Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Hypercholesterinämie Die Anwendung von Atorvastatin Umedica st zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apo-Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel bei Erwachsene, Heranwachsende und Kinder ab 10 Jahren Patienten mit Primärer Hypercholesterinämie, …
- Wirkstoff(e)
- Atorvastatin
- Zulassungsinhaber
- Umedica Netherlands B.V.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- C10AA05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten angewendet?
Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten
Anwendungsgebiete
Hypercholesterinämie
Die Anwendung von Atorvastatin Umedica st zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apo-Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel bei Erwachsene, Heranwachsende und Kinder ab 10 Jahren Patienten mit Primärer Hypercholesterinämie, einschließlich Familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder Kombinierter (Gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ IIa und IIb nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erbringen.
Atorvastatin Umedica ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Patienten mit Homozygoter Familiärer Hypercholesterinämie angezeigt – entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.
Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen
Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, (siehe Abschnitt 5.1), zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren.
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Was ist vor der Einnahme von Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten zu beachten?
Gegenanzeigen
Atorvastatin Umedica ist kontraindiziert bei Patienten:
- mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile aufgeführt in Abschnitt 6.1
- mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwertes
- in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Empfängnisverhütungsmethoden anwenden (siehe Abschnitt 4.6)
- Behandlung mit den Hepatitis-C-Antiviren Glecaprevir/Pibrentasvir
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Einfluss auf die Leber
Leberfunktionstests sollten vor Behandlungsbeginn und danach in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Bei Patienten, bei denen Anzeichen oder Symptome einer Leberschädigung auftreten, sollte ein Leberfunktionstest durchgeführt werden. Patienten, bei denen sich ein Transaminasenanstieg entwickelt, sollten bis zum Abklingen des Befunds beobachtet werden. Falls die Erhöhung der Transaminasen auf mehr als das 3-Fache des oberen Normwertes fortdauert, empfiehlt sich eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Therapie mit Atorvastatin (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten, die beträchtliche Mengen Alkohol konsumieren und/oder bei denen bereits eine Lebererkrankung in der Vorgeschichte bekannt ist, sollte Atorvastatin Umedica mit Vorsicht angewendet werden.
SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels)
In einer Post-hoc-Analyse von Schlaganfall-Subtypen bei Patienten ohne KHK, die kürzlich einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten, zeigte sich im Vergleich zur Plazebo-Gruppe eine höhere Inzidenz von hämorrhagischen Schlaganfällen bei den Patienten, die die Therapie mit 80 mg Atorvastatin begannen. Das erhöhte Risiko war besonders ausgeprägt bei Patienten, die bei Aufnahme in die Studie einen hämorrhagischen Schlaganfall oder einen lakunären Infarkt in der Anamnese hatten. Für Patienten mit einem hämorrhagischen Schlaganfall oder einem lakunären Infarkt in der Anamnese ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis der 80-mg-Dosierung von Atorvastatin ungeklärt, und das mögliche Risiko eines hämorrhagischen Schlaganfalls sollte vor Behandlungsbeginn sorgfältig bedacht werden (siehe Abschnitt 5.1).
Einfluss auf die Skelettmuskulatur
Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer kann auch Atorvastatin in seltenen Fällen die Skelettmuskulatur beeinflussen und eine Myalgie, Myositis sowie eine Myopathie verursachen, die sich zu einer Rhabdomyolyse entwickeln kann, einem möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand, der durch deutlich erhöhte Kreatinkinase(CK)-Spiegel (>10-Fache des oberen Normwertes), Myoglobinämie und Myoglobinurie mit möglichem Nierenversagen charakterisiert ist.
Es gibt sehr seltene Berichte über eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (IMNM) während oder nach der Behandlung mit einigen Statinen. IMNM ist klinisch durch anhaltende proximale Muskelschwäche und erhöhte Serumkreatinkinase gekennzeichnet, die trotz Absetzen der Statinbehandlung, positiver Anti-HMG-CoA-Reduktase-Antikörper und Verbesserung durch Immunsuppressiva fortbestehen.
Untersuchung vor Behandlungsbeginn
Atorvastatin sollte mit Vorsicht bei Patienten verschrieben werden, bei denen prädisponierende Faktoren für das Auftreten von Rhabdomyolysen vorliegen. Vor Beginn einer Statin-Therapie sollten Messungen der Kreatinkinase-Aktivität bei Vorliegen der folgenden Risikofaktoren bzw. Erkrankungen vorgenommen werden:
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- Hypothyreose
- Erbliche Myopathien in der Eigen- oder Familienanamnese
- Muskulär-toxische Komplikationen im Zusammenhang mit der Gabe eines Statins oder Fibrates
- Lebererkrankungen in der Vorgeschichte und/oder erheblicher Alkoholkonsum
- Ältere Patienten (>70 Jahre). Bei diesen sollte die Notwendigkeit einer solchen Messung erwogen werden, wenn weitere prädisponierende Faktoren für das Auftreten einer Rhabdomyolyse vorliegen
- Umstände, bei denen eine Erhöhung der Plasmaspiegel eintreten kann, wie beispielsweise Wechselwirkungen (siehe Abschnitt 4.5) und spezielle Patientengruppen einschließlich genetische Subpopulationen (siehe Abschnitt 5.2).
In solchen Situationen ist eine sorgfältige Nutzen-Schaden-Abwägung erforderlich und es sollte eine engmaschige klinische Überwachung erfolgen.
Wenn die CK-Werte vor Beginn der Behandlung wesentlich (um mehr als das 5-Fache des oberen Normwertes) erhöht sind, sollte eine Therapie nicht begonnen werden.
