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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Dolgit® 400 ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum, NSAR) Anwendungsgebiete von Dolgit® 400: Dolgit® 400 wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei: akuten Gelenkentzündungen (akute Arthritiden), einschließlich Gichtanfall chronischen Arthritiden, …

Wirkstoff(e)
Ibuprofen
Zulassungsinhaber
Dolorgiet GmbH & Co. KG
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
M01AE01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Dolgit 400 angewendet?

Dolgit® 400 ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum, NSAR)

Anwendungsgebiete von Dolgit® 400:

Dolgit® 400 wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei:

  • akuten Gelenkentzündungen (akute Arthritiden), einschließlich Gichtanfall
  • chronischen Arthritiden, insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis)
  • Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen
  • Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen)
  • entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen
  • schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen.

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Was ist vor der Einnahme von Dolgit 400 zu beachten?

Dolgit® 400 darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen Ibuprofen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Bronchospasmus, Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen, Hautreaktionen oder plötzlichen Schwellungen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern reagiert haben
  • bei ungeklärten Blutbildungsstörungen
  • bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm- Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen)
  • bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
  • bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen
  • bei schweren Leber-oder Nierenfunktionsstörungen
  • bei schwerer Herzinsuffizienz
  • bei schwerer Dehydratation (verursacht z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme)
  • im letzten Drittel der Schwangerschaft
  • von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren.

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Dolgit® 400 nur unter bestimmten Bedingungen (d. h. in größeren Abständen oder in verminderter Dosis und unter ärztlicher Kontrolle) mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Dolgit® 400 einnehmen.

Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird.

Infektionen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eine Infektion haben – siehe unten unter „Infektionen“.

Sicherheit im Magen-Darm-Trakt

Eine gleichzeitige Anwendung von Dolgit® 400 mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern, einschließlich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxigenase-2- Hemmern), sollte vermieden werden.

Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen):

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre oder Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte,

insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2 „Dolgit 400® darf nicht eingenommen werden“), und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm- Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schützenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.

Wenn Sie eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, insbesondere in höherem Alter, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z. B. orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Arzneimittel wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung der Depression angewendet werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Dolgit® 400 zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn es bei Ihnen unter Dolgit® 400 zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4, Nebenwirkungen).

Wirkungen am Herz-Kreislauf-System

Entzündungshemmende Arzneimittel/Schmerzmittel wie Ibuprofen können mit einem geringfügig erhöhten Risiko für einen Herzanfall oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere bei Anwendung in hohen Dosen. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.

Sie sollten Ihre Behandlung vor der Einnahme von Dolgit® 400 mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen, wenn Sie

  • eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Angina (Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Füßen aufgrund verengter oder verschlossener Arterien) oder jegliche Art von Schlaganfall (einschließlich Mini-Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke, „TIA“) hatten.
  • Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel haben oder Herzerkrankungen oder Schlaganfälle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind.

Bei der Anwendung von Ibuprofen wurde über Anzeichen einer allergischen Reaktion, einschließlich Atemprobleme, Schwellung des Gesichts und Halsbereichs (Angioödem) und Schmerzen im Brustkorb berichtet. Nehmen Sie Dolgit® 400 nicht weiter ein und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.

Hautreaktionen

Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Ibuprofen wurde über schwere Hautreaktionen, einschließlich exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), berichtet. Wenden Sie Dolgit® 400 nicht weiter an und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines der Symptome dieser schweren Hautreaktionen bemerken, die in Abschnitt 4 beschrieben werden

Während einer Windpockeninfektion (Varizellen–Infektion) sollte eine Anwendung von Dolgit® 400 vermieden werden.

Infektionen

Dolgit® 400 können Anzeichen von Infektionen wie Fieber und Schmerzen verdecken. Daher ist es möglich, dass sich durch Dolgit® 400 eine angemessene Behandlung der Infektion verzögert, was zu einem erhöhten Risiko für Komplikationen führen kann. Dies wurde bei bakterieller Pneumonie und bakteriellen Hautinfektionen im Zusammenhang mit Windpocken beobachtet. Wenn Sie dieses Arzneimittel während einer Infektion einnehmen und Ihre Infektionssymptome anhalten oder sich verschlimmern, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt.

