Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
EMB-Fatol® 100 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose. EMB-Fatol® 100 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur Behandlung aller Formen und Stadien der Lungentuberkulose und der Tuberkulose sonstiger Organe mit Erregerempfindlichkeit gegen Ethambutol, immer in Kombination mit weiteren antimykobakteriell wirksamen …
- Wirkstoff(e)
- Ethambutol
- Zulassungsinhaber
- Riemser Pharma GmbH
- ATC Code
- J04AK02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird EMB-FATOL 100 mg angewendet?
EMB-Fatol® 100 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose.
EMB-Fatol® 100 mg wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
- zur Behandlung aller Formen und Stadien der Lungentuberkulose und der Tuberkulose sonstiger Organe mit Erregerempfindlichkeit gegen Ethambutol, immer in Kombination mit weiteren antimykobakteriell wirksamen Arzneimitteln.
- zur empirischen Therapie in der Initialphase der Standardbehandlung der Tuberkulose bei zunächst unklaren Resistenzsituationen bzw. in Wiederbehandlungsfällen.
- zum Einsatz in modifizierten Therapieregimen der Tuberkulose bei nachgewiesener Resis- tenz gegen einen oder mehrere Standardkombinationspartner.
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Was ist vor der Einnahme von EMB-FATOL 100 mg zu beachten?
EMB-Fatol® 100 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Ethambutol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn bei Ihnen eine Schädigung des Sehnervs bekannt ist (siehe unter 2. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EMB-Fatol® 100 mg ist erforderlich).
- wenn Sie bereits an einer schwerwiegenden Augenerkrankung (z. B. im Rahmen eines Diabetes, sog. diabetische Retinopathie) leiden.
- wenn bei Ihnen Augenschäden bekannt sind, die eine Kontrolle des Sehvermögens behin- dern.
- von Patienten, bei denen aus anderen Gründen eine zuverlässige Kontrolle des Sehver- mögens nicht oder nicht mehr möglich ist.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie EMB-Fatol® 100 mg einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EMB-Fatol® 100 mg ist erforderlich
-
da Ethambutol eine einseitige oder beidseitige axiale retrobulbäre Neuritis des Nervus op- ticus (Entzündung des Sehnervs), die sich als Rot-Grün-Schwäche, Visusminderung bzw. Zentralskotom (umschriebener Gesichtsfeldausfall) äußert, oder eine periaxiale Neuritis des Nervus opticus, die sich als Einschränkung der Gesichtsfeldaußengrenze zeigt, verur- sachen kann. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen (Visus-
kontrolle) vor Therapiebeginn und in 4-wöchigen Abständen während der Gesamtdauer der Therapie zwingend erforderlich – bei Niereninsuffizienz häufiger. Achten Sie selbst auf Änderungen Ihres Sehvermögens (beim Zeitunglesen u. Ä.) während der Behandlung mit EMB-Fatol® 100 mg und benachrichtigen Sie Ihren Arzt sofort bei Auffälligkeiten. Die The- rapie mit EMB-Fatol® muss in solchen Fällen sofort unterbrochen werden, um irreversible Schäden zu vermeiden. - bei Kindern unter 6 Jahren, bei denen eine zuverlässige Kontrolle des Sehvermögens noch nicht möglich ist. Ethambutol sollte in dieser Altersgruppe nur nach strenger Nutzen- Risiko-Abwägung eingenommen werden.
- wenn bei Ihnen die Nierenfunktion eingeschränkt ist. In diesem Fall wird die Dosis von EMB-Fatol® 100 mg von Ihrem Arzt angepasst. Er sollte außerdem regelmäßig Ihre Ethambutol-Plasmakonzentration kontrollieren.
- wenn Sie erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie) haben und/oder an Gicht lei- den.
Kinder
Die besonderen Dosierungsempfehlungen für Kinder sind zu beachten (siehe unter 3. Wie ist EMB-Fatol® 100 mg einzunehmen?).
Einnahme von EMB-Fatol® 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
EMB-Fatol® 100 mg wird wie folgt beeinflusst:
Abschwächung der Wirkung:
- Aluminiumhydroxid und ähnliche Mittel zur Behandlung der vermehrten Bildung von Magen- säure (Antazida) verzögern und/oder vermindern die Aufnahme von EMB-Fatol® 100 mg.
- Eine Wirkungsabschwächung von Ethambutol durch Spermin, Spermidin und Magnesium wurde beschrieben.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
Mit Disulfiram behandelte chronische Alkoholiker weisen unter Behandlung mit Ethambutol ein erhöhtes Risiko für Sehschäden auf.
