Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Meloxicam-ratiopharm® ist ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Arzneimittel (ein sogenanntes nicht-steroidales Antirheumatikum). Meloxicam-ratiopharm® wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren.
- Wirkstoff(e)
- Meloxicam
- Zulassungsinhaber
- Ratiopharm GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- M01AC06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten angewendet?
Meloxicam-ratiopharm® ist ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Arzneimittel (ein sogenanntes nicht-steroidales Antirheumatikum).
Meloxicam-ratiopharm® wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren.
Meloxicam-ratiopharm® wird angewendet zur
- symptomatischen Kurzzeitbehandlung von entzündlichen Erkrankungen der Gelenke
- symptomatischen Langzeitbehandlung der rheumatoiden Arthritis (chronische Polyarthritis)
- symptomatischen Langzeitbehandlung von Morbus Bechterew
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten zu beachten?
Meloxicam-ratiopharm® darf nicht eingenommen werden,
- während des dritten Drittels einer Schwangerschaft
- wenn Sie jünger als 16 Jahre sind
- wenn Sie allergisch gegen Meloxicam oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie gegen Arzneimittel mit ähnlicher Wirkung (z. B. andere Antirheumatika oder Acetylsalicylsäure) allergisch sind
- wenn Sie nach Gabe von Antirheumatika oder Acetylsalicylsäure Asthma, Nasenpolypen, Schwellungen von Haut und/oder Schleimhaut oder Nesselsucht entwickelt haben
- wenn Sie an aktiven Magen-Darm-Geschwüren/Blutungen leiden oder bei Ihnen wiederholt Magen-Darm-Geschwüre/Blutungen in der Vorgeschichte aufgetreten sind (zwei oder mehr unterschiedliche Episoden)
- wenn bei Ihnen früher Magen-Darm-Blutungen oder Magen-Darm-Durchbrüche aufgetreten sind, die durch NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) ausgelöst wurden
- wenn Sie an einer schwer eingeschränkten Leberfunktion leiden
- wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, die nicht durch Dialyse behandelt werden kann
- wenn Sie an Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Hirnblutung oder anderen Blutungsstörungen leiden
- wenn Sie an schwerer Herzleistungsschwäche leiden
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Meloxicam-ratiopharm® einnehmen:
- wenn Sie Schleimhautentzündungen der Speiseröhre und des Magens haben und/oder an Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben.
- wenn Sie unter Magen-Darm-Beschwerden oder Magen-Darm-Erkrankungen leiden (z. B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) oder in der Vergangenheit gelitten haben.
- wenn Sie unter Nierenschwäche leiden oder der Verdacht darauf besteht.
- wenn Sie unter Natrium- und Wassereinlagerungen mit möglichen Ödemen, Bluthochdruck oder Verschlechterung des Bluthochdruckes oder Verschlechterung von Herzbeschwerden leiden.
- wenn Sie unter erhöhtem Kaliumspiegel im Blut leiden.
- wenn Sie früher unter Bluthochdruck oder Herzleistungsschwäche litten.
- wenn bei Ihnen nach der Einnahme von Meloxicam oder anderen Oxicamen (z. B. Piroxicam) schon einmal ein fixes Arzneimittelexanthem aufgetreten ist (runde oder ovale Flecken mit Rötung und Schwellung der Haut, die üblicherweise an derselben/denselben Stelle(n) wiederkehren, Blasenbildung, Nesselsucht und Juckreiz).
Warnhinweise
Arzneimittel wie Meloxicam-ratiopharm® sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!
Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
Wenn es bei Ihnen unter Meloxicam-ratiopharm® zu Magen-Darm-Blutungen (die einen schwarz gefärbten Stuhl [Teerstuhl] verursachen) oder Geschwüren im Verdauungstrakt (die zu Bauchschmerzen führen) kommt, ist die Behandlung sofort abzusetzen.
Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, toxisch epidermale Nekrolyse), die möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Meloxicam-ratiopharm® berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige Punkte oder kreisförmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm.
Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippeähnlichen Symptomen begleitet. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen.
Das höchste Risiko für das Auftreten dieser schweren Hautreaktionen besteht in den ersten Behandlungswochen.
Wenn bei Ihnen Stevens-Johnson-Syndrom, eine exfoliative Dermatitis oder eine toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Meloxicam-ratiopharm® aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit Meloxicam-ratiopharm® behandelt werden.
Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, beenden Sie die Anwendung von Meloxicam-ratiopharm® und suchen Sie sofort einen Arzt auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie Meloxicam-ratiopharm® einnehmen.
Dieses Arzneimittel kann die Symptome einer Infektion (z. B. Fieber) überdecken. Wenn Sie Anzeichen einer Infektion bemerken oder eine Infektion sich verschlimmert, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren.
Die Wirkung von Meloxicam tritt nicht unmittelbar ein und daher ist Meloxicam nicht für die Behandlung von akuten Schmerzen geeignet.
Kinder und Jugendliche
Meloxicam-ratiopharm® darf bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden.
Ältere, gebrechliche oder geschwächte Menschen
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie eine ältere, gebrechliche oder geschwächte Person sind, da in diesen Fällen Nebenwirkungen schlechter vertragen werden könnten.
Bei älteren Patienten ist besondere Vorsicht angebracht, da häufig Nieren-, Leber- und Herzfunktionen durch Meloxicam-ratiopharm® beeinträchtigt sein können. Ältere haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, besonders von Magen-Darm-Blutungen und Magen-Darm-Durchbrüchen, welche tödlich enden können (siehe 3. „Wie ist Meloxicam-ratiopharm® einzunehmen?“).
Einnahme von Meloxicam-ratiopharm® zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Meloxicam-ratiopharm® kann durch andere Arzneimittel beeinflusst werden oder diese beeinflussen. Insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. eingenommen/angewendet haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker:
- Kaliumsalze – zur Vermeidung oder Behandlung eines niedrigen Kaliumspiegels im Blut
- Trimethoprim – zur Behandlung von Harnwegsinfektionen
- Andere Antirheumatika (einschließlich Salicylate [Acetylsalicylsäure (ASS) ab 3 g/Tag])
- Kortikosteroide (werden z. B. bei Entzündungen oder allergischen Reaktionen angewendet)
- Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel) oder Heparin
- Thrombozyten-Aggregationshemmer (bestimmte blutverdünnende Arzneimittel) und Thrombolytika
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) (bestimmte Mittel gegen Depressionen)
- Entwässernde Arzneimittel (Diuretika), blutdrucksenkende Mittel (ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und Betablocker)
- Ciclosporin, das nach einer Organtransplantation oder bei schweren Hauterkrankungen, bei rheumatoider Arthritis oder einem nephrotischen Syndrom verabreicht wird, Tacrolimus, das nach einer Organtransplantation verabreicht wird
- Deferasirox – zur Behandlung einer chronischen Eisenüberladung aufgrund von häufigen Bluttransfusionen
- Lithium zur Behandlung von Stimmungsschwankungen
- Methotrexat zur Behandlung von Tumoren oder bei schweren unkontrollierbaren Hauterkrankungen und einer aktiven rheumatoiden Arthritis
- Pemetrexed – zur Behandlung von Krebserkrankungen
- Cholestyramin – zur Senkung des Cholesterinspiegels
- Orale Antidiabetika (Sulphonylharnstoffe, Nateglinid)
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Nehmen Sie Meloxicam-ratiopharm® nicht ein, wenn Sie sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen könnte. Es kann Nieren-und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kann Ihre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu führen, dass der Geburtsvorgang später einsetzt oder länger andauert als erwartet.
