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Medikamente

Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Ivomec- F 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde Anwendungsgebiete Zur Behandlung und Bekämpfung des Befalls mit folgenden Magen- und Darmrundwürmern, Lungenwürmern, Mikrofilarien und Magendasseln beim Pferd: Große Strongyliden Strongylus vulgaris Adulte und 4. (arterielle) Larvenstadien Strongylus edentatus Adulte und 4.

Wirkstoff(e)
Ivermectin
Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Animal Health France S.C.S.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
ATC Code
QP54AA01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Ivomec-F 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung und Bekämpfung des Befalls mit folgenden Magen- und Darmrundwürmern, Lungenwürmern, Mikrofilarien und Magendasseln beim Pferd:

Große Strongyliden  
Strongylus vulgaris Adulte und 4. (arterielle) Larvenstadien
Strongylus edentatus Adulte und 4. Larvenstadien
Strongylus equinus Adulte
Kleine Strongyliden  
Triodontophorus spp. Adulte
Triodontophorus brevicauda  
Triodontophorus serratus  
Triodontophorus tenuicollis  
Craterostomum acuticaudatum Adulte
Coronocyclus spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Coronocyclus coronatus  
Coronocyclus labiatus  
Coronocyclus labratus  
Cyathostomum spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Cyathostomum catinatum  
Cyathostomum pateratum  
 
Cylicocyclus spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Cylicocyclus ashworthi  
Cylicocyclus elongatus  
Cylicocyclus insigne  
Cylicocyclus leptostomum  
Cylicocyclus nassatus  
Cylicocyclus radiatus  
Cylicodontophorus spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Cylicodontophorus bicoronatus  
Cylicostephanus spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Cylicostephanus asymetricus  
Cylicostephanus bidentatus  
Cylicostephanus calicatus  
Cylicostephanus goldi  
Cylicostephanus longibursatus  
Cylicostephanus minutus  
Gyalocephalus capitatus Adulte und 4. Larvenstadien
Parapoteriostomum spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Parapoteriostomum euproctus  
Parapoteriostomum mettami  
Petrovinema spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Petrovinema poculatum  
Poteriostomum spp. Adulte und 4. Larvenstadien
Poteriostomum imparidentatum  
Poteriostomum ratzii  
Pfriemenschwanz  
Oxyuris equi Adulte und Immature
Rollschwanz  
Habronema muscae Adulte
Spulwurm  
Parascaris equorum Adulte, L3 und L4
Magenfadenwurm  
Trichostrongylus axei Adulte
Mikrofilarien  
Onchocerca spp.  
Magendasseln  
Gasterophilus spp. alle Larvenstadien
Lungenwurm  
Dictyocaulus arnfieldi Adulte und Immature
Zwergfadenwurm  
Strongyloides westeri Adulte

Dermatitiden verursacht durch Hautlarven von Habronema und Draschia spp. (Sommerwunden) sowie durch Onchocerca sp. microfilariae (Hautonchozerkose).

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Was ist vor der Einnahme von Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Tierarzneimittel ist zur Anwendung bei den Zieltierarten bestimmt. Siehe auch Abschnitt „Besondere Warnhinweise“.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Ivermectin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.

Verunreinigung von Oberflächengewässern oder Wassergräben mit dem Tierarzneimittel oder gebrauchten Applikationsspritzen ist unbedingt zu vermeiden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Einmalige Anwendung.

Dosierung:

Die empfohlene Dosis beträgt 0,2 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht (KGW), entspricht 1,07 g Paste für 100 kg Körpergewicht, als Einzelgabe.

1 Applikationsspritze mit 6,42 g (mit 8,03 g bzw. 11,77 g) Paste für ein Pferd mit 600 kg (bis 750 kg bzw. 1100 kg) KGW, entsprechend 0,2 mg Ivermectin pro kg KGW.

Jede Markierung (schwarzer Pfeil) am Stempelschaft entspricht einer Dosis für 100 kg KGW, jede Rasterung für 25 kg KGW.

Hinweise für die richtige Anwendung

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Bei den Applikationsspritzen, die zur Behandlung von Pferden bis 600 kg und 1100 kg vorgesehen sind, können die kalibrierten Markierungen in jeweils 100 kg Intervallen eingestellt werden.

Bei der Applikationsspritze, die zur Behandlung von Pferden bis 750 kg vorgesehen ist, können die kalibrierten Markierungen in jeweils 125 kg Intervallen eingestellt werden. Die Applikationsspritze ist so weit wie möglich in das Maul einzuschieben. Es ist darauf zu achten, dass sich beim Einbringen der Paste keine Futterreste in der Maulhöhle befinden.

Eine Wiederholungsbehandlung sollte erst nach 21 Tagen durchgeführt werden. Die Zeitpunkte sind nach den epidemiologischen Gegebenheiten zu wählen.

10. Wartezeiten  
Essbare Gewebe: 21 Tage

Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

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Welche Nebenwirkungen hat Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde?

