Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Levocarb-TEVA® gehört zu einer Arzneimittelklasse, die zur Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet wird. Die Symptome dieser Krankheit werden wahrscheinlich durch einen Dopaminmangel verursacht. Dopamin ist eine Substanz, die normalerweise im Gehirn gebildet wird. Sie spielt eine Rolle bei der Steuerung der Muskelbewegungen.
- Wirkstoff(e)
- Levodopa, Carbidopa
- Zulassungsinhaber
- TEVA GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N04BA02
- Anwendungsgebiete
- Restless Legs Syndrom
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten angewendet?
Levocarb-TEVA® gehört zu einer Arzneimittelklasse, die zur Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet wird. Die Symptome dieser Krankheit werden wahrscheinlich durch einen Dopaminmangel verursacht. Dopamin ist eine Substanz, die normalerweise im Gehirn gebildet wird. Sie spielt eine Rolle bei der Steuerung der Muskelbewegungen. Ein Dopaminmangel verursacht Probleme bei Muskelbewegungen. Levodopa gleicht den Dopaminmangel aus, während Carbidopa dafür sorgt, dass genügend Levodopa in das Gehirn gelangt.
Levocarb-TEVA® wird angewendet zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Es verkürzt die „Off“- Zeit (eine plötzlich einsetzende Unbeweglichkeit, die minuten- oder sogar stundenlang anhalten kann), wenn Sie bisher nur mit Levodopa oder mit schnell freisetzenden Tabletten behandelt werden, die Levodopa und einen Decarboxylasehemmer (z. B. Carbidopa) enthalten, und wenn Sie an plötzlichen unkontrollierten Bewegungen leiden.
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Was ist vor der Einnahme von Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten zu beachten?
Levocarb-TEVA® darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Carbidopa, Levodopa oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
-
wenn Sie derzeit oder kürzlich zur Behandlung einer Depression so genannte nichtselektive Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) oder selektive MAO-A-Hemmer einnehmen oder
eingenommen haben, beispielsweise Phenelzin, Isocarboxazid oder Moclobemid. Diese Arzneimittel müssen mindestens 2 Wochen, bevor Sie mit der Einnahme von Levocarb-TEVA® beginnen, abgesetzt werden. Levocarb-TEVA® darf gleichzeitig mit der empfohlenen Dosis eines MAO-Hemmers eingenommen werden, der für MAO Typ B selektiv ist (z. B. Selegilin). -
wenn Sie verdächtige, nicht diagnostizierte Hautveränderungen haben oder in der Vorgeschichte ein Melanom hatten, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann.
1 -
- wenn Sie an einem Engwinkelglaukom (erhöhter Augeninnendruck) leiden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Levocarb-TEVA® einnehmen:
- wenn Sie eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einen akuten Schlaganfall haben/hatten.
- wenn Sie eine schwere Lungenerkrankung haben oder plötzliche Anfälle von Atemnot wegen Muskelkrämpfen und einer Schwellung der Atemwegschleimhäute, die oft von Husten und Auswurf begleitet sind (Bronchialasthma).
- wenn Sie eine Nieren- oder Lebererkrankung haben.
- wenn Sie endokrine Probleme haben (mit den Drüsen, die im Körper Hormone bilden und diese in das Blut abgeben), wie Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Phäochromozytom (ein Tumor der Nebenniere, der Bluthochdruck verursacht).
- wenn Sie früher einmal Magen- oder Darmgeschwüre hatten, da dies die Gefahr einer Magenblutung erhöht.
- wenn Sie schon einmal Anfälle/Krampfanfälle hatten.
- wenn Sie an beschleunigtem Herzschlag leiden (Tachykardie).
- wenn Sie an einer schweren Erkrankung des hämatopoetischen (blutbildenden) Systems leiden.
- wenn Sie wissen, dass Sie keine Sympathomimetika einnehmen dürfen, z. B. Ephedrin (kann in Arzneimitteln gegen Erkältung und verstopfte Nase enthalten sein), Adrenalin oder Noradrenalin.
