Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
EMB-Fatol® 500 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose. EMB-Fatol® 500 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur Behandlung aller Formen und Stadien der Lungentuberkulose und der Tuberkulose sonstiger Organe mit Erregerempfindlichkeit gegen Ethambutol, immer in Kombination mit weiteren antimykobakteriell wirksamen …
- Wirkstoff(e)
- Ethambutol
- Zulassungsinhaber
- Esteve Pharmaceuticals GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- J04AK02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird EMB-FATOL 500 mg angewendet?
EMB-Fatol® 500 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose.
EMB-Fatol® 500 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
- zur Behandlung aller Formen und Stadien der Lungentuberkulose und der Tuberkulose sonstiger Organe mit Erregerempfindlichkeit gegen Ethambutol, immer in Kombination mit weiteren antimykobakteriell wirksamen Arzneimitteln.
- zur empirischen Therapie in der Initialphase der Standardbehandlung der Tuberkulose bei zunächst unklaren Resistenzsituationen bzw. in Wiederbehandlungsfällen.
- zum Einsatz in modifizierten Therapieregimen der Tuberkulose bei nachgewiesener Resistenz gegen einen oder mehrere Standardkombinationspartner.
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Was ist vor der Einnahme von EMB-FATOL 500 mg zu beachten?
EMB-Fatol® 500 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Ethambutol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn bei Ihnen eine Schädigung des Sehnervs bekannt ist (siehe unter 2. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg ist erforderlich).
- wenn Sie bereits an einer schwerwiegenden Augenerkrankung (z.B. im Rahmen eines Diabetes, sog. diabetische Retinopathie) leiden.
- wenn bei Ihnen Augenschäden bekannt sind, die eine Kontrolle des Sehvermögens behindern.
- von Patienten, bei denen aus anderen Gründen eine zuverlässige Kontrolle des Sehvermögens nicht oder nicht mehr möglich ist.
BRECHEN SIE DIE EINNAHME VON EMB-Fatol® 500 mg AB - ODER - INFORMIEREN SIE IHREN ARZT VOR DER EINNAHME VON EMB-Fatol® 500 mg:
wenn Sie nach der Einnahme von Ethambutol jemals einen schweren Hautausschlag oder Hautabschälungen, Blasenbildung und/oder wunde Stellen im Mund entwickelt haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie EMB-Fatol® 500 mg einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg ist erforderlich
- da Ethambutol eine einseitige oder beidseitige axiale retrobulbäre Neuritis des Nervus opticus (Entzündung des Sehnervs), die sich als Rot-Grün-Schwäche, Visusminderung bzw. Zentralskotom (umschriebener Gesichtsfeldausfall) äußert, oder eine periaxiale Neuritis des Nervus opticus, die sich als Einschränkung der Gesichtsfeldaußengrenze zeigt, verursachen kann. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen (Visuskontrolle) vor Therapiebeginn und in 4-wöchigen Abständen während der Gesamtdauer der Therapie zwingend erforderlich – bei Niereninsuffizienz häufiger. Achten Sie selbst auf Änderungen Ihres Sehvermögens (beim Zeitunglesen u. Ä.) während der Behandlung mit EMB-Fatol® 500 mg und benachrichtigen Sie Ihren Arzt sofort bei Auffälligkeiten. Die Therapie mit EMB- Fatol® muss in solchen Fällen sofort unterbrochen werden, um irreversible Schäden zu vermeiden.
- bei Kindern unter 6 Jahren, bei denen eine zuverlässige Kontrolle des Sehvermögens noch nicht möglich ist. Ethambutol sollte in dieser Altersgruppe nur nach strenger Nutzen-Risiko- Abwägung eingenommen werden.
- wenn bei Ihnen die Nierenfunktion eingeschränkt ist. In diesem Fall wird die Dosis von EMB- Fatol® 500 mg von Ihrem Arzt angepasst. Er sollte außerdem regelmäßig Ihre Ethambutol- Plasmakonzentration kontrollieren.
- wenn Sie erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie) haben und/oder an Gicht leiden.
