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Medikamente

PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner

PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner Anwendungsgebiete Zur aktiven Immunisierung zur Verringerung der Besiedlung innerer Organe (Milz, Leber, Blinddarm und Eierstöcke) mit Salmonella Enteritidis-Feldstämmen und deren Ausscheidung mit dem Kot.

Wirkstoff(e)
Salmonella enterica
Zulassungsinhaber
Laboratorios Calier S.A.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QI01AE01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner

Anwendungsgebiete

Zur aktiven Immunisierung zur Verringerung der Besiedlung innerer Organe (Milz, Leber, Blinddarm und Eierstöcke) mit Salmonella Enteritidis-Feldstämmen und deren Ausscheidung mit dem Kot.

Beginn der Immunität: innerhalb von 14 Tagen nach der ersten Impfung und innerhalb von 4 Wochen nach der zweiten und dritten Impfung.

Dauer der Immunität: bis 80 Wochen nach der dritten Impfung und bis 40 Wochen nach der vierten Impfung, wenn die Impfungen gemäß dem empfohlenen Impfschema verabreicht werden.

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Was ist vor der Einnahme von PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner zu beachten?

Gegenanzeigen

Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die daraus entstandener Abfälle nach den Tierarzneimittel geltenden nationalen beitragen, die Umwelt zu schützen.

Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Sammelsysteme. Diese Maßnahmen sollten dazu

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Pro Tier ist eine Dosis zu verabreichen.

Der Impfstoff kann ab dem 1. Lebenstag (während der ersten 36 Lebensstunden) verwendet werden.

Empfohlenes Impfschema:

Eintagskküken (zukünftige Legehennen und Zuchttiere): Eine Dosis ab einem Alter von einem Tag, gefolgt von einer zweiten Impfung im Alter von 6 bis 8 Wochen und einer dritten Impfung im Alter von 15 bis 20 Wochen, mindestens 3 Wochen vor Beginn der Legeperiode. Eine vierte Impfung während der Legeperiode kann optional im Alter von 55 Wochen durchgeführt werden, um die Besiedlung des Blinddarms mit und die Ausscheidung von Feldstämmen zu reduzieren.

Hinweise zur korrekten Verabreichung über das Trinkwasser:

Alle zur Impfung verwendeten Leitungsrohre, Schläuche, Tröge, Tränken usw. sollten gründlich gereinigt und frei von Rückständen von Desinfektionsmitteln, Reinigungsmitteln, Seife usw. sein.

Nur frisches Trinkwasser verwenden, welches frei von Chlor und Metallionen ist.

Die Impfstoffflasche unter Wasser öffnen und in einem halbvollen 1-Liter-Gefäß gründlich auflösen und gut umrühren, bevor die Lösung mit mehr Wasser vermischt wird. Da das Impfstoffkonzentrat leicht zähflüssig ist, ist darauf zu achten, dass die Flasche und ihr Gummistopfen durch Spülen mit Wasser vollständig entleert werden. Anschließend das Gefäß mit Wasser auf 1 Liter auffüllen. Der Impfstoff muss in jeder Phase des Auflösens mehrere Minuten lang gründlich umgerührt werden. Den gesamten Inhalt der Impfstoffflaschen jeweils nur für einen Stall bzw. ein Tränkesystem verwenden, da das Aufteilen zu Dosierungsfehlern führen kann.

Es wird empfohlen, dem rekonstituierten Impfstoff kaltes, frisches Wasser so hinzuzufügen, dass bei der Impfung am ersten Lebenstag eine Menge von 1 Liter Trinkwasser für 1000 Eintagsküken, bei 6 – 8 Wochen alten Tieren 25 – 35 Liter Wasser pro 1000 Tiere, bei 15 – 20 Wochen alten Tieren 35 – 40 Liter Wasser pro 1000 Tiere und bei 55 Wochen alten Tieren mindestens 60 Liter Wasser pro 1000 Tiere verabreicht wird.

Verwenden Sie die Aufzeichnungen des Wasserzählers zum Verbrauch vom Vortag, um die korrekte Wassermenge für jeden Fall genau zu bestimmen.

Um die Stabilität des Impfstoffs im Wasser zu erhöhen, wird die Beimischung von Magermilchpulver (d. h. < 1 % Fett, 2 - 4 g pro Liter) oder Magermilch (20-40 ml pro Liter Wasser) empfohlen. Das Wasser sollte vollständig aus den Leitungen abgelassen werden, sodass die Tränken nur Wasser mit Impfstoff enthalten.

Das Wasser in den Tränken sollte möglichst aufgebraucht sein, damit der Füllstand vor der Impfung minimal ist. Wenn noch Wasser vorhanden ist, müssen die Leitungen vor der Anwendung des Impfstoffs entleert werden. Die Menge der gebrauchsfertigen Impfstofflösung muss so bemessen sein, dass sie von den Tieren innerhalb von 3 Stunden verbraucht wird. Es sollte sichergestellt werden, dass alle Tiere während dieses Zeitraums trinken. Da das Trinkverhalten der Hühner unterschiedlich ist, kann es notwendig sein, den Tieren vor der Impfung das Trinkwasser zu entziehen, um sicherzustellen, dass alle Hühner während des Impfzeitraums trinken. Ziel ist es, jedem Huhn eine Impfstoffdosis zu verabreichen. Es kann ein Wasserentzug von bis zu 2-3 Stunden vor der Impfung notwendig sein, um dies zu erreichen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Alle zur Impfung verwendeten Leitungsrohre, Schläuche, Tröge, Tränken usw. sollten gründlich

gereinigt und frei von Rückständen von Desinfektionsmitteln, Reinigungsmitteln, Seife usw. sein.

