Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Rennie ist ein Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure (Antazidum). Rennie wird angewendet Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, wie z.B.: Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).
- Wirkstoff(e)
- Calciumcarbonat
- Zulassungsinhaber
- Bayer Vital GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A02AD01
- Anwendungsgebiete
- Akute Gastritis
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Rennie angewendet?
Rennie ist ein Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure (Antazidum).
Rennie wird angewendet
Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, wie z.B.:
- Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden,
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).
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Was ist vor der Einnahme von Rennie zu beachten?
Rennie darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat oder einen der in Ab- schnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Rennie sind,
- unter stark eingeschränkter Nierenfunktion leiden,
- einen erhöhten Calcium- oder verminderten Phosphat-Blutspiegel haben,
- eine vermehrte Calciumausscheidung im Urin haben,
- unter calciumhaltigen Nierensteinen leiden oder dazu neigen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rennie ist erforderlich
Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaf- ten Erkrankung sein, wie z. B. ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Eine Behandlung mit Rennie sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern. Bei Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollte eine Untersuchung auf das Ma- genbakterium H. pylori – und im Falle des Nachweises – eine anerkannte antibakterielle The- rapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Anwendung einer derartigen Thera- pie auch die Ulkuskrankheit ausheilt.
Bei Auftreten von Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten bei der Einnahme von Calcium- und Magnesiumcarbonat haltigen Produkten die Calcium-, Phosphat- und Magnesium-Blutspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
Die Langzeitanwendung hoher Dosierungen kann insbesondere bei Patienten mit einge- schränkter Nierenfunktion zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen wie erhöhten Calcium- so- wie Magnesium-Blutspiegeln, Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) sowie einem Milch-Alkali-Syndrom führen. Daher sollten keine größeren Men- gen an Milch (1 Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten) oder Milchprodukten mit Rennie eingenommen werden.
Eine längerfristige Einnahme erhöht das Risiko der Bildung von Nierensteinen.
Einnahme von Rennie zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwen- den, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen an- dere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Rennie kann zu einer verminderten Resorption von nachfolgenden Substanzen führen:
- Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline, Chinolone und der Cephalosporine,
- Herzglykoside (z.B. Digoxin),
- Fluoride, Phosphate,
- Eisenverbindungen (Arzneimittel zur Behandlung von Eisenmangel im Blut),
- Chloroquin (Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung der Malaria),
- Allopurinol (Arzneimittel, die unter anderem in der Rheuma- und Gichttherapie eingesetzt werden),
- nicht-steroidale Antirheumatika z.B. Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen (entzündungshemmende Stoffe),
- Isoniazid (Antibiotikum gegen Tuberkulose),
- Captopril, Atenolol oder Propranolol (Arzneimittel gegen Bluthochdruck),
- Dicumarol (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung),
- Levothyroxin (Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion),
- Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen),
- Gabapentin (Arzneimittel gegen Epilepsie und zur Behandlung von nervlich bedingten Schmerzen),
- H2-Blocker (Arzneimittel gegen Sodbrennen),
- Diphosphonate (Arzneimittel gegen Osteoporose),
- Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen).
Daher sollte zwischen der Einnahme von Rennie und anderen Medikamenten generell ein
Abstand von 2 Stunden eingehalten werden.
Die Resorption von Calcium wird durch Vitamin D gesteigert.
Diuretika (wassertreibende Arzneimittel) vom Thiazid-Typ:
Diuretika vom Thiazid-Typ vermindern die Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Ein- nahme von Rennie und Thiaziden sollte deshalb der Calcium-Blutspiegel kontrolliert werden.
Herzwirksame Glykoside (Arzneimittel, die den Herzschlag verstärken, wie z. B. Digo- xin):
Wenn durch die Einnahme von Rennie der Calcium-Blutspiegel steigt, wird die Empfindlich- keit gegenüber herzwirksamen Glykosiden erhöht und das Risiko von Herzrhythmusstörun- gen gesteigert.
Einnahme von Rennie zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Wie bei allen calciumhaltigen Magenmitteln sollte die Einnahme hoher Dosen in Verbindung mit dem Verzehr von großen Mengen an Milch (1 Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten) oder Milchprodukten vermieden werden.
Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Rennie kann während der Schwangerschaft und Stillzeit gemäß den Einnahmeempfehlun- gen eingenommen werden. Es wurde bisher kein erhöhtes Risiko für Missbildungen beim Kind bei Einnahme während der Schwangerschaft beobachtet. Die empfohlene Höchstdosis und Einnahmedauer sollte von Schwangeren jedoch nicht überschritten werden.
Daten zur Fertilität (Fruchtbarkeit) liegen nicht vor.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Rennie hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Rennie
Rennie enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Rennie erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimm- ten Zuckern leiden.
Hinweis für Diabetiker
1 Kautablette Rennie entspricht 0,04 BE.
Wie wird Rennie angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bei Bedarf bis zu 3-mal täglich 1 bis 2 Kautabletten kauen oder lutschen, bevorzugt eine Stunde nach den Mahlzeiten oder vor dem Zubettgehen.
Die Höchstdosis von 11 Kautabletten (8 g Calciumcarbonat) darf nicht überschritten werden.
Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte generell zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Rennie erfolgen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere sowie dem Verlauf der Er- krankung.
Bleiben die Beschwerden unter der Behandlung länger als 14 Tage bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Rennie zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Rennie eingenommen haben, als Sie sollten
Es kann ein erhöhter Calcium-Blutspiegel auftreten. Im Falle einer Überdosierung sollten Sie daher den Calcium-Blutspiegel vom Arzt kontrollieren und gegebenenfalls behandeln lassen.
Wenn Sie die Einnahme von Rennie vergessen haben
Erhöhen Sie nicht die Dosis, sondern behalten Sie die empfohlene Dosierung bei.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Rennie?
Wie alle Arzneimittel kann Rennie Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde ge- legt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Klinische Symptome kön- nen Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem und Anaphylaxie umfassen.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen (Häufigkeit nicht bekannt)
Besonders bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann eine längerfristige Einnahme von hohen Dosen zu erhöhten Magnesium- oder Calcium-Blutspiegeln und einer Störung des Säure-Basenhaushaltes führen, was Magen-Darmsymptome und Muskelschwäche zur Folge haben kann. Darüber hinaus kann es zu Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Häufigkeit nicht bekannt)
Es können Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden und Diarrhoe auftreten.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen (Häufigkeit nicht bekannt) Es kann eine Muskelschwäche auftreten.
Nebenwirkungen, die nur im Zusammenhang mit dem Milch-Alkali-Syndrom auftreten können
Verlust des Geschmacksinns, calciumhaltige Ablagerungen in der Niere und allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, erhöhter Gehalt von harnpflichtigen Substanzen im Blut
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinpro- dukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitra- gen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Rennie aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Rennie
Was Rennie enthält
Die Wirkstoffe sind: Calciumcarbonat und schweres, basisches Magnesiumcarbonat.
1 Tablette enthält 680 mg Calciumcarbonat (entspricht 272 mg Calcium) und 80 mg schwe- res, basisches Magnesiumcarbonat.
Die sonstigen Bestandteile sind: Sucrose (Zucker: 475 mg); vorverkleisterte Stärke (aus Mais); Kartoffelstärke; Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]; Talkum; Dünnflüssiges Pa- raffin; Pfefferminz-Aroma, Pulver, 87.9064/7920, Robertet; Zitronen-Aroma, 987323/F, Fir- menich.
Wie Rennie aussieht und Inhalt der Packung
Rennie ist eine cremeweiße, quadratische, nach Pfefferminz riechende Kautablette mit nach innen gewölbten Oberflächen und beidseitig den eingestanzten Schriftzug Rennie enthal- tend. Rennie ist in Durchdrück-Packungen mit 24, 36, 60, 96 oder 120 Kautabletten rezept- frei in Ihrer Apotheke erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen
Deutschland
Telefon: (0214) 30 51 348
Telefax: (0214) 30 51 603
E-Mail-Adresse: medical-information@bayer.com
Hersteller
Delpharm Gaillard 33, Rue de l'industrie 74240 Gaillard
Frankreich
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2020.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


