Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Polithera ist eine Peritonealdialyselösung. Die Peritonealhöhle ist der Raum in Ihrem Bauch zwischen der Haut und dem Bauchfell. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt. Die Polithera-Lösung wird in die Peritonealhöhle geleitet, wo sie dem Blut Wasser und Abfallprodukte entzieht.
- Wirkstoff(e)
- Calciumchlorid, Icodextrin, Magnesiumchlorid, Natriumchlorid
- Zulassungsinhaber
- VIVISOL S.r.l.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- B05DA
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung angewendet?
Polithera ist eine Peritonealdialyselösung. Die Peritonealhöhle ist der Raum in Ihrem Bauch zwischen der Haut und dem Bauchfell. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt. Die Polithera-Lösung wird in die Peritonealhöhle geleitet, wo sie dem Blut Wasser und Abfallprodukte entzieht. Außerdem gleicht sie abnormale Werte bei verschiedenen Blutbestandteilen aus.
Polithera kann Ihnen verschrieben werden, wenn:
- Sie ein erwachsener Patient mit dauerhaftem Nierenversagen sind, das mit einer Peritonealdialyse behandelt werden muss.
- durch Standard-Glucoselösungen für die Peritonealdialyse allein nicht genügend Wasser entzogen werden kann.
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Was ist vor der Einnahme von Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung zu beachten?
Ihr Arzt muss Sie bei der ersten Anwendung dieses Arzneimittels überwachen.
Polithera darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Icodextrin oder Stärkederivaten (z. B. Maisstärke) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie eine Unverträglichkeit gegen Maltose oder Isomaltose (Zucker aus Stärke) haben.
- wenn Sie an einer Glycogenspeicherkrankheit leiden.
- wenn bei Ihnen bereits eine schwere Laktatazidose (zu viel Säure im Blut) besteht
- wenn Sie ein chirurgisch nicht behebbares Problem mit der Bauchwand oder der Bauchhöhle oder ein nicht behebbares Problem haben, durch das ein erhöhtes Risiko für Infektionen des Bauchraums besteht
- wenn Sie wegen schwerer Vernarbung des Bauchfells einen nachweislichen Verlust der Peritonealfunktion haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Polithera anwenden,
- wenn Sie älter sind. In diesem Fall besteht ein Risiko für Entwässerung (Dehydratation).
- wenn Sie Diabetiker sind und diese Lösung zum ersten Mal anwenden. Es kann sein, dass Ihre Insulindosis angepasst werden muss.
- wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel testen müssen (z. B. wenn Sie Diabetes haben). Ihr Arzt wird Sie bei der Auswahl des Testsets beraten (siehe „Andere Wechselwirkungen“).
-
wenn bei Ihnen ein hohes Risiko für eine schwere Laktatazidose (zu viel Säure im Blut) besteht. Ein erhöhtes Risiko für eine Laktatazidose besteht:
- wenn Sie einen extrem niedrigen Blutdruck haben
- wenn Sie eine Infektion des Blutes haben
- wenn bei Ihnen ein akutes schweres Nierenversagen auftritt
- wenn Sie eine erblich bedingte Stoffwechselstörung haben
- wenn Sie Metformin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes) einnehmen
- wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion einnehmen/anwenden, insbesondere so genannte NRTIs, also Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Hemmer
- wenn Sie Bauchschmerzen haben oder eine Trübung oder Partikel in der abgeleiteten Flüssigkeit bemerken.
Dies kann ein Hinweis auf eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder eine Infektion sein. Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihr Behandlungsteam. Bitte die Chargennummer notieren und zusammen mit dem Beutel mit der abgeleiteten Flüssigkeit zu Ihrem Behandlungsteam mitbringen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob die Behandlung abgebrochen werden muss oder eventuell Korrekturmaßnahmen erforderlich sind. Wenn Sie zum Beispiel eine Infektion haben, wird Ihr Arzt möglicherweise einige Tests durchführen, um herauszufinden, welche Antibiotika am besten für Sie geeignet sind. Bis Ihr Arzt festgestellt hat, welche Infektion Sie haben, wird er Ihnen möglicherweise ein Antibiotikum geben, das gegen eine große Bandbreite an verschiedenen Bakterien wirkt. Man spricht in diesem Fall von einem Breitband-Antibiotikum.
im Verlauf der Peritonealdialyse verliert Ihr Körper möglicherweise Protein, Aminosäuren und Vitamine. Ihr Arzt wird entscheiden, ob ein Ersatz nötig ist.
