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Medikamente

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Symptomatische Behandlung der nasalen Kongestion im Zusammenhang mit einer akuten Rhinosinusitis mit vermutetem viralen Ursprung und Kopfschmerz und/oder Fieber . GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma wird angewendet bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen.

Wirkstoff(e)
Ibuprofen, Pseudoephedrin
Zulassungsinhaber
Doppelherz Pharma GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
M01AE51

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten angewendet?

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten

Anwendungsgebiete

Symptomatische Behandlung der nasalen Kongestion im Zusammenhang mit einer akuten Rhinosinusitis mit vermutetem viralen Ursprung und Kopfschmerz und/oder Fieber.

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma wird angewendet bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen.

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Was ist vor der Einnahme von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten zu beachten?

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen, Pseudoephedrinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt
    6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • Patienten unter 15 Jahren
  • schwangere Frauen im dritten Trimester der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6)
  • stillende Mütter (siehe Abschnitt 4.6)
  • Patienten, bei denen es früher bereits zu Überempfindlichkeitsreaktionen kam (z. B. Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioödem oder Urtikaria), ausgelöst durch Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
  • gastrointestinale Blutungen oder Perforationen in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen NSAR-Therapie
  • bestehende oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulzera/Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzerationen oder Blutungen)
  • zerebrovaskuläre oder andere Blutungen
  • ungeklärte Störungen der Hämatopoese
  • schwere Leberinsuffizienz
  • schwere Niereninsuffizienz
  • schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
  • schwere kardiovaskuläre Erkrankungen, koronare Herzkrankheit (Herzkrankheit, Hypertonie, Angina pectoris), Tachykardie, Hyperthyreose, Diabetes, Phäochromocytom
  • Schlaganfall oder Risikofaktoren für einen Schlaganfall in der Anamnese (aufgrund der α-sympathomimetischen Wirkung von Pseudoephedrinhydrochlorid)
  • Risiko für ein Engwinkelglaukom
  • Risiko der Harnretention aufgrund von urethroprostatischen Beschwerden
  • Myokardinfarkt in der Anamnese
  • Krampfanfälle in der Anamnese
  • systemischer Lupus erythematodes (SLE)
  • gleichzeitige Anwendung anderer oral oder nasal angewendeter vasokonstriktorisch wirksamer Arzneimittel (Dekongestiva, wie z. B. Phenylpropanolamin, Phenylephrin und Ephedrin) sowie Methylphenidat (siehe Abschnitt 4.5)
  • gleichzeitige Anwendung nichtselektiver Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer, z. B. Iproniazid) (siehe Abschnitt 4.5) oder Anwendung von MAO-Hemmern innerhalb der vergangenen 2 Wochen.
  • schwere Hypertonie oder unkontrollierte Hypertonie
  • schwere akute oder chronische Nierenerkrankung/Niereninsuffizienz

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die gleichzeitige Anwendung von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma mit anderen NSAR, einschließlich selektive Cyclooxygenase-(COX-)2-Hemmer, sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (siehe „Gastrointestinale Wirkungen“ und „Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen“ unten).

Bestehen die Symptome über die für dieses Arzneimittel empfohlene Behandlungshöchstdauer (4 Tage für Erwachsene und 3 Tage für Jugendliche) fort, sollten die notwendigen Maßnahmen überprüft werden, insbesondere hinsichtlich des möglichen Nutzens einer antibiotischen Behandlung.

Die akute Rhinosinusitis mit vermutetem viralem Ursprung ist definiert durch mäßige Intensität, beidseitige rhinologische Symptome mit vorherrschender nasaler Kongestion und seröser oder puriformer Rhinorrhoe, die in einem epidemischen Zusammenhang auftreten. Das puriforme Auftreten der Rhinorrhoe ist häufig und korrespondiert nicht systematisch mit bakterieller Superinfektion.

Nebenhöhlenschmerzen in den ersten Tagen der Erkrankung gehen mit einem Anschwellen der Schleimhaut in den Nebenhöhlen (akute kongestive Rhinosinusitis) einher und klingen meist spontan wieder ab.

Im Falle einer akuten bakteriellen Sinusitis ist eine Antibiotika-Therapie gerechtfertigt.

Besondere Warnhinweise in Bezug auf Pseudoephedrinhydrochlorid

  • Die Dosierung, die empfohlene maximale Behandlungsdauer (4 Tage bei Erwachsenen, 3 Tage bei Jugendlichen) und die Gegenanzeigen sind streng einzuhalten (siehe Abschnitt 4.8).
  • Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass beim Auftreten von Hypertonie, Tachykardie, Palpitationen, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit oder jeglichen neurologischen Anzeichen wie das Auftreten oder die Verschlimmerung von Kopfschmerzen, die Behandlung abgebrochen werden muss.

