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Medikamente

Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten

Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Olmedipin 20 mg/5 mg Filmtabletten Olmedipin 40 mg/5 mg Filmtabletten Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Olmedipin ist als Substitutionstherapie zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Patienten indiziert, die bereits mit der gleichzeitigen Gabe von Olmesartan und Amlodipin in den gleichen Dosen wie in der Kombination kontrolliert …

Wirkstoff(e)
Olmesartanmedoxomil, Amlodipin
Zulassungsinhaber
Ratiopharm GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
C09DB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten angewendet?

Olmedipin 20 mg/5 mg Filmtabletten

Olmedipin 40 mg/5 mg Filmtabletten

Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten

Anwendungsgebiete

Olmedipin ist als Substitutionstherapie zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Patienten indiziert, die bereits mit der gleichzeitigen Gabe von Olmesartan und Amlodipin in den gleichen Dosen wie in der Kombination kontrolliert werden.

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Was ist vor der Einnahme von Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten zu beachten?

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Olmesartanmedoxomil

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so

bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen. Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Amlodipin

Die Sicherheit von Amlodipin während der Schwangerschaft konnte bisher noch nicht bestätigt werden.

In tierexperimentellen Studien wurde bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

Eine Anwendung während der Schwangerschaft wird nur dann empfohlen, wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt.

Deshalb wird Olmedipin während des ersten Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen und ist im zweiten und dritten Trimester kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Olmedipin in der Stillzeit vorliegen, wird Olmedipin nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Olmesartan wird in die Milch laktierender Ratten abgegeben aber es ist nicht bekannt, ob Olmesartan beim Menschen in die Muttermilch übergeht.

Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat.

Fertilität

Bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet. Die klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend. In einer Studie an Ratten zeigten sich negative Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere (siehe Abschnitt 5.3).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosierung von Olmedipin beträgt eine Tablette täglich.

Die fixe Dosiskombination ist nicht zur anfänglichen Therapie geeignet.

Bevor zu Olmedipin gewechselt wird, sollten die Patienten mit stabilen Dosen der Einzelkomponenten, die zur selben Zeit eingenommen werden, reguliert sein. Die Dosierung von Olmedipin sollte auf den Dosierungen der Einzelkomponenten der Kombination zum Zeitpunkt des Wechsels basieren.

Besondere Gruppen

Ältere Menschen

Bei älteren Patienten ist keine Anpassung der Dosierung nötig, eine Dosiserhöhung sollte jedoch mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance

20 - 60 ml/min) beträgt die maximale Dosis 20 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich, da bei dieser Patientengruppe nur begrenzte Erfahrungen mit höheren Dosierungen vorliegen.

Die Anwendung von Olmedipin bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin- Clearance < 20 ml/min) wird nicht empfohlen, da es nur begrenzte Erfahrungen bei dieser Patientengruppe gibt (siehe Abschnitte 4.4, 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.4, 5.2) sollte Olmedipin mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion wird eine Anfangsdosis von 10 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich empfohlen. Die maximale Dosis von 20 mg einmal täglich sollte nicht überschritten werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, die zusätzlich Diuretika und/oder andere blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen, ist eine engmaschige Überwachung des Blutdrucks und der Nierenfunktion angeraten. Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion vor. Deshalb wird die Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Olmesartanmedoxomil sollte nicht bei Patienten mit Gallenwegsobstruktion angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Bei Patienten mit mild bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion konnten für Amlodipin keine Dosierungsempfehlungen festgelegt werden; deshalb sollte die Dosierung vorsichtig gewählt und es sollte am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion wurde die Pharmakokinetik von Amlodipin nicht untersucht. Bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion sollte mit der niedrigsten Amlodipin-Dosis

begonnen und langsam titriert werden. Aufgrund der Olmesartan Komponente von Olmedipin, wird die Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Olmesartan/Amlodipin ist bei Kindern unter 18 Jahren nicht belegt. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollen mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) eingenommen werden. Sie sollten nicht gekaut werden. Es wird empfohlen Olmedipin täglich mit oder ohne Nahrung zu etwa derselben Tageszeit einzunehmen.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Dihydropyridinderivate oder gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
  • Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).
  • Gallenwegsobstruktion (siehe Abschnitt 5.2).
  • Schwere Hypotonie.
  • Schock (einschließlich kardiogenem Schock).
  • Linksventrikulärer Abflussbehinderung (z. B. hochgradige Aortenstenose).
  • Hämodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Olmedipin mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei
    Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Intravaskulärer Volumenmangel

Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei Patienten auftreten, bei denen ein Volumen- und/oder Natriummangel aufgrund einer hochdosierten Diuretikabehandlung, salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen vorliegt. Dieser Zustand sollte vor der Gabe von Olmedipin korrigiert werden.

Andere Konditionen mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des Renin- Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z. B. Patienten mit schwerer dekompensierter Herzinsuffizienz oder zugrundeliegender Nierenerkrankung einschließlich Nierenarterienstenose), wurde eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, mit akuter Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder in seltenen Fällen einem akutem Nierenversagen in Zusammenhang gebracht. Die Möglichkeit für ein Auftreten ähnlicher Effekte kann bei Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten nicht ausgeschlossen werden.

Patienten mit Herzinsuffizienz

Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. In einer placebokontrollierten Langzeitstudie bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Grade III und IV) gab es im Vergleich zur Placebo-Gruppe in der Amlodipin-Gruppe vermehrte Berichte von Lungenödemen (siehe Abschnitt 5.1). Calciumkanalblocker, einschließlich Amlodipin, sollten bei

Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen können.

Renovaskuläre Hypertonie

Werden Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere mit Arzneimitteln behandelt, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation

Bei der Anwendung von Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird eine regelmäßige Kontrolle der Serum-Kalium- und Serum-Kreatinin-Spiegel empfohlen. Die Anwendung von Olmesartanmedoxomil bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.2, 5.2). Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Olmedipin bei Patienten vor, die kürzlich eine Nierentransplantation erhalten haben, oder bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (d. h. Kreatinin-Clearance

< 12 ml/min). Wird Olmedipin bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angewendet, wird eine regelmäßige Kontrolle der Serum-Kalium- und Serum-Kreatinin-Spiegel empfohlen. Amlodipin ist nicht dialysierbar.

Leberfunktionsstörung

Es gibt keine Erfahrungswerte bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung und deshalb wird die Anwendung von Olmedipin bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2 für Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung).

Die Halbwertzeit von Amlodipin wird verlängert und die AUC-Werte sind bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion höher; es wurden bisher keine Dosierungsempfehlungen erstellt. Die Behandlung mit Amlodipin sollte deshalb im niedrigeren Dosierungsbereich begonnen werden und bei der Erstbehandlung sowie bei einer Dosiserhöhung ist Vorsicht geboten. Eine langsame Dosistitrierung und sorgfältiges Monitoring kann bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung notwendig sein.

Hyperkaliämie

Die Anwendung von Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, kann Hyperkaliämie verursachen.

Das Risiko, welches lebensbedrohlich sein kann, ist bei älteren Patienten, bei Patienten mit Niereninsuffizienz und bei Diabetespatienten erhöht, sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel erhöhen, und/oder bei Patienten mit begleitenden Ereignissen.

Bevor die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln in Betracht gezogen wird, die das Renin- Angiotensin-Aldosteron-System beeinträchtigen, ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis einzuschätzen und andere Alternativen sind zu erwägen.

Die zu berücksichtigenden Risikofaktoren für Hyperkaliämie sind:

  • Diabetes, Niereninsuffizienz, Alter (> 70 Jahre).
  • Kombination mit einem oder mehreren anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin- Aldosteron-System beeinträchtigen und/oder Kaliumpräparate. Einige Arzneimittel bzw. therapeutische Arzneimittelklassen können eine Hyperkaliämie hervorrufen: kaliumhaltige Salzersatzstoffe, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II- Rezeptorantagonisten, nichtsteroidale Antirheumatika (einschließlich selektiver COX-2- Hemmer), Heparin, Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus, Trimethoprim.
  • Begleitende Ereignisse, insbesondere Dehydration, akute Herzdekompensation, Stoffwechselazidose, Verschlechterung der Nierenfunktion, plötzliche Verschlechterung des

Nierenzustandes (z. B. Infektionskrankheiten), Zelllyse (z. B. akute Extremitätenischämie, Rhabdomyolyse, verlängertes Trauma).

