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Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung und Prävention von Mischinfektionen bei Schafen mit Moxidectin-empfindlichen Parasiten. Adulte und/oder unreife Magen-Darm-Nematoden: Haemonchus contortus (einschließlich inhibierter Larven) Teladorsagia circumcincta (einschließlich inhibierter Larven) Teladorsagia trifurcata Trichostrongylus axei (einschließlich inhibierter Larven) …
- Zieltierarten
- Schaf.
- Wartezeit
- Essbare Gewebe: 14 Tage. Milch: 5 Tage.
- Wirkstoff(e)
- Moxidectin
- Zulassungsinhaber
- Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP54AB02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung und Prävention von Mischinfektionen bei Schafen mit Moxidectin-empfindlichen Parasiten. Adulte und/oder unreife Magen-Darm-Nematoden:
- Haemonchus contortus (einschließlich inhibierter Larven)
- Teladorsagia circumcincta (einschließlich inhibierter Larven)
- Teladorsagia trifurcata
- Trichostrongylus axei (einschließlich inhibierter Larven)
- Trichostrongylus colubriformis
- Trichostrongylus vitrinus
- Nematodirus battus
- Nematodirus spathiger
- Nematodirus filicolis (nur Adulte)
- Strongyloides papillosus (nur larvale Stadien)
- Cooperia curticei (nur Adulte)
- Cooperia oncophora
- Oesophagostomum columbianum
- Oesophagostomum venulosum (nur Adulte)
- Chabertia ovina
- Trichuris ovis (nur Adulte)
Adulte Nematoden der Atemwege:
Dictyocaulus filaria
Das Tierarzneimittel hat eine persistierende Wirkung, die Reinfektionen verhindert: für 5 Wochen gegen
Teladorsagia circumcincta und Haemonchus contortus, für 4 Wochen gegen Oesophagostomum columbianum
Klinische Studien, basierend auf experimenteller und natürlicher Infektion, haben gezeigt, dass das Tierarzneimittel wirksam gegen bestimmte Benzimidazol-resistente Stämme ist wie:
Haemonchus contortus Teladorsagia cicumcincta Trichostrongylus colubriformis Cooperia curticei
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Für welche Tiere ist Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe zugelassen?
Schaf.
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
- Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung, bedingt durch Unterschätzung des Körpergewichtes, Fehlanwendung des Tierarzneimittels oder fehlende Kalibrierung der Dosierungshilfe.
- Bei Verdacht auf Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z. B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus angewendet werden.
In einigen Ländern ist über Resistenzen gegenüber makrozyklischen Laktonen bei Teladorsagia beim Schaf berichtet worden. Im Jahr 2018 wurde in ganz Europa über Resistenzen von Teladorsagia circumcincta gegen Moxidectin, Levamisol, Benzimidazole und Ivermectin berichtet. Ebenfalls wurden Stämme von
Haemonchus contortus und Trichostrongylus colubriformis beschrieben, die resistent gegen Moxidectin waren. Daher sollte die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale (regional, betrieblich) epidemiologische Daten zur Empfindlichkeit der Parasiten basieren und die lokale Behandlungshistorie, sowie Empfehlungen zur nachhaltigen Verwendung des Tierarzneimittels berücksichtigen, um weitere Selektion auf Resistenzen gegenüber antiparasitären Wirkstoffen zu limitieren.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
- Direkter Kontakt mit der Haut oder den Augen ist zu vermeiden.
- Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus undurchlässigen Gummihandschuhen tragen.
- Im Falle eines Kontakts mit den Augen sollten diese mit reichlich sauberem Wasser
ausgewaschen werden und es ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
- Nach der Anwendung die Hände und andere mit dem Tierarzneimittel in Kontakt gekommenen Körperstellen waschen.
- Nicht rauchen, essen oder trinken während der Anwendung des Tierarzneimittels.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Moxidectin erfüllt die Kriterien einer (sehr) persistenten, bioakkumulierenden und toxischen (PBT) Substanz; daher sollte die Belastung der Umwelt durch Moxidectin auf ein Minimum reduziert werden. Behandlungen sollten nur wenn nötig durchgeführt werden und auf Zählungen der fäkalen Eizahlen oder Abwägung des Risikos einer Infektion auf Niveau des individuellen Tieres und/oder der Herde basieren. Wie andere makrozyklische Laktone besitzt Moxidectin das Potential Nichtzielorganismen zu schaden.
Die Fäzes behandelter Tiere, die Moxidectin enthalten, können auf der Weide zeitweise die Zahl von Dungorganismen vermindern. Nach der Behandlung von Schafen mit dem Tierarzneimittel, kann Moxidectin über einen Zeitraum von 4 Tagen in Mengen ausgeschieden werden, die für Dungfliegen toxisch sein können und daher in dieser Zeit ihr Vorkommen reduzieren. In Labortests konnte nachgewiesen werden, dass Moxidectin zeitweise die Reproduktion von Dungkäfern beeinträchtigen kann; Studien deuten jedoch auch darauf hin, dass entstehende Rückstände keinen Langzeiteffekt besitzen. Nichtsdestotrotz wird empfohlen, bei wiederholten Behandlungen mit Moxidectin (oder mit Tierarzneimitteln derselben Klasse von Anthelminthika), die Tiere nicht jedes Mal auf derselben Weide zu behandeln, um der Dungfauna zu erlauben, sich zu erholen.
