Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Aktive Immunisierung der Schafe gegen: durch Clostridium novyi Typ B, Clostridium perfringens Typ B, C und D, Clostridium septicum, Clostridium tetani und Clostridium chauvoei verursachte Erkrankungen wie Deutsche Bradsot/ infektiöse Lebernekrose, Lämmerdysenterie/ bösartige Lämmerruhr, Enterotoxämie/ Struck, Breinierenkrankheit/ Typ D- Enterotoxämie, …
- Zieltierarten
- Schafe
- Wartezeit
- Null Tage
- Wirkstoff(e)
- Clostridium septicum, Tetanus-Toxoid, Clostridium novyi, Clostridium chauvoei
- Zulassungsinhaber
- Intervet Deutschland GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe bei Tieren angewendet?
Aktive Immunisierung der Schafe gegen:
- durch Clostridium novyi Typ B, Clostridium perfringens Typ B, C und D, Clostridium septicum, Clostridium tetani und Clostridium chauvoei verursachte Erkrankungen wie Deutsche Bradsot/ infektiöse Lebernekrose, Lämmerdysenterie/ bösartige Lämmerruhr, Enterotoxämie/ Struck, Breinierenkrankheit/ Typ D- Enterotoxämie, Nordische Bradsot/ Labmagenpararauschbrand, Geburtspararauschbrand/ malignes Ödem I, Tetanus/Wundstarrkrampf, Rauschbrand/ Gangraena emphysematosa.
- durch Mannheimia haemolytica (Serotypen A1, A2, A6, A7, A9) und Pasteurella trehalosi (Serotypen T3, T4, T10, T15) verursachte Erkrankungen (insbesondere septikämische Formen und Pneumonien).
Außerdem kann der Impfstoff als Muttertierimpfstoff zur Kontrolle von Krankheiten der Sauglämmer wie Lämmerdysenterie, Breinierenkrankheit, Tetanus und Pasteurellose angewendet werden.
Beginn der Immunität: 14 Tage nach der 2. Impfung
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Für welche Tiere ist Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe zugelassen?
Schafe
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe
Nicht anwenden bei kranken Tieren, bei Tieren, die sich in der Inkubationsphase befinden sowie bei Tieren mit schlechtem Allgemeinzustand oder starkem Parasitenbefall.
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Wie wird Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Impfdosis 2 ml
Art der Anwendung
Subkutane Injektion seitlich am Hals
Grundimmunisierung:
Schafe ab der 3. Lebenswoche sollten zweimal im Abstand von 4 - 6 Wochen geimpft werden.
Wiederholungsimpfungen:
Jährlich
Zur wirkungsvollen Prophylaxe der Pasteurellose in Beständen mit hohem Pasteurella- bzw. Mannheimia-Infektionsrisiko ist eine zusätzliche Impfung aller Tiere 2 - 3 Wochen vor dem erwarteten saisonalen Krankheitsausbruch angezeigt.
Muttertierimpfung:
Zur Erhöhung der kolostralen Antikörperspiegel sollten Mutterschafe 4 - 6 Wochen vor dem Lammen geimpft werden. Um einen passiven Schutz der Lämmer zu erzielen, müssen diese in den beiden ersten Lebenstagen hinreichend Kolostrum erhalten.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Verwendung einer Impfpistole wird empfohlen. Da die Flasche nicht kollabieren kann, ist eine zusätzliche Belüftung in der Verschlusskappe anzubringen. Die Gebrauchsanleitung dieser Spritzen sollte genau beachtet werden. Bei Entnahme und Verabreichung des Impfstoffs sollte - insbesondere bei den letzten Dosen aus einer Flasche - darauf geachtet werden, dass es sich um das vorgesehene Impfvolumen handelt.
Vor Gebrauch ist der Impfstoff zu schütteln!
Welche Wartezeit gilt für Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe?
Null Tage
Welche Nebenwirkungen kann Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe beim Tier haben?
Im Rahmen von klinischen Studien wurde beobachtet, dass es kurz nach der Impfung gelegentlich zu Schwellungen (sehr selten mit Abszess-Bildung) an der Injektionsstelle kommen kann, die in sehr seltenen Fällen 3 - 4 Monate andauern, jedoch keine weiteren Beschwerden bereiten und sich komplikationslos zurückbilden. Bei Lämmern können gelegentlich nach Impfung leichte Temperaturerhöhungen von ca. 1°C auftreten, die nach 1 - 2 Tagen abklingen.
Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen vom Typ I auftreten, wie Lethargie, Fieber, Anorexie bzw. Ödem-Bildung.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der Behandlung)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte.)
Falls Sie Nebenwirkungen (insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind) bei geimpften Tieren feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt mit.