- wenn Sie Probleme im Bereich der Bauchdecke oder Bauchhöhle haben, beispielsweise eine Hernie oder eine chronische Infektion oder Entzündung im Darmbereich.
- wenn Sie eine Aortenprothese haben.
- wenn Sie an einer schweren Lungenerkrankung leiden, z. B. einem Emphysem.
- wenn Sie unter Atembeschwerden leiden.
- wenn Sie an Erkrankungen leiden, die eine normale Ernährung ausschließen.
- wenn Sie an Kaliummangel leiden.
Zudem ist Folgendes in Betracht zu ziehen:
- Eine bekannte, seltene Komplikation der Peritonealdialyse ist die so genannte Enkapsulierende Peritoneale Sklerose (EPS). Sie – und auch Ihr Arzt – sollen sich über diese mögliche Komplikation im Klaren sein. Die EPS führt zu:
- Entzündungen im Bauchraum (Abdomen)
- Verwachsungen aus faserigem Gewebe, die die Organe umgeben und deren normale Bewegung einschränken. In seltenen Fällen gab es einen tödlichen Verlauf.
- Sie sollen unbedingt – eventuell zusammen mit Ihrem Arzt – regelmäßige Aufzeichnungen über Ihren Flüssigkeitshaushalt und Ihr Körpergewicht führen. Ihr Arzt überwacht Ihre Blutwerte in regelmäßigen Abständen.
- Ihr Arzt prüft regelmäßig Ihren Kaliumspiegel. Wenn er zu niedrig wird, gibt er Ihnen eventuell zum Ausgleich Kaliumchlorid.
In manchen Fällen empfiehlt sich eine Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht, zum Beispiel wenn Sie:
an einer akuten Nierenerkrankung leiden.
Kinder und Jugendlicher
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Polithera bei Kindern unter 18 Jahre ist nicht erwiesen.
Anwendung von Polithera zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, muss Ihr Arzt unter Umständen deren Dosis erhöhen, da die Ausscheidung bestimmter Arzneimittel durch die Peritonealdialyse erhöht wird.
- Vorsicht ist geboten, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Herzerkrankungen einnehmen, die als Herzglykoside bekannt sind (z. B. Digoxin). Es kann sein, dass Ihr herzstärkendes Arzneimittel nicht so wirksam ist wie sonst, oder dass seine Toxizität erhöht ist. Möglicherweise:
- benötigen Sie Kalium- und Calciumzusätze
- bekommen Sie einen unregelmäßigen Herzschlag (Herzrhythmusstörungen).
Ihr Arzt wird Sie und vor allem Ihren Kaliumspiegel während der Behandlung genau überwachen.
Andere Wechselwirkungen
Polithera kann die Ergebnisse bestimmter Blutzuckermessgeräte verfälschen. Wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel testen müssen, verwenden Sie bitte unbedingt eine Glucose-spezifische Methode. Ihr Arzt wird Sie bei der Auswahl des Testsets beraten.
Bei einer ungeeigneten Testmethode kann möglicherweise ein falsch erhöhter Glucosewert gemessen werden. Dadurch wird Ihnen evtl. mehr Insulin als nötig verabreicht. Dies kann zu Hypoglykämie (niedrigem Blutzucker) gefolgt von Bewusstseinsverlust, Koma, neurologischen Schäden bis hin zum Tod führen. Zusätzlich kann durch einen falsch erhöhten Blutzuckerwert eine tatsächlich bestehende Hypoglykämie unerkannt und damit unbehandelt bleiben, was zu ähnlichen Folgen führen kann.
Die Blutzuckerwerte können auch noch bis zu zwei Wochen nach Absetzen der Behandlung mit Polithera falsch erhöht sein. Falls Sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden, weisen Sie die Ärzte unbedingt auf diese mögliche Wechselwirkung hin, damit diese die Produktinformation des Testsets sorgfältig lesen, um sicherzustellen, dass eine Glucose-spezifische Methode verwendet wird.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, erhalten Sie dieses Arzneimittel nur, wenn Ihr Arzt es für Ihre Genesung für unbedingt erforderlich hält. Es wird schwangeren Frauen nur nach sorgfältiger Abwägung empfohlen.