Ischämische Kolitis

Es wurden einige Fälle von ischämischer Kolitis bei der Anwendung von Pseudoephedrin berichtet. Pseudoephedrin sollte abgesetzt und ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn plötzlich Bauchschmerzen, rektale Blutungen oder andere Symptome einer ischämischen Kolitis auftreten.

Schwerwiegende Hautreaktionen

Schwerwiegende Hautreaktionen wie die akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) können unter Ibuprofen und Pseudoephedrin-haltigen Arzneimitteln auftreten. Dieser akute pustulöse Ausschlag kann innerhalb der ersten beiden Behandlungstage auftreten und mit Fieber und zahlreichen, kleinen, hauptsächlich nicht-follikulären Pusteln verbunden sein, die in einem ausgedehnten ödematösen Erythem auftreten und hauptsächlich in den Hautfalten, am Rumpf und den oberen Extremitäten lokalisiert sind. Die Patienten sollten sorgfältig überwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome wie Fieber, Erythem oder viele kleine Pusteln beobachtet werden, sollte die Anwendung von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma beendet und erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Ischämische Optikusneuropathie

Es wurden Fälle von ischämischer Optikusneuropathie bei der Anwendung von Pseudoephedrin berichtet. Bei plötzlichem Auftreten eines Verlusts des Sehvermögens oder einer verminderten Sehschärfe, wie bei einem Skotom, sollte die Anwendung von Pseudoephedrin abgebrochen werden.

Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) und reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS)

Fälle von PRES und RCVS wurden bei der Anwendung pseudoephedrinhaltiger Arzneimittel berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko ist bei Patienten mit schwerer oder unkontrollierter Hypertonie oder mit schwerer akuter oder chronischer Nierenerkrankung/Niereninsuffizienz erhöht (siehe Abschnitt 4.3).

Pseudoephedrin sollte abgesetzt und sofort ein Arzt aufgesucht werden, wenn folgende Symptome auftreten: plötzliche starke Kopfschmerzen oder Donnerschlagkopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfälle und/oder Sehstörungen. Die meisten gemeldeten Fälle von PRES und RCVS verschwanden nach Absetzen und entsprechender Behandlung.

Vor einer Einnahme dieses Arzneimittels sollten die Patienten Rücksprache mit ihrem Arzt halten bei

  • Hypertonie, Herzerkrankung, Hyperthyreose, Psychose oder Diabetes
  • gleichzeitiger Anwendung von Migränetherapeutika, insbesondere von vasokonstriktorischen Mutterkornalkaloiden (aufgrund der α-sympathomimetischen Wirkung von Pseudoephedrinhydrochlorid)
  • Mischkollagenose -erhöhtes Risiko für aseptische Meningitis (siehe Abschnitt 4.8)
  • Es liegen Berichte über neurologische Symptome wie Krampfanfälle, Halluzinationen, Verhaltensstörungen, Agitiertheit und Schlaflosigkeit nach einer systemischen Anwendung von Vasokonstriktoren, insbesondere während febriler Episoden oder im Fall der Überdosierung, vor. Diese Symptome wurden häufiger bei Kindern berichtet.

Es wird daher empfohlen:

  • GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma nicht in Kombination mit Arzneimitteln anzuwenden, welche die Krampfschwelle herabsetzen können wie z. B. Terpenderivate, Clobutinol, atropinähnliche Substanzen und lokale Anästhetika oder bei Patienten mit Krampfanfällen in der Anamnese.
  • In jedem Fall die Dosierungsempfehlungen einzuhalten und die Patienten über die Risiken einer Überdosierung im Falle einer kombinierten Anwendung von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma mit anderen vasokonstriktorischen Arzneimitteln hinzuweisen.

Bei Patienten mit urethroprostatischen Beschwerden ist das Risiko von Symptomen wie Dysurie und Harnverhaltung erhöht.

Ältere Patienten können empfindlicher im Hinblick auf zentralnervöse Effekte reagieren.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von Pseudoephedrinhydrochlorid

  • Bei Patienten, die sich einem geplanten chirurgischen Eingriff unterziehen, bei dem flüchtige halogenierte Anästhetika angewendet werden sollen, empfiehlt es sich die Behandlung mit GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma mehrere Tage vor dem Eingriff aufgrund des Risikos einer akuten hypertensiven Episode abzubrechen (siehe Abschnitt 4.5).
  • Sportler sollten darüber informiert werden, dass die Anwendung von Pseudoephedrinhydrochlorid bei Dopingkontrollen zu positiven Testergebnissen führen kann.

