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Medikamente

Intratect 100 g/l Infusionslösung

Intratect 100 g/l Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

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Gebrauchsinformation

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Was ist vor der Einnahme von Intratect 100 g/l Infusionslösung zu beachten?

Intratect 100 g/l darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Immunglobuline vom Menschen oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an einem Immunglobulin-A-Mangel leiden, insbesondere, wenn in Ihrem Blut Antikper gegen Immunglobulin A vorhanden sind, da dies zu Anaphylaxie fhren kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Intratect 100 g/l anwenden, wenn Sie

das Arzneimittel zuvor noch nicht erhalten haben oder die letzte Anwendung lange zurckliegt, z. B.
  mehrere Wochen (Sie mssen während der Infusion und feine Stunde nach der Infusion sorgfältig
  berwacht werden).
vor kurzem Intratect 100 g/l erhalten haben (Sie msen während der Infusion und fr mindestens 20
  Minuten nach der Infusion beobachtet werden).

eine aktive Infektion oder eine zugrundeliegende dauerhafte (chronische) Entzung haben.

bereits einmal auf andere Antikrper reagiert haben (in seltenen Fällen ke bei Ihnen ein Risiko
  fr allergische Reaktionen bestehen).    
• eine Nierenerkrankung haben oder hatten.    
Arzneimittel erhalten haben, welche Ihre Nieren schädigen kn ( sollte sich Ihre Nierenfunktion
  verschlechtern, kann es notwendig sein, die Intratect 100 g/l-Behandlung abzubrechen).

Ihr Arzt wird besonders achtgeben, sollten Sie bergewichtig, älter oder Diabetiker sein, sollten Sie unter hohem Blutdruck oder geringem Blutvolumen (Hypovolämie) leiden oder sollte Ihr Blut zu zähflssig sein (erhte Blutviskosität) . Gleiches gilt, wenn Sie bettlägerig waren oder fr einige Zeit bewegungsunfähig (Ruhigstellung von Kperteilen/ Immo bilität) sowie im Falle einer Blutgefäßerkrankung oder bei anderen bestehenden Risiken fr Gefäßthrombosen (Blutgerinnseln).

Hinweis zu Überempfindlichkeitsreaktionen

Während der Infusion von Intratect 100 g/l werden Sie sorgfältig berwacht, um etwaige Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) sofort erkennen und behandeln zu kn. Ihr Arzt wird dafr sorgen, dass Sie Intratect 100 g/l mit der fr Sie am besten geeigneten Infusionsgeschwindigkeit erhalten.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, sollten Sie während der Infusion von Intratect 100 g/l Anzeichen von Kopfschmerzen, Hitzegefhl, Schttelfrost, Muskelsc hmerzen, pfeifendem Atemgeräusch, Herzrasen, Schmerzen im unteren Rcken, Übelkeit oder niedrigem Blutdruck bemerken. Der Arzt wird in diesem Fall die Infusionsgeschwindigkeit verringern oder die Infusion abbrechen.

Nach der Infusion von Intratect 100 g/l kann bei Ihnen eine geringe Konzentration weißer Blutkperchen (Neutropenie) auftreten, die sich innerhalb von 7 bis 14 Tagen spontan zurkbildet. Wenn Sie sich hinsichtlich der Symptome nicht sicher sind, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung.

In sehr seltenen Fällen kann nach der Verabreichung von Immunglobulinen eine transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz („transfusion-related acute lung injury“, TRALI) auftreten. Diese frt zu einer

nicht herzassoziierten Ansammlung von Flsigkeit in den Lufträumen der Lung e (nicht kardiogenes

Lungenm). Sie werden dies durch erschwerte Atmung (Atemnot), schnelle Atmung (Tachypnoe),
anomal niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxie) und erhhte Krpertemperatur (Fieber) spren . Die

Symptome treten in der Regel innerhalb von 1 bis 6 Stunden nach erfolgter Behandlung auf. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn diese Reaktionen bei Ihnen während der Infusion von Intratect 100 g/l auftreten. Der Arzt wird in diesem Fall die Infusion sofort abbrechen.

