Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
1.1 Fibrezym ist ein durchblutungsförderndes Mittel und ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Heparinoid, Antikoagulans). 1.2 Fibrezym wird angewendet zur Behandlung von peripheren arteriellen Durch- blutungsstörungen im Stadium IIb nach Fontaine (Claudicatio intermittens), bei Ausschöpfung der Möglichkeiten einer physikalischen Therapie (Gehtraining).
- Wirkstoff(e)
- Natriumpentosanpolysulfat
- Zulassungsinhaber
- bene
- ATC Code
- B01AX07
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Fibrezym angewendet?
1.1 Fibrezym ist ein durchblutungsförderndes Mittel und ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Heparinoid, Antikoagulans).
1.2 Fibrezym wird angewendet zur Behandlung von peripheren arteriellen Durch- blutungsstörungen im Stadium IIb nach Fontaine (Claudicatio intermittens), bei Ausschöpfung der Möglichkeiten einer physikalischen Therapie (Gehtraining).
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Was ist vor der Einnahme von Fibrezym zu beachten?
Fibrezym darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Pentosanpolysulfat-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile von Fibrezym sind
- wenn bei Ihnen (aktuell oder aus der Vorgeschichte) ein allergisch bedingter Abfall der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II) auf Heparin und/oder Fibrezym bekannt ist
- wenn bei Ihnen Blutungen bestehen
- wenn Sie an der Bluterkrankheit leiden
- wenn bei Ihnen eine Blutungsneigung besteht (hämorrhagische Diathese)
- wenn Sie an blutenden Magen-Darmgeschwüren leiden
- wenn bei Ihnen ein Verdacht auf sonstige Geschwülste mit Blutungsgefahr besteht
- wenn bei Ihnen frische Hirnblutungen vorliegen
- wenn Sie am Gehirn, Rückenmark oder an den Augen operiert werden
- wenn bei Ihnen eine Rückenmarksbetäubung durchgeführt wird (Lumbalanästhesie)
- wenn bei Ihnen schwere Leber-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen vor- liegen
- wenn Sie an Herzinnenhautentzündung (Endocarditis lenta) leiden
- wenn bei Ihnen eine Fehlgeburt droht (abortus imminens)
- wenn bei Ihnen eine Neigung zu Fehlgeburt besteht (habituelle Abortusneigung)
- wenn bei Ihnen die Gefahr einer vorzeitigen Placentalösung besteht
- wenn bei Ihnen der Verdacht auf Placenta praevia besteht
- wenn bei Ihnen sonstige Schwangerschaftsrisiken bestehen
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fibrezym ist erforderlich
Kinder
Kinder und Jugendlichen bis zu 16 Jahren, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für eine allgemeine Empfehlung für diese Altersgruppe vorliegen.
Ältere Menschen
In hohem Alter, insbesondere wenn Sie andere Medikamente nehmen, die z.B. die Blutge- rinnung beeinflussen können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apo- theker um Rat.
Schwangerschaft
Es gibt keine Erfahrungen am Menschen wie sich der Wirkstoff Pentosanpolysulfat- Natrium in der Schwangerschaft auswirkt. Tierversuche lassen jedoch keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Aus diesem Grund sollten Sie Fibrezym nur an- wenden, wenn Ihr Arzt dies für erforderlich hält.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt ob und in welchem Umfang der Wirkstoff Pentosanpolysulfat- Natrium in die Muttermilch übergeht. Daher sollten Sie abstillen, wenn sie Fibrezym an- wenden.
Wie wird Fibrezym angewendet?
Wenden Sie Fibrezym immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Dosierung und Therapiedauer richten sich nach Art, Schweregrad und Stadium der Er- krankung.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene bei
Schweren akuten Zuständen
In der Regel 6-stündlich 50 mg (1 Ampulle) subkutan in kritischen Fällen vorzugsweise tief und langsam injizieren.
Mit dem Nachlassen der akuten Symptome stufenweise Verminderung der Injektionen bis auf 2 Ampullen (100 mg) pro Tag. Die Therapiedauer in dieser Dosierung beträgt bis zu 10 Tage.
Mäßig akuten und chronischen Zuständen
Im allgemeinen 3-mal wöchentlich 2 Ampullen ( entsprechend 100 mg) bis zu mehreren Wochen. Die Injektionen sollten später in längeren zeitlichen Abständen erfolgen.
Art der Anwendung
Die Injektion erfolgt langsam subkutan. Der Einstich der Nadel sollte senkrecht vorge- nommen werden, in der Regel in die mit zwei Fingern angehobene Bauchfalte (vordere oder seitliche Bauchwand). Als Injektionsstelle können auch Oberarm oder Oberschenkel
gewählt werden. Ein evtl. an der Nadel haftender Tropfen sollte vor der Injektion mit ei- nem sterilen Tupfer abgestreift werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach der Art und dem Schweregrad der Erkran- kung.
Bei schweren akuten Zuständen werden die Injektionen in oben genannter Dosierung bis zu 10 Tage lang durchgeführt.
Bei subakuten bzw. chronischen Zuständen erfolgt die Therapie mit Injektionen bis zu mehreren Wochen.
Hinweis
Vor Beginn der Behandlung soll – wie bei allen gerinnungshemmenden Arzneimitteln – eine hämorrhagische Diathese ausgeschlossen werden (Kontrolle von Quick, PTT, Thrombozyten). Da Fibrezym die globale Gerinnungsfähigkeit des Blutes nicht beein- trächtigt, erübrigen sich Kontrollen der Blutgerinnungszeit.
