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Medikamente

Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Eurican DAPPi, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension 2. Zusammensetzung Eine Dosis (1 ml) des Impfstoffes enthält: Lyophilisat: Wirkstoffe: Minimum Maximum Attenuiertes canines Staupevirus, Stamm BA5 104,0 GKID50* 106,0 GKID50* Attenuiertes canines Adenovirus, Stamm DK13 102,5 GKID50* …

Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Animal Health France SCS
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QI07AD04

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Eurican DAPPi, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

2. Zusammensetzung      
Eine Dosis (1 ml) des Impfstoffes enthält:      
Lyophilisat:      
Wirkstoffe:      
    Minimum Maximum
Attenuiertes canines Staupevirus, Stamm BA5 104,0 GKID50* 106,0 GKID50*
Attenuiertes canines Adenovirus, Stamm DK13 102,5 GKID50* 106,3 GKID50*
Attenuiertes canines Parvovirus, Stamm CAG2 104,9 GKID50* 107,1 GKID50*
Attenuiertes canines Parainfluenza-Virus Typ 2, Stamm CGF 104,7 GKID50* 107,1 GKID50*
2004/75      
*GKID50: Gewebekulturinfektiöse Dosis 50%      
Lösungsmittel:      
Wasser für Injektionszwecke     1 ml

Beiges bis hellgelbes Lyophilisat und farblose Flüssigkeit.

Anwendungsgebiet(e)

Aktive Immunisierung von Hunden:

  • zur Verhinderung von Mortalität und klinischen Symptomen, die durch das canine Staupevirus (CDV) verursacht werden,
  • zur Verhinderung von Mortalität und klinischen Symptomen, die durch das Hepatitis contagiosa canis-Virus (CAV-1) verursacht werden,
  • zur Verringerung der viralen Ausscheidung bei einer Erkrankung der Atemwege, die durch das canine Adenovirus Typ 2 (CAV-2) verursacht wird,
  • zur Verhinderung von Mortalität, klinischen Symptomen und viraler Ausscheidung, die durch das canine Parvovirus (CPV)* verursacht werden,
  • zur Verringerung der viralen Ausscheidung bei Infektionen mit caninem Parainfluenza-Virus Typ 2 (CPiV).

Beginn der Immunität:

2 Wochen nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung.

Dauer der Immunität:

mindestens 1 Jahr nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung.

Aktuell verfügbare Daten von Infektionsversuchen und Serologie belegen einen Schutz gegen Staupe-, Adeno- und Parvovirus* über 2 Jahre nach erfolgter Grundimmunisierung und erster Wiederholungsimpfung nach einem Jahr.

Eine Anpassung des Impfschemas dieses Tierimpfstoffs muss fallweise entschieden werden, wobei die Impfhistorie des Hundes und das epidemiologische Umfeld berücksichtigt werden müssen.

* Ein Schutz gegen canines Parvovirus Typ 2a, 2b und 2c wurde mittels Infektionsversuch (Typ 2b) oder Serologie (Typen 2a und 2c) nachgewiesen.

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Was ist vor der Einnahme von Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension zu beachten?

Gegenanzeigen

Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Wie wird Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Eine Dosis (1 ml) wird nach Rekonstitution subkutan entsprechend dem folgenden Impfplan verabreicht:

Grundimmunisierung:

Zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen ab einem Alter von 7 Wochen.

Wird der Impfstoff mit Impfstoffen von Boehringer Ingelheim angewendet, welche eine Tollwutkomponente enthalten, beträgt das Mindestimpfalter 12 Wochen.

Vermutet der Tierarzt hohe maternale Antikörperspiegel und wurde die Grundimmunisierung vor einem Alter von 16 Wochen durchgeführt, wird eine dritte Injektion mit einem Impfstoff von Boehringer Ingelheim, der Staupe-, Adeno- und Parvoviren enthält, ab dem Alter von 16 Wochen und mindestens 3 Wochen nach der zweiten Injektion empfohlen.

Wiederholungsimpfung:

Eine Impfung 12 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung verabreichen. Die Wiederholungsimpfung bei Hunden sollte einmal jährlich erfolgen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Das Lyophilisat ist entweder mit dem Lösungsmittel für Eurican DAP bzw. Eurican DAPPi oder mit einem kompatiblen Impfstoff (Eurican LR, Eurican L, Eurican Lmulti oder Eurican L4), sofern verfügbar, unter aseptischen Bedingungen aufzulösen. Vor Gebrauch gut schütteln. Der gesamte Inhalt der Flasche mit rekonstituiertem Impfstoff ist als eine Dosis zu verabreichen.

