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Medikamente

Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung

Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung
Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung enthält als wirksamen Bestandteil Terlipressin ein synthetisches Hypophysenhormon. (Dieses Hormon wird normalerweise von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) produziert). Es wird durch Injektion in eine Vene angewendet.

Wirkstoff(e)
Terlipressin
Zulassungsinhaber
Ferring GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
H01BA04

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung angewendet?

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung enthält als wirksamen Bestandteil Terlipressin ein synthetisches Hypophysenhormon. (Dieses Hormon wird normalerweise von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) produziert).

Es wird durch Injektion in eine Vene angewendet.

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung wird angewendet zur Behandlung von Blutungen der Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizenblutungen).

Ösophagusvarizen sind vergrößerte Blutgefäße, die sich bei Lebererkrankungen in der Speiseröhre bilden können. Sie können aufplatzen und bluten und so einen lebensbedrohlichen Zustand auslösen.

Nach Injektion in den Blutkreislauf wird der Wirkstoff Terlipressin in Lysin-Vasopressin umgewandelt. Dies geschieht an den Wänden der Blutgefäße, was zur Folge hat, dass sich die Blutgefäße verengen und sich dadurch der Blutfluss und somit die Blutung verringern.

Die Gabe von Terlipressin dient der Notfallversorgung bei einer akuten Blutung aus Ösophagusvarizen bis zur Verfügbarkeit einer endoskopischen Therapie (Therapiemaßnahmen, die bei und mittels einer Spiegelung der Speiseröhre durchgeführt werden). Danach erfolgt die Verabreichung von Terlipressin zur Behandlung der Ösophagusvarizenblutung in der Regel als Zusatztherapie zu einer endoskopischen Blutstillung. Auch zur Verminderung früher Nachblutungen kann Terlipressin eingesetzt werden.

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung wird auch bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites zur Notfallbehandlung des hepatorenalen Syndroms (Typ I mit schnell voranschreitendem Nierenversagen) verwendet.

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Was ist vor der Einnahme von Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung zu beachten?

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Terlipressin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie schwanger sind.
  • wenn Sie einen septischen Schock bei gleichzeitiger geringer Herzleistung haben (septischer Schock ist eine schwere Erkrankung, die auftritt, wenn eine schwere Infektion zu einem niedrigen Blutdruck und einem verringerten Blutfluss führt).
  • wenn Sie an einer ischämischen kardiovaskulären Erkrankung (Zustand mit Auswirkungen auf die Blutversorgung des Herzens und anderer Organe) leiden, da sich diese verschlimmern kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung anwenden.

Dieses Arzneimittel wird Ihnen bei Auftreten einer meist lebensbedrohlichen Blutung aus Ihrer Speiseröhre verabreicht. Es wird deshalb unter fortlaufender Kontrolle des Blutdrucks, des EKGs, der Herzfrequenz, der Natrium- und Kaliumspiegel im Blut und des Flüssigkeitshaushaltes angewendet. Ihr Arzt sollte Ihnen die Injektion intravenös geben, um Gewebeschäden durch absterbende Zellen (Nekrosen) an der Injektionsstelle zu vermeiden.

Die folgenden Hinweise sollten von Ihnen beachtet werden, falls Sie dazu in der Lage sind, Ihrem behandelnden Arzt Mitteilung zu machen.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie an den unten angegebenen Erkrankungen leiden:

  • wenn Sie zu wenig Flüssigkeit im Körper haben oder zum Beispiel schon sehr viel Blut verloren haben
  • wenn Sie älter als 70 Jahre sind.

GLYCYLPRESSIN kann Ihr Risiko für die Entwicklung einer Ateminsuffizienz erhöhen, die lebensbedrohlich sein kann. Wenn Sie vor der Verabreichung von GLYCYLPRESSIN oder während der Behandlung Atembeschwerden oder Symptome einer Flüssigkeitsüberladung haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie wegen einer sehr schweren Leber- und Nierenerkrankung (hepatorenales Syndrom Typ 1) behandelt werden, sollte Ihr Arzt sicherstellen, dass Ihre Herzfunktion sowie Ihr Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt während der Behandlung überwacht werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie eine bestehende Herz- oder Lungenerkrankung haben,da GLYCYLPRESSIN eine Herzischämie (Verminderung der Durchblutung des Herzens) und eine Ateminsuffizienz (schwere Atembeschwerden) hervorrufen kann. Eine Behandlungmit GLYCYLPRESSIN sollte vermieden werden, wenn Sie an Leberversagen mit multiplem Organversagen und/oder Nierenversagen mit sehr hohen Kreatininwerten (einem Abfallprodukt) im Blut leiden, da dies Ihr Risiko für Nebenwirkungen erhöht.

Wenn Sie wegen einer sehr schweren Leber- oder Nierenerkrankung behandelt werden, kann GLYCYLPRESSIN Ihr Risiko für die Entwicklung einer Sepsis (Bakterien im Blut und die extreme Reaktion des Körpers auf eine Infektion) und eines septischen Schocks (ein ernster Zustand, der eintritt, wenn eine schwere Infektion zu niedrigem Blutdruck und geringer Durchblutung führt) erhöhen. Ihr Arzt wird zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, falls dies auf Sie zutrifft.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel soll Kindern und Jugendlichen aufgrund mangelnder Erfahrung nicht verabreicht werden.

