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Medikamente

Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung. Anwendungsgebiete Flucloxacillin Ibisqus ist zur Behandlung der folgenden Infektionen indiziert, die durch empfindliche Organismen, insbesondere Staphylococcus aureus verursacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1): Infektionen der Haut- und Weichteile: Abszesse, …

Wirkstoff(e)
Flucloxacillin
Zulassungsinhaber
IBIGEN S.r.l.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
J01CF05

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Anwendungsgebiete

Flucloxacillin Ibisqus ist zur Behandlung der folgenden Infektionen indiziert, die durch empfindliche Organismen, insbesondere Staphylococcus aureus verursacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1):

  • Infektionen der Haut- und Weichteile: Abszesse, Cellulitis
  • Infektionen der Atemwege: Lungenabszesse, Pneumonie, Bronchopneumonie
  • Infektionen der Knochen und Gelenke: Arthritis, Osteomyelitis
  • Endokarditis

Flucloxacillin Ibisqus ist aufgrund des dominanten pathogenen Potentials von Staphylokokken bei derartigen chirurgischen Eingriffen auch für die Prophylaxe in der kardiovaskulären Chirurgie (Klappenprothesen, Arterienprothesen) und in der orthopädischen Chirurgie (Endoprothetik, Osteosynthese und Arthrotomie) indiziert.

Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

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Was ist vor der Einnahme von Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung zu beachten?

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff. Flucloxacillin darf nicht bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber ß-Lactam-Antibiotika (z. B. Penicillinen, Cephalosporinen) angewendet werden.

Flucloxacillin ist bei Patienten mit früherer Flucloxacillin-assoziierter Gelbsucht/hepatischer Dysfunktion kontraindiziert.

Eine Anwendung am Auge oder subkonjunktival ist kontraindiziert.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vor Beginn der Therapie mit Flucloxacillin ist sorgsam auf frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber ß-Lactamen zu prüfen. Kreuzreaktionen zwischen Penicillinen und Cephalosporinrn sind bekannt.

Schwere und gelegentlich auch letale Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) wurden bei Patienten, die Beta-Lactam-Antibiotika erhielten, berichtet. Obwohl Anaphylaxie häufiger nach parenteraler Therapie auftritt, ist sie auch bei Patienten mit oraler Therapie aufgetreten. Diese Reaktionen treten eher bei Personen mit einer Vorgeschichte mit Beta-Lactam- Überempfindlichkeit auf. Wenn eine allergische Reaktion auftritt, sollte Flucloxacillin abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Schwere anaphylaktoide Reaktionen erfordern möglicherweise eine sofortige Notfall-Behandlung mit Adrenalin. Sauerstoff, Steroid- Infusion und Atemwegssicherung, einschließlich Intubation, können auch erforderlich sein.

Das Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems mit Pustelbildung zu Therapiebeginn kann ein Symptom eines akuten generalisierten pustulösen Exanthems (AGEP) sein (siehe Abschnitt 4.8). Wird ein AGEP diagnostiziert, sollte Flucloxacillin abgesetzt werden7. Jede weitere Verabreichung von Flucloxacillin ist dann kontraindiziert.

Bei Verwendung von Flucloxacillin, besonders in hohen Dosierungen, kann eine (potenziell lebensbedrohliche) Hypokaliämie auftreten. Eine durch Flucloxacillin hervorgerufene Hypokaliämie kann gegen eine Kaliumsupplementierung resistent sein. Während der Behandlung mit höheren Dosierungen von Flucloxacillin werden regelmäßige Messungen des Kaliumspiegels empfohlen. Dieses Risiko sollte ebenfalls beachtet werden, wenn Flucloxacillin mit Hypokaliämie- induzierenden Diuretika kombiniert wird oder wenn weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hypokaliämie (z.B. Mangelernährung, Dysfunktion der Nierenkanälchen) vorhanden sind.

