Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
ISOZID 200 mg ist ein gegen Tuberkulose wirksames Chemotherapeutikum (Arzneimittel). ISOZID 200 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur Behandlung aller Formen und Stadien der Tuberkulose mit Erregerempfindlichkeit gegen I- soniazid, immer in Kombination mit anderen gegen die Tuberkuloseerreger wirksamen Chemotherapeutika.
- Wirkstoff(e)
- Isoniazid
- Zulassungsinhaber
- Esteve Pharmaceuticals GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- J04AC01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Isozid 200 mg angewendet?
ISOZID 200 mg ist ein gegen Tuberkulose wirksames Chemotherapeutikum (Arzneimittel).
ISOZID 200 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
- zur Behandlung aller Formen und Stadien der Tuberkulose mit Erregerempfindlichkeit gegen I- soniazid, immer in Kombination mit anderen gegen die Tuberkuloseerreger wirksamen Chemotherapeutika.
- zur Vorbeugung einer Infektion (Chemoprophylaxe) mit Tuberkuloseerregern bei durch Kontakt mit einem Tuberkulosekranken gefährdeten Patienten mit negativem Tuberkulintest (Hauttest zur Diagnostik bei Tuberkuloseerkrankung).
- zur vorbeugenden Behandlung (Chemoprävention) von Patienten mit erstmalig festgestelltem Nachweis eines positiven Tuberkulintests, aber ohne Nachweis einer Erkrankung an Tuberkulose.
Die üblichen und allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Isoniazid zu berücksichtigen.
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Was ist vor der Einnahme von Isozid 200 mg zu beachten?
ISOZID 200 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Isoniazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- bei vorausgegangener durch Isoniazid verursachter Leberentzündung (Isoniazid-Hepatitis),
- bei schweren Leberfunktionsstörungen wie Gelbsucht (Verschlussikterus), Leberentzündung (akute Hepatitis), Leberzirrhose (chronische Lebererkrankung mit Leberzellschwund; Child Pugh C),
- bei Erkrankung von Nerven mit Schmerzen und Missempfindungen z.B. in Armen und Beinen (Polyneuropathien),
- bei Störungen der Blutgerinnung und Blutbildung,
- wenn Sie nach der Anwendung von ISOZID 200 mg schon einmal einen schweren Hautausschlag oder Hautablösungen, Blasenbildung und/oder wunde Stellen im Mund hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ISOZID 200 mg einnehmen.
Nierenfunktionstörungen:
Bei leichter bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 90 ml/min) kann ISOZID 200 mg unter der Voraussetzung, dass die Leberfunktion normal ist, in unveränderter Dosierung und mit unverändertem Dosierungsintervall verabreicht werden (siehe Abschnitt 3. „Wie ist ISOZID 200 mg einzunehmen?“).
Leberfunktionsstörungen:
Unter der Therapie mit ISOZID 200 mg kann es aufgrund des leberschädigenden Potenzials von Isoniazid zu Leberfunktionsstörungen kommen.
Generell muss bei der Kombinationstherapie der Tuberkulose die gesteigerte leberschädigende Wirkung der eingesetzten Kombinationspartner beachtet werden. Klinische Konsequenzen, wie mögliche Thera- pieabbrüche oder Therapieanpassungen müssen im Einzelfall durch den behandelnden Arzt entsprechend eingeschätzt werden (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Während der Behandlung mit ISOZID 200 mg sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen.
Gehören Sie einer der folgenden Patientengruppen an, dann haben Sie ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen (wie z. B. Hepatitis) und sollten Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten:
- Ältere und unterernährte Patienten
- Patienten, die täglich Alkohol konsumieren
- Patienten mit vorbestehenden bzw. chronischen Leberschäden
- Patienten, die Isoniazid langsam abbauen (Langsamacetylierer).
Des Weiteren sollten Sie genauestens überwacht werden, wenn
-
Sie gleichzeitig andere leber- bzw. bauchspeicheldrüsenschädigende Medikamente einnehmen
(siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Bitte halten Sie bei Einnahme weiterer Medikamente generell Rücksprache mit Ihrem Arzt. - Sie an Nierenschäden leiden.
- Sie an neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen leiden.
- Sie Diabetiker sind.
Ihr Arzt sollte Sie genau über das Auftreten früher Zeichen von Leberschädigungen oder Bauchspei- cheldrüsenschädigungen (Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen) oder anderer Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) informieren. Zusätzlich sollten Sie sich beim Auftreten jeglicher Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich an Ihren behandelnden Arzt wenden. Bei Hinweisen auf Leberschädigungen (z. B. Hepatitis) ist ISOZID 200 mg sofort abzusetzen. Ist eine weitere Behandlung mit ISOZID 200 mg erforderlich, darf diese erst nach dem vollständigen Abklingen der Symptomatik und Normalisierung der Parameter erneut begonnen werden. In diesem Fall muss Isoniazid zunächst einschleichend dosiert werden (siehe Abschnitt 3. „Wie ist ISOZID 200 mg einzunehmen?“). Bei Wiederauftreten von Anzeichen einer Leberschädigung muss die Anwendung von ISOZID 200 mg unverzüglich und endgültig beendet werden.
Während der Behandlung mit ISOZID 200 mg sollten durch Ihren Arzt regelmäßig Leber-enzym- und Bilirubinkontrollen durchgeführt werden, um eine Schädigung der Leber frühzeitig zu erkennen.
Ein Anstieg der Leberblutwerte während der Therapie mit ISOZID 200 mg ist möglich. Verbleiben die Transaminasenwerte < 100 U/l, kann es trotz Fortsetzung der Therapie zu einer Normalisierung der Werte kommen. Bei Zunahme der Transaminasen über 100 U/l, einem Anstieg der Bilirubinkonzentration und entsprechender klinischer Symptomatik ist ein sofortiges Absetzen von ISOZID 200 mg geboten, da schwere Leberentzündungen (Hepatitiden) mit beschriebenen Todesfällen unter Isoniazid beobachtet wurden.
Schwerwiegende Hautreaktionen:
Schwerwiegende Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelbedingte Reaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit ISOZID 200 mg berichtet. Beenden Sie die Anwendung von ISOZID 200 mg und begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome bei sich bemerken.
