Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Wofür Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm angewendet wird Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ( ADHS ) angewendet. Es wird bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen angewendet.
- Wirkstoff(e)
- Methylphenidat, Methylphenidathydrochlorid
- Zulassungsinhaber
- neuraxpharm Arzneimittel GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N06BA04
- Anwendungsgebiete
- ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten angewendet?
Wofür Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm angewendet wird
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angewendet.
- Es wird bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen angewendet.
- Es wird nur nach versuchter Behandlung ohne Arzneimittel, wie etwa psychologischer Beratung und Verhaltenstherapie, angewendet.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm ist nicht zur Behandlung von ADHS bei Kindern unter 6 Jahren vorgesehen.
Wie Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm wirkt
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm verbessert die Aktivität bestimmter Teile des Gehirns, die eine verminderte Aktivität zeigen. Dieses Arzneimittel kann dabei helfen, die Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsspanne) und die Konzentration zu verbessern und impulsives Verhalten zu vermindern.
Dieses Arzneimittel wird als Teil eines Behandlungsprogramms angewendet, das üblicherweise Folgendes umfasst:
- psychologische
- erzieherische und
- soziale Therapiemaßnahmen.
Eine Behandlung mit Methylphenidat darf nur unter Aufsicht eines Facharztes mit Erfahrung bei Verhaltensstörungen bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen begonnen und durchgeführt werden. Wenn Sie ein Erwachsener sind und noch nie behandelt wurden, führt der Facharzt Untersuchungen durch, um zu bestätigen, dass Sie seit Ihrer Kindheit ADHS haben.
Es gibt zwar keine Heilung für ADHS, aber die Krankheit kann mit entsprechenden Behandlungsprogrammen unter Kontrolle gehalten werden.
Über ADHS
Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Schwierigkeiten:
- ruhig zu sitzen und
- sich zu konzentrieren.
Es ist aber nicht ihre Schuld, dass sie das nicht können.
Viele Kinder und Jugendliche bemühen sich, diese Dinge zu tun. Allerdings kann es bei ADHS zu Problemen im täglichen Leben kommen. Kinder und Jugendliche mit ADHS können Schwierigkeiten beim Lernen und beim Erledigen ihrer Hausaufgaben haben. Sie finden es schwierig, sich zu Hause, in der Schule oder anderswo angemessen zu verhalten.
Erwachsenen mit ADHS fällt es oft schwer, sich zu konzentrieren. Sie fühlen sich oft ruhelos, ungeduldig und unaufmerksam. Sie haben möglicherweise Schwierigkeiten, ihr Privatleben und ihre Arbeit zu organisieren.
Nicht alle Patienten mit ADHS müssen mit Arzneimitteln behandelt werden.
ADHS hat keinen Einfluss auf die Intelligenz.
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Wie wird Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten angewendet?
Wie viel eingenommen werden muss
Nehmen Sie bzw. Ihr Kind dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Ihr Arzt wird üblicherweise die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnen und die Tagesdosis bei Bedarf frühestens einmal pro Woche um 18 mg erhöhen.
- Das Ziel sollte die niedrigste Dosis sein, die für Sie oder Ihr Kind wirksam ist. Ihr Arzt legt die Höchstdosis pro Tag für Sie oder Ihr Kind fest.
- Sie bzw. Ihr Kind sollten Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm einmal täglich am Morgen mit einem Glas Wasser einnehmen.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 18 mg Retardtabletten:
Die Tablette muss als Ganzes geschluckt werden und darf nicht zerkaut, geteilt oder zerkleinert werden.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 36 mg / 54 mg Retardtabletten:
Die Tablette darf nicht zerkaut oder zerkleinert werden.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. Die geteilten Retardtabletten dürfen nicht zerkaut oder weiter zerkleinert werden.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Die Tabletten lösen sich nach dem Freisetzen des enthaltenen Arzneimittels nicht vollständig auf und daher kann die Tablettenhülle manchmal im Stuhl sichtbar sein. Dies ist normal.
Anwendung bei Kindern (ab 6 Jahren)
- Die empfohlene Anfangsdosis von Methylphenidat-neuraxpharm beträgt 18 mg einmal täglich für Kinder, die derzeit kein Methylphenidat einnehmen, oder für Kinder, die von einem anderen Stimulans auf Methylphenidat umgestellt werden.
- Die maximale Tagesdosis beträgt 54 mg.
Anwendung bei Erwachsenen
Für Erwachsene, die schon einmal Methylphenidat-neuraxpharm eingenommen haben:
- Wenn Sie Methylphenidat-neuraxpharm bereits als Kind oder Jugendlicher eingenommen haben, kann die gleiche Tagesdosis (mg/Tag) angewendet werden; Ihr Arzt wird regelmäßig prüfen, ob eine Anpassung erforderlich ist.
