Zum Inhalt springen

Medikamente

TechneScan HDP

TechneScan HDP
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Dieses Arzneimittel ist ein radiopharmazeutisches Arzneimittel, das ausschließlich zu Diagnosezwecken angewendet wird. Technescan HDP enthält den Wirkstoff Natriumoxidronat. Es wird zur Herstellung einer radioaktiven Lösung zur Injektion von Technetium (99mTc)-Oxidronat angewendet.

Zulassungsinhaber
Curium Netherlands B.V.
Abgabestatus
Abgabe durch einen Grosshändler mit Bewilligung / Genehmigung
ATC Code
V09B

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird TechneScan HDP angewendet?

Dieses Arzneimittel ist ein radiopharmazeutisches Arzneimittel, das ausschließlich zu Diagnosezwecken angewendet wird.

Technescan HDP enthält den Wirkstoff Natriumoxidronat. Es wird zur Herstellung einer radioaktiven Lösung zur Injektion von Technetium (99mTc)-Oxidronat angewendet.

Technescan HDP wird bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt, um festzustellen, ob eine Knochenanomalie vorliegt. Nach der Injektion sammelt sich das Arzneimittel vorübergehend in Ihren Knochen an. Aufgrund seiner Radioaktivität kann es außerhalb des Körpers mit speziellen Kameras nachgewiesen werden, und es können Bilder, so genannte Scans, gemacht werden. Diese Scans zeigen die Verteilung der Radioaktivität in Ihrem Körper und enthalten daher wertvolle Informationen über den

Stoffwechsel Ihrer Knochen.

Die Anwendung von Technescan HDP ist mit geringen Mengen an Radioaktivität verbunden. Ihr Arzt und Ihr Nuklearmediziner haben sorgfältig geprüft, dass der klinische Nutzen der Untersuchung gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt.

Anzeige

Was ist vor der Einnahme von TechneScan HDP zu beachten?

Technescan HDP darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Natriumoxidronat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen andere Bestandteile des radioaktiv markierten Produkts Technetium (99mTc)-Oxidronat sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht mit Technescan HDP ist angezeigt,

  • wenn Sie schwanger sind, oder glauben, schwanger zu sein.
  • wenn Sie stillen.
  • wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden.
  • wenn Sie an einer Hyperkalzämie (hoher Kalziumspiegel im Blut) leiden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Nuklearmediziner, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Dieses Arzneimittel ist möglicherweise nicht für Sie geeignet. Ihr Nuklearmediziner wird Sie beraten.

Bevor Technescan HDP verabreicht wird, sollten Sie:

vor Beginn der Untersuchung viel Wasser trinken, um in den ersten Stunden danach möglichst oft zu urinieren.

Kinder und Jugendliche

Informieren Sie Ihren Nuklearmediziner, wenn Sie unter 18 Jahre alt sind, insbesondere, da bei wachsenden Knochen eine höhere Strahlenbelastung beobachtet werden kann.

Anwendung von Technescan HDP zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Nuklearmediziner, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, da diese die Interpretation der Bilder beeinträchtigen können.

Ihr Nuklearmediziner/Arzt kann Ihnen empfehlen, die Einnahme der folgenden Arzneimittel vor der Untersuchung mit Technescan HDP abzusetzen:

  • eisenhaltige Arzneimittel (zur Behandlung von Anämie)
  • Arzneimittel, die Aluminiumsalze enthalten (zur Behandlung von Magenbeschwerden)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer verminderten Knochendichte, deren Wirkstoffnamen auf „Dronat“ enden
  • einige Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Vincristin, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Methotrexat)
  • einige immunsuppressive Arzneimittel (Cortison)
  • einige Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (Gentamicin, Amphotericin, Tetracyclin).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Nuklearmediziner um Rat.

Sie müssen Ihren Nuklearmediziner vor der Verabreichung von Technescan HDP informieren, wenn die Möglichkeit besteht, dass Sie schwanger sind, wenn Ihre Menstruation ausgeblieben ist oder wenn Sie stillen.

Im Zweifelsfall ist es wichtig, Ihren Nuklearmediziner, der die Untersuchung überwacht, um Rat zu fragen.