Sonstige Hinweise

Dolgit® 400 sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden:

  • bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (z. B. akute intermittierende Porphyrie)
  • bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose).

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:

  • bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • bei Dehydratation
  • direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen
  • bei Allergien (z. B. Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme/Anwendung von Dolgit® 400 muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Ibuprofen, der Wirkstoff von Dolgit® 400, kann vorübergehend die Blutplättchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.

Bei länger dauernder Anwendung von Dolgit® 400 ist eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Bei Einnahme von Dolgit® 400 vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.

Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Dolgit® 400 häufig unter Kopfschmerzen leiden!

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Kinder und Jugendliche

Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Kindern und Jugendlichen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen Dolgit® 400 nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist. Für diese Altersgruppe stehen andere Ibuprofen-Zubereitungen mit geringerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung (siehe unter Abschnitt 2, Dolgit® 400 darf nicht eingenommen werden).

Eine Anwendung von Ibuprofen, dem Wirkstoff von Dolgit® 400, bei Kindern unter 6 Jahren wird nicht empfohlen, da hierfür keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Einnahme von Dolgit® 400 zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Dolgit® 400 kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel:

  • Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die Blutgerinnung verhindern, z. B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin).
  • Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z. B. Captopril, Betablocker wie z. B. Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie z. B. Losartan).

Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Dolgit® 400 ebenfalls beeinträchtigen oder durch eine solche selbst beeinträchtigt werden. Sie sollten daher vor der Anwendung von Dolgit® 400 zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen.

Die gleichzeitige Anwendung von Dolgit® 400 und Digoxin (Mittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum- Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Dolgit® 400 kann die Wirkung von entwässernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertensiva) abschwächen.

Dolgit® 400 kann die Wirkung von ACE-Hemmern (Mittel zur Behandlung von Herzschwäche und Bluthochdruck) abschwächen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein.

Die gleichzeitige Gabe von Dolgit® 400 und kaliumsparenden Entwässerungsmitteln (bestimmte Diuretika) kann zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut führen.

Die gleichzeitige Anwendung von Dolgit® 400 mit anderen entzündungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika oder mit Glukokortikoiden erhöht das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen.

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer/SSRI) können das Risiko für Magen-Darm- Blutungen erhöhen.

Die Gabe von Dolgit® 400 innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner unerwünschten Wirkungen führen.

Das Risiko einer nierenschädigenden Wirkung durch Ciclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) wird durch die gleichzeitige Gabe bestimmter nichtsteroidaler Antiphlogistika erhöht. Dieser Effekt kann auch für eine Kombination von Ciclosporin mit Ibuprofen nicht ausgeschlossen werden.

Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon (Mittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung von Ibuprofen verzögern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Ibuprofen im Körper mit Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.

NSAR können möglicherweise die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Warfarin verstärken. Bei gleichzeitiger Behandlung wird eine Kontrolle des Gerinnungsstatus empfohlen.

Klinische Untersuchungen haben Wechselwirkungen zwischen nichtsteroidalen Antiphlogistika und Sulfonylharnstoffen (Mittel zur Senkung des Blutzuckers) gezeigt. Bei gleichzeitiger Anwendung von Dolgit® 400 und Sulfonylharnstoffen, wird vorsichtshalber eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.

Tacrolimus: Das Risiko der Nephrotoxizität (nierenschädigende Wirkung) ist erhöht, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig verabreicht werden.

Zidovudin: Es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Hämarthrosen (Einblutungen in Gelenke) und Hämatome (Blutergüsse) bei HIV-positiven Hämophilie-Patienten („Bluter“), die gleichzeitig Zidovudin und Ibuprofen einnehmen.

