Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml, Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Infektionen im frühen Stadium, die durch Sulfadimidin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen werden, wie Infektionen des Atmungstraktes, des Magen-Darm- Traktes, des Harn- und …
- Wirkstoff(e)
- Trimethoprim
- Zulassungsinhaber
- aniMedica GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QJ01EW03
- Anwendungsgebiete
- Harnwegsinfektionen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml, Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von Infektionen im frühen Stadium, die durch Sulfadimidin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen werden, wie Infektionen des Atmungstraktes, des Magen-Darm- Traktes, des Harn- und Geschlechtsapparates, der Haut und Hufe bzw. Klauen.
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Was ist vor der Einnahme von Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Azidurie.
Nicht anwenden bei Resistenz gegenüber Sulfonamiden oder Trimethoprim.
Nicht anwenden bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen.
Nicht anwenden bei Schädigung des hämatopoetischen Systems.
Nicht anwenden bei Krankheiten, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw. mit Flüssigkeitsverlusten einhergehen.
Nicht intravenös anwenden bei vorausgegangener oder gleichzeitiger Applikation von zentralnervös wirkenden Substanzen (z.B. Anästhetika, Neuroleptika).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Trimethoprim ist persistent in Böden.
Wie wird Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur tiefen intramuskulären oder intravenösen Anwendung.
Intravenöse Injektionen sollten langsam vorgenommen werden. Die Injektionslösung sollte dabei in etwa Körpertemperatur aufweisen.
Dosierung:
16 – 24 mg Sulfadimidin-Na + Trimethoprim/kg KGW/Tag entsprechen 1 ml pro 10 – 15 kg KGW, wie zum Beispiel:
Pferd:
Bei einem Körpergewicht von 450 – 600 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 30 - 40 ml i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 450 – 600 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 45 - 60 ml i.v. zu verabreichen.
Pony:
Bei einem Körpergewicht von 150 – 300 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 10 - 20 ml i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 150 – 300 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 15 - 30 ml i.v. zu verabreichen.
Fohlen:
Bei einem Körpergewicht von 50 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 4 - 10 ml i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 50 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 5 - 15 ml i.v. zu verabreichen.
Rind:
Bei einem Körpergewicht von 450 – 600 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 30 - 40 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 450 – 600 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 45 - 60 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Jungrind:
Bei einem Körpergewicht von 150 – 300 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 10 - 20 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 150 – 300 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 15 - 30 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Kalb:
Bei einem Körpergewicht von 50 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 4 - 10 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 50 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 5 - 15 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Zuchtsau:
Bei einem Körpergewicht von 120 – 200 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 8 - 15 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 120 – 200 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 12 - 20 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Mastschwein:
Bei einem Körpergewicht von 75 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 5 - 10 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 75 – 150 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 8 - 15 ml i.m. oder i.v. zu verabreichen.
Läufer:
Bei einem Körpergewicht von 30 – 40 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 2 - 3 ml i.m. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 30 – 40 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 3 - 4 ml i.m. zu verabreichen.
Absetzferkel:
Bei einem Körpergewicht von 15 – 30 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 1 - 2 ml i.m. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 15 – 30 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 2 - 3 ml i.m. zu verabreichen.
Saugferkel:
Bei einem Körpergewicht von 2 – 15 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 15 kg entsprechend 16 mg pro kg KGW sind 0,13 - 1 ml i.m. zu verabreichen.
Bei einem Körpergewicht von 2 – 15 kg bei einer Dosierung von 1 ml je 10 kg entsprechend 24 mg pro kg KGW sind 0,2 – 1,5 ml i.m. zu verabreichen.
Die angegebenen Dosierungen gelten nur bei vorliegender Empfindlichkeit der Erreger gegen beide Einzelkomponenten.
Aufgrund der gewebereizenden Eigenschaften des Tierarzneimittels sollten größere Injektionsvolumina auf mehrere Injektionsstellen verteilt werden. Ein maximales Injektionsvolumen von 20 ml sollte nicht überschritten werden.
