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Medikamente

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln Anwendungsgebiete Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie z. B.

Wirkstoff(e)
Dabigatranetexilat
Zulassungsinhaber
Towa Pharmaceutical Europe S.L.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
B01AE07

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln angewendet?

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln

Anwendungsgebiete

Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie z. B. vorausgegangener Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA), Alter ≥ 75 Jahre, Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse ≥ II), Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie.

Behandlung tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen.

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Was ist vor der Einnahme von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln zu beachten?

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Blutungsrisiko

Dabigatranetexilat ist bei erhöhtem Blutungsrisiko sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche die Hämostase durch Hemmung der Thrombozytenaggregation beeinträchtigen, mit Vorsicht anzuwenden. Blutungen können während der Behandlung mit Dabigatranetexilat an allen Körperstellen auftreten. Bei unerklärlichem Abfall des Hämoglobin- und/oder Hämatokrit-Wertes oder unklarem Blutdruckabfall sollte nach einer Blutungsstelle gesucht werden.

Wenn inSituationen mit lebensbedrohlichen oder nicht beherrschbaren Blutungen, die eine rasche Aufhebung der antikoagulatorischen Wirkung von Dabigatran erfordern, steht ein spezifisches Gegenmittel (Praxbind, Idarucizumab) zur Verfügung (siehe Abschnitt 4.9).

In klinischen Studien war Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe mit einer höheren Rate an schweren gastrointestinalen Blutungen assoziiert. Ein erhöhtes Risiko trat bei älteren Patienten ≥ 75 Jahre bei 150 mg zweimal täglicher Dosierung auf. Weitere Risikofaktoren (siehe auch Tabelle 3) waren die gleichzeitige Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern, wie Clopidogrel und Acetylsalicylsäure oder nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), sowie eine Ösophagitis, Gastritis oder gastroösophageale Reflux-Erkrankung.

Risikofaktoren

Tabelle 3 enthält eine Übersicht über Faktoren, die das Blutungsrisiko erhöhen können.

Tabelle 3: Faktoren, die das Blutungsrisiko erhöhen können.

Pharmakodynamische und Alter ≥ 75 Jahre
pharmakokinetische Faktoren    
Faktoren, die den Dabigatran- Erhebliche Risikofaktoren:
Plasmaspiegel erhöhen   Mäßig beeinträchtigte
    Nierenfunktion (CrCl 30-50 ml/min)
  Starke F-Glykoproteinhemmer (siehe
    Abschnitte 4.3 und 4.5)
    Gleichzeitige Behandlung mit leichten bis
    mäßigen F-Glykoproteinhemmern (z. B.
    Amiodaron, Verapamil, Chinidin und
    Ticagrelor; siehe Abschnitt 4.5)

Geringfügige Risikofaktoren:

      Niedriges Körpergewicht (< 50 kg)
Pharmakodynamische   Acetylsalicylsäure und andere
Wechselwirkungen (siehe   Thrombozytenaggregationshemmer wie
Abschnitt 4.5)   Clopidogrel
  NSARs  
    SSRIs oder SNRIs
    Arzneimittel, welche die
    Hämostase beeinträchtigen
    können  
Erkrankungen/Eingriffe mit   Angeborene oder erworbene
besonderem Blutungsrisiko   Gerinnungsstörungen
  • Thrombozytopenie oder funktionelle Thrombozytendefekte
  • Kürzlich durchgeführte Biopsie oder kürzlich aufgetretenes schweres Trauma
  • Bakterielle Endokarditis
  • Ösophagitis, Gastritis oder gastroösophageale Refluxkrankheit

Für Patienten mit einem Körpergewicht < 50 kg liegen begrenzte Daten vor (siehe Abschnitt 5.2).

Vorsichtsmaßnahmen und Management des Blutungsrisikos

Zum Management von Blutungskomplikationen siehe auch Abschnitt 4.9.

Nutzen-Risiko-Bewertung

Läsionen, klinische Situationen, Eingriffe und/oder pharmakologische Behandlungen (wie NSARs, Thrombozytenaggregationshemmer, SSRIs und SNRIs, siehe Abschnitt 4.5), welche das Risiko einer schweren Blutung signifikant erhöhen, erfordern eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abschätzung. Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte nur gegeben werden, wenn der Nutzen das Blutungsrisiko überwiegt.

Engmaschige klinische Überwachung

Eine engmaschige Überwachung auf Anzeichen für eine Blutung oder Anämie wird über den gesamten Behandlungszeitraum hinweg empfohlen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren zusammen vorliegen (siehe Tabelle 3 weiter oben). Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zusammen mit Verapamil, Amiodaron, Chinidin oder Clarithromycin (F-Glykoproteinhemmern) angewendet wird und insbesondere beim Auftreten von Blutungen, speziell bei Patienten mit leicht bis mäßig beeinträchtigter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.5).

Eine engmaschige Überwachung auf Anzeichen für eine Blutung wird bei Patienten empfohlen, die gleichzeitig mit NSARs behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Absetzen von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe

Bei akutem Nierenversagen muss Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe abgesetzt werden (siehe auch Abschnitt 4.3).

Beim Auftreten schwerer Blutungen ist die Behandlung abzusetzen und die Blutungsquelle zu ermitteln. Die Anwendung des spezifischen Antidots Praxbind (Idarucizumab) kann erwogen werden (siehe Abschnitt 4.9, Management von Blutungskomplikationen).

Dosisreduzierung

Eine Dosisreduzierung gemäß den Angaben in Abschnitt 4.2 sollte erwogen werden bzw. Wird empfohlen.

Anwendung von Protonenpumpen-Hemmern

Die Anwendung eines Protonenpumpen-Hemmers (PPI) zur Prävention gastrointestinaler Blutungen kann erwogen werden.

Gerinnungswerte

Obwohl die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe im Allgemeinen keine routinemäßige Überwachung der Gerinnungshemmung erfordert, kann die Messung der Gerinnungshemmung in Verbindung mit Dabigatran sinnvoll sein, um eine übermäßig hohe Exposition gegenüber Dabigatran bei Vorliegen von zusätzlichen Risikofaktoren festzustellen.

Eine quantitative Bestimmung der Thrombinzeit in verdünnten Plasmaproben (dTT), der Ecarinclotting-Zeit (ECT) und der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) kann hilfreiche Informationen liefern, die gemessenen Werte sollten jedoch aufgrund der Variabilität zwischen den einzelnen Tests mit Vorsicht interpretiert werden (siehe Abschnitt 5.1). Bei Patienten, die Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe erhalten, ist die Messung des International-Normalised-Ratio-(INR-)Wertes unzuverlässig und es liegen Berichte von falsch positiv erhöhten INR-Werten vor. INR-Werte sollten deshalb nicht gemessen werden.

In Tabelle 4 sind die im Talspiegel gemessenen Grenzwerte der Gerinnungstests aufgeführt, die mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert sein können (siehe Abschnitt 5.1).

Tabelle 4: Im Talspiegel gemessene Grenzwerte der Gerinnungstests, die
  mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert sein kann
     
Test (Talspiegelwert)   Indikation
    SPAF und TVT/F
dTT [ng/ml]   > 200
ECT [x-faches des oberen Normwerts] > 3
aPTT [x-faches des oberen Normwerts] > 2
INR   Sollte nicht gemessen werden

Gebrauch von Fibrinolytika zur Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls

Der Gebrauch von Fibrinolytika zur Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls kann bei Patienten, die vor Beginn der Behandlung eine quantitative Bestimmung der Thrombinzeit in verdünnten Plasmaproben, Ecarin-clotting-Zeit oder aPTT unter dem oberen Grenzwert des Normbereichs (ULN) bezogen auf die jeweiligen laborspezifischen Normwerte aufweisen, in Erwägung gezogen werden.

Chirurgische und medizinische Eingriffe

Für Patienten, die mit Dabigatranetexilat behandelt werden und bei denen ein chirurgischer oder invasiver Eingriff durchgeführt wird, weisen ein erhöhtes Blutungsrisiko auf. Daher kann bei chirurgischen Eingriffen ein vorübergehendes Absetzen von Dabigatranetexilat erforderlich sein.

