Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Was ist Piasky? Piasky enthält den Wirkstoff Crovalimab. Dieser gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als „monoklonale Antikörper“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um Proteine, die sich an ein bestimmtes Ziel im Körper binden. Piasky wird auch als Komplementkomponente 5 (C5)-Inhibitor bezeichnet. Wofür wird Piasky angewendet?
- Zulassungsinhaber
- Roche Registration GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- L04AJ07
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Was ist Piasky?
Piasky enthält den Wirkstoff Crovalimab. Dieser gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als „monoklonale Antikörper“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um Proteine, die sich an ein bestimmtes Ziel im Körper binden. Piasky wird auch als Komplementkomponente 5 (C5)-Inhibitor bezeichnet.
Wofür wird Piasky angewendet?
Piasky wird zur Behandlung einer als paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) bezeichneten Krankheit bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und einem Körpergewicht von 40 kg und darüber angewendet, einschließlich Patienten mit Hämolyse (Abbau der roten Blutkörperchen) und klinischen Symptomen, die auf eine hohe Krankheitsaktivität hinweisen, sowie bei Patienten, deren Krankheit nach einer Behandlung mit einem C5-Inhibitor während der letzten 6 Monate stabil blieb.
PNH kann dazu führen, dass das Immunsystem die roten Blutkörperchen im Körper angreift, was eine Hämolyse zur Folge hat. Dies kann zu Folgendem führen:
- Symptome einer Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen) wie z. B. Müdigkeit oder Energielosigkeit und dunkler Urin
- Bauchschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
- Die Nieren funktionieren nicht richtig
- Blutgerinnsel mit Symptomen wie fortschreitender Schwellung eines Beines oder Atemnot bei nicht anstrengenden Aktivitäten
Patienten mit PNH können regelmäßige Bluttransfusionen benötigen.
Wie wirkt Piasky?
Der Wirkstoff in Piasky, Crovalimab, heftet sich an das Komplementprotein 5 (C5), das Teil des körpereigenen Abwehrsystems, des sogenannten „Komplementsystems“, ist. Auf diese Weise blockiert er die Aktivierung von C5, wodurch das Immunsystem daran gehindert wird, die roten Blutkörperchen anzugreifen und zu schädigen. Der Abbau der roten Blutkörperchen wird dadurch verringert. Das trägt dazu bei, die Symptome einer PNH und die Anzahl der erforderlichen Bluttransfusionen zu reduzieren.
Wann ist Piasky anzuwenden?
Ihre erste Dosis wird Ihnen an Tag 1 von medizinischem Fachpersonal verabreicht. Dies ist die erste Initialdosis, die höher ist als die Dosen, die später in Ihrer Behandlung verabreicht werden.
Die folgenden Initialdosen werden an den Tagen 2, 8, 15 und 22 verabreicht.
Danach wird Piasky an Tag 29 und danach alle 4 Wochen als subkutane Injektion verabreicht. Dies sind die Erhaltungsdosen.
Wenn Sie zuvor ein anderes Arzneimittel gegen PNH, einen so genannten „Komplement-Inhibitor“, erhalten haben, sollte die erste Initialdosis von Piasky dann verabreicht werden, wenn Sie die nächste Dosis dieses Arzneimittels erhalten sollten.
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Was ist vor der Einnahme von Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung zu beachten?
Piasky darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Crovalimab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie eine Meningokokken-Infektion haben (eine schwerwiegende Infektion, die durch Neisseria meningitidis-Bakterien verursacht wird, und die die Membranen des Gehirns und des Rückenmarks befallen und sich über das Blut ausbreiten kann).
- wenn Sie nicht gegen Meningokokken-Infektionen geimpft wurden, es sei denn, Sie nehmen bis 2 Wochen nach dieser Impfung eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika vor.