Information zur Übertragung von infektisen Krankhe itserregern

Intratect 100 g/l wird aus menschlichem Plasma (dem flssigen Bestand teil des Blutes) hergestellt. Bei Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt werden, ist es wichtig, die Übertragung von Infektionserregern auf den Patienten zu verhindern. Alle Blutspender werden auf Viren und Infektionskrankheiten untersucht. Die Arzneimittelhersteller fhren Maßnahmen zur Inaktivierung oder Entfernung von Viren aus menschlichem Blut oder Plasma durch. Trotz dieser Maßnahmen kann bei Verabreichung von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt worden sind, das Risiko einer Übertragung von Infektionen nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die ergriffenen Maßnahmen gelten als wirksam gegen umhllte Viren wie dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV) sowie Hepatitis-B-Virus (HBV) und Hepatitis-C-Virus (HCV).

Gegen nicht umhllte Viren wie Hepatitis -A-Virus (HAV) und Parvovirus B19 sind die ergriffenen Maßnahmen mglicherweise nur begrenzt wirksam.

Immunglobuline wurden bisher nicht mit Hepatitis-A- oder Parvovirus-B19-Infektionen in Verbindung gebracht. Dies beruht mlicherweise darauf, dass die in Intratect 100 g/l enthaltenen Antikper gegen diese Infektionen eine schtzende Wirkung haben.

Es wird ausdrklich empfohlen, dass jedes Mal, wenn Sie eine Dosis Intrate ct 100 g/l erhalten, der Name und die Chargenbezeichnung des Präparats von Ihrem Arzt dokumentiert werden. Die Chargenbezeichnung gibt Aufschluss ber die jeweiligen Ausgangsmate rialien Ihres Arzneimittels. Falls erforderlich, lässt sich dadurch zwischen Ihnen und dem verwendeten Ausgangsmaterial eine Verbindung herstellen.

Anwendung von Intratect 100 g/l zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, krzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Intratect 100 g/l kann die Wirksamkeit bestimmter Impfstoffe verringern, z. B. die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen

Unter Umständen mssen Sie bis zu drei Monaten warte n, bevor Sie geimpft werden knnen; im Falle des Masern-Impfstoffes kann diese Wartezeit bis zu einem Jahr betragen.

Bitte vermeiden Sie die gleichzeitige Anwendung von Schleifendiuretika und Intratect 100 g/l.

Auswirkungen auf Laboruntersuchungen des Blutes

Intratect 100 g/l kann die Ergebnisse von Blutuntersuchungen beeinträchtigen. Falls bei Ihnen nach einer Infusion von Intratect 100 g/l eine Blutuntersuchung durchgefrt wird, informieren Sie bitte die Pers on, welche die Blutentnahme durchft, oder Ihren Arzt, dass Sie vor kurzem Intratect 100 g/l erhalten haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Ihr Arzt

wird entscheiden, ob Sie während der Schwangerschaft oder Stillzeit mit Intratect 100 g/l behandelt werden dfen.

Verkehrstchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstchtigkeit beeinträchtigen.

Intratect 100 g/l hat einen geringfgigen Einfluss auf die Verkeh rstchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Patienten, bei denen während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, sollten warten bis diese abgeklungen sind, bevor sie sich ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.

Wie wird Intratect 100 g/l Infusionslösung angewendet?

Intratect 100 g/l ist zur intravenen Verabreichung bestimmt (d. h. als Infusion in eine Vene) und wird von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal verabreicht. Die Dosierung richtet sich nach Ihrer Krankheit und nach Ihrem Kpergewicht. Der Arzt wir d Ihnen die Dosis verabreichen, die fr Sie am besten geeignet ist.

