Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Piperacillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „Breitband-Antibiotika“ (oder auch „Breitband-Penicilline“) bekannt sind. Es kann unterschiedlichste Arten von Bakterien abtöten. Tazobactam kann verhindern, dass manche Bakterien resistent werden, wenn sie die Wirkung von Piperacillin überleben.
- Wirkstoff(e)
- Tazobactam, Piperacillin
- Zulassungsinhaber
- Sandoz GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- J01CR05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
Piperacillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „Breitband-Antibiotika“ (oder auch „Breitband-Penicilline“) bekannt sind. Es kann unterschiedlichste Arten von Bakterien abtöten. Tazobactam kann verhindern, dass manche Bakterien resistent werden, wenn sie die Wirkung von Piperacillin überleben. Das bedeutet, dass durch die gemeinsame Verabreichung von Piperacillin und Tazobactam noch mehr Bakterienarten abgetötet werden.
Piperacillin/Tazobactam Sandoz wird bei Erwachsenen und Jugendlichen zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, zum Beispiel der unteren Atemwege (Lunge), der Harnwege (Nieren und Blase), der Bauchhöhle, der Haut oder des Blutes, angewendet. Piperacillin/Tazobactam Sandoz kann auch zur Behandlung bakterieller Infektionen bei Patienten mit einer verringerten Anzahl von weißen Blutkörperchen (geringere Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen) angewendet werden.
Piperacillin/Tazobactam Sandoz wird bei Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren zur Behandlung von Infektionen der Bauchhöhle angewendet, wie zum Beispiel bei Blinddarmentzündung, Bauchfellentzündung (Entzündung der Flüssigkeit bzw. der Auskleidung des Bauchraums) und bei Gallenblaseninfektionen. Piperacillin/Tazobactam Sandoz kann auch zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Patienten mit einer verringerten Anzahl von weißen Blutkörperchen (geringere Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen) angewendet werden.
Bei bestimmten schweren Infektionen kann Ihr Arzt Piperacillin/Tazobactam Sandoz in Kombination mit anderen Antibiotika einsetzen.
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Was ist vor der Einnahme von Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung zu beachten?
Piperacillin/Tazobactam Sandoz darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch gegen Piperacillin oder Tazobactam oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie allergisch gegen Antibiotika wie Penicilline, Cephalosporine oder andere Beta- Laktamase-Hemmer sind, da Sie auch gegen Piperacillin/Tazobactam Sandoz allergisch sein könnten
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Piperacillin/Tazobactam Sandoz einnehmen, wenn Sie
- Allergien haben. Wenn Sie mehrere Allergien haben, denken Sie daran, Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer vor der Anwendung dieses Arzneimittels darüber zu informieren.
- vor der Behandlung unter Durchfall leiden, oder während, beziehungsweise nach der Behandlung, Durchfälle auftreten. In diesem Fall müssen Sie Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer umgehend darüber informieren. Nehmen Sie keine Arzneimittel gegen den Durchfall ein, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.
- niedrige Kaliumwerte im Blut haben. Möglicherweise wird der Arzt Ihre Nierenfunktion überprüfen, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird, und auch während der Behandlung regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen.
- Leber- oder Nierenprobleme haben oder eine Hämodialyse-Behandlung (Blutwäsche) erhalten. Möglicherweise wird der Arzt Ihre Nierenfunktion überprüfen, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird und auch während der Behandlung regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen.
- gleichzeitig mit Piperacillin/Tazobactam Sandoz ein anderes Antibiotikum namens Vancomycin einnehmen. Dadurch kann das Risiko einer Nierenschädigung erhöht sein (siehe auch „Anwendung von Piperacillin/Tazobactam Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln“ in dieser Packungsbeilage).
- bestimmte Arzneimittel (so genannte Antikoagulanzien) einnehmen, um eine übermäßige Blutgerinnung zu verhindern (siehe auch „Anwendung von Piperacillin/Tazobactam Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln“ in dieser Packungsbeilage) oder wenn während der Behandlung unerwartet Blutungen auftreten. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer umgehend darüber informieren.
- während der Behandlung Krampfanfälle entwickeln. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer darüber informieren.