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kann bei Patienten im Rahmen einer Kardioversion weiter angewendet werden. Bei Patienten, die sich einer Katheterablation von Vorhofflimmern unterziehen, muss die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe (150 mg zweimal täglich) nicht unterbrochen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei vorübergehendem Absetzen der Behandlung wegen medizinischer Eingriffe ist Vorsicht geboten, eine Überwachung der Gerinnungshemmung ist sicherzustellen. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann die Dabigatran-Clearance verlängert sein (siehe

Abschnitt 5.2). Dies sollte vor der Durchführung von Eingriffen berücksichtigt werden. In diesen Fällen kann mit einem Blutgerinnungstest (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1) festgestellt werden, ob die Hämostase noch beeinträchtigt ist.

Notfalloperationen oder dringende Eingriffe

Die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte vorübergehend unterbrochen werden. Wenn eine rasche Aufhebung der antikoagulatorischen Wirkung erforderlich ist, steht ein spezifisches Antidot (Praxbind, Idarucizumab) für Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zur Verfügung.

Durch die Aufhebung der Dabigatran-Therapie werden die Patienten dem thrombotischen Risiko ihrer Grunderkrankung ausgesetzt. Die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kann 24 Stunden nach Anwendung von Praxbind (Idarucizumab) wieder aufgenommen werden, wenn der Patient klinisch stabil ist und eine ausreichende Hämostase erzielt wurde.

Subakute chirurgische Eingriffe/Operationen

Die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte vorübergehend unterbrochen werden. Ein Eingriff sollte, wenn möglich, frühestens 12 Stunden nach der letzten Dosis erfolgen. Wenn der Eingriff nicht verschoben werden kann, kann ein erhöhtes Blutungsrisiko bestehen. Das Blutungsrisiko und die Dringlichkeit des Eingriffs sollten gegeneinander abgewogen werden.

Elektive Operationen

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte, wenn möglich, mindestens 24 Stunden vor einem invasiven oder chirurgischen Eingriff abgesetzt werden. Bei Patienten mit einem höheren Blutungsrisiko oder bei größeren Eingriffen, bei denen eine komplette Blutstillung erforderlich ist, kann es notwendig sein, die Anwendung von Pradaxa 2-4 Tage vor dem Eingriff zu beenden.

In Tabelle 5 fasst die Regeln zum Absetzen vor invasiven oder chirurgischen Eingriffen zusammen.

Tabelle 5: Regeln zum Absetzen vor invasiven oder chirurgischen
  Eingriffen    
Nierenfunktion Geschätzte Zeitpunkt für das Absetzen von Dabigatran vor einem
(CrCl in Halbwertzeit elektiven Eingriff  
ml/min) (Stunden) Hohes Blutungsrisiko oder Standardrisiko
    größerer Eingriff  
≥ 80 ca. 13 2 Tage vorher 24 Stunden vorher
≥ 50 bis < 80 ca. 15 2 bis 3 Tage vorher 1 bis 2 Tage vorher
≥ 30 bis < 50 ca. 18 4 Tage vorher 2 bis 3 Tage vorher
      (> 48 Stunden)
Spinalanästhesie/Epiduralanästhesie/Lumbalpunktion  

Bei Eingriffen wie Spinalanästhesie kann eine voll funktionierende Hämostase notwendig sein.

Das Risiko von Spinal- oder Epiduralhämatomen kann bei traumatischer oder wiederholter Punktion und bei längerem Einsatz von Epiduralkathetern erhöht sein. Nach dem Entfernen eines Katheters sollte bis zur Einnahme der ersten Dosis von

Dabigatranetexilat ein Intervall von mindestens 2 Stunden eingehalten werden. Bei diesen Patienten sind häufige Kontrollen auf neurologische Zeichen und Symptome von Spinal- oder Epiduralhämatomen erforderlich.

Postoperative Phase

Die Fortsetzung/Aufnahme der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte nach dem invasiven oder chirurgischen Eingriff so bald wie möglich erfolgen, vorausgesetzt, dass die klinische Situation dies erlaubt und eine ausreichende Hämostase wieder hergestellt wurde.

Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko oder Patienten mit dem Risiko einer übermäßigen Exposition, insbesondere Patienten mit mittelgradiger Nierenfunktionseinschränkung (CrCl 30–50 ml/min), sollten mit Vorsicht behandelt werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Patienten mit einem hohen operativen Mortalitätsrisiko und mit spezifischen Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse

Bei diesen Patienten liegen begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit für Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe vor. Sie sollten daher mit Vorsicht behandelt werden.

Beeinträchtigte Leberfunktion

Patienten mit Erhöhung der Leberenzym-Werte über das 2fache des oberen Grenzwertes des Normbereichs waren von den Hauptstudien ausgeschlossen. Bei dieser Patientengruppe gibt es keine Therapieerfahrungen. Die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe bei dieser Patientengruppe wird daher nicht empfohlen. Eine Beeinträchtigung der Leberfunktion oder Lebererkrankungen, die einen Einfluss auf das Überleben haben, sind Kontraindikationen (siehe Abschnitt 4.3).

Wechselwirkungen mit F-Glykoproteininduktoren

Bei gleichzeitiger Anwendung von F-Glykoproteininduktoren ist ein verringerter Dabigatran-Plasmaspiegel zu erwarten. Die gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden (siehe Abschnitte 4.5 und 5.2).

Patienten mit einem Antiphospholipid-Syndrom

Direkt wirkende orale Antikoagulanzien, einschließlich Dabigatranetexilat, werden nicht für Patienten mit einer Thrombose in der Krankheitsgeschichte, bei denen ein Antiphospholipid-Syndrom diagnostiziert wurde, empfohlen. Insbesondere bei dreifach positiven Patienten (für Lupus-Antikoagulans, Anticardiolipin-Antikörper und Anti-Beta- 2-Glykoprotein I-Antikörper) könnte eine Behandlung mit direkt wirkenden oralen Antikoagulanzien im Vergleich mit einer Vitamin-KAntagonisten-Therapie mit einer erhöhten Rate rezidivierender thrombotischer Ereignisse verbunden sein.

Myokardinfarkt (MI)

In der Phase-III-Studie RE-LY (siehe Abschnitt 5.1) betrug die Gesamtrate von Myokardinfarkten pro Jahr 0,82 % für 110 mg Dabigatranetexilat zweimal täglich und 0,81 % für 150 mg Dabigatranetexilat zweimal täglich bzw. 0,64 % für Warfarin. Dies entspricht einem Anstieg des relativen Risikos für Dabigatran von 29 % bzw. 27 % gegenüber Warfarin. Unabhängig von der Behandlung war das höchste absolute Myokardinfarktrisiko bei den folgenden Patientengruppen mit ähnlichem relativen Risiko zu beobachten: Patienten nach vorausgegangenem Myokardinfarkt, Patienten ≥ 65 Jahre mit Diabetes oder koronarer Herzerkrankung, Patienten mit einer linksventrikulären

Ejektionsfraktion < 40 % sowie Patienten mit mittelgradiger Nierenfunktionseinschränkung. Des Weiteren wurde bei Patienten, die gleichzeitig Acetylsalicylsäure und Clopidogrel oder Clopidogrel allein einnahmen, ein erhöhtes Myokardinfarkt-Risiko festgestellt.

In den drei aktiv kontrollierten Phase-III-Studien zu TVT/LE wurde bei Patienten unter Dabigatranetexilat eine höhere Myokardinfarktrate beobachtet als bei Patienten, die Warfarin erhielten: 0,4 % versus 0,2 % in den Kurzzeitstudien RE-COVER und RE- COVER II und 0,8 % versus 0,1 % in der Langzeitstudie RE-MEDY. In letzterer Studie war der Anstieg statistisch signifikant (p = 0,022).

In der RE-SONATE-Studie, in welcher Dabigatranetexilat mit Placebo verglichen wurde, betrug die Myokardinfarktrate 0,1 % bei Patienten unter Dabigatranetexilat und 0,2 % bei Patienten, die Placebo erhielten.

