Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Tetmodis gehört zu einer Arzneimittelgruppe zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Tetmodis wird zur Behandlung von Erkrankungen angewendet, die ruckartige, unregelmäßige, unkontrollierbare Bewegungen verursachen (hyperkinetische Bewegungsstörungen bei Chorea Huntington ).
- Wirkstoff(e)
- Tetrabenazin
- Zulassungsinhaber
- Walter Ritter GmbH & Co. KG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- N07XX06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tetmodis 25 mg Tabletten angewendet?
Tetmodis gehört zu einer Arzneimittelgruppe zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems.
Tetmodis wird zur Behandlung von Erkrankungen angewendet, die ruckartige, unregelmäßige, unkontrollierbare Bewegungen verursachen (hyperkinetische Bewegungsstörungen bei Chorea Huntington).
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Was ist vor der Einnahme von Tetmodis 25 mg Tabletten zu beachten?
- wenn Sie allergisch gegen Tetrabenazin oder einen der sonstigen Bestandteile von Tetmodis sind (aufgelistet im Abschnitt 6).
- wenn Sie Reserpin einnehmen (Arzneimittel zur Senkung von hohem Blutdruck und zur Behandlung psychotischer Zustände).
- wenn Sie ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Monoaminooxidasehemmer (MAO- Hemmer) einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen).
- wenn Sie eine Leberfunktionstörung haben.
- wenn Sie an Parkinson-ähnlichen Symptomen leiden.
- wenn Sie eine Depression haben.
- wenn Sie Gedanken haben, sich das Leben zu nehmen.
- wenn Sie stillen.
- wenn Sie an einem Phäochromozytom leiden (Tumor der Nebenniere).
- wenn Sie einen vom Hormon Prolaktin abhängigen Tumor haben, z.B. Brustkrebs oder einen Tumor der Hirnanhangdrüse.
Warnhinweise und Vorsichtmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tetmodis einnehmen.
wenn Sie Zittern in den Händen und ruckartige Bewegungen in Armen und Beinen (sogenannte Parkinson-Krankheit) hatten oder haben.
- wenn Sie erhöhte Spiegel von Prolaktin (Hyperprolaktinämie) im Blut haben.
- wenn Sie beim Aufstehen oder Strecken zu plötzlichem Blutdruckabfall neigen.
- wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie ein Enzym, das sogenannte CYP2D6, nur langsam oder eingeschränkt verstoffwechseln, da für Sie möglicherweise eine andere Dosis anzuwenden ist.
- wenn Sie an einer Herzerkrankung, dem sogenannten Long-QT-Syndrom leiden oder wenn Sie eine Herzrhythmusstörung haben oder hatten.
- wenn Sie psychische Veränderungen bei sich bemerken wie Verwirrtheit oder Halluzinationen, oder wenn Sie Muskelsteifheit und Fieber haben, kann es sich um das sogenannte maligne neuroleptische Syndrom handeln. Wenn Sie diese Symptome entwickeln, suchen Sie bitte sofort Ihren Arzt auf.
- Wenn Sie neurologische Probleme bemerken wie Muskelsteifigkeit, unangenehmes Gefühl innerer Ruhelosigkeit oder Agitiertheit, gesteigerter Bewegungsdrang, Störungen willkürlicher oder ungewollter Bewegungen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie eine Verschlechterung Ihrer motorischen Fähigkeiten bemerken.
- Beachten Sie bitte, dass Tetrabenazin, der Wirkstoff in Tetmodis, an melaninhaltige Gewebe bindet, was möglicherweise Ihre Augen beeinträchtigen kann.
Kinder
Tetmodis wird für Kinder nicht empfohlen.
Einnahme von Tetmodis zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Sie Tetmodis zusammen mit Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) einnehmen.
Sie dürfen Tetmodis nicht zusammen mit Reserpin einnehmen.