Wenden Sie Piasky nicht an, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Piasky anwenden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Piasky anwenden. Sie und/oder Ihre Betreuungsperson erhalten außerdem einen Leitfaden für Patienten/ Betreuungspersonen, der weitere Informationen zu Piasky enthält.
Schwerwiegende Meningokokken-Infektionen
Piasky kann Ihr Risiko für eine Meningokokken-Infektion durch Neisseria meningitidis erhöhen, da es einen Teil des Immunsystems blockiert. Dabei handelt es sich um schwerwiegende Infektionen wie Septikämie (Blutvergiftung) und Meningitis (Entzündung der Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben).
Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, die auf eine Meningokokken-Infektion hindeuten können: - Fieber
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit oder Reizbarkeit
- Steifer Nacken oder Rücken
- Muskelschmerzen mit grippeähnlichen Anzeichen oder Symptomen
- Lichtempfindlichkeit der Augen
- Hautausschläge oder Flecken auf der Haut
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Anwendung von Piasky beginnen, um sicherzustellen, dass Ihr Impfschutz gegen Meningokokken-Infektionen aktuell ist – Sie müssen mindestens 2 Wochen vor Beginn der Anwendung von Piasky vollständig geimpft sein. Auch wenn Sie als Kind geimpft wurden, kann Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, dass Sie erneut geimpft werden müssen.
Wenn Sie nicht vollständig geimpft sind, aber Piasky sofort benötigen, sollten Sie so bald wie möglich geimpft werden. Ihr Arzt wird Ihnen vom Zeitpunkt der Impfung mit Piasky bis 2 Wochen nach der Impfung Antibiotika verschreiben, um Ihr Infektionsrisiko zu verringern.
Die Impfung kann diese Art von Infektion nicht immer verhindern. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, dass Sie zusätzliche Maßnahmen benötigen, um eine Infektion zu verhindern.
Patientenpass
Ihr Arzt wird Ihnen einen „Patientenpass“ aushändigen, auf dem die Anzeichen einer Meningokokken-Infektion und -Sepsis aufgelistet sind.
- Tragen Sie ihn während der Behandlung mit Piasky immer bei sich sowie
- weitere 11 Monate nach Ihrer letzten Dosis Piasky
Andere schwerwiegende Infektionen
Piasky kann auch Ihr Risiko für andere schwerwiegende Infektionen erhöhen, wie z. B. Infektionen, die durch Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae verursacht werden.
- Informieren Sie Ihren Apotheker oder Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome haben, die auf eine Infektion hindeuten können:
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Anwendung von Piasky beginnen, um sicherzustellen, dass Ihr Impfschutz gegen Infektionen, die durch Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae verursacht werden, aktuell ist – Sie müssen mindestens 2 Wochen vor der Anwendung von Piasky vollständig geimpft sein. Auch wenn Sie als Kind geimpft wurden, kann Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, dass Sie erneut geimpft werden müssen.
Wenn Sie nicht vollständig geimpft sind, aber Piasky sofort benötigen, sollten Sie sich so bald wie möglich impfen lassen. Ihr Arzt wird Ihnen ab dem Zeitpunkt, an dem Sie mit Piasky beginnen, bis 2 Wochen nach der Impfung Antibiotika verschreiben, um Ihr Infektionsrisiko zu verringern.
Ihr Arzt kann Ihnen vor der Behandlung zusätzliche Impfungen empfehlen. Sprechen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Arzt.
Reaktion aufgrund der Umstellung von einem anderen C5-Inhibitor
Bevor Sie Piasky einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie jemals mit einem anderen C5-Inhibitor behandelt wurden. Der Grund dafür ist, dass Sie in den ersten 30 Tagen nach dem Wechsel von einem anderen C5-Inhibitor auf Piasky eine vorübergehende Reaktion, eine sogenannte Typ-III-Immunkomplex-Reaktion, haben können. Dies kann auch passieren, wenn Sie die Anwendung von Piasky abbrechen und auf einen anderen C5-Inhibitor umgestellt werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Anzeichen einer solchen Reaktion auftreten, wie z. B.