Patienten mit aktiver Tumorerkrankung (TVT/LE)

Die Wirksamkeit und Sicherheit bei TVT/LE-Patienten mit aktiven Tumorerkrankungen sind nicht erwiesen.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Dabigatranetexilat eine Schwangerschaft vermeiden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Dabigatranetexilat bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist zwingend erforderlich.

Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten über die Wirkung von Dabigatran auf Säuglinge

während der Stillzeit vor. Das Stillen soll während der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe unterbrochen werden.

Fertilität

Es sind keine Daten für den Menschen verfügbar.

Im Tierversuchen wurde bei 70 mg/kg (was der 5fachen Plasmaexposition bei Patienten entspricht) eine Wirkung auf die Fertilität weiblicher Tiere in Form einer Abnahme der Implantationen und eines Anstiegs der Präimplantationsverluste beobachtet. Andere Wirkungen auf die weibliche Fertilität wurden nicht festgestellt. Auswirkungen auf die Fertilität männlicher Tiere traten nicht auf. Bei Verabreichung maternal toxischer Dosen (entsprechend der 5 bis 10fachen Plasmaexposition bei Patienten) wurde bei Ratten und Kaninchen eine Verminderung des fetalen Körpergewichts und der embryofetalen Lebensfähigkeit in Verbindung mit einem Anstieg fetaler Missbildungen beobachtet. In der Prä- und Postnatalstudie wurde bei maternal toxischen Dosen (entsprechend der 4fachen Plasmaexposition bei Patienten) eine Zunahme der fetalen Mortalität festgestellt.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Blisterpackung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Flasche

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Die Flasche fest verschlossen halten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Bei der Entnahme der Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe-Kapseln aus der Blisterpackung sollten die folgenden Anweisungen beachtet werden:

  • Zur Entnahme der Hartkapseln sollte die rückseitige Folie abgezogen werden.
  • Die Hartkapseln sollten nicht durch die Folie der Blisterpackung gedrückt werden.
  • Die Folie der Blisterpackung sollte erst dann abgezogen werden, wenn eine Hartkapsel benötigt wird.

Wie wird Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren Risikofaktoren (SPAF) Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen (TVT/LE)

Die empfohlenen Dosen von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe für die Indikationen SPAF, TVT und LE sind in Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1: Dosisempfehlungen für SPAF, TVT und LE
     
    Dosisempfehlung
Prävention von Schlaganfall und   300 mg Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical
systemischer Embolie bei erwachsenen Europe, eingenommen als 1 Kapsel zu
Patienten mit nicht valvulärem   150 mg zweimal täglich
Vorhofflimmern mit einem oder mehreren  
Risikofaktoren (SPAF)    
Behandlung von tiefen Venenthrombosen 300 mg Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical
(TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Europe, eingenommen als 1 Kapsel zu 150 mg
Prävention von rezidivierenden TVT und LE zweimal täglich im Anschluss an eine mindestens 5-
bei Erwachsenen (TVT/LE)   tägige Behandlung mit einem parenteralen
    Antikoagulans
Dosisreduzierung empfohlen    
     
Patienten ≥ 80 Jahre   Tagesdosis von Dabigatranetexilat Towa
Patienten, die gleichzeitig Verapamil Pharmaceutical Europe 220 mg, eingenommen als 1
erhalten   Kapsel zu 110 mg zweimal täglich
Dosisreduzierung ist zu erwägen  
   
Patienten zwischen 75 und 80 Jahren Es sollte eine Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical
    Europe-Tagesdosis von 300 mg oder 220 mg auf
Patienten mit mäßig beeinträchtigter
Grundlage einer individuellen Beurteilung des
Nierenfunktion (CrCl 30-50 ml/min)
thromboembolischen Risikos und des Blutungsrisikos
   
Patienten mit Gastritis, Ösophagitis oder gewählt werden
gastroösophagealem Reflux    
     
Sonstige Patienten mit erhöhtem    
Blutungsrisiko    
     

Für TVT/LE basiert die Empfehlung für die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 220 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg zweimal täglich, auf pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Analysen und wurde nicht für diese klinische Situation untersucht. Siehe unten sowie die Abschnitte 4.4, 4.5, 5.1 und 5.2.

Bei Unverträglichkeit von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollten die Patienten angewiesen werden, sich unverzüglich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen, damit sie auf eine geeignete alternative Behandlung zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei Vorhofflimmern oder TVT/LE umgestellt werden können.

Beurteilung der Nierenfunktion vor und während der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe:

Bei allen Patienten, insbesondere bei älteren (> 75 Jahre), da in dieser Altersgruppe häufig eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegen kann:

Vor Einleitung der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte die Nierenfunktion durch Berechnung der Kreatinin-Clearance (CrCl) beurteilt werden, um Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (d. h. CrCl

< 30 ml/min) von der Behandlung auszuschließen (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Die Nierenfunktion sollte ebenfalls bestimmt werden, wenn während der Behandlung eine Abnahme der Nierenfunktion vermutet wird (z. B. bei Hypovolämie, Dehydration und bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Arzneimittel).

Weitere Vorgaben für die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelgradiger Nierenfunktionseinschränkung und von Patienten > 75 Jahre:

Während der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte die Nierenfunktion in bestimmten klinischen Situationen, in denen eine Abnahme oder Verschlechterung der Nierenfunktion zu vermuten ist (z. B. bei Hypovolämie, Dehydratation und bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Arzneimittel), mindestens einmal jährlich - bei Bedarf auch häufiger.

Die zur Bestimmung der Nierenfunktion (CrCl in ml/min) verwendete Methode ist die Cockcroft-Gault-Methode.

Anwendungsdauer

Die Anwendungsdauer von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe für die Indikationen SPAF, TVT und LE ist in Tabelle 2 angegeben.

Tabelle 2: Anwendungsdauer bei SPAF und TVT/LE
   
Indikation Anwendungsdauer
SPAF Die Behandlung sollte langfristig erfolgen.
TVT/LE Die Therapiedauer sollte nach sorgfältiger Abschätzung des
  Therapienutzens gegenüber dem Blutungsrisiko individuell angepasst
  werden (siehe Abschnitt 4.4).
  Eine kurze Therapiedauer (mind. 3 Monate) sollte auf vorübergehenden
  Risikofaktoren (z. B. vorausgegangene Operation, Trauma,
  Immobilisierung) und eine längere Therapiedauer auf permanenten
  Risikofaktoren oder einer idiopathischen TVT oder LE basieren.

Vergessene Einnahme

Eine vergessene Dabigatranetexilat-Dosis kann bis zu 6 Stunden vor der nächsten vorgesehenen Dosis eingenommen werden. Wenn die Zeitspanne bis zur nächsten vorgesehenen Dosis kürzer als 6 Stunden ist, sollte die vergessene Dosis nicht mehr eingenommen werden.

Es sollte nicht die doppelte Dosis eingenommen werden, wenn vorherige Einzeldosen vergessen wurde.

Absetzen von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe

Die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe darf nicht ohne ärztliche Anweisung abgesetzt werden. Die Patienten sind anzuweisen, bei Auftreten

gastrointestinaler Symptome, wie z. B. Dyspepsie, den behandelnden Arzt zu kontaktieren (siehe Abschnitt 4.8).

Umstellung

Von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe auf ein parenterales Antikoagulans: Es wird empfohlen, nach der letzten Dosis 12 Stunden zu warten, bevor von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe auf ein parenterales Antikoagulans umgestellt wird (siehe Abschnitt 4.5).

Von einem parenteralen Antikoagulans auf Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe:

Die parenterale Antikoagulation sollte beendet und Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte 0-2 Stunden vor der nächsten vorgesehenen Anwendung des Alternativpräparates oder bei fortlaufender Behandlung (z. B. intravenöse Behandlung mit unfraktioniertem Heparin) zum Zeitpunkt des Absetzens gegeben werden (siehe Abschnitt 4.5).