- glauben, unter einer neuen oder sich verschlechternden Infektion zu leiden. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer darüber informieren.
Hämophagozytische Lymphohistiozytose
Es liegen Berichte über eine Erkrankung vor, bei der das Immunsystem zu viele ansonsten normale weiße Blutkörperchen namens Histiozyten und Lymphozyten produziert, was zu einer Entzündung (hämophagozytische Lymphohistiozytose) führt. Diese Erkrankung kann lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Falls bei Ihnen mehrere Symptome auftreten wie Fieber, geschwollene Drüsen, Schwächegefühl, Benommenheit, Kurzatmigkeit, Blutergüsse oder Hautausschlag, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt.
Wenn Sie Anzeichen oder Symptome einer allergischen Reaktion zusammen mit Brustschmerzen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
Dies kann ein Anzeichen für eine Erkrankung namens Kounis-Syndrom sein.
Wenn Sie unerklärliche Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche und/oder dunkel gefärbten Urin bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Dies kann ein Anzeichen für einen Muskelabbau (Rhabdomyolyse genannt) sein, der zu Nierenproblemen führen kann.
Kinder unter 2 Jahren
Die Anwendung von Piperacillin/Tazobactam bei Kindern unter 2 Jahren wird nicht empfohlen, da nicht genügend Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen.
Anwendung von Piperacillin/Tazobactam Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel. Einige Wirkstoffe könnten Wechselwirkungen mit Piperacillin und Tazobactam haben.
Dazu gehören:
- ein Mittel gegen Gicht (Probenecid). Dieses kann den Zeitraum verlängern, in dem Piperacillin und Tazobactam aus dem Körper ausgeschieden werden.
- Arzneimittel zur Blutverdünnung oder zur Behandlung von Blutgerinnseln (z. B. Heparin, Warfarin oder Aspirin)
- Arzneimittel zur Entspannung der Muskulatur während einer Operation. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine Vollnarkose geplant ist.
- Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebs, Arthritis oder Psoriasis). Piperacillin und Tazobactam können den Zeitraum verlängern, in dem Methotrexat aus dem Körper ausgeschieden wird.
- Medikamente, welche die Kaliumkonzentration in Ihrem Blut reduzieren (z. B. Tabletten zur Erhöhung der Urinausscheidung oder einige Krebsmedikamente)
- Arzneimittel, welche die anderen Antibiotika Tobramycin, Gentamycin oder Vancomycin enthalten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter Nierenproblemen leiden. Die gleichzeitige Einnahme von Piperacillin/Tazobactam Sandoz und Vancomycin kann das Risiko einer Nierenschädigung erhöhen, auch wenn Sie nicht an einer Nierenerkrankung leiden.
Auswirkungen auf Laborwerte
Informieren Sie den Arzt bzw. das Laborpersonal darüber, dass Sie Piperacillin/Tazobactam Sandoz anwenden, wenn Sie eine Blut- oder Urinprobe abgeben müssen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Piperacillin/Tazobactam Sandoz für Sie geeignet ist.
Das Baby kann Piperacillin und Tazobactam entweder in der Gebärmutter oder über die Muttermilch aufnehmen. Wenn Sie stillen, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Piperacillin/Tazobactam Sandoz für Sie geeignet ist
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wird nicht erwartet, dass Piperacillin/Tazobactam Sandoz Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.
Piperacillin/Tazobactam Sandoz enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 217 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 11 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Dies ist bei Patienten mit natriumarmer Diät zu berücksichtigen.
Wie wird Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
Ihr Arzt wird Ihnen dieses Arzneimittel in Form einer Infusion („Tropf“) über einen Zeitraum von 30 Minuten in eine Vene geben.
Dosierung
Die Dosis des Arzneimittels hängt von Ihrer Erkrankung und Ihrem Alter ab, und davon, ob Sie Nierenprobleme haben.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Die übliche Dosis beträgt 4 g/0,5 g Piperacillin/Tazobactam alle 6 - 8 Stunden, angewendet in eine Vene (direkt in den Blutstrom).
Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren
Die übliche Dosis bei Kindern mit Infektionen des Bauchraums beträgt 100 mg/12,5 mg/kg Körpergewicht Piperacillin/Tazobactam alle 8 Stunden, angewendet in eine Vene (direkt in den Blutstrom). Die übliche Dosis bei Kindern mit einer geringen Anzahl weißer Blutkörperchen beträgt 80 mg/10 mg/kg Körpergewicht Piperacillin/Tazobactam alle 6 Stunden, angewendet in eine Vene (direkt in den Blutstrom).
Ihr Arzt wird die Dosis anhand des Gewichts Ihres Kindes berechnen, wobei die Höchstmenge von 4 g/0,5 g Piperacillin/Tazobactam Sandoz pro Dosis nicht überschritten werden darf.
Piperacillin/Tazobactam Sandoz wird bei Ihnen angewendet, bis die Anzeichen der Infektion vollständig abgeklungen sind (5 bis 14 Tage).
Patienten mit Nierenproblemen
Möglicherweise muss Ihr Arzt die Dosis von Piperacillin/Tazobactam Sandoz oder die Anwendungshäufigkeit reduzieren. Zudem wird Ihr Arzt unter Umständen Blutuntersuchungen durchführen lassen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Dosis erhalten, insbesondere wenn Sie über längere Zeit mit dem Arzneimittel behandelt werden müssen.
Wenn Sie eine größere Menge von Piperacillin/Tazobactam Sandoz erhalten haben als Sie sollten
Da Sie Piperacillin/Tazobactam Sandoz von einem Arzt verabreicht bekommen, ist es unwahrscheinlich, dass Sie eine falsche Dosis erhalten. Wenn Sie allerdings Nebenwirkungen bemerken, wie zum Beispiel Krampfanfälle, oder wenn Sie glauben, eine zu hohe Dosis erhalten zu haben, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.
Wenn bei Ihnen eine Dosis Piperacillin/Tazobactam Sandoz ausgelassen wurde
Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Dosis Piperacillin/Tazobactam Sandoz vergessen wurde, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie eine dieser möglicherweise schwerwiegenden Nebenwirkungen von Piperacillin/Tazobactam Sandoz bemerken:
Schwere Nebenwirkungen von Piperacillin/Tazobactam Sandoz sind (Häufigkeit des Auftretens in Klammern):
-
schwere Hautausschläge die zunächst als rötliche Punkte, die wie eine Zielscheibe aussehen, oder kreisförmige Flecken erscheinen. Oft haben diese Flecken in der Mitte Blasen und treten am Rumpf auf. Weitere Zeichen können Geschwüre im Mund, Rachen, Nase, an Extremitäten und Genitalien und eine Bindehautentzündung (rote, geschwollene Augen) sein.
Der Ausschlag kann sich zu ausgedehnten Blasen oder zu Abschälen der Haut ausweiten, was gegebenenfalls lebensbedrohlich sein kann. Dies kann ein Anzeichen für das Stevens- Johnson-Syndrom (nicht bekannt), bullöse Dermatitis (nicht bekannt), exfoliative Dermatitis (nicht bekannt) oder toxische epidermale Nekrolyse (selten) sein. - eine Hauterkrankung (akutes generalisiertes pustulöses Exanthem), die mit Fieber einhergeht und aus vielen kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten, Blistern besteht, die sich in großen Bereichen geschwollener und geröteter Haut befinden (nicht bekannt)
- schwerwiegende, gegebenenfalls lebensbedrohliche allergische Erkrankung (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen), die die Haut und vor allem andere Organe unter der Haut, wie Nieren oder Leber, betreffen kann (nicht bekannt)
- Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderen Körperteilen (nicht bekannt)
- Kurzatmigkeit, Keuchen oder Atemprobleme (allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischem Schock) (nicht bekannt)
- plötzliche Brustschmerzen, die bei einer allergischen Reaktion auftreten können, die als Kounis Syndorm bekannt ist (nicht bekannt)
- schwere Ausschläge oder Nesselsucht der Haut (gelegentlich), Juckreiz oder Ausschläge der Haut (häufig)
- Entzündungen der Leber (Hepatitis, nicht bekannt), Gelbfärbung von Augen, Haut oder des Augenweißes (Gelbsucht) (nicht bekannt)
- niedrige Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie, häufig), übermäßiger Abbau roter Blutkörperchen, der zu unerwarteter Atemnot und rotem oder braunem Urin führt (hämolytische Anämie, nicht bekannt)
