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Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung und Metaphylaxe von Atemwegsinfektionen bei Schweinen, die durch Trimethoprimund Sulfamethoxazol-empfindliche Erreger hervorgerufen werden, wenn die Erkrankung im Bestand diagnostiziert wurde.
- Zieltierarten
- Schwein
- Wartezeit
- Essbare Gewebe: 10 Tage.
- Wirkstoff(e)
- Sulfamethoxazol, Trimethoprim
- Zulassungsinhaber
- Animed Service AG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QJ01EW11
- Anwendungsgebiete
- Harnwegsinfektionen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung und Metaphylaxe von Atemwegsinfektionen bei Schweinen, die durch Trimethoprimund Sulfamethoxazol-empfindliche Erreger hervorgerufen werden, wenn die Erkrankung im Bestand diagnostiziert wurde.
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Für welche Tiere ist Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine zugelassen?
Schwein
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Resistenzen gegenüber Trimethoprim oder Sulfonamiden.
Nicht anwenden bei hochgradiger Störung der Leberfunktion.
Nicht anwenden bei hochgradiger Störung der Nierenfunktion, die mit einer Oligurie, Anurie oder Azidurie einhergeht.
Nicht anwenden bei Tieren mit einer Schädigung des hämatopoetischen Systems.
Nicht anwenden bei Erkrankungen, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw. Flüssigkeitsverlusten einhergehen.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Aufgrund der Resistenzlage muss, wie allgemein bei den Sulfonamiden, auch bei Sulfamethoxazol/Trimethoprim mit Resistenzen im gesamten Wirkungsbereich gerechnet werden. Bei vorliegender Resistenz gegen einen der beiden Wirkstoffe ist die Wirksamkeit nicht gewährleistet.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf einer Empfindlichkeitsprüfung der aus dem Tier isolierten bakteriellen Erreger beruhen. Ist dies nicht möglich, sollte die Therapie auf der Grundlage lokaler/regionaler epidemiologischer Informationen und auf Kenntnissen über die Empfindlichkeit der Zielpathogene basieren.
Eine von den Vorgaben in der Fachinformation abweichende Anwendung kann die Prävalenz Trimethoprim-Sulfamethoxazol-resistenter Bakterien erhöhen und auch die Wirksamkeit anderer Trimethoprim-Sulfonamid-Kombinationen aufgrund von Kreuzresistenz vermindern.
Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder Inappetenz ist eine parenterale Therapie erforderlich.
Zur Prophylaxe einer Kristallurie ist für eine ausreichende Wasserversorgung während der Behandlung zu sorgen. Eventuell kann der Harn alkalisiert werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist während der Behandlung eine gleichzeitige prophylaktische Vitamin- K-Supplementierung sinnvoll: einstreulose Flatdeckhaltung sowie Ganzspaltenböden verhindern die Koprophagie und damit die Aufnahme von Vitamin K; diese Haltungsformen begünstigen Vitamin K - Mängel.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel und mit dem tierarzneimittelhaltigen Fertigfutter ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung der direkte Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten zu vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkleidung, Handschuhen, Mundschutz und Schutzbrille tragen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden oder Trimethoprim sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Handhabung des Tierarzneimittels Hände waschen.
Trächtigkeit, Laktation oder Legegeflügel:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und der Laktation ist nicht belegt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Das bakteriostatisch wirkende Sulfamethoxazol darf nicht mit bakterizid wirkenden Substanzen (z. B. Penicilline, Aminoglykosidantibiotika) kombiniert werden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit beeinträchtigt wird.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Antiphlogistika, Antipyretika und Antirheumatika (insbesondere Phenylbutazon und Salicylate) kann die Nierenausscheidung des Sulfonamids verzögert werden. Lokalanästhetika können die Wirkung des Sulfonamids lokal aufheben.
Nitrite bewirken infolge Desaminierung eine Abschwächung der antibakteriellen Aktivität.
Überdosierung:
Nach Überdosierung können ataktische Bewegungen, Muskelzuckungen und -krämpfe sowie komatöse Zustände und Leberschädigungen auftreten.
Die neurotropen Effekte sind symptomatisch durch Gabe von zentral sedierenden Substanzen (z. B. Barbiturate) zu behandeln.
