Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Tiamulin-Hydrogenfumarat „AniMed Service“ 100 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten Anwendungsgebiete Zur Therapie und Metaphylaxe von Infektionskrankheiten, die durch Tiamulin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden: Vor der Anwendung des Tierarzneimittels muss die Erkrankung im Bestand nachgewiesen …
- Wirkstoff(e)
- Tiamulin
- Zulassungsinhaber
- Animed Service AG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QJ01XQ01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tiamulin-Hydrogenfumarat “AniMed Service“ 100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Tiamulin-Hydrogenfumarat „AniMed Service“ 100 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten
Anwendungsgebiete
Zur Therapie und Metaphylaxe von Infektionskrankheiten, die durch Tiamulin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden:
Vor der Anwendung des Tierarzneimittels muss die Erkrankung im Bestand nachgewiesen sein.
Schwein:
- Behandlung von Schweinedysenterie, verursacht durch Brachyspira hyodysenteriae
- Behandlung von Porciner Intestinaler Spirochätose (Colitis), verursacht durch Brachyspira pilosicoli
- Behandlung von Porciner Proliferativer Enteropathie (Ileitis), verursacht durch Lawsonia intracellularis
- Behandlung und Metaphylaxe von Enzootischer Pneumonie, verursacht durch Mycoplasma hyopneumoniae, einschließlich Infektionen die durch Pasteurella multocida kompliziert werden.
- Behandlung von Pleuropneumonie, verursacht durch Actinobacillus pleuropneumoniae
Huhn:
Behandlung und Metaphylaxe der Chronic Respiratory Disease verursacht durch Mycoplasma gallisepticum sowie der Luftsackentzündung und der infektiösen Synovitis verursacht durch
Mycoplasma synoviae.
Pute:
Behandlung und Metaphylaxe von infektiöser Sinusitis und Luftsackentzündung verursacht durch
Mycoplasma gallisepticum, Mycoplasma synoviae und Mycoplasma meleagridis.
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Was ist vor der Einnahme von Tiamulin-Hydrogenfumarat “AniMed Service“ 100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten zu beachten?
Gegenanzeigen
Das Futter der zu behandelnden Tiere darf 7 Tage vor bis 7 Tage nach der Behandlung kein Salinomycin, Monensin, Narasin oder andere Ionophore enthalten, da schwere Unverträglichkeitsreaktionen auftreten können (siehe auch „Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“).
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei bekannter Resistenz gegenüber Tiamulin.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Tiamulin-Hydrogenfumarat “AniMed Service“ 100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser.
Dosierung:
Schwein:
-
Schweinedysenterie:
8,8 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 88 mg des Tierarzneimittels) / kg KGW / Tag an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen -
Porcine Intestinale Spirochätose (Colitis):
8,8 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 88 mg des Tierarzneimittels) / kg KGW / Tag an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen -
Porcine Proliferative Enteropathie (Ileitis):
8,8 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 88 mg des Tierarzneimittels) / kg KGW / Tag an 5 aufeinanderfolgenden Tagen -
Enzootische Pneumonie, Pleuropneumonie:
20 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 200 mg des Tierarzneimittels) / kg KGW / Tag an 5 aufeinanderfolgenden Tagen
Huhn:
25 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 250 mg des Tierarzneimittels) / kg Körpergewicht / Tag an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen
Pute:
40 mg Tiamulinhydrogenfumarat (entsprechend 400 mg des Tierarzneimittels) / kg Körpergewicht / Tag an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen
Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von der Tierart, dem Alter, Gesundheitszustand und der Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur, unterschiedliches Lichtregime) schwankt.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels in das Trinkwasser nach der folgenden Formel berechnet werden:
| … mg Tierarzneimittel | x | mittleres KGW (kg) | … mg Tierarzneimittel | ||
| / kg KGW / Tag) | der zu behandelnden Tiere | = | |||
| mittlere tägliche Trinkwasseraufnahme (l) / Tier | pro l Trinkwasser | ||||
Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen und Unterdosierungen zu vermeiden, muss das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Verwenden Sie eine geeignete und geeichte Waage, um die notwendige Menge des Tierarzneimittels abzuwiegen.