Bei therapeutischen Dosen von Polithera sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder zu erwarten. Dennoch wird das Stillen nicht empfohlen, wenn Sie in dieser Zeit eine Peritonealdialyse benötigen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Diese Behandlung kann zu Müdigkeit, Schwächegefühl, verschwommenem Sehen oder Schwindel führen. Bitte auf keinen Fall ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, wenn Sie eines dieser Symptome bemerken.
Wie wird Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Polithera ist als einmal täglicher Austausch für die lange (6 – 16 Stunden) Verweildauer während der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) oder der automatisierten Peritonealdialyse (APD) zur Behandlung von Nierenerkrankungen im Endstadium angezeigt.
Polithera wird in die Bauchhöhle verabreicht. Die Peritonealhöhle ist der Raum in Ihrem Bauch zwischen der Haut und dem Bauchfell. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des auf die Peritonealdialyse spezialisierten medizinischen Fachpersonals an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Empfohlene Dosis
-
Einen Beutel pro Tag für die jeweils längste Verweildauer, also:
- Über Nacht bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD)
- Während des Tages bei der automatisierten Peritonealdialyse (APD).
- Das Einlaufen der Lösung dauert 10 - 20 Minuten.
- Die Verweilzeit von Polithera beträgt 6 - 12 Stunden bei der CAPD und 14 - 16 Stunden bei der APD
Art der Anwendung
Zur intraperitonealen Anwendung.
Vor der Anwendung:
- Den Beutel auf 37 °C erwärmen. Dazu die speziell für diesen Zweck entwickelte Wärmeplatte verwenden. Den Beutel zum Aufwärmen auf keinen Fall in Wasser tauchen.
- Während der gesamten Verabreichung der Lösung die erlernten aseptischen Methoden einhalten.
- Vor Beginn des Austauschs sicherstellen, dass Ihre Hände und die Umgebung, in der der Wechsel durchgeführt wird, sauber sind.
- Überprüfen Sie, bevor Sie den Umbeutel entfernen, ob es sich um die richtige Lösung handelt, prüfen Sie die Beutelgröße (Volumen) und das Verfalldatum. Heben Sie den Beutel an und untersuchen ihn auf Undichtigkeiten (ausgelaufene Flüssigkeit im Umbeutel). Wenden Sie den Beutel nicht an, wenn Sie Undichtigkeiten bemerken.
- Nachdem Sie den Umbeutel entfernt haben, prüfen Sie erneut auf Undichtigkeiten, indem Sie fest auf den Beutel drücken. Wenden Sie den Beutel nicht an, wenn Sie Undichtigkeiten bemerken.
- Überprüfen Sie, ob die Lösung klar ist. Wenden Sie den Beutel nicht an, wenn die Lösung trüb ist oder Partikel enthält.
- Stellen Sie vor Beginn des Austauschs sicher, dass alle Anschlüsse richtig sitzen.
- Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie Fragen oder Bedenken zu diesem Arzneimittel oder seiner Anwendung haben.
- Jeden Beutel nur einmal verwenden. Restmengen verwerfen.
- Nach dem Gebrauch die abgeleitete Flüssigkeit auf Klarheit prüfen.
- Diese Lösung darf nicht zur intravenösen Infusion verwendet werden.
Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln
Es kann sein, dass Sie von Ihrem Arzt weitere Arzneimittel verschrieben bekommen, die direkt dem Polithera-Beutel hinzugefügt werden sollen. In diesem Fall das jeweilige Arzneimittel über den Zuspritzanschluss unten am Beutel hinzufügen. Die Lösung unmittelbar nach Zugabe des Arzneimittels verwenden. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wenn Sie mehr als einen Beutel Polithera innerhalb von 24 Stunden angewendet haben
Falls Sie zu viel Polithera angewendet haben, können folgende Symptome auftreten: Dehnung des Bauchraums, Völlegefühl und/oder Kurzatmigkeit.
Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Er wird Ihnen mitteilen, was zu tun ist.
Wenn Sie die Anwendung von Polithera abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihr Dialysezentrum. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihr Dialysezentrum:
- Erhöhter Blutdruck (Hypertonie).
- Schwellungen der Knöchel oder der Beine, geschwollene Augen, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen (Hypervolämie)
- Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen) wie z. B. Schwellungen im Gesicht, im Rachen oder um die Augen (Angioödem).
- Bauchschmerzen.
