Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
MonoFer® 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion Anwendungsgebiete MonoFer ist indiziert zur Behandlung eines Eisenmangels in den folgenden Situationen: Wenn orale Eisenpräparate nicht wirksam sind oder nicht angewendet werden können. Wenn klinisch die Notwendigkeit besteht, schnell Eisen zuzuführen. Die Diagnose muss auf Laboruntersuchungen beruhen.
- Wirkstoff(e)
- Eisen(III)-Derisomaltose
- Zulassungsinhaber
- Pharmacosmos A/S Beinamen: Nebo A/S
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- B03AC
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion angewendet?
MonoFer® 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion
Anwendungsgebiete
MonoFer ist indiziert zur Behandlung eines Eisenmangels in den folgenden Situationen:
- Wenn orale Eisenpräparate nicht wirksam sind oder nicht angewendet werden können.
- Wenn klinisch die Notwendigkeit besteht, schnell Eisen zuzuführen.
Die Diagnose muss auf Laboruntersuchungen beruhen. Bei einem akuten Blutverlust ist Hämoglobin als diagnostischer Labortest ausreichend.
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Was ist vor der Einnahme von Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion zu beachten?
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen MonoFer oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
- Schwere bekannte Überempfindlichkeit gegen andere parenterale Eisenpräparate.
- Andere Anämieformen als eine Eisenmangelanämie (z. B. hämolytische Anämie)
- Eisenüberladung oder Störungen der Eisenverwertung (z. B. Hämochromatose, Hämosiderose)
- Dekompensierte Lebererkrankung
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Parenteral verabreichte Eisenpräparate können Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich schwerwiegende und potenziell tödlich verlaufende anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen hervorrufen. Auch nach vorherigen komplikationslos vertragenen Injektionen parenteraler Eisenpräparate wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Es liegen Berichte über Überempfindlichkeitsreaktionen vor, die sich zu einem Kounis-Syndrom entwickelt haben (akute allergische Koronararterienspasmen, die zu einem Myokardinfarkt führen können, siehe Abschnitt 4.8).
Das Risiko ist erhöht bei Patienten mit bekannten Allergien, einschließlich Arzneimittelallergien, sowie bei solchen mit schwerem Asthma, Ekzem oder anderer atopischer Allergie in der Vorgeschichte.
Bei Patienten mit immunologischen oder inflammatorischen Erkrankungen (z. B. systemischer Lupus Erythematodes, rheumatoide Arthritis) besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen bei der parenteralen Anwendung von Eisenkomplex-Präparaten.
MonoFer sollte nur angewendet werden, wenn in der Erkennung und Behandlung anaphylaktischer Reaktionen geschulte Fachkräfte unverzüglich verfügbar sind und die kardio-pulmonale Reanimation durch eine entsprechende Ausrüstung sichergestellt ist. Jeder Patient sollte für mindestens 30 Minuten nach jeder MonoFer-Injektion hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen beobachtet werden. Wenn während der Behandlung Überempfindlichkeitsreaktionen oder Anzeichen einer Unverträglichkeit auftreten, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden. Eine Ausrüstung zur kardio-pulmonalen Reanimation sowie zur Behandlung einer akuten anphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktion sollte verfügbar sein, einschließlich einer injizierbaren 1:1.000 Adrenalinlösung. Falls erforderlich, sollte eine zusätzliche Behandlung mit Antihistaminika und/oder Kortikosteroiden erfolgen.
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung sollte parenterales Eisen erst nach eingehender Nutzen- /Risiko-Abwägung verabreicht werden. Die Anwendung parenteralen Eisens sollte bei Patienten mit Leberdysfunktion vermieden werden (Alanin-Animotransferase und/oder Aspartat-Aminotransferase > 3-fache der Obergrenze des Normalbereichs), bei denen Eisenüberladung als auslösender Faktor gilt, insbesondere Porphyria Cutanea Tarda (PCT). Sorgfältige Überwachung des Eisenstatus wird zur Vermeidung von Eisenüberladung empfohlen.
Parenterales Eisen ist bei akuten und chronischen Infektionen mit Vorsicht anzuwenden.
MonoFer sollte bei Patienten mit aktueller Bakteriämie nicht angewendet werden.
Bei zu schneller intravenöser Injektion kann es zu hypotensiven Episoden kommen.
MonoFer ist vorsichtig zu verabreichen, damit paravenöser Austritt vermieden wird. Paravenöser Austritt von MonoFer an der Injektionsstelle kann zur Reizung der Haut und potenziell
langanhaltender Braunverfärbung im Bereich der Injektionsstelle führen. Die Verabreichung von MonoFer muss sofort unterbrochen werden, wenn es zum paravenösen Austritt kommt.