- Gelenkschmerzen oder andere Probleme im Zusammenhang mit Muskeln, Knochen und Geweben
- Taubheit und Kribbeln oder ein Gefühl von Nadelstichen, insbesondere an Händen und Füßen
- Ausschlag oder andere Hautprobleme
- Fieber
Infusions- und Injektionsreaktionen
Wenn Piasky als intravenöse Infusion (Tropfinfusion in eine Vene) oder subkutane Injektion (Injektion unter die Haut) verabreicht wird, können bei Ihnen Reaktionen auf die Infusion oder Injektion auftreten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eines der folgenden Symptome haben, die Anzeichen für eine Infusions- oder Injektionsreaktion sein können:
- Kopfschmerzen
- Schmerzen im unteren Rückenbereich
- Schmerzen an der Infusionsstelle und anderswo
- Schwellung
- Blutergüsse oder Blutungen
- Hautrötung
- Juckreiz und Ausschlag
Sie können auch eine allergische Reaktion auf die Infusion oder Injektion haben. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn bei Ihnen folgende Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion auftreten:
- Engegefühl in der Brust oder pfeifendes Atemgeräusch (Keuchen)
- Kurzatmigkeit
- Fieber oder Schüttelfrost
- starkes Schwindelgefühl oder starke Benommenheit
- Schwellung der Lippen, der Zunge und des Gesichts
- Hautjucken, Quaddeln oder Ausschlag
Wenn Sie eine Infusions- oder Injektionsreaktion, einschließlich einer allergischen Reaktion hatten, klären Sie bitte mit Ihrem Arzt oder medizinischem Fachpersonal, ob die Behandlung mit Piasky fortgesetzt werden sollte oder nicht.
Beendigung der Behandlung mit Piasky
Wenn Sie die Anwendung von Piasky beenden und nicht auf andere PNH-Behandlungen umsteigen, informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Symptome entwickeln, die auf eine intravaskuläre Hämolyse (Abbau roter Blutkörperchen in den Blutgefäßen) hindeuten:
Symptome einer Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen) wie z. B. Müdigkeit oder Energiemangel und dunkler Urin
- Bauchschmerzen
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen und zu halten (erektile Dysfunktion)
- Die Nieren arbeiten nicht richtig
- Blutgerinnsel mit Symptomen wie einer zunehmenden Schwellung eines Beins oder Atemnot, wenn keine anstrengenden Aktivitäten ausgeführt werden
Bildung von Antikörpern (Immunogenität)
Ihr Immunsystem kann Antikörper (körpereigene Proteine gegen eine unerwünschte Substanz) gegen Crovalimab bilden, was zu einem verminderten Ansprechen oder zum Verlust des Ansprechens auf Piasky führen kann. Wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren.
- Symptome einer Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen) wie z. B. Müdigkeit oder Energiemangel und dunkler Urin
- Bauchschmerzen
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen und zu halten (erektile Dysfunktion)
- Die Nieren arbeiten nicht richtig
- Blutgerinnsel mit Symptomen wie einer zunehmenden Schwellung eines Beins oder Atemnot, wenn keine anstrengenden Aktivitäten ausgeführt werden
Kinder und Jugendliche
Geben Sie Piasky nicht Kindern unter 12 Jahren oder Kindern mit einem Gewicht von weniger als 40 kg. Der Grund dafür ist, dass es in dieser Gruppe noch nicht untersucht wurde.
Anwendung von Piasky zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
Sie müssen Ihren Arzt insbesondere dann informieren, wenn Sie derzeit mit einem anderen C5- Inhibitor behandelt werden oder jemals behandelt wurden. Der Grund dafür ist, dass bei Ihnen eine vorübergehende Reaktion auftreten kann, die als Typ-III-Immunkomplex-Reaktion bezeichnet wird. (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Es liegen keine Informationen über die Anwendung von Piasky bei Schwangeren vor, und die Auswirkungen auf das ungeborene Kind sind nicht bekannt. Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken der Anwendung von Piasky während der Schwangerschaft besprechen.