Störung von Laboruntersuchungen:
- Ethambutol reagiert bei ausreichender Konzentration im Serum mit Phentolamin und gibt falsch positive Testbefunde bei der Diagnostik des Phäochromozytoms (Tumor der Neben- nierenrinde).
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beab- sichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte EMB-Fatol® 100 mg nur nach sorgfältiger Nut- zen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
EMB-Fatol® 100 mg kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Bei bereits vorhandenen Ethambutol-bedingten Sehstörungen ist die Sicherheit beim Steuern von Kraftfahrzeugen und beim Bedienen von Ma- schinen beeinträchtigt.
EMB-Fatol® 100 mg enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie EMB-Fatol® 100 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird EMB-FATOL 100 mg angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Ethambutol gehört zu den Standardtherapeutika der Tuberkulose, immer im Rahmen einer Kombinationstherapie.
Die Wahl des Therapieregimes der Tuberkulose und der verwendeten Kombinationspartner stützt sich auf die lokale Resistenzsituation, die Ergebnisse der Resistenztestung des konkreten Patientenisolats und die Kooperationsbereitschaft und Zuverlässigkeit des Patienten (Compli- ance).
Standardtherapie der Tuberkulose:
Zur täglichen Therapie wird Ethambutol im Rahmen der Standardtherapie der Tuberkulose in der Initialphase zusammen mit Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid über 2 Monate einge- setzt.
Für die Tuberkulosetherapie gelten für Ethambutol die folgenden auf das Körpergewicht (KG) bezogenen Dosierungen für eine 1-mal tägliche Anwendung. Mehrere Wirkstärken stehen zur Verfügung, um die individuelle Dosis zu erzielen.
Erwachsene und Jugendliche:
15 (15 – 20) mg/kg Körpergewicht
maximale Tagesdosis: 1600 mg
Kinder bis 12 Jahre:
(bei denen eine Kontrolle des Sehvermögens zuverlässig durchgeführt werden kann) 20 (15 – 25) mg/kg Körpergewicht
Jede Tuberkulose im Kindesalter sollte in enger Abstimmung mit erfahrenen Fachzentren versorgt werden.
Ihr behandelnder Arzt entscheidet über die für Sie richtige Dosis (Tablettenzahl) und Dauer der Anwendung.
Intermittierende Therapie bei Tuberkulose:
Es wird empfohlen, die Medikamente zur Therapie der Tuberkulose täglich über den gesamten Therapiezeitraum einzunehmen, da dieses Vorgehen eine maximale Therapiesicherheit garan- tiert.
Die intermittierende Therapie der Tuberkulose wird in Deutschland nicht empfohlen. Falls sich eine tägliche Medikamentengabe aus zwingenden Gründen nicht realisieren lässt, sollte die in- termittierende Therapie nur in der Kontinuitätsphase und nur bei HIV-negativen Patienten mit voll medikamentensensibler Tuberkulose und als überwachte Therapie erfolgen.
Erwachsene:
3x/Woche: 30 mg/kg Körpergewicht
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion richtet sich nach der vorhande- nen glomerulären Filtrationsrate (GFR in ml/min). Die Dosisanpassung wird durch Änderung des Dosierungsintervalls vorgenommen und gegebenenfalls mittels Serumspiegelbestimmungen kontrolliert. Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit von Serumspiegelbestimmungen ist jedoch bei Patienten mit einer schwerwiegenden Einschränkung der Nierenfunktion erforderlich.
| Dosierungsintervall | nach GFR | [ml/min] | ||
| Dosis [mg/kg KG] | 30 - 60 | 10 29 | GFR < 10 | Bemerkungen |
| 15 | 24 h | 48 h | 48 h* | Möglichst vermeiden. Okulares Risiko erhöht Tests |
* Serumspiegel-Bestimmungen durchführen: Ethambutol: Cmax = 2 – 6 mg/l 2 Stunden nach Einnahme (Spitzenspiegel) oder < 1,0 mg/l vor der nächsten Dosis (Talspiegel)
Ethambutol ist gut dialysierbar. Es erfolgt eine rasche Ausscheidung bei Hämodialyse (t1/2 = 2 Std.), eine mäßige Ausscheidung bei Peritonealdialyse (CAPD, t1/2 = 5 Std.). EMB-Fatol® sollte an Dialysetagen 4 - 6 Stunden vor der Dialyse oder unmittelbar nach der Dialyse eingenommen werden.
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
Nur bei schweren Leberstörungen treten erhöhte Ethambutol-Konzentrationen im Serum auf, sodass auch hier Serumspiegelbestimmungen erforderlich sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Die Tagesdosis wird in einer morgendlichen Einzelgabe auf nüchternen Magen zusammen mit den weiteren Kombinationsarzneimitteln eingenommen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung von Ethambutol gegen Tuberkulose richtet sich grundsätzlich nach dem jeweils verwendeten Therapieregime.