Von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe auf Vitamin-K-Antagonisten: Der Behandlungsbeginn mit Vitamin-K-Antagonisten sollte anhand der CrCl festgelegt werden:

  • CrCl ≥ 50 ml/min: Die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten sollte 3 Tage vor dem Ende der Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe-Behandlung begonnen werden
  • CrCl ≥ 30 bis < 50 ml/min: Die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten sollte 2 Tage vor dem Ende der Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe- Behandlung begonnen werden

Da Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe die International-Normalised-Ratio- (INR-)Werte beeinflussen kann, zeigt sich die Wirkung des Vitamin-K-Antagonisten im INR-Test nur dann, wenn der Test frühestens zwei Tage nach Abbruch der Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe-Behandlung durchgeführt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die INR-Werte mit Vorsicht interpretiert werden.

Von Vitamin-K-Antagonisten auf Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe: Eine Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten sollte beendet werden. Die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kann erfolgen, sobald der INR-Wert < 2,0 ist.

Kardioversion (SPAF)

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kann bei Patienten im Rahmen einer Kardioversion weiter angewendet werden.

Katheterablation von Vorhofflimmern (SPAF)

Während der Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg zweimal täglich kann bei Patienten eine Katheterablation durchgeführt werden. Die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe muss nicht unterbrochen werden (siehe Abschnitt 5.1).

Perkutane Koronarintervention (PCI) mit Stent-Einsatz (SPAF)

Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern, die sich einer PCI mit Stent-Einsatz unterziehen, können nach Erreichen der Hämostase mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe in Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmern behandelt werden (siehe Abschnitt 5.1).

Besondere Patientengruppen

Ältere Personen

Dosisanpassungen für diese Gruppe siehe Tabelle 1 oben.

Patienten mit Blutungsrisiko

Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko (siehe Abschnitte 4.4, 4.5, 5.1 und 5.2) sollten klinisch engmaschig überwacht werden (Kontrolle auf Anzeichen für eine Blutung oder Anämie). Die Entscheidung für eine Dosisanpassung nach einer Nutzen-Risiko-Bewertung für den einzelnen Patienten liegt im Ermessen des Arztes (siehe Tabelle 1 oben). Ein Blutgerinnungstest (siehe Abschnitt 4.4) kann dazu beitragen, Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko aufgrund einer übermäßigen Dabigatran-Exposition zu identifizieren. Sofern bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko eine übermäßige Dabigatran-Exposition festgestellt wird, wird eine reduzierte Tagesdosis von 220 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg zweimal täglich, empfohlen. Falls klinisch relevante Blutungen auftreten, sollte die Behandlung unterbrochen werden.

Bei Patienten mit Gastritis, Ösophagitis oder gastroösophagealem Reflux kann wegen des erhöhten Risikos von schweren gastrointestinalen Blutungen eine Dosisreduzierung in Betracht gezogen werden (siehe Tabelle 1 oben und Abschnitt 4.4).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit schwer beeinträchtigter Nierenfunktion (CrCl < 30 ml/min) ist eine Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Bei Patienten mit leicht beeinträchtigter Nierenfunktion (CrCl 50 bis ≤ 80 ml/min) ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Bei Patienten mit mäßig beeinträchtigter Nierenfunktion (CrCl 30-50 ml/min) wird ebenfalls eine Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe-Dosis von 300 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 150 mg zweimal täglich, empfohlen. Bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko ist jedoch eine Reduzierung der Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe-Dosis auf 220 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg zweimal täglich, zu erwägen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Eine engmaschige klinische Überwachung wird bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion empfohlen.

Gleichzeitige Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe und leichten bis mäßigen F-Glykoproteinhemmern

(Amiodaron, Chinidin oder Verapamil)

Eine Dosisanpassung ist bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron oder Chinidin nicht erforderlich (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.2).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil werden Dosisreduzierungen empfohlen (siehe Tabelle 1 oben und Abschnitte 4.4 und 4.5). In diesem Fall sollten Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe und Verapamil zur selben Zeit eingenommen werden.

Körpergewicht

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2); eine engmaschige klinische Überwachung wird jedoch für Patienten mit einem Körpergewicht < 50 kg

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Es gibt im Anwendungsgebiet „Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern“ keinen relevanten Nutzen von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe bei Kindern und Jugendlichen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe bei Kindern unter 18 Jahren für die Indikation TVT/LE ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 4.8 und 5.1 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung (SPAF, DVT/F)

Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe sollte unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt werden, um den Transport in den Magen zu erleichtern.

Die Patienten sollten angewiesen werden, die Kapsel nicht zu öffnen, da dies das Risiko für Blutungen erhöhen kann (siehe Abschnitte 5.2 und 6.6).

Überdosierung

In höheren als den empfohlenen Dosierungen führt Dabigatranetexilat zu einem erhöhten Blutungsrisiko.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung können Blutgerinnungstests helfen, das Blutungsrisiko zu bestimmen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Eine kalibrierte quantitative Bestimmung der verdünnten Thrombinzeit oder wiederholte Messungen der verdünnten Thrombinzeit ermöglichen eine Vorhersage, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Dabigatranspiegel erreicht sein werden (siehe Abschnitt 5.1), auch für den Fall, dass zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. eine Dialyse, eingeleitet worden sind.

Bei übermäßiger Gerinnungshemmung muss die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe unter Umständen unterbrochen werden. Da Dabigatran überwiegend renal ausgeschieden wird, ist eine ausreichende Diurese sicherzustellen.

Aufgrund der geringen Plasmabindung ist Dabigatran dialysefähig; es liegen begrenzte klinische Erfahrungen vor, die den Nutzen dieses Ansatzes in klinischen Prüfungen zeigen (siehe Abschnitt 5.2).

Management von Blutungskomplikationen

Im Falle hämorrhagischer Komplikationen ist die Behandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe abzubrechen und die Blutungsquelle festzustellen. Abhängig von der klinischen Situation sollte eine geeignete unterstützende Behandlung, z. B. chirurgische Hämostase oder Blutvolumenersatz, nach dem Ermessen des behandelnden Arztes eingeleitet werden.

Für Situationen, in denen eine rasche Aufhebung der antikoagulatorischen Wirkung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe erforderlich ist, steht ein spezifisches Antidot (Praxbind, Idarucizumab) zur Verfügung, das die pharmakodynamische Wirkung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe hemmt (siehe Abschnitt 4.4).

Gerinnungsfaktorenkonzentrate (aktivierte oder nicht-aktivierte) oder rekombinanter Faktor VIIa können zur Behandlung in Betracht gezogen werden. Es gibt experimentelle Nachweise, die die Rolle dieser Arzneimittel bei der Umkehrung des Antikoagulationseffekts von Dabigatran unterstützen, jedoch sind die Daten hinsichtlich des klinischen Nutzens und des möglichen Risikos von Rebound-Thromboembolien sehr begrenzt. Die Ergebnisse von Gerinnungstests können nach Gabe der vorgeschlagenen Gerinnungsfaktorenkonzentrate unzuverlässig werden. Bei der Interpretation der Ergebnisse dieser Tests ist besondere Vorsicht angezeigt. Ebenfalls in Betracht gezogen werden sollte die Anwendung von Thrombozytenkonzentraten in Fällen, in denen eine Thrombozytopenie vorliegt oder lang wirksame plättchenhemmende Arzneimittel eingesetzt wurden. Jegliche symptomatische Behandlung sollte nach Ermessen des Arztes eingeleitet werden.

Bei schweren Blutungen sollte, je nach lokaler Verfügbarkeit, die Konsultation eines Gerinnungsexperten in Betracht gezogen werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Transportern

Dabigatranetexilat ist ein Substrat des Effluxtransporters F-Glykoprotein. Bei gleichzeitiger Anwendung von P-Glykoproteinhemmern (siehe Tabelle 6) ist eine erhöhte Dabigatran-Plasmakonzentration zu erwarten.

Wenn nicht anders angegeben, ist bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatran und starken F-Glykoproteinhemmern eine engmaschige klinische Überwachung (Kontrolle auf Anzeichen für eine Blutung oder Anämie) erforderlich. Bei Kombination mit einigen P-Glykoproteinhemmern können Dosisreduzierungen erforderlich sein (siehe Abschnitte 4.2, 4.3, 4.4 und 5.1).

