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Medikamente

Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere

Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Novacoc forte – Infusionslösung für Tiere 2. Zusammensetzung 100 ml enthalten: Wirkstoffe: Metamizol-Natrium 4,00 g Coffein 0,35 g Calciumgluconat 10,00 g Magnesiumgluconat 1,00 g Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat 0,402 g Acetylmethionin 4,00 g Glucose (als Monohydrat) 18,182 g Sonstige Bestandteile Benzylalkohol 1,05 g …

Wirkstoff(e)
Calciumgluconat, Coffein, Glucose, Natriumdihydrogenphosphat
Zulassungsinhaber
VetViva Richter GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN02BB52

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Novacoc forte – Infusionslösung für Tiere

2. Zusammensetzung  
100 ml enthalten:  
Wirkstoffe:  
Metamizol-Natrium 4,00 g
Coffein 0,35 g
Calciumgluconat 10,00 g
Magnesiumgluconat 1,00 g
Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat 0,402 g
Acetylmethionin 4,00 g
Glucose (als Monohydrat) 18,182 g
Sonstige Bestandteile  
Benzylalkohol 1,05 g

Klare, gelbliche bis orange-gelbe Lösung.

Anwendungsgebiet(e)

Zur unterstützenden Therapie bei Festliegen sowie bei Schmerzen und fieberhaften Erkrankungen verursacht durch, Infektionen und Intoxikationen wie Coli-Mastitis, akute und schwere Septikämie, Puerperalseptikämie, Diarrhoe und Pneumonien.

Die Anwendung des Tierarzneimittels wird zusätzlich zur antiinfektiösen Therapie empfohlen.

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Was ist vor der Einnahme von Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen, Blutbildungsstörungen, Bronchialasthma, Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera, chronischen gastrointestinalen Störungen, Hypercalcämie, Koagulopathien, Herzinsuffizienz und -arrhythmien.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Die Infusionslösung sollte langsam und körperwarm verabreicht werden.

Dosierung:

Rind/Pferd: 50 ml/100 kg

Schwein: 4,5 ml/10 kg

Eine Anwendung über mehr als drei Tage sollte nur nach erneuter Indikationsstellung erfolgen.

Dem Krankheitsverlauf entsprechend, kann die Verabreichung täglich einmal wiederholt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Siehe Abschnitt „6. Besondere Warnhinweise“.

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Welche Nebenwirkungen hat Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere?

Rinder, Pferde, Schweine: Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Tachykardie1, Herzarrhythmie1; Reizung des Magen-Dram-Trakts2, Blutung im Magen-Dram-Trakt2; Nierenfunktionsstörung2, Blutbildveränderungen2, Leukopenie2,3; Bronchospasmen2,4

1 Bei zu hoher Infusionsgeschwindigkeit.

2 Insbesondere bei langfristiger und hochdosierter Anwendung.

3 Bei Pferden.

4 Bei prädisponierten Tieren.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können

Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 WIEN

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).

Die Infusionsflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage

Weitere Informationen zu Novacoc forte - Infusionslösung für Tiere

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Während der intravenösen Infusion ist kontinuierlich die Herzfrequenz zu kontrollieren. Die Infusion sollte langsam und körperwarm verabreicht werden.

Bei Tachykardie und Herzrhythmusstörungen ist die Infusion zu unterbrechen. Vorsicht ist geboten bei Verdacht auf Herzerkrankungen (Calcium-Schock).

Bei calciumhaltigen Arzneimitteln kann es beim Überschreiten der maximalen Infusionsgeschwindigkeit zu allergischen Reaktionen, bedingt durch Histaminausschüttung, kommen.

Bei längerfristiger Anwendung ist das Blutbild zu kontrollieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit:

Die Anwendung in der Spätphase der Trächtigkeit erfordert eine strenge Indikationsstellung.

Laktation:

Die Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch über.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Metamizol kann die Wirkung von Antikoagulantien verstärken und die diuretische Wirkung von Furosemid abschwächen. Bei der Kombination von Metamizol mit Neuroleptika (besonders Phenothiazinderivaten) kommt es zu einer schweren Hypothermie. Bei gleichzeitiger Behandlung mit Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertszeit und damit die Wirkungsdauer von Metamizol verkürzt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen. Die gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol. Herzglykoside und Adrenergika (Etilefrin) werden durch Calcium in ihrer Wirkung verstärkt. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Inhalationsnarkotika können Herzarrhythmien auftreten. Magnesiumgluconat schwächt die Wirkung von Aminoglykosiden und Tetrazyklinen ab und verstärkt die neuromuskulär blockierende Wirkung von Aminoglykosiden und Inhalationsnarkotika. Coffein verstärkt die Wirkung von Herzglykosiden.

Überdosierung:

Unerwünschte Wirkungen werden primär durch zu rasche Infusionen bedingt. Sie umfassen Kreislaufkollaps, Herzarrhythmien, erschwerte Atmung, Krämpfe, Muskelschwäche. In solchen Fällen ist die Infusion abzubrechen und eventuell eine symptomatische Behandlung einzuleiten.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-00520

Packungsgröße: 250 ml

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

02/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Die Anwendung des Tierarzneimittels „Novacoc forte – Infusionslösung für Tiere“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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