Kreatinkinase-Bestimmung
Die Kreatinkinase (CK) sollte nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen oder bei Vorliegen von anderen möglichen Ursachen eines CK-Anstiegs gemessen werden, da dies die Interpretation der Messwerte erschwert. Falls die CK-Werte vor Beginn der Behandlung wesentlich erhöht sind (um mehr als das 5-Fache des oberen Normwertes), sollten zur Überprüfung innerhalb von 5 bis 7 Tagen erneute Bestimmungen durchgeführt werden.
Überwachung während der Therapie
- Die Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der Skelettmuskeln umgehend zu berichten, speziell, wenn diese mit allgemeinem Unwohlsein oder Fieber einhergehen.
- Wenn solche Symptome während der Behandlung mit Atorvastatin auftreten, sollte die CKAktivität gemessen werden. Wenn diese wesentlich (>5-Fache des oberen Normwertes) erhöht ist, sollte die Therapie abgebrochen werden.
- Bei anhaltenden und starken Muskelbeschwerden sollte auch dann ein Abbruch der Therapie erwogen werden, wenn die CK-Werte nicht wesentlich erhöht sind (≤5-Fache des oberen Normwertes).
- Wenn die Symptome abgeklungen und die CK-Werte auf ein normales Niveau gesunken sind, kann eine Wiederaufnahme der Therapie mit Atorvastatin oder einem anderen Statin in der niedrigsten Dosierung und mit engmaschiger Überwachung erwogen werden.
- Die Therapie mit Atorvastatin muss abgebrochen werden, falls klinisch signifikante CKKonzentrationen im Serum auftreten (>10-Fache des oberen Normwertes) oder falls eine Rhabdomyolyse diagnostiziert oder vermutet wird
Gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln
Die Gefahr einer Rhabdomyolyse ist erhöht, wenn Atorvastatin zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln verabreicht wird, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen können, wie z. B. starke Hemmer von CYP3A4 oder Transportproteinen (z. B. Ciclosporin, Telithromycin, Clarithromycin, Delavirdin, Stiripentol, Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol, letermovir und bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Indinavir, Darunavir tipranavir/ritonavir, usw). Darüberhinaus kann die Gefahr einer Myopathie erhöht sein bei gleichzeitiger Anwendung von Gemfibrozil und anderen Fibraten, antivirale Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C (HCV) (z. B. Boceprevir, Telaprevir, Elbasvir/Grazoprevir, Ledipasvir/Sofosbuvir), Erythromycin, Niacin und Ezetimib. Wenn möglich, sollten alternative (nicht interagierende) Therapiemaßnahmen statt dieser Arzneimittel in Erwägung gezogen werden.
In den Fällen, in denen eine gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin unumgänglich ist, muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung der Komedikation durchgeführt werden. Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, die die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen, wird eine niedrigere Maximaldosis von Atorvastatin empfohlen. Bei starken CYP3A4- Hemmern muss zusätzlich eine niedrigere Initialdosis von Atorvastatin in Erwägung gezogen werden und es wird eine entsprechende klinische Überwachung dieser Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Atorvastatin darf nicht zusammen mit systemischen Formulierungen von Fusidinsäure oder innerhalb von 7 Tagen nach Absetzen der Fusidinsäurebehandlung verabreicht werden. Bei Patienten, bei denen die Anwendung von systemischer Fusidinsäure als unerlässlich angesehen wird, sollte die Behandlung mit Statinen während der gesamten Dauer der Fusidinsäure-Behandlung unterbrochen werden. Es gab Berichte über Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Todesfälle) bei Patienten, die Fusidinsäure und Statine in Kombination erhielten (siehe Abschnitt 4.5). Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, dass er sofort einen Arzt aufsuchen sollte, wenn er Symptome von Muskelschwäche, Schmerzen oder Empfindlichkeit verspürt.
Die Statintherapie kann sieben Tage nach der letzten Fusidinsäure-Dosis wieder aufgenommen werden.
In Ausnahmefällen, in denen eine länger andauernde systemische Fusidinsäure erforderlich ist, z. B. zur Behandlung schwerer Infektionen, sollte die Notwendigkeit einer gleichzeitigen Verabreichung
von Atorvastatin und Fusidinsäure nur von Fall zu Fall und unter strenger ärztlicher Aufsicht erwogen werden.
Kinder und Jugendliche
In einer 3-Jahres-Studie wurden keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf das Wachstum und die sexuelle Reifung beobachtet, basierend auf der Bewertung der allgemeinen Reifung und Entwicklung, der Bewertung des Tanner-Stadiums und der Messung von Größe und Gewicht (siehe Abschnitt 4.8).
Interstitielle Lungenkrankheit
Bei einigen Statinen wurde, besonders bei Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine interstitielle Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden Beschwerden können dabei Dyspnoe, unproduktiven Husten und allgemeine Gesundheitsstörungen (Erschöpfung, Gewichtsverlust und Fieber) einschließen. Wenn vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle Lungenkrankheit entwickelt hat, sollte die Statintherapie abgebrochen werden.
Einiges deutet darauf hin, dass Statine als Klasse den Blutzucker erhöhen und bei einigen Patienten mit hohem Diabetesrisiko zu einer Hyperglykämie führen können, die eine formelle Diabetesbehandlung erforderlich macht. Dieses Risiko wird jedoch durch die Verringerung des Gefäßrisikos durch Statine aufgewogen und sollte daher kein Grund sein, die Behandlung mit Statinen abzubrechen. Risikopatienten (Nüchternglukose 5,6 bis 6,9 mmol/L, BMI>30kg/m2, erhöhte Triglyzeride, Bluthochdruck) sollten sowohl klinisch als auch biochemisch gemäß den nationalen Leitlinien überwacht werden.
Myasthenia gravis
In wenigen Fällen wurde berichtet, dass Statine eine Myasthenia gravis oder eine Verschlechterung einer bereits bestehenden Myasthenia gravis oder okulärer Myasthenie auslösen. (siehe Abschnitt 4.8). [Produktname] sollte bei einer Verschlimmerung der Symptome abgesetzt werden. Es wurde über Rezidive berichtet, wenn dasselbe oder ein anderes Statin (erneut) gegeben wurde.