Es wurden schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen, darunter Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), im Zusammenhang mit EMB-Fatol® 500 mg berichtet. Brechen Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg unverzüglich ab und begeben Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome im Zusammenhang mit diesen schweren Hautreaktionen bemerken.
Kinder
Die besonderen Dosierungsempfehlungen für Kinder sind zu beachten (siehe unter 3. Wie ist EMB-Fatol® 500 mg einzunehmen?).
Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
EMB-Fatol® 500 mg wird wie folgt beeinflusst:
Abschwächung der Wirkung:
- Aluminiumhydroxid und ähnliche Mittel zur Behandlung der vermehrten Bildung von Magensäure (Antazida) verzögern und/oder vermindern die Aufnahme von EMB-Fatol® 500 mg.
- Eine Wirkungsabschwächung von Ethambutol durch Spermin, Spermidin und Magnesium wurde beschrieben.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
Mit Disulfiram behandelte chronische Alkoholiker weisen unter Behandlung mit Ethambutol ein erhöhtes Risiko für Sehschäden auf.
Störung von Laboruntersuchungen:
- Ethambutol reagiert bei ausreichender Konzentration im Serum mit Phentolamin und gibt falsch positive Testbefunde bei der Diagnostik des Phäochromozytoms (Tumor der Nebennierenrinde).
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte EMB-Fatol® 500 mg nur nach sorgfältiger Nutzen- Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
EMB-Fatol® 500 mg kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Bei bereits vorhandenen Ethambutol-bedingten Sehstörungen ist die Sicherheit beim Steuern von Kraftfahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.
EMB-Fatol® 500 mg enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie EMB-Fatol® 500 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird EMB-FATOL 500 mg angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Ethambutol gehört zu den Standardtherapeutika der Tuberkulose, immer im Rahmen einer Kombinationstherapie.
Die Wahl des Therapieregimes der Tuberkulose und der verwendeten Kombinationspartner stützt sich auf die lokale Resistenzsituation, die Ergebnisse der Resistenztestung des konkreten Patientenisolats und die Kooperationsbereitschaft und Zuverlässigkeit des Patienten (Compliance).
Standardtherapie der Tuberkulose:
Zur täglichen Therapie wird Ethambutol im Rahmen der Standardtherapie der Tuberkulose in der Initialphase zusammen mit Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid über 2 Monate eingesetzt.
Für die Tuberkulosetherapie gelten für Ethambutol die folgenden auf das Körpergewicht (KG) bezogenen Dosierungen für eine 1-mal tägliche Anwendung. Mehrere Wirkstärken stehen zur Verfügung, um die individuelle Dosis zu erzielen.
Erwachsene und Jugendliche:
15 (15 – 20) mg/kg Körpergewicht
maximale Tagesdosis: 1600 mg
Kinder bis 12 Jahre:
(bei denen eine Kontrolle des Sehvermögens zuverlässig durchgeführt werden kann) 20 (15 – 25) mg/kg Körpergewicht
Jede Tuberkulose im Kindesalter sollte in enger Abstimmung mit erfahrenen Fachzentren versorgt werden.
Ihr behandelnder Arzt entscheidet über die für Sie richtige Dosis (Tablettenzahl) und Dauer der Anwendung.
Intermittierende Therapie bei Tuberkulose:
Es wird empfohlen, die Medikamente zur Therapie der Tuberkulose täglich über den gesamten Therapiezeitraum einzunehmen, da dieses Vorgehen eine maximale Therapiesicherheit garantiert.
Die intermittierende Therapie der Tuberkulose wird in Deutschland nicht empfohlen. Falls sich eine tägliche Medikamentengabe aus zwingenden Gründen nicht realisieren lässt, sollte die intermittierende Therapie nur in der Kontinuitätsphase und nur bei HIV-negativen Patienten mit voll medikamentensensibler Tuberkulose und als überwachte Therapie erfolgen.