Zu Beginn Ihrer Infusion erhalten Sie Intratect 100 g/l mit einer geringen Infusionsgeschwindigkeit. Anschließend kann der Arzt die Infusionsgeschwindigkeit schrittweise erh n.

Die Infusionsgeschwindigkeit und -häufigkeit richten sich nach dem Grund Ihrer Behandlung mit Intratect 100 g/l.

Das Arzneimittel sollte vor der Anwendung auf Raum- oder Krpertemperatur erwärmt werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen (0–18 Jahre) unterscheidet sich nicht von der f Erwachsene, da die Dosierung fjede Indikation in Bezug auf das Kpergewic ht angegeben ist und entsprechend dem klinischen Ergebnis der oben genannten Erkrankungen angepasst werden muss.

Zur Substitutionstherapie bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem (primäre oder sekundäre Immunschwäche) werden die Infusionen alle 3 bis 4 Wochen verabreicht.

Zur Behandlung von entzichen Erkrankungen (Immunmodulation) kann die Infusion folgende rmaßen
verabreicht werden:  

Primäre Immunthrombozytopenie: Zur Behandlung einer akuten Episode wird am Tag 1 eine Infusion verabreicht; diese Dosis wird bei Bedarf einmal innerhalb von 3 Tagen wiederholt.

Alternativ kann eine geringere Dosierung einmal täglich fr 2 bis 5 Tage verabreicht werden.

  • Guillain-Barré-Syndrom: An 5 Tagen wird jeweils eine Infusion verabreicht.
  • Kawasaki-Syndrom: Die Infusion wird zusammen mit Acetylsalicylsäure als Einzeldosis verabreicht.
  • Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie und multifokale motorische Neuropathie: Der Behandlungseffekt ist nach jedem Verabreichungszyklus zu bewerten.

Wenn Sie eine grßere Menge von Intratect 100 g/l erhalten haben, als Sie sollten

Eine Überdosis kann vor allem bei Kindern, älteren Patienten und bei Patienten mit eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion zu einer Flsigkeitsberlastung des Kpers und zu erht er Zähflssigkeit des Blutes fhren. Achten Sie auf eine ausreichende Flssigkeitszufuhr , damit Sie nicht innerlich austrocknen (dehydrieren). Informieren Sie Ihren Arzt ber sämtliche medizinischen Pr obleme. Falls Sie glauben, dass Ihnen zu viel Intratect 100 g/l verabreicht wurde, sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Er wird entscheiden, ob

Ihre Infusionstherapie abgebrochen und eine alternative Behandlung durchgef t werden muss.

Wenn Sie eine Infusion versäumen

Intratect 100 g/l wird Ihnen in einem Krankenhaus von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal verabreicht. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Sie eine Infusion verpassen. Unabhängig davon mssen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie glauben, dass Sie eine Infusion versäumt haben.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, falls Sie weitere Fragen zu diesem Arzneimittel haben.

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Weitere Informationen zu Intratect 100 g/l Infusionslösung

Was Intratect 100 g/l enthält

  • Der Wirkstoff von Intratect 100 g/l ist menschliches Immunglobulin zur intravenen Verabreichung. Intratect 100 g/l enthält 100 g/l normales Immunglobulin vom Menschen, davon mindestens 96% Immunglobulin (IgG). Die Verteilung der IgG-Subklassen beträgt ungefähr 57% IgG1, 37% IgG2, 3% IgG3 und 3% IgG4. Der Gehalt an Immunglobulin A(IgA) beträgt hhstens
    1800 Mikrogramm/ml.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Glycin und Wasser fr Injektionszwecke

Wie Intratect 100 g/l aussieht und Inhalt der Packung

Intratect 100 g/l ist eine Infusionslsung. Die Lsung ist klar oder leicht opaleszent (milchig-weiß) und farblos bis gelblich.

10 ml, 25 ml, 50 ml, 100 ml oder 200 ml Lsung in eine r Durchstechflasche (Typ II Glas) mit einem Stopfen (Brombutyl) und einer Kappe (Aluminium).