Es ist nicht bekannt, ob Piasky beim Stillen in die Muttermilch übergeht. Es ist aber aufgrund seiner Eigenschaften zu erwarten. Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken der Anwendung von Piasky während der Stillzeit besprechen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Piasky hat keinen oder einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wie wird Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Impfstoffe, die vor der Anwendung von Piasky verabreicht werden
Mindestens 2 Wochen vor Beginn Ihrer Behandlung mit Piasky wird Ihr Arzt Ihnen einen Impfstoff gegen Meningokokken-Infektionen verabreichen, falls Sie noch keinen erhalten haben oder Ihre Impfung aufgefrischt werden muss.
Wenn Sie die Behandlung mit Piasky weniger als 2 Wochen nach Erhalt dieser Impfung beginnen, wird Ihr Arzt Ihnen für mindestens 2 Wochen nach der Impfung Antibiotika verschreiben, um das Infektionsrisiko zu senken.
Piasky wird als intravenöse Infusion (Tropfinfusion in eine Vene) oder als subkutane Injektion (Injektion unter die Haut) verabreicht.
Nur die erste Dosis wird von medizinischem Fachpersonal als intravenöse Infusion verabreicht. Die nächsten Dosen werden ausschließlich als subkutane Injektion verabreicht. Nach eingehender Schulung können Sie oder Ihre Pflegeperson die subkutane Injektion von Piasky zu Hause ohne ärztliche Aufsicht durchführen.
Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen oder Ihrer Betreuungsperson erklären, wie die subkutanen Injektionen dieses Arzneimittels vorbereitet und angewendet bzw. verabreicht werden. Lesen Sie die Gebrauchsanleitung am Ende dieser Packungsbeilage sorgfältig durch und befolgen Sie die darin enthaltenen Anweisungen.
Wie viel Piasky ist anzuwenden?
Ihr Arzt wird Ihnen eine Dosis und einen Behandlungsplan verordnen, die auf Ihrem Körpergewicht basieren.
Wenn Sie 40 kg oder mehr, aber weniger als 100 kg wiegen:
- Ihre erste Initialdosis an Tag 1 beträgt 1 000 mg, verabreicht als intravenöse Infusion über 60 Minuten
- Ihre nächsten Initialdosen an Tag 2, 8, 15 und 22 betragen 340 mg, verabreicht in einer einzelnen subkutanen Injektion
- Sie erhalten eine Erhaltungsdosis von 680 mg verabreicht in 2 subkutanen Injektionen, an Tag 29 und danach alle 4 Wochen wieder
Wenn Sie 100 kg oder mehr wiegen:
- Ihre erste Initialdosis an Tag 1 beträgt 1 500 mg, verabreicht als intravenöse Infusion über 90 Minuten
- Ihre nächsten Initialdosen an Tag 2, 8, 15 und 22 betragen 340 mg, verabreicht in einer einzelnen subkutanen Injektion
- Sie erhalten eine Erhaltungsdosis von 1 020 mg verabreicht in 3 subkutanen Injektionen, an Tag 29 und danach alle 4 Wochen wieder
Ihre Erhaltungsdosis kann sich ändern, wenn sich Ihr Körpergewicht während der Behandlung mit Piasky ändert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Gewicht über oder unter 100 kg fällt. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal sollten Ihr Gewicht laufend überwachen.
Wenn Sie eine größere Menge von Piasky angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie glauben, dass Sie mehr Piasky angewendet haben als verordnet, fragen Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
Wenn Sie die Anwendung von Piasky vergessen haben
Damit die Behandlung ihre volle Wirkung entfalten kann, ist es sehr wichtig, dass Sie Piasky wie verordnet anwenden.
- Wenn Sie einen Termin bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal für Ihre Injektion versäumen, vereinbaren Sie bitte sofort einen neuen Termin.