Antibiotika aus der Gruppe der Chinolone: Das Risiko für Krampfanfälle kann erhöht sein, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden.

CYP2C9-Hemmer, da die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und CYP2C9-Hemmern die Exposition gegenüber Ibuprofen (CYP2C9-Substrat) erhöhen kann. In einer Studie mit Voriconazol und Fluconazol (CYP2C9-Hemmern) wurde eine um etwa 80 - 100% erhöhte Exposition gegenüber S(+)-Ibuprofen gezeigt. Eine Reduktion der Ibuprofendosis sollte in Betracht gezogen werden, wenn gleichzeitig potente CYP2C9-Hemmer angewendet werden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen zusammen mit entweder Voriconazol oder Fluconazol verabreicht werden.

Ginkgo biloba (ein pflanzliches Arzneimittel) kann das Blutungsrisiko von NSAR erhöhen.

Einnahme von Dolgit® 400 zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Weil wirkstoffbedingte Nebenwirkungen, insbesondere zentralnervöse Nebenwirkungen und Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt, verstärkt werden können, sollten Sie während der Anwendung von Dolgit® 400 möglichst keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wird während der Anwendung von Dolgit® 400 eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Ibuprofen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Nehmen Sie Dolgit® 400 nicht ein, wenn Sie sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen könnte. Es kann Nieren-und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kann Ihre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu führen, dass der Geburtsvorgang später einsetzt oder länger andauert als erwartet. Sie sollten Ibuprofen während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie während dieses Zeitraums behandelt werden müssen oder während Sie versuchen schwanger zu werden, sollte die Dosierung so niedrig wie möglich und über einen so kurzen Zeitraum wie möglich erfolgen. Wenn Sie Ibuprofen ab der 20. Schwangerschaftswoche für mehr als ein paar Tage einnehmen, kann dies bei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einer verringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, führen kann (Oligohydramnion) oder es kann

zur Verengung eines Blutgefäßes (Ductus arteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie länger als ein paar Tage behandelt werden müssen, kann Ihr Arzt eine zusätzliche Überwachung empfehlen.

Stillzeit

Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Wird eine längere Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen verordnet, sollte jedoch ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden.

Fortpflanzungsfähigkeit

Ibuprofen kann es erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Anwendung von Dolgit® 400 in höherer Dosierung zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Dolgit® 400 enthält Saccharose

Bitte nehmen Sie Dolgit® 400 erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird Dolgit 400 angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen:

Ibuprofen wird in Abhängigkeit vom Alter bzw. Körpergewicht dosiert.

Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren liegt zwischen 1 200 und 2 400 mg Ibuprofen pro Tag. Die maximale Einzeldosis für Erwachsene sollte höchstens 800 mg Ibuprofen betragen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Alter: Einzeldosis: Tabletten Dolgit® Tagesgesamtdosis Tabletten  
  Dolgit® 400  
Jugendliche ab 15 Jahren 1 - 2 (entsprechend 400 - 800 3 – 6 (entsprechend 1 200 – 2
und Erwachsene mg Ibuprofen) 400 mg Ibuprofen)

Die niedrigste wirkungsvolle Dosis sollte für die kürzeste Dauer, die zur Linderung der Symptome erforderlich ist, angewendet werden. Wenn Sie eine Infektion haben, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt, falls die Symptome (z. B. Fieber und Schmerzen) anhalten oder sich verschlimmern (siehe Abschnitt 2).

Art und Dauer der Anwendung

Wenden Sie Dolgit® 400 immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind!

Nehmen Sie Dolgit® 400 unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit und nicht auf nüchternen Magen ein. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, Dolgit® 400 während der Mahlzeiten einzunehmen.

Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Einnahme von Dolgit® 400 über einen längeren Zeitraum erforderlich sein. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Dolgit® 400 eingenommen haben als Sie sollten

Nehmen Sie Dolgit® 400 nach den Anweisungen des Arztes bzw. nach der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Falls Sie mehr Dolgit® 400 eingenommen haben, als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das Arzneimittel eingenommen haben, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer Nähe, um eine Einschätzung des Risikos und Rat zur weiteren Behandlung zu bekommen.

