Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen Anwendungsgebiete Zur Behandlung eines Ektoparasitenbefalls hervorgerufen durch Varroa destructor.
- Zulassungsinhaber
- Laboratorios Calier S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP53AD01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen angewendet?
Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung eines Ektoparasitenbefalls hervorgerufen durch Varroa destructor.
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Was ist vor der Einnahme von Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen zu beachten?
Gegenanzeigen
Keine.
Wie wird Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Anwendung im Bienenstock.
Platzieren Sie zwei Streifen pro Bienenstock (das entspricht 1 g Amitraz pro Bienenstock), jeweils zwischen zwei Futterwaben innerhalb des Brutbereiches oder des Brutnests mit einem Mindestabstand von zwei Rähmchen zwischen den Streifen. Dafür die Einschnitte an der markierten Faltlinie herausklappen, um den Streifen so an der Oberseite des Rahmens einhängen zu können.
Die Streifen mittig an den Stellen anbringen, an den die Bienen die höchste Bewegungsfreiheit haben. Streifen so anbringen, dass diese zu beiden Seiten zugänglich sind, ohne raumeinschränkend zu wirken.
Beutetypen:
In Beuten des Typs Dadant (Streifen von 300 mm x 40 mm): einen Streifen zwischen der dritten und der vierten Futterwabe und einen weiteren zwischen der siebten und der achten Futterwabe anbringen.
- In Beuten des Typs Layens (Streifen von 300 mm x 40 mm): einen Streifen zwischen der fünften und der sechsten Furtterwabe und einen weiteren zwischen der neunten und der zehnten Futterwabe anbringen.
- In Beuten des Typs Langstroth (Streifen von 250 mm x 48 mm): einen Streifen zwischen der dritten und der vierten Futterwabe und einen weiteren zwischen der siebten und der achten Futterwabe anbringen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Ist keine Brut vorhanden oder die Brutmenge am geringsten, können die Streifen nach 6 Wochen Behandlung entfernt werden. In Gegenwart von Brut dürfen die Streifen erst nach 10 Wochen Behandlung entfernt werden.
Streifen nicht durchschneiden.
Bei Veränderungen im Brutnest oder des Brutbereichs sollten die Streifen gegebenenfalls neu positioniert werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Zeitrahmen:
Der empfohlene Behandlungszeitraum ist, wenn nach der letzten Honigernte (Spätsommer / Herbst) keine Honigzargen vorhanden sind sowie die Zeit vor dem Beginn der Honigproduktion im Frühjahr. Die Überwachung des Befalls wird empfohlen, um den besten Zeitpunkt für die Behandlung zu bestimmen. Entfernen Sie die Streifen, bevor die Honigproduktion beginnt.
Vor der Anwendung müssen daher die Brutmenge sowie die klimatischen Bedingungen berücksichtigt werden. Das Tierarzneimittel sollte zu einem Zeitpunkt angewendet werden, wenn die Bienen noch aktiv sind, das heißt, bevor die Wintertraube gebildet wird. Dieser Zeitpunkt kann je nach Klimazone variieren.
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Welche Nebenwirkungen hat Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen?
Nebenwirkungen
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, 1200 Wien
ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Webseite: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen aufzubewahren?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: sofort verbrauchen.
Weitere Informationen zu Apitraz 500 mg Imprägnierter Streifen für den Bienenstock für Honigbienen
| Jeder Streifen mit 27,6 g enthält: | |
| Wirkstoff: | |
| Amitraz | 500 mg |
Weißer, rechteckiger Plastikstreifen mit zwei Einschnitten und markierter Faltlinie.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Alle Völker eines Bienenstandes sollten gleichzeitig behandeln werden, um gegenseitige Reinfektion durch Räuberei zu vermeiden.
Streifen nicht wiederverwenden.
Es wird empfohlen, das Tierarzneimittel nicht vor Ende der Trachtzeit eines Jahres anzuwenden. Siehe Abschnitt „10. Hinweise für die richtige Anwendung“ und Abschnitt „11. Wartezeit“.