Auswirkungen auf serologische Untersuchungen

Pseudoephedrin kann die Aufnahme von Iobenguanum-I-131 in neuroendokrine Tumoren vermindern und so die Szintigraphie beeinflussen.

Besondere Warnhinweise in Bezug auf Ibuprofen

Bronchospasmen können bei Patienten auftreten, die an Bronchialasthma oder einer allergischen Erkrankung leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben. Das Arzneimittel sollte bei Asthma nicht ohne vorherige Konsultation des Arztes eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit Asthma und gleichzeitig bestehender chronischer Rhinitis, chronischer Sinusitis

und/oder Nasenpolypen weisen ein höheres Risiko für allergische Reaktionen während der Anwendung von Acetylsalicylsäure und/oder anderen NSAR auf. Die Anwendung von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma kann, insbesondere bei Patienten, die gegen Acetylsalicylsäure oder andere NSAR allergisch sind, einen akuten Asthmaanfall auslösen (siehe Abschnitt 4.3).

Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern. Ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden. Die Diagnose von Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (Medication Overuse Headache, MOH) sollte bei Patienten vermutet werden, die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen.

Patienten mit einer Blutgerinnungsstörung sollten vor der Einnahme dieses Arzneimittels Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Gastrointestinale Wirkungen

Gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auf - mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese.

Das Risiko für gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforation, auch mit letalem Ausgang, ist höher mit steigender NSAR-Dosis bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (siehe Abschnitt 4.3) sowie bei älteren Patienten.

Diese Patienten sollten eine Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrigdosierter Acetylsalicylsäure oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Wirkstoffen (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden (siehe unten und Abschnitt 4.5).

Patienten mit anamnestisch bekannter gastrointestinaler Toxizität, insbesondere in höherem Alter, sollten alle ungewöhnlichen Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen) - insbesondere am Anfang der Behandlung - melden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutung erhöhen können wie z. B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (siehe Abschnitt 4.5).

Im Falle von gastrointestinalen Blutungen oder Ulzerationen ist die Behandlung mit GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma unverzüglich abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4.8).

Durch gleichzeitigen Konsum von Alkohol können wirkstoffbedingte Nebenwirkungen von NSAR, vor allem den Gastrointestinaltrakt oder das Zentralnervensystem betreffend, verstärkt werden.

Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen

Aufgrund des Pseudoephedrinhydrochlorid-Bestandteils besteht eine Kontraindikation bei folgenden Erkrankungen (siehe Abschnitt 4.3): schwere kardiovaskuläre Erkrankungen, koronare Herzkrankheit (Herzerkrankung, Bluthochdruck, Angina pectoris), Tachykardie, Hyperthyreose, Diabetes, Phäochromocytom, Schlaganfall in der Vorgeschichte oder Vorliegen von Risikofaktoren für einen Schlaganfall, Myokardinfarkt in der Vorgeschichte.

Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg/Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist. Insgesamt weisen epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass Ibuprofen in niedrigen Dosen (z. B.

≤ 1200 mg/Tag) mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert ist.

Fälle von Kounis-Syndrom wurden bei Patienten, die mit Ibuprofen-haltigen Produkten wie GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma behandelt wurden, berichtet. Das Kounis-Syndrom wird als kardiovaskuläres Symptom definiert, die infolge einer allergischen bzw. überempfindlichen Reaktion in Kombination mit einer Konstriktion der Koronararterien auftreten und potenziell zu einem Myokardinfarkt führen können.

Bei Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Herzinsuffizienz (NYHA II-III), bestehender ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung sollte Ibuprofen nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet und hohe Dosen (2400 mg/Tag) vermieden werden.

Eine sorgfältige Abwägung sollte auch vor Beginn einer Langzeitbehandlung von Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) stattfinden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen (2400 mg/Tag) erforderlich sind.

Hautreaktionen

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen, einige mit letalem Ausgang, einschließlich exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten.

Bei ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma abgesetzt werden.