Erwachsene:
3x/Woche: 30 mg/kg Körpergewicht
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion richtet sich nach der vorhandenen glomerulären Filtrationsrate (GFR in ml/min). Die Dosisanpassung wird durch Änderung des Dosierungsintervalls vorgenommen und gegebenenfalls mittels Serumspiegelbestimmungen kontrolliert. Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit von Serumspiegelbestimmungen ist jedoch bei Patienten mit einer schwerwiegenden Einschränkung der Nierenfunktion erforderlich.
| Dosierungsintervall nach GFR [ml/min] | ||||
| Dosis [mg/kg | 30 – 60 | 10 – 29 | GFR < 10 | Bemerkungen |
| KG] | ||||
| 24 h | 48 h | 48 h* | Möglichst vermeiden. | |
| Okulares Risiko erhöht | ||||
| → Tests | ||||
* Serumspiegel-Bestimmungen durchführen: Ethambutol: Cmax = 2 – 6 mg/l 2 Stunden nach Einnahme (Spitzenspiegel) oder < 1,0 mg/l vor der nächsten Dosis (Talspiegel)
Ethambutol ist gut dialysierbar. Es erfolgt eine rasche Ausscheidung bei Hämodialyse (t1/2 = 2 Std.), eine mäßige Ausscheidung bei Peritonealdialyse (CAPD, t1/2 = 5 Std.). EMB-Fatol® sollte an Dialysetagen 4 - 6 Stunden vor der Dialyse oder unmittelbar nach der Dialyse eingenommen werden.
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
Nur bei schweren Leberstörungen treten erhöhte Ethambutol-Konzentrationen im Serum auf, sodass auch hier Serumspiegelbestimmungen erforderlich sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Die Tagesdosis wird in einer morgendlichen Einzelgabe auf nüchternen Magen zusammen mit den weiteren Kombinationsarzneimitteln eingenommen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung von Ethambutol gegen Tuberkulose richtet sich grundsätzlich nach dem jeweils verwendeten Therapieregime.
Bei Vorliegen einer Resistenz gegen einen der verwendeten Kombinationspartner der Standardtherapie (z. B. Isoniazid oder Rifampicin) oder bei Vorliegen einer Multiresistenz (Resistenz- nachweis mindestens gegen Isoniazid und Rifampicin) wird Ethambutol bei gegebener Sensibilität über den gesamten Zeitraum des verlängerten und modifizierten Therapieregimes eingesetzt.
Wenn Sie eine größere Menge von EMB-Fatol® 500 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Folgende Erscheinungen können auftreten: Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Störungen, Fieber, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Halluzinationen und/oder Sehstörungen.
Zur Behandlung einer Überdosierung ist kein Gegenmittel bekannt. Die Elimination von EMB- Fatol® 500 mg aus dem Körper (durch Erbrechen oder Magenspülung) ist wegen der raschen Aufnahme nur einige Stunden nach der Einnahme möglich und sinnvoll. Eine Dialyse ist möglich. Die Weiterbehandlung richtet sich nach den Symptomen. Zur Behandlung neurologischer Nebenwirkungen bzw. Sehstörungen werden die Vitamine B1, B6 und B12, Kallikrein und Steroide empfohlen.