- Schüttelfrost/Erkältungssymptome.
Diese könnten Anzeichen für schwerwiegende Nebenwirkungen sein., Sie benötigen möglicherweise dringend ärztliche Hilfe.
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen, die Polithera anwenden
- Rötung und Abschälung der Haut, Hautausschlag, Juckreiz.
- Benommenheit, Schwindelgefühl oder Durstgefühl (Dehydratation).
- Verminderung der Blutmenge (Hypovolämie).
- Auffällige Laborwerte
- Schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit
- Schwellung der Fußknöchel oder Beine
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Klingelndes Geräusch im Ohr/ Ohrensausen
Andere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Peritonealdialyseverfahren oder allgemein mit Peritonealdialyselösungen im Zusammenhang stehen:
- Trübe Dialysatlösung, Magenschmerzen
- Peritonealblutung, Eiter, Schwellungen, Schmerzen oder Infektionen im Bereich der Katheteraustrittsstelle, Katheterblockade, Verletzungen, Katheter-assoziierte Komplikationen
- Ohnmacht, kalte Schweißausbrüche, Hunger, Verwirrtheit, möglicherweise Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle aufgrund von Unterzuckerung (Hypoglykämie). In einigen Fällen kann sich dies zu einer schwerwiegenden Nebenwirkung entwickeln. Informieren Sie Ihren Arzt.
- Schock oder Koma aufgrund eines niedrigen Blutzuckerspiegels.
- Häufiges Wasserlassen, Durst, Müdigkeit aufgrund von hohem Blutzucker (Glukose). In einigen Fällen kann sich dies zu einer schwerwiegenden Nebenwirkung entwickeln. Informieren Sie Ihren Arzt.
- Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, trockener Mund, Verstopfung, Durchfall, Blähungen (Flatulenz), Magen- und Darmbeschwerden wie z. B. Darmverschluss, Magengeschwür, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen
- Bauchschwellung, Bruch in der Bauchhöhle (erkennbar an einer kleinen Beule in der Leiste)
- Blutbildveränderungen
- Auffällige Leberwerte
- Gewichtszunahme oder -verlust
- Schmerzen, Fieber, Unwohlsein
- Herzerkrankungen, Herzrasen, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen
- Anämie (verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen, was zu blasser Haut und Schwächegefühl oder Kurzatmigkeit führen kann); erhöhte oder verringerte Anzahl an weißen Blutkörperchen; verringerte Anzahl an Blutplättchen, was ein erhöhtes Risiko für Blutungen oder Blutergüsse mit sich bringen kann
- Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen.
- unwillkürliche Bewegungen (Hyperkinesie)
- Verschwommenes Sehen
- Verlust des Geschmackssinns
- Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem), Kurzatmigkeit, Atembeschwerden oder keuchende Atmung, Husten, Schluckauf
- Nierenschmerzen
- Nagelerkrankung
- Hautkrankheiten wie Nesselsucht (Urtikaria), Schuppenflechte (Psoriasis), Hautgeschwür, Ekzem, trockene Haut, Verfärbung der Haut, Blasenbildung auf der Haut, allergische Dermatitis oder Kontaktdermatitis, Hautausschlag und Juckreiz.
- Mit dem Hautausschlag können juckende rote Flecken und Bläschen oder auch Exantheme und Abschälung der Haut verbunden sein. Die drei folgenden schweren Arten von Hautreaktionen können auftreten:
-
Toxische epidermale Nekrolyse (TEN). Dabei kommt es zu:
- einem roten Ausschlag an vielen Körperteilen
- der Abschälung der obersten Hautschicht
- Erythema multiforme. Eine allergische Hautreaktion, bei der Flecken, rote Striemen oder violette Verfärbungen oder Bläschen auftreten können. Auch Mund, Augen und andere feuchte Körperoberflächen können betroffen sein.
-
Vaskulitis. Eine Entzündung einzelner Blutgefäße im Körper. Die klinischen Beschwerden hängen von den betroffenen Körperstellen ab. Charakteristisch sind aber
rote oder violette Flecken oder Verfärbungen der Haut oder Beschwerden ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion wie Ausschlag, Gelenkschmerzen und Fieber.
- Muskelkrämpfe, Schmerzen in Knochen, Gelenken, Muskeln, Rücken, Nacken
- Schwindel, mögliche Ohnmacht beim Wechsel vom Liegen zum Sitzen oder vom Sitzen zum Stehen aufgrund von niedrigem Blutdruck (orthostatische Hypotonie).