Eine sorgfältige Überwachung des Serum-Kaliumspiegels bei Risikopatienten ist empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Lithium

Wie bei anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) wird eine Kombination von Olmedipin und Lithium nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Aorten- oder Mitralklappenstenose; obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie ist, wie auch bei anderen Vasodilatatoren, besondere Vorsicht angezeigt (siehe Abschnitt 4.3).

Primärer Aldosteronismus

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die Anwendung von Olmedipin bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Sprue-ähnliche Enteropathie

In sehr seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Olmesartan einnahmen, einige Monate bis Jahre nach Therapiebeginn von schweren, chronischen Diarrhöen mit erheblichem Gewichtsverlust berichtet, die möglicherweise auf eine lokale, verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sind.

Intestinale Biopsien bei diesen Patienten wiesen häufig eine Zottenatrophie auf. Falls ein Patient während der Behandlung mit Olmesartan die beschriebenen Symptome entwickelt, und falls keine andere offensichtliche Ätiologie vorliegt, sollte die Behandlung mit Olmesartan sofort und dauerhaft beendet werden. Falls sich die Durchfälle innerhalb einer Woche nach Behandlungsende nicht bessern, sollte weiterer fachärztlicher Rat (z. B. eines Gastroenterologen) in Betracht gezogen werden.

Ethnische Unterschiede

Wie bei allen anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist der blutdrucksenkende Effekt von Olmesartanmedoxomil bei Patienten schwarzer Hautfarbe ein wenig geringer als bei Patienten nicht schwarzer Hautfarbe, möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines niedrigen Renin-Spiegels bei hypertensiven Patienten dieser Bevölkerungsgruppe.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Ältere Menschen

Bei älteren Menschen sollten Dosiserhöhungen mit Vorsicht vorgenommen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Andere

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer cerebrovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei hypertensiver Krise wurde nicht bewiesen.

Olmedipin enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Überdosierung

Symptome

Es liegen kaum Erfahrungen zur Überdosierung mit Olmesartanmedoxomil beim Menschen vor. Die wahrscheinlichste Wirkung einer Überdosierung mit Olmesartanmedoxomil ist Hypotonie.

Verfügbare Daten lassen vermuten, dass schwerwiegende Überdosierung mit Amlodipin zu übermäßiger peripherer Vasodilatation und möglicher Reflextachykardie führen kann. Ausgeprägte und wahrscheinlich lang andauernde systemische Hypotonien, bis hin zu und einschließlich Schock mit tödlichem Ausgang, wurden berichtet.

Als Folge einer Überdosierung mit Amlodipin wurde selten von nicht-kardiogenem Lungenödem berichtet, welches sich verzögert manifestieren kann (24-48 Stunden nach Einnahme) und Beatmungshilfe erforderlich macht. Frühzeitige Wiederbelebungsmaßnahmen (einschließlich Flüssigkeitsüberschuss) zum Erhalt der Durchblutung und der Herzleistung können Auslöser sein.

Behandlung

Bei klinisch relevanter Hypotonie aufgrund einer Überdosis Amlodipin bedarf es aktiver Unterstützung des Herz-Kreislaufs-Systems einschließlich engmaschiger Überwachung von Herz- und

Lungenfunktion, Hochlagerung der Extremitäten und Kontrolle des zirkulierenden Flüssigkeitsvolumens und der Urinausscheidung.

Zur Wiederherstellung des Gefäßtonus und des Blutdrucks kann ein Vasokonstriktor verabreicht werden, sofern dieser nicht kontraindiziert ist. Intravenös verabreichtes Calciumgluconat kann bei der Umkehr der Effekte der Calciumkanalblockade von Nutzen sein.

Eine Magenspülung kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Bei gesunden Probanden hat sich gezeigt, dass durch die Gabe von Aktivkohle bis zu 2 Stunden nach der Einnahme von 10 mg Amlodipin die Resorption von Amlodipin verringert wird.