Sonstige Bestandteile
Atorvastatin Umedica enthält Lactose. Patienten mit seltener hereditärer Galactose-Intoleranz, Lapp- Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist im Wesentlichen "natriumfrei".
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter
Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie geeignete Verhütungsmaßnahmen anwenden (siehe Abschnitt 4.3).
Schwangerschaft
Atorvastatin Umedica ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Die Sicherheit in der Schwangerschaft ist bisher nicht belegt. An schwangeren Frauen wurden keine kontrollierten klinischen Studien mit Atorvastatin durchgeführt. Es liegen seltene Berichte über kongenitale Anomalien nach intrauteriner Exposition mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren vor. In tierexperimentellen Studien hat sich eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Eine Behandlung der Mutter mit Atorvastatin kann beim Fötus die Konzentration von Mevalonat, einem Vorprodukt der Cholesterinbiosynthese, verringern. Atherosklerose ist ein chronischer Prozess, und das Absetzen einer lipidsenkenden Therapie während der Schwangerschaft sollte für gewöhnlich nur einen geringen Einfluss auf das Langzeitrisiko einer primären Hypercholesterinämie haben. Deshalb sollte, Atorvastatin Umedica von Frauen, von Frauen, die schwanger sind, schwanger werden möchten oder glauben, schwanger zu sein, nicht angewendet werden. Die Behandlung mit Atorvastatin sollte für die Dauer der Schwangerschaft oder bis festgestellt ist, dass keine Schwangerschaft vorliegt, ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).
Stillzeit
Ob Atorvastatin oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch ausgeschieden werden, ist nicht bekannt. Bei Ratten wurden in der Milch ähnliche Konzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten wie im Plasma gemessen (siehe Abschnitt 5.3). Wegen der Gefahr schwerer Nebenwirkungen sollten Frauen, die Atorvastatin Umedica einnehmen, ihre Säuglinge nicht stillen (siehe Abschnitt 4.3). Atorvastatin ist in der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fertilität
In tierexperimentellen Studien hatte Atorvastatin keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von männlichen oder weiblichen Tieren (siehe Abschnitt 5.3).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
Wie wird Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten angewendet?
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung
Der Patient sollte vor der Anwendung von Atorvastatin Umedica auf eine übliche Diät zur Senkung von Cholesterin eingestellt werden und diese Diät während der Behandlung mit Atorvastatin Umedica fortsetzen.
Die Dosierung sollte individuell entsprechend des Ausgangs-LDL-Cholesterin-Wertes, dem Ziel der Therapie sowie dem Ansprechen des Patienten erfolgen.
Die übliche Anfangsdosierung beträgt 10 mg Atorvastatin 1-mal täglich. Die Dosierung sollte in Intervallen von 4 Wochen oder mehr angepasst werden. Die maximale Dosierung beträgt 1-mal täglich 80 mg.
Primäre Hypercholesterinämie und Kombinierte (Gemischte) Hyperlipidämie
In der überwiegenden Anzahl sprechen die Patienten auf 1-mal täglich Atorvastatin Umedica 10 mg ausreichend gut an. Der therapeutische Erfolg zeigt sich innerhalb von 2 Wochen, und der maximale therapeutische Effekt wird in der Regel nach 4 Wochen erreicht. Die Wirkung bleibt unter Dauertherapie erhalten.
Heterozygote Familiäre Hypercholesterinämie
Die Anfangsdosis beträgt Atorvastatin Umedica 10 mg täglich. Anpassungen der Dosierung sollten individuell in Abständen von 4 Wochen bis zu einer Dosierung von täglich 40 mg durchgeführt werden. Danach kann entweder die Dosierung bis auf maximal 80 mg täglich erhöht oder einmal täglich 40 mg Atorvastatin mit einem gallensäurebindenden Ionenaustauscherharz kombiniert werden.
Homozygote Familiäre Hypercholesterinämie
Hierzu liegen nur begrenzte Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).
Für Patienten mit Homozygoter Familiärer Hypercholesterinämie beträgt die Dosierung 10 bis 80 mg pro Tag (siehe Abschnitt 5.1). Atorvastatin sollte bei diesen Patienten als Ergänzung zu anderen lipidsenkenden Behandlungsmöglichkeiten (z. B. LDL-Apherese) angewendet werden oder falls diese Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.
Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen
In den Studien zur Primärprävention betrug die Dosierung 10 mg pro Tag. Um einen LDL- CholesterinSpiegel entsprechend den aktuellen Leitlinien zu erreichen, kann eine höhere Dosierung notwendig sein.
Eingeschränkter Nierenfunktion
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Eingeschränkter Leberfunktion
Atorvastatin Umedica sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorsichtig eingesetzt werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Atorvastatin Umedica ist kontraindiziert bei Patienten mit aktiver Lebererkrankung (siehe Abschnitt 4.3).
Gemeinsame Verabreichung mit anderen Arzneimitteln
Bei Patienten, die gleichzeitig mit Atorvastatin die antiviralen Hepatitis-C-Mittel Elbasvir/Grazoprevir oder Letermovir zur Prophylaxe einer Cytomegalievirus-Infektion einnehmen, sollte die Atorvastatin- Dosis 20 mg/Tag nicht überschreiten (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Die Anwendung von Atorvastatin wird bei Patienten, die Letermovir zusammen mit Ciclosporin einnehmen, nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Anwendung bei älteren Patienten
Wirksamkeit und Verträglichkeit für die empfohlenen Dosierungen sind bei Patienten über 70 Jahre vergleichbar mit der Gesamtpopulation.