Wenn Sie schwanger sind

Der Nuklearmediziner wird Technescan HDP nur während einer Schwangerschaft anwenden, wenn ein Nutzen erwartet werden kann, der die Risiken überwiegt.

Wenn Sie stillen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen, da die Behandlung unter Umständen auf einen Zeitpunkt nach dem Abstillen verschoben werden kann. Der Arzt fordert Sie außerdem unter Umständen dazu auf, das Stillen für eine kurze Zeit zu unterbrechen und die Milch zu verwerfen, bis die Radioaktivität aus dem Körper ausgeschieden ist. Fragen Sie bitte Ihren Nuklearmediziner, wann Sie das Stillen wieder fortsetzen können.

Außerdem müssen Sie möglicherweise für eine kurze Zeit engen Kontakt zu Ihrem Baby vermeiden (1 Stunde nach der Injektion).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gilt als unwahrscheinlich, dass Technescan HDP Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt.

Technescan HDP enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird TechneScan HDP angewendet?

Die Anwendung, Handhabung und Entsorgung von radioaktiven Arzneimitteln unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen. Aus diesem Grund darf Technescan HDP nur in besonders kontrollierten Bereichen angewendet werden. Die Handhabung und Anwendung des Produkts bei Ihnen dürfen nur von Personen erfolgen, die mit Blick auf die sichere Anwendung entsprechend unterrichtet und geschult wurden. Diese Personen ergreifen besondere Maßnahmen für die sichere Anwendung dieses Produkts und informieren Sie über ihre Tätigkeiten.

Der für die Betreuung des Verfahrens zuständige Nuklearmediziner entscheidet über die Menge an Technetium (99mTc)-Oxidronat, das in Ihrem Fall anzuwenden ist. Es handelt sich dabei um die kleinste Menge, die für den Erhalt der gewünschten Information notwendig ist.

Die bei Erwachsenen üblicherweise empfohlene, angewendete Menge liegt zwischen 300 und 740 MBq (MBq: Mega-Becquerel, eine Einheit zur Angabe von Radioaktivität).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen wird die anzuwendende Menge an das Körpergewicht des Kindes angepasst.

Anwendung von Technescan HDP und Durchführung des Verfahrens

Technescan HDP wird als Injektion verabreicht, normalerweise in eine Vene Ihres Armes.

Eine Injektion reicht gewöhnlich aus, um den Test durchzuführen, den Ihr Arzt für Sie angeordnet hat.

Nach der Injektion wird Ihnen ein Getränk angeboten und Sie werden gebeten, unmittelbar vor dem Test zu urinieren. Dadurch wird die Qualität des Scans verbessert.

Dauer des Verfahrens

Abhängig von den benötigten Informationen können die Scans sofort und/oder später nach der Injektion durchgeführt werden (bis zu 24 Stunden).

Ihr Nuklearmediziner wird Sie über die gewöhnliche Dauer des Verfahrens informieren.

Nach der Anwendung von Technescan HDP sollten Sie:

  • intensive körperliche Betätigung vermeiden, bis zufriedenstellende Scans vorliegen, um eine Anreicherung der radioaktiven Substanz in Ihren Muskeln zu verhindern,
  • in der 1 Stunde nach der Injektion jeglichen engen Kontakt mit kleinen Kindern und schwangeren Frauen vermeiden,
  • häufig die Blase leeren, um das Produkt aus Ihrem Körper auszuscheiden.

Ihr Nuklearmediziner wird Sie informieren, wenn nach Anwendung dieses Arzneimittels besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind. Wenden Sie sich mit jeglichen Fragen an Ihren Nuklearmediziner.

Wenn bei Ihnen eine größere Menge von Technescan HDP angewendet wurde, als Sie erhalten sollten

Eine Überdosierung ist unwahrscheinlich, da Sie nur eine einzige Dosis Technescan HDP erhalten, die von dem für die Betreuung des Verfahrens zuständigen Nuklearmediziner genau überwacht wird. Im Falle einer Überdosierung werden Sie angemessen behandelt. Insbesondere kann der Nuklearmediziner

Ihnen empfehlen, viel Wasser zu trinken und häufig zu urinieren, um die Spuren der Radioaktivität aus Ihrem Körper zu entfernen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Technescan HDP haben, wenden Sie sich bitte an den Nuklearmediziner, der für die Betreuung des Verfahrens zuständig ist.