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 3 - 5 Tage. Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht
werden. Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, sind eine Überprüfung der Diagnose und gegebenenfalls eine Therapieumstellung durchzuführen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Stopfen kann bis zu 100 Mal durchstochen werden. Bei Mehrfachentnahme wird die Verwendung einer Aspirationskanüle oder Mehrdosisspritze empfohlen, um ein zu häufiges Anstechen des Stopfens zu vermeiden.
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Welche Nebenwirkungen hat Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine?
Pferd, Rind, Schwein:
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere):
Hämaturie1, Kristallurie1, Nierenkolik1, Pollakisurie1
Sehr selten
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Dyspnoe2, Exzitation2
Kreislaufstörung3
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):
Reizung an der Injektionsstelle4
Allergische Reaktion, anaphylaktischer Schock5
Blutbildveränderungen
Blutbildveränderungen6
Nierenfunktionsstörung, Leberfunktionsstörung
1 insbesondere bei langanhaltender Behandlung mit Sulfonamiden, Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Kristallausfällung hinweisen, ist die Behandlung mit Sulfonamiden sofort abzubrechen und Flüssigkeit zu verabreichen, eventuell unter Zugabe von Natriumbicarbonat.
2beim Rind; nach intravenöser Applikation; kurz andauernd
3schwer; nach intravenöser Anwendung bei narkotisierten oder sedierten Pferden; mit oder ohne Todesfolge
4 bis hin zu Nekrosen
5 beim Pferd; nach intravenöser Injektion; lebensbedrohlich;
6 wie Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie
Sulfonamide setzen die Vitamin-K-Synthese der Darmbakterien herab.
Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen und es sind unverzüglich Gegenmaßnahmen einzuleiten:
bei anaphylaktischem Schock: Epinephrin (Adrenalin), Glukokortikoide i.v.
bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
AT-1200 WIEN
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Weitere Informationen zu Riketron N 200 mg/ml + 40 mg/ml - Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine
Zusammensetzung
Ein ml enthält:
| Wirkstoffe: | ||
| Sulfadimidin | 200,0 mg | |
| (entspricht Sulfadimidin-Natrium | 215,8 mg) | |
| Trimethoprim | 40,0 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| N-Methylpyrrolidon | 580,0 mg | |
| Klare, gelbe Lösung. |
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Zur Vermeidung von Nierenschädigungen durch Kristallurie ist während der Behandlung für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, gegebenenfalls kann der Harn alkalisiert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Bei intravenöser Verabreichung des Tierarzneimittels können beim Pferd lebensbedrohliche Schockreaktionen auftreten. Diese Applikationsart sollte daher bei dieser Tierart nur bei vitaler Indikation und in Form einer kleinen Vorinjektion mit anschließender Beobachtung des Patienten sowie langsamer Hauptinjektion erfolgen. Die Injektionslösung sollte dabei annähernd Körpertemperatur besitzen. Bei den ersten Anzeichen einer Unverträglichkeitsreaktion ist die Injektion abzubrechen und eventuell eine Schockbehandlung einzuleiten. Siehe auch Abschnitt „Nebenwirkungen“.
Die Anwendung bei trächtigen Tieren und Neugeborenen erfordert eine strenge Indikationsstellung.Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte nur auf Basis eines Empfindlichkeitstests der vom Tier isolierten Erreger erfolgen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf regionalen epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit der ursächlichen Erreger beruhen.
Die amtlichen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika sind zu berücksichtigen. Eine von den Angaben der Fachinformation abweichende Anwendung kann die Prävalenz Sulfadimidin/Trimethoprim resistenter Bakterien erhöhen und damit die Wirksamkeit der ganzen Gruppe der Sulfonamide abschwächen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung zu vermeiden.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Trimethoprim oder Sulfonamiden sollten das Tierarzneimittel besonders sorgsam anwenden.
Suchen Sie im Falle einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Kontakt mit dem Tierarzneimittel (z.B. Hautrötung) einen Arzt auf, und legen Sie die Packungsbeilage oder das Etikett vor.