Wechselwirkungen von Isoniazid mit anderen Wirkstoffen und Einfluss von Isoniazid auf körpereigene Stoffe (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
Vitamin B6-Stoffwechsel Isoniazid greift in den körpereigenen Vitamin B6-Stoffwechsel ein, was negative Auswirkungen auf die Funktion des Nervensystems haben kann. Insbesondere dann, wenn bei Ihnen ein Vitamin B6- Mangel vorliegt, zu erwarten ist oder wenn bei Ihnen aus anderen Gründen das Risiko für eine Erkrankung der Nervenendigungen durch Isoniazid erhöht ist, sowie bei Kindern, Schwangeren und Stillenden wird Ihr Arzt Isoniazid mit einem Vitamin B6-haltigen Arzneimittel (Pyridoxin) kombinieren (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Vorsicht ist geboten,
- wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden. Denn Isoniazid kann den Stoffwechsel dieser Arzneimittel beeinflussen bzw. der Stoffwechsel von Isoniazid selbst kann beeinflusst werden. Vor allem bei Einnahme/Anwendung von Arzneimitteln, die Wirkstoffe mit enger therapeutischer Breite (enger Nachbarschaft von Wirkung und Nebenwirkungen) enthalten, muss bei Beginn oder nach Absetzen einer Therapie mit ISOZID 200 mg die Dosierung dieser Arzneimittel eventuell angepasst werden.
-
Vitamin D
Bei der Behandlung mit ISOZID 200 mg kann es zu einer Reduktion des Vitamin D-Blutspiegels kommen. Daher wird Ihr Arzt eine mögliche vorsorgliche Vitamin D-Gabe in Betracht ziehen und weitere entsprechende Blutwert-Kontrollen durchführen. -
Paracetamol
Im Falle einer gleichzeitigen Einnahme von ISOZID 200 mg und Paracetamol kann es zu einer Leberschädigung durch üblicherweise unschädliche Dosen von Paracetamol kommen. Die Einnahme von Paracetamol unter ISOZID 200 mg sollte daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung und unter besonderer Vorsicht erfolgen. - Antiepileptika (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie)
Isoniazid kann die Wirkung und damit auch die Nebenwirkungen von krampflösenden (antiepileptischen) Arzneimitteln erhöhen. Aus diesem Grund kann es notwendig sein, bei der gleichzeitigen Gabe von ISOZID 200 mg und Antiepileptika die Dosis der Antiepileptika zu reduzieren. Die Blutspiegel der Antiepileptika, v.a. von Phenytoin und Carbamazepin, sollten überwacht werden.
Wirkungen auf das Blut
Ihr Arzt wird regelmäßige Blutbildkontrollen durchführen, da unter Therapie mit ISOZID 200 mg unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf Blut und Blutbestandteile auftreten können (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die Kombination von Isoniazid mit bestimmten Medikamenten kann zur gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirksamkeit führen.
Isoniazid führt zu einer Hemmung des arzneimittelabbauenden Systems in der Leber. Dies führt in den meisten Fällen dazu, dass diese Substanzen langsamer durch die Leber abgebaut werden, wodurch deren Wirksamkeit verstärkt werden kann. Isoniazid selbst kann bei gleichzeitiger Gabe bestimmter anderer Wirkstoffe in seiner Verstoffwechselung beeinflusst werden, so dass es zu Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Sicherheit von ISOZID 200 mg kommen kann.
Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, wenn Sie Arzneimittel aus einer der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffgruppen bzw. Arzneimittel, die einen der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffe enthalten, einnehmen/anwenden oder wenn Sie dies beabsichtigen. Durch die gleichzeitige Einnahme/Anwendung kann es zu Wechselwirkungen mit ISOZID 200 mg kommen, die schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein können (siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von ISOZID 200 mg beachten?“).
Aufgrund der Vielzahl der Wechselwirkungen von Isoniazid mit anderen Arzneimitteln werden im Folgenden die bekannten und klinisch relevanten Wechselwirkungspartner tabellarisch dargestellt.
In Spalte 1 werden Wirkstoffgruppen und/oder dazugehörige Wirkstoffe/Arzneimittel aufgeführt. Die Unterstreichung kennzeichnet den durch Isoniazid beeinflussten Wirkstoff. Wird Isoniazid durch einen Wirkstoff beeinflusst, ist es durch einen Bindestrich getrennt in der ersten Spalte der Tabelle zusammen mit dem beeinflussenden Wirkstoff aufgeführt und unterstrichen. Sollte in einer Aufzählung kein Wirkstoff unterstrichen sein, handelt es sich hierbei um keine direkte Wechselwirkung, bei dem ein Wirkstoff beeinflusst wird, sondern hier wird zum Ausdruck gebracht, dass eine allgemeine Reaktion (z. B. das Risiko von Leberschäden) oder ein körpereigener Stoff durch diese Wechselwirkung beeinflusst werden.
In Spalte 2 werden die gegenseitigen Auswirkungen der Wirkstoffgruppen/Wirkstoffe auf einander be-
schrieben.
▲: Steigt ▼: Sinkt
In Spalte 3 wird die klinische Konsequenz angegeben.
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz |
| Wirkstoff | ||
| Alpha-1-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks) | ||
| Alfuzosin | Blutspiegel von Alfuzosin ▲ | Überwachung der Hämodyna- |
| mik (Blutfluss in den Blutgefä- | ||
| ßen) bei Therapiebeginn | ||
| Alkoholdehydrogenasehemmer | ||
| Disulfiram | Erhöhte Aktivität von Dopamin | Überwachung notwendig, neu- |
| durch Hemmung der Verstoff- | rologische Veränderungen (wie | |
| wechselung von Dopamin durch | Benommenheit, Bewegungsstö- | |
| Isoniazid und Disulfiram | rungen (Ataxie), Stimmungs- | |
| schwankungen oder Verhaltens- | ||
| änderungen) können auftreten, |
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz | ||
| Wirkstoff | ||||
| Therapie sollte dann abgebro- | ||||
| chen oder Dosis von Disulfiram | ||||
| reduziert werden | ||||
| Analgetika (Schmerzmittel) | ||||
| Acetylsalicylsäure - Isoniazid | Wirkung von Isoniazid kann | Gleichzeitige Einnahme wird | ||
| verringert sein | nicht empfohlen | |||