Die Symptome einer Überdosierung können Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise auch mit Blut), Magen-Darm-Blutungen, Durchfall, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Verwirrung und Augenzittern umfassen. Außerdem können Erregung, Schläfrigkeit, Desorientierung oder Koma auftreten. Gelegentlich entwickeln Patienten Krämpfe. Bei hohen Dosen wurde über Schläfrigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Ohnmacht, Krämpfe (vor allem bei Kindern), Schwäche und Schwindelgefühle, Blut im Urin, niedrige Kaliumspiegel im Blut, Frierenund Atemprobleme berichtet. Außerdem kann die Prothrombinzeit/INR, wahrscheinlich wegen der Wechselwirkung mit zirkulierenden Gerinnungsfaktoren, verlängert sein. Es kann zu akutem Nierenversagen und Leberschäden kommen. Bei Asthmatikern ist eine Verschlimmerung von Asthma möglich. Darüber hinaus kann es zu niedrigem Blutdruck, verminderter Atmung und blau-rote Verfärbung der Haut und Schleimhäute (Zyanose) kommen.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).

Wenn Sie die Einnahme von Dolgit® 400 vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Welche Nebenwirkungen hat Dolgit 400?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sollten Sie die folgenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt, der dann festlegt, wie weiter zu verfahren ist.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten (siehe Abschnitt 2). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung (ulcerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger häufig wurde Magenschleimhautentzündung beobachtet. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen- Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Arzneimittel wie Dolgit® 400 sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden.

Brechen Sie die Anwendung dieses Arzneimittels ab und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:

Häufigkeitsangabe: Nebenwirkung: Systemorganklasse:
Häufig : Anzeichen von Magen-Darm-Blutungen Magen-Darm-Trakt
  wie stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut  
  im Stuhl und/oder Schwarzfärbung des  
  Stuhls (Teerstuhl), Bluterbrechen oder  
  Erbrochenes, das aussieht wie Kaffeesatz.  
Sehr selten : Anzeichen von schweren allergischen Immunsystem
  Reaktionen wie Schwellungen des Gesichts,  
  der Zunge oder des inneren Kehlkopfes mit  
  Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen,  
  Blutdruckabfall bis hin zum  
  lebensbedrohlichen Schock. Dies kann selbst  
  bei der ersten Anwendung dieses  
  Arzneimittels vorkommen.  
Sehr selten Rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige Haut und
  oder kreisförmige Flecken auf dem Rumpf, Unterhautgewebe
  oft mit Blasenbildung in der Mitte, Abschälen  
  der Haut, Geschwüre im Bereich von Mund,  
  Rachen, Nase, Genitalien und Augen. Vor  
  diesen schweren Hautausschlägen können  
  Fieber und grippeähnliche Symptome  
  auftreten [exfoliative Dermatitis, Erythema  
  multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom,  
  toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-  
  Syndrom].  
Häufigkeit nicht Großflächiger Ausschlag, hohe Haut und
bekannt: Körpertemperatur und vergrößerte Unterhautgewebe
  Lymphknoten und eine Zunahme von  
  Eosinophilen (eine Form der weißen  
  Blutkörperchen) (DRESS-Syndrom).  
 
Häufigkeit nicht Schwere Hautreaktionen wie roter, Haut und des
bekannt: schuppiger, großflächiger Ausschlag mit Unterhautgewebe
  Knoten unter der Haut und Blasen, die sich in  
  erster Linie auf den Hautfalten, dem Rumpf  
  und den oberen Extremitäten befinden,  
  begleitet von Fieber. Die Symptome treten in  
  der Regel zu Beginn der Behandlung auf  
  (akute generalisierte exanthematische  
  Pustulose).  

