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Medikamente

VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine

VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Vetmulin 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine Anwendungsgebiete Zur Behandlung und Metaphylaxe der Schweinedysenterie, verursacht durch Brachyspira hyodysenteriae.

Wirkstoff(e)
Tiamulin
Zulassungsinhaber
Huvepharma NV
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01XQ01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Vetmulin 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung und Metaphylaxe der Schweinedysenterie, verursacht durch Brachyspira hyodysenteriae.

Zur Behandlung der enzootischen Pneumonie, verursacht durch Tiamulin-empfindliche Mycoplasma hyopneumoniae und der Mykoplasmen-bedingten Arthritis, verursacht durch Tiamulin-empfindliche

Mycoplasma hyosynoviae.

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Was ist vor der Einnahme von VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei bekannter Resistenz gegen Tiamulin.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

BE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

DE/AT/BE:

Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Intramuskuläre Anwendung.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Zur Behandlung von klinischer Schweinedysenterie:

8,1 mg Tiamulinbase pro kg Körpergewicht (entspricht 1 ml pro 20 kg Körpergewicht), verabreicht als einmalige Behandlung, gefolgt von einer Verabreichung von Tiamulin über Wasser oder Futter.

Zur Behandlung der enzootischen Pneumonie oder Mykoplasmen-bedingter Arthritis:

12,1 mg Tiamulinbase pro kg Körpergewicht (entspricht 1,5 ml pro 20 kg Körpergewicht) täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen.

Abhängig von der Schwere der Erkrankung kann es notwendig sein, die Behandlung durch orale Verabreichung von Tiamulin bis 2 Tage nach Verschwinden der Krankheitssymptome fortzusetzen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Der Verschluss sollte nicht öfter als 5-mal durchgestochen werden. Um ein übermäßiges Durchstechen des Verschlusses zu vermeiden, sollte eine geeignete Entnahmekanüle benutzt werden.

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Wie ist VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage. Nach Ablauf dieser Frist sind im Behältnis verbleibende Reste des Arzneimittels zu entsorgen.

Unter 25°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor Licht schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen zu VETMULIN 162 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:  
Wirkstoff:  
Tiamulin 162 mg
Sonstige Bestandteile  
Butyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) 0,324 mg
Propylgallate (E310) (Ph.Eur.) 0,163 mg
Leicht gelbe, ölige Lösung  
     
3. Zieltierart(en)  

Schwein

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

An der Injektionsstelle kann Entzündung/Narbenbildung auftreten. Aus diesem Grund wird eine Injektion des Tierarzneimittels in den Nackenmuskel empfohlen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Aufgrund der wahrscheinlichen Variabilität (zeitlich, geografisch) beim Auftreten der Resistenz der Bakterien gegenüber Tiamulin sollte das Tierarzneimittel auf der Basis einer bakteriologische Probenentnahme und einer Empfindlichkeitsuntersuchung angewendet werden, wobei die amtlichen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen sind. Eine Anwendung des Tierarzneimittel, die von den in der Fachinformation aufgeführten Anweisungen abweicht, kann die Prävalenz von Bakterien erhöhen, die resistent gegen Tiamulin sind und die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen Pleuromutilinen aufgrund von potenziellen Kreuzresistenzen verringern.

Eine langzeitige oder wiederholte Anwendung sollte durch Verbesserung des Managements und gründliche Reinigung und Desinfektion vermieden werden.

Sollte kein befriedigendes Ansprechen auf die Behandlung erfolgen, sollte die Diagnose überdacht werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Tiamulin sollten das Tierarzneimittel besonders sorgsam anwenden.

Vorsicht ist geboten zur Vermeidung einer Selbstinjektion. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels soll der direkte Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten vermieden werden.

Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen sofort mit fließendem sauberen Wasser gründlich spülen. Bei anhaltender Irritation ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Bei versehentlicher Hautexposition sofort mit fließendem Wasser waschen, um die Resorption durch die Haut zu vermindern.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Dieses Tierarzneimittel enthält Sesamöl. Eine versehentliche Selbstinjektion kann zu starken lokalen Reaktionen führen, insbesondere bei einer Injektion in ein Gelenk oder einen Finger.

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Tiamulin ist dafür bekannt, dass es klinisch bedeutende (oft letale) Wechselwirkungen mit Antibiotika der Familie der Ionophore, einschließlich Monensin, Narasin und Salinomycin verursacht. Deshalb sollten Schweinen mindestens 7 Tage vor, während und mindestens 7 Tage nach der Behandlung mit dem Tierarzneimittel keine Tierarzneimittel verabreicht werden, die solche Substanzen enthalten. Schwere Wachstumsdepressionen oder Todesfälle können die Folge sein.

Tiamulin kann die antibakterielle Wirkung von Betalactam-Antibiotika verringern, deren Wirkung vom Bakterienwachstum abhängt.

Überdosierung:

Eine Einzeldosis von 100 mg Tiamulin/kg Körpergewicht hat Hyperpnoe und abdominale Beschwerden bei Schweinen verursacht. Bei einer Dosis von 150 mg Tiamulin/kg war Lethargie die einzige Auswirkung auf das zentrale Nervensystem. Eine Dosis von 55 mg Tiamulin/kg über 14 Tage verursachte eine vermehrte Speichelbildung und eine leichte Magenreizung. Tiamulinfumarat hat bei Schweinen einen relativ hohen therapeutischen Index. Die minimale tödliche Dosis wurde bei Schweinen nicht ermittelt.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Siehe Abschnitt „Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
Schwein:  
   
Selten Überempfindlichkeitsreaktion¹ (Dermatitis² (Entzündung),
(1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Erythem³ (Rötung), Pruritus⁴ (Juckreiz))
Tiere):  

¹ In der Regel mild und vorübergehend, in sehr seltenen Fällen jedoch schwerwiegend. Eine symptomatische Behandlung, wie Elektrolyttherapie und eine entzündungshemmende Therapie, kann hilfreich sein.

² Akut.

³ Kutan.

⁴ Stark.

DE/AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

BE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: 401191.00.00

AT: Z.Nr.: 8-00832

BE: BE-V346333

Packungsgrößen:

Das Produkt wird in einer 100-ml-Durchstechflasche aus Braunglas Typ I mit Nitrilgummistopfen bereitgestellt, verpackt in einem Umkarton.

Umkarton mit je einer Durchstechflasche

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

10/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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