Lesen Sie diesen Abschnitt sorgfältig durch. Sie und Ihr Arzt msen diese Infor mationen berksichtigen, bevor Sie Optiglobin erhalten.
Optiglobin darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Immunglobuline oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Patienten mit einer Allergie auf Mais knnten auch allergisch auf Glucose, einen der sonstigen Bestandteile von Optiglobin, sein.
- wenn Sie einen Mangel an Immunglobulin A (IgA) mit Antikpern gegen IgA haben. Optiglobin enthält eine kleine Menge IgA, die bei diesen Personen eine allergische Reaktion verursachen ke.
- wenn Sie an Diabetes leiden, der nicht ausreichend behandelt wird und Ihre Blutzuckerwerte
den normalen Wert bersteigen (nicht kompensierter Diabetes).
- wenn bei Ihnen Glucoseintoleranz auftritt.
- wenn Sie kzlich ein hyperosmolares Koma erlitten haben (Bewusstlosigkeit aufgrund eines sehr hohen Blutzuckerspiegels, der zu starker Dehydrierung und hoch konzentriertem Blut
[hohe Osmolalität] ft ).
- wenn Sie aufgrund anderer Ursachen als Diabetes einen hohen Blutzuckerspiegel haben (Hyperglykämie).
- wenn Sie hohe Laktatwerte im Blut haben (Hyperlaktatämie).
| Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen | |
| Um die Rkverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, mse | n die Bezeichnung des |
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung (auf dem Etikett der Durchstechflasche und auf dem Karton hinter „Lot“ angegeben) des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Optiglobin anwenden.
Sie werden während der Infusion und mindestens 20 Minuten nach der Verabreichung aufmerksam
| berwacht, damit miche Nebenwirkungen (unerwschte Reaktionen) erkann | t werden. Gewisse | |
| Nebenwirkungen ken mit der Infusionsgeschwindigkeit zusammenhängen. Deshalb w | ird Ihr Arzt | |
| dafr Sorge tragen, dass die Infusionsgeschwindigkeit f Sie geeignet ist. We | nn Sie während oder |
nach der Infusion eine Reaktion feststellen, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Der Arzt entscheidet, ob die Infusion abgebrochen werden muss.
Unter bestimmten Umständen ken besondere Vorsichtsmaßnahmen erforde rlich sein, da das Risiko von Nebenwirkungen erhht ist. In den folgenden Fällen sollten Sie während der Infus ion und fr die erste Stunde nach der Infusion berwacht werden:
- wenn Sie Optiglobin zum ersten Mal erhalten.
- wenn ein Arzneimittel mit normalem Immunglobulin vom Menschen durch ein anderes ersetzt wird oder seit der vorherigen Infusion ein längerer Zeitraum verstrichen ist.
- wenn Sie eine unbehandelte Infektion oder eine zugrunde liegende chronische Entzng haben.
Allergische Reaktionen sind selten, ken jedoch auch dann auftreten, wenn Sie zuvor Immunglobuline vom Menschen erhalten und diese gut vertragen haben. Bei Auftreten einer allergischen Reaktion ist die Verabreichung von Optiglobin sofort abzubrechen. Wenn bei Ihnen eine
schwere allergische Reaktion auftritt, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal. Siehe auch den Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind mlich? “.
Wenn Sie innerhalb von 1 bis 6 Stunden nach der Behandlung schwere Atembeschwerden mit erhter Kpertemperatur haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal. Dies kte auf eine transfusionsbedingte akute Lungenverletzung (TRALI -Syndrom) hinweisen. In sehr seltenen Fällen kann ein TRALI-Syndrom nach Erhalt von Immunglobulinen auftreten. Siehe dazu auch den Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind mlich? “.
Risikofaktoren während der Behandlung mit Optiglobin
Informieren Sie Ihren Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal, falls einer der folgenden Faktoren auf Sie zutrifft, da es sich dabei um Risikofaktoren während der Behandlung mit Optiglobin handeln knte. Informieren Sie insbesondere die fr Sie zuständige medizinische Fach kraft, wenn Sie:
- Arzneimittel einnehmen/anwenden, die Ihre Nieren schädigen knten.
- eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben oder Arzneimittel. einnehmen/anwenden, welche die Rkgewinnung von Wasser in den Nieren, d. h. die Wirkung von Vasopressin verstärken.
- bestimmte harntreibende Arzneimittel (sogenannte Schleifendiuretika) einnehmen/anwenden.
- Diabetes (abnormal hohe Glucosekonzentration im Blut) haben. Optiglobin enthält 50 mg Glucose pro ml und kann sich auf den Blutzuckerspiegel auswirken.
- eine Erkrankung der Blutgefäße oder Thrombose (Gerinnsel in einem Blutgefäß) in Ihrer Krankengeschichte haben.
- hohen Blutdruck haben.
- Übergewicht haben.
- eine Krankheit haben, bei der die Viskosität (Dicke) des Blutes erhht ist .
- Hypovolämie (Verminderung des zirkulierenden Blutvolumens) haben.
- im fortgeschrittenen Alter (ber 65 Jahre) sind.
- Anzeichen einer Sepsis, eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schocks haben.
- innerhalb der letzten 24 Stunden eine Kopfverletzung hatten.
| − | kzlich einen Schlaganfall hatten. Optiglobin enthält Glucose, der Blutzuc kerspiegel kann |
| ansteigen und somit die Auswirkungen eines Schlaganfalls auf das Gehirn und dessen Genesung | |
| verschlimmern. |
- Stoffwechselstrungen infolge von Hunger oder Unterernährung haben.