Pferd:

Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte):

Ödem1

Juckreiz.1

1 bei starkem Befall mit Onchocerca spp. microfilariae, vermutlich das Resultat einer großen Anzahl von abgetöteten Mikrofilarien. Diese Symptome klingen nach einigen Tagen ab.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 Wien,

Website: https://www.basg.gv.at, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at.

Wie ist Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 30 °C lagern.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: sofort verbrauchen. Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Applikationsspritze angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Weitere Informationen zu Ivomec-P 18,7 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Zusammensetzung

Jedes Gramm enthält:  
Wirkstoff(e):  
Ivermectin 18,7 mg

Sonstige Bestandteile:

Titandioxid (E171) 20,0 mg

Weißliche, pastöse Paste.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Folgende Vorgehensweisen sind zu vermeiden, da diese das Risiko für Resistenzentwicklungen erhöhen und letztendlich zur Unwirksamkeit der Therapie führen können:

  • Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika aus derselben Wirkstoffklasse über einen längeren Zeitraum
  • Unterdosierungen infolge zu niedrig geschätzten Körpergewichts oder nicht sachgerechter Verabreichung des Tierarzneimittels.

Klinischen Verdachtsfällen von Anthelminthika-Resistenzen sollte mittels geeigneter Untersuchungsmethoden (z.B. fäkalem Eizahlreduktionstest) nachgegangen werden. Sollte der Befund deutliche Hinweise auf das Vorliegen einer Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum ergeben, dann sollte ein Anthelminthikum einer anderen Stoffgruppe und mit anderem Wirkungsmechanismus angewendet werden.

Resistenzen gegenüber Ivermectin sind für Parascaris equorum berichtet worden. Daher sollte dieses Tierarzneimittel entsprechend vorhandenen lokalen epidemiologischen Informationen zur Empfindlichkeit dieser Helminthen-Spezies und Empfehlungen zur Verminderung weiterer Resistenzen verwendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Wie bei allen Anthelminthika sollte der Tierarzt ein geeignetes Dosierprogramm und Herdenmanagement erstellen, um eine adäquate Parasitenkontrolle zu erreichen und die Wahrscheinlichkeit einer Anthelminthika-Resistenz zu reduzieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen verursachen. Daher sollte bei der Anwendung jeder Kontakt mit der Haut oder den Augen vermieden werden.

Bei versehentlicher Hautexposition die betroffenen Hautstellen sofort mit Wasser und Seife abspülen. Bei versehentlicher Einnahme oder Reizung am Auge ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Nach der Anwendung Hände waschen.

Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:

Der Wirkstoff Ivermectin ist sehr gefährlich für Fische, andere Wasserorganismen und Dungfauna. Behandelte Tiere sollen daher nach der Behandlung keinen direkten Zugang zu Gewässern wie Teichen, Bächen oder Wassergräben haben.

Langzeitwirkungen auf Dungfauna durch kontinuierliche oder wiederholte Anwendung des Tierarzneimittels können nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten wiederholte Behandlungen von Weidetieren innerhalb einer Saison auf derselben Weidefläche nur auf Anweisung eines Tierarztes erfolgen.

Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:

Avermectine werden möglicherweise von anderen Tierarten schlecht vertragen. Fälle von Unverträglichkeiten mit Todesfolge wurden bei Hunden, insbesondere Collies, Bobtails und ihnen verwandten Rassen und/oder Mischlingen beschrieben. Dies gilt auch für Schildkröten.

Es sollte daher darauf geachtet werden, dass andere Tierarten keine Reste des Tierarzneimittels aufnehmen können oder keinen Zugang zu den Applikationsspritzen haben.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation verabreicht werden. Siehe auch Abschnitt „Wartezeiten“.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Die Wirkung von GABA-Agonisten kann durch Ivermectin verstärkt werden.

Überdosierung:

Nach einer Überdosierung von 1,8 mg/kg KGW (entspricht dem 9-fachen der empfohlenen Dosis) wurden vorübergehende, milde Anzeichen einer Unverträglichkeit (verlangsamter Pupillenreflex und Abgeschlagenheit) beobachtet. Bei höheren Dosierungen wurden auch Mydriasis, Ataxie, Muskelzittern, Benommenheit bis hin zum Koma und Tod beobachtet.

Die weniger schweren Symptome sind in der Regel vorübergehend. Ein Antidot ist nicht bekannt. Falls erforderlich, ist eine symptomatische Therapie einzuleiten.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Der Wirkstoff Ivermectin unterliegt bei intensiver Bestrahlung einem photolytischen Abbau.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.: 8-00125

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit 1 Applikationsspritze mit 6,42 g Paste zum Eingeben. Faltschachtel mit 1 Applikationsspritze mit 8,03 g Paste zum Eingeben. Faltschachtel mit 1 Applikationsspritze mit 11,77 g Paste zum Eingeben.

Faltschachtel mit 50 Applikationsspritzen mit je 6,42 g Paste zum Eingeben. Faltschachtel mit 50 Applikationsspritzen mit je 8,03 g Paste zum Eingeben. Faltschachtel mit 50 Applikationsspritzen mit je 11,77 g Paste zum Eingeben.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

06/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Ivermectin ist sehr gefährlich für Fische, andere Wasserorganismen und Dungfauna.

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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