Zur Herstellung der Trinkwasserlösung ist die erforderliche Menge des Tierarzneimittels in einer kleinen Menge Trinkwasser vollständig aufzulösen und diese Stammlösung dem restlichen Trinkwasser zuzusetzen.
Das medikierte Trinkwasser ist täglich (alle 24 Stunden) frisch zuzubereiten.
Die maximale Löslichkeit des Tierarzneimittels liegt bei über 150 g/l, unabhängig von Wasserhärte und Temperatur.
Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle zu behandelnden Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.
Die Verabreichung von Tiamulin an Geflügel kann zu einer verringerten Wasseraufnahme führen (siehe auch Abschnitt „Besondere Warnhinweise“).
Hinweise für die richtige Anwendung
Das medikierte Wasser sollte während der gesamten Behandlungsperiode die einzige Trinkwasserquelle für die Tiere sein.
Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzuführen.
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Wie ist Tiamulin-Hydrogenfumarat “AniMed Service“ 100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.
Trocken lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 6 Monate. Haltbarkeit nach Auflösen im Trinkwasser gemäß den Anweisungen: 24 Stunden.
Weitere Informationen zu Tiamulin-Hydrogenfumarat “AniMed Service“ 100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine, Hühner und Puten
Zusammensetzung
Ein g Pulver enthält:
Wirkstoff:
Tiamulin-Hydrogenfumarat 100 mg (entsprechend 80,9 mg Tiamulin)
Weißes bis gelbliches feinkristallines Pulver.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder verminderter Wasseraufnahme muss eine parenterale Behandlung erfolgen.
Eine wiederholte Anwendung sollte durch Verbesserung der Managementmaßnahmen und gründliche Reinigung und Desinfektion vermieden werden.
Beim Geflügel sollte die Wasseraufnahme während der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, besonders bei heißer Witterung, da sie während der Anwendung von Tiamulin vermindert sein kann. Dies scheint konzentrationsabhängig zu sein und scheint keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtleistung der Tiere oder die Wirksamkeit des Tierarzneimittels zu haben. Bei Hühnern vermindern 500 mg Tiamulinhydrogenfumarat in 4 Liter Wasser die Wasseraufnahme um circa 10 % und 500 mg Tiamulinhydrogenfumarat in 2 Liter Wasser vermindern die Wasseraufnahme um circa 15 %. Bei Puten ist dieser Effekt noch ausgeprägter - hierbei kommt es zu einer circa 20% igen Reduktion der Wasseraufnahme. Daher wird empfohlen, die Konzentration von 500 mg Tiamulinhydrogenfumarat in 2 Litern Trinkwasser nicht zu überschreiten.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte nur auf Basis eines Empfindlichkeitstests der vom Tier isolierten bakteriellen Erreger erfolgen.
Falls dies nicht möglich ist, sollte die Therapie auf lokalen (regional, Betriebsebene) epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielbakterien basieren.
Die amtlichen, nationalen und regionalen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika sind zu berücksichtigen.
In einigen Regionen Europas weist ein erhöhter Prozentsatz klinischer Brachyspira hyodysenteriae- Isolate eine signifikant reduzierte in vitro-Empfindlichkeit gegenüber Tiamulin auf. Eine unsachgemäße Anwendung des Tierarzneimittels kann das Vorkommen Tiamulin-resistenter Bakterien erhöhen.
Ein Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung dessen Wirksamkeit nahelegt.
Eine von den Angaben in der Fachinformation und Packungsbeilage abweichende Anwendung kann die Prävalenz Tiamulin-resistenter Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen Pleuromutilinen aufgrund einer potenziellen Kreuzresistenz verringern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Tiamulin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkleidung, Schutzhandschuhen, Schutzbrille und Staubmaske tragen. Der direkte Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten ist zu vermeiden.
Bei versehentlichem Hautkontakt ist die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife abzuwaschen. Bei versehentlichem Augenkontakt sollten die Augen mit Wasser gespült werden. Bei anhaltender Irritation sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit von Tiamulin während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Legeperiode:
Kann bei Legehennen, Zuchthühnern sowie -puten angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Tiamulin zeigt Wechselwirkungen mit Ionophoren wie Monensin, Salinomycin und Narasin, welche zu Symptomen einer Ionophoren-Intoxikation führen. Tiere sollten 7 Tage vor, während oder 7 Tage nach der Behandlung mit Tiamulin kein Futter erhalten, das Monensin, Salinomycin oder Narasin enthält.