Maskierung der Symptome der zugrunde liegenden Infektionen

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma kann Infektionssymptome maskieren, was zu einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion führen kann. Dies wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Wenn GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma zur Behandlung von Fieber oder Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen. Ambulant behandelte Patienten sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von Ibuprofen

  • Ältere Patienten: Die Pharmakokinetik von Ibuprofen wird durch das Alter nicht verändert: eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich. Ältere Patienten sollten jedoch sorgfältig überwacht werden, da es bei ihnen häufiger zu NSAR-bedingten Nebenwirkungen, insbesondere gastrointestinalen Blutungen und Perforation, auch mit letalem Ausgang, kommt.
  • Vorsicht und besondere Überwachung ist notwendig, wenn Ibuprofen von Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (wie z. B. peptische Ulzerationen, Hiatushernie oder gastrointestinale Blutungen) angewendet wird.
  • Zu Beginn der Behandlung ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz, Patienten mit chronischer Nieren-oder Leberinsuffizienz, Patienten, die Diuretika einnehmen, Patienten mit Hypovolämie infolge eines größeren chirurgischen Eingriffs und insbesondere bei älteren Patienten eine sorgfältige Überwachung der Harnproduktion und der Nierenfunktion erforderlich. Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Jugendlichen.
  • Treten unter der Behandlung Sehstörungen auf, sollte eine vollständige ophthalmologische

Untersuchung durchgeführt werden.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Pseudoephedrinhydrochlorid

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung von Pseudoephedrinhydrochlorid vermindert die maternale Uterusdurchblutung; die klinischen Daten sind jedoch in Bezug auf die Wirkungen auf die Schwangerschaft nicht ausreichend.

Ibuprofen

Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen.

Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthese- Hemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthese-Hemmers zu erhöhtem prä-und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen

Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Ibuprofen ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Zusätzlich wurden Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im zweiten Schwangerschaftstrimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat. Somit sollte Ibuprofen während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimenons nicht gegeben werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig. Wenn Ibuprofen bei einer Frau angewendet wird, die versucht, schwanger zu werden oder sich im ersten und zweiten Schwangerschaftstrimenon befindet, sollte die Dosis so gering wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden. Nach einer mehrtägigen Einnahme von Ibuprofen ab der 20. Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden. Ibuprofen sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.

Während des dritten Schwangerschaftstrimenons können alle Prostaglandinsynthesehemmer den Fötus folgenden Risiken aussetzen:

  • Kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie);
  • Nierenfunktionsstörung (siehe oben);

die Mutter und das Neugeborene am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen:

  • Mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der auch bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
  • Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu verzögerten Wehen oder einem verlängerten Geburtsvorgang führen kann.

Daher ist Ibuprofen im dritten Schwangerschaftstrimenon kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 5.3).

Stillzeit

Während der Stillzeit zu ergreifende Maßnahmen ergeben sich aus dem Vorliegen von Pseudoephedrinhydrochlorid im Arzneimittel: Pseudoephedrinhydrochlorid wird in die Muttermilch ausgeschieden. In Anbetracht der potentiellen kardiovaskulären und neurologischen Wirkungen von Vasokonstriktoren ist die Einnahme dieses Arzneimittels während der Stillzeit kontraindiziert.

Fertilität

Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach dem Absetzen der Behandlung reversibel.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den regionalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

1 Filmtablette (entsprechend 200 mg Ibuprofen und 30 mg Pseudoephedrinhydrochlorid), bei Bedarf alle 6 Stunden.

Bei stärker ausgeprägten Symptomen 2 Filmtabletten (entsprechend 400 mg Ibuprofen und 60 mg Pseudoephedrinhydrochlorid), im Bedarfsfall alle 6 Stunden, bis zu einer Tageshöchstdosis von insgesamt 6 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Ibuprofen und 180 mg Pseudoephedrinhydrochlorid).

Die Tageshöchstdosis von insgesamt 6 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Ibuprofen und 180 mg Pseudoephedrinhydrochlorid) darf nicht überschritten werden.

Zur Kurzzeitanwendung.

Falls sich die Symptome verschlechtern, sollte der Patient einen Arzt aufsuchen. Die maximale Behandlungsdauer beträgt 4 Tage bei Erwachsenen und 3 Tage bei Jugendlichen ab 15 Jahren.

In Situationen, in denen die Symptome überwiegend entweder aus Schmerzen/Fieber oder nasaler Kongestion bestehen, ist die Anwendung von Arzneimitteln mit nur einem Wirkstoff vorzuziehen.

Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma darf bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit einem großen Glas Wasser eingenommen werden, vorzugsweise zu den Mahlzeiten.

Überdosierung

Die klinischen Auswirkungen einer Überdosierung mit diesem Arzneimittel sind wahrscheinlich eher auf Pseudoephedrinhydrochlorid zurückzuführen als auf Ibuprofen. Die Auswirkungen korrelieren nicht hinreichend mit der eingenommenen Dosis aufgrund der interindividuellen Empfindlichkeit gegenüber sympathomimetischen Eigenschaften.