Flucloxacillin sollte bei Patienten mit nachgewiesener Leberfunktionsstörung, Patienten > ab einem Alter von 50 Jahren und jenen mit schwerer Grunderkrankung mit Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten können hepatische Ereignisse schwerwiegend sein und in extrem seltenen Fällen wurden Todesfälle berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Besondere Vorsicht bezüglich einer Arzneimittel-induzierten Leberschädigung ist bei Patienten mit HLA-B*5701-Haplotyp geboten. Dies wird momentan bei einer wachsenden Anzahl an Patienten mit HIV-Infektion ausgewertet, bei denen auch ein erhöhtes Risiko für eine Exposition gegenüber Flucloxacillin besteht.

Bei Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).

Besondere Vorsicht ist bei Neugeborenen erforderlich wegen des Risikos einer Hyperbilirubinämie. Studien haben gezeigt, dass nach hohen parenteral verabreichten Dosen, Flucloxacillin das Bilirubin aus den Plasmaprotein-Bindungsstellen verdrängen kann. Dies kann daher ein Baby mit Gelbsucht für einen Kernikterus prädisponieren. Außerdem ist wegen möglicher hoher Serumspiegel von Flucloxacillin aufgrund einer erniedrigten renalen Ausscheidung besondere Vorsicht bei Neugeborenen angebracht.

Unter länger dauernder Behandlung (z. B. Osteomyelitis, Endokarditis) sind regelmäßige Leber- und Nierenfunktionstest sowie Blutbildkontrollen angezeigt.

Eine Überwucherung unempfindlicher Organismen ist bei Langzeittherapie gelegentlich möglich.

Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol verabreicht wird, da ein erhöhtes Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) besteht. Patienten mit erhöhtem Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke sind insbesondere jene mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis oder Mangelernährung, vor allem, wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet werden.

Nach gleichzeitiger Verabreichung von Flucloxacillin und Paracetamol wird eine engmaschige Überwachung empfohlen, um das Auftreten von Ungleichgewichten des Säure-Basen-Haushaltes, insbesondere einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, festzustellen. Es sollte auch ein Urintest im Hinblick auf 5-Oxoprolin erfolgen.

Wenn Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter eingenommen wird, ist es ratsam sicherzustellen, dass keine Zeichen einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke vorliegen, da die Möglichkeit besteht, dass Flucloxacillin das Krankheitsbild der metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufrecht erhält (siehe Abschnitt 4.5).

Wichtige Information über die sonstigen Bestandteile Flucloxacillin Ibisqus 500 mg.

Dieses Arzneimittel enthält 25 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 1,25% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Patienten, die eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten dies berücksichtigen.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Beobachtungen an einer begrenzten Anzahl schwangerer Frauen haben bisher keinen Hinweis auf schädliche Wirkungen von Flucloxacillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen erkennen lassen. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen.

Bei der Verordnung des Arzneimittels für schwangere Frauen ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Flucloxacillin tritt in geringem Maße in die Muttermilch über. In seltenen Fällen kann es dadurch beim Säugling zu Durchfall und/oder einer Besiedelung der Schleimhaut mit Pilzen kommen. Auch die Möglichkeit einer Sensibilisierung des Säuglings gegen Beta-Lactam-Antibiotika ist in Betracht zu ziehen.

Fertilität

Es liegen keine Daten zum Einfluss auf die Fertilität vor.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Lagerungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Flucloxacillin kann mit folgenden Infusionslösungen gemischt werden:

  • Wasser für Injektionszwecke
  • Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung
  • Dextrose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung
  • Natriumchlorid 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose 40 mg/ml (4 %) Injektionslösung

Intramuskuläre Anwendung

2,0 ml Wasser für Injektionszwecke zu 500 mg Inhalt der Durchstechflasche geben.

Intravenöse Anwendung

Flucloxacillin 500 mg in 10 ml Wasser für Injektionszwecke auflösen.

Langsam intravenös injizieren. Flucloxacillin kann auch langsam zu einer Infusionsflüssigkeit zugegeben bzw. nach geeigneter Verdünnung über einen Zeitraum von vier bis fünf Minuten in den Infusionsschlauch injiziert werden.

