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Medikamente

Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere

Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere 2. Zusammensetzung Ein ml enthält: Wirkstoffe: Sulfamethoxazol 200,0 mg Trimethoprim 40,0 mg Sonstige Bestandteile Benzylalkohol 9,36 mg Glycerinformal 595,50 mg Klare, gelblich-braune Lösung Anwendungsgebiete Zur Behandlung von Infektionserkrankungen im frühen Stadium …

Wirkstoff(e)
Sulfamethoxazol, Trimethoprim
Zulassungsinhaber
Vana GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01EW11
Anwendungsgebiete
Harnwegsinfektionen

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere

2. Zusammensetzung  
Ein ml enthält:  
Wirkstoffe:  
Sulfamethoxazol 200,0 mg
Trimethoprim 40,0 mg
Sonstige Bestandteile  
Benzylalkohol 9,36 mg
Glycerinformal 595,50 mg

Klare, gelblich-braune Lösung

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Infektionserkrankungen im frühen Stadium der Infektion, die durch gegenüber Sulfamethoxazol und Trimethoprim empfindliche Erreger verursacht werden: Infektionen des Atmungsapparates, des Magen-Darm-Traktes und des Harn- und Geschlechtsapparates sowie der Haut und Gelenke.

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Was ist vor der Einnahme von Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen,
  • Azidurie bzw. Erkrankungen, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme oder Flüssigkeitsverlusten (z.B. Diarrhoe, Vomitus) einhergehen,
  • Schädigung des hämatopoetischen Systems,
  • bekannter Resistenz gegen Sulfonamide oder Trimethoprim,
  • Katarakt,
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht intravenös anwenden bei vorausgegangener oder gleichzeitiger Verabreichung von zentralvenös wirkenden Substanzen (z.B. Anästhetika, Neuroleptika).

Nicht anwenden bei trächtigen Tieren wegen des Gehaltes an Glycerinformal. Nicht anwenden bei Neugeborenen.

Nicht anwenden bei Stuten, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen, intramuskulären und subkutanen Injektion.

Die intravenöse Injektion langsam verabreichen.

Dosierung: 16 mg (13,3 mg Sulfamethoxasol + 2,7 mg Trimethoprim)/kg Körpergewicht, das entspricht 1 ml des Tierarzneimittels pro 15 kg KGW einmal täglich.

In besonders schweren Erkrankungsfällen: Erhöhung auf 24 mg (20 mg Sulfamethoxasol + 4 mg Trimethoprim)/kg Körpergewicht, das entspricht 1 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW einmal täglich.

Tierart kg KGW bei 1 ml bei 1 ml
        je 15 kg = je 10 kg =
        16 mg/kg KGW 24 mg/kg KGW
Pferd -600 30 – 40 ml 45 – 60 ml
Pony – 300 10 – 20 ml 15 – 30 ml
Fohlen – 150 10 ml 15 ml
Rind – 600 30 – 40 ml 45 – 60 ml
Jungrind – 300 10 – 20 ml 15 – 30 ml
Kalb – 150 10 ml 15 ml
Zuchtsau – 200 15 ml 12 – 20 ml
Mastschwein – 150 10 ml 15 ml
Läufer – 40 3 ml 4 ml
Absatzferkel – 30 2 ml 3 ml
Saugferkel 2 – 15 0,13 – 1 ml 0,2 – 1,5 ml
Hund – 30 0,7 – 2 ml 3 ml
Katze     0,353 ml 0,5 ml

Die Behandlung sollte über einen Zeitraum von 3 – 5 Tagen durchgeführt werden. Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.

Sollte nach 3 Tagen Behandlungsdauer keine deutliche Besserung eingetreten sein, so ist die Erregersensitivität erneut zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung vorzunehmen.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht der Tiere so genau wie möglich ermittelt werden, um Unterdosierungen zu vermeiden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Siehe Abschnitt 8.

10. Wartezeit    
Essbare Gewebe: Pferd, Rind 6 Tage
  Kalb 8 Tage
  Schwein 7 Tage
Milch Rind 4 Tage

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

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Wie ist Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Nach der ersten Entnahme im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. .Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Tage.

Plötzliche Temperaturschwankungen und Temperaturen unter 5°C vermeiden. Bei niedrigen Temperaturen kann die Lösung auskristallisieren; Dies lässt sich durch kurzes Erwärmen in heißem Wasser beseitigen und hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Tierarzneimittels.

Weitere Informationen zu Vanasulf 200 mg/ 40 mg/ml - Injektionslösung für Tiere

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Da es bei intravenöser Verabreichung von Trimethoprim-Sulfonamid-Lösungen beim Pferd zu lebensbedrohlichen Schockreaktionen kommen kann, empfiehlt es sich daher, diese Applikationsart bei dieser Tierart nur bei vitaler Indikation anzuwenden. Die Applikation sollte in Form einer kleinen Vorinjektion (mit anschließender Beobachtung des Patienten) sowie durch langsame Hauptinjektion erfolgen. Die Injektionslösung sollte annähernd Körpertemperatur haben. Sollten erste Anzeichen der Unverträglichkeit auftreten, so ist die Injektion unverzüglich abzubrechen und gegebenenfalls eine Schockbehandlung einzuleiten.

Bei intravenöser Anwendung sind bei narkotisierten oder sedierten Pferden in Einzelfällen schwere Kreislaufstörungen mit Todesfolge beschrieben worden.

Die intravenöse Injektion langsam verabreichen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Zur Vermeidung von Nierenschädigungen durch Kristallurie ist während der Behandlung für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Ergebnis der Sensitivitätsprüfung von Erregern basieren, die von erkrankten Tieren isoliert wurden. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf regionalen epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit der ursächlichen Erreger beruhen.

