Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoffe: Procainhydrochlorid 40 mg (entsprechend 34,65 mg Procain) Epinephrinhydrogentartrat 0,036 mg (entsprechend 0,02 mg Epinephrin) Sonstige Bestandteile: Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219) 1,14 mg …
- Zulassungsinhaber
- VetViva Richter GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN01BA52
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere
| 2. Zusammensetzung | |
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Procainhydrochlorid | 40 mg |
| (entsprechend 34,65 mg Procain) | |
| Epinephrinhydrogentartrat | 0,036 mg |
| (entsprechend 0,02 mg Epinephrin) | |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219) | 1,14 mg |
| Natriummetabisulfit (E 223) | 1 mg |
Klare, farblose bis fast farblose Lösung, frei von sichtbaren Partikeln.
Anwendungsgebiete
Lokalanästhesie mit einer Wirkung von 1 - 2 Stunden.
- Infiltrationsanästhesie
- Perineuralanästhesie
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Was ist vor der Einnahme von Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht verabreichen bei:
- Schockzuständen
- Tieren mit kardiovaskulären Erkrankungen
- Tieren, die mit Sulfonamiden behandelt werden
- Tieren, die mit Phenothiazinen behandelt werden (siehe auch unter „Besondere Warnhinweise“)
Nicht verabreichen bei Überempfindlichkeit gegenüber Lokalanästhetika vom Ester-Typ oder bei möglicher Kreuzallergie gegenüber Derivaten der p-Aminobenzoesäure und Sulfonamiden. Nicht intravenös oder intraartikulär applizieren.
Nicht verabreichen zur Anästhesie von arteriellen Endstromgebieten (z.B. Ohren, Schwanz, Penis usw.), da es aufgrund des enthaltenen Epinephrins (eine gefäßverengende Substanz) zu Gewebenekrosen infolge eines vollständigen Gefäßverschlusses kommen kann.
Nicht zusammen mit Anästhetika auf Cyclopropan- oder Halothanbasis verabreichen (siehe auch unter „Besondere Warnhinweise“).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Subkutane und perineurale Verabreichung.
Wirkeintritt und Dauer siehe unter „Besondere Warnhinweise“.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine versehentliche intravenöse Applikation zu vermeiden, ist die korrekte Platzierung der Kanüle durch Aspirieren zu prüfen.
| 10. Wartezeiten | |
| Rind, Schaf und Pferd: | |
| Essbares Gewebe: | Null Tage. |
| Milch: | Null Stunden. |
| Schwein: | |
| Essbares Gewebe: | Null Tage. |
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Welche Nebenwirkungen hat Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere?
Pferde, Rinder, Schweine, Schafe:
Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere):
Allergische Reaktion1
Selten (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere):
Anaphylaxie2
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): Hypotonie3, Tachykardie4; Agitation5, Unruhe6, Tremor5,6, Konvulsionen5,6, Depression6, Tod6,7.
1 Gegenüber Procain. Eine Überempfindlichkeit gegenüber Lokalanästhetika vom Ester-Typ ist bekannt. Es soll mit Antihistaminika oder Kortikoiden behandelt werden.
2 Anaphylaktische Reaktionen werden in seltenen Fällen beobachtet. Allergischer Schock soll mit Epinephrin behandelt werden.
3 Aufgrund von Procain.
4 In Ausnahmefällen. Aufgrund von Epinephrin.
5 Insbesondere bei Pferden werden nach Applikation von Procain Erregbarkeitsphänomene des Zentralnervensystems (ZNS) beobachtet.
6 Bei einer unbeabsichtigten intravaskulären Injektion kann es zu einer Erregung des zentralen Nervensystems kommen. Um die renale Ausscheidung zu unterstützen, sollten kurzwirksame Barbiturate sowie Präparate zur Ansäuerung des Harns verabreicht werden.