| Opioide (wie z. B. Morphin, Fentanyl, | Verstoffwechselung der Opioide | Enge Überwachung, ggf. Do- | ||
| Buprenorphin, Methadon, Codein) | wird durch Isoniazid verlang- | sisanpassung der Opioide | ||
| samt | ||||
| Paracetamol | Isoniazid erhöht das Risiko von | Gleichzeitige Einnahme wird | ||
| Leberschäden | nicht empfohlen, enge Überwa- | |||
| chung | ||||
| Anästhetika (Narkosemittel) | ||||
| Isofluran | Das Isoniazid-Abbauprodukt | Nephrotoxizität (schädigende | ||
| Enfluran | Hydrazin führt zu einer ver- | Wirkung auf die Nieren)▲, | ||
| stärkten Freisetzung von Fluor | Überwachung der Nierenfunk- | |||
| aus Isofluran und Enfluran, so | tion, | |||
| dass nierenschädigende Kon- | insbesondere bei Schnell-acety- | |||
| zentrationen an Fluor auftreten | lierern nach operativem Eingriff | |||
| können (besonders bei Patien- | ||||
| ten, die Isoniazid schnell ab- | ||||
| bauen (Schnellacetylierer)) | ||||
| Antiasthmatika (Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Bronchialasthma) | ||||
| Theophyllin | Verstoffwechselung von Theo- | Blutspiegelkontrolle von Theo- | ||
| phyllin wird durch Isoniazid | phyllin, insbesondere nach Ab- | |||
| verlangsamt | setzen von ISOZID, | |||
| ggf. Dosisanpassung von Theo- | ||||
| phyllin | ||||
| Antibiotika (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten) | ||||
| Cycloserin/Terizidon | Erhöhtes Risiko von Nebenwir- | Es sollte verstärkt auf Neben- | ||
| kungen auf das zentrale Nerven- | wirkungen auf das zentrale Ner- | |||
| system durch Cycloserin/Teri- | vensystem geachtet werden, ggf. | |||
| zidon | Dosisanpassung | |||
| Pyrazinamid | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Überwachung der Leberfunktion | ||
| den | ||||
| Rifampicin | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Überwachung der Leberfunktion | ||
| den | ||||
| Ethionamid/Protionamid | Erhöhtes Risiko von Nebenwir- | Es sollte verstärkt auf Neben- | ||
| kungen auf das zentrale Nerven- | wirkungen auf das zentrale Ner- | |||
| system durch Isoniazid und | vensystem geachtet werden | |||
| Ethionamid/Protionamid | ||||
| Anticholinergika | ||||
| Atropin | Nebenwirkungen von Atropin | Gleichzeitige Einnahme wird | ||
| werden verstärkt | nicht empfohlen | |||
| Darifenacin | Abbau von Darifenacin kann | Wirkungsverstärkung von Dari- | ||
| durch Isoniazid verlangsamt | fenacin möglich, ggf. Dosisan- | |||
| sein | passung von Darifenacin nötig | |||
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz | ||
| Wirkstoff | ||||
| Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) | ||||
| Citalopram | Abbau von Citalopram kann | Nebenwirkungen auf das Herz | ||
| durch Isoniazid verlangsamt | ▲, ggf. | |||
| sein | Dosisanpassung von Citalopram | |||
| nötig, | ||||
| Hypokaliämie (Kaliumwerte | ||||
| unter Normal) oder Hypomag- | ||||
| nesiämie (Magnesiumwerte un- | ||||
| ter Normal) sollten vor Behand- | ||||
| lungsbeginn eingestellt und re- | ||||
| gelmäßig kontrolliert werden | ||||
| Antidiabetika (Arzneimittel gegen Diabetes mellitus) | ||||
| Insulin und Derivate | Wirkung der Antidiabetika kann | Überwachung des Blutglukose- | ||
| α-Glucosidasehemmer | beeinträchtigt sein | spiegels, Wirkungsverlust oder | ||
| Sulfonylharnstoffe, Biguanide, Glinide, | Wirkungsverstärkung der Anti- | |||
| Inkretinmimetika | diabetika möglich, ggf. Dosisan- | |||
| DPP4-Hemmer | passung nötig | |||
| Antiepileptika (Arzneimittel gegen Epilepsie) | ||||
| Carbamazepin | Verstoffwechselung von | Enge klinische Überwachung | ||
| Carbamazepin wird durch Isoni- | notwendig, Carbamazepinspie- | |||
| azid verlangsamt, | gelbestimmung und Leberfunk- | |||
| die leberschädigende Wirkung | tionstests notwendig, | |||
| von Isoniazid kann durch | ggf. Dosisanpassung von | |||
| Carbamazepin erhöht sein | Carbamazepin nötig | |||
| Phenytoin | Verstoffwechselung von Pheny- | Enge Überwachung, Bestim- | ||
| toin wird durch Isoniazid ver- | mung der Hydantoinlevel im | |||
| langsamt | Blut, ggf. Dosisanpassung von | |||
| Phenytoin, | ||||
| Kontrolle der Phenytoinspiegel | ||||
| nach Absetzen von ISOZID | ||||
| empfohlen | ||||
| Primidon | Verstoffwechselung von Pri- | Enge Überwachung, ggf. Do- | ||
| midon wird durch Isoniazid ver- | sisanpassung von Primidon not- | |||
| langsamt | wendig | |||
| Valproinsäure | Die Nebenwirkungen von Isoni- | Enge Überwachung notwendig, | ||
| azid und Valproinsäure können | besonders bei Therapiebeginn | |||
| durch gegenseitige Wechselwir- | und -ende, ggf. Dosisanpassung | |||
| kung erhöht sein | von Valproinsäure notwendig | |||
| Antikoagulanzien (Arzneimittel zur Blutverdünnung) | ||||
| Warfarin und andere Cumarine | Verstoffwechselung wird durch | Bei Therapie: engmaschige | ||
| Isoniazid verlangsamt, Blu- | Kontrolle der Blutgerinnung | |||
| tungsneigung ▲ | (Quick- bzw. INR-Werte), ins- | |||
| besondere auch nach Absetzen | ||||
| von ISOZID, | ||||
| ggf. Dosisanpassung von | ||||
| Warfarin und anderen Cuma- | ||||
| rinen nötig | ||||
| Antiparkinsonmittel | ||||
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz | ||
| Wirkstoff | ||||
| Levodopa | Bioverfügbarkeit von Levo- | Wirkungsverlust von Levodopa, | ||
| dopa▼, Risiko einer peripheren | motorische Unruhe, Tremor, | |||
| Neuropathie (Nervenschädi- | allg. Verschlechterung der Par- | |||
| gung) ist durch Levodopa und I- | kinson-Symptomatik | |||
| soniazid erhöht | möglich, bei Anzeichen einer | |||
| peripheren Neuropathie Thera- | ||||
| pieabbruch notwendig | ||||
| Antiprotozoika (Arzneimittel gegen Parasiteninfektionen) | ||||
| Chloroquin | Risiko einer peripheren Neuro- | Enge Überwachung notwendig, | ||
| pathie (Nervenschädigung) ist | bei Anzeichen einer peripheren | |||
| durch Isoniazid und Chloroquin | Neuropathie Therapieabbruch | |||