- wenn Sie früher einmal eine psychotische Episode oder eine Psychose hatten. Eine Psychose ist eine schwere psychische Erkrankung mit beeinträchtigter Kontrolle über das eigene Benehmen und Verhalten.
- wenn Sie jemals einen Herzanfall hatten und immer noch unter Herzrhythmusstörungen leiden.
-
wenn Sie derzeit oder früher einmal mit Levodopa allein behandelt werden bzw. wurden. In
diesem Fall müssen Sie mindestens 12 Stunden warten, bevor Sie mit der Einnahme von Levocarb-TEVA® beginnen. - wenn Sie an einem chronischen Weitwinkelglaukom leiden (erhöhter Augeninnendruck).
- wenn Sie eine erbliche Krankheit haben, bei der unwillkürliche, aber koordinierte Bewegungen auftreten (Chorea Huntington). In diesem Fall wird die Einnahme von Levocarb-TEVA® nicht empfohlen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Levocarb-TEVA®
- an Bewegungsstörungen wie Muskelzuckungen im Gesicht, Muskelstarre oder -steifheit, Problemen bei Bewegungsbeginn, Zittern der Finger oder Hände leiden. In diesem Fall muss die Dosis möglicherweise gesenkt werden.
- ständig müde sind und/oder dazu neigen, plötzlich einzuschlafen. In diesem Fall dürfen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen; Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Dosis anpassen oder Ihre Behandlung ganz beenden.
- sich deprimiert fühlen, Suizidgedanken haben oder ungewöhnliche Veränderungen in Ihrem Verhalten feststellen. Sehr selten wurde von Patienten berichtet, die depressiv wurden und später Suizidgedanken entwickelten. Wenn Sie glauben, dass dies auch auf Sie zutrifft, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
- operiert werden müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuungsperson bemerken, dass Sie suchtähnliche Symptome entwickeln, die zu einem Verlangen nach hohen Dosen von Levocarb- TEVA® und anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit führen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuungsperson bemerken, dass Sie einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer für Sie ungewöhnlichen Weise zu verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können. Dies nennt man Impulskontrollstörungen und dazu
gehören Verhaltensweisen wie zum Beispiel Spielsucht, übermäßiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder Gefühle. Ihr Arzt muss dann möglicherweise Ihre Behandlung überprüfen.
Nach langjähriger Behandlung mit Levodopa/Carbidopa kann ein plötzliches Absetzen oder eine Verringerung der Dosis von Levocarb-TEVA® zu Levodopa-Entzugserscheinungen führen (bekannt als malignes Levodopa-Entzugssyndrom oder malignes neuroleptisches Syndrom). Dies gilt insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Psychosen. Es kann zu sehr hohem Fieber, Muskelsteifheit, völligem Verlust der Bewegungsfähigkeit und psychischen Auffälligkeiten kommen. Diese Zustände sind lebensbedrohlich. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt.
Levocarb-TEVA® kann bei einigen Labortests zu Unregelmäßigkeiten führen, z. B.:
- Katecholamine, Kreatinin, Harnsäure, Glukose, alkalische Phosphatase, SGOT, SGPT, Lactatdehydrogenase, Bilirubin, Blut-Harnstoff-Stickstoff
- Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Werte von Glukose im Serum und Nachweis von weißen Blutzellen, Bakterien und Blut im Urin
- falsch-positives Ergebnis, wenn zur Bestimmung von Ketonkörpern im Urin ein Teststreifen benutzt wird (Diese Reaktion wird durch Erhitzen der Urinprobe nicht verändert).
- falsch-negative Ergebnisse bei der Untersuchung auf Glykosurie, wenn Glukose-Oxidase- Methoden verwendet werden
- falsch-positiver Coombs-Test
Hinweise zur Überwachung der Behandlung
Die Leber-, Herz-, Kreislauf- und Nierenfunktion sowie das Blutbild müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.