Anwendung bei Kindern
Hypercholesterolaemia
Eine Anwendung bei Kindern sollte nur durch einen Spezialisten erfolgen mit Erfahrung in der Behandlung der pädiatrischen Hyperlipidämie, und die Patienten sollten regelmäßig nachuntersucht werden, um die Fortschritte zu beurteilen.
Für Patienten mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter von 10 Jahren und darüber, Die empfohlene Anfangsdosis für diese Patientengruppe liegt bei 10 mg Atorvastatin pro Tag. (siehe Abschnitt 5.1). Die Dosierung kann in Abhängigkeit vom Ansprechen des Patienten auf die Therapie und ihrer Verträglichkeit bis 80 mg pro Tag gesteigert werden. Anpassungen sollten in Abständen von 4 Wochen oder mehr vorgenommen werden. Die Dosistitration auf 80 mg täglich wird durch Studiendaten bei Erwachsenen und durch begrenzte klinische Daten aus Studien bei Kindern mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie unterstützt (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).
Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter von 6 bis 10 Jahren vor, die aus offenen Studien stammen. Atorvastatin ist für die Behandlung von Patienten unter 10 Jahren nicht angezeigt. Die derzeit verfügbaren Daten werden in den Abschnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben, es kann jedoch keine Empfehlung für eine Posologie abgegeben werden.
Andere Darreichungsformen/Stärken können für diese Bevölkerungsgruppe besser geeignet sein.
Art der Anwendung
Atorvastatin Umedica ist zum Einnehmen. Die jeweilige Tagesdosis an Atorvastatin wird auf einmal verabreicht. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten vorgenommen werden.
Überdosierung
Eine spezielle Behandlung bei Überdosierung mit Atorvastatin Umedica ist nicht verfügbar. Bei Überdosierung sollte der Patient symptomatisch behandelt werden und es sollten, falls erforderlich, unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Leberfunktionstests sollten durchgeführt und die CK- Werte im Serum überprüft werden. Da Atorvastatin zu einem hohen Anteil an Plasmaproteine gebunden wird, lässt eine Hämodialyse keine signifikante Beschleunigung der Atorvastatin-Clearance erwarten.
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Welche Nebenwirkungen hat Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf Atorvastatin
Atorvastatin wird durch das Cytochrom-F 450-Isoenzym 3A4 (CYP3A4) metabolisiert und ist ein Substrat von Transportproteinen, Organische Anionen transportierender Polypeptid 1B1 (OATP1B1) und 1B3 (OATP1B3) Transporter. Die Metaboliten von Atorvastatin sind Substrate von OATP1B1. Atorvastatin wird auch als Substrat der Efflux-Transporter P-Glykoprotein (P-gp) und Brustkrebs- Resistenzprotein (BCRP) identifiziert, was die intestinale Absorption und biliäre Clearance von Atorvastatin einschränken kann (siehe Abschnitt 5.2).Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Hemmstoffe von CYP3A4 oder von Transportproteinen sind, kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und einem erhöhten Myopathierisiko führen. Auch bei der gleichzeitigen Gabe von Atorvastatin zusammen mit anderen Arzneimitteln, die ein Myopathie
induzierendes Potenzial aufweisen, wie etwa Fibrate und Ezetimib, kann das Risiko erhöht sein (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).
Hemmstoffe von CYP3A4
Es hat sich gezeigt, dass starke CYP3A4-Hemmer die Konzentrationen von Atorvastatin deutlich erhöhen (siehe Tabelle 1 und die nachfolgenden Erläuterungen). Soweit möglich sollte eine Begleittherapie mit starken CYP3A4-Hemmern (z. B. Ciclosporin, Telithromycin, Clarithromycin, Delavirdin, Stiripentol, Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol einige antivirale Arzneimittel, die zur Behandlung von HCV eingesetzt werden (z. B. Elbasvir/Grazoprevir), und bestimmte HIV-Protease-Inhibitoren einschließlich Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Indinavir, Darunavir usw.) vermieden werden. In den Fällen, in denen eine gemeinsame Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Atorvastatin unumgänglich ist, sollte eine niedrigere Initial- und Maximaldosis erwogen werden und es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des Patienten empfohlen (siehe Tabelle 1).
Mittelstarke CYP3A4-Hemmer (z. B. Erythromycin, Diltiazem, Verapamil und Fluconazol) können die Plasmakonzentration von Atorvastatin erhöhen (siehe Tabelle 1). Bei Anwendung von Erythromycin zusammen mit Statinen wurde ein erhöhtes Myopathierisiko beobachtet. Es wurden keine Interaktionsstudien zu den Auswirkungen von Amiodaron oder Verapamil auf Atorvastatin durchgeführt. Amiodaron und Verapamil sind bekannte CYP3A4-Hemmstoffe, und eine Begleittherapie mit Atorvastatin kann daher möglicherweise zu einer erhöhten Atorvastatin-Exposition führen. Deshalb sollte bei einer Begleittherapie mit einem mittelstarken CYP3A4-Hemmer eine niedrigere Maximaldosis von Atorvastatin erwogen werden und es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des Patienten empfohlen. Nach dem Behandlungsbeginn oder einer Dosisanpassung des Hemmstoffs wird eine entsprechende klinische Kontrolle empfohlen.
Induktoren von CYP3A4
Die gleichzeitige Anwendung von Atorvastatin und Induktoren des Cytochrom-F-450-Isoenzyms 3A4 (z. B. Efavirenz, Rifampicin, Johanniskraut) kann zu unterschiedlich starken Verringerungen der Plasmakonzentration von Atorvastatin führen. Aufgrund des dualen Interaktionsmechanismus von Rifampicin (Induktor des Cytochrom-P-450-Isoenzyms 3A4 und Hemmer des hepatozellulären Aufnahmetransporters OATP1B1) wird die gleichzeitige Gabe von Atorvastatin und Rifampicin empfohlen, da eine verzögerte Einnahme von Atorvastatin nach der Gabe von Rifampicin mit einer ausgeprägten Verringerung der Plasmakonzentration von Atorvastatin verbunden war. Die Auswirkungen von Rifampicin auf die Konzentration von Atorvastatin in den Hepatozyten ist jedoch unbekannt, und für den Fall, dass eine Komedikation nicht vermieden werden kann, sollten die Patienten sorgfältig hinsichtlich der Wirksamkeit überwacht werden.
