Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde Gonadorelin[6-D-Phe] ANWENDUNGSGEBIET(E) Steuerung und Stimulation der Fortpflanzung bei Rindern und Schweinen. Behandlung ovariell bedingter Fruchtbarkeitsstörungen bzw. Fehlfunktionen bei Rindern und Pferden.
- Wirkstoff(e)
- Gonadorelin
- Zulassungsinhaber
- Veyx-Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?
Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde
Gonadorelin[6-D-Phe]
ANWENDUNGSGEBIET(E)
Steuerung und Stimulation der Fortpflanzung bei Rindern und Schweinen. Behandlung ovariell bedingter Fruchtbarkeitsstörungen bzw. Fehlfunktionen bei Rindern und Pferden.
Rinder (Kühe, Färsen):
- Ovulationsinduktion bei Ovulationsverzögerung durch LH-Mangel
- Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung
- Stimulation der Ovarien im Puerperium ab 12. Tag post partum
- Ovarialzysten (infolge LH-Mangels)
Schweine (Altsauen, Jungsauen):
Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung und Gruppenabferkelung
Pferde (Stuten):
- Azyklie und Anöstrie durch LH-Mangel
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Was ist vor der Einnahme von Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde zu beachten?
Nicht anwenden bei Kühen mit ovulationsreifem Tertiärfollikel.
Nicht anwenden bei Infektionskrankheiten und anderen wesentlichen Störungen des Gesundheitszustandes.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.
Wie wird Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Zur intramuskulären oder subkutanen Injektion. Die intramuskuläre Injektion sollte vorzugsweise in die Halsregion erfolgen. Abgesehen vom „Ovsynch-Verfahren“ wird Gonavet Veyx einmalig angewendet.
Dosierung in ml Produkt und µg Gonadorelin[6-D-Phe] pro Tier.
| Rinder (Kühe und Färsen) | |
| mittels intramuskulärer Injektion: | 1,0 - 2,0 ml |
| (entsprechend 50 - 100 µg Gonadorelin[6-D-Phe]) | |
| - Ovulationsinduktion bei Ovulationsverzögerung durch LH-Mangel | 2,0 ml |
| - Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen | |
| zur terminierten Besamung | 1,0 - 2,0 ml |
| - Stimulation der Ovarien im Puerperium ab 12. Tag post partum | 1,0 ml |
| - Ovarialzysten (infolge LH-Mangels) | 2,0 ml |
Schweine (Alt- und Jungsauen)
mittels intramuskulärer oder subkutaner Injektion: 0,5 - 1,5 ml (entsprechend 25 - 75 µg Gonadorelin[6-D-Phe])
Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung und Gruppenabferkelung
| Altsauen: | 0,5 - 1,0 ml |
| Jungsauen: | 1,0 - 1,5 ml |
Pferde (Stuten)
mittels intramuskulärer Injektion: 2,0 ml (entsprechend 100 µg Gonadorelin[6-D-Phe])
Der Gummistopfen der Flasche kann bis zu 25-mal ohne Beeinträchtigung durchstochen werden. Andernfalls sollte eine automatische Dosiereinrichtung oder eine geeignete Entnahmenadel für die 20-ml- und 50-ml- Durchstechflaschen verwendet werden, um ein übermäßiges Durchstechen des Verschlusses zu vermeiden.
ZUSATZINFORMATION
Rinder:
Zur Östrus- und Ovulationssynchronisation und terminierten künstlichen Besamung (KB) bei Rindern wurde das sogenannte „Ovsynch-Verfahren“ entwickelt, das auf einer kombinierten Verabreichung von GnRH und PGF2α beruht. Das folgende Protokoll für die terminierte KB wird in der Literatur häufig zitiert:
| Tag 0: | Injektion von 100 µg Gonadorelin[6-D-Phe] pro Tier (2 ml des |
| Tierarzneimittels) | |
| Tag 7: | Injektion von PGF2α oder Analogon (luteolytische Dosis) |
| Tag 9: | Injektion von 100 µg Gonadorelin[6-D-Phe] pro Tier (2 ml des |
| Tierarzneimittels) | |
| KB: | 16 - 20 Stunden danach oder bei vorher festgestelltem Östrus |
Das Ovsynch-Verfahren kann bei Färsen weniger effizient sein als bei Kühen.
Schweine:
Das Verfahren der Ovulationssynchronisation umfasst die Verabreichung von Peforelin oder PMSG nach Beendigung der Brunstsynchronisation mit Altrenogest bei Jungsauen bzw. dem Absetzen der Ferkel bei Altsauen sowie zwei terminierte künstliche Besamungen (KB).