Symptome einer sympathomimetischen Wirkung

ZNS-Depression: z. B. Sedierung, Apnoe, Zyanose, Koma

ZNS-Stimulation (mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Kindern): z. B. Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Krampfanfälle, Tremor

Neben den oben genannten unerwünschten Wirkungen können folgende Symptome auftreten: hypertensive Krisen, Herzrhythmusstörungen, Muskelschwäche und Muskelverspannungen, Euphorie, Erregung, Durst, Brustschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Ataxie, verschwommenes Sehen, Hypotonie.

Ibuprofen-bedingte Symptome (zusätzlich zu den bereits als Nebenwirkungen aufgeführten gastrointestinalen und neurologischen Symptomen)

Benommenheit, Nystagmus, Tinnitus, Hypotonie, Bewusstlosigkeit.

Bei schwerwiegenden Vergiftungen kann eine metabolische Azidose auftreten.

Therapeutische Maßnahmen

Ein spezifisches Antidot ist nicht verfügbar.

Die Verabreichung von Aktivkohle kann erwogen werden, sofern die Einnahme einer potentiell toxischen Menge nicht länger als 1 Stunde zurückliegt.

Elektrolyte sollten kontrolliert und ein EKG durchgeführt werden. Bei kardiovaskulärer Instabilität und/oder symptomatischer Störung des Elektrolythaushalts sollte eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

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Welche Nebenwirkungen hat GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kombination von Pseudoephedrin mit mögliche Reaktion
nichtselektive MAO-Hemmer (Iproniazid) Paroxysmale Hypertonie und Hyperthermie mit
  möglicherweise letalem Ausgang. Aufgrund der
  langen Wirkdauer von MAO-Hemmern kann diese
  Wechselwirkung noch bis zu 15 Tage nach Absetzen
  des MAO-Hemmers auftreten.
andere indirekt wirkende, oral oder nasal Risiko einer Vasokonstriktion und/oder hypertensiver
verabreichte Sympathomimetika oder Krisen.
Vasokonstriktoren, α-Sympathomimetika,  
Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin,  
Methylphenidat  
reversible Hemmer der Monoaminoxidase A Risiko einer Vasokonstriktion und/oder
(RIMA), Linezolid, dopaminerge hypertensiven Krisen.
Mutterkornalkaloide, vasokonstriktorisch wirksame  
Mutterkornalkaloide  
flüchtige halogenierte Anästhetika Perioperative akute Hypertonie. Im Falle eines
  geplanten chirurgischen Eingriffes ist die
  Behandlung mit GRIPPAL COMPLEX
  DoppelherzPharma einige Tage vor dem Eingriff
  abzusetzen.
Guanethidin, Reserpin und Methyldopa Die Wirkung von Pseudoephedrin kann vermindert
 
  sein.
   
trizyklische Antidepressiva Die Wirkung von Pseudoephedrin kann vermindert
 
  oder verstärkt sein.
   
Digitalis, Chinidin oder trizyklische Antidepressiva Gehäuftes Auftreten von Arrhythmien.
 
Gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen mit mögliche Reaktion
   
andere NSAR, einschließlich Salicylate und Die gleichzeitige Anwendung verschiedener NSAR
selektive COX-2-Hemmer kann das Risiko gastrointestinaler Ulzerationen und
  Blutungen durch einen synergistischen Effekt
  erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung von
  Ibuprofen mit anderen NSAR ist daher zu vermeiden
  (siehe Abschnitt 4.4).
Digoxin Die gleichzeitige Anwendung von GRIPPAL
  COMPLEX DoppelherzPharma mit Digoxin-haltigen
  Arzneimitteln kann zu erhöhten Blutspiegeln dieser
  Arzneimittel führen. Eine Kontrolle des Digoxin-
  Serumspiegels ist bei bestimmungsgemäßer
  Anwendung (maximal über
  4 Tage) in der Regel nicht erforderlich.
Glukokortikoide Glukokortikoide können das Risiko von
  Nebenwirkungen, insbesondere des
  Gastrointestinaltrakts (gastrointestinale Ulzerationen
  oder Blutungen), erhöhen (siehe Abschnitt 4.3).
Thrombozytenaggregationshemmer Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen
  (siehe Abschnitt 4.4).
   