Schwere Wachstumsdepression, Ataxien, Lähmungen oder Tod können die Folge sein.
Wenn Anzeichen von Wechselwirkungen auftreten, sind sofort sowohl die Verabreichung des Tiamulin-medikierten Trinkwassers als auch die Verabreichung von Ionophor-haltigem Futter einzustellen. Das Futter sollte entfernt und durch frisches Futter ersetzt werden, das keine Antikokzidia, wie Monensin, Salinomycin oder Narasin enthält.
Die gleichzeitige Verabreichung von Tiamulin und den bivalenten Ionophor- Antikokzidia Lasalocid und Semduramicin scheint keine Wechselwirkungen zu verursachen, wohingegen die gleichzeitige Anwendung von Maduramicin zu leichter bis mittelgradiger Wachstumsdepression bei Hühnern führt. Dieser Zustand ist vorübergehend, und normalerweise tritt innerhalb von 3-5 Tagen nach Absetzen der Tiamulin-Behandlung eine Besserung ein.
Überdosierung:
In Studien wurden beim Schwein folgende Überdosierungssymptome beobachtet: vermehrter Speichelfluss, beschleunigte Atmung, Erbrechen und Apathie. Es ist von einer angemessenen therapeutischen Breite bei Schweinen auszugehen.
Beim Geflügel besitzt Tiamulinhydrogenfumarat eine relative hohe therapeutische Breite. Die Wahrscheinlichkeit einer Überdosierung wird als gering betrachtet, da insbesondere die Wasseraufnahme und dadurch auch die Aufnahme von Tiamulinhydrogenfumarat vermindert ist, wenn ungewöhnlich hohe Konzentrationen verabreicht werden.
Eine Überdosierung beim Geflügel führt zu erschwerter Atmung, tonisch-klonischen Krämpfen, Vokalisation, Durchfall, Verfärbung des Kotes und Emesis sowie zum Tod.
Im Falle einer Überdosierung ist die Medikation unverzüglich einzustellen und die Tiere sind reichlich mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Eine unterstützende, symptomatische Therapie ist einzuleiten.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | |
| Schwein: | ||
| Selten | Überempfindlichkeitsreaktion (Haut- und Genitalerythem)1, | |
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | Ödem1 | |
| Tiere): | ||
| Unbekannte Häufigkeit (kann auf | Apathie | |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | Tod | |
| geschätzt werden)) |
Bei Auftreten dieser Symptome ist die Behandlung sofort abzusetzen, Tiere und Buchten sind mit Wasser zu reinigen und jede weitere orale Aufnahme des Antibiotikums ist zu vermeiden. Normalerweise erholen sich die Tiere daraufhin schnell. Eine Elektrolyttherapie und eine antiphlogistische Therapie haben sich als nützlich erwiesen.
Huhn und Pute:
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
A-1200 WIEN ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00817
Packungsgrößen: 1 kg
- kg
- x 1 kg
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
03/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Tiamulin zeigt eine ausgeprägte in vitro-Aktivität gegen porcine and aviäre Mycoplasmen sowie gegen gram-positive Aerobier (Streptokokken and Staphylokokken), Anaerobier (Clostridien), gram-negative Anaerobier (Brachyspira hyodysenteriae, Brachyspira pilosicoli) und gram-negative Aerobier (Actinobacillus pleuropneumoniae und Pasteurella multocida).
Die MHK-Verteilung von Tiamulin ist bimodal bei Brachyspira hyodysenteriae, was auf verringerte Empfindlichkeit einiger Stämme gegen Tiamulin schließen lässt.
Es ist bekannt, dass eine in vitro Resistenz von Brachyspira hyodysenteriae gegenüber Tiamulin sich langsam und schrittweise entwickelt. In den vergangenen Jahren wurde jedoch von einer größeren Anzahl von Brachyspira Isolaten (bis über 50%) berichtet, die eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Tiamulin zeigten. Wenn das Ansprechen auf die Behandlung unbefriedigend ist, sollte die Möglichkeit einer Resistenzbildung in Betracht gezogen werden.
Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


