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Medikamente

Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Cyclophosphamid Accord enthält den Wirkstoff Cyclophosphamid. Cyclophosphamid ist ein Zytostatikum, d.h. ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs. Seine Wirkungsweise besteht darin, Krebszellen abzutöten, dies wird mitunter als „Chemotherapie“ bezeichnet.

Wirkstoff(e)
Cyclophosphamid
Zulassungsinhaber
Accord Healthcare B.V.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
L01AA01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Cyclophosphamid Accord enthält den Wirkstoff Cyclophosphamid. Cyclophosphamid ist ein

Zytostatikum, d.h. ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs. Seine Wirkungsweise besteht darin,

Krebszellen abzutöten, dies wird mitunter als „Chemotherapie“ bezeichnet.

Der Cyclophosphamid Accord wird in der Chemotherapie allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln in folgenden Fällen verwendet:

  • bestimmte Krebsarten der weißen Blutzellen (akute lymphatische Leukämie, chronische lymphatische Leukämie)
  • verschiedene Formen von Lymphomen, die das Immunsystem beeinflussen (Hodgkin- Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom und multiples Myelom)
  • Eierstockkrebs und Brustkrebs
  • Ewing-Sarkom (eine Form von Knochenkrebs)
  • kleinzelliger Lungenkrebs
  • fortgeschrittener oder metastasierter Tumor des zentralen Nervensystems (Neuroblastom).

Darüber hinaus wird Cyclophosphamid zur Vorbereitung auf eine Knochenmarktransplantation zur Behandlung bestimmter Krebsarten der weißen Blutzellen (akute lymphatische Leukämie, chronische myeloische Leukämie und akute myeloische Leukämie) angewendet.

Gelegentlich können einige Ärzte Cyclophosphamid zur Behandlung anderer Erkrankungen, die nicht in Verbindung mit Krebs stehen, verordnen:

lebensbedrohliche Autoimmunkrankheiten: schwere fortschreitende Formen von Lupus Nephritis (Entzündung der Nieren infolge einer Erkrankung des Immunsystems) und Wegener- Granulomatose (eine seltene Form von Vaskulitis).

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Was ist vor der Einnahme von Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung zu beachten?

Cyclophosphamid Accord darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Cyclophosphamid oder einen seiner Metaboliten oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie gerade eine Infektion haben
  • wenn Sie eine schwere Knochenmarkserkrankung haben (insbesondere nach einer Chemo- oder Strahlentherapie). Ihr Blut wird untersucht, um festzustellen, wie gut Ihr Knochenmark arbeitet
  • wenn Sie eine Harnwegsinfektion haben, die Sie daran erkennen, dass Sie beim Wasserlassen Schmerzen haben (Zystitis)
  • wenn Sie jemals Probleme mit Ihren Nieren oder Ihrer Blase aufgrund einer früheren Chemo- oder Strahlentherapie hatten
  • wenn Sie eine Erkrankung haben, die Ihre Fähigkeit Wasserzulassen beeinträchtigt (Harnabflussstörung)
  • wenn Sie stillen
  • wenn Sie andere Erkrankungen haben, die nicht mit Krebs zusammenhängen, ausgenommen lebensbedrohliche Immunerkrankungen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Cyclophosphamid Accord anwenden:

  • wenn Sie eine geringe Anzahl von Blutzellen haben
  • wenn Sie schwere Infektionen haben
  • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben. Ihr Arzt wird mittels einer Blutuntersuchung überprüfen, wie gut Ihre Leber und Nieren funktionieren
  • wenn Sie Ihre Nebennieren entfernt bekommen haben
  • wenn Sie bereits eine Strahlen- oder Chemotherapie erhalten bzw. vor kurzem erhalten haben
  • wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder eine Strahlentherapie im Bereich Ihres Herzens erhalten haben
  • wenn Sie Diabetes haben
  • wenn Sie in schlechtem Gesundheitszustand oder geschwächt sind
  • wenn Sie älter sind
  • wenn Sie vor weniger als 10 Tagen eine Operation hatten.

Seien Sie besonders vorsichtig mit Cyclophosphamid Accord:

