Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung enthält als Wirkstoff Ropivacainhydrochlorid, eine Art von Arzneimittel, das zur Arzneimittelklasse der Lokalanästhetika gehört.. Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern jeden Alters für akute Schmerztherapie. Es betäubt (anästhesiert) Teile des Körpers z.B.
- Wirkstoff(e)
- Ropivacain
- Zulassungsinhaber
- Sintetica GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- N01BB09
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung angewendet?
Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung enthält als Wirkstoff Ropivacainhydrochlorid, eine Art von Arzneimittel, das zur Arzneimittelklasse der Lokalanästhetika gehört..
Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern jeden Alters für akute Schmerztherapie. Es betäubt (anästhesiert) Teile des Körpers z.B. nach Operationen.
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Was ist vor der Einnahme von Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung zu beachten?
Ropivacain Sintetica darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Ropivacainhydrochlorid, andere sogenannte Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Ihr Blutvolumen vermindert ist (Hypovolämie). Dies wird von medizinischem Fachpersonal gemessen.
- zur Infusion in ein Blutgefäß, um bestimmte Bereiche des Körpers zu betäuben.
- zur Infusion in den Gebärmutterhals, um Entbindungsschmerzen zu lindern.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ropivacain Sintetica anwenden.
Zur Verhinderung von unmittelbar schädigenden Wirkungen ist besondere Vorsicht erforderlich, um jegliche Verabreichung von Ropivacain Sintetica direkt in ein Blutgefäß zu vermeiden. Die Verabreichung darf nicht in entzündete Bereiche erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit Ropivacain Sintetica behandelt werden:
- wenn Sie aufgrund Ihres Alters oder anderen Gründen in einem schlechten Allgemeinzustand sind.
- wenn Sie eine Herzerkrankung (teilweiser oder vollständiger Herzblock) haben.
- wenn Sie eine fortgeschrittene Beeinträchtigung der Leberfunktion haben.
- wenn Sie eine schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion haben.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Probleme haben. Möglicherweise muss der Arzt die Dosis von Ropivacain Sintetica anpassen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt:- wenn Sie an akuter Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs, die manchmal zu neurologischen Symptomen führt) leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie selbst oder ein Familienmitglied an Porphyrie leiden, da der Arzt gegebenenfalls ein anderes Betäubungsmittel verwenden muss.
Kinder
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ropivacain Sintetica anwenden,
- bei Neugeborenen, da sie anfälliger auf Ropivacain Sintetica reagieren
- bei Kindern unter 12 Jahren, da einige Ropivacain Sintetica –Injektionen zur Betäubung bestimmter Körperteile bei jüngeren Kindern nicht etabliert ist.
Anwendung von Ropivacain Sintetica zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Vorsicht ist angezeigt, wenn Sie folgende Arzneimittel erhalten:
- andere Lokalanästhetika (z. B. Lidocain) oder mit Lokalanästhetika vom Amidtyp strukturverwandte Substanzen, z. B. bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie) wie Mexiletin oder Amiodaron
- Allgemeinanästhetika oder Opioide wie Morphium oder Codein
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z. B. Fluvoxamin)
- bestimmte Antibiotika (z. B. Enoxacin)
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es ist nicht bekannt, ob Ropivacainhydrochlorid einen Einfluss auf die Schwangerschaft hat oder in die Muttermilch übergeht.
Wenn Ihnen dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft verabreicht wird, kann es die Herzfrequenz des Babys (die sogenannte fetale Herzfrequenz) senken. Daher wird Ihr Arzt die fetale Herzfrequenz überwachen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Ropivacain Sintetica kann Sie schläfrig machen und Ihre Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen. Nach der Verabreichung von Ropivacain Sintetica sollten Sie sich bis zum nächsten Tag weder an das Steuer eines Fahrzeugs setzen noch Maschinen bedienen.
Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ropivacain Sintetica enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält:
- 338,3 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 100 ml. Dies entspricht 16,9 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
- 676,6 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 200 ml. Dies entspricht 33,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
- 845,7 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 400 ml. Dies entspricht 42,3 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
- 1691,5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 500 ml. Dies entspricht 84,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker oder Arzt, wenn Sie über einen längeren Zeitraum 1 oder mehrere Beutel der 200 ml, 250 ml oder 500 ml Infusionslösung täglich benötigen, insbesondere wenn Ihnen eine kochsalzarme (natriumarme) Ernährung einhalten sollen.
Die maximale empfohlene Tagesdosis dieses Arzneimittels enthält 1353,2 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz)). Dies entspricht 67,7 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Wie wird Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung angewendet?
Dosierung
Die empfohlene Dosis hängt davon ab, wofür es verwendet wird, ebenso wie von Ihrer gesundheitlichen Verfassung, Körpergröße und Ihrem Alter. Es sollte die kleinste Dosis eingesetzt werden, mit der eine wirksame Betäubung (Anästhesie) des zu betäubenden Bereichs erzielt werden kann.
Die empfohlene Dosis
-
bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren liegt zwischen 2 mg und 200 mg
Ropivacainhydrochlorid. - bei Säuglingen und Kindern (0 bis einschließlich 12 Jahre) beträgt die Dosis 1–2 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
Art der Anwendung
Ropivacain Sintetica wird Ihnen von einem Arzt als Infusion verabreicht.
Dauer der Behandlung
Die Verabreichung von Ropivacainhydrochlorid dauert üblicherweise zwischen 0,5 und
6 Stunden, kann aber zur Schmerzlinderung während oder nach chirurgischen Eingriffen bis zu 72 Stunden dauern.
Wenn Sie eine größere Menge von Ropivacain Sintetica erhalten haben, als Sie sollten
Die ersten Symptome bei Verabreichung einer zu großen Menge Ropivacainhydrochlorid sind in der Regel
- Hör- und Sehstörungen
- Taubheitsgefühl um den Mund
- Schwindelgefühl oder Benommenheit
- Kribbeln
- Sprachstörungen, die sich in schlechter Artikulation (Dysarthrie) äußern
- Muskelsteifheit, Muskelzucken, Krampfanfälle (Konvulsionen)
- niedriger Blutdruck
- langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag
Diese Symptome können einem Herzstillstand, Atemstillstand oder schweren Krampfanfällen vorangehen.
Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt oder Sie glauben, dass Sie zu viel Ropivacain Sintetica erhalten haben, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
Im Fall einer akuten Vergiftung wird das medizinische Fachpersonal t unverzüglich entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wichtige Nebenwirkungen, die zu berücksichtigen sind:
Plötzlich auftretende lebensbedrohliche allergische Reaktionen (wie Anaphylaxie, einschließlich anaphylaktischem Schock, angioneurotisches Ödem und Urtikaria) sind selten und betreffen 1 bis 10 von 10.000 Anwendern. Mögliche Symptome beinhalten:
- plötzliches Auftreten eines Hautausschlags
- Juckreiz oder Hautausschlag mit Quaddeln (Nesselsucht)
- Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderen Körperteilen
- Kurzatmigkeit, Keuchatmung oder Schwierigkeiten beim Atmen
- Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren.
Wenn Sie glauben, dass Ropivacain Sintetica eine allergische Reaktion verursacht, informieren Sie unverzüglich den Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie). Sie können sich schwindelig oder benommen fühlen.
- Übelkeit
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen, Kribbeln (Parästhesie), Schwindelgefühl
- Langsamer oder schneller Herzschlag (Bradykardie, Tachykardie)
- Hoher Blutdruck (Hypertonie)
- Erbrechen
- Schwierigkeiten beim Harnlassen (Harnverhalt)
- Rückenschmerzen
- erhöhte Temperatur, Zittern (Schüttelfrost)
- Muskelsteife (Rigor)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Angstzustände
- Wird die Infusion versehentlich in ein Blutgefäß verabreicht oder wenn Sie zu viel Ropivacain Sintetica erhalten haben (siehe auch Abschnitt 3 oben „Wenn Sie eine größere Menge Ropivacain Sintetica erhalten haben, als Sie sollten“) können bestimmte Symptome
auftreten. Dazu gehören Krampfanfälle (Konvulsionen, epileptische Anfälle), Schwindelgefühl oder Benommenheit, Taubheit der Lippen und des Mundbereichs, Taubheit der Zunge, Hörbeeinträchtigungen, Sehstörungen, Sprachstörungen (Dysarthrie), Muskelzucken und Zittern, Beeinträchtigung des Tastsinns (Hypästhesie)
Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
Herzstillstand, unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörung)
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Horner-Syndrom
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:
- Taubheitsgefühl aufgrund einer Nervenreizung, die durch die Injektionsnadel oder die Injektion verursacht wurde. Normalerweise dauert dies nicht lange an.
- Unwillkürliche Muskelbewegungen (Dyskinesie).
Mögliche Nebenwirkungen, die bei anderen lokalen Betäubungsmitteln beobachtet wurden und möglicherweise auch bei Ropivacain Sintetica auftreten können, sind:
- Nervenschädigung. In seltenen Fällen (bei 1 bis 10 von 10.000 Behandelten) kann dies zu dauerhaften Problemen führen.
- Wenn zu viel Ropivacain Sintetica in die Rückenmarksflüssigkeit injiziert wird, kann der ganze Körper betäubt (anästhesiert) werden.
- Eine epidurale Injektion (Injektion in den Raum um Ihre Spinalnerven) kann zu einer Störung der Nervenbahnen vom Gehirn zum Kopf und Hals führen, insbesondere bei schwangeren Frauen, was manchmal zu der Erkrankung führen kann, die als Horner- Syndrom bezeichnet wird. Diese Erkrankung ist durch eine Verkleinerung der Pupille, ein Herabhängen des oberen Augenlids und eine Funktionsstörung der Schweißdrüsen, Schweiß zu produzieren, gekennzeichnet. Sie verschwindet von selbst, wenn die Behandlung beendet wird.
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
Bei Kindern treten dieselben Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen auf, mit Ausnahme von Blutdruckabfall, der bei Kindern weniger häufig vorkommt (betrifft weniger als 1 von 10 Kindern) sowie Erbrechen, das bei Kindern häufiger ist (betrifft mehr als 1 von 10 Kindern).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung aufzubewahren?
Wie ist Ropivacain Sintetica aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen Ropivacain Sintetica nach dem auf dem Beutel und dem Umkarton nach „Verwendbar bis”angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht einfrieren.
Sie dürfen Ropivacain Sintetica nicht mehr anwenden, wenn Sie einen Niederschlag in der Infusionslösung bemerken.
Ropivacain Sintetica wird üblicherweise bei Ihrem Arzt oder im Krankenhaus aufbewahrt. Diese sind für die Qualität des Produkts nach Anbruch verantwortlich, falls es nicht sofort verwendet wird, ebenso wie für die vorschriftsmäßige Entsorgung von nicht verwendetem Ropivacain Sintetica.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Dauer der Haltbarkeit
Haltbarkeit vor Anbruch:
3 Jahre
Haltbarkeit nach Anbruch:
Aus mikrobiologischer Sicht ist das Produkt sofort zu verwenden. Sollte die Verwendung nicht sofort stattfinden, liegen die Dauer der Aufbewahrung und die Lagerungsbedingungen nach Anbruch bis zur Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten üblicherweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C betragen.
Ropivacain Sintetica-Produkte sind frei von Konservierungsmittel und für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht verwendete Lösung verwerfen.
Das Arzneimittel sollte vor der Anwendung visuell geprüft werden. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar, so gut wie partikelfrei und das Behältnis nicht beschädigt ist.
Das noch nicht geöffnete Behältnis darf nicht nochmals autoklaviert werden.
Dosierung
Erwachsene und Jugendliche (über 12 Jahre)
Die folgenden Dosierungen in der Tabelle dienen als Richtlinie für die üblicherweise angewendeten Blockaden bei Erwachsenen. Es sollte die kleinstmögliche Dosis zum Erreichen einer wirksamen Blockade zur Anwendung kommen. Bei der Dosiswahl sind die Erfahrung des Arztes und Kenntnis des körperlichen Zustands des Patienten von Bedeutung.
| Indikation | Konzentration | Volumen | Dosis | Beginn | Dauer |
| [mg/ml] | [ml] | [mg] | [Minuten] | [Stunden] |
AKUTE SCHMERZTHERAPIE
(peri- und postoperativ)
| Lumbale Epiduralanästhesie | |||||
| Bolus | 2,0 | 10–20 | 20–40 | 10–15 | 0,5–1,5 |
| Intermittierende Injektionen | 2,0 | 10–15 | 20–30 | ||
| (top-up) (z. B. bei | (Mindest- | ||||
| Wehenschmerzen) | intervall 30 | ||||
| Minuten) | |||||
| Kontinuierliche Infusion z. B. | 2,0 | 6–10 ml/h | 12– | -- | -- |
| bei Wehenschmerzen | 20 mg/h | ||||
| Postoperative | 2,0 | 6–14 ml/h | 12– | -- | -- |
| Schmerzbehandlung | 28 mg/h | ||||
| Thorakale | |||||
| Epiduralanästhesie | |||||
| Kontinuierliche Infusion | 2,0 | 6–14 ml/h | 12– | -- | -- |
| (postoperative | 28 mg/h | ||||
| Schmerzbehandlung) | |||||
| Feldblockade | |||||
| (z. B. kleine Nervenblockaden | 2,0 | 1–100 | 2,0–200 | 1–5 | 2–6 |
| und Infiltration) | |||||
| Periphere Nervenblockade | |||||
| (Femoralis- oder | |||||
| Interskalenusblockade) | |||||
| Kontinuierliche Infusion oder | 2,0 | 5–10 ml/h | 10– | -- | -- |
| intermittierende Injektionen | 20 mg/h | ||||
| (z. B. zur postoperativen | |||||
| Schmerzbehandlung) |
Die in der Tabelle angegebenen Dosierungen sind notwendig, um eine erfolgreiche Blockade zu erreichen und sollten als Dosierungsrichtlinie für die Anwendung bei Erwachsenen betrachtet werden. Eintritt und Dauer der Blockade variieren im Einzelfall. Die Angaben in der Spalte „Dosis“ beziehen sich auf den durchschnittlichen Dosisbereich, der erwartungsgemäß notwendig ist. Für Faktoren, die spezifische Blockadetechniken und individuelle Bedürfnisse des Patienten betreffen, sind Standardfachliteratur heranzuziehen.
Im Allgemeinen erfordert die chirurgische Anästhesie (z. B. epidurale Verabreichung) die Verwendung höherer Konzentrationen und Dosen. Die Formulierung Ropivakain Sintetica 10 mg/ml wird für die epidurale Anästhesie empfohlen, bei der eine vollständige motorische Blockade für die Operation unerlässlich ist. Für die Analgesie (z. B. epidurale Verabreichung zur Behandlung akuter Schmerzen) werden niedrigere Konzentrationen und Dosen empfohlen.
Art der Anwendung
Perineurale und epidurale Infusion.
Um eine intravasale Verabreichung zu vermeiden, wird eine vorsichtige Aspiration vor und während der Verabreichung empfohlen. Bei Injektion einer großen Dosis wird empfohlen, vorher eine Testdosis von 3–5 ml Lidocain (Lignocain) mit Adrenalin (Epinephrin) zu verabreichen. Eine versehentliche intravasale Infusion kann an einer vorübergehenden Zunahme der Herzfrequenz erkannt werden, eine unbeabsichtigte intrathekale Injektion an den Anzeichen eines Spinalblocks.
Vor und während der Verabreichung der Hauptdosis sollte eine Aspiration durchgeführt werden. Die Hauptdosis ist langsam oder in fraktionierten Dosen mit einer Geschwindigkeit von 25– 50 mg/min zu verabreichen. Dabei müssen die Vitalfunktionen des Patienten überwacht und verbaler Kontakt aufrechterhalten werden. Bei Auftreten toxischer Symptome ist die Infusion sofort abzubrechen.
Zur Epiduralblockade bei Operationen wurden Einzeldosen bis zu 250 mg Ropivacainhydrochlorid verwendet und gut vertragen.
Zur Brachialplexusblockade wurde bei einer begrenzten Anzahl von Patienten eine Einzeldosis von 300 mg eingesetzt und gut vertragen.
Bei lang dauernden Blockaden durch kontinuierliche Infusion oder wiederholte Bolusgaben muss das Risiko einer toxischen Plasmakonzentration oder einer lokalen Nervenschädigung berücksichtigt werden. Bei Erwachsenen war eine über 24 Stunden verabreichte kumulative Dosis bis zu 675 mg Ropivacainhydrochlorid in der Chirurgie und postoperativen Analgesie gut verträglich. Ebenso wurden von Erwachsenen bei der postoperativen kontinuierlichen Infusion zur Epiduralanästhesie Dosen bis zu 28 mg/Stunde über 72 Stunden gut vertragen. Bei einer begrenzten Anzahl von Patienten wurden höhere Dosen bis zu 800 mg/Tag mit relativ wenigen Nebenwirkungen verabreicht.
Zur Behandlung postoperativer Schmerzen kann folgende Technik empfohlen werden: Sofern nicht bereits präoperativ eine Epiduralblockade durchgeführt wurde, wird diese über einen Epiduralkatheter mit Ropivacain Sintetica 7,5 mg/ml induziert. Die Analgesie wird mit einer Infusion von Ropivacain Sintetica 2 mg/ml aufrechterhalten. Bei den meisten Fällen von mäßig starkem bis starkem postoperativem Schmerz wird mit Infusionsraten von 6–14 ml (12–28 mg) pro Stunde eine adäquate Analgesie mit nur geringer und nicht progressiver motorischer Blockade erzielt. Die maximale Dauer für eine Epiduralblockade beträgt 3 Tage. Die analgetische Wirkung ist jedoch engmaschig zu überwachen, um den Katheter zu entfernen, sobald die Schmerzsituation dies ermöglicht. Mit dieser Methode konnte eine erhebliche Verminderung der sonst benötigten Opioid-Menge erreicht werden.
In klinischen Studien wurden Epiduralinfusionen mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg/ml allein oder in Kombination mit Fentanyl 1–4 µg/ml zur postoperativen Schmerztherapie über bis zu
72 Stunden verabreicht. Die Kombination aus Ropivacainhydrochlorid und Fentanyl führte zu einer besseren Schmerzlinderung, verursachte aber Opioidnebenwirkungen. Die Kombination aus Ropivacainhydrochlorid und Fentanyl wurde nur mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg/ml geprüft.
Bei lang dauernder peripherer Nervenblockade durch kontinuierliche Infusion oder wiederholte Injektionen muss das Risiko einer toxischen Plasmakonzentration bzw. einer lokalen Nervenschädigung berücksichtigt werden. In klinischen Studien wurden präoperativ eine Femoralisblockade mit 300 mg Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg/ml und eine Interskalenusblockade mit 225 mg Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg/ml erreicht. Die Analgesie wurde anschließend mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg/ml aufrechterhalten. Mit Infusionsraten oder intermittierenden
Injektionen von 10-20 mg pro Stunde über 48 Stunden wurde bei guter Verträglichkeit eine adäquate Analgesie erreicht.
Fädiatrische Patienten (0 bis einschließlich 12 Jahre)- Epiduralblockade
| Indikation | Konzentration | Volumen | Dosis |
| [mg/ml] | [ml/kg] | [mg/kg] | |
| AKUTE SCHMERZTHERAPIE | |||
| (peri- und postoperativ) | |||
| Einfache Kaudale Epiduralblockade | 2,0 | ||
| Blockade unterhalb T12, bei Kindern mit | |||
| einem Körpergewicht bis zu 25 kg | |||
| Kontinuierliche Epiduralinfusion | |||
| Bei Kindern mit einem Körpergewicht bis zu | |||
| 25 kg | |||
| 0 BIS 6 MONATE | |||
| Bolusdosisa | 2,0 | 0,5–1 | 1–2 |
| Infusion bis zu 72 Stunden | 2,0 | 0,1 ml/kg/h | 0,2 mg/kg/h |
| 6 BIS 12 MONATE | |||
| Bolusdosisa | 2,0 | 0,5–1 | 1–2 |
| Infusion bis zu 72 Stunden | 2,0 | 0,2 ml/kg/h | 0,4 mg/kg/h |
| 1 BIS 12 JAHRE | |||
| Bolusdosisb | 2,0 | ||
| Infusion bis zu 72 Stunden | 2,0 | 0,2 ml/kg/h | 0,4 mg/kg/h |
Die Dosis in der Tabelle sollte als Leitlinie für die Anwendung bei Kindern dienen. Individuelle Schwankungen können auftreten. Bei Kindern mit erhöhtem Körpergewicht ist in vielen Fällen eine stufenweise Reduktion der Dosis erforderlich und diese sollte auf dem idealen Körpergewicht basieren. Bei der einmaligen kaudalen Epiduralblockade und bei epiduralen Bolusdosen darf ein Volumen von 25 ml in keinem Fall überschritten werden. Standardlehrbücher sind zurate zu ziehen, wenn es um spezifische Blockadetechniken und um die individuellen Bedürfnisse des Patienten geht.
a Dosen im unteren Dosisbereich werden für thorakale Epiduralblockaden empfohlen, Dosen im oberen Dosisbereich für lumbale oder kaudale Epiduralblockaden.
b Empfohlen für lumbale Epiduralblockaden. Üblicherweise wird die Bolusdosis bei thorakaler Epiduralanalgesie reduziert.
Die Anwendung von Ropivacainhydrochlorid bei Frühgeborenen ist nicht dokumentiert.
Kleinkinder und Kinder zwischen 1-12 Jahren
| Indikation | Konzentration | Volumen | Dosis |
| [mg/ml] | [ml/kg] | mg/kg | |
| AKUTE SCHMERZTHERAPIE | |||
| (peri- und postoperativ) | |||
| Einzeldosen bei peripherer Nervenblockade | 2,0 | 0,5-0,75 | 1,0-1,5 |
| z.B. ilioinguinal Nervenblockade, Plexus- | |||
| brachialis-Blockade | |||
| Multiple Blockaden | 2,0 | 0,5-1,5 | 1,0 – 3,0 |
| Kontinuierliche Infusion bei peripherer | 2,0 | 0,1-0,3 ml/kg/h | 0,2-0,6 mg/kg/h |
| Nervenblockade bei Kindern zwischen 1 und |
Weitere Informationen zu Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung
Was Ropivacain Sintetica enthält
Der Wirkstoff ist Ropivacainhydrochlorid.
1 ml Infusionslösung enthält 2 mg Ropivacainhydrochlorid.
Jeder 100-ml-Polypropylenbeutel enthält 200 mg Ropivacain (als Hydrochlorid). Jeder 200-ml-Polypropylenbeutel enthält 400 mg Ropivacain (als Hydrochlorid). Jeder 250-ml-Polypropylenbeutel enthält 500 mg Ropivacain (als Hydrochlorid). Jeder 500-ml-Polypropylenbeutel enthält 1000 mg Ropivacain (als Hydrochlorid).
- Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Ropivacain Sintetica aussieht und Inhalt der Packung
Ropivacain Sintetica Infusionslösung ist eine klare, farblose, sterile, isotone, isobare, wässrige Infusionslösung.
Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung ist in transparenten 100 ml, 200 ml, 250 ml und 500 ml Polypropylenbeuteln erhältlich.
Packungsgrößen: 5, 10 oder 20 Beutel
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer:
Sintetica GmbH
Albersloher Weg 11 48155 Münster Deutschland
Tel.: 0049 (0)251 / 915965-0 Fax: 0049 (0)251 / 915965-29 E-mail: kontakt@sintetica.com
Hersteller:
Sintetica GmbH
Albersloher Weg 11
48155 Münster
Deutschland
Z.Nr. : 1-31353
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Österreich | Ropivacain Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung |
| Deutschland | Ropivacainhydrochlorid Sintetica 2 mg/ml Infusionslösung |
| Schweden | Ropivakain Sintetica 2 mg/ml infusionsvätska, lösning |
| Vereinigtes Königreich | Ropivacaine 2 mg/ml, solution for infusion |
| Spanien | Ropsine 2 mg/ml solución para perfusión EFG |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2025.
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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt.
Handhabung
Ropivacain Sintetica sollte nur von oder unter Aufsicht von Ärzten mit Erfahrung in der Regionalanästhesie angewendet werden (siehe Abschnitt 3).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


