Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Was ist Tresuvi? Der Wirkstoff von Tresuvi ist Treprostinil. Treprostinil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ähnlich wirken wie die natürlich vorkommenden Prostazykline. Prostazykline sind hormonähnliche Substanzen, die den Blutdruck senken, indem sie entspannend auf die Blutgefäße wirken, sie dadurch erweitern und so das Blut leichter …
- Wirkstoff(e)
- Treprostinil
- Zulassungsinhaber
- Orpha-Devel Handels und Vertriebs GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- B01AC21
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung angewendet?
Was ist Tresuvi?
Der Wirkstoff von Tresuvi ist Treprostinil.
Treprostinil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ähnlich wirken wie die natürlich vorkommenden Prostazykline. Prostazykline sind hormonähnliche Substanzen, die den Blutdruck senken, indem sie entspannend auf die Blutgefäße wirken, sie dadurch erweitern und so das Blut leichter hindurchfließen kann. Prostazykline können auch hemmend auf die Blutgerinnung wirken.
Wofür wird Tresuvi angewendet?
Tresuvi wird zur Behandlung einer idiopathischen oder familiären (bzw. erblichen) pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) bei Patienten mit mittelschweren Symptomen verwendet. Die pulmonal-arterielle Hypertonie ist eine Erkrankung, bei der der Blutdruck in den Gefäßen zwischen Herz und Lunge zu hoch ist, wodurch es zu Kurzatmigkeit, Schwindel, Müdigkeit, Ohnmacht, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, trockenem Husten, Brustschmerz und geschwollenen Knöcheln oder Beinen kommen kann.
Tresuvi wird anfangs als subkutane (d.h. unter die Haut gegebene) Dauerinfusion angewendet. Manche Patienten können aufgrund von Schmerzen oder Schwellungen an der Infusionsstelle eine Unverträglichkeit dagegen entwickeln. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Tresuvi als intravenöse Dauerinfusion direkt in eine Vene verabreicht werden kann. Dabei wird ein zentraler Venenschlauch (Katheter) eingeführt, der mit einer externen Pumpe oder, je nach Ihrem Befinden, einer unter der Haut Ihres Bauches (Abdomen)
chirurgisch implantierten Pumpe verbunden ist. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Option für Sie am besten ist.
Wie wirkt Tresuvi?
Tresuvi senkt den Blutdruck in der Lungenarterie (Pulmonalarterie), indem der Blutfluss verbessert und die Belastung für das Herz gesenkt wird. Verbesserter Blutfluss führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung des Körpers und verminderter Belastung des Herzens, wodurch es effektiver arbeiten kann. Tresuvi mildert die Beschwerden einer pulmonal-arteriellen Hypertonie und erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit bei Patienten, deren Aktivität eingeschränkt ist.
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Was ist vor der Einnahme von Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung zu beachten?
Tresuvi darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Treprostinil oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn bei Ihnen eine „pulmonale veno-okklusive Erkrankung“ diagnostiziert wurde. Dies ist eine Erkrankung, bei der die Blutgefäße, die Blut durch die Lungen transportieren, anschwellen und verstopfen, was zu erhöhtem Blutdruck in den Blutgefäßen zwischen Herz und Lunge führt.
- wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.
-
wenn Sie Herzprobleme haben, zum Beispiel:
- Myokardinfarkt (Herzinfarkt) innerhalb der letzten sechs Monate
- schwere Herzrhythmusstörungen
- schwere Erkrankung der Herzkranzgefäße oder instabile Angina Pectoris
- diagnostizierter Herzfehler, wie zum Beispiel eine fehlerhafte Herzklappe, die die Funktion des Herzens beeinträchtigt
- Herzerkrankungen, die nicht behandelt oder ärztlich kontrolliert werden
- wenn bei Ihnen ein besonders hohes Blutungsrisiko besteht, wie zum Beispiel bei aktiven Magen-Darm-Geschwüren, bei Verletzungen und anderen Blutungen.
- wenn Sie innerhalb der letzten 3 Monate einen Schlaganfall oder andere Durchblutungsstörungen des Gehirns hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung von Tresuvi
- wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.
- wenn Sie krankhaft übergewichtig sind (BMI (Body-Mass-Index) über 30 kg/m2).