  • Während der Behandlung mit Cyclophosphamid kann es zu möglicherweise lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen (anaphylaktische Reaktion) kommen.
  • Cyclophosphamid kann Auswirkungen auf Ihr Blut und Ihr Immunsystem haben.
  • In Ihrem Knochenmark werden Blutzellen produziert. Es werden 3 unterschiedliche Typen von Blutzellen gebildet:
    • rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff durch Ihren Körper transportieren
    • weiße Blutzellen, die Infektionen bekämpfen, und
    • Blutplättchen, die dazu beitragen, dass Ihr Blut gerinnt.
  • Nach Anwendung von Cyclophosphamid sinkt die Anzahl aller 3 Blutzelltypen. Dies ist eine unvermeidbare Nebenwirkung von Cyclophosphamid. Die Anzahl Ihrer Blutzellen wird etwa 5-10 Tage nach Beginn der Cyclophosphamid-Anwendung den niedrigsten Stand erreichen und bleibt noch bis einige Tage nach Behandlungsende so niedrig. Bei den meisten Menschen normalisiert sich die Anzahl der Blutzellen innerhalb von 21-28 Tagen. Wenn Sie in der Vergangenheit bereits mehrfach Chemotherapien bekommen haben, kann es etwas länger dauern bis sich Ihre Blutwerte wieder normalisieren.
  • Durch das Sinken der Blutwerte können Sie anfälliger für Infektionen sein. Versuchen Sie den engen Kontakt mit Personen, die Husten, eine Erkältung oder andere Infektionen haben, zu vermeiden. Ihr Arzt wird Sie mit einem geeigneten Arzneimittel behandeln, wenn er feststellt, dass Sie eine Infektion haben oder das Risiko einer Infektion besteht.
  • Ihr Arzt wird vor und während Ihrer Behandlung mit Cyclophosphamid überprüfen, ob die Anzahl Ihrer roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen ausreichend hoch ist. Gegebenenfalls wird er die Dosis Ihres Arzneimittels reduzieren oder den Zeitpunkt für Ihre nächste Dosis verschieben.
  • Cyclophosphamid kann die normale Wundheilung stören. Halten Sie alle Schnittwunden sauber und trocken, und achten Sie darauf, dass sie normal abheilen. Achten Sie auf ein gesundes Zahnfleisch, da es zu Geschwüren und Entzündungen im Mund kommen kann. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie diesbezüglich unsicher sind.
  • Cyclophosphamid kann die innere Oberfläche Ihrer Blase schädigen und dadurch zu Blut in Ihrem Urin und Schmerzen beim Wasserlassen führen. Ihr Arzt weiß, dass dies passieren kann und wird Ihnen, falls erforderlich, ein Arzneimittel namens Mesna zum Schutz Ihrer Blase geben.
  • Sie können Mesna entweder als Injektion oder als Zusatz zu Ihrer Tropfinfusion mit Cyclophosphamid oder als Tabletten erhalten. Weitere Informationen über Mesna finden Sie in der Gebrauchsinformation für die Mesna-Injektionslösung und die Mesna-Tabletten.
  • Die meisten Patienten, die Cyclophosphamid zusammen mit Mesna erhalten, bekommen
    keine Blasenbeschwerden. Es ist aber möglich, dass Ihr Arzt Ihren Urin auf das
    Vorhandensein von Blut überprüfen möchte, wobei ein „Teststreifen“ oder Mikroskop benutzt wird. Wenn Sie Blut in Ihrem Urin bemerken, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren.
  • Arzneimittel gegen Krebserkrankungen und Strahlentherapie können das Risiko erhöhen, dass Sie weitere Krebserkrankungen entwickeln; dies kann selbst noch einige Jahre nach dem Ende dieser Therapie der Fall sein. Cyclophosphamid erhöht besonders das Risiko für die Entstehung von Krebs im Bereich Ihrer Blase.
  • Cyclophosphamid kann Ihr Herz schädigen oder den Herzrhythmus beeinflussen. Die Gefahr dafür steigt mit höheren Dosierungen von Cyclophosphamid, wenn Sie mit Strahlentherapie oder anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln behandelt werden oder wenn Sie älter sind. Ihr Arzt wird Ihr Herz während der Therapie genauestens überwachen.
  • Cyclophosphamid kann Lungenprobleme, wie Entzündungen oder Narbenbildung Ihrer Lunge, verursachen. Dies kann auch noch mehr als 6 Monate nach Ihrer Behandlung auftreten. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen bekommen, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Cyclophosphamid kann lebensbedrohliche Auswirkungen auf Ihre Leber haben. Wenn Sie plötzlich an Gewicht zunehmen, Leberschmerzen haben und sich Ihre Haut oder der weiße Teil Ihrer Augen gelblich verfärbt (Gelbsucht), informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Ihr Haar kann ausdünnen oder es kann zu Kahlheit kommen. Ihre Haare wachsen normalerweise wieder nach, können aber eine andere Struktur oder Farbe haben.
  • Cyclophosphamid kann bei Ihnen Übelkeit und Erbrechen auslösen. Dies kann bis zu 24 Stunden nach der Anwendung von Cyclophosphamid anhalten. Möglicherweise benötigen Sie Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Fragen Sie dazu Ihren Arzt.

Anwendung von Cyclophosphamid Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Informieren Sie ihn insbesondere über folgende Arzneimittel oder Behandlungen, da sie bei gleichzeitiger Anwendung mit Cyclophosphamid möglicherweise nicht so gut wirken:

Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von Cyclophosphamid vermindern:

  • Aprepitant, Ondansetron (zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen)
  • Bupropion (ein Antidepressivum)
  • Busulfan, Thiotepa (zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Ciprofloxacin, Chloramphenicol, Sulfonamide, wie z. B. Sulfadiazin, Sulfasalazin, Sulfamethoxazol (zur Behandlung bakterieller Infektionen)
  • Fluconazol, Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Prasugrel (zur Blutverdünnung).

Folgende Arzneimittel können die Toxizität von Cyclophosphamid verstärken:

  • Allopurinol (zur Behandlung von Gicht)
  • Azathioprin (zur Verminderung der Aktivität des Immunsystems)
  • Chloralhydrat (zur Behandlung von Schlaflosigkeit)
  • Cimetidin (zur Reduzierung der Magensäure)
  • Disulfiram (zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit)
  • Glycerinaldehyd (zur Behandlung von Warzen)
  • Proteasehemmer (zur Behandlung von Virusinfektionen)
  • Dabrafenib (zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Arzneimittel, die die Leberenzyme erhöhen, wie z. B.:
    • Rifampicin (zur Behandlung bakterieller Infektionen)
    • Phenobarbital Carbamazepin, Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)
    • Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung leichter Depressionen)
    • Kortikosteroide (zur Behandlung von Entzündungen).