- Bauchfellentzündung (Peritonitis), einschließlich Peritonitis, die durch Pilze oder Bakterien hervorgerufen wird
- Infektionen einschließlich Grippesyndrom, Geschwüre
- Ungewöhnliche Gedanken, Angstzustände, Nervosität.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 Wien ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen zur Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Die Chargennummer bzw. Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung „Lot“ angeführt. In der Originalverpackung aufbewahren.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Das Arzneimittel sofort nach Entfernen des Umbeutels verwenden.
Polithera nach Anweisung entsorgen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung
Diese Packungsbeilage enthält nicht alle Informationen zu diesem Arzneimittel. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Was Polithera enthält
Die Wirkstoffe sind:
| Natriumchlorid | 5,4 | mg/ml (5,4 g/l) |
| Natrium-S-Lactat | 4,5 | mg/ml (4,5 g/l) |
| Calciumchlorid Dihydrat | 0,257 | mg/ml (0,257 g/l) |
| Magnesiumchlorid Hexahydrat | 0,051 | mg/ml (0,051 g/l) |
Theoretische Osmolarität: 284 (Milliosmol pro Liter) Theoretische Osmolalität: 301 (Milliosmol pro Kg) 1000 ml (1 l) Elektrolytlösung enthalten:
| Natrium | mmol/l | |
| Calcium | 1,75 | mmol/l |
| Magnesium | 0,25 | mmol/l |
| Chlorid | mmol/l | |
| Lactat | mmol/l |
pH-Wert = 5 bis 6
- Die sonstigen Bestandteile sind: Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid oder Salzsäure.
Wie Polithera aussieht und Inhalt der Packung
Polithera ist eine sterile, farblose oder leicht gelbliche Lösung.
Polithera ist in den folgenden zwei Packungsgrößen erhältlich:
Ein 2,0 Liter-Polypropylen-Kunststoffbeutel, der die Lösung enthält, und ein leerer 3,0 Liter Polypropylen-Kunststoffbeutel mit Verbindungsschlauch.
Beide Beutel und der Verbindungsschlauch befinden sich in einer zweischichtigen Schutzfolie aus Polypropylen und Polyamid und werden in Kartons zu 4 Beuteln geliefert.
2,0-Liter-Polypropylen-Kunststoffbeutel, der die Lösung enthält, in einer zweischichtigen Schutzfolie aus Polypropylen Polyamid und geliefert in Kartons zu 4 Beuteln.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer
Vivisol S.r.l.
Via Gerolamo Borgazzi 27
20900 Monza (MB) Italien
Hersteller
Infomed Fluids S.r.l. Bd. Pallady Theodor 50
032266 Bucuresti-Sector 3, Rumänien
Z.Nr.: 141588
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Name des Mitgliedstaates | Name des Arzneimittels |
| Österreich | Polithera 7,5 % Peritonealdialyselösung |
| Belgien | Polithera 7,5 % solution pour dialyse péritonéale |
| Dänemark | Polithera Peritonealdialysevæske 75 mg/ml |
| Deutschland | Polithera Peritonealdialyselösung |
| Icodextrin 75 g/L | |
| Natriumchlorid 5,4 g/L | |
| Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L | |
| Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L | |
| Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L | |
| Italien | Icothera |
| Niederlande | Polithera 7.5%, Oplossing voor peritoneale dialyse |
| Polen | Polithera |
| Rumänien | Polithera soluţie pentru dializă peritoneală |
| Spanien | Polithera (Icodextrina 7,5%) Solución para diálisis |
| peritoneal | |
| Schweden | Polithera peritonealdialysvätska |
| Vereinigtes Königreich (Nordirland) | Polithera Solution for peritoneal dialysis |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2024.
Weitere Informationsquellen
Diese Packungsbeilage kann auf besonderen Wunsch des Patienten in einem alternativen Format (Großdruck) bereitgestellt werden. Der Patient kann die Packungsbeilage entweder in elektronischem Format (PDF) unter Angabe einer E-Mail-Adresse für den Erhalt der Packungsbeilage oder in Papierform unter Angabe seines Vor- und Nachnamens und der Postanschrift, an die er das Material erhalten möchte, über die folgende Website anfordern: https://www.vivisol.com/ im Abschnitt „Contact us“.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