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und berücksichtigen Sie auch untenstehende Hinweise, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:

Häufigkeitsangabe: Nebenwirkung:   Systemorganklasse:
Sehr häufig : Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen,   Magen-Darm-Trakt
  Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,    
  Blähungen, Durchfall, Verstopfung und    
  geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in    
  Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie)    
  verursachen können.    
Häufig : Zentralnervöse Störungen wie   Nervensystem
  Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit,    
  Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.    
Häufig : Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre   Magen-Darm-Trakt
  (peptische Ulzera), unter Umständen mit    
  Blutung und Durchbruch. Ulzerative    
  Stomatitis, Verstärkung einer Colitis oder    
  eines Morbus Crohn,    
Gelegentlich : Überempfindlichkeitsreaktionen mit   Immunsystem
  Hautausschlägen und Hautjucken sowie    
  Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall). In    
  diesem Fall ist umgehend der Arzt zu    
  informieren, und Dolgit® 400 darf nicht mehr    
  eingenommen werden.    
Gelegentlich : Sehstörungen. In diesem Fall müssen Sie die   Augen
  Anwendung von Ibuprofen abbrechen und    
  Ihren Arzt informieren.    
Gelegentlich : Magenschleimhautentzündung (Gastritis).   Magen-Darm-Trakt
Gelegentlich : Vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe   Nieren- und
  mit Ausbildung von Ödemen, insbesondere   Harnwege
  bei Patienten mit Bluthochdruck oder    
  eingeschränkter Nierenfunktion;    
  nephrotisches Syndrom (Wasseransammlung    
  im Körper (Ödeme) und starke    
  Eiweißausscheidung im Harn); entzündliche    
  Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die    
  mit einer akuten Nierenfunktionsstörung    
  einhergehen kann.    
  Verminderung der Harnausscheidung,    
  Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme)    
  sowie allgemeines Unwohlsein können    
  Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum    
  Nierenversagen sein. Sollten die genannten    
  Symptome auftreten oder sich verschlimmern,    
  so müssen Sie Dolgit® 400 absetzen und    
  sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.    
   
Häufigkeitsangabe: Nebenwirkung:   Systemorganklasse:
Selten : Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverluste.   Ohr und des
      Labyrinths
Sehr selten : Im zeitlichen Zusammenhang mit der   Infektion und
  Anwendung bestimmter   parasitäre
  entzündungshemmender Arzneimittel   Erkrankung
  (nichtsteroidaler Antiphlogistika; zu diesen    
  gehört auch Dolgit® 400) ist eine    
  Verschlechterung infektionsbedingter    
  Entzündungen (z. B. Entwicklung einer    
  nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben    
  worden.    
  Wenn während der Anwendung von Dolgit®    
  400 Anzeichen einer Infektion (z. B. Rötung,    
  Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber)    
  neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte    
  daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen    
  werden.    
Sehr selten : Unter der Anwendung von Ibuprofen wurde   Infektion und
  die Symptomatik einer nicht auf einer   parasitäre
  Infektion beruhenden Hirnhautentzündung   Erkrankung
  (aseptischen Meningitis) wie starke    
  Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber,    
  Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung    
  beobachtet. Ein erhöhtes Risiko scheint für    
  Patienten zu bestehen, die bereits an    
  bestimmten Autoimmunerkrankungen    
  (systemischer Lupus erythematodes,    
  Mischkollagenose) leiden.    
Sehr selten : Störungen der Blutbildung (Anämie,   Blut und
  Leukopenie, Thrombozytopenie,   Lymphsystem
  Panzytopenie, Agranulozytose). Erste    
  Anzeichen können sein: Fieber,    
  Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im    
  Mund, grippeartige Beschwerden, starke    
  Abgeschlagenheit, Nasenbluten und    
  Hautblutungen.    
  In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort    
  abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.    
  Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder    
  fiebersenkenden Arzneimitteln sollte    
  unterbleiben.    
  Bei Langeittherapie sollte das Blutbild    
  regelmäßig kontrolliert werden.    
Sehr selten : Schwere allgemeine   Immunsystem
  Überempfindlichkeitsreaktionen.    
Sehr selten : Psychotische Reaktionen, Depression.   Psychiatrische
      Erkrankung
Sehr selten : Herzklopfen (Palpitationen), Ödeme   Herzerkrankung
  (Flüssigkeitseinlagerungen),    
  Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz),    
  Herzinfarkt.    
Nicht bekannt : Schmerzen im Brustkorb, die ein Anzeichen   Herzerkrankung
  für eine möglicherweise schwere allergische    
   