| erhöht | nötig | |||
| Halofantrin | Verstoffwechselung von | Nebenwirkungen auf das Herz | ||
| Halofantrin durch Isoniazid ▼, | ▲, EKG vor, während und nach | |||
| Blutspiegel von Halofantrin ▲ | Therapiebeginn notwendig, enge | |||
| Überwachung nötig | ||||
| Beta-Blocker (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks) | ||||
| Propranolol - Isoniazid | Abbau von Isoniazid im Blut | Leicht erhöhte Isoniazid-Blut- | ||
| (Plasmaclearance) kann durch | spiegel können auftreten, klini- | |||
| Propranolol verringert sein | sche Relevanz wahrscheinlich | |||
| gering | ||||
| Chemokinrezeptor-5-Antagonist (Arzneimittel gegen HIV-Infektionen) | ||||
| Maraviroc | Isoniazid kann die Blutkonzent- | Ggf. Dosisanpassung von Mara- | ||
| ration von Maraviroc erhöhen | viroc erforderlich | |||
| Glucocorticoide | ||||
| Budesonid | Blutkonzentration von Bude- | Wirkungsverstärkung von Bude- | ||
| sonid kann durch Isoniazid er- | sonid in der Langzeittherapie | |||
| höht sein | möglich | |||
| Prednisolon - Isoniazid | Isoniazid-Blutspiegel können | Wirkung von Isoniazid kann | ||
| durch Prednisolon reduziert sein | herabgesetzt sein, ggf. Dosisan- | |||
| passung erforderlich | ||||
| 5-HT3-Antagonisten (Arzneimittel gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen) | ||||
| Alosetron | Blutspiegel von Alosetron ▲ | Gleichzeitige Einnahme wird | ||
| nicht empfohlen | ||||
| Immunmodulatoren (Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems) | ||||
| Bacillus Calmette-Guérin-Impfstoff | Wirkungsverlust des Impfstoffs | Gleichzeitige Anwendung wird | ||
| (auch bei Anwendung gegen | nicht empfohlen | |||
| Blasenkarzinom) | ||||
| Interferon beta-1a | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Enge Überwachung, Leberfunk- | ||
| den durch Isoniazid und Interfe- | tionstests | |||
| ron beta-1a | ||||
| Immunsuppressiva (Arzneimittel zur Verminderung der Funktion des Immunsystems) | ||||
| Ciclosporin | Beeinflussung der Ciclosporin- | Überwachung der Blutspiegel | ||
| Blutspiegel durch Isoniazid | und ggf. Dosisanpassung von | |||
| möglich | Ciclosporin | |||
| Leflunomid/Teriflunomid | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Erhöhtes Risiko für Leberschä- | ||
| den durch Leflunomid/Terif- | den, Leberenzyme und Bilirubin | |||
| lunomid und Isoniazid | sollten vor Beginn der |
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz | |
| Wirkstoff | |||
| Leflunomid-/Teriflunomid-The- | |||
| rapie gemessen werden und | |||
| dann mind. monatlich für die | |||
| ersten 6 Monate der Therapie | |||
| und dann im Abstand von 6 - 8 | |||
| Wochen, Patienten mit Leber- | |||
| funktionsstörungen oder erhöh- | |||
| ten Transaminasewerten (ALT > | |||
| 2-fach Normal) sollten Lefluno- | |||
| mid/Teriflunomid nicht einneh- | |||
| men | |||
| Thalidomid | Risiko einer peripheren Neuro- | Monatliche Überwachung für | |
| pathie (Nervenschädigung) | die ersten 3 Monate, elektrophy- | ||
| durch Isoniazid und Thalidomid | siologische Tests vor und nach 6 | ||
| erhöht | Monaten Behandlung, evtl. The- | ||
| rapieabbruch bei Anzeichen ei- | |||
| ner Neuropathie | |||
| Lipidsenker (Arzneimittel zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen) | |||
| Fluvastatin | Risiko einer peripheren Neuro- | Bei Anzeichen einer peripheren | |
| Simvastatin | pathie (Nervenschädigung) ist | Neuropathie Therapieabbruch | |
| Pravastatin | durch Isoniazid und Fluvastatin, | ||
| Atorvastatin | Simvastatin, Pravastatin und | ||
| Atorvastatin erhöht | |||
| MAO-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) | |||
| Tranylcypromin | Verstoffwechselung von | Wirkungsverstärkung von | |
| Moclobemid | Tranylcypromin und Moclobe- | Tranylcypromin und Moclobe- | |
| mid wird durch Isoniazid ver- | mid bei Langsamacetylierern | ||
| langsamt | möglich, Überwachung | ||
| (klin. relevant nur bei Patienten, | |||
| die Isoniazid langsam abbauen | |||
| (Langsamacetylierer)) | |||
| Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Entspannung der Skelettmuskulatur) | |||
| Tizanidin | Verstoffwechselung von Tizani- | Gleichzeitige Einnahme wird | |
| din kann durch Isoniazid ver- | nicht empfohlen, Nebenwirkun- | ||
| langsamt sein, | gen auf das Herz und das zent- | ||
| Blutspiegel Tizanidin ▲ | rale Nervensystem ▲, Wir- | ||
| kungsverstärkung von Tizanidin | |||
| Chlorzoxazon | Abbau ▼, | Enge Überwachung, ggf. Do- | |
| Blutspiegel ▲ und | sisanpassung von Chlorzoxazon | ||
| Bioverfügbarkeit (um 125 %) | notwendig | ||
| ▲ von Chlorzoxazon | |||
| Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen) | |||
| Haloperidol | Verstoffwechselung von Hal- | Engmaschige Kontrollen des | |
| operidol kann durch Isoniazid | neurologischen Status erforder- | ||
| verlangsamt sein | lich, ggf. Dosisanpassung von | ||
| Haloperidol | |||
| Pimozid | Verstoffwechselung von Pimo- | Gleichzeitige Einnahme wird | |
| zid wird durch Isoniazid ver- | nicht empfohlen, schwere Ne- | ||
| langsamt ▼, | benwirkungen auf das Herz | ||
| Plasmaspiegel Pimozid ▲ | |||
Nicht-Nucleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) (Arzneimittel gegen Virusinfektionen)
| Efavirenz | Erhöhtes Risiko von Leber- | Leberfunktionstests vor und |
| schäden durch Isoniazid und | während der Behandlung erfor- | |
| Efavirenz | derlich |
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz |
| Wirkstoff | ||
| Didanosin | Risiko einer peripheren Neuropa- | Enge Überwachung, bei Anzei- |
| Stavudin | thie (Nervenschädigung) ist durch | chen einer peripheren Neuropa- |
| Isoniazid, Stavudin und Didano- | thie Therapieabbruch oder Do- | |
| sin erhöht | sisreduktion von Isoniazid, Di- | |
| danosin bzw. Stavudin | ||
| Opioidantagonisten (Arzneimittel zur Wirkungsaufhebung von Opioiden) | ||