Hemmstoffe von Transport
Hemmstoffe von Transportproteinen können die systemische Exposition von Atorvastatin erhöhen. Ciclosporin und Letermovir sind beides Inhibitoren von Transportern, die an der Disposition von Atorvastatin beteiligt sind, d. h. OATP1B1/1B3, F-gp und BCRP, was zu einer erhöhten systemischen Exposition von Atorvastatin führt (siehe Tabelle 1). Die Auswirkungen einer HemmunCiclosporin und Letermovir sind beides Inhibitoren von Transportern, die an der Disposition von Atorvastatin beteiligt sind, d. h. OATP1B1/1B3, P-gp und BCRP, was zu einer erhöhten systemischen Exposition von Atorvastatin führtg von hepatischen Aufnahmetransportern auf die Konzentration von Atorvastatin in Hepatozyten sind nicht bekannt. Falls eine Komedikation nicht vermieden werden kann, wird eine Dosisreduktion und eine klinische Überwachung hinsichtlich der Wirksamkeit empfohlen (siehe Tabelle 1).
Die Anwendung von Atorvastatin wird bei Patienten, die Letermovir zusammen mit Ciclosporin einnehmen, nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Gemfibrozil Fibransäure-Derivate
Bei Monotherapie mit Fibraten treten gelegentlich muskuläre Störungen einschließlich Rhabdomyolyse auf. Bei gleichzeitiger Gabe von Fibraten und Atorvastatin kann das Risiko für das
Auftreten derartiger Störungen erhöht sein. Falls eine Komedikation nicht vermieden werden kann, sollte die niedrigste zum Erreichen des Therapieziels notwendige Dosis von Atorvastatin angewendet werden und eine entsprechende Kontrolle des Patienten erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).
Ezetimib
Die alleinige Anwendung von Ezetimib wird mit dem Auftreten von muskulären Erscheinungen einschließlich Rhabdomyolyse in Verbindung gebracht. Daher kann bei gleichzeitiger Anwendung von Ezetimib und Atorvastatin das Risiko für das Auftreten derartiger Erscheinungen erhöht sein. Es wird eine entsprechende klinische Kontrolle des Patienten empfohlen.
Colestipol
Die Plasmakonzentrationen von Atorvastatin und seinen aktiven Metaboliten waren niedriger (Verhältnis der Atorvastatin-Konzentration: 0,74) bei gleichzeitiger Verabreichung von Colestipol und Atorvastatin. Allerdings waren die Auswirkungen auf die Blutfettwerte größer, wenn Atorvastatin und Colestipol gemeinsam verabreicht wurden, als wenn eines der beiden Arzneimittel allein verabreicht wurde.
Fusidinsäure
Das Risiko einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse kann durch die gleichzeitige Verabreichung von systemischer Fusidinsäure mit Statinen erhöht sein. Der Mechanismus dieser Wechselwirkung (ob pharmakodynamisch oder pharmakokinetisch oder beides) ist noch unbekannt. Es gibt Berichte über Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Todesfälle) bei Patienten, die diese Kombination erhalten.
Wenn eine Behandlung mit systemischer Fusidinsäure erforderlich ist, sollte die Behandlung mit Atorvastatin während der gesamten Dauer der Fusidinsäurebehandlung unterbrochen werden (siehe Abschnitt 4.4).
Colchicine
Obwohl keine Wechselwirkungsstudien mit Atorvastatin und Colchicin durchgeführt wurden, wurde über Fälle von Myopathie bei gleichzeitiger Verabreichung von Atorvastatin und Colchicin berichtet, so dass bei der Verschreibung von Atorvastatin und Colchicin Vorsicht geboten ist.
Auswirkungen von Atorvastatin auf gleichzeitig verabreichte Arzneimittel
Digoxin
Bei gleichzeitiger, mehrmaliger Einnahme von 10 mg Atorvastatin und Digoxin erhöhte sich die SteadyState-Plasmakonzentration von Digoxin geringfügig. Patienten, die gleichzeitig Digoxin einnehmen, sollten deshalb entsprechend überwacht werden.
Orale Kontrazeptiva
Die gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin zusammen mit oralen Kontrazeptiva führte zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Norethisteron und Ethinyl-Estradiol.
Warfarin
In einer klinischen Studie bei Patienten unter einer Dauertherapie mit Warfarin führte die gleichzeitige Einnahme von 80 mg Atorvastatin Pfizer täglich und Warfarin zu einer geringen (ca. 1,7 Sekunden) Abnahme der Prothrombinzeit während der ersten 4 Behandlungstage, wobei die Prothrombinzeit innerhalb von 15 Tagen Anwendung von Atorvastatin Pfizer wieder Normalwerte erreichte. Obwohl nur sehr seltene Fälle einer klinisch signifikanten Wechselwirkung mit Antikoagulanzien berichtet wurden, sollte bei Patienten, die Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ einnehmen, vor der ersten Anwendung von Atorvastatin und während der ersten Therapiephase die Prothrombinzeit so häufig bestimmt werden, dass sichergestellt ist, dass keine signifikante Änderung der Prothrombinzeit eintritt. Wenn dann eine stabile Prothrombinzeit gesichert ist, kann sie in den Abständen, wie sie für Patienten unter Antikoagulanzien vom Coumarin-Typ üblich ist, kontrolliert werden. Wenn die Dosis von Atorvastatin verändert oder die Therapie abgebrochen wird, sollte die gleiche Vorgehensweise gewählt werden. Bei Patienten ohne Antikoagulanzientherapie wurde Atorvastatin nicht mit Blutungen oder Veränderungen der Prothrombinzeit in Verbindung gebracht.