Anzeige

Welche Nebenwirkungen hat TechneScan HDP?

Wie alle Arzneimittel kann Technescan HDP Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Allergische Reaktionen, die mit Symptomen verbunden sein können wie:
    • lebensbedrohliche allergische Schockreaktion, Bewusstlosigkeit
    • Herz-Kreislauf-Stillstand, Atembeschwerden
    • überwiegend schmerzhafte, schwere Schwellungen von tiefen Hautschichten, hauptsächlich bei Gesicht, Zunge und Hals; Schwellungen verschiedener Art, die durch überschüssige Flüssigkeit verursacht werden
    • erhöhte Herzfrequenz, hoher Blutdruck
    • Nasenentzündung oder Bindehautentzündung
    • Hautentzündung, Rötung, Ausschlag, Juckreiz, verstärktes Schwitzen
    • gestörte Geschmacksempfindung
    • Empfindungsstörungen wie Stechen, Brennen.

Wenden Sie sich im Falle einer allergischen Reaktion sofort an einen Arzt. Treten allergische Reaktionen auf, werden diese vom Krankenhauspersonal sofort behandelt.

  • Kreislaufreaktionen mit Symptomen wie:
  • Gastrointestinale Reaktionen mit Symptomen wie:
  • Muskuloskelettale Reaktionen mit Symptomen wie Gelenkschmerzen
  • Reaktionen an der Injektionsstelle mit Symptomen wie Hautinfektion, Entzündung, Schmerzen, Hautrötung, Hautreizung und Schwellung
  • Allgemeine Reaktionen mit Symptomen wie Brustschmerzen und Schüttelfrost

Das Auftreten dieser Reaktionen kann sich 4 bis 24 Stunden nach der Injektion verzögern.

Dieses Radiopharmazeutikum ist mit der Abgabe kleiner Mengen ionisierender Strahlung und daher mit einem sehr niedrigen Risiko für Krebs und Erbgutveränderungen verbunden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Nuklearmediziner. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in diese Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist TechneScan HDP aufzubewahren?

Dieses Arzneimittel wird nicht von Ihnen aufbewahrt, sondern unterliegt der Verantwortlichkeit des Spezialisten in geeigneten Räumlichkeiten. Die Lagerung und Entsorgung muss in Übereinstimmung mit den nationalen gesetzlichen Bestimmungen für radioaktives Material erfolgen.

Die folgenden Informationen sind nur für Spezialisten bestimmt.

Technescan HDP darf nicht nach Ablauf des Verfalldatums, welches auf dem Etikett nach „Verwendbar bis“ angegeben ist, angewendet werden.

Technescan HDP darf nicht angewendet werden, wenn sichtbare Anzeichen für den Verlust der Unversehrtheit des Kits bemerkbar sind.

Weitere Informationen zu TechneScan HDP

Was Technescan HDP enthält

  • Der Wirkstoff ist:
    Natriumoxidronat (oder Natrium-Hydroxymethylen-Diphosphonat, HDP).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Gentisinsäure, Salzsäure, Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Zinn(II)-chlorid-Dihydrat.

Wie Technescan HDP aussieht und Inhalt der Packung

Technescan HDP ist ein grau-weißes bis leicht gelbliches lyophilisiertes Pulver. Es handelt sich um ein Kit für die Zubereitung eines Radiopharmazeutikums, das ausschließlich für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal bestimmt ist.

Technescan HDP ist in einer 10 ml farblosen Glasflasche verpackt, die mit einem Gummistopfen verschlossen und mit einer Aluminiumkappe versiegelt ist.

Technescan HDP wird in einem Karton geliefert, der 5 Durchstechflaschen enthält.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Curium Netherlands B.V.

Westerduinweg 3

1755 LE Petten

Niederlande

Z.Nr.: 4-00023

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2025.

---------------------

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die vollständige Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC) von Technescan HDP befindet sich als separates Dokument in der Produktpackung, mit dem Ziel, medizinischem Fachpersonal weitere wissenschaftliche und praktische Informationen über die Verabreichung und Anwendung dieses Radiopharmazeutikums zur Verfügung zu stellen. Bitte beachten Sie die SmPC von Technescan HDP.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Aus unserem Magazin