Bei Patienten mit Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Herzschlag) oder koronarer Ischämie (verminderter Blutfluss in den Herzkranzgefäßen) in der Vorgeschichte sollten regelmäßig Kreislauf- und EKG-Kontrollen (Messung der Stromflüsse im Herzen) durchgeführt werden.
Bei Patienten mit Parkinson-Krankheit besteht ein erhöhtes Risiko der Entwicklung eines malignen Melanoms. Patienten und Angehörige/Betreuungsperson sollten daher während der Behandlung mit Levocarb-TEVA® die Haut häufig und regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms untersuchen.
Idealerweise sollten regelmäßige Hautuntersuchungen durch einen Hautarzt durchgeführt werden.
Patienten mit Magengeschwüren in der Vorgeschichte sollten ebenfalls unter sorgfältiger ärztlicher Beobachtung stehen. Bei Patienten mit einem Glaukom sind regelmäßige Kontrollen des Augeninnendrucks erforderlich.
Es ist wichtig, dass Sie alle Kontrolltermine wahrnehmen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird dieses Arzneimittel nicht empfohlen.
Einnahme von Levocarb-TEVA® zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für pflanzliche Präparate. Der Grund dafür ist, dass Levocarb-TEVA® die Wirkung von bestimmten anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Ebenso können bestimmte andere Arzneimittel die Wirkung von Levocarb-TEVA® beeinflussen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck. In diesem Fall muss Ihr Arzt die Dosis anpassen.
- Arzneimittel zur Behandlung einer Depression (siehe auch Abschnitt „Levocarb-TEVA® darf nicht eingenommen werden“).
- Arzneimittel mit Wirkung auf das zentrale Nervensystem (Anticholinergika; bei Asthma verwendete Bronchodilatatoren) wie Ipratropium und Tiotropium. In diesem Fall kann die Wirkung von Levodopa abgeschwächt sein. Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Dosis anpassen.
- Dopamin-vermindernde Substanzen (z. B. Reserpin, Tetrabenazin).
- Tolcapon und Entacapon (COMT-Hemmer zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levocarb-TEVA® kann der Levodopa-Spiegel im Gehirn ansteigen. Die Dosis von Levocarb-TEVA® muss gegebenenfalls angepasst werden.
- Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levocarb-TEVA® kann es zu einem starken Abfallen des Blutdrucks kommen.
- Amantadin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Die Nebenwirkungen von Levodopa können zunehmen. Die Dosis von Levocarb-TEVA® muss gegebenenfalls angepasst werden.
- Arzneimittel zur Behandlung einer Psychose (z. B. Phenothiazin, Butyrophenone, Risperidon).
- Benzodiazepine (bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel) wie Diazepam, Oxazepam und Lormetazepam. Diese können die Wirkung von Levocarb-TEVA® abschwächen.
- Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose).
- Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie). Die Wirkung von Levocarb-TEVA® kann abgeschwächt sein.
- Papaverin (zur Behandlung von Magen-Darm-Krämpfen). Die Wirkung von Levocarb-TEVA® kann abgeschwächt sein.
- Opioide (zur Behandlung von starken Schmerzen).
- Sympathomimetika, z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Ephedrin, Apraclonidin, Dipivefrin und Brimonidin. Dadurch können sich Nebenwirkungen am Herz-Kreislauf-System verstärken.
- Arzneimittel, die Eisensulfat oder Eisengluconat enthalten. Die Aufnahme von Levodopa kann abgeschwächt sein.
- Metoclopramid (zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen).
- Anästhetika (z. B. Halothan, Cyclopropan).
Einnahme von Levocarb-TEVA® zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Wirkung von Levodopa kann bei Patienten mit eiweißreicher Ernährung manchmal abgeschwächt sein.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Jede Frau im gebärfähigen Alter, die Levocarb-TEVA® erhält, muss eine zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode anwenden.