Flucloxacillin Rekonstitutionsvolumen

Nach der Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke, wie oben aufgeführt, können die Inhalte der Durchstechflaschen mit weiteren 50, 100, 125, 200, 250 und 500 ml der kompatiblen Infusionslösungen gemischt werden.

Das Pulvervolumen führt zu einer Volumenerweiterung gemäß der folgenden Tabelle:

Stärke Rekonstitution mit Erzieltes Volumen Verdrängungswert
  Wasser für Wasser für  
  Injektionszwecke Injektionszwecke  
Flucloxacillin 500 mg 10,0 ml 10,3 ml 0,3 ml

Dementsprechend werden die Endkonzentrationen der rekonstituierten Lösung berechnet:

Zugegebenes Volumen 50 ml 100 ml 125 ml 200 ml 250 ml 500 ml
      Konzentration (mg/ml)  
Flucloxacillin 500 mg 8,3 4,5 3,7 2,4 1,9 1,0

Aussehen der Lösung

Klare, farblose oder blassgelbe, partikelfreie Lösung.

Nach Rekonstitution/Verdünnung muss das Arzneimittel einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Nur klare, praktisch partikelfreie Lösungen dürfen verwendet werden.

Nur zum Einmalgebrauch. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Gesamttagesdosis 1 g bis 4 g, aufgeteilt auf drei bis vier gleiche intravenöse oder intramuskuläre Injektionen.

Bei schweren Infektionen: bis zu 8 g täglich in Form von vier Infusionen (über 20 bis 30 min).Die maximale Gesamttagesdosis von 12 g pro Tag sollte nicht überschritten werden.

Methicillin-empfindlicher Staphylococcus aureus. Endokarditis: 2 g Flucloxacillin alle 6 Stunden bis zu 2 g alle 4 Stunden bei Patienten mit über 85 kg Körpergewicht.

Chirurgische Prophylaxe: 2 g intravenös (Bolus oder Infusion) nach Einleitung der Anästhesie, alle 6 Stunden über einen Zeitraum von 24 Stunden in Fällen von vaskulärer und orthopädischer Chirurgie, und über einen Zeitraum von 48 Stunden in Fällen von Herz- oder Koronarchirurgie.

Eine einzelne Bolusinjektion oder Infusion soll 2 g nicht überschreiten.

Kinder und Jugendliche

Kinder unter 12 Jahren

Standarddosis für leichte bis mittelschwere Infektionen: Die Dosis beträgt 25 bis 50 mg/24 Stunden, aufgeteilt auf drei bis vier gleiche intravenöse oder intramuskuläre Injektionen. Bei schweren Infektionen: bis zu 100 mg/kg/24 Stunden in drei bis vier Teildosen.

Eine einzelne Bolusinjektion oder Infusion soll 33 mg/kg nicht überschreiten.

Methicillin-empfindlicher Staphylococcus aureus. Endokarditis: 200 mg/kg/24 Stunden in drei bis vier Teildosen.

Früh-, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder

Flucloxacillin sollte bei Früh- und Neugeborenen wegen der möglichen Auslösung eines Kernikterus nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.4). Früh- und Neugeborene sowie Säuglinge und Kleinkinder erhalten im Allgemeinen 25–50 mg/kg Körpergewicht täglich, aufgeteilt in drei gleich große Einzeldosen. Eine Erhöhung der Tagesdosis auf maximal 100 mg/kg Körpergewicht ist ggf. möglich.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Niereninsuffizienz wird Flucloxacillin verzögert ausgeschieden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung des Dosisintervalls in Betracht zu ziehen. Die maximale empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt je 1 g alle 8 bis 12 Stunden (Bei anurischen Patienten beträgt die maximale Dosis 1 g alle 12 Stunden).