Die amtlichen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika sind zu berücksichtigen. Eine von den Angaben der Fachinformation abweichende Anwendung kann die Prävalenz Sulfamethoxazol/Trimethoprim resistenter Bakterien erhöhen und damit die Wirksamkeit der ganzen Gruppe der Sulfonamide abschwächen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung oder einer Kontaktdermatitis zu vermeiden.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Trimethoprim oder Sulfonamiden sollten das Tierarzneimittel besonders sorgsam anwenden. Nach Augen- oder Hautkontakt die betroffenen Stellen mit reichlich sauberem Wasser abwaschen. Im Falle schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Das Tierarzneimittel darf wegen des Gehaltes an Glycerinformal nicht bei trächtigen Tieren angewendet werden. Die Unbedenklichkeit von Sulfonamiden während der Trächtigkeit ist nicht belegt.

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Laktation ist nicht belegt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Antiphlogistika, Antipyretika und Antirheumatika (insbesondere von Phenylbutazon und Salicylaten) kann die Nierenausscheidung des Sulfonamids verzögert werden.

Lokalanästhetika, die Derivate der p-Aminobenzoesäure (Procain, Tetracain) sind, beeinträchtigen die bakterielle Wirksamkeit von Sulfonamiden.

Methenamin (Hexamethylentetramin) bewirkt Sulfonamid-Wirkungsabschwächung und Kristallurie.

Als bakteriostatisch wirkende Stoffe dürfen Sulfonamide und Trimethoprim nicht mit bakterizid wirkenden Substanzen (Penicilline, Aminoglykosidantibiotika) kombiniert werden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit beeinträchtigt wird.

Die gleichzeitige Gabe von potenzierten Sulfonamiden und Detomidin kann bei Pferden tödliche kardiale Arrhythmien hervorrufen.

Überdosierung:

Nach Resorption hoher Sulfonamidmengen werden vor allem ataktische Bewegungen, Muskelzucken und -krämpfe sowie komatöse Zustände und Leberschädigungen beobachtet. Die symptomatische Behandlung der neurotropen Effekte erfolgt durch Gabe von zentral sedierenden Substanzen, z.B. Barbiturate. Zusätzlich zur Vitamin K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen Sulfonamid- Ausscheidung durch alkalisierende Mittel (z.B. Natriumbikarbonat) angezeigt.

Bei niedrigem pH-Wert des Harns, wie dies bei Carnivoren physiologischerweise der Fall ist, oder bei Erkrankungen, bei denen der pH-Wert gesenkt oder der renale Urinfluss erniedrigt ist, ist bei Sulfonamiden mit einer Auskristallisation in den Nierentubuli zu rechnen, wobei Inappetenz, Hämaturie, Kristallurie, Nierenkoliken und zwanghafter Harnabsatz auftreten. Beim Auftreten solcher Symptome ist die Behandlung abzubrechen und ausreichend Flüssigkeit, eventuell mit Zusatz von Natriumbikarbonat zuzuführen.

Wesentliche Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
Pferd, Rind, Schwein, Hund, Katze  
   
Gelegentlich Hämaturie1, Kristallurie1, Nierenkolik1, zwanghafter
(1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Harnabsatz1
 
Tiere):  
   
Sehr selten Systemische Reaktion (Dyspnoe, Exzitation)2
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere,  
einschließlich Einzelfallberichte):  
   
Unbestimmte Häufigkeit Reizung an der Injektionsstelle3
(kann auf Basis der verfügbaren Nierenschädigung, Leberschädigung
Gastrointestinale Störung
Daten nicht geschätzt werden):
Keratokonjunctivitis sicca4
   
    Veränderung des Blutbildes (z.B. hämolytische Anämie,
    Agranulozytose, erhöhte Leukozytenwerte bei Rindern)
    Allergische Reaktion (z.B. Exanthem, Fieber)
    Hämorrhagisches Syndrom mit Todesfällen5
    Anaphylaxie, anaphylaktoide Schockreaktion6,7

1 Auf Kristallausfällung hinweisende Symptome, insbesondere bei langfristiger Behandlung mit Sulfonamiden. In diesen Fällen ist die Behandlung sofort abzubrechen und Flüssigkeit, u.U. mit Zusatz von Natriumbikarbonat, zu verabreichen.

2 In Einzelfällen nach intravenöser Verabreichung beim Rind, von kurzer Dauer. 3 Nach intramuskulärer und subkutaner Anwendung.

4 Bei Hunden.

5 Bei Schweinen (Jungtiere) bei länger dauernder Behandlung (auch mit Dosierungen unter 50 mg/kg KGW). Die Behandlung ist daher auf die vorgeschriebene Dauer zu begrenzen. Nach bisherigen Erkenntnissen kann bei Schweinen eine Vitamin K-Substitution das Risiko vermindern. Eine

einstreulose Haltung stellt infolge verhinderter Möglichkeit zur Koprophagie und damit fehlender Aufnahme von Vitamin K einen prädisponierenden Faktor dar.

6 Bei Pferden nach intravenöser Injektion, potenziell lebensbedrohlich.

7 Beim Auftreten von allergischen/anaphylaktischen Reaktionen ist die Verabreichung des Tierarzneimittels sofort abzubrechen und es sind unverzüglich Gegenmaßnahmen (Verabreichung von Glucocorticoiden, Antihistaminika, Kreislaufmittel) einzuleiten.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-00017

Packungsgrößen:

Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 100 ml

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

März 2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar. (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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