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Grundlagen
Dutasterid ist ein Arzneistoff zur Behandlung der Symptome der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH) bei Männern. Es wird auch bei Haarausfall bei Männern und als Teil einer Hormontherapie bei Transgender-Frauen eingesetzt. Es wird normalerweise oral eingenommen und ist in Form von Kapseln erhältlich.
Es wurde erstmals 2001 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen und wird seither aufgrund seiner guten Wirksamkeit in großem Umfang eingesetzt.
Pharmakologie
Pharmakodynamik und Wirkmechanismus
BPH ist eine Erkrankung, bei der sich die Prostata vergrößert, was Symptome wie häufiges Wasserlassen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen verursacht. Dutasterid gehört zur Klasse der 5-Alpha-Reduktase-Hemmer und wirkt, indem es die Aktivität des Enzyms 5-Alpha-Reduktase hemmt. Dieses Enzym ist für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich, einem Hormon, das für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich ist. Durch die Hemmung dieses Enzyms wird die Bildung von DHT vermindert, was zu einer Verringerung der Größe der Prostata führt und die Symptome erheblich verbessert.
Pharmakokinetik
Dutasterid wird nach oraler Verabreichung schnell und vollständig absorbiert, wobei die maximale Plasmakonzentration innerhalb von 2 bis 3 Stunden erreicht wird. Dutasterid ist zu etwa 99% an Albumin gebunden. Dutasterid unterliegt einem umfangreichen hepatischen Metabolismus, der durch die Enzyme CYP3A4 und CYP3A5 vermittelt wird und wird hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt rund 5 Wochen.
Toxizität
Nebenwirkungen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:
- verminderte Libido
- Ejakulationsstörungen
- Brustspannen oder -vergrößerung.
Zu den schwerwiegenderen Nebenwirkungen können allergische Reaktionen, Leberschäden und ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs gehören.
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Dutasterid ist kontraindiziert bei Patienten, die allergisch auf den Wirkstoff reagieren und bei Frauen, die schwanger sind oder stillen. Zudem sollte Dutasterid nicht von Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen eingenommen werden.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