Nach Rekonstitution entsteht eine opaleszente, gelb- bis orangefarbene Suspension.

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Welche Nebenwirkungen hat Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die vorgelegten Daten zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit belegen, dass der Impfstoff mit den Impfstoffen Eurican LR, Eurican L, Eurican Lmulti oder Eurican L4 (als Lösungsmittel) verabreicht werden kann, sofern diese verfügbar sind.

Die vorgelegten Daten zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit belegen, dass der Impfstoff am selben Tag aber nicht gemischt mit Rabisin verabreicht werden darf.

Wird der Impfstoff mit Impfstoffen von Boehringer Ingelheim angewendet, welche eine Tollwutkomponente enthalten, beträgt das Mindestimpfalter der Hunde 12 Wochen. Wird der Impfstoff mit Eurican LR gemischt, kann aufgrund des Vorhandenseins von

Aluminiumhydroxid ein kleiner, vorübergehender Knoten (bis zu 1,5 cm) an der Injektionsstelle induziert werden, und eine leichte Schwellung (~4 cm) kann nach Injektion an der Injektionsstelle auftreten, welche in der Regel innerhalb von 1-4 Tagen abklingt.

Wird der Impfstoff mit Eurican L4 gemischt, kann es sehr häufig zu einer Schwellung (kleiner als 6 cm) an der Injektionsstelle kommen, die innerhalb von 8 Tagen abklingt.

Häufig kann Anorexie und gelegentlich können Vokalisieren, Tachykardie und Tachypnoe beobachtet werden. Für Eurican L4, der einen zusätzlichen inaktivierten Stamm, Leptospira Australis, enthält, sind keine Sicherheitsdaten von trächtigen Hündinnen verfügbar.

Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels mit Ausnahme der oben genannten vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.

Überdosierung:

Die Verabreichung einer 10-fachen Überdosis des Lyophilisats führte zu keinen anderen als den unter Abschnitt „Nebenwirkungen“ beschriebenen Nebenwirkungen.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme des Lösungsmittels für Eurican DAP bzw. Eurican DAPPi, das zur gleichzeitigen Verwendung mit dem Tierarzneimittel in der Packung enthalten ist, und außer den im oben genannten Abschnitt „Wechselwirkungen“ erwähnten.

Nebenwirkungen

Hunde:

Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere):

Schwellung an der Injektionsstelle1, Juckreiz an der Injektionsstelle, Schmerz an der Injektionsstelle. Lethargie2. Erbrechen2.

Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1.000 behandelte Tiere):

Anorexie (Appetitlosigkeit), Polydipsie (gesteigertes Durstgefühl), Hyperthermie (erhöhte Körpertemperatur). Diarrhö (Durchfall). Muskelzittern. Muskelschwäche. Wärme an der Injektionsstelle, Läsionen an der Injektionsstelle3.

Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere):

Überempfindlichkeitsreaktion [Gesichtsödem (Schwellung), anaphylaktischer Schock, Urtikaria (Nesselsucht)]4

  1. Leicht (≤ 2 cm), unmittelbar nach der Injektion. Diese verschwindet üblicherweise nach 1-6 Tagen.
  2. Vorübergehend.
  3. Die Haut betreffend.
  4. Manche davon sind lebensbedrohlich. Eine geeignete symptomatische Behandlung sollte unverzüglich vorgenommen werden.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden (DE: https://www.vet-uaw.de; AT: Bundesamt für Sicherheit im

Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 Wien, Website: https://www.basg.gv.at, E-Mail: basg-vphv@basg.gv.at).

Wie ist Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Lyophilisat und Lösungsmittel:

Kühl lagern und transportieren (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Vor Licht schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: sofort verbrauchen.

Weitere Informationen zu Eurican DAPPi Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Nur gesunde Tiere impfen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Den Impfstoff unter Einhaltung der üblichen aseptischen Bedingungen verabreichen.

Nach der Impfung können die lebenden Impfstämme CAV-2 und CPV vorübergehend ausgeschieden werden. Dies hat jedoch keine negativen Folgen für Tiere, die mit den geimpften Tieren in Kontakt kommen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit:

Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: Zul. Nr.: PEI.V.11828.01.1

AT: Zul.Nr.: 836870

Plastikbox mit 10 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat und 10 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel. Plastikbox mit 50 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat und 50 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel. Plastikbox mit 100 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat und 100 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel.

Plastikbox mit 10 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat.

Plastikbox mit 50 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat.

Plastikbox mit 100 Flaschen mit je 1 Dosis Lyophilisat.

Plastikbox mit 10 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel.

Plastikbox mit 50 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel.

Plastikbox mit 100 Flaschen mit je 1 ml Lösungsmittel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

02/2024

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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