- einen niedrigen Thiaminspiegel (Vitamin B1) haben.
Bei der Anwendung von Optiglobin ist Folgendes zu beachten
- Es ist wichtig, sicherzustellen, dass Sie vor der Infusion mit Optiglobin ausreichend mit Flssigkeit versorgt sind und eine ausreichende Harnproduktion haben.
- Es kann erforderlich sein, dass Ihr Serumkreatininspiegel (eine Substanz, welche die Aktivität
der Nieren anzeigt) berprft wird.
– Micherweise ist eine Überwachung der Blutglucose und/oder der Elektro lyte erforderlich. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Sie Arzneimittel einnehmen/anwenden, welche die Wirkung von Vasopressin verstärken.
Auswirkungen auf Bluttests
Sollen bei Ihnen Blutuntersuchungen durchgefrt werden, informieren Sie das medizinische Fachpersonal darber, dass Sie Optiglobin anwenden, da Antikper in der Optiglobin-Lung bei Antikrpertests zu irrefenden positiven Ergebnissen fen knen.
Anwendung von Optiglobin zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, krzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Impfung
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Impfung geplant haben oder krzlich e ine Impfung erhalten haben. Optiglobin kann die Wirksamkeit bestimmter Lebendimpfstoffe wie Masern, Reln, Mumps und Windpocken (Varizellen) beeinträchtigen. Zwischen der Anwendung von Optiglobin und einer Impfung mit diesen Impfstoffen sollten mindestens drei Monate verstrichen sein. Im Falle von Masern mssen Sie mglicherweise bis zu einem Jahr warten.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Sicherheit dieses Arzneimittels bei schwangeren oder stillenden Frauen wurde nicht untersucht. Immunglobuline wurden aber bereits bei schwangeren und stillenden Frauen angewendet.
Basierend auf den klinischen Erfahrungen mit Immunglobulinen sind keine schädlichen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit, auf den Verlauf der Schwangerschaft oder auf den Fus (das ungeborene Kind) und das Neugeborene zu erwarten. Wenn Optiglobin bei schwangeren Frauen während der Wehen angewendet wird, insbesondere in Kombination mit Oxytocin, kann ein erhhtes Risiko fr Hyponatriämie (niedrige Natrium spiegel im Blut) bestehen.
| Wenn Sie stillen und Optiglobin anwenden, kn die Immunglobuline aus dem Arznei | mittel auch in | |
| die Muttermilch bergehen. Es sind keine negativen Auswirkungen auf gestillte | ||
| Neugeborene/Säuglinge zu erwarten. | ||
| Neugeborene | ||
| Neugeborene - insbesondere Freborene und Neugeborene mit geringem Geburts | gewicht - haben | |
| ein erhtes Risiko, einen zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerspiegel (Hypo- o | der Hyperglykämie) |
zu entwickeln, und msen daher während der Behandlung mit Optigl obin engmaschig berwacht werden, um eine angemessene Kontrolle des Zuckergehaltes zu gewährleisten, damit mgliche langfristige nachteilige Auswirkungen vermieden werden.
Verkehrstchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Die Verkehrstchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen knen durch e inige Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Optiglobin beeinträchtigt werden. Patienten, bei denen während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, sollten warten, bis diese abgeklungen sind, bevor sie ein Fahrzeug fren oder Maschinen bedienen.
Optiglobin enthält Glucose
Optiglobin enthält 50 mg Glucose pro ml (5 % Glucose), wodurch sich der Blutzuckerspiegel erhhen kann. Wenn Sie Diabetiker sind, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Ihr Blutzuckerspiegel berwacht werden muss und ob Sie Insulin benigen, vor allem, wenn Optiglobin in hoher Dosier ung verabreicht wird.
Informationen zur Virussicherheit von Optiglobin
Optiglobin wird aus menschlichem Plasma hergestellt. Bei der Herstellung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Plasma werden bestimmte Maßnahmen durchgeft , um einer Übertragung von Infektionen auf Patienten vorzubeugen. Dazu gehren:
- die sorgfältige Auswahl der Blut- und Plasmaspender, um sicherzustellen, dass Personen, die Infektionsträger sein knnten, ausgeschlossen werden,
- die Testung jeder Blutspende und aller Plasmapools auf Anzeichen von Viren/Infektionen und
Maßnahmen bei der Verarbeitung des Blutes bzw. des Plasmas, die Viren inaktivieren oder entfernen knen.
Trotz dieser Maßnahmen kann die Übertragung infektier Erreger bei Vera breichung von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt sind, nicht vllig ausgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere funbekannte oder neu auftretende Viren oder andere Arten von Infektionen.
Die getroffenen Maßnahmen gelten als wirksam gegen umhllte Viren wie das humane Immundefizienzvirus (HIV), das Hepatitis-B-Virus und das Hepatitis-C-Virus sowie gegen die nicht umhllten Viren, wie das Hepatitis-A-Virus und das Parvovirus B19.
Immunglobuline werden nicht mit Hepatitis-A- oder Parvovirus-B19-Infektionen in Verbindung gebracht, mglicherweise, weil die in dem Produkt enthaltenen Antikper gegen diese Erreger eine Schutzwirkung ausben.