| Naltrexon | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Gleichzeitige Einnahme sollte |
| den durch Isoniazid und | vermieden werden, | |
| Naltrexon | Leberfunktionstests erforderlich |
Phosphodiesterasehemmer (Arzneimittel zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung)
| Roflumilast | Isoniazid kann die Bioverfüg- | Wirkungsverstärkung von Ro- |
| barkeit von Roflumilast und Ro- | flumilast möglich | |
| flumilast N-Oxid erhöhen | ||
| Selektive Östrogen-Rezeptor Modulatoren (SERM) (Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs) | ||
| Toremifen | Isoniazid kann die Konzentra- | Regelmäßige Messung der |
| tion von Toremifen im Blut er- | Elektrolyte, Blutbild, Leber- | |
| höhen | funktionstest | |
| Spasmolytika (Arzneimittel zur Entspannung der glatten Muskulatur) | ||
| Tolterodin | Blutspiegel von Tolterodin kön- | Ggf. Dosisreduktion von Tol- |
| nen durch Isoniazid erhöht sein | terodin bei gleichzeitiger An- | |
| wendung mit Isoniazid (1 mg | ||
| Tolterodin 2x täglich), enge kli- | ||
| nische Überwachung notwendig | ||
| Steroide | ||
| Chenodesoxycholsäure - Isoniazid | Verstoffwechselung und Elimi- | Gleichzeitige Einnahme wird |
| nierung von Isoniazid kann er- | nicht empfohlen | |
| höht sein | ||
| Sympathomimetika | ||
| Adrenalin, Noradrenalin | Nebenwirkungen ▲ | |
| Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln) | ||
| Clopidogrel | Isoniazid setzt die Wirkung von | Gleichzeitige Einnahme wird |
| Clopidogrel herab | nicht empfohlen, enge Überwa- | |
| chung nötig | ||
| Tranquillanzien (Psychopharmaka mit beruhigender Wirkung) | ||
| Benzodiazepine (wie z. B. Diazepam, Mi- | Verstoffwechselung der Ben- | Enge Überwachung, ggf. Do- |
| dazolam, Triazolam) | zodiazepine kann durch Isonia- | sisanpassung der Benzodiaze- |
| zid verlangsamt sein | pine notwendig | |
| Vitamine | ||
| Vitamin B6 | Eliminierung von Vitamin B6 | Vorbeugende Gabe von Vitamin |
| (Pyridoxin) durch Isoniazid ▲ | B6 (Pyridoxin) während der | |
| Therapie mit ISOZID empfoh- | ||
| len | ||
| Vitamin D | Konzentration von Vitamin D | Im Falle einer zusätzlichen |
| im Blut durch | Gabe von Vitamin D sind Kon- | |
| Isoniazid reduziert | trollen der Blut-Calciumspiegel, | |
| der Blut-Phosphatspiegel sowie | ||
| der Nierenfunktion erforderlich, | ||
| ggf. Dosisanpassung von Vita- | ||
| min D erforderlich | ||
| Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs) | ||
| Wirkstoffgruppe/ | Wechselwirkung | Klinische Konsequenz |
| Wirkstoff | ||
| Bendamustin | Isoniazid führt zu einer Erhö- | Wirkung von Bendamustin |
| hung der Bendamustin-Blutspie- | sollte engmaschig auf Anzei- | |
| gel | chen von vermehrten Nebenwir- | |
| kungen auf Blutbestandteile | ||
| (wie Leukopenie, Infektionen, | ||
| Thrombozytopenie, Blutungen, | ||
| Anämie und Neutropenie) über- | ||
| wacht werden, ggf. Dosisanpas- | ||
| sung von Bendamustin erforder- | ||
| lich | ||
| Clofarabin | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Gleichzeitige Einnahme sollte |
| den durch Clofarabin und Isoni- | vermieden werden, enge Über- | |
| azid | wachung der Leberfunktion er- | |
| forderlich | ||
| Gefitinib | Verstoffwechselung von Gefiti- | Enge Überwachung, ggf. Do- |
| nib kann durch Isoniazid ver- | sisanpassung von Gefitinib er- | |
| langsamt sein | forderlich | |
| Methotrexat | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Gleichzeitige Einnahme sollte |
| den durch Isoniazid und Me- | vermieden werden, Leberfunkti- | |
| thotrexat | onstests erforderlich | |
| Pazopanib | Verstoffwechselung von Pazo- | Enge Überwachung, Messung |
| panib kann durch Isoniazid ver- | der Elektrolyte, EKG, Leber- | |
| langsamt sein | funktionstests vor und während | |
| der Behandlung, ggf. Dosisan- | ||
| passung von Pazopanib erfor- | ||
| derlich | ||
| Thioguanin | Erhöhtes Risiko von Leberschä- | Leberfunktionstests notwendig |
| den durch Thioguanin und Iso- | ||
| niazid |
Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit Nahrungsmittel, Getränken und Alkohol
Nach Nahrungsaufnahme, insbesondere nach Aufnahme von Kohlenhydraten, ist die Aufnahme von Isoniazid, dem Wirkstoff von ISOZID 200 mg beeinträchtigt. Auch können die in einigen Speisen (z. B. Thunfisch, Käse) und Getränken (z. B. Rotwein) enthaltenen sogenannten Monoamine zu Unverträglichkeiten mit Hitzewallungen, Hautrötung, Schleimhautschwellung und Kreislaufbeschwerden führen. Deshalb sollten Sie ISOZID 200 mg auf nüchternen Magen einnehmen und die genannten Nahrungsmittel während der Behandlung meiden.
Während der Anwendung von ISOZID 200 mg sollten Sie keinen Alkohol trinken, da es zu einer verminderten Alkoholtoleranz und gehäuftem Auftreten von Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem und die Leber kommen kann.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beab-sichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Isoniazid passiert den Mutterkuchen (Plazenta). Daten über eine begrenzte Anzahl von Schwangeren lassen nicht auf schädigende Wirkungen von Isoniazid in therapeutischer Dosierung auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Neugeborenen schließen. Über zwei Fälle von Fehlbildungen nach hohen Dosen Isoniazid ist berichtet worden. Obwohl die allgemeine Fehlbildungsrate nicht erhöht ist, deuten die bekannt gewordenen Anomalien auf Schädigungen des zentralen Nervensystems (ZNS) hin. Schädigungen am Nervensystem sind für Isoniazid beschrieben, sodass ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden kann. Bisher sind keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten für Isoniazid verfügbar.
Wegen der in einzelnen Fällen aufgetretenen Schädigungen des Gehirns (Enzephalopathien) sollte Ihr Arzt Ihnen Isoniazid-haltige Arzneimittel in der Schwangerschaft nur zusammen mit Vitamin B6 (Pyridoxin) verschreiben.