Bei Altsauen ist der Zeitplan von der Dauer der Säugezeit abhängig.
Die folgenden Verfahren werden empfohlen:
| Jungsauen* | Altsauen** | |
| Östrusinduktion | Peforelin 48 Stunden | Peforelin oder PMSG |
| oder PMSG (eCG) | 24 Stunden nach | |
| 24 – 48 Stunden nach der | Absetzen der Ferkel | |
| letzten Altrenogestgabe | ||
| Ovulationssynchronisation | Gonadorelin[6-D-Phe] | Säugezeit > 4 Wochen: |
| 78 - 80 Stunden nach | Gonadorelin[6-D-Phe] 56 | |
| Peforelin- oder PMSG- | - 58 Stunden nach | |
| Verabreichung | Peforelin- oder PMSG- | |
| Verabreichung | ||
| Säugezeit 4 Wochen: | ||
| Gonadorelin[6-D-Phe] | ||
| 72 Stunden nach | ||
| Peforelin- oder PMSG- | ||
| Verabreichung | ||
| Säugezeit 3 Wochen: | ||
| Gonadorelin[6-D-Phe] 78 | ||
| - 80 Stunden nach | ||
| Peforelin- oder PMSG- | ||
| Verabreichung | ||
| KB1: | 24 - 26 Stunden nach | 24 - 26 Stunden nach |
| Gonadorelin[6-D-Phe]- | Gonadorelin[6-D-Phe]- | |
| Verabreichung | Verabreichung | |
| KB2: | 40 - 42 Stunden nach | 40 - 42 Stunden nach |
| Gonadorelin[6-D-Phe]- | Gonadorelin[6-D-Phe]- | |
| Verabreichung | Verabreichung | |
* Die bevorzugte Dosis von Gonavet Veyx bei Jungsauen liegt bei 50 µg Gonadorelin[6-D- Phe]. Die Dosis kann jedoch in einem Bereich von 50 - 75 µg variiert werden, um bestandsspezifischen Aspekten oder jahreszeitlichen Einflüssen gerecht zu werden. Der vorgeschlagene Zeitplan sollte strikt eingehalten werden.
** Die bevorzugte Dosis von Gonavet Veyx bei Altsauen liegt bei 50 µg Gonadorelin[6-D- Phe]. Die Verabreichung von 25 µg bei Sauen mit mehr als drei Würfen oder während der
Besamungsperiode von September bis Mai ist jedoch ebenfalls ausreichend. Der vorgeschlagene Zeitplan sollte strikt eingehalten werden.
Keine.
| 10. | WARTEZEIT(EN) | ||
| Rind, Schwein, Pferd: | essbare Gewebe | Null Tage | |
| Rind, Pferd: | Milch | Null Stunden |
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Welche Nebenwirkungen hat Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde?
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nach Öffnen/Anbruch nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach dem {Verwendbar bis:/ Verw. bis:} nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage.
Wenn das Behältnis das erste Mal geöffnet/angebrochen wurde, ist das Datum, an dem in der Durchstechflasche verbleibende Produktreste verworfen werden müssen, anhand der in dieser Packungsbeilage gemachten Angaben zur Haltbarkeit nach dem erstmaligen Öffnen/Anbruch zu ermitteln. Dieses Entsorgungsdatum ist auf dem Etikett an der dafür vorgesehenen Stelle einzutragen.
Weitere Informationen zu Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:
Um die Konzeptionsraten von Kühen, die im Rahmen von GnRH-/PGF2 - Synchronisationsprogrammen behandelt werden, zu maximieren, sollte der ovarielle Status bestimmt und die regelmäßige physiologische Aktivität der Eierstöcke bestätigt werden. Optimale Resultate werden bei gesunden Kühen mit physiologischem Zyklus erzielt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Die Anwendung sollte mit Sorgfalt erfolgen, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Da GnRH-Analoga durch die Haut aufgenommen werden können, sollten versehentliche Spritzer auf die Haut oder in die Augen sorgfältig mit Wasser ab- bzw. ausgewaschen werden. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten das Tierarzneimittel mit Vorsicht anwenden. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber GnRH sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Laktation:
Kann während der Laktation angewendet werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Eine synergistische Wirkung tritt bei kombinierter Anwendung mit FSH auf, insbesondere bei gestörtem Puerperalverlauf. Eine gleichzeitige Anwendung von humanem oder equinem Choriongonadotropin kann zu ovarieller Überstimulation führen.
Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