-
Bei erwachsenen Patienten kann eine höhere Tagesdosis erforderlich sein, der Arzt versucht jedoch, Ihnen die niedrigste Dosis zu geben, die wirksam ist.
Für Erwachsene, die bisher kein Methylphenidat-neuraxpharm eingenommen haben: - Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 18 mg täglich.
- Die maximale Tagesdosis für Erwachsene beträgt 72 mg.
Wenn Sie oder Ihr Kind sich nach einmonatiger Behandlung nicht besser fühlen
Wenn Sie oder Ihr Kind sich nicht besser fühlen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt könnte in diesem Fall entscheiden, dass eine andere Behandlung erforderlich ist.
Missbräuchliche Anwendung
Falls Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm nicht richtig angewendet wird, kann dies zu anomalem Verhalten führen. Es kann auch bedeuten, dass Sie oder Ihr Kind eine Abhängigkeit von diesem Arzneimittel entwickeln können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie oder Ihr Kind jemals einen Missbrauch oder eine Abhängigkeit von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen hatten.
Dieses Arzneimittel ist nur für Sie oder Ihr Kind bestimmt. Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an andere Personen weiter, auch wenn diese ähnliche Symptome haben.
Wenn Sie oder Ihr Kind eine größere Menge von Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie oder Ihr Kind zu viel von diesem Arzneimittel eingenommen haben, verständigen Sie sofort einen Arzt oder rufen Sie sofort den Rettungsdienst oder Notarzt an. Geben Sie an, welche Menge eingenommen wurde.
Anzeichen einer Überdosierung sind: Erbrechen, Erregtheit, Zittern, verstärkte unkontrollierte Bewegungen, Muskelzuckungen, Krampfanfälle (möglicherweise mit anschließendem Koma), extremes Hochgefühl, Verwirrtheit, Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen), Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, Veränderungen des Herzschlags (langsam, schnell oder unregelmäßig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen sowie trockene Nase und trockener Mund.
Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme von Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie oder Ihr Kind die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie oder Ihr Kind eine Dosis vergessen haben, warten Sie bis zum Zeitpunkt der nächsten Einnahme und setzen Sie dann die Einnahme wie verordnet fort.
Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme von Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm abbrechen
Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme dieses Arzneimittels plötzlich abbrechen, dann können die Symptome von ADHS wieder auftreten oder es können unerwünschte Wirkungen, wie etwa eine Depression, auftreten. Ihr Arzt wird eventuell Ihre tägliche Dosis des Arzneimittels allmählich verringern wollen, bevor das Arzneimittel ganz abgesetzt wird. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm abbrechen.
Untersuchungen und Kontrollen, die Ihr Arzt durchführen wird, solange Sie bzw. Ihr Kind in Behandlung sind
Ihr Arzt wird einige Untersuchungen und Tests durchführen,
- bevor Sie oder Ihr Kind mit der Behandlung beginnen - um sicherzustellen, dass Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm sicher ist und von Nutzen sein wird.
- nachdem Sie oder Ihr Kind die Behandlung begonnen haben - diese Untersuchungen werden mindestens alle 6 Monate durchgeführt, möglicherweise aber auch öfter. Sie werden auch bei einer Änderung der Dosis durchgeführt.
-
Es werden dabei folgende Untersuchungen und Kontrollen durchgeführt:
- Kontrolle des Appetits
- Messung von Körpergewicht und Größe
- Messung von Blutdruck und Puls
- Kontrolle von Problemen mit Stimmung, Geisteszustand oder anderen ungewöhnlichen Gefühlen, oder ob sich solche unter der Behandlung mit Methylphenidathydrochlorid verstärkt haben.
Langzeitbehandlung
Methylphenidat muss nicht für immer eingenommen werden. Wenn Sie oder Ihr Kind Methylphenidat länger als ein Jahr eingenommen haben, sollte Ihr Arzt die Behandlung für kurze Zeit unterbrechen; das kann während der Schulferien der Fall sein. Damit kann überprüft werden, ob das Arzneimittel noch weiter benötigt wird.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Obwohl bei einigen Personen Nebenwirkungen auftreten, sind die meisten Patienten der Ansicht, dass Methylphenidat ihnen hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen über diese Nebenwirkungen sprechen.