Sie sollten Meloxicam-ratiopharm® während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie während dieses Zeitraums behandelt werden müssen oder während Sie versuchen schwanger zu werden, sollte die Dosierung so niedrig wie möglich und über einen so kurzen Zeitraum wie möglich erfolgen. Wenn Sie Meloxicam-ratiopharm® ab der 20. Schwangerschaftswoche für mehr als ein paar Tage einnehmen, kann dies bei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einer verringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, führen kann (Oligohydramnion) oder es kann zur Verengung eines Blutgefäßes (Ductus arteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie länger als ein paar Tage behandelt werden müssen, kann Ihr Arzt eine zusätzliche Überwachung empfehlen.
Die Anwendung von Meloxicam-ratiopharm® während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie Meloxicam-ratiopharm® einnehmen.
Dieses Produkt kann es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden, oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Meloxicam hat wahrscheinlich keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder beim Arbeiten ohne festen Halt. Sollten jedoch Sehstörungen oder Benommenheit, Schwindel
oder andere zentralnervöse Störungen auftreten, sollten Sie das Autofahren, das Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne festen Halt unterlassen.
Meloxicam-ratiopharm® enthält Lactose
Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Meloxicam-ratiopharm® enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Nehmen Sie die verordnete Dosis einmal täglich während einer Mahlzeit mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit ein.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis:
Bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke:
Nehmen Sie ½ Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 7,5 mg Meloxicam) pro Tag ein. Sollte keine Besserung eintreten, kann der Arzt die Dosis auf eine Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 15 mg Meloxicam) erhöhen.
Bei rheumatoider Arthritis (chronischer Polyarthritis) und Morbus Bechterew:
Nehmen Sie eine Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 15 mg Meloxicam) pro Tag ein.
Abhängig vom Behandlungserfolg kann vom Arzt die Dosis auf ½Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 7,5 mg Meloxicam) pro Tag reduziert werden.
Grundsätzlich sollte die niedrigste noch wirksame Dosis gewählt werden.
Die Tagesdosis von 15 mg Meloxicam darf nicht überschritten werden.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten beträgt die empfohlene Dosierung zur Langzeitbehandlung bei rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew ½ Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 7,5 mg Meloxicam) pro Tag.
Patienten mit erhöhtem Risiko für Nebenwirkungen
Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen wird der Arzt die Behandlung ebenfalls mit ½ Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 7,5 mg Meloxicam) pro Tag beginnen.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Dialysepatienten mit schwerer Nierenfunktionsschwäche darf die Tagesdosis ½ Tablette Meloxicam-ratiopharm® 15 mg (entsprechend 7,5 mg Meloxicam) nicht überschreiten. Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Meloxicam-ratiopharm® darf bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Meloxicam-ratiopharm® zu stark oder zu schwach ist.
Sie sollten Meloxicam-ratiopharm® nicht länger als unbedingt notwendig einnehmen.
Wenn Sie eine größere Menge von Meloxicam-ratiopharm® eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie wesentlich mehr eingenommen haben als vorgesehen, nehmen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch.
Beschwerden einer akuten Überdosierung mit Meloxicam sind zumeist beschränkt auf mangelnde Energie (Lethargie), Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch, die in der Regel mit unterstützenden Maßnahmen vollständig zurückgehen. Magen-Darm-Blutungen können auftreten.
Eine schwere Überdosierung kann zu Bluthochdruck, akutem Nierenversagen, Leberfunktionsstörung, schwerwiegenden Atemproblemen, Koma, Krämpfen, schweren Herzproblemen und Überempfindlichkeitsreaktionen (Ohnmacht, Atemnot, Hautreaktionen) führen.
Im Fall einer Überdosierung wird Ihr Arzt entsprechend der Schwere der Vergiftung unterstützende und auf die Beschwerden ausgerichtete Maßnahmen einleiten. Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht bekannt.
Wenn Sie die Einnahme von Meloxicam-ratiopharm® vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sie müssen die Einnahme dieses Arzneimittels sofort beenden und Ihren Arzt oder das
nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, wenn Sie Folgendes bemerken:
Jegliche Form einer allergischen Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion), die sich äußern kann als:
- Hautreaktion wie Juckreiz (Pruritus), Blasenbildungen oder Hautabschälungen, worunter auch lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse) vorkommen können, Läsionen der Weichgewebe (Schleimhautverletzungen) oder Erythema multiforme (bei der Flecken, rote Striemen sowie purpurrote oder blasenbedeckte Hautgebiete entstehen).