Ältere Patienten

Die Dosierung für ältere Patienten wird durch den Arzt festgelegt

Anwendung von GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt unverzüglich mit, wenn Sie die folgenden Arzneimittel anwenden:

  • Arzneimittel, die Auswirkungen auf die Herzfrequenz haben (z.B. Betablocker, Propofol oder Sufentanil)
  • Arzneimittel, die einen unregelmäßigen Herzschlag (Arrhythmie) verursachen können, wie die folgenden:
    • Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin, Procainamid, Disopyramid) und der Klasse III (Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid)
    • Erythromycin (ein Antibiotikum)
    • Antihistaminika (die hauptsächlich zur Behandlung von Allergien verwendet werden, jedoch auch in bestimmten Husten- und Erkältungsmitteln enthalten sind)
    • trizyklische Antidepressiva zur Behandlung von Depression
    • Arzneimittel, die den Salz- oder Elektrolytspiegel in Ihrem Blut verändern können, besonders Diuretika („Wassertabletten“ zur Behandlung von Bluthochdruck und
      Herzinsuffizienz).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung in die Muttermilch gelangt. Daher ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel Auswirkungen auf Ihren Säugling haben kann. Sie sollten mit Ihrem Arzt über die möglichen Risiken für den Säugling sprechen.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung enthält Natrium

8,5 ml GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung enthalten 1,34 mmol (30,71 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung angewendet?

Dieses Arzneimittel wird als intravenöse Injektion oder Infusion grundsätzlich von einem Arzt verabreicht. Ihr Arzt entscheidet über die für Sie am besten geeignete Dosis. Während der Injektion/Infusion wird Ihre Herz- und Kreislauffunktion ständig kontrolliert. Für weitere Informationen bezüglich der Anwendung fragen Sie bitte Ihren Arzt.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Blutungen der Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizenblutungen):

Soweit nicht anders verordnet, werden beim Erwachsenen initial 0,85 bis 1,7 mg Terlipressin langsam intravenös verabreicht. Als Erhaltungsdosis erfolgt im 4 bis 6-stündigen Abstand die weitere Applikation von je 0,85 mg Terlipressin. Als Richtwert für die tägliche Maximaldosis von Terlipressin gelten 120-150 µg/kg Körpergewicht. Dies entspricht bei einem 70 kg schweren Erwachsenen 8 bis 9 Ampullen im 4-stündigen Abstand über den Tag verteilt.

Die Dauer der Anwendung beträgt 2 bis 3 Tage, abhängig von Ihrem Krankheitsverlauf.

Hepatorenales Syndrom Typ 1:

Die Behandlung mit GLYCYLPRESSIN wird in der Regel mit einer Dosis von 1 mg Terlipressinacetat alle 4 – 6 Stunden begonnen. Falls notwendig kann Ihr Arzt die Dosis bis zu einer Maximaldosis von 12 mg täglich oder 2 mg (2 Durchstechflaschen) alle 4 - 6 Stunden erhöhen, wenn die Serumkreatininwerte nach 2 Tagen Behandlung nicht um mindestens 25 % gesunken sind.

Falls Sie nicht oder nur teilweise auf die Behandlung ansprechen, sollte Ihr Arzt die Therapie innerhalb von 14 Tagen beenden.

Sie können GLYCYLPRESSIN auch als Tropf (kontinuierliche intravenöse Infusion) erhalten, in der Regel beginnend mit 2 mg Terlipressinacetat pro Tag und schrittweiseerhöht bis maximal 12 mg Terlipressinacetat pro Tag.

Art der Anwendung

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung wird intravenös injiziert oder intravenös infundiert (direkt in den Blutkreislauf).

Anwendung bei älteren Patienten

Wenn Sie älter als 70 Jahre sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung erhalten.

Anwendung bei Patienten mit Nierenproblemen

Bei Patienten mit seit langem bestehendem Nierenversagen muss GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung mit Vorsicht angewendet werden.

Anwendung bei Patienten mit Leberproblemen

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz ist eine Anpassung der Dosis nicht erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Aufgrund der unzureichenden Erfahrungen mit der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung für diese Altersgruppen nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung angewendet haben als Sie sollten

Da die Anwendung dieses Arzneimittels durch medizinisches Fachpersonal erfolgt, ist es unwahrscheinlich, dass Sie mehr als die empfohlene Dosis erhalten. Falls Sie zu viel erhalten haben, kann es zu einem schnellen Anstieg Ihres Blutdrucks kommen (dies wird bei der ständigen Überwachung festgestellt), besonders wenn Sie bereits unter Bluthochdruck leiden. In diesem Fall erhalten Sie ein anderes Arzneimittel, einen so genannten Alphablocker (z. B. Clonidin) zur Kontrolle Ihres Blutdrucks.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie Benommenheit, Schwindel oder Mattigkeit bei sich feststellen, da dies Anzeichen einer niedrigen Herzfrequenz sein können. Dies kann mit dem Arzneimittel Atropin behandelt werden.