Bei Vorliegen einer Resistenz gegen einen der verwendeten Kombinationspartner der Stan- dardtherapie (z. B. Isoniazid oder Rifampicin) oder bei Vorliegen einer Multiresistenz (Resis- tenznachweis mindestens gegen Isoniazid und Rifampicin) wird Ethambutol bei gegebener Sen- sibilität über den gesamten Zeitraum des verlängerten und modifizierten Therapieregimes ein- gesetzt.
Wenn Sie eine größere Menge von EMB-Fatol® 100 mg eingenommen haben, als Sie soll- ten
Folgende Erscheinungen können auftreten: Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magen-Darm- Störungen, Fieber, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Halluzinationen und/oder Sehstö- rungen.
Zur Behandlung einer Überdosierung ist kein Gegenmittel bekannt. Die Elimination von EMB- Fatol® 100 mg aus dem Körper (durch Erbrechen oder Magenspülung) ist wegen der raschen Aufnahme nur einige Stunden nach der Einnahme möglich und sinnvoll. Eine Dialyse ist mög- lich.
Die Weiterbehandlung richtet sich nach den Symptomen. Zur Behandlung neurologischer Ne- benwirkungen bzw. Sehstörungen werden die Vitamine B1, B6 und B12, Kallikrein und Steroide empfohlen.
Wenn Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 100 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von EMB-Fatol® 100 mg abbrechen
Durch unregelmäßige Einnahme und/oder durch vorzeitige Beendigung der Behandlung können Tuberkuloseerreger widerstandsfähig (resistent) gegen das Arzneimittel werden. Dadurch ge- fährden Sie Heilungsaussichten und verschlechtern spätere Behandlungsmöglichkeiten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat EMB-FATOL 100 mg?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Häufigkeitsangaben zu den im Folgenden genannten Nebenwirkungen variieren in der zu- grunde liegenden gängigen Literatur erheblich. Aussagefähige Studien mit Angabe von ausrei- chenden Patientenpopulationen liegen nicht vor.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
| Sehr häufig (> 1/10) | Häufig (> 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100) | Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000) | Sehr selten K 1/10.000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
| Augenerkrankungen | |||||
| Dosisabhän- gige Entzündung des Sehnervs (Nervus opticus- Neuritis) mit Verlust der Rot-Grün- Unterschei- dung, Visusver- schlechterung, Zentralskotom bzw. Einschränkung der Gesichts- feldaußen- grenzen* | Irreversible Sehschäden (Blindheit) bei nicht rechtzeitiger Unterbrechung der Therapie | ||||
| Erkrankungen des | Nervensystems | ||||
| Taubheitsge- fühl / Sensibilitäts- störungen (v.a. in den Gliedmaßen), Kopfschmer- zen, Schwindel, Fingerzittern | |||||
| Psychiatrische | Erkrankungen | ||||
| Verwirrtheits- zustände, Desorientiert- heit, Wahnvor- stellungen | |||||
| Erkrankungen der | Nieren und Harnwege | ||||
| Toxische Auswirkungen auf die Nieren |
Erkrankungen des Nervensystems
Taubheitsge- fühl / Sensibilitäts- störungen (v.a. in den Gliedmaßen), Kopfschmer- zen, Schwindel, Fingerzittern
Psychiatrische Erkrankungen
Verwirrtheits- zustände, Desorientiert- heit, Wahnvor- stellungen
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Toxische Auswirkungen auf die Nieren
| Sehr häufig (> 1/10) | Häufig (> 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100) | Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000) | Sehr selten K 1/10.000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
| Stoffwechsel- und | Ernährungsstörungen | ||||
| Erhöhte Harnsäure- werte im Blut (insbesondere bei Gichtpatienten) | |||||
| Erkrankungen des | Immunsystems | ||||
| Allergische Reaktionen wie Hautausschlag (Exanthem), Juckreiz, Fieber und/oder Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie) | Schwere akute Überempfind- lichkeitsreak- tionen (anaphylak- tischer Schock) | Entzündliche Veränderung der Lunge (Pneumonitis) Abnahme bestimmter weißer Blutzellen, der neutrophilen Granulozyten (Neutropenie) mit einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie), schwere Hautreaktionen (Steven- Johnson- Syndrom) | |||
| Erkrankungen des | Gastrointestinaltrakts | ||||
| Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerz en (abdominale Beschwerden), Übelkeit | |||||
| Erkrankungen | der Haut und | des Unterhautzellgewebes | |||
| Juckreiz, Hautausschlag (Exantheme), Knötchenflech- te (Lichen) |
| Sehr häufig (> 1/10) | Häufig (> 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100) | Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000) | Sehr selten K 1/10.000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