MonoFer enthält bis zu 9,4 mg (0,41 mmol) Natrium pro 100 mg Eisendosis. Dies entspricht 0,47 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g.
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von MonoFer bei Schwangeren aus einer Studie mit 100 schwangeren Frauen, die MonoFer erhalten haben, vor. Daher ist vor der Anwendung in der Schwangerschaft eine sorgfältige Nutzen-/Risiko-Abwägung erforderlich.
Eine Eisenmangelanämie im ersten Schwangerschaftsdrittel kann in vielen Fällen mit oral verabreichtem Eisen behandelt werden. Die Behandlung mit MonoFer sollte auf das zweite und dritte Trimester begrenzt werden, sofern der Nutzen der Therapie höher als das potenzielle Risiko für Mutter und Fötus eingeschätzt wird.
Nach parenteraler Eisengabe kann es zu fetaler Bradykardie kommen. Diese ist in der Regel vorübergehend und tritt infolge einer Überempfindlichkeitsreaktion der Mutter auf. Das ungeborene Kind sollte während einer intravenösen Verabreichung parenteraler Eisenpräparate an schwangere Frauen sorgfältig überwacht werden.
Stillzeit
Eine klinische Studie zeigte, dass der Übergang von MonoFer in die menschliche Muttermilch sehr gering ausfiel. Bei therapeutischen Dosen von MonoFer werden keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kleinkind erwartet.
Fertilität
Es liegen keine Daten zur Auswirkung von MonoFer auf die Fertilität beim Menschen vor. In Tierstudien blieb die Fertilität nach der MonoFer-Behandlung unbeeinflusst (siehe Abschnitt 5.3).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Lagerungsbedingungen der verdünnten Lösung siehe Abschnitt 6.3.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Die Durchstechflaschen/Ampullen vor der Anwendung optisch auf Sediment und Beschädigung kontrollieren. Nur Behältnisse mit sedimentfreier, homogener Lösung verwenden.
MonoFer ist ausschließlich für die einmalige Anwendung bestimmt. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.
MonoFer darf nur mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung gemischt werden. Es dürfen keine anderen intravenösen Lösungen zur Verdünnung verwendet werden. Es dürfen keine weiteren Arzneimittel hinzugefügt werden. Hinweise zur Verdünnung siehe Abschnitt 4.2.
Die rekonstituierte Injektionslösung muss vor der Anwendung optisch kontrolliert werden. Nur klare Lösung ohne Sediment verwenden.
Wie wird Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Während und nach jeder Anwendung von MonoFer müssen die Patienten sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen überwacht werden.
MonoFer sollte nur angewendet werden, wenn in der Erkennung und Behandlung anaphylaktischer Reaktionen geschulte Fachkräfte unverzüglich verfügbar sind und die kardio-pulmonale Reanimation durch eine entsprechende Ausrüstung sichergestellt ist. Der Patient sollte für mindestens 30 Minuten nach jeder MonoFer-Anwendung hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen beobachtet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Jede intravenöse Verabreichung von Eisen birgt das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion. Zur Risikominimierung sollte deshalb die Anzahl einzelner intravenöser Eisengaben auf ein Minimum beschränkt werden.
DOSIERUNG
Die Dosierung von MonoFer erfolgt in mehreren Schritten: [1] Bestimmung des individuellen Eisenbedarfs und [2] Berechnung und Verabreichung der Eisendosis/dosen. Die Schritte können nach Eisensubstitution nach [3] erfolgten Kontrollen wiederholt werden.
Schritt 1: Bestimmung des Eisenbedarfs:
Der Eisenbedarf kann entweder mit der Vereinfachten Tabelle (i) oder der nachfolgenden Ganzoni- Formel (ii) berechnet werden.
Der Eisenbedarf wird in Milligramm elementarem Eisen angegeben.