Arzneimittel, die die toxischen Wirkungen von Cyclophosphamid auf Ihre Blutzellen und Ihr Immunsystem erhöhen können:

  • ACE-Hemmer, Thiazid-Diuretika, wie z. B. Hydrochlorothiazid oder Chlortalidon (zur Behandlung von Bluthochdruck oder Wassereinlagerung)
  • Natalizumab (zur Behandlung von Multipler Sklerose)
  • Paclitaxel (zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Zidovudin (zur Behandlung von Virusinfektionen)
  • Clozapin (zur Behandlung von Symptomen einiger psychiatrischer Erkrankungen).

Arzneimittel, die die toxischen Wirkungen von Cyclophosphamid auf Ihr Herz erhöhen können:

  • Anthracycline, wie z. B. Doxorubicin, Epirubicin
  • Bleomycin, Mitomycin (zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Cytarabin, Pentostatin, Trastuzumab (zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Strahlentherapie im Bereich Ihres Herzens.

Arzneimittel, die die toxischen Wirkungen von Cyclophosphamid auf Ihre Lunge erhöhen können:

  • Amiodaron (zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag)
  • die Hormone G-CSF, GM-CSF (zur Vermehrung der weißen Blutzellen nach einer Chemotherapie).

Sonstige Arzneimittel, die die Wirkung von Cyclophosphamid beeinflussen können oder deren Wirkung durch Cyclophosphamid beeinflusst werden kann:

  • Etanercept (zur Behandlung rheumatoider Arthritis)
  • Metronidazol (zur Behandlung von bakteriellen und Protozoeninfektionen)
  • Tamoxifen (zur Behandlung von Brustkrebs)
  • Bupropion (zur Unterstützung der Raucherentwöhnung)
  • Cumarine, wie z. B. Warfarin (zur Blutverdünnung)
  • Ciclosporin (zur Verminderung der Aktivität des Immunsystems)
  • Succinylcholin (zur Muskelentspannung bei medizinischen Eingriffen)
  • Digoxin, ß-Acetyldigoxin (zur Behandlung von Herzerkrankungen)
  • Impfstoffe
  • Verapamil (zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris oder unregelmäßigem Herzschlag)
  • Gleichzeitige Anwendung von Sulfonylharnstoffderivaten mit Cyclophosphamid (der Blutzuckerspiegel kann sinken).

Anwendung von Cyclophosphamid Accord zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Alkoholkonsum kann die durch Cyclophosphamid verursachte Übelkeit und das Erbrechen verstärken.

Auf den Verzehr von Grapefruit (Frucht oder Saft) sollte während der Behandlung mit Cyclophosphamid verzichtet werden. Es kann die normale Wirkung Ihres Arzneimittels beeinflussen und die Wirksamkeit von Cyclophosphamid verändern.

Empfängnisverhütung, Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen

Wenn Sie eine Frau sind, dürfen Sie während der Behandlung mit Cyclophosphamid Accord und für 12 Monate nach Ende der Behandlung nicht schwanger werden.

Wenn Sie ein Mann sind, müssen Sie wirksame Verhütungsmittel anwenden, um zu gewährleisten, dass Sie während der Behandlung mit Cyclophosphamid Accord und für 6 Monate nach Ende der Behandlung kein Kind zeugen.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Cyclophosphamid kann zu Fehlgeburten oder Missbildungen beim Ungeborenen führen.

In Anbetracht der verfügbaren Informationen wird die Anwendung von Cyclophosphamid während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimester, nicht empfohlen, und der Arzt wird entscheiden, ob es angewendet werden kann.

Stillzeit

Da Cyclophosphamid in die Muttermilch übergeht, dürfen Frauen während der Behandlung nicht stillen. Siehe Abschnitt 2 „Cyclophosphamid Accord darf nicht angewendet werden".

Fortpflanzungsfähigkeit

Cyclophosphamid kann Ihre künftige Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und Unfruchtbarkeit verursachen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Behandlung über die Möglichkeit einer Kryokonservierung (Einfrieren) von Sperma. Wenn Sie nach der Behandlung eine Elternschaft in Erwägung ziehen, sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Bei jungen Frauen, deren Eierstöcke noch nicht voll funktionsfähig sind, kann es nach einer Behandlung mit Cyclophosphamid zu einer vorzeitigen Menopause kommen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Verabreichung von Cyclophosphamid können Nebenwirkungen wie Schwindel, verschwommenes Sehen und Sehstörungen auftreten, die die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeugs oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Die Entscheidung, ob Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen dürfen, wird von Ihrem Arzt auf individueller Basis getroffen.

Cyclophosphamid Accord enthält Propylenglycol

Dieses Arzneimittel enthält 34 mg Propylenglycol pro 1-ml-Durchstechflasche des Konzentrats, entsprechend 34 mg/ml.

Wenn Ihr Baby weniger als 4 Wochen alt ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie ihm dieses Arzneimittel geben, insbesondere, wenn Ihr Baby gleichzeitig andere Arzneimittel erhält, die Propylenglycol oder Alkohol enthalten.