Da Amlodipin in großem Umfang an Plasmaproteine gebunden wird, ist eine Dialyse nicht erfolgversprechend.

Es liegen keine Informationen bezüglich der Dialysierbarkeit von Olmesartan vor.

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Welche Nebenwirkungen hat Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Olmesartanmedoxomil

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Olmesartanmedoxomil:

Andere Antihypertensiva

Die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartanmedoxomil kann durch die gleichzeitige Anwendung anderer Antihypertensiva verstärkt werden.

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin- Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kaliumpräparate und kaliumsparende Diuretika

Basierend auf Erfahrungen mit dem Gebrauch anderer Arzneimittel, die das Renin-Angiotensin- System beeinflussen, kann die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, von kaliumhaltigen Salzersatzpräparaten oder anderen Arzneimitteln, die den Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin), zur Erhöhung des Serum-Kalium-Spiegels führen (siehe Abschnitt 4.4). Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID)

NSAID (inklusive Acetylsalicylsäure mit normaler Dosierung (> 3 g/Tag) und auch COX-2-Hemmer) und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten können durch die Reduktion der glomerulären Filtration synergistisch wirken. Ein Risiko der gleichzeitigen Einnahme von NSAID und Angiotensin-II- Antagonisten ist das Auftreten akuten Nierenversagens. Eine Überwachung der Nierenfunktion zu Behandlungsbeginn ist empfohlen, ebenso wie regelmäßige Flüssigkeitszufuhr beim Patienten. Zusätzlich kann die gleichzeitige Einnahme die blutdrucksenkende Wirkung von Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten reduzieren, was zu einem vorübergehenden Wirksamkeitsverlust führt.

Gallensäurebinder Colesevelam

Die gleichzeitige Einnahme des gallensäurebindenden Wirkstoffes Colesevelamhydrochlorid verringert die systemische Exposition und die maximale Plasmakonzentration von Olmesartan und

reduziert t1/2. Die Einnahme von Olmesartanmedoxomil mindestens 4 Stunden vor Colesevelamhydrochlorid verminderte den Effekt der Wechselwirkung. Daher sollte eine Einnahme von Olmesartanmedoxomil im Abstand von mindestens 4 Stunden vor der Colesevelamhydrochlorid- Dosis in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.2).

Andere Präparate

Nach der Behandlung mit Antazida (Aluminiummagnesiumhydroxid) wurde eine geringfügige Reduktion in der Bioverfügbarkeit von Olmesartan beobachtet. Die gleichzeitige Verabreichung von Warfarin und Digoxin hatte keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Olmesartan.

Auswirkungen von Olmesartanmedoxomil auf andere Arzneimittel:

Lithium

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern und mit Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten ist über eine reversible Erhöhung der Serum-Lithium-Spiegel und der Toxizität berichtet worden. Deshalb wird die Anwendung von Olmesartanmedoxomil und Lithium in Kombination nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Wenn sich die Kombination als notwendig erweist, wird eine sorgfältige Kontrolle des Serum-Lithium-Spiegels empfohlen.

Andere Präparate

Verbindungen, die in speziellen klinischen Studien bei gesunden Probanden untersucht wurden, umfassen Warfarin, Digoxin, ein Antacidum (Magnesiumaluminiumhydroxid), Hydrochlorothiazid und Pravastatin. Es wurden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen beobachtet und insbesondere Olmesartanmedoxomil hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Pharmakokinetik oder die Pharmakodynamik von Warfarin oder die Pharmakokinetik von Digoxin.

Olmesartan hatte in vitro keinen klinisch relevanten hemmenden Effekt auf die menschlichen Cytochrom-F Enzyme 1A1/2, 2A6, 2C8/9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4. Es hatte bei Ratten keinen oder einen minimalen Induktionseffekt auf die Cytochrom-P450-Aktivität. Deshalb wurden keine In-vivo-Wechselwirkungsstudien mit bekannten Cytochrom-P450-Enzymhemmern und Induktoren durchgeführt und es werden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen zwischen Olmesartan und Arzneimitteln, die durch die obengenannten Cytochrom-P450-Enzyme metabolisiert werden, erwartet.

