Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Esmololhydrochlorid Noridem enthält den Wirkstoff Esmolol. Dieser gehört zur Gruppe der Beta-Blocker. Seine Wirkungsweise beruht darauf, dass er die Häufigkeit und Stärke Ihres Herzschlags steuert. Außerdem kann die Substanz dabei helfen Ihren Blutdruck zu senken.
- Wirkstoff(e)
- Esmolol
- Zulassungsinhaber
- Noridem Enterprises Ltd.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- C07AB09
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung angewendet?
Esmololhydrochlorid Noridem enthält den Wirkstoff Esmolol. Dieser gehört zur Gruppe der Beta-Blocker. Seine Wirkungsweise beruht darauf, dass er die Häufigkeit und Stärke Ihres Herzschlags steuert. Außerdem kann die Substanz dabei helfen Ihren Blutdruck zu senken. Es wird zur Behandlung angewendet bei:
- Herzrhythmusstörungen, wenn Ihr Herz zu rasch schlägt
- Herzrhythmusstörungen und erhöhtem Blutdruck während oder direkt nach einer Operation
Anzeige
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen klingen innerhalb von 30 Minuten nach Beenden der Behandlung mit Esmololhydrochlorid Noridem wieder ab.
Falls eine der folgenden, möglicherweise schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, informieren Sie umgehend Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Möglicherweise muss die Infusion auch unterbrochen werden.
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Absinken des Blutdrucks. Dies kann rasch behoben werden, indem die Dosis von Esmololhydrochlorid Noridem reduziert oder die Behandlung unterbrochen wird. Ihr Blutdruck wird während der Behandlung häufig gemessen.
- Schweißausbrüche.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Appetitlosigkeit
- Angstzustände oder Depressionen
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- Kribbeln
- Konzentrationsprobleme
- Verwirrtheit oder Unruhe
- Übelkeit oder Erbrechen
- Schwächegefühl
- Müdigkeit (Ermüdung)
- Reizung und Verhärtung der Hautstelle, an der Esmololhydrochlorid Noridem injiziert wurde.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Gedankenstörungen
- Plötzlicher Bewusstseinsverlust
- Schwindelgefühl oder Ohnmacht
- Krämpfe (Krampfanfälle oder Konvulsionen)
- Sprachstörungen
- Eingeschränktes Sehvermögen
- Langsamer Herzschlag
- Probleme mit der elektrischen Reizleitung, die Ihren Herzschlag steuert
- Erhöhter Druck in den Lungenarterien
- Unfähigkeit des Herzens, ausreichend Blut zu pumpen (Herzversagen)
- Eine Störung des Herzrhythmus, bekannt als Herzstolpern (ventrikuläre Extrasystolen)
- Herzrhythmusstörungen (Knotenrhythmus)
- Unwohlsein im Brustbereich durch mangelnde Durchblutung des Herzmuskels (Angina pectoris)
- Mangelhafte Durchblutung der Arme oder Beine
- Blässe oder gerötete Haut mit Wärmegefühl
- Flüssigkeit in der Lunge
- Kurzatmigkeit oder Spannungsgefühl in der Brust, das zu Atembeschwerden führt
- Keuchende Atmung
- Verstopfte Nase
- Auffällige Rassel- und Knistergeräusche beim Atmen
- Veränderungen im Geschmackssinn
- Verdauungsstörung
- Verstopfung
- Trockener Mund
- Schmerzen in der Magengegend
- Hautverfärbung
- Hautrötung
- Schmerzen in den Muskeln oder Sehnen, z. B. im Bereich der Schulterblätter und der Rippen
- Probleme beim Wasserlassen (Harnverhaltung)
- Kältegefühl oder erhöhte Temperatur (Fieber)
- Schmerzen oder Schwellung (Ödem) an der Vene, in die Esmololhydrochlorid Noridem injiziert wurde
- Brennendes Gefühl oder Bluterguss an der Injektionsstelle.
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Starke Verringerung der Pulsfrequenz (Sinusarrest)
- Keine elektrische Aktivität im Herzen (Asystolie)
- Empfindliche Blutgefäße mit einer heißen, geröteten Hautstelle (Thrombophlebitis)
- Abgestorbene Haut durch das Austreten von Esmololhydrochlorid Noridem an der Injektionsstelle
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Erhöhter Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie)
- Erhöhte Säurekonzentration im Körper (metabolische Azidose)
- Erhöhte Kontraktionsrate des Herzmuskels (akzelerierter idioventrikulärer Rhythmus)
- Krämpfe der Herzarterie
- Herz-Kreislauf-Versagen (Herzstillstand)
- Psoriasis (bei der Ihre Haut schuppige Flächen bildet - Schuppenflechte)
- Hautschwellung im Gesicht, an den Gliedmaßen, der Zunge oder am Hals (Angioödem)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Venenentzündung oder Blasenbildung im Bereich der Infusionsstelle
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle nach „verw. bis“ und auf dem Umkarton nach „verwendbar bis” angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C lagern.