Packung mit 1 Durchstechflasche mit jeweils 10 ml, 25 ml, 50 ml, 100 ml oder 200 ml Lung. Packung mit 3 Durchstechflaschen mit jeweils 100 ml oder 200 ml Lung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Biotest Pharma GmbH Landsteinerstraße 5 63303 Dreieich Deutschland

Tel.: + 49 6103 801-0

Fax: + 49 6103 801-150 Email: mail@biotest.com

Falls weitere Informationen ber das Arzneimittel g ewnscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem tlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

Biotest Austria GmbH

Einsiedlergasse 58

A-1050 Wien

Tel.: 01/545 15 61-0

Telefax: 01/545 15 61-39

Email: mail.at@biotest.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt berarbeitet im 04/2023.

Z.Nr.: 2-00402

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Die folgenden Informationen sind fr medizinisches Fachpersonal b estimmt:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen  
Infusionsbedingte Reaktion  
Bestimmte Nebenwirkungen (z. B. Kopfschmerzen, Hitzegef, Schtelfrost, Myalgie, Pfeifatmung,
Tachykardie, Schmerzen im unteren Rken, Übelkeit, Hypotonie) kn im Zusammenhang mit der

Infusionsgeschwindigkeit stehen. Die empfohlene Infusionsgeschwindigkeit muss streng befolgt werden.

Die Patienten msen während der gesamten Dauer der Infusion berwacht und auf Symptome
unerwnschter Wirkungen beobachtet werden.  

Bei allen Patienten erfordert die IVIg-Gabe:

  • eine adäquate Hydratation vor Beginn der IVIg-Infusion,
  • die Überwachung der Urinausscheidung,
  • die Überwachung des Serumkreatininspiegels,
  • das Vermeiden der gleichzeitigen Gabe von Schleifendiuretika.

Es wird dringend empfohlen, bei jeder Infusion von Intratect 100 g/l den Namen sowie die Chargenbezeichnung des Präparates zu dokumentieren.

Bei einem Schock sind die aktuellen medizinischen Standardmaßnahmen f eine Schock behandlung anzuwenden.

Aseptisches Meningitis Syndrom (AMS)

AMS wurde im Zusammenhang mit der Behandlung mit IVIg berichtet.

Das Syndrom tritt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis 2 Tage nach Beginn der IVIg-Behandlung auf. Liquoruntersuchungen sind mit einer Pleozytose von bis zu mehreren tausend Zellen pro mm3, berwiegend der granulozytären Reihe, und erhten Proteinspiegeln bis zu mehre ren Hundert mg/dl häufig positiv.

AMS kann bei einer hochdosierten IVIg-Behandlung (2 g/kg) häufiger auftreten.

Bei Patienten, die diese Anzeichen und Symptome aufweisen, sollte eine sorgfältige neurologische Untersuchung, einschließlich Liquordiagnostik, durchgefrt werden, um andere Urs achen der Meningitis auszuschließen.

Der Abbruch der IVIg-Behandlung fhrte zu einer Remission der AMS innerhalb weni ger Tage ohne Folgeschäden.

Hämolytische Anämie    
IVIg-Präparate kn Blutgruppenantikper enthalten, die als Hämolysi ne wirken und in vivo eine
Beladung der Erythrozyten mit Immunglobulin bewirken kn, wodurch eine pos itive direkte

Antiglobulin-Reaktion (Coombs-Test) und selten eine Hämolyse hervorgerufen wird. Eine hämolytische Anämie kann sich infolge einer IVIg-Therapie aufgrund einer vermehrten Erythrozytensequestrierung entwickeln. Mit IVIg Behandelte sollten auf klinische Anzeichen und Symptome einer Hämolyse berwacht werden.

Dosierung

Dosierung und Dosisregime richten sich nach der Indikation.