Einige Nebenwirkungen könnten schwerwiegend sein. Wenn Sie oder Ihr Kind eine der nachstehend genannten Nebenwirkungen bei sich feststellen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen)
- Stimmungsveränderungen oder Stimmungsschwankungen oder Veränderungen der Persönlichkeit
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Suizidgedanken oder Suizidabsichten
- Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht existieren - als Zeichen einer Psychose
- unkontrollierte Sprache und Körperbewegungen (Tourette-Syndrom)
- Zeichen einer Allergie, wie Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderen Körperteilen, Kurzatmigkeit, pfeifendes Atmen oder Atembeschwerden
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
• Gefühl von besonderer Erregtheit, Überaktivität und Hemmungslosigkeit (Manie)
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Herzinfarkt
- plötzlicher Herztod
- Suizidversuch
- Krampfanfälle (epileptische Anfälle, Konvulsionen, Epilepsie)
- Hautabschälung oder rötlich-violette Hautflecken
- Entzündung oder Verschluss von Arterien im Gehirn
- vorübergehende Lähmung oder Probleme beim Bewegen und Sehen, Schwierigkeiten beim Sprechen (diese können Anzeichen von Problemen mit den Blutgefäßen im Gehirn sein)
- unkontrollierbare Muskelkrämpfe in den Augen, am Kopf, am Hals, im Körper und im Nervensystem
- Verminderung der Zahl der Blutzellen (rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen), wodurch sich die Möglichkeit einer Infektion und die Wahrscheinlichkeit von Blutungen oder Blutergüssen erhöhen kann
- plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere Krampfanfälle (malignes neuroleptisches Syndrom). Es ist nicht sicher, ob diese Nebenwirkung durch Methylphenidat oder durch andere Arzneimittel verursacht wird, die eventuell gemeinsam mit Methylphenidat eingenommen werden.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
• unerwünschte Gedanken, die immer wiederkehren
- unerklärbare Ohnmacht, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit (können Zeichen von Herzproblemen sein)
- Dauererektionen, die manchmal schmerzhaft sind, oder häufigere Erektionen
Wenn Sie oder Ihr Kind eine dieser Nebenwirkungen bei sich feststellen, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.
Folgende weitere Nebenwirkungen können auftreten; wenn diese Sie oder Ihr Kind erheblich beeinträchtigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Gelenkschmerzen
- verschwommenes Sehen
- Spannungskopfschmerzen
- trockener Mund, Durst
- Probleme beim Einschlafen
- erhöhte Temperatur (Fieber)
- Probleme mit dem sexuellen Antrieb
- anomaler Haarausfall oder Haarausdünnung
- Muskelanspannung, Muskelkrämpfe
- Appetitverlust oder verminderter Appetit
- Unvermögen, eine Erektion zu bekommen oder diese aufrecht zu erhalten
- Juckreiz, Ausschlag oder juckender Hautausschlag mit Rötung (Nesselsucht)
- ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Benommenheit, sich müde fühlen
- übermäßiges Zähneknirschen (Bruxismus),
- sich panisch fühlen
- prickelndes Gefühl, Kribbeln oder Taubheit der Haut
- erhöhter Alaninaminotransferase (Leberenzym)-Wert im Blut
- Husten, Hals- oder Nasenentzündung und Rachenreizung, Infektion der oberen Atemwege, Infektion der Nasennebenhöhlen
- hoher Blutdruck, rascher Herzschlag (Tachykardie)
- Schwindel (Vertigo), Schwächegefühl, unkontrollierbare Bewegungen, Überaktivität
- Aggressivität, Erregtheit, Ängstlichkeit, depressive Stimmung, Reizbarkeit, Angespanntheit, Nervosität und anomales Verhalten
- Magenverstimmung oder Verdauungsstörung, Magenschmerzen, Durchfall, sich krank fühlen, Magenbeschwerden und Übelkeit
- übermäßiges Schwitzen
• Gewichtsabnahme
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- trockenes Auge
- Verstopfung
- Beschwerden im Brustkorb
- Blut im Urin
- Lustlosigkeit
- Zittern
- häufiges Wasserlassen
- Muskelschmerzen, Muskelzucken
- Kurzatmigkeit oder Schmerzen im Brustkorb
- Hitzegefühl
- erhöhte Leberwerte (bei Bluttests)
- Zorn, Gefühl der Ruhelosigkeit oder Traurigkeit, übermäßiger Rededrang, übermäßige Wahrnehmung der Umgebung, Schlafstörungen
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Probleme mit dem sexuellen Antrieb
- Orientierungslosigkeit oder Verwirrtheit
- Sehstörungen oder Doppeltsehen
- Brustschwellung bei Männern
- Hautrötung, rötlich-erhabener Hautausschlag
- Zwangsstörung (obsessive-compulsive disorder, OCD) [einschließlich des unwiderstehlichen Drangs, Körperhaare auszureißen, Hautzupfen, das wiederholte Auftreten unerwünschter Gedanken, Gefühle, Bilder oder Triebe (Zwangsgedanken) sowie das Ausführen wiederholter Handlungen oder geistiger Rituale (Zwänge)]
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Muskelkrämpfe