- niedrige Thrombozytenwerte, die zu Blutungen und Blutergüssen führen können (Thrombozytopenie, häufig)
- niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen, die Infektionen bekämpfen (Leukopenie, gelegentlich, oder Neutropenie, nicht bekannt)
- sehr niedrige Werte einer Art weißer Blutkörperchen, die Granulozyten genannt werden (Agranulozytose, selten)
- hohe Thrombozytenwerte (Thrombozytose, nicht bekannt)
- hohe Konzentrationen einer Art weißer Blutkörperchen, die als Eosinophile bezeichnet werden (Eosinophilie, nicht bekannt)
- niedrige Werte aller Arten von Blutzellen, einschließlich Blutplättchen (Panzytopenie, nicht bekannt)
- schwerer oder anhaltender Durchfall begleitet von Fieber oder Schwäche (pseudomembranöse Kolitis, selten)
- verminderter Kaliumspiegel im Blut (selten)
- Krampfanfälle (Konvulsionen), beobachtet bei Patienten, die hohe Dosen einnehmen oder an Nierenproblemen leiden (gelegentlich)
- starke Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche (Rhabdomyolyse, nicht bekannt)
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) − Durchfall
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Infektionen mit Hefepilzen
- Antikörper im Blut, die rote Blutkörperchen angreifen (positiver direkter Coombs-Test), verlängerte Blutgerinnungszeit, (verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit), Abnahme des Blutproteins
- Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit
- Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Magenverstimmung
- Anstieg der Leberenzyme im Blut
- abnormale Nierenwerte im Blut
- Fieber, Reaktion an der Injektionsstelle
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- verlängerte Blutgerinnungszeit (Prothrombinzeit verlängert)
- Blutzucker erniedrigt
- niedriger Blutdruck, Venenentzündung (in Form von Schmerzen oder Rötung des betroffenen Bereichs), Hautrötung
- Anstieg eines Blutfarbstoffabbauprodukts (Bilirubin)
- Hautreaktionen mit Rötung, Bildung von Hautläsionen
- Gelenks- und Muskelschmerzen
- Schüttelfrost
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Nasenbluten
- Entzündung der Mundschleimhaut
Nicht bekannte Nebenwirkungen (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- kleine Blutergüsse, verlängerte Blutungszeit
- blasenbildende Erkrankungen, bei der sich Blasen auf der Haut und den Schleimhäuten bilden (lineare IgA-Krankheit)
- schlechte Nierenfunktion und Nierenprobleme
- eine Art der Lungenerkrankung mit erhöhter Anzahl Eosinophile (eine Form der weißen Blutzellen) in der Lunge
- akute Desorientierung und Verwirrtheit (Delirium)
Bei Mukoviszidose-Patienten, die mit Piperacillin behandelt wurden, kam es häufiger zu Fieber und Ausschlägen.
Beta-Lactam-Antibiotika, einschließlich Piperacillin-Tazobactam, können zu Manifestationen von Enzephalopathie und Krämpfen führen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Ungeöffnete Durchstechflasche:
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Zu Lagerungsbedingungen des zubereiteten und verdünnten Arzneimittels siehe am Ende der Gebrauchsinformation „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt“.
Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendete Lösungen sind zu entsorgen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g - Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Was Piperacillin/Tazobactam Sandoz enthält
-
Die Wirkstoffe sind Piperacillin und Tazobactam.
Eine Durchstechflasche Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g enthält 4 g Piperacillin (als Piperacillin-Natrium) und 0,5 g Tazobactam (als Tazobactam-Natrium). -
Die sonstigen Bestandteile sind:
Dieses Arzneimittel enthält keine sonstigen Bestandteile.
Wie Piperacillin/Tazobactam Sandoz aussieht und Inhalt der Packung
Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g ist ein weißes bis cremefarbenes Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, das in Durchstechflaschen aus Glas abgefüllt ist. Die Durchstechflaschen sind in Umkartons verpackt.