- Wenn Sie oder Ihre Betreuungsperson vergessen haben, die gesamte oder einen Teil der Piasky Dosis zu Hause zu injizieren, holen Sie die Injektion so bald wie möglich nach. Verabreichen Sie dann die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Verabreichen Sie nicht eine doppelte Dosis, um eine vergessene Dosis nachzuholen. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wenn Sie die Anwendung von Piasky abbrechen
Brechen Sie die Behandlung mit Piasky nicht ab, wenn Sie dies nicht zuvor mit Ihrem Arzt besprochen haben. Der Grund dafür ist, dass durch den Abbruch der Behandlung die Wirkung des Arzneimittels endet. Dies kann dazu führen, dass Ihre PNH-Symptome zurückkehren oder sich verschlimmern.
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Welche Nebenwirkungen hat Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Ihr Arzt wird die möglichen Nebenwirkungen mit Ihnen besprechen und Ihnen vor der Behandlung die Risiken und den Nutzen von Piasky erklären.
Piasky kann Nebenwirkungen verursachen, über die Sie Ihren Arzt umgehend informieren müssen. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen sind Meningokokken-Infektionen und schwere allergische Reaktionen.
-
Wenn bei Ihnen folgende Anzeichen einer Meningokokken-Infektion auftreten, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren:
- Fieber
- Übelkeit oder Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit oder Reizbarkeit
- Steifer Nacken oder Rücken
- Muskelschmerzen mit grippeähnlichen Symptomen
- Lichtempfindlichkeit der Augen
- Hautausschläge oder -flecken
-
Wenn bei Ihnen folgende Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion auftreten, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren:
- Engegefühl in der Brust oder pfeifendes Atemgeräusch (Keuchen)
- Kurzatmigkeit
- Fieber oder Schüttelfrost
- Starkes Schwindelgefühl
- Benommenheit
- Schwellung der Lippen, der Zunge und des Gesichts
- Hautjucken, Quaddeln oder Ausschlag
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Fieber
- Eine Reaktion, die durch die Umstellung von einem anderen C5-Inhibitor verursacht wird (Typ-III-Immunkomplexreaktion; Symptome können Rötung der Haut, Juckreiz oder Schmerzen sein)
- Infektion des Nasen-Rachen-Raums (obere Atemwege). Zu den Symptomen können laufende Nase, Niesen, Halsschmerzen und Husten gehören
- Reaktionen auf die Infusion
- Kopfschmerzen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Allergische Reaktionen (Hypersensibilität)
- Harnwegsinfektion
- Lungeninfektion (Pneumonie)
- Reaktion auf die Injektion
- Halsschmerzen und laufende Nase (Nasopharingitis)
- Gelenkschmerzen (Arthralgie)
- Bauchschmerzen
- Durchfall (Diarrhö)
- Extreme Müdigkeit/Schwäche (Asthenie)
- Ermüdung (Fatigue)
- Ausschlag
- Atemwegsinfektion
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Bakterielle Infektionen (Bakteriämie)
- Niereninfektion (Pyelonephritis)
- Schwere Reaktion auf eine Infektion (Sepsis), die mit einem starken Blutdruckabfall einhergehen kann (septischer Schock)
- Lokale Reaktion an der Injektionsstelle
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken. Wenn Sie nicht sicher sind, was die oben genannten Nebenwirkungen sind, bitten Sie Ihren Arzt, Sie Ihnen zu erklären.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verw.bis“ und auf dem Etikett der Durchstechflasche nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Vor der Verabreichung können ungeöffnete Durchstechflaschen von Piasky bei Bedarf außerhalb des Kühlschranks bei Raumtemperatur gelagert und dann wieder gekühlt werden. Bei Temperaturabweichungen außerhalb von 2 °C - 8 °C können ungeöffnete Durchstechflaschen in der Originalverpackung für eine Gesamtzeit von nicht mehr als 7 Tagen bei Raumtemperatur (bis zu
30 °C) aufbewahrt werden. Sie können für jeden Tag, an dem Piasky außerhalb der Kühlung gelagert wurde, ein Kästchen auf der Innenseite des Umkartons der Durchstechflasche ankreuzen. Entsorgen Sie sie, wenn sie länger als 7 Tage außerhalb des Kühlschranks bei Raumtemperatur aufbewahrt wurden.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Die mit diesem Arzneimittel gefüllten Spritzen nicht aufbewahren. Mit Piasky gefüllte Spritzen müssen sofort verwendet werden.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass es trüb oder verfärbt ist oder Partikel enthält.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Nähere Einzelheiten sind der Gebrauchsanleitung zu entnehmen. Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch, bevor Sie die Piasky Durchstechflasche verwenden.