Acetylsalicylsäure Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen und
  Acetylsalicylsäure wird im Allgemeinen aufgrund
  des Potentials für vermehrte Nebenwirkungen nicht
  empfohlen. Experimentelle Daten weisen darauf hin,
  dass Ibuprofen die Wirkung niedrig dosierter
  Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation
  kompetitiv hemmen kann, wenn beide gleichzeitig
  verabreicht werden. Obwohl Unsicherheiten in Bezug
  auf die Extrapolation dieser Daten auf die klinische
  Situation bestehen, kann die Möglichkeit, dass eine
  regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die
  kardioprotektive Wirkung niedrig dosierter
  Acetylsalicylsäure reduzieren kann, nicht
  ausgeschlossen werden. Bei gelegentlicher
  Anwendung von Ibuprofen ist eine klinisch relevante
  Wechselwirkung nicht wahrscheinlich (siehe
  Abschnitt 5.1).
Antikoagulanzien (z. B. Warfarin, Ticlopidin, NSAR wie Ibuprofen können die Wirkung von
Clopidogrel, Tirofiban, Eptifibatid, Abciximab, Antikoagulanzien verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Iloprost)  
Phenytoin Die gleichzeitige Anwendung von GRIPPAL
  COMPLEX DoppelherzPharma mit Phenytoin kann
  zu erhöhten Blutspiegeln von Phenytoin führen. Eine
  Kontrolle des Phenytoin-Serumspiegels ist bei
  bestimmungsgemäßer Anwendung (maximal über
  4 Tage) in der Regel nicht erforderlich.
selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen
(SSRI) (siehe Abschnitt 4.4).
   
Lithium Die gleichzeitige Anwendung von GRIPPAL
  COMPLEX DoppelherzPharma und Lithium-
  Präparaten kann zu erhöhten Blutspiegeln von
  Lithium führen. Eine Kontrolle des Lithium-
  Serumspiegels ist bei bestimmungsgemäßer
  Anwendung (maximal über 4 Tage) in der Regel
  nicht erforderlich.
Probenecid und Sulfinpyrazon Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon
  enthalten, können die Ausscheidung von Ibuprofen
  verzögern.
Diuretika, ACE-Hemmer, Beta-Rezeptorenblocker NSAR können die Wirkung von Diuretika und
und Angiotensin-II-Antagonisten anderen Antihypertensiva vermindern. Bei einigen
  Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z. B.
  dehydrierten Patienten oder älteren Patienten mit
  eingeschränkter Nierenfunktion) kann die
  gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers,
  Beta-Rezeptorenblockers oder Angiotensin-II-
  Antagonisten mit einem Arzneimittel, das die
  Cyclooxygenase hemmt, zu einer weiteren
  Verschlechterung der Nierenfunktion führen,
  einschließlich eines möglichen akuten
  Nierenversagens, welches üblicherweise reversibel
  ist. Daher sollte diese Kombination mit Vorsicht
  verabreicht werden, insbesondere bei älteren
  Patienten. Die Patienten sollten auf ausreichende
  Flüssigkeitsaufnahme achten, und die Nierenfunktion
  sollte sowohl zu Beginn der kombinierten
  Behandlung als auch anschließend in regelmäßigen
  Abständen kontrolliert werden.
kaliumsparende Diuretika Die gleichzeitige Gabe von GRIPPAL COMPLEX
  DoppelherzPharma und kaliumsparenden Diuretika
  kann zu einer Hyperkaliämie führen (die Kontrolle
  des Kalium-Serumspiegels wird empfohlen).
Methotrexat Die Anwendung von GRIPPAL COMPLEX
  DoppelherzPharma innerhalb von 24 Stunden vor
  oder nach der Verabreichung von Methotrexat kann
  zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat
  führen und dessen toxische Wirkungen verstärken.
Ciclosporin Das Risiko einer nierenschädigenden Wirkung von
  Ciclosporin wird durch die gleichzeitige Anwendung
  bestimmter nichtsteroidaler Antirheumatika erhöht.
  Dieser Effekt kann auch für eine Kombination von
  Ciclosporin mit Ibuprofen nicht ausgeschlossen
  werden.
Tacrolimus Das nephrotoxische Risiko wird erhöht, wenn beide
  Arzneimittel gemeinsam verabreicht werden.
   
Zidovudin Es liegen Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für
  Hämarthrosen und Hämatome bei HIV-positiven
  Hämophilie-Patienten vor, die gleichzeitig mit
  Zidovudin und Ibuprofen behandelt werden.
Sulfonylharnstoffe Klinische Untersuchungen haben Wechselwirkungen
  zwischen NSAR und Antidiabetika
  (Sulfonylharnstoffen) gezeigt. Obwohl
  Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und
  Sulfonylharnstoffen bislang nicht beschrieben
  wurden, wird bei gleichzeitiger Anwendung eine
  Kontrolle der Blutzuckerwerte als
  Vorsichtsmaßnahme empfohlen.
Chinolon-Antibiotika Daten aus tierexperimentellen Studien legen nahe,
  dass NSAR das mit Chinolon-Antibiotika
  verbundene Risiko für Krampfanfälle erhöhen
  können. Patienten, die NSAR und Chinolone
  einnehmen, haben möglicherweise ein erhöhtes
  Risiko für Krampfanfälle.
Heparin, Gingko biloba Erhöhtes Blutungsrisiko.
   