Tabelle 6: Wechselwirkungen mit Transportern

F-Glykoproteinhemmer

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3)

Ketoconazol Nach einer oralen Einzeldosis von 400 mg Ketoconazol waren die
  Gesamt-AUC0-∞- und Cmax-Werte von Dabigatran um das
  2,38fache bzw. das 2,35fache erhöht. Nach mehrfacher oraler
  Anwendung von einmal täglich 400 mg Ketoconazol waren die
  Gesamt-AUC0-∞- und Cmax-Werte von Dabigatran um das
  2,53fache bzw. das 2,49fache erhöht.
Dronedaron Bei gleichzeitiger Gabe von Dabigatranetexilat und Dronedaron
  erhöhten sich die Gesamt-AUC0-∞- und Cmax-Werte von
  Dabigatran um etwa das 2,4fache bzw. 2,3fache nach
  Mehrfachdosierung von 400 mg Dronedaron zweimal täglich, und
  um etwa das 2,1fache bzw. 1,9fache nach Einmalgabe von 400 mg.
Itraconazol, Ausgehend von In-vitro-Ergebnissen kann eine ähnliche Wirkung
Ciclosporin wie bei Ketoconazol erwartet werden.
Glecaprevir/ Die gleichzeitige Anwendung von Dabigatranetexilat und der
Pibrentasvir Fixkombination aus den F-Glykoproteinhemmern Glecaprevir und
  Pibrentasvir führt zu einer erhöhten Exposition gegenüber
  Dabigatran und kann das Blutungsrisiko erhöhen.

Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen

Tacrolimus Tacrolimus zeigte in vitro eine vergleichbare hemmende Wirkung
  gegenüber F-Glykoprotein wie Itraconazol und Ciclosporin.
  Dabigatranetexilat wurde klinisch nicht gemeinsam mit Tacrolimus
  untersucht. Limitierte klinische Daten mit einem anderen F-
  Glykoprotein-Substrat (Everolimus) legen jedoch die Vermutung
  nahe, dass die Hemmung von F-Glykoprotein durch Tacrolimus
  schwächer ist im Vergleich mit starken F-Glykoproteinhemmern.
Bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4)
   
Verapamil Bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatranetexilat (150 mg) und
  oralem Verapamil kommt es zu einer Erhöhung der Cmax und der
  AUC von Dabigatran. Das Ausmaß dieser Änderung hängt jedoch
  von der Anwendungsdauer und der Darreichungsform von Verapamil
  ab (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
  Der größte Anstieg der Dabigatran-Exposition wurde bei
  Anwendung der ersten Dosis einer schnell freisetzenden
  Formulierung von Verapamil 1 Stunde vor der Dabigatran-Einnahme
  beobachtet (Anstieg der Cmax um etwa das 2,8fache und der AUC
  um etwa das 2,5fache). Dieser Effekt ist weniger ausgeprägt bei
  Anwendung einer Formulierung mit verzögerter Freisetzung
  (Erhöhung der Cmax um etwa das 1,9fache und der AUC um etwa
  das 1,7fache) oder bei Mehrfachgabe von Verapamil (Erhöhung der
  Cmax um etwa das 1,6fache und der AUC um etwa das 1,5fache).
  Bei Anwendung von Verapamil 2 Stunden nach Dabigatranetexilat
  wurde keine relevante Wechselwirkung beobachtet (Anstieg der
  Cmax um etwa das 1,1fache und der AUC um etwa das 1,2fache).
  Dies lässt sich durch die vollständige Resorption von Dabigatran
  nach 2 Stunden erklären.
Amiodaron Bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatranetexilat Towa
  Pharmaceutical Europe mit einer Einzeldosis von 600 mg Amiodaron
  waren Ausmaß und Rate der Resorption von Amiodaron und seines
  aktiven Metaboliten DEA im Wesentlichen unverändert. AUC und
  Cmax von Dabigatran waren um etwa das 1,6fache bzw. das 1,5fache
  erhöht. Unter Berücksichtigung der langen Halbwertszeit von
  Amiodaron besteht die Möglichkeit einer Wechselwirkung unter
  Umständen auch über Wochen nach Absetzen von Amiodaron (siehe
  Abschnitte 4.2 und 4.4).
Chinidin Alle 2 Stunden wurden 200 mg Chinidin verabreicht, bis zu einer
  Gesamtdosis von 1.000 mg. Dabigatranetexilat wurde zweimal
  täglich an drei aufeinander folgenden Tagen verabreicht; am dritten
  Tag entweder mit oder ohne Chinidin. Durch gleichzeitig
  verabreichtes Chinidin wurden die AUCτ,ss und Cmax,ss von
  Dabigatran um durchschnittlich das 1,53fache bzw. das 1,56fache
  erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Clarithromycin Bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin (zweimal täglich
  500 mg) und Dabigatranetexilat wurde bei gesunden Probanden ein
  Anstieg der AUC um etwa das 1,19fache und der Cmax um etwa das
  1,15fache beobachtet.
Ticagrelor Bei gemeinsamer Einnahme einer Einzeldosis von 75 mg
  Dabigatranetexilat und einer Initialdosis von 180 mg Ticagrelor stieg
  die AUC bzw. Cmax von Dabigatran um das 1,73fache bzw. um das
  1,95fache an. Nach Mehrfachdosen von Ticagrelor 90 mg zweimal
  täglich betrug der Anstieg der Dabigatran-Exposition für die Cmax
  das 1,56fache bzw. die AUC das 1,46fache.

z. B. Rifampicin, Johanniskraut (Hypericum perforatum), Carbamazepin oder Phenytoin

Bei gleichzeitiger Anwendung einer Initialdosis von 180 mg Ticagrelor und 110 mg Dabigatranetexilat (im Steady State) stieg die AUCτ,ss bzw. Cmax,ss von Dabigatran im Vergleich mit der Einzelgabe von Dabigatranetexilat um das 1,49fache bzw. um das 1,65fache an. Erfolgt die Gabe einer Initialdosis von 180 mg Ticagrelor 2 Stunden nach der Gabe von 110 mg Dabigatranetexilat (im Steady State), war der Anstieg der AUCτ,ss bzw. Cmax,ss von Dabigatran im Vergleich mit der Einzelgabe von Dabigatranetexilat um das 1,27fache bzw. Um das 1,23fache reduziert. Die empfohlene Anwendung für den Beginn mit einer Initialdosis Ticagrelor ist diese gestaffelte Einnahme.

Bei gleichzeitiger Anwendung einer Erhaltungsdosis von 90 mg Ticagrelor zweimal täglich und 110 mg Dabigatranetexilat stieg die bereinigte AUCτ,ss bzw. Cmax,ss von Dabigatran im Vergleich mit der Einzelgabe von Dabigatranetexilat um das 1,26fache bzw. um das 1,29fache an.

Posaconazol Posaconazol hemmt das F-Glykoprotein ebenfalls in gewissem Ausmaß, wurde jedoch klinisch nicht untersucht. Bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe und Posaconazol ist Vorsicht geboten.

F-Glykoproteininduktoren

Gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden

Bei gleichzeitiger Anwendung ist ein verringerter Dabigatran-

Plasmaspiegel zu erwarten.

Eine Vordosierung mit Rifampicin (einmal täglich 600 mg über 7 Tage) verminderte den Gesamt-Peak sowie die Gesamtexposition von Dabigatran um 65,5 % bzw. 67 %. Bis zum 7. Tag nach dem Absetzen von Rifampicin nahm die induzierende Wirkung ab, so dass die Dabigatran-Exposition annähernd dem Referenzwert entsprach. Nach weiteren 7 Tagen war keine weitere Erhöhung der Bioverfügbarkeit festzustellen.