Wenn Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg abbrechen
Durch unregelmäßige Einnahme und/oder durch vorzeitige Beendigung der Behandlung können Tuberkuloseerreger widerstandsfähig (resistent) gegen das Arzneimittel werden. Dadurch gefährden Sie Heilungsaussichten und verschlechtern spätere Behandlungsmöglichkeiten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat EMB-FATOL 500 mg?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Häufigkeitsangaben zu den im Folgenden genannten Nebenwirkungen variieren in der zugrunde liegenden gängigen Literatur erheblich. Aussagefähige Studien mit Angabe von ausreichenden Patientenpopulationen liegen nicht vor.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | ||
| (≥ 1/10) | (≥ 1/100 bis | (≥ 1/1.000 bis | (≥ 1/10.000 bis | (< 1/10.000) | (Häufigkeit | ||
| < 1/10) | < 1/100) | < 1/1.000) | auf Grundlage | ||||
| der | |||||||
| verfügbaren | |||||||
| Daten nicht | |||||||
| abschätzbar) | |||||||
| Augenerkrankungen | |||||||
| Dosisabhän- | Irreversible | ||||||
| gige | Sehschäden | ||||||
| Entzündung | (Blindheit) bei | ||||||
| des Sehnervs | nicht | ||||||
| (Nervus | rechtzeitiger | ||||||
| opticus- | Unterbrechung | ||||||
| Neuritis) mit | der Therapie | ||||||
| Verlust der | |||||||
| Rot-Grün- | |||||||
| Unterschei- | |||||||
| dung, | |||||||
| Visusver- | |||||||
| schlechterung, | |||||||
| Zentralskotom | |||||||
| bzw. | |||||||
| Einschränkung | |||||||
| der Gesichts- | |||||||
| feldaußen- | |||||||
| grenzen* | |||||||
| Erkrankungen des Nervensystems | |||||||
| Taubheitsge- | |||||||
| fühl / | |||||||
| Sensibilitäts- | |||||||
| störungen (v.a. | |||||||
| in den | |||||||
| Gliedmaßen), | |||||||
| Kopfschmer- | |||||||
| zen, | |||||||
| Schwindel, | |||||||
| Fingerzittern | |||||||
| Psychiatrische Erkrankungen | |||||||
| Verwirrtheits- | |||||||
| zustände, | |||||||
| Desorientiert- | |||||||
| heit, | |||||||
| Wahnvorstellu | |||||||
| ngen | |||||||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | |||||||
| Toxische | |||||||
| Auswirkungen | |||||||
| auf die Nieren | |||||||
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | ||
| (≥ 1/10) | (≥ 1/100 bis | (≥ 1/1.000 bis | (≥ 1/10.000 bis | (< 1/10.000) | (Häufigkeit | ||
| < 1/10) | < 1/100) | < 1/1.000) | auf Grundlage | ||||
| der | |||||||
| verfügbaren | |||||||
| Daten nicht | |||||||
| abschätzbar) | |||||||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | |||||||
| Erhöhte | |||||||
| Harnsäure- | |||||||
| werte im Blut | |||||||
| (insbesondere | |||||||
| bei | |||||||
| Gichtpatienten) | |||||||
| * | |||||||
| Erkrankungen des Immunsystems | |||||||
| Allergische | Schwere akute | Entzündliche | |||||
| Reaktionen | Überempfind- | Veränderung | |||||
| wie | lichkeitsreak- | der Lunge | |||||
| Hautausschlag | tionen | (Pneumonitis), | |||||
| (Exanthem), | (anaphylak- | Abnahme | |||||
| Juckreiz, | tischer | bestimmter | |||||
| Fieber | Schock) | weißer | |||||
| und/oder | Blutzellen, der | ||||||
| Abnahme der | neutrophilen | ||||||
| weißen | Granulozyten | ||||||
| Blutzellen | (Neutropenie) | ||||||
| (Leukopenie) | mit einer | ||||||
| Zunahme der | |||||||
| eosinophilen | |||||||
| Granulozyten | |||||||
| (Eosinophilie) | |||||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |||||||
| Blähungen, | |||||||
| Völlegefühl, | |||||||
| Bauchschmerz | |||||||
| en | |||||||
| (abdominale | |||||||
| Beschwerden), | |||||||
| Übelkeit | |||||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | |||||||
| Juckreiz, | schwere | ||||||
| Hautausschlag | Hautreaktionen | ||||||
| (Exantheme), | , darunter | ||||||
| Knötchenflech- | Stevens- | ||||||
| te (Lichen) | Johnson- | ||||||
| Syndrom | |||||||
| (SJS), toxisch | |||||||
| epidermale | |||||||
| Nekrolyse | |||||||
| (TEN), |
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| (≥ 1/10) | (≥ 1/100 bis | (≥ 1/1.000 bis | (≥ 1/10.000 bis | (< 1/10.000) | (Häufigkeit |
| < 1/10) | < 1/100) | < 1/1.000) | auf Grundlage | ||
| der | |||||
| verfügbaren | |||||
| Daten nicht | |||||
| abschätzbar) | |||||
| Arzneimittelwir | |||||
| kung mit | |||||
| Eosinophilie | |||||
| und | |||||
| systemischen | |||||
| Symptomen | |||||
| (DRESS) | |||||
| Leber- und Gallenerkrankungen | |||||
| Störungen der | |||||
| Leberfunktion | |||||
| (Zunahme | |||||