Eine Behandlung mit MAO-Hemmern muss 14 Tage vor Beginn der Therapie mit Tetrabenazin beendet werden.
Die Anwendung dieses Arzneimittels zusammen mit bestimmten Arten von Antidepressiva, mit Alkohol, Opioiden, Betablockern, antihypertensiven Arzneimitteln (Medikamente gegen hohen Blutdruck), Schlafmitteln oder Neuroleptika (Medikamente zur Behandlung psychotischer Störungen) wird nicht empfohlen.
Arzneimittel, welche CYP2D6 hemmen (z.B. Fluoxetin, Paroxetin, Terbinafin, Moclobemid und Chinidin), können die Plasmaspiegel des wirksamen Zwischenproduktes Dihydrotetrabenazin erhöhen. Wenn Sie ein solches Arzneimittel nehmen, kann eine Verminderung der Tetrabenazin-Dosis erforderlich sein.
Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Sie Tetmodis zusammen mit Medikamenten anwenden, die das QT-Intervall im EKG verlängern, insbesondere Arzneimittel zur Behandlung bestimmter geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), bestimmte Antibiotika (z.B. Gatifloxacin, Moxifloxacin) und bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol).
Einnahme von Tetmodis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Alkoholkonsum während der Einnahme von Tetmodis kann Sie ungewöhnlich schläfrig machen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Tetmodis darf von schwangeren oder stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Tetmodis kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Benommenheit verursachen und deshalb Ihre Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen je nach eingenommener Dosis und Ihrer persönlichen Empfindlichkeit in unterschiedlichem Maße beeinträchtigen.
Tetmodis enthält Lactose
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Tetmodis daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird Tetmodis 25 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie Tetmodis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Schlucken Sie die Tablette(n) mit etwas Wasser oder einem anderen nichtalkoholischen Getränk.
Erwachsene
Die empfohlene Anfangsdosis ist 1/2 Tablette (12,5 mg) ein- bis dreimal täglich. Die Dosis kann alle drei oder vier Tage um 1/2 Tablette gesteigert werden, bis die optimale Wirkung erreicht ist oder Unverträglichkeitserscheinungen (unerwünscht starke Beruhigung, Parkinson-artiges Syndrom, Depression) auftreten.
Die Tageshöchstdosis beträgt 8 Tabletten (200 mg) pro Tag.
Wenn Sie die Höchstdosis über einen Zeitraum von sieben Tagen eingenommen haben und sich Ihr Zustand nicht gebessert hat, ist es unwahrscheinlich, dass dieses Arzneimittel für Sie von Nutzen ist.
Ältere Patienten
Ältere Patienten erhielten die Standarddosierung, ohne dass Nebenwirkungen erkennbar waren. Jedoch treten häufig Parkinson-artige Nebenwirkungen auf.
Kinder
Die Behandlung von Kindern wird nicht empfohlen.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Die Anwendung von Tetmodis in dieser Patientengruppe wird nicht empfohlen.
Wenn Sie eine größere Menge von Tetmodis eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Tetmodis eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu Benommenheit, Schwitzen, niedrigem Blutdruck und stark erniedrigter Körpertemperatur (Hypothermie) kommen. Ihr Arzt wird diese Beschwerden behandeln.
Wenn Sie die Einnahme von Tetmodis vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie einfach Ihre nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein.
