Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur passiven Immunisierung von Ferkeln durch aktive Immunisierung von Sauen und Jungsauen zur Reduzierung der Mortalität und klinischen Symptome während der ersten Lebenstage verursacht durch die Clostridium perfringens Typ A assoziierte Enteritis und durch die Clostridium perfringens Typ C bedingte nekrotisierende Enteritis.
- Zieltierarten
- Schweine (trächtige Sauen und Jungsauen)
- Wartezeit
- Null Tage.
- Zulassungsinhaber
- IDT Biologika GmbH
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Enteroporc AC bei Tieren angewendet?
Zur passiven Immunisierung von Ferkeln durch aktive Immunisierung von Sauen und Jungsauen zur Reduzierung der Mortalität und klinischen Symptome während der ersten Lebenstage verursacht durch die Clostridium perfringens Typ A assoziierte Enteritis und durch die Clostridium perfringens Typ C bedingte nekrotisierende Enteritis.
Beginn der Immunität:
Dieser Schutz wurde in einem Belastungsversuch mit Toxinen an Saugferkeln am ersten Lebenstag nachgewiesen.
Dauer der Immunität:
Serologische Daten zeigen, dass neutralisierende Antikörper bis zur 2. Woche nach der Geburt nachweisbar sind. Der Nachweis neutralisierender Antikörper korreliert mit dem Impfschutz.
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Für welche Tiere ist Enteroporc AC zugelassen?
Schweine (trächtige Sauen und Jungsauen)
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Enteroporc AC
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart
Nur gesunde Tiere impfen.
Der Schutz der Ferkel erfolgt durch die Aufnahme von Kolostrum. Es ist darauf zu achten, dass jedes Ferkel eine ausreichende Menge Kolostrum aufnimmt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Nicht zutreffend.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel enthält Spuren von Mineralöl als Bestandteil von Montanide Gel. Eine versehentliche (Selbst-)Injektion kann zu starken Schmerzen und Schwellungen führen, insbesondere bei einer Injektion in ein Gelenk oder den Finger. In seltenen Fällen kann dies zum Verlust des betroffenen Fingers führen, wenn er nicht umgehend ärztlich versorgt wird. Im Falle einer versehentlichen (Selbst-)Injektion dieses Tierarzneimittels ziehen Sie sofort einen Arzt zu Rate, selbst wenn nur geringe Mengen injiziert wurden, und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage. Sollten die Schmerzen länger als 12 Stunden nach der ärztlichen Untersuchung andauern, ziehen Sie erneut einen Arzt zu Rate.
Für den Arzt:
Dieses Tierarzneimittel enthält Spuren von Mineralöl als Bestandteil von Montanide Gel. Eine versehentliche (Selbst-)Injektion selbst geringer Mengen dieses Produktes kann starke Schwellungen verursachen, die unter Umständen zu ischämischen Nekrosen oder sogar dem Verlust eines Fingers führen können.
Die Wunde soll UNVERZÜGLICH fachkundig chirurgisch versorgt werden. Dies kann eine frühzeitige Inzision und Spülung der Injektionsstelle erfordern, insbesondere wenn Weichteile oder Sehnen betroffen sind.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob dieser Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:
Nach Verabreichung der doppelten Dosis wurden keine anderen Symptome als die in Abschnitt „Nebenwirkungen“ beschriebenen beobachtet.
Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
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Wie wird Enteroporc AC dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramuskuläre Injektion von 1 Dosis (2 ml) pro Schwein in den Nacken im Bereich des Ohrgrundes.
Grundimmunisierung trächtiger Sauen vor dem Abferkeln:
Verabreichung einer Einzeldosis 5 Wochen und 2 Wochen vor dem erwarteten Abferkeltermin.
Grundimmunisierung von Jungsauen vor der Insemination:
Verabreichung einer Einzeldosis 7 Wochen und 4 Wochen vor der Insemination und 2 Wochen vor dem erwarteten Abferkeltermin.
Wiederholungsimpfung:
Verabreichung einer Einzeldosis 2 Wochen vor dem erwarteten Termin jedes nachfolgenden Abferkelns.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Lösungsmittel soll vor der Rekonstitution auf Zimmertemperatur erwärmt werden. Zur Rekonstitution des Impfstoffs werden ca. 5 ml des Lösungsmittels mit Hilfe einer Spritze in die kleine Flasche mit dem Lyophilisat überführt. Um den Impfstoff aufzulösen, wird dieser vorsichtig geschüttelt, und anschließend wird der aufgelöste Impfstoff in die Flasche mit dem Lösungsmittel übertragen. Es werden ca. 5 ml des rekonstituierten Impfstoffs verwendet, um die Lyophilisatflasche zu spülen. Sterile Spritzen und Nadeln verwenden.