Proteasehemmer wie Ritonavir

Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen

z. B. Ritonavir Beeinflussen das F-Glykoprotein, entweder als Inhibitoren oder als
sowie Induktoren. Sie wurden nicht geprüft; die gleichzeitige Anwendung
Kombinationen mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe wird deshalb
von Ritonavir mit nicht empfohlen.
anderen  
Proteasehemmern  
F-Glykoprotein-Substrate
   
Digoxin Bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatranetexilat Towa
  Pharmaceutical Europe und Digoxin wurden in einer Studie an 24
  gesunden Probanden keine Veränderungen der Digoxin- und keine
  klinisch relevanten Veränderungen der Dabigatran-Exposition
  beobachtet.

Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer

Für die gleichzeitige Anwendung folgender Arzneimittel mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe liegen keine oder nur eingeschränkte Erfahrungen vor; eine Erhöhung des Blutungsrisikos ist möglich: Antikoagulanzien, wie unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine und Heparinderivate (Fondaparinux, Desirudin), thrombolytische Arzneimittel und Vitamin-K-Antagonisten, Rivaroxaban oder andere orale Antikoagulanzien (siehe Abschnitt 4.3) sowie Thrombozytenaggregationshemmer wie GPIIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten, Ticlopidin, Prasugrel, Ticagrelor, Dextran und Sulfinpyrazon (siehe Abschnitt 4.4).

Anhand der erfassten Daten aus der Phase-III-Studie RE-LY (siehe Abschnitt 5.1) wurde festgestellt, dass die gleichzeitige Anwendung anderer oraler oder parenteraler Antikoagulanzien sowohl mit Dabigatranetexilat als auch mit Warfarin die Rate an schweren Blutungen um ungefähr das 2,5fache erhöht, dies hauptsächlich bezogen auf die Umstellung von einem Antikoagulans auf ein anderes (siehe Abschnitt 4.3). Ferner führten die Thrombozytenfunktionshemmer Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel bei gleichzeitiger Anwendung mit Dabigatranetexilat oder mit Warfarin in etwa zu einer Verdopplung der Rate schwerer Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).

Unfraktioniertes Heparin kann in Dosen gegeben werden, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten, oder bei der Katheterablation von Vorhofflimmern (siehe Abschnitt 4.3).

Tabelle 7: Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien und
  Thrombozytenaggregationshemmern
   
NSARs Es hat sich gezeigt, dass NSARs, die zur kurzzeitigen Analgesie
  verabreicht werden, bei gleichzeitiger Anwendung mit
  Dabigatranetexilat das Blutungsrisiko nicht erhöhen. Bei
  Daueranwendung von NSARs in der RE-LY-Studie erhöhte sich
  das Blutungsrisiko sowohl bei Dabigatranetexilat als auch bei
  Warfarin um etwa 50 %.
Clopidogrel Bei jungen männlichen Probanden führte die gleichzeitige
  Anwendung von Dabigatranetexilat und Clopidogrel nicht zu einer
  weiteren Verlängerung der kapillären Blutungszeit gegenüber
  Clopidogrel als Monotherapie. Zudem blieben die Dabigatran-
  AUCτ,ss- und -Cmax,ss-Werte sowie die Gerinnung als Maß für
  die Dabigatran-Wirkung bzw. die Hemmung der
  Thrombozytenaggregation als Maß für die Clopidogrel-Wirkung
  bei kombinierter Behandlung gegenüber den entsprechenden
  Monotherapien im Wesentlichen unverändert. Nach einer
  Initialdosis von jeweils 300 mg oder 600 mg Clopidogrel waren
  die Dabigatran-AUCτ,ss- und -Cmax,ss-Werte um etwa 30-40 %
  erhöht (siehe Abschnitt 4.4).
Acetylsalicylsäure Die gleichzeitige Anwendung von Acetylsalicylsäure und 150 mg
  Dabigatranetexilat zweimal täglich kann das Blutungsrisiko von
  12 % auf 18 % bei 81 mg Acetylsalicylsäure bzw. auf 24 % bei
  325 mg Acetylsalicylsäure erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).
Niedermolekulares Die gleichzeitige Anwendung von niedermolekularem Heparin,
Heparin wie z. B. Enoxaparin, und Dabigatranetexilat wurde nicht
  gesondert untersucht. Nach einer Umstellung von einer 3-tägigen
  Enoxaparin-Behandlung mit einmal täglich 40 mg s.c. war die
  Dabigatran-Exposition 24 Stunden nach der letzten Enoxaparin-
  Dosis geringfügig niedriger als nach Einnahme von
  Dabigatranetexilat allein (Einzeldosis von 220 mg). Nach
  Behandlung mit Dabigatran bei vorausgegangener Enoxaparin-
  Behandlung wurde eine höhere Anti-FXa/FIIa-Aktivität

beobachtet als nach Behandlung mit Dabigatranetexilat allein. Dies wird auf die noch weiter wirkende Enoxaparin-Behandlung zurückgeführt und als nicht klinisch relevant eingestuft. Die Vorbehandlung mit Enoxaparin ergab keine signifikanten Veränderungen bei anderen im Zusammenhang mit Dabigatran durchgeführten Blutgerinnungstests.

Sonstige Wechselwirkungen

Tabelle 8: Sonstige Wechselwirkungen

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) oder selektive Serotonin- Norepinephrin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRIs)

SSRIs, SNRIs SSRIs und SNRIs erhöhten das Blutungsrisiko in allen Behandlungsgruppen der RE-LY-Studie.

Substanzen mit Einfluss auf den Magensaft-pH

Pantoprazol Bei gleichzeitiger Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe und Pantoprazol wurde für Dabigatran eine Verringerung der AUC um ca. 30 % beobachtet. Bei gleichzeitiger Anwendung von Pantoprazol sowie anderen Protonenpumpen- Hemmern und Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe im Rahmen klinischer Prüfungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe.

Ranitidin Die gleichzeitige Anwendung von Ranitidin und Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zeigte keine klinisch relevante Wirkung auf das Ausmaß der Resorption von Dabigatran.

Wechselwirkungen von Dabigatranetexilat und Stoffwechselprofil von Dabigatran

Dabigatranetexilat und Dabigatran werden nicht über das Cytochrom-F-System abgebaut und zeigten in vitro keine Wirkung auf menschliche Cytochrom-P450-Enzyme. Daher sind für Dabigatran keine diesbezüglichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Sicherheit von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe wurde in einer pivotalen Studie zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei Patienten mit Vorhofflimmern, in zwei aktiv kontrollierten Studien zur Behandlung von TVT/LE und in einer aktiv kontrollierten Studie zur Prävention von TVT/LE beurteilt. In diesen vier Phase-III-Studien wurden 16.709 Patienten mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe behandelt (siehe Tabelle 9).

Tabelle 9: Anzahl der untersuchten Patienten, maximale Tagesdosis in Phase-III- Studien

Indikation Anzahl der mit Maximale Tagesdosis
  Dabigatranetexilat  
  Towa Pharmaceutical  
  Europe behandelten  
  Patienten  
Prävention von Schlaganfall 6.059 300 mg
und systemischer Embolie bei 5.983 220 mg
Vorhofflimmern    
Behandlung von TVT/LE 2.553 300 mg
(RE-COVER, RE-COVER II)    
Prävention von TVT/LE (RE- 2.114 300 mg
MEDY, RESONATE)    

Insgesamt traten bei 22 % der zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie behandelten Patienten mit Vorhofflimmern (Langzeitbehandlung bis zu

3 Jahre), 14 % der TVT/LE-Patienten und 15 % der zur Prävention von TVT/LE behandelten Patienten Nebenwirkungen auf.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Blutungen, die bei etwa 16,6 % der zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie langfristig behandelten Patienten mit Vorhofflimmern und bei 14,4 % der TVT/LE-Patienten auftraten. Blutungen traten außerdem bei 19,4 % der Patienten der RE-MEDY-Studie zur TVT/LE- Prävention und bei 10,5 % der Patienten in der RE-SONATE-Studie zur TVT/LE- Prävention auf.

Da die in den drei Indikationen behandelten Patientenpopulationen nicht vergleichbar sind und sich die Blutungsereignisse über mehrere Systemorganklassen verteilen, ist die zusammenfassende Beschreibung der schweren Blutungen und der Blutungen insgesamt nach Indikation aufgeschlüsselt und in den Tabellen 11 bis 14 dargestellt.