Stillzeit
Isoniazid geht in die Muttermilch über. Die Konzentrationen in der Muttermilch entsprechen den Blutspiegeln der Mutter. Die durch die Milch aufgenommene Isoniazid-Menge beim Säugling entspricht etwa 1,2 % der mütterlichen Dosis. Bisher wurden keine unerwünschten Wirkungen bei Säuglingen beobachtet. Ihr Arzt wird Ihnen während der Stillzeit zusätzlich Vitamin B6 (Pyridoxin) verordnen.
Die Anwendung von Isoniazid in Schwangerschaft und Stillzeit sollte nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko Verhältnisses erfolgen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch möglicherweise auftretende Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich“) das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wie wird Isozid 200 mg angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Für die Tuberkulosetherapie gelten für Isoniazid die folgenden auf das Körpergewicht (KG) bezogenen Dosierungen für eine 1-mal tägliche Anwendung:
Erwachsene und Jugendliche (Körpergewicht > 30 kg): 5 (4 - 6) mg/kg KG, max. Tagesdosis 300 mg
Kinder > 3 Monate – 12 Jahre (Körpergewicht ≤ 30 kg): 10 (10 - 15) mg/kg KG, max. Tagesdosis 300 mg
Für Kinder unter 6 Jahren wird die Einnahme der ermittelten Dosis in von der Apotheke aus ISOZID 50 mg Tabletten, ISOZID 100 mg Tabletten und/oder ISOZID 200 mg Tabletten fachgerecht abgeteilter Menge und Form (zerkleinert und in einer geeigneten Einzeldosis abgefüllt) in Flüssigkeit, breiiger oder halbfester Nahrung empfohlen. Dabei sind auf die Wechselwirkungen von Isoniazid mit Getränken bzw. Nahrungsmitteln zu achten (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit Nahrungsmittel, Getränken und Alkohol“).
Zur Orientierung gelten folgende Dosierungsempfehlungen:
| Gewichtsbereich (kg) | Empfohlene Dosis (1-mal täglich) |
| > 3,5 bis ≤ 5 | 50 mg |
| > 5 bis ≤ 7,5 | 75 mg |
| > 7,5 bis ≤ 10 | 100 mg |
| > 10 bis ≤ 15 | 150 mg |
| > 15 bis ≤ 20 | 200 mg |
| > 20 bis ≤ 25 | 250 mg |
| > 25 bis ≤ 30 | 300 mg |
Kinder < 3 Monaten
Aufgrund unzureichender Daten für den Wirkstoff Isoniazid kann für Kleinkinder unter 3 Monaten keine Dosierungsempfehlung gegeben werden. In der klinischen Praxis werden Dosierungen von 10 - 15 mg/kg KG/Tag häufig verwendet.
Jede Tuberkulose im Kindesalter sollte in enger Abstimmung mit erfahrenen Fachzentren versorgt werden.
Nicht tägliche Einnahme (intermittierende Behandlung) bei Tuberkulose:
Es wird empfohlen, die Medikamente zur Therapie der Tuberkulose täglich über den gesamten Therapiezeitraum einzunehmen, da dieses Vorgehen eine maximale Therapiesicherheit garantiert.
Die intermittierende Behandlung der Tuberkulose wird in Deutschland nicht empfohlen.
Eine Behandlung der Tuberkulose, in welcher die verordneten Arzneimittel nicht täglich, sondern in größeren Abständen eingenommen werden, soll nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden. Die Behandlung sollte überwacht erfolgen.
Erwachsene:
10 (8 - 12) mg/kg Körpergewicht 3x wöchentlich
Insgesamt sollte die Tagesmaximaldosis von 900 mg nicht überschritten werden.
Vorbeugende Medikamentengabe (Chemoprophylaxe) und Behandlung von latent-infizierten Risikopatienten (Chemoprävention):
Die Chemoprophylaxe sollte (nach Ausschluss einer Tuberkuloseerkrankung) bei allen Kindern bis zum fünften Lebensjahr zeitnah nach Kontakt mit einem infektiösen, an Tuberkulose erkrankten Patienten begonnen werden. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist eine
vorbeugende Chemotherapie altersunabhängig insbesondere dann zu erwägen, wenn sie eine angeborene, erworbene oder medikamentös induzierte Immunschwäche haben.
Eine Indikation zur Chemoprävention ist bei Risikopatienten mit einem positiven Blut- oder Haut-Testergebnis, bei denen eine behandlungsbedürftige Tuberkulose mittels Röntgenaufnahme weitgehend ausgeschlossen wurde, gegeben.
Erwachsene und Jugendliche > 30 kg: 5 (4 - 6) mg/kg KG, max. 300 mg Isoniazid täglich
Kinder ≤ 30 kg: 10 (10 - 15) mg/kg KG, max. 300 mg Isoniazid täglich
Für Kinder unter 6 Jahren gelten dieselben Dosierungsempfehlungen, wie für die Therapie beschrieben (siehe oben). Ebenso gelten die Hinweise auf die Wechselwirkungen von Isoniazid mit Getränken bzw. Nahrungsmitteln (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISOZID 200 mg zusammen mit Nahrungsmittel, Getränken und Alkohol“).
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Wenn Sie unter leichter bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) > 15 ml/min) leiden, können Sie ISOZID 200 mg unter der Voraussetzung, dass Ihre Leberfunktion normal ist, ohne Dosisanpassung einnehmen.
Selbst bei einer GFR von < 15 ml/min wird die empfohlene Normaldosis von 300 mg/Tag, die gleichzeitig auch der Tageshöchstdosis entspricht, in der Regel gut toleriert. Bei niereninsuffizienten Langsamacetylierern (Abbau von Isoniazid ist in diesen Patienten verlangsamt) kann es zu einer verlängerten Plasmahalbwertszeit von Isoniazid kommen, da sowohl die Ausscheidung über die Nieren, als auch der Abbau in der Leber verzögert sind. Eine Überwachung der Isoniazid-Blutspiegel durch Ihren behandelnden Arzt ist daher zu empfehlen. Dialysepatienten sollten ISOZID 200 mg erst nach Ende der Dialyse einnehmen.
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion:
Bei Vorerkrankungen der Leber, wie einer überstandenen akuten Hepatitis (Leberentzündung), positiver Antigen-Antikörper-Nachweis für Hepatitis B und C oder Alkoholmissbrauch, kann ISOZID in normaler Dosierung angewendet werden. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko von Leberschäden, daher sind
wöchentliche bis mehrfach wöchentliche Kontrollen der entsprechenden Laborparameter in den ersten Monaten nötig (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Ihr behandelnder Arzt wird entscheiden, ob eine einschleichende Dosierung mit Isoniazid nötig ist. Bei schweren Leberfunktionsstörungen dürfen Sie ISOZID 200 mg nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. „ISOZID 200 mg darf nicht eingenommen werden“).