Wenn Sie die Einnahme von Tetmodis abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Tetmodis nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Nach plötzlichem Absetzen von Tetrabenazin wurde das Auftreten eines malignen neuroleptischen Syndroms beobachtet.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Tetmodis 25 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Nebenwirkungen sind im Folgenden in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit aufgeführt:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
Benommenheit (bei höheren Dosierungen), Depression, Parkinson-artiges Syndrom (unkontrollierbare Bewegungen von Händen, Armen, Beinen und Kopf, bei höheren Dosierungen)
Häufig (kann 1 bis 10 von 100 Behandelten betreffen):
Verwirrtheit, Angstzustände, Schlaflosigkeit, niedriger Blutdruck, Dysphagie (Schluckstörungen). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung
Gelegentlich (kann 1 bis 10 von 1000 Behandelten betreffen):
Veränderungen des Geisteszustands wie Verwirrtheit oder Halluzinationen, Muskelsteifheit, Fieber
Selten (kann 1 bis 10 von 10000 Behandelten betreffen):
Eine neurologische Erkrankung namens Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS): wenn Sie psychische Veränderungen bei sich bemerken wie Verwirrtheit und Halluzinationen, oder Muskelsteifigkeit und Fieber haben, entwickeln Sie möglicherweise das sogenannte Maligne Neuroleptische Syndrom.
Sehr selten (kann 1 bis 10 von 10000 Behandelten betreffen):
Schädigung der Skelettmuskulatur
Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden (Häufigkeit unbekannt):
Orientierungslosigkeit, Nervosität, Störung der Bewegungsabläufe, Unfähigkeit ruhig zu sitzen oder stehen, Dystonie unwillkürliche Muskelkrämpfe (Dystonia), Schwindel, Gedächtnisverlust, langsamer Herzschlag, Schwindel beim plötzlichen Aufstehen, Magenschmerzen, Mundtrockenheit, niedrige Körpertemperatur
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich, Fax: + 43 (0) 50 555 36207, Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Tetmodis 25 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Tablettenbehältnis und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25°C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Weitere Informationen zu Tetmodis 25 mg Tabletten
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Der Wirkstoff ist Tetrabenazin.
1 Tablette enthält 25 mg Tetrabenazin. - Die sonstigen Bestandteile sind: vorverkleisterte Stärke (Mais), Lactose-Monohydrat, Talkum, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172), Magnesiumstearat.
Wie Tetmodis aussieht und Inhalt der Packung
Gelbe, runde Tabletten mit einer Bruchkerbe auf der einen Seite und der Prägung „TE25“ auf der anderen Seite. Die Tabletten sind in einem weißen Tablettenbehältnis mit Schraubdeckel, das 112 Tabletten enthält.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer:
Walter Ritter GmbH + Co. KG
Spaldingstraße 110 B
20097 Hamburg, Deutschland
Hersteller:
Walter Ritter GmbH + Co. KG Brüder-Grimm-Straße 121
36396 Steinau an der Straße, Deutschland
AOP Orphan Pharmaceuticals GmbH
Leopold-Ungar-Platz 2
1190 Wien, Österreich
Z.Nr.: 1-29793
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien: Tetrabenazine Walter Ritter 25 mg tabletten
Bulgarien: Teтмодис 25 mg таблетки
Dänemark: Tetmodis 25 mg tabletter
Deutschland: Tetmodis 25 mg Tabletten
Estland: Tetmodis 25 mg tabletid
Finnland: Tetmodis 25 mg tabletit
Frankreich: Tetmodis 25 mg, comprimé sécable
Griechenland: Tetmodis 25 mg δισκία Irland: Tetrabenazine 25 mg tablets Kroatien: Tetmodis 25 mg tablete
Lettland: Tetmodis 25 mg tabletes Litauen: Tetmodis 25 mg tabletės
Niederlande: Tetmodis 25 mg tabletten Norwegen: Tetmodis 25 mg tabletter Österreich: Tetmodis 25 mg Tabletten Polen: Tetmodis 25 mg tabletki Portugal: Tetmodis, 25 mg, comprimidos Rumänien: Tetmodis 25 mg comprimate Schweden: Tetmodis 25 mg tabletter Slowakei: Tetmodis 25 mg tablety Slowenien: Tetmodis 25 mg tablete
Spanien: Tetmodis 25 mg comprimidos EFG Tschechische Republik: Tetmodis
Ungarn: Motetis 25 mg tabletta
Vereinigtes Königreich (Nordirland): Tetrabenazine 25 mg tablets
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2025.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