| bestimmter | |||||
| Enzyme, der | |||||
| sog. | |||||
| Transamina- | |||||
| sen, | |||||
| Leberentzün- | |||||
| dung)* | |||||
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |||||
| Abnahme | Blutbildver- | Abnahme | |||
| weißer | änderungen | bestimmter | |||
| Blutzellen | wie Abnahme | weißer | |||
| (Leukopenie) | der Zahl der | Blutzellen | |||
| (im Rahmen | Blutplättchen | (Neutropenie) | |||
| allergischer | (Thrombozyto- | mit einer | |||
| Reaktionen) | penie) | Zunahme der | |||
| eosinophilen | |||||
| Granulozyten | |||||
| (Eosinophilie) | |||||
| (im Rahmen | |||||
| allergischer | |||||
| Reaktionen) | |||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | |||||
| Entzündliche | |||||
| Veränderung | |||||
| der Lunge | |||||
| (Pneumonitis) | |||||
| (im Rahmen | |||||
| allergischer | |||||
| Reaktionen) | |||||
| * siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen |
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Entzündung des Sehnervs: Bei frühzeitigem Bemerken entsprechender Symptome sowie unver- züglichem Absetzen von EMB-Fatol ist die Symptomatik in der Regel reversibel.
Erhöhte Harnsäurewerte: Bei etwa 50 % der behandelten Patienten, insbesondere bei Gichtpatienten, werden erhöhte Harnsäurewerte im Blut gefunden. Es wird ein konkurrierender Mechanismus bei der Elimination der Harnsäure im Tubulusapparat angenommen. Dieser Befund kann bereits 24 Stunden nach einer einzigen Dosis oder auch erst nach 90 Tagen Therapie erstmals auftreten und wird möglicherweise durch gleichzeitige Therapie mit Isoniazid und Pyridoxin begünstigt. Im Zusammenhang mit 4-fach Kombinationstherapien (Rifampicin, Isoniazid, Pyrazinamid und Ethambutol) sind auch Fälle von Arthralgien aufgetreten.
Störungen der Leberfunktion: Diese können besonders unter hohen Dosen von Ethambutol auftreten.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Brechen Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 500 mg ab und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:
- rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Rumpf, häufig mit Blasenbildung in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen und Nase sowie an den Genitalien und Augen. Diesen schweren Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxisch epidermale Nekrolyse).
- großflächiger Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten (DRESS-Syndrom oder Arzneimittel-Überempfindlichkeitssyndrom).
Gegenmaßnahmen
Bei Auftreten schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen und/oder eines anaphylaktischen Schocks (akute, lebensbedrohliche allergische Allgemeinreaktion) ist die Behandlung mit EMB- Fatol® 500 mg sofort abzubrechen und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen müssen durch einen Arzt eingeleitet werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist EMB-FATOL 500 mg aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Blisterstreifen und der Faltschachtel nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 °C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu EMB-FATOL 500 mg
Was EMB-Fatol® 500 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Ethambutoldihydrochlorid.
1 Filmtablette enthält 500 mg Ethambutoldihydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Croscarmellose-Natrium, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Lactose-Monohydrat, Copovidon, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Macrogol 6000, Hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E 171), Crospovidon, Povidon.
Wie EMB-Fatol® 500 mg aussieht und Inhalt der Packung
EMB-Fatol® 500 mg sind weiße, runde Filmtabletten mit der Prägung „500“ auf einer Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite.
EMB-Fatol® 500 mg ist in Packungen mit 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.
Folgende Wirkstoffstärken stehen außerdem zur Verfügung: EMB-Fatol® 100 mg, Tabletten; EMB- Fatol® 250 mg, Filmtabletten und EMB-Fatol® 400 mg, Filmtabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
Esteve Pharmaceuticals GmbH Hohenzollerndamm 150-151 14199 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 30 338427-0
E-mail: info.germany@esteve.com
Hersteller
SW Pharma GmbH
Robert-Koch-Straße 1
66578 Schiffweiler
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2024.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


