffen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Brennen, Kribbeln, Schmerzen oder TaubheitsgefĂŒhl. Hierbei kann es sich um Anzeichen einer Erkrankung handeln, die als „Neuropathie“ bezeichnet wird.
  • WĂ€ssrige DurchfĂ€lle, gegebenenfalls mit Blutspuren, möglicherweise mit MagenkrĂ€mpfen und Fieber. Dies könnten Anzeichen einer schweren Darmerkrankung sein (pseudomemb- ranöse Kolitis). Hier muss der Arzt (auch schon bei Verdacht) gegebenenfalls sofort eine an- gemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hem- men, dĂŒrfen nicht angewendet werden. Ihr Arzt wird prĂŒfen, ob die Behandlung mit OFLOX

BASICS abgebrochen werden muss.

  • KrampfanfĂ€lle. Ihr Arzt muss entsprechende Notfallmaßnahmen ergreifen und prĂŒfen, ob die Behandlung mit OFLOX BASICS abgebrochen werden muss.
  • Akutes Nierenversagen. Anzeichen können sein: Starke Zu- und Abnahme der Urinaus- scheidung, verbunden mit allgemeinem KrankheitsgefĂŒhl.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) oder nicht bekannt (HĂ€ufig- keit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • Schwere Haut- oder Schleimhautreaktionen, darunter AusschlĂ€ge, Blasenbildung oder Ab- schĂ€len der Haut im Bereich von Lippen, Augen, Mund, Nase und Genitalien (Erythema mul- tiforme, toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akut generalisierendes pustulöses Exanthem), Rötung mit ausgedehnter AbschĂ€lung der Haut (exfoliative Dermati- tis).
  • Mangel an bestimmten Blutzellen (AnĂ€mie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose oder Panzytopenie), Zerfall der roten Blutkörperchen (hĂ€molytische AnĂ€mie), Erhöhung der Zahl bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie), schwerwiegende Störungen der Blutzellen- bildung (Knochenmarksdepression). Zeichen solcher Blutbildstörungen können sein:
    • BlĂ€sse und SchwĂ€che, rötlich gefĂ€rbter Urin,
    • entzĂŒndliche SchleimhautverĂ€nderungen (z.B. im Mund- und Rachen-, After- und Geni- talbereich), eine HalsentzĂŒndung und unerwartet dauerhaftes oder wiederkehrendes Fieber oder
    • verstĂ€rkte Blutungsneigung (z.B. verstĂ€rkte Neigung zu BlutergĂŒssen) und das gehĂ€ufte Auftreten von sogenannte Petechien (kleine, punktförmige, rötliche Flecken in der Haut und an den SchleimhĂ€uten).

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

Appetitverlust, gelbe VerfÀrbung von Haut und Augen, dunkel gefÀrbter Urin, Juckreiz oder empfindlicher Magen/Bauchraum. Dies können Anzeichen von Leberproblemen sein, mög- licherweise auch eines Leberversagens mit tödlichem Verlauf (Hepatitis, schwerer Leber- schaden).

Wenn Sie Sehstörungen oder irgendwelche anderen Augenbeschwerden unter OFLOX BASICS bemerken, mĂŒssen Sie unverzĂŒglich einen Augenarzt um Rat fragen.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Vermehrung anderer Bakterien oder Pilze, Infektionen durch Candida-Pilze, möglicher- weise behandlungsbedĂŒrftig
  • Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, ErregungszustĂ€nde, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Be- nommenheit, Schwindel
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Ausschlag
  • Augenbrennen, BindehautentzĂŒndung (Konjunktivitis), Augenreizung
  • Hustenreiz, EntzĂŒndung von Nase und Rachen, Nasenlaufen
  • Herzklopfen (Palpitationen)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Appetitlosigkeit

  • psychotische Reaktionen mit z.B. Halluzinationen (Fehlwahrnehmungen), Angstzu- stĂ€nde, Verwirrtheit, intensive Traumerlebnisse (bis zum Albtraum), Depression
  • SchlĂ€frigkeit, Sinnesstörungen wie Missempfindungen (z.B. Kribbeln, TaubheitsgefĂŒhl), gesteigerte bzw. verringerte Empfindung von BerĂŒhrungsreizen (Hyper- oder HypĂ€sthe- sien), Geschmacks- und Geruchsstörungen (bis zum Verlust des Geruchssinnes)
  • BeeintrĂ€chtigung der Leberfunktion mit Anstieg von Leberenzymen und/oder Bilirubin (Gallenfarbstoff im Blut)
  • BeeintrĂ€chtigung der Nierenfunktion (diese zeigt sich z.B. als Anstieg des Serumkrea- tinins)
  • Hitzewallungen, Schwitzen, Nesselsucht (Urtikaria), blĂ€schenförmiger oder pustulöser Ausschlag
  • Pulsbeschleunigung (Tachykardie)
  • Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg
  • Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen, Doppeltsehen und verĂ€ndertes Far- bensehen)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Atemnot, Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus)
  • DarmentzĂŒndung (Enterokolitis), in EinzelfĂ€llen auch mit Blut im Stuhl