Kinder und Jugendliche
Studien zu Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Das Ausmaß der Wechselwirkungen in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe ist nicht bekannt. Die oben genannten Wechselwirkungen bei Erwachsenen und die Warnhinweise in Abschnitt 4.4 sollten bei der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe berücksichtigt werden.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Tabelle 1: Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Atorvastatin
| Gleichzeitig Atorvastatin | Atorvastatin | |||
| verabreichtes Arzneimittel und | ||||
| Dosierung | Dosis (mg) | Veränderung | Klinische Empfehlungenb | |
| der AUCa | ||||
| Glecaprevir 400 mg OD/ | 10 mg OD für 7 | Die gleichzeitige | ||
| Pibrentasvir 120 mg OD, 7 | Tage | 8,3 | Verabreichung mit Produkten, | |
| Tage | die Glecaprevir oder | |||
| Pibrentasvir enthalten, ist | ||||
| kontraindiziert (siehe | ||||
| Abschnitt 4.3). | ||||
| Tipranivir 500 mg 2 x | 40 mg an Tag 1, | 9,4 | Falls eine Komedikation mit | |
| täglich/Ritonavir 200 mg 2 x | 10 mg an Tag | Atorvastatin notwendig ist, 10 | ||
| täglich, 8 Tage (Tag 14 bis 21) | mg | |||
| Atorvastatin nicht | ||||
| Telaprevir 750 mg q8h, 10 | 20 mg, SD | 7,9 | ||
| überschreiten. | ||||
| Tage | ||||
| Eine klinische Überwachung | ||||
| Ciclosporin 5,2 mg/kg/Tag, | 10 mg einmal | 8,7 | dieser Patienten wird | |
| stabile Dosis | täglich über 28 | empfohlen. | ||
| Tage | ||||
| Lopinavir 400 mg 2 x | 20 mg einmal | 5,9 | Falls eine Komedikation mit | |
| täglich/Ritonavir 100 mg 2 x | täglich über 4 | Atorvastatin notwendig ist, | ||
| täglich, 14 Tage | Tage | wird eine niedrigere | ||
| AtorvastatinErhaltungsdosis | ||||
| Clarithromycin 500 mg 2 x | 80 mg einmal | 4,5 | ||
| empfohlen. Bei höheren | ||||
| täglich, 9 Tage | täglich über 8 | |||
| AtorvastatinDosen als 20 mg | ||||
| Tage | ||||
| wird eine klinische | ||||
| Überwachung dieser Patienten | ||||
| empfohlen. | ||||
| Saquinqvir 400 mg 2 x | 40 mg einmal | 3,9 | Falls eine Komedikation mit | |
| täglich/Ritonavir (300 mg 2 x | täglich über 4 | Atorvastatin notwendig ist, | ||
| täglich von Tag 5 bis 7, | Tage | wird eine niedrigere | ||
| Erhöhung auf 400 mg 2 x | AtorvastatinErhaltungsdosis | |||
| täglich an Tag 8), Tag 4 bis | empfohlen. Bei höheren | |||
| 18, jeweils 30 Minuten nach | AtorvastatinDosen als 40 mg | |||
| der Atorvastatin-Gabe | wird eine klinische | |||
| Überwachung dieser Patienten | ||||
| Darunavir 300 mg 2 x | 10 mg einmal | 3,4 | ||
| empfohlen. | ||||
| täglich/Ritonavir 100 mg 2 x | täglich über 4 | |||
| täglich, 9 Tage | Tage | |||
| Itraconazol 200 mg 1 x | 40 mg als | 3,3 | ||
| täglich, 4 Tage | Einmalgabe | |||
| Fosamprenavir 700 mg 2 x | 10 mg einmal | 2,5 | |
| täglich/Ritonavir 100 mg 2 x | täglich über 4 | ||
| täglich, 14 Tage | Tage | ||
| Fosamprenavir 1400 mg 2 x | 10 mg einmal | 2,3 | |
| täglich, 14 Tage | täglich über 4 | ||
| Tage | |||
| Letermovir 480 mg OD, 10 | 20 mg SD | 3,29 | Die Dosis von Atorvastatin |
| Tage | sollte bei gleichzeitiger | ||
| Verabreichung mit | |||
| Letermovir-haltigen Produkten | |||
| eine Tagesdosis von 20 mg | |||
| nicht überschreiten. | |||
| Die Dosis von Atorvastatin | |||
| Elbasvir 50 mg OD/ | sollte bei gleichzeitiger | ||
| Grazoprevir 200 mg OD, 13 | 10 mg SD | 1,95 | Verabreichung mit Produkten, |
| Tage | die Elbasvir oder Grazoprevir | ||
| enthalten, eine Tagesdosis von | |||
| 20 mg nicht überschreiten. | |||
| Nelfinavir 1250 mg 2 x | 10 mg einmal | 1,74 | Keine besonderen |
| täglich, 14 Tage | täglich über 28 | Empfehlungen | |
| Tage | |||
| Grapefruitsaft, 240 ml, einmal | 40 mg als | 1,37 | Große Mengen Grapefruitsaft |
| täglichc | Einmalgabe | und Atorvastatin sollten nicht | |
| gleichzeitig eingenommen | |||
| werden. | |||
| Diltiazem 240 mg einmal | 40 mg als | 1,51 | Nach Therapiebeginn oder |
| täglich, 28 Tage | Einmalgabe | Dosisanpassung von Diltiazem | |
| wird eine geeignete klinische | |||
| Überwachung dieser Patienten | |||
| empfohlen. | |||
| Erythromycin 500 mg 4 x | 10 mg als | 1,33 | Es werden eine niedrigere |