i) Vereinfachte Tabelle:
Tabelle 1: Eisenbedarf
| Hb | Hb | Patienten mit einem | Patienten mit einem | Patienten mit einem | |
| (mmol/l) | Körpergewicht von < 50 | Körpergewicht von 50 kg | Körpergewicht von ≥ 70 | ||
| (g/dl) | |||||
| kg | bis < 70 kg | kg | |||
| ≥ 10 | ≥ 6,2 | 500 mg | 1000 mg | 1500 mg | |
| < 10 | < 6,2 | 500 mg | 1500 mg | 2000 mg |
ii) Ganzoni-Formel:
Tabelle 2: Ganzoni-Formel
| Eisenbedarf = | Körpergewicht(A) x (Ziel Hb(D) | – Hb-Ist)(B) x 2,4 + Eisen für Eisenspeicher(C) | |
| [mg Eisen] | [kg] | [g/dl] | [mg Eisen] |
- Es wird empfohlen, bei übergewichtigen Patienten das Idealgewicht bzw. bei Schwangeren das Gewicht vor der Schwangerschaft einzusetzen. Bei allen übrigen Patienten ist das tatsächliche Körpergewicht zu verwenden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Idealgewicht zu bestimmen, z. B. indem das Körpergewicht berechnet wird, das einem BMI von 25 entspricht: Idealgewicht = 25 * (Körpergröße in m)2
- Zur Umrechnung von Hb [mmol/l] in Hb [g/dl] den Hb-Wert [mmol/l] mit dem Faktor 1,61145 multiplizieren.
- Bei Personen mit einem Körpergewicht von mehr als 35 kg beträgt der Eisenspeicher 500 mg oder mehr. Eisenspeicher von 500 mg entsprechen dem unteren Normbereich für kleine Frauen. Einige Leitlinien empfehlen 10 bis 15 mg Eisen pro kg Körpergewicht.
- Standard-Ziel-Hb in der Ganzoni Formel ist 15 g/dl. In besonderen Fällen, z. B. bei Schwangeren, kann ein niedrigerer Zielwert für Hämoglobin erwogen werden.
iii. Fester Eisenbedarf:
Es wird eine feste Dosis von 1000 mg verabreicht und entsprechend „Schritt 3: Kontrolle nach Eisensubstitution“ der Eisenbedarf des Patienten erneut bestimmt. Bei Patienten mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg wird die Vereinfachte Tabelle oder die Ganzoni-Formel für die Berechnung des Eisenbedarfs verwendet.
Schritt 2: Berechnung und Verabreichung der maximalen individuellen Eisendosis/dosen.
Ausgehend von dem oben ermittelten Eisenbedarf sind die wie oben bestimmten angemessenen Dosen MonoFer unter Beachtung der folgenden Hinweise zu verabreichen:
Die Gesamtdosis pro Woche sollte 20 mg Eisen/kg Körpergewicht nicht übersteigen.
Bei einer Einzelinfusion sollte eine Dosis von 20 mg Eisen/kg Körpergewicht nicht überschritten werden.
Bei einer einzelnen Bolusinjektion von MonoFer sollte eine Menge von 500 mg Eisen nicht überschritten werden.
Schritt 3: Kontrolle nach Eisensubstitution:
Ausgehend vom Zustand des jeweiligen Patienten sollte vom behandelnden Arzt eine erneute Beurteilung einschließlich Bluttests durchgeführt werden. Um die Wirkung der Behandlung mit intravenösem Eisen zu beurteilen, sollte der Hb-Wert frühestens 4 Wochen nach der letzten Gabe von MonoFer erneut bestimmt werden, um ausreichend Zeit für die Erythropoese und Verwertung des Eisens zu lassen. Falls der Patient eine weitere Eisenverabreichung benötigt, ist der Eisenbedarf neu zu berechnen.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von MonoFer bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da noch nicht genügend Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Art der Anwendung:
MonoFer ist intravenös entweder durch Injektion oder Infusion zuzuführen.
MonoFer sollte nicht gleichzeitig mit oralen Eisenpräparaten angewendet werden, da die Resorption des oral verabreichten Eisens reduziert werden könnte (siehe Abschnitt 4.5).
Intravenöse Bolusinjektion:
MonoFer kann als intravenöse Injektion von bis zu 500 mg bis zu drei Mal pro Woche verabreicht werden (maximal: 250 mg Eisen/Minute). Es kann unverdünnt oder verdünnt (in maximal 20 ml steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung) verabreicht werden.
Tabelle 3: Injektionsrate bei intravenöser Bolusinjektion
| MonoFer-Menge | Äquivalente | Injektionsrate | Häufigkeit |
| Eisendosis | |||
| ≤ 5 ml | ≤ 500 mg | 250 mg Eisen/Minute | 1-3 Mal pro Woche |
Intravenöse Infusion:
Die benötigte Eisenmenge kann mit einer einzigen MonoFer-Infusion von bis zu 20 mg Eisen pro kg Körpergewicht oder als wöchentliche Infusionen bis zum Erreichen des kumulativen Eisenbedarfs verabreicht werden.
