Kaliumcitrat kann zur Kontrolle von Nierensteinen verwendet werden, die aus Harnsäure oder Cystin bestehen.
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Grundlagen
Kaliumcitrat (auch als Trikaliumcitrat bekannt) ist das Kaliumsalz der Zitronensäure. Es ist ein weißes, hygroskopisches, kristallines Pulver. Es ist geruchlos und hat einen salzigen Geschmack. Medizinisch kann es zur Kontrolle von Nierensteinen verwendet werden, die aus Harnsäure oder Cystin bestehen.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Kaliumcitrat bewirkt Veränderungen der Zusammensetzung des Urins, wodurch dieser weniger anfällig für die Bildung von Kristallen und Steinen aus Salzen wie Calciumoxalat, Calciumphosphat und Harnsäure wird. Erhöhte Citratwerte im Urin führen zu einer Komplexbildung mit Calcium, wodurch die Aktivität der Kalziumionen und die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Kalziumphosphatkristallen verringert wird. Citrat hemmt auch die spontane Kristallisierung von Calciumoxalat und Calciumphosphat.
Pharmakokinetik
Kaliumcitrat wird nach oraler Verabreichung rasch resorbiert und mit dem Urin ausgeschieden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Milde Nebenwirkungen können nach der Einnahme von Kaliumcitrat auftreten.
Dazu gehören:
- leichte Übelkeit oder Magenverstimmung
- leichte oder gelegentliche Diarrhöe
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Ein Arzt sollte kontaktiert werden und die Einnahme von Kaliumcitrat sollte umgehend beendet werden, wenn folgende Reaktionen auftreten:
- Verwirrung
- Angstzustände
- Unregelmäßiger Herzschlag
- extremer Durst und vermehrtes Wasserlassen
- Unwohlsein in den Beinen
- Muskelschwäche
- Taubheit oder prickelndes Gefühl in Ihren Händen oder Füßen oder um Ihren Mund herum
- Schwere Magenschmerzen
- anhaltende Diarrhöe oder Erbrechen
- Schwarzer, blutiger oder teerhaltiger Stuhl
- Husten von Blut oder Erbrochenem, das wie Kaffeesatz aussieht

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.