Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoff: Florfenicol 300,00 mg Sonstige Bestandteile: N-Methylpyrrolidon 308,00 mg Leicht gelbliche, durchsichtige Lösung. 3.
- Wirkstoff(e)
- Florfenicol
- Zulassungsinhaber
- Laboratorios Hipra S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
- ATC Code
- QJ01BA90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine
| 2. | Zusammensetzung | |
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Florfenicol | 300,00 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| N-Methylpyrrolidon | 308,00 mg | |
| Leicht gelbliche, durchsichtige Lösung. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Rind, Schwein
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung folgender, durch Florfenicol-empfindliche Bakterien hervorgerufene Erkrankungen:
Rind:
Zur Therapie von bakteriellen Atemwegserkrankungen, die durch Histophilus somni Mannheimia haemolytica, und Pasteurella multocida verursacht werden.
Schwein:
Zur Behandlung von akuten Atemwegserkrankungen, die durch Stämme von Actinobacillus pleuropneumoniae und Pasteurella multocida verursacht werden.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei erwachsenen Bullen oder Ebern, die für Zuchtzwecke eingesetzt werden.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Ferkeln unter 2 kg.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Florfenicol eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramuskuläre Anwendung.
Rind:
20 mg/kg Körpergewicht (1 ml des Tierarzneimittels pro 15 kg), intramuskulär zweimal im Abstand von 48 Stunden verabreichen.
Bei der Behandlung von Rindern mit mehr als 150 kg Körpergewicht ist die Dosis so aufzuteilen, dass an einer Injektionsstelle nicht mehr als 10 ml injiziert werden.
Schwein:
15 mg/kg Körpergewicht (1 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg), intramuskulär in den Halsmuskel zweimal im Abstand von 48-Stunden verabreichen.
Bei der Behandlung von Schweinen mit mehr als 60 kg Körpergewicht ist die Dosis zu unterteilen, dass an einer Injektionsstelle nicht mehr als 3 ml injiziert werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine?
Rind:
| Sehr selten | Läsion an der Injektionsstelle1, Entzündung an der |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere): | Injektionsstelle1 |
| Verminderte Futteraufnahme2 | |
| Weicher Kot2,3 | |
| 1 bis zu 14 Tagen anhaltend. |
2 Die behandelten Tiere erholen sich nach Beendigung der Behandlung schnell und vollständig.
| Vorübergehend | ||
| Schwein | ||
| Sehr häufig | Diarrhoe1,2 | |
| (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): | Ödematöses Erythem (Schwellung, Rötung) 2,3 | |
| Sehr selten | Schwellung an der Injektionsstelle4 | |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere): | Läsion an der Injektionsstelle5, Entzündung an der | |
| Injektionsstelle5 | ||
| Vorübergehend |
2 Kann 50 % der Tiere betreffen und etwa eine Woche lang anhalten.
3 Perianal, rektal.
4 vorübergehend, bis zu 5 Tagen anhaltend
5 Kann bis zu 28 Tage lang sichtbar sein.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Die Flaschen im Umkarton aufbewahren.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen des Behältnisses: 28 Tage.
Nach dem erstmaligen Anbrechen (Öffnen) des Behältnisses ist mithilfe des in der Packungsbeilage aufgeführten Haltbarkeitsdatums das Datum zu ermitteln, an dem sämtliches im Behältnis verbliebenes Produkt zu verwerfen ist. Dieses Entsorgungsdatum ist in das vorgesehene Feld auf dem Etikett zu notieren.
Weitere Informationen zu SELECTAN 300 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Vor der Entnahme jeder Dosis den Stopfen abwischen 1
Eine trockene, sterile Spritze und Nadel verwenden.
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf der Grundlage einer Empfindlichkeitsprüfung der aus dem Tier isolierten Bakterien erfolgen und die amtlichen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika berücksichtigen.
Eine von den Vorgaben in der Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien, die gegen Florfenicol resistent sind, erhöhen und die Wirksamkeit von Behandlungen mit anderen Amfenicolen infolge möglicher Kreuzresistenzen vermindern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Die Anwendung sollte mit Umsicht erfolgen, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.
Vermeiden Sie den Kontakt mit Augen und Haut.
Bei versehentlichem Augenkontakt sofort mit viel Wasser ausspülen.
Bei versehentlichem Hautkontakt sofort die betroffenen Stellen mit Wasser abwaschen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Florfenicol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Laboruntersuchungen an Kaninchen und Ratten zum Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen. Gebärfähige Frauen, Schwangere oder Frauen, bei denen eine Schwangerschaft vermutet wird, sollten das Tierarzneimittel mit äußerster Vorsicht anwenden, um eine unbeabsichtigte Selbstinjektion zu vermeiden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels kann ein Risiko für terrestrische Pflanzen, Cyanobakterien und Grundwasserorganismen darstellen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während Trächtigkeit und Laktation ist bei Rindern und Schweinen oder bei zur Zucht bestimmten Tieren nicht belegt.
Laborstudien an Kaninchen und Ratten mit dem Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Überdosierung:
Bei Schweinen ist nach Verabreichung der dreifachen oder höheren Menge der empfohlenen Dosis eine Verminderung der Futter- und Wasseraufnahme und eine geringere Gewichtszunahme beobachtet worden. Bei einer fünffachen oder höheren Überdosierung trat Erbrechen auf.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
AT: Z.Nr.:8-00716
DE: 401552.00.00
Packungsgrößen:
Schachtel mit 1 Flasche von 50 ml
Schachtel mit 1 Flasche von 100 ml
Schachtel mit 1 Flasche von 250 ml
Schachtel mit 10 Flaschen von je 100 ml
Schachtel mit 10 Flaschen von je 250 ml
Schachtel mit 12 Flaschen von je 100 ml
Schachtel mit 12 Flaschen von je 250 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
10/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