Cyclophosphamid Accord enthält Ethanol

Dieses Arzneimittel enthält 620 mg Alkohol (Ethanol) pro ml Lösung, was 13 g pro Maximaldosis von 60 mg/kg entspricht. Die Menge in der Maximaldosis (60 mg/kg bei einem 70 kg schweren Patienten) dieses Arzneimittels entspricht weniger als 323 ml Bier oder 130 ml Wein.

Der Alkohol in diesem Arzneimittel hat wahrscheinlich Auswirkungen auf Kinder. Dazu gehören Schläfrigkeit und Verhaltensänderungen. Es kann auch zu Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit und der Fähigkeit zur Teilnahme an körperlichen Aktivitäten kommen.

Die Alkoholmenge in diesem Arzneimittel kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen, da sie sich auf Ihre Urteilsfähigkeit und Ihre Reaktionsfähigkeit auswirkt.

Wenn Sie Epilepsie oder Leberprobleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Die Alkoholmenge in diesem Arzneimittel kann die Wirkung anderer Arzneimittel verändern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie alkoholabhängig sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wie wird Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Cyclophosphamid Accord wird Ihnen durch einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal gegeben, die in der Chemotherapie von Krebserkrankungen erfahren sind.

Das Arzneimittel wird in der Regel über eine Vene verabreicht. Die Dauer der Verabreichung beträgt in der Regel zwischen 30 Minuten und 2 Stunden und hängt von der zu verabreichenden Menge ab.

Cyclophosphamid wird häufig in Kombination mit anderen Krebsarzneimitteln oder einer Strahlentherapie verabreicht.

Empfohlene Dosis

Ihr Arzt wird entscheiden, welche Dosis des Arzneimittels Sie benötigen und wann Sie diese erhalten sollen. Die Dauer der Behandlung und/oder die Behandlungsintervalle hängen von den Anwendungsgebieten, dem angewandten Kombinationstherapieplan, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, den Ergebnissen der Laboruntersuchungen und der Erholung der Blutzellen ab.

Es ist ratsam, Cyclophosphamid morgens verabreicht zu bekommen. Vor, während und nach der Verabreichung ist es wichtig, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um mögliche Nebenwirkungen auf die Harnwege zu vermeiden.

Wenn Sie Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Cyclophosphamid Accord angewendet haben, als Sie sollten

Da Ihnen Cyclophosphamid unter Aufsicht Ihres Arztes gegeben wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie zu viel erhalten. Wenn Sie allerdings nach der Anwendung von Cyclophosphamid irgendwelche Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Sie benötigen möglicherweise sofortige ärztliche Hilfe.

Zu den Symptomen einer Überdosierung von Cyclophosphamid gehören die unten in Abschnitt 4

„Welche Nebenwirkungen sind möglich?" aufgeführten Nebenwirkungen, die jedoch in der Regel schwerwiegender sind.

Wenn Sie die Anwendung von Cyclophosphamid Accord vergessen haben

Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels vergessen haben, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt sofort beim Auftreten von:

allergischen Reaktionen. Anzeichen hierfür können z. B. Kurzatmigkeit, Keuchen, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall (extreme Müdigkeit), Ausschlag, Juckreiz oder Schwellungen des Gesichts und der Lippen sein. Schwere allergische Reaktionen können zu Atembeschwerden oder Schock mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen (anaphylaktischer Schock, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion)

  • Blutergüssen, ohne dass Sie sich gestoßen haben, oder Zahnfleischbluten. Dies kann darauf hindeuten, dass die Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten) in Ihrem Blut zu stark absinkt.
  • einer schweren Infektion oder Fieber, Geschwüren im Mund, Husten, Atemlosigkeit, Anzeichen für eine Blutvergiftung (Sepsis) wie Fieber, schnelle Atmung, beschleunigter Herzschlag, Verwirrtheit und Wassereinlagerung (Ödem). Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen sinkt und Antibiotika zur Bekämpfung von Infektionen, dem Abbau roter Blutkörperchen, einer verminderten Zahl von Blutplättchen und Nierenversagen (hämolytisch-urämisches Syndrom) erforderlich sind.
  • extremer Blässe, Lethargie und Müdigkeit. Dies kann auf eine verringerte Anzahl der roten Blutkörperchen hindeuten (Anämie). Normalerweise ist keine Behandlung erforderlich, da Ihr Körper die roten Blutkörperchen wieder nachbilden wird. Wenn Sie aber eine starke Blutarmut haben, benötigen Sie unter Umständen eine Bluttransfusion.
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit (hohem) Fieber, roten Flecken auf der Haut, Gelenkschmerzen und/oder Augenentzündung (Stevens-Johnson-Syndrom), schwere plötzliche (Überempfindlichkeits-)Reaktion mit Fieber und Blasenbildung auf der Haut/Schälen der Haut (toxische epidermale Nekrolyse)
  • abnormaler Muskelabbau, der zu Nierenproblemen führen kann (Rhabdomyolyse)
  • verschiedene Arten von Blutkrankheiten (Agranulozytose)
  • Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen oder verminderter Harnproduktion.
  • starken Schmerzen in der Brust.
  • Symptomen wie Schwäche, Verlust der Sehkraft, Sprachstörungen, Verlust des Tastsinns.