Das Arzneimittel ist nach Anbruch 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C physiochemisch stabil. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel unmittelbar verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Wenden Sie Esmololhydrochlorid Noridem nicht an, wenn Sie Partikel oder Verfärbungen der Lösung feststellen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung
Was Esmololhydrochlorid Noridem enthält
- Der Wirkstoff ist Esmololhydrochlorid. Ein ml enthält 10 mg Esmololhydrochlorid. Jede Ampulle enthält 100 mg Esmololhydrochlorid in 10 ml Lösung.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumacetat-Trihydrat, Essigsäure (99 %), Salzsäure (3,65 %) / Natriumhydroxid-Lösung (4 %) (zur pH-Einstellung) und Wasser für Injektionszwecke
Wie Esmololhydrochlorid Noridem aussieht und Inhalt der Packung
Esmololhydrochlorid Noridem ist eine klare und praktisch partikelfreie Lösung zur intravenösen Injektion. Es ist erhältlich in durchsichtigen, farblosen (Typ I) Glas-Ampullen mit 10 ml in den Packungsgrößen 5, 10, 20 und 50 Ampullen.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Zulassungsinhaber
Noridem Enterprises Limited
Evagorou & Makariou
Mitsi Building 3,
Suite 115
1065 Nicosia
Zypern
Mitvertrieb
DEMO Pharmaceuticals GmbH
Airport Business Center
Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Deutschland
Hersteller
DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21 km National Road Athens-Lamia 14568 Krioneri, Athen
Griechenland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen
| Deutschland | Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung |
| Frankreich | ESMOLOL CHLORHYDRATE NORIDEM 10 mg/mL, solution injectable |
| Vereinigtes | Esmolol hydrochloride 10 mg / mL Solution for injection |
| Königreich | |
| (Nordirland): | ESMOBETA 10 mg / mL Ενέσιμο διάλυμα |
| Griechenland | |
| Zypern | ESMOBETA 10 mg / mL Solution for injection |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 05.2022
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Dieser Abschnitt enthält praktische Informationen zur Verabreichung. Lesen Sie die Fachinformation (SPC) für vollständige Informationen zur Dosierung und Art der Verabreichung, Kontraindikationen, Warnhinweise usw.
Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml Injektionslösung ist eine gebrauchsfertige 10 mg/ml Lösung, empfohlen für die intravenöse Anwendung.
Diese Darreichungsform wird zur Verabreichung einer geeigneten Esmololhydrochlorid Noridem Einleitungs- bzw. Bolusdosis mittels manueller Spritze verwendet.
Die Dosierung ist in den folgenden Tabellen zusammengefasst.
Tabelle 1
Erforderliches Volumen von Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml für eine EINLEITUNGSDOSIS von 500 µg/kg/Minute
| Gewicht des Patienten (kg) | |||||||||||
| Volu | 2,5 | 3,5 | 4,5 | 5,5 | |||||||
| men | |||||||||||
| (ml) |
Tabelle 2
Erforderliches Volumen von Esmololhydrochlorid Noridem 10 mg/ml für eine ERHALTUNGSDOSIS bei Infusionsraten zwischen 12,5 und 300 µg/kg/Minute
| Gewicht | Dosisrate für die Infusion | |||||||
| des | 12.5 | |||||||
| Patiente | Erforderliche Menge zum Erreichen der Dosisrate pro | |||||||
| n (kg) | Stunde (ml / h) |
| Gewicht | Dosisrate für die Infusion | |||||||
| des | 12.5 | |||||||
| Patiente | Erforderliche Menge zum Erreichen der Dosisrate pro | |||||||
| n (kg) | Stunde (ml / h) | |||||||
| 3,75 | 7,5 | |||||||
| 4,5 | ||||||||
| 5,25 | 10.5 | |||||||
| 6,75 | 13,5 | |||||||
| 7,5 | ||||||||
| 8,25 | 16.5 | |||||||
1 ml Esmololhydrochlorid Noridem entspricht 10 mg Esmolol
PERIOPERATIVE TACHYKARDIE UND HYPERTONIE
Bei perioperativer Tachykardie und/oder Hypertonie kann das Dosierungsschema wie folgt variieren:
Bei der intraoperativen Behandlung – während der Anästhesie, wenn eine sofortige Kontrolle erforderlich ist:
wird über 15 bis 30 Sekunden eine Bolusinjektion von 80 mg verabreicht, gefolgt von einer Infusion von 150 Mikrogramm/kg/Minute. Die Infusionsrate bei Bedarf bis auf 300 Mikrogramm/kg/Minute titrieren. In Tabelle 2 ist das Infusionsvolumen in Abhängigkeit vom Patientengewicht angegeben.
Nach dem Erwachen aus der Narkose
- eine Dosis von 500 Mikrogramm/kg/Minute über 4 Minuten infundieren, gefolgt von einer Infusion von 300 Mikrogramm/kg/Minute. In Tabelle 2 ist das Infusionsvolumen in Abhängigkeit vom Patientengewicht angegeben.
In postoperativen Situationen – sofern Zeit für die Titration bleibt
vor jeder Titrationsstufe wird über 1 Minute eine Einleitungsdosis von 500 Mikrogramm/kg/Minute verabreicht, um einen raschen Wirkungseintritt zu erreichen. Titrationsstufen von 50, 100, 150, 200, 250 und 300 Mikrogramm/kg/Minute über einen Zeitraum von 4 Minuten verabreichen, bis der gewünschte Therapieeffekt eintritt. In Tabelle 2 ist das Infusionsvolumen in Abhängigkeit vom Patientengewicht angegeben.
Empfohlene Maximaldosen:
-
Für eine adäquate Blutdruckkontrolle können höhere Dosen (250 –
300 Mikrogramm/kg/Minute) erforderlich sein. Die Sicherheit von Dosen über
300 Mikrogramm/kg/Minute wurde nicht ausreichend untersucht.
Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln oder Natriumbicarbonat-Lösungen gemischt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur
Handhabung
Jede Ampulle ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Den Kontakt mit Alkali vermeiden. Die Lösung muss vor der Verwendung visuell auf Ausflockungen und Verfärbungen geprüft werden. Es dürfen nur klare und praktisch partikelfreie Lösungen
verwendet werden. Das Arzneimittel ist nach Anbruch 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C physiochemisch stabil. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel unmittelbar verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Nichtverwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