Packungsgrößen: 1, 5, 10, 12 oder 50 Durchstechflaschen
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien: Piperacilline/Tazobactam Sandoz 4 g/500 mg, poeder voor oplossing voor infusie Dänemark: Piperacillin/Tazobactam Sandoz
Estland: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4000/500 mg Finnland: Piperacillin/Tazobactam Sandoz
Frankreich: PIPERACILLINE/TAZOBACTAM SANDOZ 4 g/500 mg, POUDRE POUR SOLUTION POUR PERFUSION
Ungarn: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4 g/0,5 g por oldatos infuzióhoz Irland: Piperin 4 g/0.5 g Powder for Solution for Infusion
Italien: PIPERACILLINA E TAZOBACTAM SANDOZ 4 g + 500 mg polvere per soluzione
per infusione
Lettland: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4000 mg/500 mg pulveris infūziju šķīduma pagatavošanai
Litauen: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4000 mg/500 mg milteliai infuziniam tirpalui Niederlande: Piperacilline/Tazobactam Sandoz 4 g/ 0,5 g, poeder voor oplossing voor infusie Norwegen: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4 g/0,5 g
Polen: Piperacillin/Tazobactam SANDOZ 4 g/0,5 g
Slowakei: Piperacilin comp. Sandoz 4 g/0,5 g prášok na infúzny roztok
Spanien: Piperacilina/Tazobactam Sandoz 4 g/0,5 g polvo para solución para perfusión EFG Schweden: Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4 g/0,5 g
Nordirland: Piperacilline/Tazobactum 4 g/0.5 g Powder for Solution for Infusion
Z.Nr.: 1-27822
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2026.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Hinweis: Die Anwendung bei Bakteriämie aufgrund von Extended-Beta-Lactamase (ESBL)- produzierenden E. coli und K. pneumoniae (Ceftriaxon nicht-empfindlich) wird bei erwachsenen Patienten nicht empfohlen.
Nach Auflösen (und Verdünnen):
Die chemische und physikalische Stabilität nach Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 20 – 25 °C gezeigt sowie für 48 Stunden bei 2 – 8 °C.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel nach Anbruch sofort verwendet werden. Wenn die Lösungen nicht sofort nach der Zubereitung verbraucht werden, unterliegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2 – 8 °C betragen, es sei denn, das Auflösen/Verdünnen der gebrauchsfertigen Lösung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden.
Anwendungshinweise
Piperacillin/Tazobactam Sandoz 4,0 g/0,5 g wird als intravenöse Infusion über 30 Minuten angewendet.
Rekonstitution und Verdünnung müssen unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Die Lösung muss vor Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Es sollen nur klare Lösungen verwendet werden, die frei von Partikeln sind.
Intravenöse Anwendung
Rekonstituieren Sie jede Durchstechflasche mit einem für die Rekonstitution geeigneten Lösungsmittel in der in der Tabelle angegebenen Menge. Durchstechflasche bis zur Auflösung des Inhalts schwenken. Bei konstantem Schwenken erfolgt die Rekonstitution in der Regel innerhalb von 3 Minuten (weitere Einzelheiten zur Handhabung siehe unten).
Inhalt der Durchstechflasche: 4 g/0,5 g (4 g Piperacillin und 0,5 g Tazobactam)
Volumen des Lösungsmittels*, das in die Durchstechflasche zugegeben werden muss: 20 ml
* Kompatible Lösungsmittel zur Rekonstitution:
- Wasser für Injektionszwecke
- Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %) in Wasser für Injektionszwecke
- Glucoselösung 50 mg/ml (5 %) in Wasser für Injektionszwecke
- Glucoselösung 50 mg/ml (5 %) in Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %)
Die rekonstituierte Lösung ist mit einer Spritze aus der Durchstechflasche aufzuziehen. Bei Einhaltung der Anweisungen zur Rekonstitution enthält das mit der Spritze aus der Durchstechflasche aufgezogene Volumen die auf dem Etikett angegebene Menge Piperacillin und Tazobactam.