Flucloxacillin wird durch Dialyse nicht in relevantem Ausmaß ausgewaschen. Entsprechend brauchen während oder nach einer Dialysebehandlung auch keine zusätzlichen Dosen verabreicht zu werden.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisreduktion erforderlich.

Art der Anwendung

Das Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung kann als intramuskuläre oder intravenöse Injektion oder als Infusion verabreicht werden.

Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Überdosierung

Gastrointestinale Effekte wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten und sollten symptomatisch behandelt werden.

Flucloxacillin wird nicht durch Hämodialyse aus dem Blutkreislauf entfernt.

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Welche Nebenwirkungen hat Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurde berichtet, dass Flucloxacillin (CYP450-Induktor) die Plasmakonzentrationen von Voriconazol signifikant senkt. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Flucloxacillin und Voriconazol nicht vermieden werden kann, ist auf einen potenziellen Verlust der Voriconazol- Wirksamkeit zu achten (z. B. durch therapeutisches Drug Monitoring); eine Erhöhung der Voriconazol-Dosis kann erforderlich sein.

Probenecid vermindert die renale tubuläre Sekretion von Flucloxacillin. Die gleichzeitige Gabe von Probenecid verzögert die renale Ausscheidung von Flucloxacillin.

Bakteriostatische Arzneimittel (Chloramphenicol, Erythromycine, Sulfonamide und Tetracycline) können die bakterizide Wirkung von Flucloxacillin stören.

Methotrexat, es kann zu einer verringerten Ausscheidung mit Flucloxacillin kommen (erhöhtes Risiko von Toxizität).

Flucloxacillin kann den Guthrie-Test beeinflussen (falsche positive Resultate). Blutproben sollten daher vor der Flucloxacillin-Gabe entnommen werden.

Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, da die gleichzeitige Einnahme mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).

Es gibt Fallberichte, die eine veränderte (normalerweise erniedrigte) INR (International Normalized Ratio) bei Patienten beschreiben, die Warfarin einnehmen und gleichzeitig Flucloxacillin erhalten. Daher wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Prothrombinzeit oder INR bei Patienten, die Warfarin regelmäßig einnehmen, zu Beginn, während und nach Beendigung der Flucloxacillin-Behandlung zu überwachen.

Nebenwirkungen

Die Häufigkeit der nachfolgenden Nebenwirkungen wird wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10)

häufig (≥ 1/100 bis <1/10) gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <1/100) selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Sofern nicht anders angegeben, ist die Häufigkeit der unerwünschten Ereignisse aus mehr als 30 Jahren Post-Marketing Erfahrung abgeleitet.

  MedDRA Häufigkeit Nebenwirkungen
  Organklassensystem
     
      Neutropenie (einschließlich
      Agranulozytose) und
  Erkrankungen des Blutes und des Sehr selten Thrombozytopenie. Reversibel nach
  Lymphsystems Abbruch der Therapie. Eosinophilie
   
      hämolytische Anämie
       
      Anaphylaktischer Schock (bei oraler
      Anwendung nur im Ausnahmefall;
      siehe Abschnitt 4.4), angioneurotisches
      Ödem. Bei Auftreten einer
  Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten Überempfindlichkeitsreaktion ist die
      Therapie abzubrechen. (Siehe auch
      Erkrankungen der Haut und des
      Unterhautzellgewebes)
       
  Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten Bei Patienten mit Nierenversagen sind
SmPC_Flucloxacillin 500 mg_DE_Ver007  
      unter i.v. Injektion hoher Dosen
      neurologische Störungen mit
      Krampfanfällen möglich
       