Zwar waren größere oder schwere Blutungen in klinischen Prüfungen selten, doch können diese auftreten und unabhängig von ihrer Lokalisation zu dauerhaften Schäden führen bzw. lebensbedrohlich oder sogar tödlich verlaufen. Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenTabelle 10 zeigt die

Nebenwirkungen aus der klinischen Studie zur Prävention von thromboembolischem Schlaganfall und systemischer Embolie bei Vorhofflimmern und den Studien zur TVT/LE-Therapie und zur TVT/LE-Prävention. Sie sind geordnet nach Systemorganklassen und Häufigkeit gemäß folgender Einteilung: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,

< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 10: Nebenwirkungen

  Häufigkeit
     
Systemorganklasse / Bevorzugter Prävention von TVT/LE-Behandlung und
Begriff Schlaganfall und TVT/LE-Prävention
  systemischer Embolie bei  
  Vorhofflimmern  
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems  
Anämie Häufig Gelegentlich
Hämoglobin Gelegentlich Nicht bekannt
vermindert    
Thrombozytopenie Gelegentlich Selten
Hämatokrit vermindert Selten Nicht bekannt
Neutropenie Häufigkeit nicht Häufigkeit nicht
  bekannt bekannt
Agranulozytose    
Erkrankungen des Immunsystems    
Arzneimittel-Überempfindlichkeit Gelegentlich Gelegentlich
Hautausschlag Gelegentlich Gelegentlich
Pruritus Gelegentlich Gelegentlich
Anaphylaktische Reaktion Selten Selten
Angiödem Selten Selten
Urtikaria Selten Selten
Bronchospasmus Nicht bekannt Nicht bekannt
Erkrankungen des Nervensystems    
Intrakranielle Blutungen Gelegentlich Selten
Gefäßerkrankungen    
Hämatom Gelegentlich Gelegentlich
Blutung Gelegentlich Gelegentlich
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums  
Nasenbluten Häufig Häufig
Hämoptyse Gelegentlich Gelegentlich
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Gastrointestinale Blutung Häufig Häufig
Bauchschmerzen Häufig Gelegentlich
Diarrhoe Häufig Gelegentlich
Dyspepsie Häufig Häufig
Übelkeit Häufig Gelegentlich
Rektale Blutung Gelegentlich Häufig
Hämorrhoidale Blutung Gelegentlich Gelegentlich
Gastrointestinales Ulzera Gelegentlich Gelegentlich
Gastroösophagitis Gelegentlich Gelegentlich
Gastroösophageale Refluxkrankheit Gelegentlich Gelegentlich
Erbrechen Gelegentlich Gelegentlich
Dysphagie Gelegentlich Selten
Leber- und Gallenerkrankungen    
Abnorme Leberfunktion / abnorme Gelegentlich Gelegentlich
Leberfunktionstests    
ALT erhöht Gelegentlich Gelegentlich
AST erhöht Gelegentlich Gelegentlich
Leberenzyme erhöht Selten Gelegentlich
Hyperbilirubinämie Selten Nicht bekannt
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes  
Hautblutung Häufig Häufig
Alopezie Häufigkeit nicht bekannt Häufigkeit nicht
    bekannt
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen  
Hämathrose Selten Gelegentlich
Erkrankungen der Nieren und Harnwege  
Urogenitale Blutung, einschließlich Häufig Häufig
Hämaturie    
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am  
Verabreichungsort    
Blutung an einer Injektionsstelle Selten Selten
Blutung an der Eintrittsstelle eines Selten Selten
Katheters    
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte  
Komplikationen    
Traumatische Blutung Selten Gelegentlich
Blutung am Inzisionsort Selten Selten

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Blutungsreaktionen

Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus ist die Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe unter Umständen mit einem erhöhten Risiko für okkulte oder overte Blutungen in allen Geweben oder Organen assoziiert. Die Anzeichen, Symptome und der Schweregrad (einschließlich Tod) variieren nach Ort und Grad oder Ausmaß der Blutungen und/oder der Anämie. In den klinischen Studien wurden Schleimhautblutungen (z. B. im Gastrointestinal- und Urogenitaltrakt) häufiger im Rahmen einer Langzeitbehandlung mit Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe als unter VKA beobachtet. Daher ist zusätzlich zu einer geeigneten klinischen Überwachung die Ermittlung der Hämoglobin-/Hämatokritwerte im Labor zur Feststellung okkulter Blutungen sinnvoll. Das Blutungsrisiko kann bei bestimmten Patientengruppen erhöht sein, z. B. bei Patienten mit mittelgradiger Beeinträchtigung der Nierenfunktion und/oder Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, welche die Hämostase beeinträchtigen oder die starke F-Glykoproteinhemmer erhalten (siehe Abschnitt 4.4 Blutungsrisiko). Hämorrhagische Komplikationen können als Schwächegefühl, Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen oder eine unerklärliche Schwellung, Dyspnoe und unerklärlicher Schock auftreten.

Unter Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe wurden bekannte Blutungskomplikationen wie Kompartmentsyndrom und akutes Nierenversagen aufgrund einer Hypoperfusion beschrieben. Daher muss bei der Beurteilung des Zustandes eines antikoagulierten Patienten die Möglichkeit einer Blutung in Betracht gezogen werden. Im Fall einer unkontrollierbaren Blutung steht mit Idarucizumab ein spezifisches Antidot für Dabigatran zur Verfügung (siehe Abschnitt 4.9).

Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren (SPAF)

Tabelle 11 zeigt die Blutungsereignisse (schwere Blutungen und Blutungen insgesamt) in der Schlüsselstudie zur Prävention von thromboembolischen Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern.

Tabelle 11: Blutungsereignisse in der Studie zur Prävention von thromboembolischen Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern

  Dabigatranetexilat Dabigatranetexilat Warfarin
  110 mg zweimal 150 mg zweimal  
  täglich täglich  
Anzahl randomisierter 6.015 6.076 6.022
Patienten      
Schwere Blutungen 347 (2,92 %) 409 (3,40 %) 426 (3,61 %)
Intrakranielle Blutungen 27 (0,23 %) 39 (0,32 %) 91 (0,77 %)
Obere gastrointestinale 134 (1,13 %) 192 (1,60 %) 128 (1,09 %)
Blutungen      
Tödliche Blutung 26 (0,22 %) 30 (0,25 %) 42 (0,36 %)
Leichte Blutungen 1.566 (13,16 %) 1.787 (14,85 %) 1.931 (16,37 %)
Blutungen insgesamt 1.759 (14,78 %) 1.997 (16,60 %) 2.169 (18,39 %)

Für Patienten, die randomisiert mit 110 mg oder 150 mg Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zweimal täglich behandelt wurden, ergab sich ein signifikant niedrigeres Risiko lebensbedrohlicher Blutungen und intrakranieller Blutungen gegenüber Warfarin (p < 0,05). Darüber hinaus wurde bei beiden Dosisstärken von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe eine statistisch signifikant niedrigere Gesamtblutungsrate festgestellt. Für Patienten, die randomisiert mit 110 mg Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zweimal täglich behandelt wurden, ergab sich ein signifikant niedrigeres Risiko schwerer Blutungen gegenüber Warfarin (Hazard Ratio 0,81 [p = 0,0027]). Für Patienten, die randomisiert mit 150 mg Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe zweimal täglich behandelt wurden, ergab sich ein signifikant höheres Risiko schwerer gastrointestinaler Blutungen gegenüber Warfarin (Hazard Ratio 1,48 [p = 0,0005]). Diese Wirkung wurde vorwiegend bei Patienten ≥ 75 Jahren beobachtet. Der klinische Nutzen von Dabigatran in Bezug auf Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie sowie das geringere Risiko für intrakranielle Blutungen gegenüber Warfarin bleibt über einzelne Patienten-Subgruppen hinweg erhalten (z. B. beeinträchtigte Nierenfunktion, Alter, gleichzeitige Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern oder P-Glykoproteinhemmern). Bei Behandlung mit Gerinnungshemmern ist generell das Risiko für schwere Blutungen in bestimmten Patientengruppen erhöht. Unter Dabigatran besteht ein zusätzliches Risiko wegen möglicher gastrointestinaler Blutungen. Diese treten typischerweise innerhalb der ersten 3-6 Monate nach Beginn einer Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe- Behandlung auf.