| täglich, 7 Tage | Einmalgabe | Maximaldosis und eine | |
| klinische Überwachung dieser | |||
| Patienten empfohlen. | |||
| Amlodipin 10 mg als | 80 mg als | 1,18 | Keine besonderen |
| Einmalgabe | Einmalgabe | Empfehlungen. | |
| Cimetidin 300 mg 4 x täglich, | 10 mg einmal | 1,00 | Keine besonderen |
| 2 Wochen | täglich für 2 | Empfehlungen. | |
| Wochen | |||
| Colestipol 10 g BID, 24 | 40 mg OD für 8 | 0,74** | Keine besonderen |
| Wochen | Wochen | Empfehlungen | |
| Antazidasuspension aus | 10 mg einmal | 0,66 | Keine besonderen |
| Magnesium- und | täglich über 15 | Empfehlungen. | |
| Aluminiumhydroxid, 30 ml 4 | Tage | ||
| x täglich,, 17 Tage | |||
| Efavirenz 600 mg einmal | 10 mg über 3 | 0,59 | Keine besonderen |
| täglich, 14 Tage | Tage | Empfehlungen. | |
| Rifampicin 600 mg einmal | 40 mg als | 1,12 | Falls eine Komedikation |
| täglich, 7 Tage (gleichzeitige | Einmalgabe | notwendig ist, wird eine | |
| Verabreichung) | gleichzeitige Verabreichung | ||
| Rifampicin 600 mg einmal | 40 mg als | 0,20 | von Atorvastatin zusammen |
| täglich, 5 Tage (Dosen | Einmalgabe | mit Rifampicin unter | |
| getrennt) | klinischer Kontrolle | ||
| empfohlen. | |||
| Gemfibrozil 600 mg 2 x | 40 mg als | 1,35 | Es werden eine niedrigere |
| täglich, 7 Tage | Einmalgabe | Initialdosis und eine klinische | |
| Überwachung dieser Patienten | |||
| empfohlen. | |||
| Fenofibrat 160 mg einmal | 40 mg als | 1,03 | Es werden eine niedrigere |
| täglich, 7 Tage | Einmalgabe | Initialdosis und eine klinische | |
| Überwachung dieser Patienten | |||
| empfohlen. | |||
| Boceprevir 800 mg TID, 7 | 40 mg SD | 2,3 | Bei diesen Patienten wird eine |
| Tage | niedrigere Anfangsdosis und | ||
| eine klinische Überwachung | |||
| empfohlen. Die Dosis von | |||
| Atorvastatin sollte bei | |||
| gleichzeitiger Verabreichung | |||
| mit Boceprevir eine | |||
| Tagesdosis von 20 mg nicht | |||
| überschreiten. | |||
Und Stellt das Verhältnis der Behandlungen dar (gemeinsam verabreichtes Medikament plus Atorvastatin gegenüber Atorvastatin allein).
# Zur klinischen Signifikanz siehe Abschnitte 4.4 und 4.5
- Enthält einen oder mehrere Inhaltsstoffe, die CYP3A4 hemmen, und kann die Plasmakonzentrationen von Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, erhöhen. Ein Glass Grapefruitsaft (240 ml) führte darüberhinaus zu einer 20,4%igen Abnahme der AUC des aktiven Orthohydroxy-Metaboliten. Große Mengen Grapefruitsaft (mehr als 1,2 Liter täglich über 5 Tage) erhöhten die AUC von Atorvastatin um das 2,5-Fache sowie die AUC der aktiven Bestandteile (Atorvastatin und Metabolite) HMG-CoA-Reduktase-Hemmer 1,3-fach.
-
Das Verhältnis basiert auf einer einzigen Probe, die 8-16 Stunden nach der Dosis entnommen wurde.
OD = einmal täglich; SD = Einzeldosis; BID = zweimal täglich; TID = dreimal täglich; QID = viermal täglich.
Tabelle 2: Auswirkungen von Atorvastatin auf die Pharmakokinetik von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln
| Atorvastatin | Gleichzeitig verabreichte Arzneimittel | ||
| und Dosierung | |||
| Arzneimittel und Dosierung | Veränderung | Klinische Empfehlungen | |
| (mg) | der AUCa | ||
| 80 mg einmal | Digoxin 0,25 mg einmal | 1,15 | Patienten, die Digoxin |
| täglich über 10 | täglich, 20 Tage | einnehmen, sollten in | |
| Tage | geeigneter Weise überwacht | ||
| werden. | |||
| 40 mg einmal | Orale Kontrazeptiva einmal | 1,28 | Keine besonderen |
| täglich über 22 | täglich, 2 Monate | 1,19 | Empfehlungen. |
| Tage | - Norethindron 1mg | ||
| - Ethinylestradiol 35 µg | |||
| 80 mg einmal | b Phenazon 600 mg als | 1,03 | Keine besonderen |
| täglich über 15 | Einmalgabe | Empfehlungen. | |
| Tage | |||
| 10 mg, SD | Tipranavir 500 mg | 1,08 | Keine besonderen |
| BID/Ritonavir 200 mg | Empfehlungen. | ||
| BID, 7 Tage | |||
| 10 mg, OD für | Fosamprenavir 1400 mg | 0,73 | Keine besonderen |
| 4 Tage | BID, 14 Tage | Empfehlungen. | |
| 10 mg OD für | Fosamprenavir 700 mg | 0,99 | Keine besonderen |
| 4 Tage | BID/Ritonavir 100 mg BID, | Empfehlungen. |
14 Tage
Stellt das Verhältnis der Behandlungen dar (gemeinsam verabreichtes Medikament plus Atorvastatin gegenüber Atorvastatin allein).