Dosierung nach Therapieunterbrechung:
Bei Wiederaufnahme der Behandlung nach einer längeren Unterbrechung muss Isoniazid einschlei-
chend dosiert werden, beginnend mit 50 mg/d Isoniazid, welches auf 200 - 300 mg/d (Erwachsene) über 3 - 7 Tage gesteigert wird.
Art der Anwendung
Um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten, soll ISOZID 200 mg auf nüchternen Magen, d. h. am besten mindestens ½ Stunde vor dem Frühstück eingenommen werden. Bei starker Magenunverträglichkeit (mit Erbrechen und Übelkeit) kann ISOZID 200 mg mit einer leichten Mahlzeit eingenommen werden. ISOZID 200 mg soll in beiden Fällen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Im Rahmen der allgemeinen Standardtherapie der Tuberkulose wird Isoniazid in der ersten 8-wöchigen Therapiephase mit weiteren Tuberkulosemitteln (Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol) kombiniert, in der sich anschließenden 4-monatigen Kontinuitätsphase werden Isoniazid und Rifampicin ohne zusätzliche Kombinationspartner verabreicht.
Die Dauer der Anwendung richtet sich grundsätzlich nach dem jeweils verwendeten Therapieschema, das gemäß dem Ergebnis der Resistenztestung von Ihrem Arzt entsprechend ausgewählt wurde.
Nur zur Chemoprophylaxe (vorbeugende Behandlung) und zur Chemoprävention (Behandlung von latent infizierten Risikopatienten) wird Isoniazid als Monosubstanz eingesetzt.
Die Chemoprophylaxe (vorbeugende Behandlung) erfolgt über 8 - 12 Wochen. Danach sollte erneut ein Haut- oder Bluttest durchgeführt werden. Bleiben die Tests negativ und Sie beschwerdefrei, sollte die Isoniazid-Therapie beendet werden. Bei positiven Testergebnissen muss die Therapie als Chemoprävention (Behandlung von latent infizierten Risikopatienten) über die Gesamtdauer von 9 Monaten fortgeführt werden.
Wenn Sie eine größere Menge ISOZID 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Verständigen Sie sofort einen Arzt, der gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.
Folgende Symptome sind nach akuter Überdosierung beschrieben worden:
Bei leichter Vergiftung:
Sprachstörungen, Bewegungsstörungen (Ataxie) und polyneuritische Reaktionen (Kribbeln, Muskelzittern, Schwindel usw.).
Bei schwerer Vergiftung:
Krampfanfälle (lokalisierte oder generalisierte epileptiforme Krämpfe), Bewusstlosigkeit, metabolische Azidose (Absenkung des pH-Wertes im Blut aufgrund einer Stoffwechselstörung), Atemstillstand.
Wenn Sie die Einnahme ISOZID 200 mg vergessen haben
Wenn Sie zu wenig ISOZID 200 mg eingenommen haben, verständigen Sie ebenfalls in jedem Fall den behandelnden Arzt.
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Bei Wiederaufnahme der Behandlung nach einer längeren Unterbrechung muss Isoniazid einschleichend dosiert werden.
Wenn Sie die Einnahme mit ISOZID 200 mg abbrechen
Bei der Behandlung der Tuberkulose ist es von äußerst wichtiger Bedeutung, die Dosierungs- und Anwendungsvorschriften genau und zuverlässig einzuhalten, um die Heilungsaussichten nicht zu gefährden und Rückfälle zu vermeiden. Diese sind immer verbunden mit einer Einschränkung der Behandlungsmöglichkeiten infolge eines zunehmenden Wirkungsverlustes der eingesetzten Medikamente bei Abnahme der Empfindlichkeit der Tuberkuloseerreger (Resistenzentwicklung) und der Notwendigkeit des Wechsels auf weniger gut verträgliche und weniger wirksame Medikamente und die Lebensweise stärker einschränkende Maßnahmen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Isozid 200 mg?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Isoniazid-bedingte Nebenwirkungen treten überwiegend alters- und dosisabhängig auf und finden sich häufiger bei Patienten mit verlangsamtem Abbau von Isoniazid (sog. Langsamacetylierern).
Als häufigste Nebenwirkung einer Isoniazid-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte (Anstieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel ohne Symptome verläuft und sich unter fortgeführter Therapie spontan zurückbildet. Es kann aber auch zum Auftreten einer symptomatischen Leberentzündung kommen, die in schweren Fällen tödlich verlaufen kann.
Weitere häufige Nebenwirkungen einer Isoniazid-Therapie betreffen das Nervensystem und den Magen- Darm-Trakt.
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt:
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Schmerzen im Bauch und Rücken verursacht (Pankreatitis, Häufigkeit nicht bekannt).
- Schwere großflächige Hautschäden (Ablösung der Epidermis und der Schleimhautoberflächen (toxische epidermale Nekrolyse, TEN, kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)).
- Eine Arzneimittelreaktion, die Ausschlag, Fieber, Entzündungen innerer Organe, hämatologische Anomalien und systemische Erkrankung verursacht (DRESS-Syndrom, kann bis zu 1 von 1000 Behandelten treffen).