- Haut- oder Schleimhautschwellung (wie Schwellungen um die Augen, im Gesicht, an den Lippen, im Mund oder im Rachen), die möglicherweise das Atmen erschwert, sowie geschwollene Knöchel oder Unterschenkel (Ödeme der unteren Gliedmaßen)
- Kurzatmigkeit/Atemnot oder Asthmaanfall
- Leberentzündung (Hepatitis) – die Anzeichen dafür können sein: Gelbfärbung von Haut oder Augapfel (Gelbsucht), Bauchschmerzen, Appetitverlust
Jegliche Form einer Nebenwirkung im Magen-Darm-Trakt, insbesondere:
- Blutungen (diese verursachen schwarz gefärbten Stuhl [Teerstuhl])
- Geschwüre in Ihrem Verdauungstrakt (diese verursachen Bauchschmerzen)
Weitere Nebenwirkungen
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Durchfälle
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
Kopfschmerzen, Benommenheit.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Verminderung des roten Blutfarbstoffs (Anämie), allergische Reaktionen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verschlafenheit, Drehschwindel (Vertigo), Blutdruckanstieg, Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush), Entzündungen der Mundschleimhaut, Magenschleimhautentzündung, Aufstoßen, Leberfunktionsstörung (z. B. erhöhte Transaminasen- oder Bilirubinwerte), Hautausschlag, Natrium- und Wassereinlagerungen, Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut (siehe 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Meloxicam-ratiopharm® zusammen mit anderen Arzneimitteln“), erhöhte Harnstoff- oder Kreatinin-Konzentrationen im Blut, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem) einschließlich geschwollener Knöchel.
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
Veränderungen des Blutbildes: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozytopenie), Stimmungsschwankungen, Alpträume, Schlaflosigkeit, Sehstörungen, einschließlich verschwommenen Sehens, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Tinnitus, Herzklopfen, Entzündung des Dickdarms, Speiseröhrenentzündung, Quaddelbildung (Urtikaria).
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
Starke Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen, wodurch Infektionen wahrscheinlicher werden (Agranulozytose), Magen-Darm-Durchbruch, blasenbildende Hautreaktionen (Dermatitis bullous), akutes Nierenversagen bei Risikopatienten.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Verwirrung, Orientierungslosigkeit, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), durch Lichteinwirkung bedingte Hautreaktionen, Unfruchtbarkeit bei Frauen, verzögerte Ovulation
(Eisprung). Eine charakteristische allergische Hautreaktion, bekannt als fixes Arzneimittelexanthem, die nach erneuter Anwendung des Arzneimittels normalerweise an derselben/denselben Stelle(n) wiederkehrt und wie runde oder ovale Flecken mit geröteter und geschwollener Haut, Blasenbildung (Nesselausschlag) und Juckreiz aussehen kann.
Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) wurde im Zusammenhang mit der Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) gemeldet.
Arzneimittel wie Meloxicam-ratiopharm® sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,
Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“/“Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Meloxicam-ratiopharm 15 mg Tabletten
Was Meloxicam-ratiopharm® 15 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Meloxicam.
Eine Tablette enthält 15 mg Meloxicam.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Maisstärke, Vorverkleisterte Stärke (Mais), Hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumcitrat, Lactose- Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].
Wie Meloxicam-ratiopharm® 15 mg aussieht und Inhalt der Packung
Die Tabletten sind hellgelb, rund, mit einer zentralen Bruchrille auf der einen Seite und eben auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Meloxicam-ratiopharm® 15 mg ist in Packungen mit 10, 20, 50 und 100 Tabletten erhältlich.
Meloxicam-ratiopharm® ist auch in einer weiteren Stärke erhältlich, die für eine Behandlung besser geeignet sein könnte.
Pharmazeutischer Unternehmer
ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2023.
Versionscode: Z14
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