* Bei gleichzeitiger Mehrfachgabe von Atorvastatin und Phenazon zeigten sich nur geringe oder nicht erkennbare Auswirkungen auf die Clearance von Phenazon
OD = einmal täglich; SD = Einzeldosis; BID = zweimal täglich
Nebenwirkungen
In der 16.066 Patienten (8.755 Sortis und 7.311 Plazebo) mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 53 Wochen umfassenden Datenbank der plazebokontrollierten klinischen Studien mit Atorvastatin brachen 5,2 % der Atorvastatin-Patienten und 4,0 % der Patienten unter Plazebo die Therapie wegen Nebenwirkungen ab.
Auf der Basis von klinischen Studien sowie umfangreichen Erfahrungen im täglichen Einsatz ergibt sich das nachfolgende Verträglichkeitsprofil von atorvastatin.
Die Häufigkeitsangaben entsprechen folgenden geschätzten Inzidenzen: häufig: ( 1/100, < 1/10); gelegentlich: ( 1/1.000, < 1/100); selten: ( 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten: (< 1/10.000), nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig: Nasopharyngitis
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Thrombopenie
Erkrankungen des Immunsystems
Häufig: allergische Reaktionen
Sehr selten: anaphylaktische Reaktionen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Hyperglykämie
Gelegentlich: Hypoglykämie, Gewichtszunahme, Anorexie
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Alpträume, Schlaflosigkeit
Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Benommenheit, Parästhesien, Hypästhesien, Störung des Geschmacksempfindens, Amnesie
Selten: periphere Neuropathie
Häufigkeit „nicht bekannt“: Myasthenia gravis
Augenerkrankungen
Gelegentlich: verschwommenes Sehen
Selten: Sehstörungen
Häufigkeit „nicht bekannt“: Okuläre Myasthenie
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Tinnitus
Sehr selten: Hörverlust
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
Häufig: pharyngolaryngeale Schmerzen, Nasenbluten
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Verstopfung, Blähungen, Dyspepsie, Übelkeit, Durchfall
Gelegentlich: Erbrechen, Ober- und Unterbauchschmerzen, Aufstoßen, Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Hepatitis
Selten: Cholestase
Sehr selten: Leberversagen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Gelegentlich: Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus, Alopezie
Selten: angioneurotisches Ödem, bullöses Exanthem einschl. Erythema multiforme, Stevens-Johnson- Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Myalgie, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Muskelspasmen, Gelenkschwellungen, Rückenschmerzen
Gelegentlich: Nackenschmerzen, Muskelschwäche
Selten: Myopathie, Myositis, Rhabdomyolyse, Muskelriss, Tendopathie (manchmal verkompliziert durch eine Sehnenruptur)
Sehr selten: Lupus-ähnliches Syndrom.
Nicht bekannt: immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (siehe Abschnitt 4.4).
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr selten: Gynäkomastie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden
Gelegentlich: Unwohlsein, Asthenie, Schmerzen im Brustkorb, periphere Ödeme, Erschöpfung, Fieber Untersuchungen
Häufig: veränderte Leberfunktionstests, erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut Gelegentlich: positiver Test auf weiße Blutzellen im Urin
Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren wurde bei Patienten, die mit Atorvastatin behandelt wurden, ein Anstieg der Serumtransaminasen beobachtet. Diese Veränderungen waren normalerweise geringfügig und vorübergehend und führten nicht zu einem Behandlungsabbruch. Klinisch relevante Erhöhungen (um mehr als das 3-Fache des oberen Normwertes) der Transaminasen traten bei 0,8 % der Patienten unter -Medikation auf. Diese Erhöhungen waren dosisabhängig und bei allen Patienten reversibel.
Erhöhte Kreatinkinase(CK)-Konzentrationen im Serum, die über dem 3-Fachen des oberen Normwertes lagen, wurden in klinischen Studien bei 2,5 % der Patienten unter Behandlung mit atorvastatin beobachtet, ähnlich wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern. Werte über dem 10-Fachen des oberen Normwertes traten bei 0,4 % der mit Atorvastatin behandelten Patienten auf (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren, die mit Atorvastatin behandelt wurden, war das Profil der unerwünschten Wirkungen im Allgemeinen ähnlich wie bei Patienten, die mit Placebo behandelt wurden; die häufigsten unerwünschten Wirkungen, die in beiden Gruppen unabhängig von der Bewertung der Kausalität beobachtet wurden, waren Infektionen. In einer 3-Jahres-Studie, die auf der Bewertung der allgemeinen Reifung und Entwicklung, der Bewertung des Tanner-Stadiums und der Messung von Größe und Gewicht basierte, wurden keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf Wachstum und sexuelle Reifung beobachtet. The safety and tolerability profile in paediatric patients was similar to the known safety profile of atorvastatin in adult patients.
Die Datenbank zur klinischen Sicherheit enthält Sicherheitsdaten für 520 pädiatrische Patienten, die Atorvastatin erhielten, darunter 7 Patienten im Alter von < 6 Jahren, 121 Patienten im Alter von 6 bis 9 Jahren und 392 Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren. Nach den vorliegenden Daten sind Häufigkeit, Art und Schweregrad der Nebenwirkungen bei Kindern ähnlich wie bei Erwachsenen.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei einigen Statinen berichtet:
- Störung der Sexualfunktion
- Depressionen
- in Ausnahmefällen und besonders bei Langzeittherapie eine interstitielle Lungenkrankheit (siehe Abschnitt 4.4)
-
Diabetes Mellitus: Die Häufigkeit hängt vom Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von
Risikofaktoren ab (Nüchternblutzucker ≥ 5,6 mmol/L, BMI > 30 kg/m2, erhöhte Triglyzeride,
Bluthochdruck
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörigen von Gesundheitsberufe sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3 , D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten aufzubewahren?
3 Jahre.
Weitere Informationen zu Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält 40 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Calciumtrihydrat).
Sonstige Bestandteile:
Jede Atorvastatin Umedica 40 mg Filmtabletten enthält 57,00 mg Lactose (als Monohydrat).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/
21 March 2023
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