- Eine schwerwiegende Hautreaktion mit grippeähnlichen Symptomen, gefolgt von einem schmerzhaften roten oder violetten Hautausschlag, der sich ausbreitet und Blasen bildet, einschließlich großflächiger Hautablösungen (Stevens-Johnson-Syndrom, Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Roter, schuppiger, ausgedehnter Hautausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen begleitet von Fieber. Die Symptome treten in der Regel zu Beginn der Behandlung auf (akute generalisierte exanthematische Pustulose, Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Folgende auf Leberprobleme zurückzuführende Symptome: Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen, dunkel gefärbter Urin und blass gefärbter Stuhlgang, Müdigkeit, Schwäche, Unwohlsein, Appetitmangel, Übelkeit oder Erbrechen (Hepatitis, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
| Sehr häufig | Häufig | Gelegent- | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
| lich | ||||||
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | ||||||
| Vermehrung bestimmter | ||||||
| weißer Blutkörperchen | ||||||
| (Eosinophilie), Funkti- | ||||||
| onsstörung des Knochen- | ||||||
| marks (Knochen- | ||||||
| marksdepression) mit | ||||||
| z. B. Verminderung be- | ||||||
| stimmter weißer Blutkör- | ||||||
| perchen (Granulozytope- | ||||||
| nie, Agranulozytose), | ||||||
| Blutplättchenmangel | ||||||
| (Thrombozytopenie), | ||||||
| verschiedene Formen der | ||||||
| Blutarmut (sideroachres- | ||||||
| tische, hämolytische und | ||||||
| megaloblastäre Anämie, | ||||||
| Pyridoxinmangel-Anä- | ||||||
| mie), Auftreten einer Ge- | ||||||
| rinnungsstörung mit er- | ||||||
| höhter Blutungsneigung | ||||||
| (hämorrhagische Dia- | ||||||
| these) durch Entzündun- | ||||||
| gen der Blutgefäße (Vas- | ||||||
| culitiden), immunolo- | ||||||
| gisch bedingter Blutplätt- | ||||||
| chenmangel (Im- | ||||||
| munthrombopenien) und | ||||||
| andere Gerinnungsstö- | ||||||
| rungen, Verminderung | ||||||
| aller Blutzellen (Pan- | ||||||
| myelopathie, aplastische | ||||||
| Anämie) | ||||||
| Erkrankungen des Immunsystems | ||||||
| Fieber, Asthma, Muskel- | ||||||
| und Gelenkschmerzen, | ||||||
| anaphylaktische Reaktio- | ||||||
| nen, anaphylaktischer | ||||||
| Schock, Schmetterlings- | ||||||
| flechte (Lupus erythe- | ||||||
| matodes) | ||||||
| Endokrine Erkrankungen | ||||||
| Absinken des | Meist reversible | |||||
| Blutzuckers | Überfunktion von |
| Sehr häufig | Häufig | Gelegent- | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
| lich | ||||||
| unter | Nebennierenrinde | |||||
| Normalwerte | (Cushing-Syndrom) und | |||||
| (Hypo- | Hirnanhangsdrüse | |||||
| glykämie) | (Hypophysenvorder- | |||||
| lappen)a | ||||||
| Psychiatrische Erkrankungen | ||||||
| Psychische Störungen | ||||||
| (Reizbarkeit, | ||||||
| Ängstlichkeit), | ||||||
| Konzentrations- | ||||||
| schwäche, Depression, | ||||||
| Psychosen (maniform, | ||||||
| kataton oder paranoid) | ||||||
| Erkrankungen des Nervensystems | ||||||
| Erkrankung-en | Krampfanfälle, | |||||
| der Nervenen- | Schläfrigkeit, Lethargie | |||||
| digungen | ||||||
| (periphere | ||||||
| Polyneuropa- | ||||||
| thie mit | ||||||
| Missempfin- | ||||||
| dungen), | ||||||
| Sensibilitäts- | ||||||
| störungen, | ||||||
| Kopfschmer- | ||||||
| zen, | ||||||
| Schwindel | ||||||
| Augenerkrankungen | ||||||
| Entzündungen des | ||||||
| Sehnervs | ||||||
| (Optikusneuritis), | ||||||
| Doppeltsehen (Diplopie), | ||||||
| Schielen (Strabismus) | ||||||
| Herzerkrankungen | ||||||
| Herzrhythmusstörun-gen, | ||||||
| Blutdruck- | ||||||
| schwankungen mit | ||||||
| Schwindel | ||||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | ||||||
| akutes Lungenversagen | ||||||
| (Acute respiratory | ||||||
| distress syndrome, | ||||||
| ARDS) | ||||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | ||||||
| Gastrointesti- | ||||||
| nale | ||||||
| Störungen | ||||||
| (Durchfall, | ||||||
| Verstopfung, | ||||||
| Aufstoßen, |
| Sehr häufig | Häufig | Gelegent- | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
| lich | ||||||
| Völlegefühl, | ||||||
| Erbrechen) | ||||||
| Leber- und Gallenerkrankungen | ||||||
| Erhöhung von | Akute Leberentzündung | |||||
| Leber- | (Hepatitis; in schweren | |||||
| enzymen | Fällen tödlicher Verlauf | |||||
| (Anstieg der | möglich) | |||||
| Transamina- | ||||||
| senaktivität) | ||||||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | ||||||
| Muskelzittern | Rheumatische | |||||
| Beschwerden (Gelenke | ||||||
| und Muskulatur), | ||||||
| Auflösung der | ||||||
| quergestreiften | ||||||
| Muskulatur | ||||||
| (Rhabdomyolyse), | ||||||
| Lupus-ähnliches | ||||||
| Syndrom, das Symptome | ||||||
| wie geschwollene | ||||||
| Gelenke, Müdigkeit und | ||||||
| Hautausschläge | ||||||
| verursacht. | ||||||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | ||||||
| Nierenentzündung | ||||||
| (Glomerulonephritis)b | ||||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | ||||||
| Hautausschlägec | ||||||
| (Exantheme), | ||||||
| pellagraähnliche | ||||||
| Hautsymptome, | ||||||
| schuppige | ||||||
| Hauterkrankung | ||||||
| (exfoliative Dermatitis), | ||||||
| vermehrte | ||||||
| Lichtsensitivität, | ||||||
| Quincke-Ödem, | ||||||
| flechtenartige | ||||||
| (lichenoide) Reaktionen | ||||||
| (juckender, rötlich bis | ||||||
| purpurroter | ||||||
| Hautausschlag und/oder | ||||||
| fadenförmige weißlich- | ||||||
| graue Linien auf | ||||||
| Schleimhäuten) | ||||||
| Gefäßerkrankungen | ||||||
| Entzündung der | ||||||
| Blutgefäße (Vaskulitis) | ||||||
a mit Menstruationsstörungen bei der Frau bzw. Hormonstörungen (gonadotrope Störungen) / Vergrößerung der Brustdrüsen (Gynäkomastie) beim Mann
b meist reversibel
c u. a. akneiform besonders bei jüngeren Patienten
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Isozid 200 mg aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Isozid 200 mg
Was ISOZID 200 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Isoniazid
Eine Tablette ISOZID 200 mg enthält 200 mg Isoniazid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Mikrokristalline Cellulose, Copovidon, Hypromellose, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (Ph.Eur) [pflanzlich], Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Crospovidon (Typ A, Ph. Eur.).
Wie ISOZID 200 mg aussieht und Inhalt der Packung
ISOZID 200 mg ist eine weiße, runde, leicht gewölbte Tablette mit Bruchkerbe auf einer Seite.
Originalpackungen mit 50 und 100 Tabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
ISOZID ist außerdem in den Wirkstoffstärken 50 mg und 100 mg erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
Esteve Pharmaceuticals GmbH
Hohenzollerndamm 150-151
14199 Berlin
Tel.: +49 30 338427-0
E-Mail: info.germany@esteve.com
Hersteller
SW Pharma GmbH
Robert-Koch-Straße 1
66578 Schiffweiler
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