Mit Amlodipin verbundene Wechselwirkungen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin:

CYP3A4-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-Inhibitoren (Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie z. B. Erythromycin oder Clarithromycin, Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung der Amlodipin-Exposition mit einem daraus resultierenden erhöhtem Hypotonierisiko führen. Die klinischen Konsequenzen der geänderten Pharmakokinetik können bei älteren Menschen ausgeprägter sein. Daher können eine klinische Kontrolle sowie eine Dosisanpassung notwendig werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, weil dadurch die Bioverfügbarkeit von Amlodipin bei einigen Patienten erhöht sein kann. Dies würde zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen.

CYP3A4-Induktoren

Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck überwacht und eine Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe

insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]).

Dantrolen (Infusion)

Im Tiermodell wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Calciumkanalblockern wie Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die empfänglich für eine maligne Hyperthermie sind oder wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.

Auswirkungen von Amlodipin auf andere Arzneimittel:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin verstärkt die Blutdrucksenkung anderer blutdrucksenkender Arzneimittel.

Tacrolimus

Es besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimusspiegels im Blut bei gleichzeitiger Anwendung mit Amlodipin; der pharmakokinetische Mechanismus dieser Interaktion ist jedoch nicht vollständig geklärt. Um eine Toxizität von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei der Anwendung von Amlodipin an einen Patienten unter Tacrolimusbehandlung der Tacrolimusspiegel im Blut überwacht und die Tacrolimusdosis gegebenenfalls angepasst werden.

mTOR(mechanistic target of Rapamycin)-Inhibitoren

mTOR-Inhibitoren, wie z. B. Sirolimus, Temsirolimus und Everolimus, sind CYP3A-Substrate und Amlodipin ist ein schwacher CYP3A-Inhibitor. Amlodipin kann bei gleichzeitiger Anwendung mit mTOR-Inhibitoren die mTOR-Inhibitoren-Exposition erhöhen.

Ciclosporin

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungen mit Ciclosporin und Amlodipin an gesunden Probanden oder anderen Patientengruppen durchgeführt. Eine Ausnahme sind Patienten mit Nierentransplantation, bei denen variable Anstiege der Talspiegelkonzentrationen (durchschnittlich 0 % bis 40 %) von Ciclosporin beobachtet wurden. Bei Patienten mit Nierentransplantation sollte unter Anwendung von Amlodipin eine Überwachung der Ciclosporinspiegel erwogen und, falls erforderlich, eine Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

Simvastatin

Die gleichzeitige Mehrfachgabe von 10 mg Amlodipin mit 80 mg Simvastatin führte, im Vergleich zur alleinigen Gabe von Simvastatin, zu einer 77%igen Erhöhung der Simvastatinexposition. Bei Patienten, die Amlodipin erhalten, ist die Dosis von Simvastatin auf 20 mg täglich zu beschränken.

In klinischen Wechselwirkungsstudien zeigte Amlodipin keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Kombinationspräparat Olmesartan Medoxomil/Amlodipin

Die häufigsten Nebenwirkungen während einer Behandlung mit Olmedipin sind periphere Ödeme, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl.

Olmesartanmedoxomil

Die häufigsten Nebenwirkungen während einer Behandlung mit Olmesartanmedoxomil sind Kopfschmerzen (7,7 %), grippeähnliche Symptome (4,0 %) und Schwindelgefühl (3,7 %).

In placebokontrollierten Monotherapie-Studien war die einzige unerwünschte Arzneimittelwirkung, die eindeutig mit der Behandlung in Verbindung stand, Schwindelgefühl (2,5 % Inzidenz bei Olmesartanmedoxomil und 0,9 % bei Placebo).

Die Inzidenz war etwas höher bei Olmesartanmedoxomil im Vergleich zum Placebo hinsichtlich Hypertriglyceridämie (2,0 % versus 1,1 %) und erhöhter Kreatinphosphokinase (1,3 % versus 0,7 %).

Amlodipin

Die häufigsten Nebenwirkungen während einer Behandlung sind Somnolenz, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Hitzewallungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Knöchelschwellung, Ödeme und Abgeschlagenheit.