Nebenwirkungen

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Ibuprofen betreffen den Gastrointestinaltrakt. Peptische Ulzera, Perforation oder gastrointestinale Blutung, in manchen Fällen mit tödlichem Ausgang, insbesondere bei älteren Patienten, können auftreten (siehe Abschnitt 4.4). Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Flatulenz, Obstipation, Dyspepsie, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Hämatemesis, ulzerative Stomatitis, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 4.4) sind nach der Anwendung berichtet worden. Weniger häufig wurde eine Gastritis beobachtet. Generell erhöht sich das Risiko für Nebenwirkungen (insbesondere das Risiko für schwerwiegende gastrointestinale Komplikationen) mit steigender Dosis und mit zunehmender Behandlungsdauer.

Nach einer Behandlung mit Ibuprofen wurden Überempfindlichkeitsreaktionen beschrieben. Diese können sich folgendermaßen äußern:

  1. unspezifische allergische Reaktion und Anaphylaxie
  2. respiratorische Reaktivität einschließlich Asthma, Verschlimmerung von Asthma, Bronchospasmus oder Dyspnoe
  3. unterschiedliche Hauterkrankungen wie verschiedenartige Hautausschläge, Pruritis, Urtikaria, Purpura, Angioödeme sowie, seltener, exfoliative und bullöse Dermatosen (einschließlich epidermaler Nekrolyse und Erythema multiforme)

Bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen (wie SLE und Mischkollagenose) wurden während der Behandlung mit Ibuprofen in einigen Fällen Symptome einer aseptischen Meningitis wie Nackensteife, Kopfschmerzen, Nausea, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinseintrübung beobachtet.

Im Zusammenhang mit einer NSAR-Behandlung wurde von Ödemen, Hypertonie und Herzinsuffizienz berichtet.

Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg/Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist (siehe Abschnitt 4.4).

Die folgende Auflistung von Nebenwirkungen bezieht sich auf solche, wie sie bei der Gabe von Ibuprofen und Pseudoephedrinhydrochlorid in nicht verschreibungspflichtigen Dosierungen in der Kurzzeitanwendung aufgetreten sind. Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen können unter Langzeitbehandlung zusätzliche Nebenwirkungen auftreten.

Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass sie die Einnahme von GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma sofort abbrechen müssen und sich in ärztliche Behandlung zu begeben haben, sollten sie schwere Nebenwirkungen feststellen.

Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

System-Organ-Klasse Wirkstoff/e Häufigkeiten Nebenwirkungen
       
Infektionen und Ibuprofen Sehr selten Exazerbation infektiöser Entzündungen
parasitäre     (z. B. nekrotisierende Fasziitis),
Erkrankungen     aseptische Meningitis (Nackensteifheit,
      Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,
      Fieber oder Bewusstseinseintrübung) bei
      Patienten mit vorbestehenden
      Autoimmunerkrankungen (systemischer
      Lupus erythematodes [SLE],
      Mischkollagenose)
Erkrankungen des Ibuprofen Sehr selten Störungen der Blutbildung (Anämie,
Blutes und des     Leukopenie, Thrombozytopenie,
Lymphsystems     Panzytopenie, Agranulozytose)
Erkrankungen des Ibuprofen Gelegentlich Überempfindlichkeitsreaktionen mit
Immunsystems     Urtikaria, Pruritus und Asthmaanfällen
      (mit Blutdruckabfall)
  Ibuprofen und Sehr selten schwere allgemeine
  Pseudoephedrin-   Überempfindlichkeitsreaktionen mit
  hydrochlorid   folgenden möglichen Anzeichen:
      Gesichtsödem, Angioödem, Dyspnoe,
      Tachykardie, Blutdruckabfall,
      anaphylaktischer Schock
Psychiatrische Ibuprofen Sehr selten psychotische Reaktionen, Depression
Erkrankungen Pseudoephedrin- Nicht bekannt Agitiertheit, Halluzination, Angst,
  hydrochlorid   Verhaltensstörung, Schlaflosigkeit
Erkrankungen des Ibuprofen Gelegentlich zentralnervöse Störungen wie
Nervensystems     Kopfschmerzen, Schwindel,
      Schlafstörungen, Erregung, Reizbarkeit
      oder Müdigkeit
  Pseudoephedrin- Selten Schlaflosigkeit, Nervosität, Angst,
  hydrochlorid   Unruhe, Tremor, Halluzinationen
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt hämorrhagischer Schlaganfall,
  hydrochlorid   ischämischer Schlaganfall,
      Krampfanfälle, Kopfschmerzen
      Posteriores reversibles Enzephalopathie-
      Syndrom (PRES) (siehe Abschnitt 4.4)
      Reversibles zerebrales
      Vasokonstriktionssyndrom (RCVS)
      (siehe Abschnitt 4.4)
Augenerkrankungen Ibuprofen Gelegentlich Sehstörungen
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Ischämische Optikusneuropathie
  hydrochlorid  
     