Bei Überdosierungen sind die noch im Magen befindlichen Substanzreste durch salinische Laxantien zu entfernen.
Zusätzlich zu Vitamin K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen Sulfonamid-Ausscheidung durch alkalisierende Mittel (z. B. Natriumbicarbonat) angezeigt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Art der Anwendung:
Zum Eingeben über das Futter.
Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder kleinen Gruppen von Tieren innerhalb eines Bestandes bestimmt.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Dosierung:
Die Dosierung beträgt 25 mg Gesamtwirkstoff, entsprechend 20 mg Sulfamethoxazol und 5 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht / Tag, das entspricht ca. 21 g Cotrimoxazol-Mix Pulver pro 100 kg KGW / Tag.
Die Dosis ist auf die Morgen- und Abendfütterung aufzuteilen.
Das Pulver ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters frisch einzumischen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils vollständig aufgenommen wird.
Dauer der Anwendung:
3-5 Tage
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung vorzunehmen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die angegebene Dosierung gilt nur bei vorliegender Empfindlichkeit der Erreger gegen beide Einzelkomponenten.
Welche Wartezeit gilt für Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine?
Essbare Gewebe: 10 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine beim Tier haben?
Schwein:
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):
Allergische Reaktion1, Anaphylaxie1 (z.B. Zittern,
Krämpfe, Hautausschlag)
Veränderung des Blutbildes
Nierenfunktionsstörung
Leberschädigung
Hämaturie2, Kristallurie2, Nierenkolik2, zwanghafter Harnabsatz2
Hämorrhagisches Syndrom mit Todesfällen3
Gastrointestinale Störung4
Bei entsprechender Prädisposition möglich. Beim Auftreten von allergischen Reaktionen, ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen und symptomatisch zu behandeln: Bei anaphylaktischen Schockreaktionen: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.. Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
- Insbesondere bei langanhaltender Behandlung mit Sulfonamiden können gelegentlich Symptome auftreten, die auf Kristallausfällung hinweisen. In diesem Fall ist die Behandlung sofort abzubrechen und Flüssigkeit, u.U. mit Zusatz von Natriumbicarbonat zu verabreichen.
Bei Jungtieren, infolge einer länger andauernden Behandlung, möglich. Die vorgeschriebene Behandlungsdauer sollte daher nicht überschritten werden.
4 Besonders nach oraler Verabreichung hoher Dosen möglich.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern. Trocken lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Den Beutel fest verschlossen halten.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Monate. Haltbarkeit nach Einmischen in Futter: sofort verbrauchen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g - Pulver zum Eingeben für Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Cotrimoxazol-Mix 20/100 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Zusammensetzung
Ein g Pulver enthält:
| Wirkstoffe: | |
| Trimethoprim | 20 mg |
| Sulfamethoxazol | 100 mg |
Weißes kristallines Pulver.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00624
Packungsgrößen:
Beutel zu 1 kg, 5 kg und 10 kg.
Umkarton mit 10 x 1 kg und 5 x 1 kg Beuteln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
10/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber, für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
AniMed Service AG Liebochstrasse 9 A-8143 Dobl
Tel: 03136-55667 office@animedservice.at www.animedservice.at
Weitere Informationen
Trimethoprim und Sulfamethoxazol weisen eine antibakterielle Wirkung gegenüber zahlreichen grampositiven und gramnegativen Erregern auf, die Kombination wirkt bakterizid. Insbesondere werden die beim Schwein bedeutenden Erreger für Atemwegsinfektionen, wie Streptokokken, Pneumokokken, ACTINOBACILLUS spp., Pasteurellen und Bordetellen, erfasst. Aufgrund der Resistenzlage muss, wie allgemein bei den Sulfonamiden, auch bei Sulfamethoxazol/Trimethoprim mit Resistenzen im gesamten Wirkungsbereich gerechnet werden. Die Resistenz gegen eine der beiden Komponenten bedingt den Wegfall des für den Therapieerfolg wichtigen synergistischen Effektes der Kombination. Die Resistenz gegen ein Sulfonamid betrifft immer die ganze Gruppe der Sulfonamide.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.