Über die Anwendung von Levocarb-TEVA® während der Schwangerschaft beim Menschen ist nicht genügend bekannt. In Tierversuchen hat es sich als schädlich erwiesen.
Sie dürfen Levocarb-TEVA® nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden wollen.
Levodopa tritt in die Muttermilch über. Sie dürfen deshalb während der Behandlung mit Levocarb- TEVA® nicht stillen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Levocarb-TEVA® kann Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwindelgefühl, Benommenheit und Doppeltsehen, die Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können.
Bitte beachten Sie dies, bevor Sie sich ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.
Patienten, die zu Benommenheit und plötzlichem Einschlafen neigen, dürfen sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.
Levocarb-TEVA® enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Einnahme dieses Arzneimittels
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel über den Mund ein.
- Nehmen Sie die Tabletten in regelmäßigen zeitlichen Abständen wie von Ihrem Arzt verordnet ein.
- Ändern Sie nicht die Zeiten, zu denen Sie Ihre Tabletten einnehmen, und nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit ein, ohne vorher Ihren Arzt zu Rate zu ziehen.
- Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Levocarb-TEVA® weiter einnehmen müssen. Beenden Sie die Behandlung nicht vorzeitig, da sonst Ihre Symptome zurückkehren können.
Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit einem Glas Wasser 30 Minuten vor einer Mahlzeit oder 90 Minuten nach einer Mahlzeit; Sie dürfen die Tablette nicht zerbrechen, zerkauen oder zerdrücken.
Erwachsene (einschließlich ältere Personen)
Die Anzahl der Tabletten, die Sie pro Tag einnehmen sollten, hängt von Ihrem persönlichen Bedarf ab. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Tabletten Sie pro Tag einnehmen sollen. In den ersten Wochen kann Ihr Arzt Ihre Dosis von Levocarb-TEVA® ändern, bis sie genau richtig ist. Möglicherweise erhalten Sie Levocarb-TEVA® auch in Kombination mit anderen Arzneimitteln.
Bitte nehmen Sie immer die regelmäßigen Routinetermine bei Ihrem Arzt wahr, da sich die Symptome der Parkinson-Krankheit mit der Zeit verändern. Eine spätere Dosisanpassung kann daher im Lauf der Behandlung notwendig werden.
Patienten, die bereits mit Levodopa behandelt werden, entweder allein oder in Kombination mit einem anderen Arzneimittel
Wenn Sie bereits Levodopa einnehmen, entweder allein oder in Kombination mit einem anderen Arzneimittel, wird dieses mindestens 12 Stunden vor Beginn der Behandlung mit Levocarb-TEVA® abgesetzt.
Wenn Sie eine größere Menge von Levocarb-TEVA® eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie (oder eine andere Person) viele Tabletten auf einmal geschluckt haben oder wenn Sie glauben, dass ein Kind Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses oder an Ihren Arzt. Eine Überdosierung kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Bitte nehmen Sie diese Packungsbeilage, die restlichen Tabletten und das Behältnis mit ins Krankenhaus oder zum Arzt, damit diese wissen, welche Tabletten eingenommen wurden. Ein Lidkrampf kann ein frühes Anzeichen für eine Überdosierung sein.
Wenn Sie die Einnahme von Levocarb-TEVA® vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge Levocarb-TEVA® ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, können Sie diese auch noch später
einnehmen, falls es nicht fast Zeit für die nächste Dosis ist. Wenn dies der Fall sein sollte, fahren Sie mit Ihrem normalen Einnahmeschema fort.
Wenn Sie die Einnahme von Levocarb-TEVA® abbrechen
Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ab und ändern Sie nicht die Dosis, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen, auch wenn Sie sich besser fühlen.