- Moxidectin ist von Natur aus toxisch für aquatische Organismen wie Fische. Das Tierarzneimittel sollte ausschließlich wie auf dem Etikett beschrieben angewendet werden. Aufgrund des Ausscheidungsprofils bei Schafen, nach Gabe der oralen Lösung, sollten behandelte Tiere, während der ersten 3 Tage nach der Behandlung, keinen Zugang zu Wasserläufen erhalten.
Trächtigkeit und Laktation und Fortpflanzungsfähigkeit:
Moxidectin hat sich als unbedenklich in der Anwendung bei trächtigen und laktierenden Tieren sowie Zuchttieren erwiesen.
Kann während der Trächtigkeit und Laktation und bei Zuchttieren angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Die Wirkung von GABA-Agonisten (Gamma-Aminobuttersäure) wird bei gleichzeitiger Gabe von Moxidectin verstärkt.
Überdosierung:
Bei Überdosierungen bis zum Fünffachen der empfohlenen Dosis wurden keine Symptome beobachtet. Bei höheren Dosen wurde vorübergehender Speichelfluss, Depressionen, Schläfrigkeit und Ataxie 8 bis 12 Stunden nach der Anwendung beobachtet. Im Allgemeinen ist keine Therapie erforderlich und die betroffenen Tiere erholen sich im Allgemeinen innerhalb von 24 - 48 Stunden.
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben. Sollte als einmalige orale Gabe mit einem entsprechenden Standardapplikator, in einer Dosierung von 1 ml/5 kg Körpergewicht, entsprechend 200 µg Moxidectin pro kg Körpergewicht verabreicht werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden; die Genauigkeit der Dosierungshilfe sollte überprüft werden.
Welche Wartezeit gilt für Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe?
Essbare Gewebe: 14 Tage.
Milch: 5 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe beim Tier haben?
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, 1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25°C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 6 Monate.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Moxidectin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus
entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
DE/AT: Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Moxidectin Chanelle 1 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schafe
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
Wirkstoffe:
Sonstige Bestandteile:
Benzylalkohol 40,0 mg
Klare, farblose bis gelbliche Lösung.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: 402524.00.00
AT: 840340
Packungsgrößen sind 1 L, 2,5 L, 3 L und 5 L
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
<{MM/JJJJ}>
<{TT/MM/JJJJ}> <{TT Monat JJJJ}>
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:
Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd.,
Loughrea, Co. Galway, Ireland.
Tel: +353 (0)91 841788
E-mail: vetpharmacoviggroup@chanellegroup.ie
Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: DE: Virbac Tierarzneimittel GmbH
Rögen 20
D-23843 Bad Oldesloe Deutschland
Tel.: +49(0)4531 805 111
AT:VIRBAC Österreich GmbH
Hildebrandgasse 27
AT-1180 Wien
Tel: + 43-(0) 1 21 834 260
DE: Mitvertreiber:
Virbac Tierarzneimittel GmbH
Rögen 20
D-23843 Bad Oldesloe
Deutschland
AT Mitvertrieb:
VIRBAC Österreich GmbH
Hildebrandgasse 27
AT-1180 Wien
Tel: + 43-(0) 1 21 834 260
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
Weitere Informationen
Umweltverträglichkeit
Moxidectin erfüllt die Kriterien einer (sehr) persistenten, bioakkumulierenden und toxischen (PBT) Substanz. Insbesondere bei Studien zur akuten und chronischen Toxizität mit Algen, Krebstieren und Fischen konnte eine toxische Wirkung festgestellt werden, wobei folgende Werte ermittelt wurden:
| Organismus | EC50 | NOEC | |
| Algen | S. capricornutum | >86,9 µg/l | 86,9 µg/l |
| Krebstiere | Daphnia magna (akut) | 0,0302 µg/l | 0,011 µg/l |
| (Wasserflöhe) | Daphnia magna | 0,0031 µg/l | 0,010 µg/l |
| (Reproduktion) | |||
| O. mykiss | 0,160 µg/l | Nicht untersucht | |
| Fische | L. macrochirus | 0,620 µg/l | 0,52 µg/l |
| P. promeals (Frühe | Nicht zutreffend | 0,0032 µg/l | |
| Lebensstadien) | |||
| Cyprinus carpio | 0,11 µg/l | Nicht untersucht |
EC50: Die Konzentration, bei welcher 50% der Individuen der Testspezies negativen Effekten unterworfen sind, d.h. sowohl im Hinblick auf Mortalität als auch auf subletale Effekte.
NOEC: Die Konzentration in der Studie, bei der keine Wirkungen beobachtet wurden.
Die Ergebnisse deuten darauf, dass Moxidectin einen schwerwiegenden und langanhaltenden Einfluss auf aquatische Organismen haben kann, wenn es in Gewässer gelangt. Um dieses Risiko zu vermindern sollten bei der Benutzung und Entsorgung alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