Andere Nebenwirkungen, die auftreten können:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Verminderung der Anzahl der Blutzellen (Myelosuppression)
  • Verminderung der weißen Blutzellen, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen spielen (Leukopenie, Neutropenie)
  • Haarausfall (Alopezie)
  • brennendes Gefühl beim Wasserlassen und häufiger Harndrang (Blasenentzündung)
  • Blut im Urin
  • Fieber
  • Unterdrückung des Immunsystems

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Infektionen
  • Entzündung der Schleimhäute (Mukositis)
  • anormale Leberfunktion
  • Unfruchtbarkeit bei Männern
  • Schüttelfrost
  • Schwächegefühl
  • allgemeines Unwohlsein
  • Verminderung der weißen Blutzellen und Fieber (febrile Neutropenie)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen), die Müdigkeit und Benommenheit verursachen kann
  • Neigung zu blauen Flecken bzw. Blutergüssen aufgrund einer Thrombozytopenie (niedrige Zahl von Blutplättchen)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • allergische Reaktionen
  • Unfruchtbarkeit bei Frauen (kann dauerhaft sein)
  • Brustschmerzen
  • schneller Herzschlag
  • Herzprobleme
  • veränderte Ergebnisse mancher Blutuntersuchungen
  • Hautrötung (Flush)
  • Nervenschädigung, die Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schwäche verursachen kann (Neuropathie)
  • Schmerzen im Versorgungsgebiet eines Nervs, die sich auch dumpf oder brennend anfühlen können (Neuralgie)
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)
  • Taubheit

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

  • erhöhtes Risiko für eine Krebserkrankung der weißen Blutzellen (akute Leukämie) und für einige andere Krebserkrankungen (Blasenkrebs, Harnleiterkrebs)
  • unwirksame Produktion einer bestimmten Art von Blutzellen (myelodysplastisches Syndrom)
  • erhöhte Freisetzung des antidiuretischen Hormons aus der Hirnanhangdrüse. Dies hat Auswirkungen auf die Nieren, indem es zu niedrigen Natriumspiegeln in Ihrem Blut (Hyponatriämie) sowie Wassereinlagerungen führt, die Schwellungen im Gehirn aufgrund von zu viel Wasser in Ihrem Blut verursachen. Anzeichen hierfür sind u. a. Kopfschmerzen, Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen, Verwirrtheit, Benommenheit.
  • veränderter Herzschlag
  • Leberentzündung
  • Ausschlag
  • Hautentzündung
  • Ausbleiben der Menstruation (Monatsblutung)
  • Spermienmangel
  • Schwindel
  • Sehstörungen, unscharfes Sehen
  • Farbveränderungen Ihrer Nägel und Haut
  • Austrocknung
  • Krampfanfälle
  • Blutungen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

  • Schock
  • Komplikationen, die nach einer Krebsbehandlung durch die Abbauprodukte absterbender Krebszellen auftreten können (Tumorlyse-Syndrom)
  • niedrige Natriumspiegel in Ihrem Blut (Hyponatriämie)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Angina pectoris
  • Herzinfarkt
  • Schädigung der Lunge (akutes Atemnotsyndrom, ARDS)
  • Narbenbildung in der Lunge, die Kurzatmigkeit verursacht (chronische interstitielle Lungenfibrose)
  • Atembeschwerden mit Keuchen oder Husten (Bronchospasmus)
  • Atemlosigkeit (Dyspnoe)
  • Zustand, bei dem der Körper oder ein bestimmter Körperbereich nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird (Hypoxie)
  • Husten
  • wunde Stellen oder Geschwüre im Mund (Stomatitis)
  • Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • Verstopfung
  • Darmentzündung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Blutgerinnsel
  • Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie)
  • Aktivierung einer viralen Hepatitis
  • Gelbfärbung der Augen oder Haut
  • strahlenbedingte Hautrötung (Radiation-Recall-Dermatitis)
  • Juckreiz, toxische Dermatitis
  • Beeinträchtigung des Geschmackssinns (Dysgeusie, Hypogeusie)
  • Gefühl von Kribbeln, Jucken, Prickeln, Stechen oder Brennen (Parästhesie)
  • Beeinträchtigung des Geruchssinns (Parosmie)
  • Krämpfe
  • Blasenprobleme
  • Nierenprobleme, einschließlich Nierenversagen
  • ulzerative Zystitis
  • Kopfschmerzen
  • Multiorganversagen
  • Reaktionen an der Injektions-/Infusionsstelle
  • Gewichtszunahme
  • Verwirrtheit
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Augenödem
  • Flüssigkeit in oder um die Lunge (Lungenödem)
  • Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Aszites)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • verschiedene Krebserkrankungen, z. B. Blutkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom), Nierenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Sarkom
  • verschiedene Bluterkrankungen (Lymphopenie, verminderter Hämoglobinwert)
  • verstärkter Tränenfluss
  • Tinnitus
  • Verschluss der Nasengänge (verstopfte Nase)
  • Schmerzen im Mund-Rachenraum
  • Symptome von Allergien oder grippeähnliche Symptome (Rhinorrhoe)
  • Niesen
  • Erkrankungen, die eine Entzündung der Lunge verursachen, die zu Atemnot, Husten und erhöhter Temperatur oder Vernarbung der Lunge führen kann (Pneumonitis, obliterative Bronchiolitis, allergische Alveolitis), Flüssigkeit in oder um die Lunge (Pleuraerguss), Bauchschmerzen
  • Blutungen im Magen oder Darm
  • Darmprobleme/-blutungen
  • Leberversagen
  • Zytolytische Hepatitis
  • Ausschlag, Hautrötung, Blasenbildung an Lippen, Augen oder Mund, Abschälen der Haut (Erythema multiforme, Urtikaria, Erythem)
  • Hand-Fuß-Syndrom
  • Gesichtsschwellung
  • vermehrtes Schwitzen
  • Hautverhärtungen (Skleroderma)
  • Muskelkrämpfe und -schmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Entzündung, Narbenbildung und Schrumpfung (Kontraktion) der Harnblase
  • Wirkungen auf den Fötus wie Schädigung oder Tod des Fötus, intrauteriner Tod, Missbildung des Fötus, Wachstumsverzögerung des Fötus, krebserregende Wirkung auf die Nachkommen
  • veränderte Ergebnisse mancher Bluttests (Blutzuckerspiegel, Hormonspiegel)
  • Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Neurotoxizität, manifestiert als Syndrom gekennzeichnet durch Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krämpfe und Verlust der Sehkraft (posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom), Empfindungsstörungen (Dysästhesie, Hypoästhesie), Zittern (Tremor), Beeinträchtigung des Geschmackssinns (Dysgeusie, Hypogeusie), Beeinträchtigung des Geruchssinns (Parosmie)
  • Abnahme der Fähigkeit des Herzens, genügend Blut durch den Körper zu pumpen, was lebensbedrohlich sein kann (kardiogener Schock, Herzversagen oder Herzstillstand), schnellerer Herzschlag (Tachykardie), der lebensbedrohlich sein kann (ventrikuläre Tachykardie), langsamerer Herzschlag (Bradykardie), Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel (Perikarderguss), abnormes EKG-Herzbild (QT-Verlängerung im Elektrokardiogramm), Veränderungen des Herzrhythmus (Arrhythmie), die sich bemerkbar machen können (Herzklopfen), Linksherzversagen, diffuse intramyokardiale Blutung
  • Veränderungen der Häufigkeit der Menstruation
  • Speicheldrüsenentzündung
  • akute Wasserintoxikation
  • Ödeme
  • grippeähnliche Erkrankung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2-8 °C).