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen

Nebenwirkungen durch die einzelnen Bestandteile Olmesartanmedoxomil bzw. Amlodipin und Olmesartanmedoxomil/Amlodipin-Kombination aus klinischen Studien, Anwendungsbeobachtungen

und Spontanberichten sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

MedDRA Unerwünschte Häufigkeit    
Systemorganklasse Wirkungen Amlodipin Olmesartan Olmesartan/
        Amlodipin-
        Kombination
Erkrankungen des Thrombozytopenie sehr selten gelegentlich nicht bekannt
Blutes und des        
Leukozytopenie sehr selten    
Lymphsystems    
       
         
Erkrankungen des Anaphylaktische   gelegentlich  
Immunsystems Reaktion      
  Allergische sehr selten    
  Reaktionen      
         
Stoffwechsel- und Hypertriglyceridämie,   häufig  
Ernährungsstö- Hyperurikämie      
rungen Hyperkaliämie   selten nicht bekannt
         
  Hyperglykämie sehr selten   nicht bekannt
         
  Verminderter Appetit     nicht bekannt
         
  Hyponatriämie     nicht bekannt
         
Psychiatrische Depression, gelegentlich    
Erkrankungen Schlaflosigkeit,      
  Stimmungsänderunge      
  n (inklusive      
  Angstzustände)      
  Verwirrung selten    
         
Erkrankungen des Somnolenz häufig   nicht bekannt
Nervensystems        
Schwindelgefühl, häufig häufig nicht bekannt
 
  Kopfschmerzen      
  Tremor, Parästhesie gelegentlich    
         
  Geschmacksstörungen gelegentlich   nicht bekannt
  , Hypoästhesie,      
  Synkope      
  Hypertonie, periphere sehr selten    
  Neuropathie      
         
  Hypotonie     nicht bekannt
         
  Extrapyramidale nicht bekannt    
  Störung      
         
Augenerkran- Sehstörung häufig    
kungen (inklusive Diplopie)      
  Photopsie     nicht bekannt
Erkrankungen des Tinnitus gelegentlich    
Ohrs und des        
Ohrenbeschwerden     nicht bekannt
Labyrinths    
       
Vertigo   gelegentlich nicht bekannt
   
         
Herzerkrankungen Herzklopfen häufig    
         
  Arrhythmie (inklusive gelegentlich    
  ventrikuläre      
  Tachykardie und      
  Vorhofflimmern),      
  Bradykardie      
  Tachykardie     nicht bekannt
         
  Angina pectoris   gelegentlich  
         
  Herzinfarkt sehr selten    
Gefäßerkrankun- Hitzewallungen häufig    
gen Hypotonie gelegentlich selten nicht bekannt
  Vaskulitis sehr selten    
         
Erkrankungen der Dyspnoe häufig    
Atemwege, des Bronchitis   häufig  
Brustraums und Pharyngitis   häufig nicht bekannt
Mediastinums Rhinitis gelegentlich häufig  
  Husten gelegentlich häufig  
         
Erkrankungen des Veränderte häufig    
Gastrointestinaltra Stuhlgewohnheiten      
kts (inklusive Diarrhoe      
  und Verstopfung),      
  Verstopfung     nicht bekannt
  Übelkeit häufig häufig nicht bekannt
  Gastroenteritis   häufig nicht bekannt
  Bauchschmerzen häufig häufig nicht bekannt
  Dysphagie     nicht bekannt
  Dyspepsie häufig häufig  
         
  Diarrhoe   häufig nicht bekannt
  Erbrechen gelegentlich gelegentlich  
         
  Mundtrockenheit gelegentlich    
  Pankreatitis, Gastritis, sehr selten    
  Gingivahyperplasie      
  Sprue-ähnliche   sehr selten  
  Enteropathie   (siehe  
      Abschnitt  
      4.4)  
Leber- und Gallen- Hepatitis, Gelbsucht sehr selten    
erkrankungen        
         