7 In Folge einer Atemlähmung.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können
Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton nach „Exp.“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verabreichen. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Nicht über 25 °C lagern.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Weitere Informationen zu Procamidor Duo 40 mg/ml + 0,036 mg/ml Injektionslösung für Tiere
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die lokalanästhetische Wirkung des Procains setzt nach 5 bis 10 Minuten ein. Die Wirkungsdauer von Procain selbst ist kurz (max. 30 bis 60 Minuten). Durch Zusatz von Epinephrin zu der Lösung wird die Wirkdauer auf 90 bis 120 Minuten verlängert. Das Einsetzen der anästhetischen Wirkung hängt auch von der Tierart und vom Alter des Tieres ab.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Aufgrund lokaler Gewebeschäden kann die Lokalanästhesie von Wunden oder Abszessen schwierig sein.
Die Lokalanästhesie sollte bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Bei höheren Temperaturen steigt das Risiko toxischer Reaktionen aufgrund der ausgeprägteren Resorption von Procain.
Wie auch bei anderen Procain-haltigen Lokalanästhetika sollte das Tierarzneimittel bei Tieren, die an Epilepsie, Herzreizleitungsstörungen, Bradykardie, hypovolämischem Schock oder Veränderungen der Atem- oder Nierenfunktion leiden, mit Vorsicht angewendet werden.
Wird das Tierarzneimittel nahe an Wundrändern injiziert, kann es zu Nekrosen an den Wundrändern führen.
Das Tierarzneimittel sollte aufgrund des Risikos einer Klauenischämie nur mit Vorsicht an den unteren Extremitäten eingesetzt werden.
Mit Vorsicht bei Pferden anzuwenden, da das Risiko besteht, dass sich das Fell an der Injektionsstelle dauerhaft weiß verfärbt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Epinephrin, Procain oder anderen Lokalanästhetika vom Ester-Typ oder gegenüber Derivaten der p-Aminobenzoesäure oder Sulfonamiden sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Das Tierarzneimittel kann die Haut, Augen und Mundschleimhaut reizen. Kontakt mit Haut, Augen und Mundschleimhaut ist zu vermeiden. Bei Spritzern muss sofort mit reichlich Wasser gespült werden. Bei anhaltender Reizung einen Arzt zu Rate ziehen.
Versehentliche Selbstinjektion kann kardiorespiratorische und/oder zentralnervöse Wirkungen hervorrufen. Es ist sorgsam darauf zu achten, eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Nicht selbst fahren.
Nach der Verabreichung die Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei den Zieltierarten während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Während der Trächtigkeit oder Laktation nur verabreichen nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt. Procain passiert die Plazentaschranke und wird mit der Milch ausgeschieden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Procain hemmt die Wirkung von Sulfonamiden, aufgrund der Metabolisierung zu p-
Aminobenzoesäure, einem Sulfonamidantagonisten. Procain verlängert die Wirkung von Muskelrelaxantien. Procain verstärkt die Wirkung von Antiarrhythmika wie z. B. Procainamid. Epinephrin verstärkt die Wirkung von analgetisch wirksamen Anästhetika auf das Herz.
Nicht gleichzeitig mit Anästhetika auf Cyclopropan- oder Halothanbasis verabreichen, da diese die kardiale Empfindlichkeit gegenüber Epinephrin (einem Sympathomimetikum) erhöhen und zu Herzrhythmusstörungen führen können.
Nicht zusammen mit anderen Sympathomimetika verabreichen, da dies die toxischen Wirkungen verstärken kann.
Bei gemeinsamer Verabreichung von Epinephrin mit wehenanregenden Mitteln kann es zu Hypertonie kommen.
Bei gemeinsamer Verabreichung von Epinephrin mit Digitalisglykosiden (wie Digoxin) kann das Arrhythmie-Risiko steigen.
Bestimmte Antihistaminika (wie Chlorpheniramin) können die Wirkung von Epinephrin verstärken.
Aufgrund dieser Interaktionen kann der Tierarzt die Dosis anpassen und sollte die Wirkung auf das Tier sorgfältig überwachen.
Überdosierung:
Symptome in Verbindung mit Überdosierung entsprechen den Symptomen, die nach versehentlicher intravaskulärer Injektion auftreten, wie unter „Nebenwirkungen“ beschrieben.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden. Die Lösung ist nicht kompatibel mit alkalischen Produkten, Tanninsäure und Metall-Ionen.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr.: 839016
Packungsgrößen
100 ml, 250 ml, 5 x 100 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
März 2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