Brechen Sie die Einnahme von Levocarb-TEVA® nicht plötzlich ab, da dies zu Muskelproblemen, Fieber und psychischen Veränderungen führen kann. Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie die Einnahme von Levocarb-TEVA® beenden sollen, wird er Ihre Dosis schrittweise über einen bestimmten Zeitraum verringern.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Brechen Sie die Einnahme von Levocarb-TEVA® ab und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf oder gehen Sie zum nächstgelegenen Krankenhaus, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:
-
allergische Reaktion; mögliche Anzeichen sind:
- Urtikaria (Nesselsucht) (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen),
- Juckreiz, Hautausschlag, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals. Dies kann zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
-
psychische Veränderungen einschließlich Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Paranoia und Depression (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen). Wenn Sie zu irgendeinem
Zeitpunkt daran denken, sich selbst zu verletzen oder zu töten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder gehen Sie sofort in ein Krankenhaus. - malignes neuroleptisches Syndrom (gekennzeichnet durch Schwitzen, schnellen Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, Muskelsteifigkeit, Koma) (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
- Probleme mit dem Blut: Zu den Anzeichen gehören blasse Haut (Blässe), Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Geschwüre im Mund oder Rachen, leichte Blutergüsse und anhaltende Blutungen nach Verletzungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
- Blutung aus dem Darm, erkennbar als Blut im Stuhl oder dunkel gefärbter Stuhl (gastrointestinale Blutung) (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
- Krämpfe (Konvulsionen) (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
Weitere Nebenwirkungen:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
Harnwegsinfektionen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Appetitverlust
- Phasen psychiatrischer Erkrankung mit beeinträchtigter Kontrolle über das eigene Benehmen und Verhalten (Psychose), Demenz, anormales Hochgefühl (Euphorie), Verwirrtheit, Schwindelgefühl, Albträume, Schläfrigkeit, Schlafprobleme, Benommenheit, Antriebssteigerung
- Bewegungsstörungen (Dyskinesie)
-
Störung mit plötzlichen unwillkürlichen Bewegungen (Chorea)
6 -
- Störung der Muskelspannung (Dystonie)
- Bewegungsstörungen mit Ursache außerhalb des Nervensystems (extrapyramidal)
- „On-off“-Phänomen, ein Merkmal bei manchen Patienten mit langjähriger Parkinson-Krankheit. Dabei kommt es zu einem nicht vorhersagbaren Wechsel von Beweglichkeit – „on“ – zu plötzlicher Bewegungsunfähigkeit – „off“. Ein Wechsel von „off“ zu „on“ kann ebenso plötzlich auftreten.
- Kopfschmerzen, Kribbeln (Parästhesie), Ohnmacht/Neigung zu Ohnmacht, bittererer Geschmack im Mund
- Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag
- Blutdruckabfall, z. B. durch zu schnelles Aufstehen vom Sitzen oder Liegen, manchmal begleitet von Schwindelgefühl (orthostatische Hypotonie)
- Kurzatmigkeit
- Verstopfung, Durchfall, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit
- Muskelkrämpfe
- Schmerzen im Brustraum, Ermüdung, Schwächegefühl
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
- Erregung, Angst, Desorientierung
- Beeinträchtigung des Denkens, erhöhte Fallneigung (Ataxie), verstärkter Tremor und Zittern der Hände
- Bluthochdruck
- Heiserkeit
- Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden, Blähungen, übermäßiger Speichelfluss
- Nesselsucht
- dunkel gefärbter Urin
- Probleme beim Gehen, Hitzewallungen, Flüssigkeitseinlagerung (Ödem), allgemeines Gefühl von Unwohlsein (Malaise)
- Stürze
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Zähneknirschen, gesteigertes sexuelles Verlangen
- Horner-Syndrom mit verengten Pupillen, hängenden Augenlidern und trockener Gesichtshaut