    *Häufig Geringfügige gastrointestinale
    Störungen
     
       
      Pseudomembranöse Kolitis.
  Erkrankungen des   Wenn eine Pseudomembranöse Kolitis
    auftritt, sollte die Behandlung mit
  Gastrointestinaltrakts  
  Sehr selten Flucloxacillin abgebrochen und eine
   
      geeignete Therapie, z. B. mit
      Vancomycin p.o., eingeleitet werden
       
      Fälle von metabolischer Azidose mit
      vergrößerter Anionenlücke, wenn
      Flucloxacillin zusammen mit
  Stoffwechsel- und Sehr selten Paracetamol angewendet wird, im
    Allgemeinen bei Vorhandensein von
  Ernährungsstörungen  
    Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4)
     
       
    nicht bekannt Hypokaliämie
       
      Hepatitis und cholestatischer Ikterus.
      (Siehe Abschnitt 4.4). Veränderte
      Leberfunktionswerte bei Labortests
      (reversibel nach Abbruch der
      Behandlung). Hepatitis und
      cholestatischer Ikterus können
      verzögert bis zu zwei Monate nach
      Behandlungsende auftreten. In einigen
      Fällen war der Verlauf langwierig und
      zog sich über mehrere Monate hin.
      Hepatische Ereignisse können
      schwerwiegend sein, sehr selten wurde
  Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten über Todesfälle berichtet. Die meisten
  dieser Todesfälle betrafen Patienten >
     
      ab 50 Jahren und Patienten mit
      schweren Grunderkrankungen. Es gibt
      Hinweise, dass das Risiko von
      Flucloxacillin-induzierter
      Leberschädigung bei Menschen, die das
      HLA-B*5701 Allel tragen, erhöht ist.
      Trotz dieses starken Zusammenhangs
      entwickelt nur 1 von 500 bis 1.000
      Trägern eine Leberschädigung. Daher
      ist die Wahrscheinlichkeit, nach
      Testung auf das HLAB*5701 Allel eine
      Leberschädigung zu entwickeln, sehr
       
SmPC_Flucloxacillin 500 mg_DE_Ver007  
    niedrig (0,12 %) und ein Routine-
    Screening für dieses Allel wird nicht
    empfohlen
     
  *Gelegentlich Hautausschlag, Urtikaria und Purpura
   
     
    Erythema multiforme, Stevens-
    Johnson-Syndrom und toxische
Erkrankungen der Haut und des Sehr selten epidermale Nekrolyse (Siehe auch
  Erkrankungen des Immunsystems)
Unterhautzellgewebes  
   
     
    AGEP - akutes generalisiertes
  nicht bekannt pustulöses Exanthem (siehe Abschnitt
  4.4)
   
     
    Arthralgien und Myalgien entwickeln
Skelettmuskulatur- und Sehr selten sich manchmal mehr als 48 Stunden
Bindegewebserkrankungen nach Beginn der Behandlung
 
     
Erkrankungen der Nieren und   Interstitielle Nephritis.
Sehr selten Nach Abbruch der Behandlung
Harnwege
  reversibel
   
     
    Fieber entwickelt sich manchmal mehr
Allgemeine Erkrankungen und Sehr selten als 48 Stunden nach Beginn der
Beschwerden am Verabreichungsort Behandlung
 
     

*Die Inzidenz dieser unerwünschten Ereignisse (UE) wurde aus klinischen Studien abgeleitet, die insgesamt etwa 929 mit Flucloxacillin behandelte erwachsene und pädiatrische Patienten umfassten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?

3 Jahre.

Rekonstituierte/verdünnte Lösung: Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 1 Stunde bei 25°C und für 24 Stunden bei 2°C bis 8°C nachgewiesen. Vom mikrobiologischen Standpunkt betrachtet sollte die Lösung sofort verbraucht werden, sofern nicht die Öffnungs-/Rekonstitutions-/Verdünnungsmethode das Risiko einer mikrobiellen Kontamination ausschließt. Wenn sie nicht sofort verbraucht wird, liegen die Dauer der Aufbewahrung und die Lagerungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten die oben aufgeführten Zeiträume der chemischen und physikalischen Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung nicht überschreiten.

Weitere Informationen zu Flucloxacillin Ibisqus 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Flucloxacillin (als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat).

Sonstige Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede 500 mg Durchstechflasche enthält 1,1 mmol (25 mg) Natrium.

94730.00.00

29 März 2017

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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