Nach Augen- oder Hautkontakt die betroffenen Stellen mit reichlich sauberem Wasser spülen. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Laborstudien an Kaninchen und Ratten zum Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen. Gebärfähige Frauen, Schwangere oder Frauen, bei denen eine
Schwangerschaft vermutet wird, sollten das Tierarzneimittel mit äußerster Vorsicht anwenden, um eine unbeabsichtigte Selbstinjektion zu vermeiden.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett dem Arzt zu zeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist bei Pferden, Rindern und Schweinen oder bei zur Zucht bestimmten Tieren nicht belegt. Die Anwendung bei trächtigen Tieren erfordert eine strenge Indikationsstellung.
Laboruntersuchungen an Kaninchen und Ratten zum Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Antiphlogistika, Antipyretika und/oder Antirheumatika kann die Nierenausscheidung von Sulfadimidin verzögert werden.
Lokalanästhetika aus der Gruppe der p-Aminobenzoesäureester (Procain, Tetracain), sowie p- Aminobenzoesäure beeinträchtigen die antibakterielle Wirksamkeit der Sulfonamide, sie können die Wirkung von Sulfadimidin lokal aufheben.
Die gleichzeitige Gabe von potenzierten Sulfonamiden und Detomidin kann bei Pferden tödliche kardiale Arrhytmien hervorrufen.
Eine gleichzeitige Gabe von Antikoagulantien und Phenytoin ist zu vermeiden.
Methenamin (Hexamethylentetramin) bewirkt Wirkungsabschwächung und Kristallurie.
Als bakteriostatisch wirkende Stoffe dürfen Trimethoprim und Sulfonamide nicht mit bakterizid wirkenden Substanzen (Penicillin, Aminoglykosidantibiotika) kombiniert werden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit beeinträchtigt wird.
Überdosierung:
Nach Resorption hoher Sulfonamidmengen werden vor allem ataktische Bewegungen, Muskelzuckungen und -krämpfe sowie komatöse Zustände und Leberschädigungen beobachtet. Die symptomatische Behandlung der neurotropen Effekte erfolgt durch Gabe von zentral sedierenden Substanzen wie z.B. Barbituraten.
Zusätzlich zu Vitamin K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen Sulfonamidausscheidung durch alkalisierende Mittel (z.B. Natriumbikarbonat) anzustreben.
Bei Erkrankungen, bei denen der pH-Wert gesenkt oder der renale Urinfluss erniedrigt ist, ist bei Sulfonamiden mit einer Auskristallisation in den Nierentubuli zu rechnen, wobei Inappetenz, Hämaturie, Kristallurie, Nierenkoliken und zwanghafter Harnabsatz auftreten. Beim Auftreten solcher Symptome ist die Behandlung abzubrechen und ausreichend Flüssigkeit u.U. mit Zusatz von Natriumbikarbonat zuzuführen.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Das Tierarzneimittel ist inkompatibel mit Derivaten der p-Aminobenzoesäure (Lokalanästhetika aus der Gruppe der p-Aminobenzoesäureester).
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00346
Packungsgrößen:
Durchstechflasche zu 100 ml oder 12 x 100 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
04/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Die Wirkung richtet sich gegen zahlreiche grampositive und gramnegative Bakterien (E.coli, Shigella- Arten, Klebsiella-Arten, Proteus vulgaris, Pasteurella-Arten, Staphylokokken, Actinomyces-Arten u.a.), ist jedoch unter anderem unwirksam gegen Chlamydien, Mycoplasmen und anaerobe Keime (Clostridien, Bacteroides spp. etc.). Aufgrund der Resistenzlage muss bei Sulfadimidin/Trimethoprim mit Resistenzen im gesamten Wirkungsbereich gerechnet werden. Die Resistenz gegen eine der beiden Komponenten bedingt den Wegfall des für den Therapieerfolg wichtigen synergistischen Effektes der Kombination. Die Resistenz gegen ein Sulfonamid betrifft immer die ganze Gruppe der Sulfonamide.
Rezept und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