Bei subkutaner Anwendung von Fibrezym sollen vorsichtshalber die Thrombozytenzahlen vor Beginn der Behandlung, zwischen dem 3. und 5. Tag nach Beginn der Behandlung, 2- mal pro Woche während der folgenden 3 Wochen nach Beginn der Behandlung und schließlich am Ende der Behandlung kontrolliert werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fibrezym zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Fibrezym angewendet haben, als Sie sollten
ist es ratsam, Ihren Arzt um Rat zu fragen. Bei eventueller Überdosierung lässt sich Pento- sanpolysulfat-Natrium notfalls durch Protaminsulfat neutralisieren.
Wenn Sie die Anwendung von Fibrezym vergessen haben
fahren Sie bitte mit dem Behandlungsplan wie gewohnt fort. Eine einmalige Unterbre- chung der Behandlung hat keine schädlichen Auswirkungen. Wenden Sie nicht die dop- pelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Injektion vergessen haben.
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Welche Nebenwirkungen hat Fibrezym?
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Fibrezym Nebenwirkungen haben, die nicht bei jedem Behan- delten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000 Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Mögliche Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Bluterguss, verlängerte Blutungszeit, Thrombozytopenie, Thromboembolien
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr selten: Übelkeit, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten: Haarausfall, allergische Reaktion
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr selten: Schmerzen bzw. Bluterguss an der Injektionsstelle
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: erhöhte Leberenzymwerte
Fibrezym ist im Allgemeinen sehr gut verträglich.
Sehr selten kann zu Beginn der Behandlung mit Fibrezym eine leichte vorübergehende Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ I) mit Werten zwischen 100.000 und 150.000/µl auftreten (verursacht durch eine vorübergehende Aktivierung der Blutplättchen). Komplikationen kommen in diesen Fällen im Allgemeinen nicht vor. Die Behandlung kann daher fortgeführt werden.
Sehr selten wird ein allergisch bedingter schneller Abfall der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie Typ II) mit Werten deutlich unter 100.000/µl oder auf weniger als 50 % des Ausgangswertes beobachtet. Bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlich- keit gegen Heparin und/oder dem Wirkstoff Pentosanpolysulfat-Natrium beginnt der Ab- fall der Zahl der Blutplättchen in der Regel 6-14 Tage nach Behandlungsbeginn. Bei Pati- enten mit Überempfindlichkeit gegen Heparin und/oder Pentosanpolysulfat-Natrium tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden auf.
Diese sehr seltene, schwere Form der Verminderung der Blutplättchenzahl kann verbun- den sein mit Blutpfropfbildung (arteriellen und venösen Thrombosen/Thromboembolien), Gerinnungssteigerung (Verbrauchskoagulopathie), zum Teil Absterben von Hautgewebe (Hautnekrosen) an der Injektionsstelle, flohstichartigen Blutungen (Petechien) und Teer- stuhl (Meläna). Dabei kann die blutgerinnungshemmende Wirkung von Fibrezym vermin- dert sein (Heparin-Toleranz).
Wegen der genannten sehr selten auftretenden ungünstigen Wirkungen von Fibrezym auf die Blutplättchen (Thrombozyten) muss vorsichtshalber deren Zahl, insbesondere zu Be- ginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel, engmaschig kontrolliert werden (siehe un- ter 2.2).
Gegenmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der hier aufgeführten oder andere unerwünschte Wirkungen unter der Behandlung mit Fibrezym bemerken.
Wenn bei Ihnen als Patient die oben genannten, sehr seltenen allergischen Reaktionen auftreten, muß Fibrezym sofort abgesetzt werden. Bei Ihnen sollte auch in Zukunft kein Fibrezym und kein heparinhaltiges Arzneimittel mehr angewendet werden.
Wenngleich sehr selten: bei sehr starkem Abfall der Blutplättchenzahl nach Anwendung dieses Arzneimittels sollten Sie alternativ nicht ungetestet mit hoch- oder niedermolekula- ren Heparinen behandelt werden, denn in bis zu 98 % aller Fälle ist eine ähnliche Reaktion mit hoch- und niedermolekularen Heparinen zu erwarten. Stattdessen sollten Sie von Ih- rem Arzt z.B. mit oralen Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien) oder Substanzen weiterbehandelt werden, die die Zusammenlagerung von Blutplättchen hemmen (Thrombozytenaggregationshemmer).
Wie ist Fibrezym aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Ampulle und Faltschachtel nach „verwend- bar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Weitere Informationen zu Fibrezym
Was Fibrezym enthält
Der Wirkstoff ist: Pentosanpolysulfat-Natrium
1 Ampulle Injektionslösung (0,5 ml) enthält 50 mg Pentosanpolysulfat-Natrium.
Die sonstigen Bestandteile sind:
4-Oxopentansäure, Natriumhydroxid, Wasser f. Injektionszwecke.
Wie Fibrezym aussieht und Inhalt der Packung
Ampulle mit klarer, farbloser bis hellgelber Injektionslösung
Fibrezym ist in Packungen mit 10 Ampullen (N1) erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
bene-Arzneimittel GmbH Herterichstraße 1
81479 München
Postfach 710269 81452 München
Telefon: 089/74987-0
Telefax: 089/74987- 142 contact@bene-arzneimittel.de
Datum der letzten Überarbeitung
Juni 2014
Bei weiteren Fragen zu diesem Arzneimittel helfen wir Ihnen gerne weiter.
E-Mail: Fibrezym@bene-arzneimittel.deHandhabung der OPC-Ampulle:
Gute Besserung !
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