Bienenstöcke sollten regelmäßig während der Behandlung und auch für einen Zeitraum danach auf einen Befall mit Varroamilben kontrolliert werden.
Dieses Tierarzneimittel sollte als Teil eines integrierten Bekämpfungsprogrammes gegen Varroamilben angewendet werden.
Die unsachgemäße Anwendung dieses Tierarzneimittels kann das Risiko der Resistenzentwicklung erhöhen und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen.
Bei einigen Populationen von Varroamilben wurde eine Amitraz-Resistenz beobachtet. In Ländern mit bereits nachgewiesenen Resistenzen gegenüber Amitraz oder bei Verdacht auf Amitraz-Resistenz sollte die Anwendung idealerweise auf Grundlage von Empfindlichkeitsuntersuchungen (z.B. Beltsville Test) stattfinden. Für weitere Information wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt oder den örtlichen Bienensachverständigen.
Die Verträglichkeit und Wirksamkeit des Tierarzneimittels wurde nur in Bienenstöcken mit einer einzigen Brutkammer (Dosis von 2 Streifen pro Bienenstock/Brutkammer) untersucht. Es liegen keine Informationen zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Bienenstöcken mit mehr als einer Brutkammer vor.
In Anwesenheit von Brut und abhängig vom anfänglichen Befallsgrad wird am Ende der 10-wöchigen Behandlung eine ausreichende Milbenreduktion von über 95% erwartet.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Verträglichkeit dieses Tierarzneimittels in schwachen Völkern, das heißt, in Völkern deren Stärke geringer ausfällt als für die Jahreszeit erwartet, wurde nicht untersucht.
Die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer sollte nicht über- oder unterschritten werden. Am Ende der Behandlung die Streifen entfernen
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel enthält Amitraz, das zu neurologischen Nebenwirkungen beim Menschen führen kann.
Amitraz ist ein Monoaminooxidase-Hemmer; aus diesem Grund ist für Menschen, die Monoaminooxidase-Hemmer einnehmen, besondere Vorsicht geboten.
Den Folienbeutel vorsichtig öffnen, um das Inhalationsrisiko zu minimieren.
Dieses Tierarzneimittel kann Sensibilisierung der Haut und allergische Reaktionen sowie Augenreizungen hervorrufen.
Bei der Anwendung sollte eine persönliche Schutzkleidung mit undurchlässigen Handschuhen, sowie die übliche Imker-Schutzkleidung getragen werden.
Hautkontakt vermeiden. Bei versehentlichem Hautkontakt gründlich mit Wasser und Seife abwaschen. Augenkontakt vermeiden. Bei versehentlichem Augenkontakt diese sofort gründlich mit viel Wasser ausspülen.
Bei Reizungen ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen. Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
Bei versehentlicher Einnahme oder Inhalation ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Apitraz-Streifen oder leere Verpackungen nicht in stehende oder fließende Gewässer entsorgen, da dieses Tierarzneimittel schädlich für Fische und andere Wasserorganismen sein kann.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Die toxikologische Wirkung von Amitraz erhöht sich in Gegenwart von Kupfersalzen und die therapeutische Wirkung nimmt in Gegenwart von Piperonylbutoxid ab. Die gleichzeitige Anwendung des Tierarzneimittels mit diesen Substanzen sollte daher vermieden werden.
Nicht gleichzeitig mit anderen Antiparasitika anwenden.
Überdosierung:
Nach Anwendung des 1,5-fachen der empfohlenen Dosis über einen Zeitraum von 8 Wochen wurde ein geringfügig erhöhter Bienentotenfall beobachtet.
Es wurden keine Überdosierungsstudien durchgeführt, wenn das Tierarzneimittel 10 Wochen lang angewendet wird.
Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung
07/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
DE: Verschreibungspflichtig.
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