- wenn bei Ihnen eine Infektion mit dem menschlichen (humanen) Immunschwäche- Virus (HIV) vorliegt.
- wenn bei Ihnen erhöhter Blutdruck in den Lebervenen (portale Hypertonie) vorliegt.
- wenn Sie einen angeborenen Herzfehler haben, der den Blutfluss in Ihrem Herzen
beeinträchtigt.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt während der Anwendung von Tresuvi
- wenn Ihr Blutdruck abfällt (Hypotonie).
-
wenn es bei Ihnen über einen kurzen Zeitraum zu deutlich stärkerer Atemnot oder beständigem Husten kommt (dies kann durch eine Stauungslunge, Asthma oder eine andere Erkrankung hervorgerufen werden). Wenden Sie sich bitte sofort an Ihren
Arzt. - wenn Sie starke Blutungen haben, da Treprostinil das Blutungsrisiko erhöht, indem es die Blutgerinnung hemmt.
wenn bei Ihnen Fieber auftritt, während Sie Tresuvi intravenös erhalten, oder die intravenöse Infusionsstelle rot wird, anschwillt und/oder schmerz- und berührungsempfindlich wird, da dies Anzeichen einer Infektion sein könnten.
Anwendung von Tresuvi zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Antihypertensiva oder andere Vasodilatatoren)
- entwässernde Arzneimittel (Diuretika) einschließlich Furosemid
- blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Antikoagulanzien) wie Warfarin, Heparin oder Produkte auf Stickstoffbasis
- alle nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel (NSAR) (z. B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen)
- Arzneimittel, die die Wirkung von Tresuvi verstärken oder abschwächen können (z. B. Gemfibrozil, Rifampicin, Trimethoprim, Deferasirox, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut): der Arzt muss Ihre Tresuvi-Dosis möglicherweise entsprechend anpassen.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Die Anwendung von Tresuvi wird während der Schwangerschaft oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden oder vermuten, schwanger zu sein, nicht empfohlen, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unerlässlich. Die Sicherheit dieses Arzneimittels während der Schwangerschaft wurde bisher noch nicht nachgewiesen.
Während der Behandlung mit Tresuvi wird eine Empfängnisverhütung dringend empfohlen.
Die Anwendung von Tresuvi wird während der Stillzeit nicht empfohlen, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unerlässlich. Wenn Ihnen Tresuvi verordnet wird, sollten Sie abstillen, denn es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Tresuvi kann zu niedrigem Blutdruck führen, der mit Schwindel oder Ohnmacht einhergeht. In diesen Fällen dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen bzw. keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Tresuvi enthält Natrium
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie eine kontrollierte Natriumdiät befolgen müssen. Er/Sie wird dann berücksichtigen, dass eine Durchstechflasche Tresuvi die folgenden Mengen an Natrium enthält:
Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 36,8 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 10-ml-Durchstechflasche. Dies entspricht 1,8% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Tresuvi 2,5 mg/ml Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 37,3 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 10-ml-Durchstechflasche. Dies entspricht 1,9% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Tresuvi 5 mg/ml Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 39,1 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 10-ml-Durchstechflasche. Dies entspricht 2,0% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Tresuvi 10 mg/ml Infusionslösung:
Dieses Arzneimittel enthält 37,4 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 10-ml-Durchstechflasche. Dies entspricht 1,9% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Wie wird Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Tresuvi darf nur als Dauerinfusion angewendet werden, entweder:
- subkutan (unter die Haut) durch eine kleine Kanüle (Hohlnadel), die entweder am Bauch oder Oberschenkel eingeführt wird, oder
- intravenös durch eine Kanüle (Katheter), die üblicherweise an Hals, Brust oder in der Leistengegend eingeführt wird.
In beiden Fällen wird Tresuvi über eine tragbare Pumpe, die sich außerhalb Ihres Körpers befindet (extern), durch die Kanüle abgegeben.
Bevor Sie das Krankenhaus oder die Praxis verlassen, wird Sie der Arzt darüber informieren, wie Sie das Tresuvi vorzubereiten haben und in welcher Geschwindigkeit die Pumpe Tresuvi abgeben sollte.
Das Ausspülen des Infusionsschlauchs, während er angeschlossen ist, kann eine versehentliche Überdosierung verursachen.