Nach dem Öffnen:

Nach dem Öffnen teilweise benutzte Mehrfachdosis-Durchstechflaschen im Originalverpackung bei 2-8 °C bis zu 28 Tage aufbewahren. Den unbenutzten Teil nach 28 Tagen verwerfen.

Nach Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Lösung wurde für 7 Tage bei 2-8 °C (vor Licht geschützt) und 24 Stunden bei 20-25 °C (normales Raumlicht) nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das verdünnte Arzneimittel sofort angewendet werden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2-

8 °C betragen, es sei denn, die Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Leere Durchstechflaschen oder Materialien (Spritzen, Nadeln usw.), die zur Verdünnung und Verabreichung verwendet wurden, sollten gemäß den örtlichen Anforderungen entsorgt werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Weitere Informationen zu Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Was Cyclophosphamid Accord enthält

  • Der Wirkstoff ist Cyclophosphamid
  • Die sonstigen Bestandteile sind Ethanol, Propylenglycol, Macrogol 400, 3-Sulfanylpropan- 1,2-diol.

1 ml Konzentrat enthält Cyclophosphamid-Monohydrat entsprechend 200 mg Cyclophosphamid.

Ein Fläschchen mit 1 ml Konzentrat enthält Cyclophosphamid-Monohydrat, das 200 mg Cyclophosphamid entspricht.

Ein Fläschchen mit 2,5 ml Konzentrat enthält Cyclophosphamid-Monohydrat, das 500 mg Cyclophosphamid entspricht.

Ein Fläschchen mit 5 ml Konzentrat enthält Cyclophosphamid-Monohydrat, das 1000 mg Cyclophosphamid entspricht.

Eine Durchstechflasche mit 10 ml Konzentrat enthält Cyclophosphamid-Monohydrat, das 2000 mg Cyclophosphamid entspricht.

Wie Cyclophosphamid Accord aussieht und Inhalt der Packung

2-ml-Durchstechflasche aus farblosem Typ I Glas, mit Chlorbutyl-Gummistopfen und einfachem blauen Flip-off-Verschluss, mit 1 ml Konzentrat.

5-ml-Durchstechflasche aus farblosem Typ I Glas, mit Chlorbutyl-Gummistopfen und einfachem gelben Flip-off-Verschluss, mit 2,5 ml Konzentrat.

5-ml-Durchstechflasche aus farblosem Typ I Glas, mit Chlorbutyl-Gummistopfen und einfachem blauen Flip-off-Verschluss, mit 5 ml Konzentrat.

10-ml-Durchstechflasche aus farblosem Typ I Glas, mit Chlorbutyl-Gummistopfen und einfachem blauen Flip-off-Siegel, mit 10 ml Konzentrat.

Packungsgrößen

1 Durchstechflasche

5 Durchstechflaschen

6 Durchstechflaschen

10 Durchstechflaschen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Accord Healthcare B.V.

Winthontlaan 200

3526 KV Utrecht

Niederlande

Hersteller

Accord Healthcare Polska Sp.z o.o.