Erkrankungen des Ibuprofen Selten Tinnitus
Ohrs und des      
Labyrinths      
Herzerkrankungen Ibuprofen Sehr selten Palpitationen, Herzinsuffizienz,
      Myokardinfarkt
  Ibuprofen Nicht bekannt Kounis-Syndrom
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Palpitationen, Tachykardie, Schmerzen
  hydrochlorid   im Brustbereich, Arrhythmie
Gefäßerkrankungen Ibuprofen Sehr selten arterielle Hypertonie
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Hypertonie
  hydrochlorid    
Erkrankungen der Pseudoephedrin- Selten Verschlimmerung von Asthma oder
Atemwege, des hydrochlorid   Überempfindlichkeitsreaktion mit
Brustraums und     Bronchospasmus
Mediastinums      
Erkrankungen des Ibuprofen Häufig Magen-Darm-Beschwerden, Dyspepsie,
Gastrointestinaltrakts     Abdominalschmerzen, Übelkeit,
      Erbrechen, Flatulenz, Diarrhö,
      Obstipation, geringfügiger
      gastrointestinaler Blutverlust, der in
      seltenen Fällen zu Anämie führen kann
  Ibuprofen Gelegentlich Magen-Darm-Geschwüre, manchmal
      mit Blutungen und/oder Perforation,
      Gastritis, ulzerative Stomatitis,
      Exazerbation von Colitis und Morbus
      Crohn (siehe Abschnitt 4.4)
  Ibuprofen Sehr selten Ösophagitis, Pankreatitis, intestinale
      diaphragmaartige Strikturen
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Mundtrockenheit, Durst, Übelkeit,
  hydrochlorid   Erbrechen, Ischämische Kolitis
Leber-und Ibuprofen Sehr selten Leberfunktionsstörungen, Leberschäden,
Gallenerkrankungen     vor allem bei Langzeittherapie,
      Leberversagen, akute Hepatitis
Erkrankungen der Ibuprofen Gelegentlich verschiedenartige Hautausschläge
Haut und des Ibuprofen Sehr selten bullöse Hautreaktionen wie Stevens-
Unterhautzellgewebes     Johnson-Syndrom und toxische
      epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom),
      Alopezie, schwere Hautinfektionen und
      Weichteilkomplikationen bei Varizellen-
      Infektion
  Ibuprofen Nicht bekannt Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie
      und systemischen Symptomen
      (DRESS);
      Lichtempfindlichkeitsreaktionen
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Hautausschlag, Urtikaria, Pruritus,
  hydrochlorid   Hyperhidrosis
  Ibuprofen und Nicht bekannt Schwerwiegende Hautreaktionen,
  Pseudoephedrin-   einschließlich akute generalisierte
  hydrochlorid   exanthematische Pustulose (AGEP)
Erkrankungen der Ibuprofen Selten Nierengewebsschädigungen
Nieren und Harnwege     (Papillennekrosen) und erhöhte
      Harnsäurespiegel im Blut
  Ibuprofen Sehr selten erhöhtes Serumkreatinin, Ödeme
      (insbesondere bei Patienten mit
      arterieller Hypertonie oder
      Niereninsuffizienz), nephrotisches
      Syndrom, interstitielle Nephritis, akute
      Niereninsuffizienz
  Pseudoephedrin- Nicht bekannt Miktionsbeschwerden
  hydrochlorid    

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten aufzubewahren?

48 Monate

Weitere Informationen zu GRIPPAL COMPLEX DoppelherzPharma 200 mg/30 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 200 mg Ibuprofen und 30 mg Pseudoephedrinhydrochlorid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

93272.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ DATUM DER VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

17.12.2015 / 30.03.2020

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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