Behandlung tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen (TVT/LE-Therapie)

In Tabelle 12 sind die Blutungsereignisse in den gepoolten Schlüsselstudien RE- COVER und RE-COVER II zur Behandlung tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolien (LE) aufgeführt. In den gepoolten Studien waren die Werte für die primären Sicherheitsendpunkte „schwere Blutungen“, „schwere oder klinisch relevante Blutungen“ und „Blutungen insgesamt“ signifikant niedriger als bei Warfarin (nominales Signifikanzniveau von 5 %).

Tabelle 12: Blutungsereignisse in den Studien RE-COVER und RE-COVER
  II zur Behandlung tiefer Venenthrombose (TVT) und  
  Lungenembolien (LE)      
    Dabigatranetexilat Warfarin   Risikoverhältnis
    150 mg zweimal     gegenüber Warfarin
    täglich     (95%-
          Konfidenzintervall)
Patienten in der   2.456 2.462    
Sicherheitsanalyse          
Schwere Blutungen 24 (1,0 %) 40 (1,6 %)   0,60 (0,36, 0,99)
Intrakranielle Blutungen 2 (0,1 %) 4 (0,2 %)   0,50 (0,09, 2,74)
Schwere gastrointestinale 10 (0,4 %) 12 (0,5 %)   0,83 (0,36, 1,93)
Blutungen          
Lebensbedrohliche Blutungen 4 (0,2 %) 6 (0,2 %)   0,66 (0,19, 2,36)
Schwere Blutungen / klinisch 109 (4,4 %) 189 (7,7 %)   0,56 (0,45, 0,71)
relevante Blutungen        
Blutungen insgesamt 354 (14,4 %) 503 (20,4 %)   0,67 (0,59, 0,77)
Gastrointestinale Blutungen 70 (2,9 %) 55 (2,2 %)   1,27 (0,90, 1,82)
insgesamt          

Die Blutungsereignisse wurden für beide Behandlungen ab der ersten Einnahme von Dabigatranetexilat bzw. Warfarin nach Absetzen der parenteralen Therapie (nur orale Behandlungsphase) erfasst. Dies beinhaltet alle während der Behandlung mit Dabigatranetexilat aufgetretenen Blutungsereignisse. Sämtliche während der Warfarin-Behandlung aufgetretenen Blutungen wurden berücksichtigt, bis auf jene, die während der Überlappungsphase von Warfarin mit der parenteralen Therapie aufgetreten sind.

In Tabelle 13 zeigt die Blutungsereignisse in der pivotalen Studie RE-MEDY zur Prävention von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE). Einige Blutungsereignisse (schwere Blutungen/schwere oder klinisch relevante Blutungen und Blutungen insgesamt) waren signifikant niedriger (nominales Signifikanzniveau von 5 %) bei Patienten, die Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe erhielten, verglichen mit denjenigen, die Warfarin erhielten.

Tabelle 13: Blutungsereignisse in der Studie RE-MEDY zur Prävention
  tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolien (LE)
    Dabigatranetexilat Warfarin Risikoverhältnis
    150 mg zweimal täglich   gegenüber Warfarin
        (95%-
        Konfidenzintervall)
Behandelte Patienten, N 1.430 1.426  
Schwere Blutungen 13 (0,9 %) 25 (1,8 %) 0,54 (0,25, 1,16)
Intrakranielle Blutungen 2 (0,1 %) 4 (0,3 %) Nicht abschätzbar*
Schwere gastrointestinale 4 (0,3%) 8 (0,5%) Nicht abschätzbar*
Blutungen        
Lebensbedrohliche   1 (0,1 %) 3 (0,2 %) Nicht abschätzbar*
Blutungen        
Schwere Blutungen / klinisch 80 (5,6 %) 145 (10,2 %) 0,55 (0,41, 0,72)
relevante Blutungen      
Blutungen insgesamt 278 (19,4 %) 373 (26,2 %) 0,71 (0,61, 0,83)
Gastrointestinale Blutungen 45 (3,1%) 32 (2,2%) 1,39 (0,87, 2,20)
insgesamt        

* Hazard Ratio nicht schätzbar, da in keiner Kohorte/Behandlung ein Ereignis auftrat

In Tabelle 14 zeigt die Blutungsereignisse in der pivotalen Studie RE-SONATE zur Prävention von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE). Das Verhältnis aus der Kombination von schweren Blutungen/schweren oder klinisch relevanten Blutungen und Blutungen insgesamt war signifikant niedriger (nominales Signifikanzniveau von 5 %) bei Patienten, die Placebo erhielten, verglichen mit denjenigen, die Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe erhielten.

Tabelle 14: Blutungsereignisse in der Studie RE-SONATE zur Prävention tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolien (LE)

  Dabigatranetexilat Placebo Hazard Ratio
  150 mg zweimal   versus Placebo
  täglich   (95%-
      Konfidenzintervall)
Behandelte Patienten, N  
Schwere Blutungen (0,3 %) Nicht abschätzbar*
Intrakranielle Blutungen Nicht abschätzbar*
Schwere gastrointestinale 2 (0,3 %) Nicht abschätzbar*
Blutungen      
Lebensbedrohliche Blutungen Nicht abschätzbar*
Schwere Blutungen/klinisch 36 (5,3 %) 13 (2,0 %) 2,69 (1,43, 5,07)
relevante Blutungen      
Blutungen insgesamt 72 (10,5 %) 40 (6,1 %) 1,77 (1,20, 2,61)
Gastrointestinale Blutungen 5 (0,7 %) 2 (0,3 %) 2,38 (0,46, 12,27)
insgesamt      

* Hazard Ratio nicht schätzbar, da bei keiner Behandlung ein Ereignis auftrat

Agranulozytose und Neutropenie

Während der Anwendung von Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe nach der Zulassung wurde in sehr seltenen Fällen über Agranulozytose und Neutropenie berichtet. Da im Rahmen der Anwendungsbeobachtung die Größe der Population, aus der die Meldungen stammen, nicht bekannt ist, kann die Häufigkeit der Nebenwirkungen nicht zuverlässig bestimmt werden. Die Melderate beträgt schätzungsweise 7 Ereignisse pro 1 Million Patientenjahre für Agranulozytose und 5 Ereignisse pro 1 Million Patientenjahre für Neutropenie.

Kinder und Jugendliche (TVT/LE)

In der klinischen Studie 1160.88 erhielten insgesamt 9 jugendliche Patienten (im Alter von 12 bis < 18 Jahre) mit der Diagnose primäre VTE eine orale Initialdosis von Dabigatranetexilat (1,71 [± 10 %] mg/kg Körpergewicht).

Auf Grundlage der mittels verdünnter Thrombinzeit (dTT) ermittelten Dabigatran- Konzentrationen und der klinischen Beurteilung wurde die Dosis auf eine Dabigatranetexilat-Zieldosis von 2,14 (± 10 %) mg/kg Körpergewicht eingestellt. Während der Behandlung kam es bei 2 Patienten (22,1 %) zu leichten behandlungsbedingten Nebenwirkungen (gastroösophagealer Reflux / Bauchschmerzen; leichte Bauchbeschwerden und bei einem Patienten (11,1 %) trat in der Nachbehandlungsphase > 3 Tage nach dem Absetzen von Dabigatranetexilat eine nicht assoziierte schwerwiegende Nebenwirkung (rezidivierende Beinvenenthrombose) auf.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko- Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen

Wie ist Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln aufzubewahren?

Blisterpackung und Flasche: 2 Jahre

Nach dem ersten Öffnen der Flasche ist das Arzneimittel innerhalb von 4 Monaten zu verwenden.

Weitere Informationen zu Dabigatranetexilat Towa Pharmaceutical Europe 150 mg, Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 150 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

97209.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

13.11.2018

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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