- kleine gerötete Hautflecken
- anomale Leberfunktion mit plötzlichem Leberversagen und Koma
- Veränderungen bei Testergebnissen - einschließlich Leberwerte und Blutbild
- anomale Gedanken, Mangel an Gefühlen oder Emotionen
- Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen, Kribbeln oder Veränderung der Hautfarbe (von weiß auf blau und dann Rötung) bei Kälte (Raynaud-Syndrom)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Migräne
- erweiterte Pupillen
- sehr hohes Fieber
- langsamer oder rascher Herzschlag oder zusätzliche Herzschläge
- starker Krampfanfall (Grand-Mal-Anfall)
- Wahnvorstellungen
- starke Magenschmerzen, häufig mit Übelkeit und Erbrechen
- Probleme mit den Blutgefäßen im Gehirn (Schlaganfall, Hirnarterienentzündung oder Gefäßverschluss im Gehirn)
- Unfähigkeit, die Ausscheidung von Urin kontrollieren zu können (Inkontinenz)
- Krampf der Kiefermuskulatur, der das Öffnen des Mundes erschwert (Trismus)
- Stottern
- Nasenbluten
- erhöhter Druck im Auge
- Augenerkrankungen, die aufgrund einer Schädigung des Augennervs zu einer verminderten Sehkraft führen können (Glaukom)
Auswirkungen auf das Wachstum
Bei Anwendung über mehr als ein Jahr kann Methylphenidat bei manchen Kindern zu einer Wachstumsverzögerung führen. Das betrifft weniger als 1 von 10 behandelten Kindern.
- Es kann dabei zu einer verminderten Gewichts- und Größenzunahme kommen.
- Ihr Arzt wird deshalb Ihre Größe und Ihr Gewicht bzw. die Größe und das Gewicht Ihres Kindes genau überwachen und auch wie gut Sie oder Ihr Kind essen.
- Wenn Sie oder Ihr Kind nicht normal wachsen oder zunehmen, kann Ihre Behandlung bzw. die Behandlung Ihres Kindes mit Methylphenidat für kurze Zeit unterbrochen werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!
Nehmen Sie die Tabletten nicht ein, wenn diese beschädigt sind.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten
Was Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm enthält
Der Wirkstoff ist Methylphenidathydrochlorid.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 18 mg Retardtabletten
Jede Retardtablette enthält 18 mg Methylphenidathydrochlorid (entsprechend 15,57 mg Methylphenidat).
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 36 mg Retardtabletten
Jede Retardtablette enthält 36 mg Methylphenidathydrochlorid (entsprechend 31,13 mg Methylphenidat).
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten
Jede Retardtablette enthält 54 mg Methylphenidathydrochlorid (entsprechend 46,7 mg Methylphenidat).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern
Zucker-Stärke-Pellets (Sucrose, Maisstärke), Hypromellose, Talkum, Ethylcellulose, Hyprolose, Triethylcitrat, Hypromelloseacetatsuccinat, Carmellose-Natrium (Ph. Eur.), mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, Salzsäure (3,06 %) (zur pH-Einstellung)
Tablettenüberzug
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 18 mg Retardtabletten:
Poly(vinylalkohol), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Macrogol 3350, Talkum, Titandioxid (E 171), Salzsäure (3,06 %) (zur pH-Einstellung)
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 36 mg Retardtabletten:
Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Talkum, Titandioxid (E 171), Salzsäure (3,06 %) (zur pH-Einstellung)
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten:
Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Talkum, Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171), Salzsäure (3,06 %) (zur pH-Einstellung)
Wie Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm aussieht und Inhalt der Packung
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 18 mg Retardtabletten
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 18 mg Retardtabletten sind gelbliche bis gelbe, runde, bikonvexe Tabletten mit einem Durchmesser von 6,3 mm.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 36 mg Retardtabletten
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 36 mg sind weiße bis grauweiße, längliche, bikonvexe 11,3 x 5,3 mm große Tabletten mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten
Methylphenidathydrochlorid-neuraxpharm 54 mg Retardtabletten sind rötliche bis rote, längliche, bikonvexe 13,3 x 6,4 mm große Tabletten mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Die Retardtabletten sind in Flaschen mit kindergesicherten Schraubdeckeln erhältlich.
Packungsgrößen
28, 29 oder 30 Retardtabletten
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
neuraxpharm Arzneimittel GmbH Elisabeth-Selbert-Straße 23 • 40764 Langenfeld Tel. 02173 / 1060 - 0 • Fax 02173 / 1060 - 333
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2025.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