Alternativ kann Tresuvi intravenös über eine implantierbare Infusionspumpe verabreicht werden, die üblicherweise chirurgisch unter der Haut Ihres Bauches (Abdomen) eingesetzt wird. In diesem Fall befinden sich sowohl die Pumpe als auch die Kanülen vollständig in Ihrem Körper (intern), und Sie müssen regelmäßig (z. B. alle
4 Wochen) das Krankenhaus aufsuchen, um den internen Behälter auffüllen zu lassen.
In jedem Fall sollten Sie auch Informationen darüber erhalten, wie Sie die Pumpe richtig verwenden und was zu tun ist, wenn sie nicht mehr funktioniert. In den Informationen sollte auch angegeben werden, an wen Sie sich im Notfall wenden können.
Tresuvi wird nur verdünnt, wenn es als intravenöse Dauerinfusion angewendet wird:
Bei intravenöser Infusion mit einer externen tragbaren Pumpe: Sie dürfen Ihre Treprostinil-Lösung nur mit sterilem Wasser für Injektionszwecke oder mit 0,9%igem Natriumchlorid zur Injektion (wie von Ihrem Arzt zur Verfügung gestellt) verdünnen.
Bei intravenöser Infusion mit implantierbarer Infusionspumpe: Sie müssen in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 4 Wochen) das Krankenhaus aufsuchen, wo das medizinische Fachpersonal Ihre Treprostinil-Lösung mit 0,9%igem Natriumchlorid zur Injektion verdünnen und den internen Behälter auffüllen muss.
Erwachsene
Tresuvi steht als 1 mg/ml, 2,5 mg/ml, 5 mg/ml oder 10 mg/ml Infusionslösung zur Verfügung. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Infusionsrate und Dosierung für Ihre Erkrankung geeignet ist.
Patienten mit Übergewicht
Wenn Sie Übergewicht haben (ein Gewicht, das Ihr ideales Körpergewicht um 30% oder mehr übersteigt), wird Ihr Arzt die Anfangsdosis und darauffolgenden Dosen aufgrund Ihres idealen Körpergewichts festlegen. Siehe auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.
Ältere Patienten
Ihr Arzt wird die Infusionsrate sowie die geeignete Dosierung für Ihre Erkrankung festlegen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen stehen nur begrenzte Daten zur Verfügung.
Dosisanpassung
Die Infusionsrate kann ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht individuell verringert oder erhöht werden.
Die Anpassung der Infusionsrate hat zum Ziel, eine wirksame Erhaltungsrate einzustellen, mit der die Symptome einer pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) verbessert und Nebenwirkungen minimiert werden.
Falls sich Ihre Symptome verstärken, Sie vollständige Ruhe benötigen, Ihr Bett nicht mehr verlassen bzw. vom Stuhl nicht mehr aufstehen können oder falls irgendeine körperliche Aktivität zu Unannehmlichkeiten führt bzw. Ihre Symptome auch im Ruhezustand auftreten, erhöhen Sie nicht ohne ärztliche Empfehlung Ihre Dosis. Dieses Arzneimittel kann eventuell nicht mehr ausreichend sein, um Ihre Erkrankung zu behandeln, und möglicherweise ist eine andere Therapie erforderlich.
Wie kann eine Infektion des Blutkreislaufes während der Behandlung mit intravenösem Tresuvi vermieden werden?
Wie bei jeder länger dauernden intravenösen Behandlung gibt es ein Risiko für Infektionen des Blutkreislaufs. Ihr Arzt wird Sie darin einweisen, wie Sie dies verhindern können.
Wenn Sie eine größere Menge Tresuvi angewendet haben, als Sie sollten
Falls Sie versehentlich eine Überdosis Tresuvi angewendet haben, können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, niedriger Blutdruck (Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsanfälle), Hautrötungen im Gesicht und/oder Kopfschmerzen auftreten.
Sollte irgendeine dieser Wirkungen sich erheblich verschlimmern, dann sollten Sie umgehend Ihren Arzt oder ein Krankenhaus verständigen. Ihr Arzt kann die Infusion reduzieren oder unterbrechen, bis Ihre Symptome abgeklungen sind. Die Tresuvi-Infusion wird dann auf einem von Ihrem Arzt empfohlenen Dosisniveau wieder aufgenommen.