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • EntzĂŒndung von kleinen BlutgefĂ€ĂŸen (Vaskulitis), die auch innere Organe einbeziehen kann
  • extrapyramidale Symptome (z.B. erhöhte bzw. erniedrigte Muskelspannung, unbeabsich- tigte Bewegungen des Gesichts bzw. des Körpers, verlangsamter Bewegungsbeginn, Be- wegungsarmut) oder muskulĂ€re Koordinationsstörungen
  • OhrgerĂ€usche (Tinnitus), Hörverlust
  • Gelbsucht infolge verminderter Ausscheidung des Gallenfarbstoffes (cholestatischer Ikte- rus)
  • LichtĂŒberempfindlichkeit der Haut (z.B. sonnenbrandĂ€hnliche Reaktionen, VerfĂ€rbung oder Ablösung der NĂ€gel, siehe auch Abschnitt 2.)
  • entzĂŒndliche Erkrankung der BlutgefĂ€ĂŸe (Vaskulitis), die in EinzelfĂ€llen zum Absterben von Haut (Hautnekrosen) fĂŒhren kann. Anzeichen sind z.B. kleine, punktförmige, rötliche Fle- cken in der Haut und an den SchleimhĂ€uten (Petechien, vaskulĂ€re Purpura), BlĂ€schen oder Knötchen.
  • Sehnenriss (z.B. der Achillessehne, siehe auch Abschnitt 2.), Gelenk- und Muskelbe- schwerden (z.B. Schmerzen).

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • Anstieg oder Abfall des Blutzuckers bis hin zum hypoglykĂ€mischen Koma, insbesondere bei Patienten, die mit blutzuckersenkenden Mitteln behandelt werden (siehe auch unter Ab- schnitt 2.)
  • psychotische Reaktionen und Depressionen mit SelbstgefĂ€hrdung bis hin zu suizidalen Gedanken oder Handlungen (siehe auch Abschnitt 2.), NervositĂ€t
  • Zittern, Bewegungsstörungen (z.B. Gangunsicherheit), Geschmacksverlust, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkope)
  • EntzĂŒndung des Auges (Uveitis)
  • Hörstörungen
  • anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag, VerĂ€n- derung des Herzrhythmus (VerlĂ€ngerung des QT-Intervalls, sichtbar im EKG, einer elektri- schen Aufzeichnung der HerzaktivitĂ€t)
  • schwere Atemnot, allergisch bedingte LungenentzĂŒndung (Pneumonitis)
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie), BlĂ€hungen, Verstopfung, EntzĂŒndung der Bauchspei- cheldrĂŒse
  • Medikamentenausschlag, EntzĂŒndung der Mundschleimhaut
  • SchĂ€digung des Muskelgewebes (Rhabdomyolyse, Myopathie), MuskelschwĂ€che (von be- sonderer Bedeutung bei Patienten mit Myasthenia gravis, einer schweren Muskelerkran- kung), Muskelabriss, Muskelriss, BĂ€nderriss, GelenkentzĂŒndung (Arthritis), Verschlimme- rung einer bestehenden Myasthenia gravis
  • allergisch bedingte NierenentzĂŒndung (akute interstitielle Nephritis)
  • Porphyrie-Attacken bei Patienten mit Porphyrie (seltene Stoffwechselerkrankung)
  • SchwĂ€chezustĂ€nde, Fieber, Schmerzen (einschließlich Schmerzen im RĂŒcken, in der Brust und in den Gliedmaßen)
  • Blutdruckabfall, bis zum Kreislaufzusammenbruch mit Bewusstlosigkeit

Sehr seltene FĂ€lle von lang anhaltenden (ĂŒber Monate oder Jahre andauernden) oder dauerhaften Nebenwirkungen wie SehnenentzĂŒndungen, Sehnenrisse, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Bren- nen, TaubheitsgefĂŒhl oder Schmerzen (Neuropathie), Depression, ErmĂŒdung, Schlafstörungen, eingeschrĂ€nktes Erinnerungsvermögen sowie BeeintrĂ€chtigung des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Riechvermögens wurden mit der Anwendung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika in Ver- bindung gebracht, in einigen FĂ€llen unabhĂ€ngig von bereits bestehenden Risikofaktoren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebe- nen Verfalldatum nach „Verwendbar bis“ nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt Seite 12 von 13

bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was OFLOX 100 mg BASICS Filmtabletten enthÀlt

Der Wirkstoff ist Ofloxacin.

Jede Filmtablette enthÀlt 100 mg Ofloxacin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Hyprolose, Lactose, mikrokristalline Cellulose, MaisstÀrke, CarboxymethylstÀrke- Natrium (Typ A), Polysorbat 80, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Tal- kum

FilmĂŒberzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 400, Talkum

Wie OFLOX 100 mg BASICS Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

OFLOX 100 mg BASICS Filmtabletten sind weiße bis cremefarbene, runde, bikonvexe Filmtab- letten mit der PrĂ€gung „100“ auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

OFLOX 100 mg BASICS Filmtabletten ist als Packung mit 6 Filmtabletten erhÀltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Basics GmbH Hemmel- rather Weg 201

51377 Leverkusen E-Mail: info@basics.de

Internet: www.sunpharma.com/germany

Hersteller

Sun Pharmaceutical Industries Europe B.V.

Polarisavenue 87

2132 JH Hoofddorp

Niederlande

oder

Terapia S.A.

124 Fabricii Street

400 632 Cluj Napoca

RumÀnien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im MĂ€rz 2019.

V09-00

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 11.08.2022

Quelle: OFLOX 100mg BASICS - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ofloxacin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Basics GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 29.12.2000
ATC Code J01MA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Chinolone

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten fĂŒr hĂ€ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden