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Wirkstoffe

Mefenaminsäure

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Mefenaminsäure ist ein Wirkstoff der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR/NSAID). Es wird zur symptomatischen Behandlung von Gelenks- und Muskelschmerzen, rheumatischen Erkrankungen, Menstruationsschmerzen, Schwellung und Entzündungen nach Operationen und bei Schmerzen der Wirbelsäule angewandt. In seltenen Fällen kann es auch zur Fiebersenkung eingesetzt werden. Als Darreichungsformen sind hauptsächlich Kapseln und Tabletten erhältlich.

Mefenaminsäure ist in der Schweiz und in Österreich nur mit einer ärztlichen Verschreibung erhältlich. In Deutschland ist Mefenaminsäure nicht zugelassen.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Mefenaminsäure ist ein Derivat der Anthranilsäure mit antipyretischen, analgetischen und antiphlogistischen Eigenschaften. Es bindet an die beiden Enzyme Cyclooxygenase 1 und 2 und verhindert so die Synthese von Prostaglandinen und Thromboxanen. Prostaglandine spielen eine wichtige Rolle bei der Schmerzentstehung und bei entzündlichen Prozessen im Körper. Werden nun weniger Prostaglandine produziert, kommt es zu einer Minderung der Schmerzen und Fieber.

Pharmakokinetik

Mefenaminsäure wird nach oraler Gabe rasch in den Kreislauf aufgenommen und wird zu rund 90% von Plasmaproteinen gebunden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt 2 Stunden. Der Wirkstoff wird vom Leberenzym CYP2C9 zu 3-Hydroxymethyl-mefenaminsäure abgebaut und wird dann mit dem Stoff Glucuronsäure konjugiert. Mefenaminsäure wird bevorzugt über den Urin ausgeschieden, 20% des Stoffes werden über den Stuhl ausgeschieden.

Toxizität

Mögliche Beschwerden bei Überdosierung sind: starke Bauchschmerzen, Verfärbung des Stuhls, Tinnitus, Muskelschwäche, Veränderungen der Herzrate, flache Atmung, Verwirrung, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit. 

Die Einnahme zusammen mit Alkohol kann zu schwerwiegenden unerwünschten Nebenwirkungen führen.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen zählen Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit und diverse Blutbildveränderung.

Toxikologische Daten

Oral, Ratte LD50: 740 mg/kg

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.