Wenn Sie die Anwendung von Tresuvi abbrechen
Wenden Sie Tresuvi immer nach Anweisung Ihres Arztes oder des klinischen Fachpersonals an. Brechen Sie die Anwendung von Tresuvi nicht ab, wenn Ihnen Ihr Arzt dies nicht geraten hat.
Ein abrupter Behandlungsabbruch oder eine plötzliche deutliche Verringerung der Treprostinil-Dosis kann ein Wiederauftreten der pulmonal-arteriellen Hypertonie verursachen und Ihre Beschwerden wieder verschlimmern.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (können bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten)
- Erweiterung der Blutgefäße und Hautrötung
- Schmerzen oder Empfindlichkeit an der Infusionsstelle
- Verfärbungen der Haut oder Blutergüsse an der Infusionsstelle
- Kopfschmerzen
- Hautausschlag
- Übelkeit
- Durchfall
- Kieferschmerzen
Häufige Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten)
- Schwindel
- Erbrechen
- Benommenheit oder Ohnmachtsanfälle aufgrund niedrigen Blutdrucks
- Juckreiz oder Hautrötungen
- Schwellungen oder Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Füße, Knöchel oder
Beine
- Blutungsepisoden wie z. B. Nasenbluten, Bluthusten, Blut im Harn, Zahnfleischbluten, Blut im Stuhl
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Schmerzen in Armen und/oder Beinen
Andere mögliche Nebenwirkungen (Nicht bekannt - Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Infektion der Infusionsstelle
- Abszess an der Infusionsstelle
- Absinken der Blutgerinnungszellen (Blutplättchen/Thrombozyten) im Blut (Thrombozytopenie)
- Blutungen an der Infusionsstelle
- Entzündungen des Gewebes unter der Haut (Cellulitis)
- Knochenschmerzen
- Hautausschlag mit Verfärbungen der Haut oder Erhebungen (Papeln)
- Herzmuskelschwäche bei hohem Volumen des Blutes, das pro Zeitspanne vom Herzen gepumpt wird, mit der Folge von Kurzatmigkeit, Ermüdung, Schwellung der
Beine- und des Bauches aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen sowie anhaltendem Husten (High-Output-Herzinsuffizienz)
Zusätzliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem intravenösen Verabreichungsweg (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Venenentzündung (Thrombophlebitis)
- Bakterielle Infektion des Blutkreislaufs (Bakteriämie)* (siehe Abschnitt 3)
- Septikämie (Blutvergiftung/Sepsis) (schwere bakterielle Infektion des Blutes)
*Lebensbedrohliche oder tödlich verlaufende Fälle von bakteriellen Infektionen im Blut wurden berichtet.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über die unten aufgeführte Meldestelle anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
Wie ist Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach Verfalldatum (MM/JJJJ) nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Sie dürfen Tresuvi nicht verwenden, wenn Sie eine Beschädigung der Durchstechflasche, Verfärbung oder andere Anzeichen einer Qualitätsbeeinträchtigung.
Haltbarkeit einer Tresuvi-Durchstechflasche nach Anbruch: Tresuvi-Infusionslösung muss nach dem ersten Öffnen innerhalb von 30 Tagen verbraucht oder entsorgt werden.
Haltbarkeit während der Verwendung als subkutane Dauerinfusion
Während einer subkutanen Dauerinfusion muss ein einzelner Behälter (Spritze) mit unverdünntem Tresuvi innerhalb von 14 Tagen aufgebraucht werden. Die chemisch-physikalische und mikrobiologische Stabilität von unverdünntem Treprostinil in einem Behältnis (Spritze) während der subkutanen Anwendung wurde für bis zu 14 Tage bei 37°C nachgewiesen. Abweichende Lagerungszeiten und -bedingungen während der Anwendung liegen in der Verantwortung des Anwenders.
Haltbarkeit während der Verwendung als intravenöse Dauerinfusion mittels ambulanter Infusionspumpe
Während einer intravenösen Dauerinfusion muss ein einzelner Behälter (Spritze) mit verdünntem Tresuvi innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden.
Die chemisch-physikalische und mikrobiologische Stabilität während der intravenösen Anwendung von verdünntem Treprostinil in einem Behältnis wurde für bis zu 24 Stunden bei 37°C nachgewiesen in Polyvinylchloride, Polypropylen und Glas (bei so niedrigen Konzentration wie 0,004 mg/ml).
Um das Risiko einer Katheter-assoziierten Bakteriämie zu minimieren sollte eine Verwendung von verdünntem Treprostinil eine maximale Dauer von 24 h nicht übersteigen. Abweichende Lagerungszeiten und –bedingungen während der Anwendung liegen in der Verantwortung des Anwenders.
Bei der intravenösen Dauerinfusion mit implantierbaren Infusionspumpen muss das verdünnte Treprostinil, das in den Behälter der Pumpe eingefüllt wird, innerhalb von höchstens 30 Tagen verbraucht werden. Die medizinische Fachkraft wird Ihnen den Zeitraum bis zum nächsten Auffüllen des Behälters mitteilen.
Jegliche verbleibende verdünnte Lösung muss entsorgt werden.
Hinweise zur Anwendung siehe Abschnitt 3 „Wie ist Tresuvi anzuwenden?“
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung
Was Tresuvi enthält
Der Wirkstoff ist Treprostinil (1 mg/ml, 2,5 mg/ml, 5 mg/ml, 10 mg/ml).
Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung
1 ml Infusionslösung enthält 1 mg Treprostinil (als Treprostinil-Natrium).
Tresuvi 2,5 mg/ml Infusionslösung
1 ml Infusionslösung enthält 2,5 mg Treprostinil (als Treprostinil-Natrium).
Tresuvi 5 mg/ml Infusionslösung
1 ml Infusionslösung enthält 5 mg Treprostinil (als Treprostinil-Natrium).
Tresuvi 10 mg/ml Infusionslösung
1 ml Infusionslösung enthält 10 mg Treprostinil (als Treprostinil-Natrium).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriumcitrat, Natriumchlorid, Natriumhydroxid -Lösung (1 M), Salzsäure (1 M) (zur pH-Wert-Einstellung), Metacresol (Ph.Eur.) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Tresuvi aussieht und Inhalt der Packung
Tresuvi wird in Form einer klaren, farblosen bis schwach gelben Lösung ohne sichtbare Partikel in durchsichtigen 10-ml-Durchstechflaschen aus Glas geliefert, die mit einem Gummistopfen mit farbig gekennzeichneten Schnappdeckeln (Kappen) verschlossen sind:
Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung
Tresuvi 1 mg/ml Infusionslösung hat einen gelben Gummischnappdeckel.
Tresuvi 2,5 mg/ml Infusionslösung
Tresuvi 2,5 mg/ml Infusionslösung hat einen blauen Gummischnappdeckel.
Tresuvi 5 mg/ml Infusionslösung
Tresuvi 5 mg/ml Infusionslösung hat einen grünen Gummischnappdeckel.
Tresuvi 10 mg/ml Infusionslösung
Tresuvi 10 mg/ml Infusionslösung hat einen roten Gummischnappdeckel.
Jeder Umkarton enthält eine Durchstechflasche.
Pharmazeutischer Unternehmer
Orpha-Devel Handels und Vertriebs GmbH Wintergasse 85/1B
3002 Purkersdorf Österreich
Hersteller
AOP Orphan Pharmaceuticals GmbH Leopold-Ungar-Platz 2
1190 Wien Österreich
Mitvertrieb
AOP Orphan Pharmaceuticals Germany GmbH
Fraunhoferstraße 11
85737 Ismaning
Deutschland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen
| Österreich | Treprostinil Orpha-Devel, Infusionslösung |
| Belgien | Tresuvi, Solution pour perfusion |
| Deutschland | Tresuvi, 1 mg/ml / 2,5 mg/ml / 5 mg/ml /10 mg/ml, Infusionslösung |
| Estland | Tresuvi, Infusioonilahus |
| Frankreich | Treposuvi, Solution pour perfusion |
| Irland | Treposuvi, Solution for infusion |
| Italien | Tresuvi, Soluzione per infusione |
| Kroatien | Tresuvi, Otopina za infuziju |
| Lettland | Treposuvi, šķīdums infūzijām |
| Litauen | Tresuvi, Infuzinis tirpalas |
| Malta | Tresuvi, Solution for infusion |
| Niederlande | Treposuvi, Oplossing voor infusie |
| Schweden | Tresuvi, Infusionsvätska, lösning |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 03/2024.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