  Autoimmun-   nicht bekannt  
  hepatitis**      
         
  Leberenzyme erhöht sehr selten* häufig nicht bekannt
         
Erkankungen der Urtikaria gelegentlich gelegentlich  
Haut und des        
Unterhautzellgewe Exanthem gelegentlich gelegentlich  
bes        
         
  Allergische Dermatitis   gelegentlich  
         
  Alopecia, Purpura, gelegentlich    
  Hautverfärbung      
         
  Pruritus, Ausschlag gelegentlich gelegentlich nicht bekannt
         
  Hyperhidrosis gelegentlich    
         
  Erythema multiforme, sehr selten    
  exfoliative Dermatitis,      
  Stevens-Johnson-      
  Syndrom, Quincke-      
  Ödeme,      
  Photosensibilität      
  Angioödem sehr selten selten  
         
  Psoriasis-     nicht bekannt
  Exazerbation      
  Toxische epidermale nicht bekannt    
  Nekrolyse      
Skelettmuskulatur- Knöchelschwellung häufig    
, Bindegewebs-        
Gelenkschwellung     nicht bekannt
und        
Arthritis,   häufig  
Knochenerkranku    
Skelettschmerz      
ngen      
Myalgie gelegentlich gelegentlich nicht bekannt
 
  Rückenschmerzen gelegentlich häufig nicht bekannt
  Arthralgie gelegentlich    
  Muskelkrämpfe häufig selten  
         
  Schmerzen in den     nicht bekannt
  Extremitäten      
Erkrankungen der Hämaturie   häufig nicht bekannt
Nieren und Harnwegsinfektionen   häufig nicht bekannt
Harnwege Akutes   selten  
  Nierenversagen,      
  Niereninsuffizienz      
  Hämoglobinurie     nicht bekannt
  Blasenentleerungs- gelegentlich    
  störungen, Nocturie,      
  erhöhter Harndrang      
Erkrankungen der Impotenz, gelegentlich    
Geschlechtsorgane Gynäkomastie      
und der        
Brustdrüse        
Allgemeine Ödeme sehr häufig    
Erkrankungen und Periphere Ödeme   häufig nicht bekannt
Beschwerden am Grippeähnliche   häufig  
Verabreichungsort Symptome      
  Abgeschlagenheit häufig häufig nicht bekannt
         
  Gesichtsödem   gelegentlich  
         
  Schmerzen gelegentlich häufig  
         
  Asthenie häufig gelegentlich nicht bekannt
         
  Brustschmerzen gelegentlich häufig nicht bekannt
         
  Malaise gelegentlich gelegentlich  
         
  Lethargie   selten  
         
Untersuchungen Gewichtszunahme, gelegentlich    
  Gewichtsabnahme      
  Hämatokrit verringert,     nicht bekannt
  Hämoglobin      
  verringert, verringerte      
  rote Blutkörperchen      
  Erhöhung von   häufig nicht bekannt
  Harnstoff im Blut      
  Kristallurie     nicht bekannt
         
  Erhöhung der   häufig  
  Kreatinphosphokinase      
  im Blut      
  Erhöhung von   selten nicht bekannt
  Kreatinin im Blut      

*entspricht größtenteils Cholestase

**Nach Markteinführung wurden Fälle von Autoimmunhepatitis mit einer Latenz von wenigen Monaten bis Jahren berichtet, die nach Absetzen von Olmesartan reversibel waren.

Es wurden Einzelfälle von extrapyramidalem Syndrom gemeldet.

Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Angiotensin-II-Rezeptorblockern berichtet.

Zusätzliche Informationen für besondere Gruppen

Bei älteren Menschen ist die Häufigkeit für Hypotonie etwas erhöht, von selten auf gelegentlich.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

Wie ist Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten aufzubewahren?

3 Jahre

Weitere Informationen zu Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten

Olmedipin 20 mg/5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Olmedipin 40 mg/5 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Olmedipin 40 mg/10 mg Filmtabletten:

Jede Filmtablette enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

  20 mg/5 mg 40 mg/5 mg 40 mg/10 mg
  Filmtabletten Filmtabletten Filmtabletten
Lactose 3,99 mg 7,98 mg 7,98 mg

Olmedipin enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Datum der Erteilung der Zulassung: 04. Oktober 2017

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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