Der Impfstoff ist vor Gebrauch zu schütteln. Nach dem Schütteln sollte der Impfstoff ca. 8 - 10 Minuten stehend gelagert werden bis in der Suspension keine Luftblasen mehr sichtbar sind.
Aussehen nach Rekonstitution: Bernsteinfarbene bis braune, leicht opake Flüssigkeit.
Welche Wartezeit gilt für Enteroporc AC?
Null Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Enteroporc AC beim Tier haben?
Leichte Erhöhungen der Körpertemperatur (in Einzelfällen eine maximale Erhöhung von 2,4 °C) werden am Tag der Impfung sehr häufig beobachtet.
Lokalreaktionen (flache Schwellungen mit einem Durchmesser von maximal 10 cm in vereinzelten Fällen) an der Injektionsstelle treten sehr häufig auf, klingen jedoch ohne Behandlung innerhalb von 14 Tagen wieder ab.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
- Häufig (mehr als 1, aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1, aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1, aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt mit.
Alternativ können Berichte über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem erfolgen.
Wie ist Enteroporc AC aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Unter 25 C lagern. Nicht einfrieren. Vor Licht schützen.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 24 Stunden. Zwischen den Anwendungen sollte der Impfstoff bei 2 - 8 °C gelagert werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Weitere Informationen zu Enteroporc AC
Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist: IDT Biologika GmbH
Am Pharmapark 06861 Dessau-Rosslau Deutschland
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Enteroporc AC
Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine
Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile
| Eine Dosis (2 ml rekonstituierter Impfstoff) enthält: | ||
| Clostridium perfringens Typ A/C Toxoide: | ||
| alpha Toxoid | mind. | 125 rE/ml* |
| beta1 Toxoid | mind. 3354 rE/ml* | |
| beta2 Toxoid | mind. | 770 rE/ml* |
| *Toxoidgehalt in relativen Einheiten pro ml, bestimmt im ELISA gegen einen internen Standard | ||
| Adjuvans: | 37,4 – 51,5 mmol/l titrierbare Acrylateinheiten | |
| Montanide Gel | ||
| Thiomersal | 0,085 – 0,115 mg/ml |
Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension.
Beige bis braunes Lyophilisat.
Genehmigungsdatum der Packungsbeilage
August 2018
Weitere Angaben
Packungsgrößen:
Karton mit 1 Flasche Lyophilisat (10 Impfdosen) und 1 Flasche Lösungsmittel (20 ml) Karton mit 5 Flaschen Lyophilisat (50 Impfdosen) und 5 Flaschen Lösungsmittel (5x20 ml)
Karton mit 10 Flaschen Lyophilisat (100 Impfdosen) und 10 Flaschen Lösungsmittel (10x20 ml)
Karton mit 1 Flasche Lyophilisat (25 Impfdosen) und 1 Flasche Lösungsmittel (50 ml) Karton mit 4 Flaschen Lyophilisat (100 Impfdosen) und 4 Flaschen Lösungsmittel (4x50 ml)
Karton mit 10 Flaschen Lyophilisat (250 Impfdosen) und 10 Flaschen Lösungsmittel (10x50 ml) Karton mit 20 Flaschen Lyophilisat (500 Impfdosen) und 20 Flaschen Lösungsmittel (20x50 ml) Karton mit 40 Flaschen Lyophilisat (1000 Impfdosen) und 40 Flaschen Lösungsmittel (40x50 ml)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Immunologische Eigenschaften
Durch die aktive Immunisierung trächtiger Sauen und Jungsauen wird die Bildung von Antikörpern gegen das alpha-, beta1- und beta2-Toxin von Clostridium perfringens Typ A und C induziert.
Die ausreichende und möglichst frühzeitige Aufnahme der Antikörper über das Kolostrum bewirkt einen passiven Schutz der Saugferkel gegen die toxischen Wirkungen des alpha-, beta1- und beta2- Toxins von Clostridium perfringens Typ A und C, wobei die Bedeutung des beta2-Toxins noch nicht abschließend geklärt werden konnte. Dieser Schutz wurde in einem Belastungsversuch mit Toxinen an Saugferkeln am ersten Lebenstag nachgewiesen. Serologische Daten zeigen, dass neutralisierende Antikörper bis zur 2. Woche nach der Geburt nachweisbar sind.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