Falls der Eisenbedarf 20 mg/kg Körpergewicht übersteigt, muss die Dosis auf zwei Verabreichungen aufgeteilt werden, zwischen denen ein zeitlicher Abstand von mindestens einer Woche eingehalten werden muss. Es wird empfohlen, wann immer möglich bei der ersten Verabreichung 20 mg Eisen/kg Körpergewicht zu verabreichen. Abhängig von der klinischen Beurteilung kann mit der zweiten Verabreichung bis zum Vorliegen der anschließenden Labortests abgewartet werden.
Tabelle 4: Infusionsrate bei intravenöser Infusion
| Eisendosis | Mindestdauer der Infusion |
| ≤ 1000 mg | mehr als 15 Minuten |
| > 1000 mg | 30 Minuten oder mehr |
MonoFer sollte unverdünnt oder in steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung verdünnt verabreicht werden. Aus Stabilitätsgründen sollte MonoFer nicht auf Konzentrationen unter 1 mg Eisen/ml (ohne Berücksichtigung des Volumens der Eisen(III)-Derisomaltose-Lösung) und nie in mehr als 500 ml verdünnt werden. Siehe Abschnitt 6.6.
Injektion in ein Dialysegerät:
MonoFer kann während einer Hämodialysesitzung direkt in den venösen Arm des Dialysegeräts injiziert werden. Dabei ist wie bei einer intravenösen Bolusinjektion vorzugehen.
Überdosierung
Die Eisen(III)-Derisomaltose in MonoFer hat eine geringe Toxizität. Das Präparat wird gut vertragen und es besteht ein minimales Risiko für eine versehentliche Überdosierung.
Eine Überdosierung kann zur Anreicherung von Eisen in den Eisenspeichern und schließlich zu einer Hämosiderose führen. Eine Eisenanreicherung lässt sich durch Überwachung der Eisenparameter wie der Ferritin-Serumkonzentration nachweisen. Es können supportive Maßnahmen wie Chelatbildner eingesetzt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wie bei allen parenteralen Eisenpräparaten ist die Resorption von oralen Eisenpräparaten verringert, wenn diese gleichzeitig verabreicht werden.
Es wurde beschrieben, dass hohe Dosen an parenteralem Eisen (5 ml oder mehr) bei Blutproben, die vier Stunden nach der Verabreichung entnommen wurden, eine bräunliche Färbung des Serums verursachen.
Parenterales Eisen kann zu falsch-erhöhten Werten für die Bilirubin-Serumkonzentration und falsch- erniedrigten Werten für die Calcium-Serumkonzentration führen.
Nebenwirkungen
In der Tabelle werden die während der MonoFer-Behandlung in klinischen Studien und im Rahmen der Markterfahrung gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) aufgeführt.
Bei der parenteralen Verabreichung von Eisenpräparaten kann es zu akuten und schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Für gewöhnlich treten diese in den ersten Minuten der Verabreichung auf und sind üblicherweise durch plötzlich einsetzende Atemprobleme und/oder kardiovaskulären Kollaps charakterisiert; es wurde über Todesfälle berichtet. Andere, weniger schwere Manifestationen einer Sofortreaktion, wie Urtikaria und Juckreiz, können ebenfalls auftreten. Während der Schwangerschaft kann es bei der parenteralen Verabreichung von Eisenpräparaten zur einhergehenden fetalen Bradykardie kommen.
Im Zusammenhang mit einer Behandlung mit intravenösem Eisen kann es zu einer Fishbane-Reaktion kommen. Diese ist gekennzeichnet durch Erröten des Gesichts, akute Brust- und/oder Rückenschmerzen und Engegefühl, manchmal mit Atemnot (gelegentliches Vorkommen). Dies kann den frühen Symptomen einer anaphylaktoiden/anaphylaktischen Reaktion ähneln. Die Infusion muss unterbrochen und die Vitalparameter des Patienten bestimmt werden. Diese Symptome klingen kurz nach Abbruch der Eisenverabreichung ab. In der Regel treten sie nicht erneut auf, wenn die Verabreichung mit einer geringeren Infusionsrate wiederaufgenommen wird.