Die Dosierung sollte in Abhängigkeit von der klinischen Reaktion des Patienten individuell angepasst werden. Bei einer in Abhängigkeit vom Kpergewicht erfolgenden Dosier ung muss die Dosierung f untergewichtige oder bergewichtige Patienten ggf. individuell angepas st werden.

Folgende Dosisregime knnen als Richtlinie gelten :

Substitutionstherapie bei primären Immunmangelsyndromen

Mit Hilfe des Dosierungsschemas sollte ein IgG-Talspiegel von mindestens 6 g/l oder ein innerhalb des fr das Alter der Population geltenden normalen Ref erenzbereichs liegender IgG-Talspiegel erreicht werden (IgG-Bestimmung vor der nächsten Infusion). Nach Beginn der Behandlung werden 3–6 Monate benigt, bis eine Gleichgewichtskonzentrati on (Steady-state-Konzentration fr IgG) erreicht ist. Die empfohlene einmal verabreichte Initialdosis beträgt 0,4–0,8 g/kg, gefolgt von mindestens 0,2 g/kg alle 3– 4 Wochen.

Die bentigte Dosis zur Aufrechterhaltung eines IgG -Talspiegels von 6 g/l beträgt 0,2–0,8 g/kg pro Monat. Nach Erreichen der Gleichgewichtskonzentration variiert das Dosierungsintervall von 3–

4 Wochen. IgG-Talspiegel sollten in Verbindung mit der Inzidenz von Infektionen gemessen und beurteilt werden. Um die Rate bakterieller Infektionen zu reduzieren, kann es nig sein, die Dosis zu erhen und hhere Talspiegel anzustreben .

Substitutionstherapie bei sekundärem Immunmangel

Die empfohlene Dosis beträgt 0,2–0,4 g/kg alle 3 bis 4 Wochen.

IgG-Talspiegel sollten in Verbindung mit der Inzidenz von Infektionen gemessen und beurteilt werden. Die Dosis ist ggf. anzupassen, um einen optimalen Schutz vor Infektionen zu erreichen: Bei Patienten mit andauernder Infektion muss die Dosis erhht werden und wenn ein Patient infektionsf rei bleibt, kann eine Reduzierung der Dosis in Betracht gezogen werden.

Immunmodulation:

Primäre Immunthrombozytopenie

Es gibt zwei alternative Behandlungsschemata:

  • 0,8–1 g/kg an Tag 1; diese Dosis kann einmal innerhalb von 3 Tagen wiederholt werden.
  • 0,4 g/kg täglich an 2–5 aufeinander folgenden Tagen.

Die Behandlung kann bei einem Rkfall wiederholt werden.

Guillain-Barré-Syndrom

0,4 g/kg täglich ber 5 Tage (mgliche Wiederholung der Dosierung im Falle eines Rckfalls) .

Kawasaki-Syndrom

2,0 g/kg sollten als Einzeldosis verabreicht werden. Patienten sollten eine begleitende Behandlung mit Acetylsalicylsäure erhalten.

Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

Anfangsdosis: 2 g/kg verteilt auf 2–5 aufeinander folgende Tage. Erhaltungsdosis: 1 g/kg verteilt ber 1–2 aufeinander folgende Tage alle 3 Wochen.

Der Behandlungseffekt ist nach jedem Zyklus zu beurteilen. Wenn nach 6 Monaten kein Behandlungseffekt festzustellen ist, ist die Behandlung abzubrechen.

Wenn die Behandlung effektiv ist, kann nach Ermessen des Arztes und basierend auf dem Ansprechen des Patienten und dem Ansprechen auf die Erhaltungstherapie eine Langzeittherapie in Betracht gezogen werden. Die Dosierung und die Intervalle sind ggf. unter Berksichtigung des indi viduellen Krankheitsverlaufs anzupassen.

Multifokale motorische Neuropathie (MMN)

Anfangsdosis: 2 g/kg verteilt ber 2 –5 aufeinander folgende Tage. Erhaltungsdosis: 1 g/kg alle 2 bis 4 Wochen oder 2 g/kg alle 4 bis 8 Wochen.