Die rekonstituierte Lösung kann mit einem der folgenden kompatiblen Lösungsmittel bis zum gewünschten Volumen (z. B. 50 ml bis 150 ml) weiter verdünnt werden:
- Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %) in Wasser für Injektionszwecke
- Glucoselösung 50 mg/ml (5 %) in Wasser für Injektionszwecke
- Dextranlösung (Grad 40) 60 mg/ml (6 %) in Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %)
Inkompatibilitäten
Wird Piperacillin/Tazobactam Sandoz gemeinsam mit einem anderen Antibiotikum (z. B. einem Aminoglykosid) angewendet, müssen die Arzneimittel getrennt verabreicht werden. Das Mischen von Beta-Laktam-Antibiotika mit einem Aminoglykosid in vitro kann zu einer erheblichen Inaktivierung des Aminoglykosids führen. Allerdings wurde gezeigt, dass Amikacin und Gentamicin in vitro in bestimmten Verdünnungsmitteln und Konzentrationen mit Piperacillin/Tazobactam Sandoz kompatibel sind (siehe „Gleichzeitige Verabreichung von Piperacillin/Tazobactam Sandoz mit Aminoglykosiden“ weiter unten).
Piperacillin/Tazobactam darf nicht mit anderen Substanzen in einer Spritze oder Infusionsflasche gemischt werden, da die Kompatibilität nicht gesichert ist.
Piperacillin/Tazobactam sollte mit einem Infusionssystem getrennt von allen anderen Arzneimitteln appliziert werden, es sei denn, die Kompatibilität ist nachgewiesen.
Aufgrund chemischer Instabilität darf Piperacillin/Tazobactam Sandoz nicht mit Lösungen angewendet werden, die ausschließlich Natriumhydrogencarbonat enthalten.
Ringer-Lactat-Lösung (Hartmann-Lösung) ist nicht kompatibel mit Piperacillin/Tazobactam.
Piperacillin/Tazobactam Sandoz darf nicht Blutprodukten oder Albuminhydrolysaten beigemischt werden.
Gleichzeitige Verabreichung von Piperacillin/Tazobactam Sandoz mit Aminoglykosiden
Aufgrund der in vitro beobachteten Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Beta-Lactam- Antibiotika wird empfohlen, Piperacillin/Tazobactam Sandoz und das Aminoglykosid getrennt voneinander zu verabreichen. Piperacillin/Tazobactam Sandoz und das Aminoglykosid sollten getrennt voneinander rekonstituiert und verdünnt werden, wenn eine gemeinsame Behandlung mit einem Aminoglykosid indiziert ist.
In Fällen, in denen eine gemeinsame Verabreichung empfohlen wird, darf Piperacillin/Tazobactam Sandoz nur mit folgenden Aminoglykosiden unter folgenden Bedingungen über ein Y-Stück infundiert werden:
| Volumen des | Konzentrations- | ||||
| Piperacillin/ | Verdünnungs- | bereich des | mögliche | ||
| Aminoglycosid | Tazobactam | mittels für | Aminoglycosids* | ||
| Verdünnungsmittel | |||||
| Dosis | Piperacillin/ | (mg/ml) | |||
| Tazobactam (ml) | |||||
| Amikacin | 4 g / 0,5 g | 50, 100, 150 | 1,75 – 7,5 | 0,9 % Natriumchlorid | |
| oder 5% Glucose | |||||
| Gentamicin | 4 g / 0,5 g | 50, 100, 150 | 0,7 – 3,32 | 0,9 % Natriumchlorid | |
| oder 5 % Glucose | |||||
* Die Aminoglykosid-Dosis orientiert sich am Patientengewicht, dem Schweregrad der Infektion (schwer oder lebensbedrohlich) und an der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance).
Die Kompatibilität von Piperacillin/Tazobactam mit anderen Aminoglykosiden ist nicht gesichert. Die Kompatibilität bei gleichzeitiger Verabreichung über ein Y-Stück ist nur für die Konzentrationen und Verdünnungsmittel von Amikacin und Gentamicin nachgewiesen, die in der Tabelle oben für die genannten Dosen von Piperacillin/Tazobactam angegeben sind. Die gleichzeitige Verabreichung mittels Y-Stück auf jedwede andere Weise, die von der oben beschriebenen abweicht, kann zur Inaktivierung des Aminoglykosids durch Piperacillin/Tazobactam führen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