Nach der Markteinführung wurde nach Verabreichung von intravenösem Eisen auch über Hautverfärbungen in einiger Entfernung von der Einstichstelle berichtet.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die während klinischer Studien und der Post-Marketing- Erfahrung beobachtet wurden
| Systemorganklasse | Häufig (≥ | Gelegentlich (≥ 1/1000 | Selten (≥ 1/10000 bis < | Nicht |
| 1/100 bis < | bis < 1/100) | 1/1000) | bekannt | |
| 1/10) | ||||
| Erkrankungen des | Überempfindlichkeit, | Anaphylaktoide/ | ||
| Immunsystems | einschließlich | anaphylaktische | ||
| schwerwiegender | Reaktionen | |||
| Reaktionen | ||||
| Erkrankungen des | Kopfschmerzen, | Dysphonie, | ||
| Nervensystems | Parästhesie, Dysgeusie, | Krampfanfälle, | ||
| verschwommenes | Tremor, Veränderungen | |||
| Sehen, | des Bewusstseins | |||
| Bewusstseinsverlust, | ||||
| Schwindel, Müdigkeit | ||||
| Herzerkrankungen | Tachykardie | Arrhythmien | Kounis- | |
| Syndrom | ||||
| Gefäßerkrankungen | Hypotonie, Hypertonie | |||
| Erkrankungen der | Brustschmerzen, | |||
| Atemwege, des | Dyspnoe, | |||
| Brustraums und | Bronchospasmus | |||
| Mediastinums | ||||
| Erkrankungen des | Übelkeit | Abdominelle | ||
| Gastrointestinaltrakts | Schmerzen, Erbrechen, | |||
| Dyspepsie, Obstipation, | ||||
| Diarrhö | ||||
| Erkrankungen der | Hautaussch | Pruritus, Urtikaria, | Angioödem | Hautverfä |
| Haut und des | lag | Rötungen, Schwitzen, | rbungen | |
| Unterhautzellgewebes | Dermatitis | in einiger | ||
| Entfernun | ||||
| g von der | ||||
Injektions stelle
| Stoffwechsel- und | Hypophosphatämie | ||
| Ernährungsstörungen | |||
| Skelettmuskulatur-, | Rückenschmerzen, | ||
| Bindegewebs- und | Myalgie, Arthralgie, | ||
| Knochenerkrankunge | Muskelkrämpfe | ||
| n | |||
| Allgemeine | Reaktionen | Pyrexie, Kältegefühl/ | Unwohlsein, |
| Erkrankungen und | an der | Schüttelfrost, Infektion, | grippeähnliche |
| Beschwerden am | Injektions- | lokale Phlebitis, | Symptome** |
| Verabreichungsort | stelle* | Desquamation | |
| Untersuchungen | Erhöhte | ||
| Leberenzymwerte |
* Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Erythema, Schwellungen, Brennen, Schmerzen, Hämatome, Verfärbung, Extravasation, Reizungen, Reaktionen im Bereich der Injektionsstelle.
** Grippeähnliche Symptome, die innerhalb weniger Stunden oder mehrerer Tage einsetzen können.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Verspätete Reaktionen können ebenfalls bei der parenteralen Verabreichung von Eisenpräparaten auftreten und schwerwiegend sein. Anzeichen dafür sind Arthralgie, Myalgie und in einigen Fällen Fieber. Der Zeitpunkt des Einsetzens ist unterschiedlich – die Reaktionen können einige Stunden bis vier Tage nach der Verabreichung auftreten. Die Symptome dauern für gewöhnlich zwei bis vier Tage an und gehen spontan oder nach Gabe einfacher Analgetika zurück.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn. Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion aufzubewahren?
Dauer der Haltbarkeit der Ampullen im unversehrten Behältnis:
3 Jahre
Dauer der Haltbarkeit der Durchstechflaschen im unversehrten Behältnis:
3 Jahre
Dauer der Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses (unverdünnt):
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Präparat sofort verabreicht werden, es sei denn, die Methode des Öffnens schließt eine mikrobielle Kontaminierung aus.
Wenn das Präparat nicht sofort verabreicht wird, liegen die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Verabreichung in der Verantwortlichkeit des Anwenders.
Dauer der Haltbarkeit nach Verdünnung in steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung:
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden.
Weitere Informationen zu Monofer 100 mg/ml Lösung zur Injektion/Infusion
Ein Milliliter der Lösung enthält 100 mg Eisen als Eisen(III)-Derisomaltose.
Eine Durchstechflasche/Ampulle mit 1 ml enthält 100 mg Eisen als Eisen(III)-Derisomaltose. Eine Durchstechflasche/Ampulle mit 2 ml enthält 200 mg Eisen als Eisen(III)-Derisomaltose. Eine Durchstechflasche/Ampulle mit 5 ml enthält 500 mg Eisen als Eisen(III)-Derisomaltose.
Eine Durchstechflasche/Ampulle mit 10 ml enthält 1.000 mg Eisen als Eisen(III)-Derisomaltose.
Eine Eisendosis von 100 mg enthält bis zu 9,4 mg (0,41 mmol) Natrium, siehe Abschnitt 4.4.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
75060.00.00
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 26. November 2009
Datum der Verlängerung der Zulassung: 26. November 2014
07.05.2025
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