| Leber- und | Gallenerkrankungen | ||||
| Störungen der Leberfunktion (Zunahme bestimmter Enzyme, der sog. Transamina- sen, Leberentzün- dung) | |||||
| Erkrankungen | des Blutes | und des | Lymphsystems | ||
| Abnahme weißer Blutzellen (Leukopenie) (im Rahmen allergischer Reaktionen) | Blutbildver- änderungen wie Abnahme der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyto- penie) | Abnahme bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie) mit einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie) (im Rahmen allergischer Reaktionen) | |||
| Erkrankungen | der Atemwege, des | Brustraums und | Mediastinums | ||
| Entzündliche Veränderung der Lunge (Pneumonitis) (im Rahmen allergischer Reaktionen) |
Störungen der Leberfunktion (Zunahme bestimmter Enzyme, der sog. Transamina- sen, Leberentzün- dung)*
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
| Sehr häufig (> 1/10) | Häufig (> 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100) | Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000) | Sehr selten K 1/10.000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
| Leber- und | Gallenerkrankungen | ||||
| Störungen der Leberfunktion (Zunahme bestimmter Enzyme, der sog. Transamina- sen, Leberentzün- dung) | |||||
| Erkrankungen | des Blutes | und des | Lymphsystems | ||
| Abnahme weißer Blutzellen (Leukopenie) (im Rahmen allergischer Reaktionen) | Blutbildver- änderungen wie Abnahme der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyto- penie) | Abnahme bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie) mit einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie) (im Rahmen allergischer Reaktionen) | |||
| Erkrankungen | der Atemwege, des | Brustraums und | Mediastinums | ||
| Entzündliche Veränderung der Lunge (Pneumonitis) (im Rahmen allergischer Reaktionen) |
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Entzündung des Sehnervs: Bei frühzeitigem Bemerken entsprechender Symptome sowie unver- züglichem Absetzen von EMB-Fatol ist die Symptomatik in der Regel reversibel.
Erhöhte Harnsäurewerte: Bei etwa 50 % der behandelten Patienten, insbesondere bei Gichtpa- tienten, werden erhöhte Harnsäurewerte im Blut gefunden. Es wird ein konkurrierender Mecha- nismus bei der Elimination der Harnsäure im Tubulusapparat angenommen. Dieser Befund kann bereits 24 Stunden nach einer einzigen Dosis oder auch erst nach 90 Tagen Therapie erstmals
auftreten und wird möglicherweise durch gleichzeitige Therapie mit Isoniazid und Pyridoxin be- günstigt. Im Zusammenhang mit 4-fach Kombinationstherapien (Rifampicin, Isoniazid, Pyra- zinamid und Ethambutol) sind auch Fälle von Arthralgien aufgetreten.
Störungen der Leberfunktion: Diese können besonders unter hohen Dosen von Ethambutol auf- treten.
Gegenmaßnahmen
Bei Auftreten schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen und/oder eines anaphylaktischen Schocks (akute, lebensbedrohliche allergische Allgemeinreaktion) ist die Behandlung mit EMB- Fatol® 100 mg sofort abzubrechen und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen müssen durch einen Arzt eingeleitet werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist EMB-FATOL 100 mg aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Blisterstreifen und der Faltschachtel nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht
sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 °C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu EMB-FATOL 100 mg
Was EMB-Fatol® 100 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Ethambutoldihydrochlorid.
1 Tablette enthält 100 mg Ethambutoldihydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Croscarmellose-Natrium, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Lactose-Monohydrat, Copovidon, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Macrogol 6000, Hoch- disperses Siliciumdioxid, Crospovidon, Povidon.
Wie EMB-Fatol® 100 mg aussieht und Inhalt der Packung
EMB-Fatol® 100 mg sind weiße, runde Tabletten mit der Prägung „100“ auf einer Seite.
EMB-Fatol® 100 mg ist in Packungen mit 50 und 100 Tabletten erhältlich.
Folgende Wirkstoffstärken stehen außerdem zur Verfügung: EMB-Fatol® 250 mg, Filmtabletten; EMB-Fatol® 400 mg, Filmtabletten und EMB-Fatol® 500 mg, Filmtabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
RIEMSER Pharma GmbH An der Wiek 7
17493 Greifswald - Insel Riems phone +49 30 338427-0
fax +49 38351 308 e-mail info@RIEMSER.com
Hersteller
SW Pharma GmbH
Robert-Koch-Straße 1
66578 Schiffweiler
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im April 2016.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