- Taubheitsgefühl, Schwierigkeiten, den Mund zu öffnen (Kieferklemme)
- verschwommenes Sehen, Störungen der Gesichtsnerven, insbesondere im Augenbereich, und dadurch verursachtes unkontrolliertes anhaltendes Blinzeln
- Störungen der Augen, z. B. Doppeltsehen und geweitete Pupillen
- unwillkürliche Augenbewegungen (okulogyrische Krise)
- Gesichtsrötung, Entzündung einer Vene (bisweilen einhergehend mit Gerinnselbildung)
- ungewöhnliches Atemmuster
- dunkle Verfärbung des Speichels, Brennen auf der Zunge, Zwölffingerdarmgeschwüre, Schluckauf
- Haarausfall, dunkle Verfärbung des Schweißes, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag
- Hautkrebs
- bei Kindern allergisch bedingte Blutung in der Haut und in den Wänden des Magen-Darm- Trakts (Purpura Schönlein-Henoch)
- Schwierigkeit beim Wasserlassen oder Inkontinenz
- schwerwiegende, schmerzhafte Dauererektion
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
übermäßige Tagesmüdigkeit und plötzliches Einschlafen
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Muskelzuckungen
-
Verlangen nach hohen Dosen von Levocarb-TEVA®, die jene Dosen deutlich überschreiten, die zur Kontrolle von Bewegungssymptomen erforderlich sind, bekannt als Dopamin-
Dysregulationssyndrom. Bei manchen Patienten kommt es nach der Einnahme von hohen Dosen Levocarb-TEVA® zu ungewöhnlich heftigen unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien), Stimmungsschwankungen oder anderen Nebenwirkungen. -
Unfähigkeit, dem Impuls zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können; dazu gehören:
- Spielsucht (Unfähigkeit, dem Impuls zu widerstehen, zu spielen, trotz schwerwiegender persönlicher oder familiärer Konsequenzen)
- verstärktes sexuelles Verlangen
- Hypersexualität (verändertes sexuelles Interesse und Verhalten, das erhebliche Besorgnis beim Patienten oder anderen hervorruft)
- unkontrolliertes maßloses Einkaufen oder Geldausgeben
- Essattacken (Verzehr großer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Verzehr größerer Nahrungsmengen als normal und über das
Sättigungsgefühl hinaus).
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine dieser Verhaltensweisen beobachten; dieser wird mit Ihnen besprechen, wie Sie die Symptome in den Griff bekommen oder reduzieren können.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“/„Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Levocarb-TEVA 100mg/25mg Retardtabletten
Was Levocarb-TEVA® enthält
- Die Wirkstoffe sind Levodopa und Carbidopa.
- Jede Levocarb-TEVA® 100 mg/25 mg Retardtablette enthält 100 mg Levodopa und 25 mg Carbidopa als Carbidopa-Monohydrat.
-
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Fumarsäure, Hypromellose, Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Chinolingelb (E 104).8 -
Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 6000, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171).
Wie Levocarb-TEVA® aussieht und Inhalt der Packung
- Levocarb-TEVA® 100 mg/25 mg Retardtabletten sind orange-braune, runde, bikonkave Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung.
- Levocarb-TEVA® 100 mg/25 mg ist in Packungsgrößen zu 30 und 100 Retardtabletten erhältlich.
- Levocarb-TEVA® ist außerdem als Retardtablette mit 200 mg/50 mg Wirkstoff in Packungsgrößen zu 30 und 100 Retardtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
TEVA GmbH
Graf-Arco-Str. 3
89079 Ulm
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren
Deutschland
oder
Acino Estonia OÜ Jaama tn 55b
63308 Fõlva linn, Põlva vald, Põlva maakond Estland
oder
Pharmachemie B.V.
Swensweg 5
2031 GA Haarlem
Niederlande
Telefon: (0031) 235 147 147
Telefax: (0031) 235 312 879
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Deutschland | Levocarb-TEVA® 100 mg/25 mg Retardtabletten |
| Frankreich | LEVODOPA CARBIDOPA TEVA LP 100 mg/25 mg, |
| comprimé à libération prolongée | |
| Vereinigtes Königreich (Nordirland) | Caramet® 25 mg/100 mg CR Tablets |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2025.
Versionscode: Z0X
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