Ul. Tasmowa 7, Entrance B, 6th Floor, Marynarska Business Park 02-677 Warszawa

Polen

Betriebsstätte

Accord Healthcare Polska Sp.z o.o. Ul. Lutomierska 50

95-200 Pabianice Polen

oder

Laboratori Fundació DAU

C/ C 12-14 Pol. Ind. Zona Franca

08040 Barcelona

Spanien

oder

Accord Healthcare single member S.A. 64th Km National Road Athens, Lamia, Schimatari, 32009, Griechenland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Bezeichnung des Arzneimittels
Mitgliedstaats  
Zypern Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml concentrate for solution for
  injection/infusion
Spanien Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml concentrado para solución
  inyectable y para perfusión
Italien Ciclofosfamide Accord
Portugal Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml
Belgien Cyclofosfamide Accord 200 mg/ml concentraat voor oplossing voor
  injectie/infusie
Dänemark Cyclophosphamide Accord
Estland Cyclophosphamide Accord
Deutschland Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
Finnland Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml injektio-/infuusiokonsentraatti,
  liuosta varten
Lettland Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml koncentrāts injekciju/infūziju
  šķīduma pagatavošanai
Litauen Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml koncentratas injekciniam ar
  infuziniam tirpalui
Norwegen Cyclophosphamide Accord
Schweden Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml koncentrat till injektions-
  /infusionsvätska, lösning
Bulgarien Cyclophosphamide Accord 200 mg/ml concentrate for solution for
  injection/infusion
  Циклофосфамид Акорд 200 mg/ml концентрат за
  инжекционен/инфузионен разтвор
Tschechien Cyclophosphamide Accord
Kroatien Ciklofosfamid Accord 200 mg/ml koncentrat za otopinu za
  injekciju/infuziju
Rumänien Ciclofosfamidă Accord 200 mg/ml concentrat pentru soluţie
  injectabilă/perfuzabilă
Polen Cyclophosphamide Accord
Frankreich CYCLOPHOSPHAMIDE ACCORD 200 mg/ml, solution à diluer pour
  solution injectable/pour perfusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2025.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Cyclophosphamid Accord darf nur von Ärzten angewendet werden, die im Umgang mit Antineoplastika erfahren sind. Cyclophosphamid darf nur in spezialisierten, onkologischen Einrichtungen angewendet werden, wenn Möglichkeiten zur regelmäßigen Überwachung der klinischen, biochemischen und hämatologischen Parameter vor, während und nach der Behandlung bestehen.

Dosierung

Die Dosierung muss individuell erfolgen. Die Dosierung und die Therapiedauer und/oder die Behandlungsintervalle richten sich nach der therapeutischen Indikation, dem angewandten Kombinationstherapieregime, dem Allgemeinzustand und den Organfunktionen des Patienten sowie nach den Ergebnissen der Laboruntersuchungen (vor allem der Bestimmung der Blutzellen).

Bei Kombination mit anderen Zytostatika ähnlicher Toxizität kann eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung der therapiefreien Intervalle erforderlich sein.

Die Anwendung von Hämatopoese-stimulierenden Wirkstoffen (koloniestimulierende Faktoren und Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe) kann in Betracht gezogen werden, um das Risiko von myelosuppressiven Komplikationen zu reduzieren und/oder die Gabe der zu verabreichenden Dosen zu erleichtern.

Vor, während und unmittelbar nach der Anwendung ist für die Aufnahme oder Infusion ausreichender Flüssigkeitsmengen zu sorgen, um eine Diurese zu induzieren und so das Risiko einer Harnwegstoxizität zu reduzieren. Daher sollte Cyclophosphamid Accord morgens angewendet werden.

Es liegt in der Verantwortung des Arztes, über den Einsatz von Cyclophosphamid entsprechend den operativen Behandlungsrichtlinien zu entscheiden.

Die nachstehenden Dosierungen können als allgemeine Richtlinien betrachtet werden:

Hämatologische und solide Tumore

  • Für die tägliche Behandlung:
    3 – 6 mg/kg Körpergewicht (= 120 – 240 mg/m2 Körperoberfläche), intravenös injiziert
  • Für die intermittierende Behandlung:
    10 – 15 mg/kg Körpergewicht (= 400 – 600 mg/m2 Körperoberfläche), intravenös injiziert, mit therapiefreien Intervallen von 2 bis 5 Tagen
  • Für die hochdosierte intermittierende Behandlung:
    20 – 40 mg/kg Körpergewicht (= 800 – 1600 mg/m2 Körperoberfläche), intravenös injiziert, mit therapiefreien Intervallen von 21 bis 28 Tagen.

Als Vorbereitung auf eine Knochenmarktransplantation

2 Tage 60 mg/kg oder 4 Tage 50 mg/kg Körpergewicht intravenös injiziert.

Wird ein Busulfan-Cyclophosphamid (Bu/Cy)-Schema angewendet, muss die erste Dosis Cyclophosphamid mindestens 24 Stunden nach der letzten Busulfan-Dosis verabreicht werden.

Autoimmunkrankheiten

Pro Monat 500 – 1000 mg/m2 Körperoberfläche.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Schwere Leberfunktionsstörungen können mit einer verminderten Aktivierung von Cyclophosphamid einhergehen. Dies kann die Wirksamkeit der Behandlung mit Cyclophosphamid Accord verändern und sollte bei der Auswahl der Dosis und der Einschätzung des Ansprechens auf das Arzneimittel berücksichtigt werden.

Die Dosis muss bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung reduziert werden. Eine Dosisreduktion um 25 % wird bei Patienten mit Serumbilirubinkonzentrationen von 3,1 – 5 mg/100 ml (= 0,053 - 0,086 mmol/l) empfohlen.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, insbesondere bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, kann eine verminderte Nierenausscheidung zu erhöhten Plasmaspiegeln von Cyclophosphamid und seinen Metaboliten führen. Dies kann zu einer erhöhten Toxizität führen und sollte bei der Festlegung der Dosierung bei diesen Patienten berücksichtigt werden. (Siehe Fachinformation Abschnitt 4.4). Eine Dosisreduktion um 50 % bei einer glomerulären Filtrationsrate von weniger als 10 ml/min wird empfohlen.