Der Behandlungseffekt ist nach jedem Zyklus zu beurteilen. Wenn nach 6 Monaten kein Behandlungseffekt festzustellen ist, ist die Behandlung abzubrechen.

Wenn die Behandlung effektiv ist, kann nach Ermessen des Arztes und basierend auf dem Ansprechen des Patienten und dem Ansprechen auf die Erhaltungstherapie eine Langzeittherapie in Betracht gezogen werden. Die Dosierung und die Intervalle sind ggf. unter Berksichtigung des indi viduellen Krankheitsverlaufs anzupassen.

Die Dosierungsempfehlungen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Indikation Dosis Häufigkeit der Infusionen
Substitutionstherapie:    
     
Primäre Immunmangelsyndrome Anfangsdosis:  
  0,4–0,8 g/kg  
  Erhaltungsdosis:  
  0,2–0,8 g/kg alle 3–4 Wochen
Sekundärer Immunmangel (wie im 0,2–0,4 g/kg alle 3–4 Wochen
Abschnitt Indikationen definiert)    
Immunmodulation:    
     
Primäre Immunthrombozytopenie 0,8–1 g/kg an Tag 1, falls erforderlich einmalige
    Wiederholungsgabe innerhalb von
    3 Tagen
  oder  
  0,4 g/kg/Tag fr 2 –5 Tage
Guillain-Barré-Syndrom 0,4 g/kg/Tag fr 5 Tage
Kawasaki-Syndrom 2 g/kg als Einzeldosis zusammen mit
    Acetylsalicylsäure
Chronisch inflammatorische Anfangsdosis: auf mehrere Dosen verteilt ber 2 –5 Tage
demyelinisierende Polyneuropathie 2 g/kg  
(CIDP)    
  Erhaltungsdosis: alle 3 Wochen auf mehrere Dosen verteilt
  1 g/kg ber 1–2 Tage
Multifokale motorische Neuropathie Anfangsdosis: auf mehrere Dosen verteilt ber 2 –
(MMN) 2 g/kg 5 aufeinander folgende Tage
  Erhaltungsdosis:  
  1 g/kg alle 2–4 Wochen
  oder oder
  2 g/kg alle 4–8 Wochen auf mehrere Dosen
    verteilt ber 2 –5 Tage

Kinder und Jugendliche

Die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen (0–18 Jahre) unterscheidet sich nicht von der f Erwachsene, da die Dosierung fjede Indikation in Bezug auf das Kpergewic ht angegeben ist und entsprechend dem klinischen Ergebnis der oben genannten Erkrankungen angepasst werden muss.

Art der Anwendung

Intravene Anwendung

Intratect 100 g/l wird intravens mit einer Infusionsgeschwindigk eit von zunächst nicht mehr als 0,3 ml/kg/h ber einen Zeitraum von 30 Minuten infundiert. Siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen. Bei Auftreten von Nebenwirkungen muss entweder die Infusionsgeschwindigkeit verringert oder die Infusion abgebrochen werden. Bei guter Verträglichkeit kann die Infusionsgeschwindigkeit allmählich auf maximal 1,9 ml/kg/h erht werden.

Substitutionstherapie:

Bei Patienten, die die Infusionsgeschwindigkeit von 1,9 ml/kg/h gut vertragen haben, kann die Geschwindigkeit allmählich auf 6 ml/kg/h und bei weiterhin guter Verträglichkeit anschließend allmählich auf maximal 8 ml/kg/h erht werden.

Dosen und Infusionsgeschwindigkeiten msen generell individuell an die Bedrfni sse des Patienten angepasst werden.

Inkompatibilitäten

In Ermangelung von Kompatibilitätsstudien darf dieses Arzneimittel weder mit anderen Arzneimitteln noch mit anderen IVIg-Produkten gemischt werden.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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