Häufigkeitsangabe: Nebenwirkung: Systemorganklasse:
  Reaktion sein können, die Kounis Syndrom  
  genannt wird.  
Sehr selten : Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Gefäßerkrankung
Sehr selten : Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) Magen-Darm-Trakt
  und der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).  
Sehr selten : Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, Leber- und
  insbesondere bei der Langzeittherapie, Gallenerkrankung
  Leberversagen, akute Leberentzündung  
  (Hepatitis).  
  Bei länger dauernder Gabe sollten die  
  Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.  
Sehr selten : Haarausfall (Alopezie). Haut und des
    Unterhautgewebe
Sehr selten : Nierengewebsschädigungen Nieren- und
  (Papillennekrosen), erhöhte Harnwege
  Harnsäurekonzentration im Blut  
Sehr selten : Ausbildung von membranartigen Magen-Darm-Trakt
  Verengungen in Dünn- und Dickdarm  
  (intestinale, diaphragmaartige Strikturen).  
     
Nicht bekannt : Die Haut wird lichtempfindlich. Haut und des
    Unterhautgewebe
In Ausnahmefällen In Ausnahmefällen kann es zu einem Infektion und
  Auftreten von schweren Hautinfektionen und parasitäre
  Weichteilkomplikationen während einer Erkrankung
  Windpockenerkrankung (Varizelleninfektion)  
  kommen (siehe auch unter „Sehr  
  selten“ bezüglich „Verschlechterung  
  infektionsbedingter Entzündungen“).  

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Dolgit 400 aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel nach <Verwendbar bis> angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung

Weitere Informationen zu Dolgit 400

Was Dolgit® 400 enthält:

Der Wirkstoff ist: Ibuprofen

1 überzogene Tablette enthält 400 mg Ibuprofen

Die sonstigen Bestandteile sind: Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551), Maisstärke, Copovidon (E 1208), mikrokristalline Cellulose (E 460), Alginsäure (E 400), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (E 470a), Sucrose, Talkum (E 553b), Carnaubawachs (E 903), Povidon (E 1201), Carmellose-Natrium (E 468), Farbstoff: Titandioxid (E 171), gelbe Drucktinte (Schellack (E 904), Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172)).

Wie Dolgit® 400 aussieht und Inhalt der Packung:

Dolgit® 400 sind weiße, runde, bikonvexe überzogene Tabletten mit Aufdruck 400 auf einer Seite. Dolgit® 400 ist in Packungen mit 20 überzogenen Tabletten, Packungen mit 50 überzogenen Tabletten, Packungen mit 100 überzogenen Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

DOLORGIET GmbH & Co. KG Otto-von-Guericke-Strasse 1 53757 Sankt Augustin Telefon:02241/317-0

Telefax: 02241/317 390 E-Mail: info@dolorgiet.de

Weitere Informationsquellen

Die vorliegende gedruckte Gebrauchsinformation enthält die für die Sicherheit des Arzneimittels relevanten Informationen. Gebrauchsinformationen von Arzneimitteln werden fortlaufend überarbeitet und an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst. Daher wird im Auftrag und in eigener Verantwortung unseres Unternehmens zusätzlich eine aktuelle digitale Version dieser Gebrauchsinformation unter https://www.patienteninfo-service.de von der Roten Liste Service GmbH bereitgestellt und kann abgerufen werden.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2025.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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