Wie ist Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Bei +2 °C bis + 8 °C vor Licht und Frost geschützt aufzubewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums (verwendbar bis) nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen der Primärverpackung: 10 Stunden
Impfstoff unzugänglich für Kinder aufbewahren!
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterial,
SOFERN ERFORDERLICH
Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen.
Weitere Informationen zu Heptavac P plus Injektionssuspension für Schafe
Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Zulassungsinhaber:
Intervet Deutschland GmbH
Feldstraße 1 a
D-85716 Unterschleißheim
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: Intervet International b.v.
Wim de Körverstraat 35 5831 AN Boxmeer Niederlande
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Heptavac® P plus Injektionssuspension für Schafe
Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile
Als aktive Bestandteile enthält der Impfstoff Formol-Toxoide von Clostridium perfringens Typ C und D, Clostridium septicum, Clostridium tetani und Clostridium novyi Typ B sowie mit Formaldehyd inaktivierte Keime von Clostridium chauvoei und deren Toxoid. Außerdem sind unter Eisenrestriktion angezüchtete, inaktivierte Mannheimia haemolytica und Pasteurella trehalosi Antigene der epidemiologisch wichtigsten Serotypen enthalten. Zur Verstärkung der immunisierenden Wirkung ist Aluminiumhydroxid zugesetzt. Thiomersal ist als Konservierungsmittel zugesetzt.
| 1 Dosis (2 ml) enthält: | |
| arzneilich wirksame Bestandteile: | induziert ≥ 10 IE/ml* |
| C. perfringens, Typ C (Stämme 554 und 578), beta-Toxoid | |
| C. perfringens, Typ D, epsilon-Toxoid | induziert ≥ 5 IE/ml* |
| C. septicum-Toxoid | induziert ≥ 2,5 IE/ml* |
| C. tetani-Toxoid | induziert ≥ 2,5 IE/ml* |
| C. novyi, Typ B, Toxoid | induziert ≥ 3,5 IE/ml* |
Inaktivierte Keime von C. chauvoei (Stämme 655, 656, 657, 658 und 1048) &
| äquivalentes Toxoid | induziert ≥ 1 Meerschweinchen-PD90 |
| Inaktivierte Keime von Mannheimia haemolytica | je 1 x 109 |
| der Serotypen A1, A2, A6, A7, A9 | |
| Inaktivierte Keime von Pasteurella trehalosi | je 1 x 109 |
| der Serotypen T3, T4, T10, T15 |
* Internationale Einheiten (spezifisches Antitoxin) pro ml Kaninchenserum nach zweimaliger Impfung mit je einer Dosis Heptavac P plus im Abstand von 3-4 Wochen
| Adjuvans: | |
| Aluminiumhydroxidgel | 800 mg |
| Konservierungsmittel | |
| Thiomersal | 0,134 – 0,30 mg |
Genehmigungsdatum der Gebrauchsinformation
Juni 2021
Weitere Angaben
Handelsformen
50 ml, 100 ml, 250 ml und 500 ml Abfüllungen in Flaschen aus Polyethylen Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Verschreibungspflichtig
Zul.-Nr. 73a/97
Zusätzliche Informationen
Immunität
Wie bei den meisten inaktivierten Impfstoffen ist eine voll ausgebildete Immunität etwa 14 Tage nach Abschluss der Grundimmunisierung (14 Tage nach der 2. Impfung) zu erwarten.
Zur wirkungsvollen Prophylaxe der Pasteurellose in Beständen mit hohem Pasteurella- bzw. Mannheimia-Infektionsrisiko ist eine zusätzliche Impfung aller Tiere 2 - 3 Wochen vor dem erwarteten saisonalen Krankheitsausbruch angezeigt.
Eisenrestriktion: Die Herstellung der Pasteurella- bzw. Mannheimia-Komponenten von Heptavac® P plus erfolgt unter Anwendung der Eisenrestriktionstechnologie. Die Einmischung dieser unter Eisenrestriktion vermehrten Pasteurella- bzw. Mannheimia- Proteine soll zu einer erhöhten Wirksamkeit und Kreuzimmunität führen. Nach Impfung mit Heptavac® P plus konnte eine Kreuzimmunität gegen den Mannheimia- Serotypen A12, der nicht im Impfstoff enthalten ist, nachgewiesen werden. Studien über die Immunantwort von Schafen auf diesen Impfstoff zeigten, dass 2 Injektionen im Abstand von 4 - 6 Wochen nötig sind, um den vollen Nutzen der unter Eisenrestriktion hergestellten Pasteurella- bzw. Mannheimia-Proteine zur Entfaltung zu bringen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