Cyclophosphamid und seine Metaboliten sind dialysefähig, obwohl es je nach verwendetem Dialysesystem Unterschiede in der Clearance geben kann. Bei dialysepflichtigen Patienten sollte ein einheitliches Intervall zwischen den Dialysezyklen und der Verabreichung von Cyclophosphamid Accord in Betracht gezogen werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sollte die Überwachung auf Toxizitäten und die Notwendigkeit einer Dosisanpassung die höhere Häufigkeit einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion oder

anderer Organfunktionen und Begleiterkrankungen oder anderer Arzneimitteltherapie in dieser Bevölkerungsgruppe berücksichtigen.

Kinder und Jugendliche

Cyclophosphamid wurde an Kinder verabreicht. Das Sicherheitsprofil von Cyclophosphamid bei pädiatrischen Patienten ist dem der erwachsenen Bevölkerung ähnlich.

Dosisanpassung aufgrund von Myelosuppression

Während der Behandlung mit Cyclophosphamid sollte regelmäßig eine Leukozyten- und Thrombozytenzählung durchgeführt werden. Es wird empfohlen, die Dosis bei Bedarf anzupassen, wenn Anzeichen einer Myelosuppression erkennbar werden.

Bitte beachten Sie die nachstehende Tabelle. Auch das Urinsediment sollte regelmäßig auf das Vorhandensein von Erythrozyten untersucht werden.

Leukozytenzahl Thrombozytenzahl Dosierung
[Mikroliter] [Mikroliter]  
mehr als 4000 mehr als 100 000 100 % der geplanten Dosis
2500 - 4000 50 000 – 100 000 50 % der geplanten Dosis
weniger als 2500 weniger als 50 000 Auslassen, bis sich die Werte
    normalisieren, oder individuell
    entscheiden

Bei einer Kombinationstherapie müssen möglicherweise weitere Dosisreduzierungen in Betracht gezogen werden.

Art der Anwendung

Cyclophosphamid ist inert, bis es durch Enzyme in der Leber aktiviert wird. Wie bei allen zytotoxischen Wirkstoffen wird jedoch empfohlen, dass die Verdünnung von geschultem Personal in einem dafür vorgesehenen Bereich vorgenommen werden sollte.

Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung des Arzneimittels

Bei der Handhabung des Präparats sollten Schutzhandschuhe getragen werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Spritzer in die Augen gelangen. Schwangere und stillende Frauen sollten das Präparat nicht handhaben.

Intravenöse Anwendung

Arzneimittel zur intravenösen Anwendung müssen vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen untersucht werden, sofern Lösung und Behältnis dies zulassen.

Infusion:

Die intravenöse Verabreichung sollte vorzugsweise als Infusion erfolgen.

Wenn die Lösung zur intravenösen Infusion verwendet werden soll, wird Cyclophosphamid Accord mit einem der folgenden Verdünnungsmittel auf eine Mindestkonzentration von 2 mg pro ml verdünnt.

  • 0,9 %ige Natriumchlorid-Injektion,
  • 0,45 %ige Natriumchlorid-Injektion,
  • 5 %ige Glukose-Injektion,
  • 5 % Glucose und 0,9 % Natriumchlorid-Injektion.

Direkte Injektion:

Wenn die Lösung zur direkten Injektion verwendet werden soll, wird Cyclophosphamid Accord mit einem der folgenden Verdünnungsmittel auf eine Mindestkonzentration von 20 mg pro ml verdünnt.

  • 0,9 %ige Natriumchlorid-Injektion,
  • 0,45 %ige Natriumchlorid-Injektion,
  • 5 %ige Glukose-Injektion,
  • 5 % Glucose und 0,9 % Natriumchlorid-Injektion.

Verwenden Sie kein steriles Wasser zur Verdünnung, da es zu einer hypotonen Lösung führt und nicht direkt injiziert werden darf.

Um die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Wirkungen zu verringern, die offenbar von der Verabreichungsgeschwindigkeit abhängen (z. B. Schwellungen im Gesicht, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Brennen auf der Kopfhaut), sollte Cyclophosphamid sehr langsam injiziert oder infundiert werden. Die Dauer der Infusion sollte dem Volumen und der Art der zu infundierenden Trägerflüssigkeit angemessen sein.

Lagerung und Haltbarkeit der verdünnten Lösung

Nach dem Öffnen:

Nach dem ersten Gebrauch die teilweise benutzte Durchstechflasche im Originalkarton bei 2-8 °C bis zu 28 Tage aufbewahren. Den unbenutzten Teil nach 28 Tagen verwerfen.

Nach Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Lösung wurde für 7 Tage bei 2-8 °C (vor Licht geschützt) und 24 Stunden bei 20-25 °C (normales Raumlicht) nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das verdünnte Arzneimittel sofort angewendet werden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2-

8 °C betragen, es sei denn, die Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Weitere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff

Folgende Medikamente enthalten auch den Wirksstoff Cyclophosphamid. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, über ein mögliches Subsitut zu Cyclophosphamid Accord 200 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

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