Wenn Sie die Anwendung von GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung vergessen haben

Sie erhalten GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung in der Klinik unter ärztlicher Aufsicht.

Wenn Sie die Anwendung von GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung abbrechen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann die Anwendung dieses Arzneimittels beendet werden kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Welche Nebenwirkungen hat Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft:

  • wenn Sie Atembeschwerden entwickeln oder sich Ihre Atmungsfähigkeit verschlechtert (Anzeichen oder Symptome einer Ateminsuffizienz). Diese Nebenwirkung ist sehr häufig, wenn Sie wegen eines hepatorenalen Syndroms vom Typ 1 behandelt werden - sie kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen.
  • wenn Sie Anzeichen oder Symptome einer Blutinfektion (Sepsis/septischer Schock) entwickeln, die Fieber und Schüttelfrost oder sehr niedrige Körpertemperatur, blasse und/oder bläuliche Haut, schwere Atemnot, weniger Wasserlassen als üblich, schnellen Herzschlag, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit und Schwäche sowie Schwindelgefühl umfassen können. Diese Nebenwirkung tritt häufig auf, wenn Sie wegen eines hepatorenalen Syndroms vom Typ 1 behandelt werden - bis zu 1 von 10 Personen kann davon betroffen sein.

Andere Nebenwirkungen, die je nach Ihrer Erkrankung unterschiedlich häufigauftreten können:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen):

Bauchschmerzen

Wenn Sie ein hepatorenales Syndrom vom Typ 1 haben:

  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Unzureichende Atmung (Respiratorische Insuffizienz)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Natriummangel im Blut (Hyponatriämie)
  • Kopfschmerzen
  • Brustkorbschmerzen (Thoraxschmerz)
  • Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem)
  • zu langsamer Herzschlag (Bradykardie)
  • Herzrhythmusstörung (Arrhythmie)
  • Erhöhte Pulsrate (Tachykardie)
  • Zeichen der unzureichenden Durchblutung der Herzkranzgefäße im EKG
  • Gefäßverengung
  • verminderte Durchblutung der Gliedmaßen
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Blässe
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • krampfartige Unterleibsschmerzen (bei Frauen)
  • bläuliche Verfärbung der Haut aufgrund von Sauerstoffmangel (Zyanose)

Wenn Sie Ösophagusvarizenblutungen haben:

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Wenn Sie ein hepatorenales Syndrom vom Typ 1 haben:

  • Symptome einer Blutinfektion (Sepsis/septischer Schock)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Auslösung eines Anfallsleidens
  • Akuter Blutdruckanstieg, insbesondere bei Patienten, die bereits an Bluthochdruck leiden (fällt im Allgemeinen spontan wieder ab)
  • spezielle Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, ventrikuläre Extrasystolen)
  • Brustschmerzen durch unzureichende Durchblutung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • eine Art von Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes)
  • Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • verminderte Durchblutung des Darms (intestinale Ischämie)
  • Hitzewallungen
  • schmerzhaftes Atmen
  • Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)
  • Entzündung der Lymphgefäße (Lymphangitis): Diese zeigt sich in Form von feinen roten Streifen unter der Haut, die sich von dem betroffenen Bereich bis zur Armbeuge oder Leiste ziehen, sowie durch Fieber, Frösteln, Kopf- und Muskelschmerz
  • Hautnekrosen (abgestorbene Haut, die nicht mit der Injektionsstelle in Zusammenhang steht)
  • Nekrosen an der Injektionsstelle (abgestorbene Haut an der Injektionsstelle)

Wenn Sie Ösophagusvarizenblutungen haben:

  • Unzureichende Atmung (Respiratorische Insuffizienz)
  • Atemstörung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Schlaganfall
  • Erkrankung des Herzmuskels infolge verringerter Durchblutung (Myokardischämie)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Uteruskontraktion (Zusammenziehen der Gebärmutter)
  • verminderte Durchblutung der Gebärmutter

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um sie vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Glycylpressin 0,1 mg/ml Injektionslösung

Was GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung enthält:

Der Wirkstoff ist: 1 Ampulle mit 8,5 ml Lösung enthält Terlipressinacetat entsprechend 0,1 mg Terlipressin/ml.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Essigsäure 99 %, Natriumacetat-Trihydrat, Wasser für Injektionszwecke

Wie GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung:

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung ist eine klare, farblose Flüssigkeit.

GLYCYLPRESSIN 0,1 mg/ml Injektionslösung ist in Packungen mit 5 Ampullen mit jeweils 8,5 ml Lösung verfügbar.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

FERRING GmbH Wittland 11 24109 Kiel

Mitvertreiber

FERRING Arzneimittel GmbH

Fabrikstraße 7

24103 Kiel

Telefon (0431) 5852-0

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im Juni 2026 überarbeitet.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail- Adresse: info-service@ferring.de

GLYCYLPRESSIN, FERRING und das FERRING-Logo sind Warenzeichen von Ferring B.V. © 2026 Ferring B.V.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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