Weitere Informationen zu Piasky 340 mg Injektions-/Infusionslösung
Was Piasky enthält
- Der Wirkstoff ist Crovalimab. Jede Durchstechflasche aus Glas enthält 340 mg Crovalimab in 2 ml Lösung. Jeder ml Injektions-/Infusionslösung enthält 170 mg Crovalimab.
- Die sonstigen Bestandteile sind Histidin, Aspartinsäure, Argininhydrochlorid, Poloxamer 188 und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Piasky aussieht und Inhalt der Packung
Piasky ist eine klare bis stark opalisierende und fast farblose bis bräunlich-gelbe Injektions- /Infusionslösung (Injektion/Infusion).
Jede Packung Piasky enthält 1 Durchstechflasche aus Glas zu 2 ml.
Pharmazeutischer Unternehmer
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Hersteller
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien, | Latvija |
| Luxembourg/Luxemburg | Roche Latvija SIA |
| N.V. Roche S.A. | Tel: +371 - 6 7039831 |
| België/Belgique/Belgien | |
| Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11 | |
| България | Lietuva |
| Рош България ЕООД | UAB “Roche Lietuva” |
| Тел: +359 2 474 5444 | Tel: +370 5 2546799 |
| Česká republika | Magyarország |
| Roche s. r. O. | Roche (Magyarország) Kft. |
| Tel: +420 - 2 20382111 | Tel: +36 1 279 4500 |
| Danmark | Nederland |
| Roche Pharmaceuticals A/S | Roche Nederland B.V. |
| Tlf: +45 - 36 39 99 99 | Tel: +31 (0) 348 438050 |
| Deutschland | Norge |
| Roche Pharma AG | Roche Norge AS |
| Tel: +49 (0) 7624 140 | Tlf: +47 - 22 78 90 00 |
| Eesti | Österreich |
| Roche Eesti OÜ | Roche Austria GmbH |
| Tel: + 372 - 6 177 380 | Tel: +43 (0) 1 27739 |
| Ελλάδα, Κύπρος | Polska |
| Roche (Hellas) A.E. | Roche Polska Sp.z o.o. |
| Ελλάδα | Tel: +48 - 22 345 18 88 |
| Τηλ: +30 210 61 66 100 | |
| España | Portugal |
| Roche Farma S.A. | Roche Farmacêutica Química, Lda |
| Tel: +34 - 91 324 81 00 | Tel: +351 - 21 425 70 00 |
| France | România |
| Roche | Roche România S.R.L. |
| Tél: +33 (0) 1 47 61 40 00 | Tel: +40 21 206 47 01 |
| Hrvatska | Slovenija |
| Roche d.o.o. | Roche farmacevtska družba d.o.o. |
| Tel: +385 1 4722 333 | Tel: +386 - 1 360 26 00 |
| Ireland, Malta | Slovenská republika |
| Roche Products (Ireland) Ltd. | Roche Slovensko, s.r.o. |
| Ireland/L-Irlanda | Tel: +421 - 2 52638201 |
| Tel: +353 (0) 1 469 0700 |
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