Nur frisches Trinkwasser verwenden, welches frei von Chlor und Metallionen ist.

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Welche Nebenwirkungen hat PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner?

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Es ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können die Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber, unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem (DE: vetmittelsicherheit@pei.de; AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 Wien, Website: https://www.basg.gv.at, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at) melden.

Wie ist PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner aufzubewahren?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Im Kühlschrank lagern (2 ºC – 8 ºC).

Nicht einfrieren.

Vor Licht schützen.

Dieses Tierarzneimittel nicht nach dem Verfalldatum, das auf dem Etikett nach EXP angegeben ist, verwenden.

Haltbarkeit nach dem Auflösen in Wasser gemäß den Anweisungen: 3 Stunden

Weitere Informationen zu PRIMUN SALMONELLA E Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser für Hühner

Zusammensetzung

Jede Dosis enthält:

Wirkstoff:

Salmonella enterica subsp. ENTERICA serovar Enteritidis, lebend, attenuiert

Stamm CAL 10 Sm+/Rif+/Ssq- 1-6 x 108 KBE*
*KBE: Koloniebildende Einheiten  
Lyophilisat zur Verabreichung über das Trinkwasser  
Aussehen: weiß-beiges bis weiß-braunes Pellet.  
3. Zieltierart(en)  

Hühner (Küken (zukünftige Legehennen und Zuchttiere))

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Nur gesunde Tiere impfen

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Während der ersten Lebenstage sollten bevorzugt Glockentränken verwendet werden. Die Verwendung von Nippeltränken für Eintagsküken ist nur dann zu empfehlen, wenn sie in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften erfolgt.

Die Unterscheidung zwischen Impf- und Feldstämmen erfolgt mit Hilfe eines Antibiogramms. Im Gegensatz zu den Feldstämmen ist der Impfstamm empfindlich gegenüber Erythromycin (empfohlene Konzentration 15-30 µg/ml) und resistent gegenüber Streptomycin und Rifampicin (empfohlene Konzentration 200 µg/ml).

Abhängig vom verwendeten Testsystem kann die orale Impfung zu schwach seropositiven Reaktionen bei einzelnen Tieren in einer Herde führen. Da die serologische

Salmonellenüberwachung nur eine Herdentest ist, müssen positive Befunde z. B. bakteriologisch bestätigt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Nicht getestet bei Ziergeflügel und Rassegeflügel.

Der Impfstamm kann auf empfängliche Hühner übertragen werden, die mit geimpften Tieren in Kontakt kommen. Geimpfte Hühner scheiden den Impfstoffstamm bis 14 Tage nach der Impfung aus.

Zur Vermeidung der Ausbreitung des Impfstammes auf empfängliche Tierarten sollten geeignete veterinärmedizinische und tierhalterische Maßnahmen getroffen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung

bestehend aus Handschuhen tragen.

Um Aerosole zu vermeiden, sind die Impfstoffflaschen unter Wasser zu öffnen. Nach dem Umgang mit dem Impfstoff sind die Hände zu desinfizieren und zu waschen. Nicht einnehmen.

Bei versehentlicher Einnahme sofort einen Arzt zu Rate zu ziehen und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett zeigen.

Der Impfstamm ist empfindlich gegenüber einer Reihe von Antibiotika, einschließlich Chinolonen (Ciprofloxacin). Nach dem Umgang mit Geflügelkot ist, insbesondere in den ersten 14 Tagen nach der Impfung der Tiere die Hände gewaschen und desinfiziert werden, besondere Sorgfalt auf die gründliche Reinigung und Desinfektion der Hände zu legen.

Immungeschwächten Personen wird empfohlen, den Kontakt mit dem Impfstoff und mit geimpften Tieren während der ersten 28 Tage nach der Impfung zu vermeiden.

Legegeflügel:

Nicht anwenden bei Hühnern innerhalb von 3 Wochen vor Beginn der Legeperiode. Kann während der Legezeit verwendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Der Impfstamm ist hochgradig empfindlich gegenüber Chemotherapeutika wie Chinolon- Antibiotika und weist eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Erythromycin, Chloramphenicol und Doxycyclin sowie gegenüber Umweltnoxen auf. Dieses Produkt kann 3 Tage nach oder vor der Verabreichung dieser Chemotherapeutika, die gegen Salmonellen wirksam sind, verabreicht werden. Sollte dies unvermeidlich sein, muss die Herde erneut geimpft werden.

Die Wirksamkeit dieses Produkts kann durch die gleichzeitige Gabe von Gumboro-, Eimeria- und Marek-Lebendimpfstoffen beeinträchtigt werden. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels in den ersten Lebenstagen verwendet werden sollte, muss daher durch den behandelnden Tierarzt von Fall zu Fall entschieden werden. Die wiederholte Verwendung des Salmonella Enteritidis-Impfstoffs in späteren Phasen (Auffrischungsimpfungen) könnte diese negativen Wechselwirkungen bei der Verabreichung an Eintagsküken in Kombination mit anderen Impfstoffen beseitigen.

Überdosierung:

Nach Anwendung einer 10-fachen Dosis traten keine unerwünschten Wirkungen auf.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zulassungsnummer:

DE: PEI.V.11784.01.1

AT: Z.Nr.: 841801

Packungsgrößen:

Umkarton mit 1 Durchstechflasche (20 ml) zu 1000 Dosen

Umkarton mit 1 Durchstechflasche (20 ml) zu 2000 Dosen

Umkarton mit 1 Durchstechflasche (20 ml) zu 4000 Dosen

Umkarton mit 10 Durchstechflaschen (20 ml) zu 1000 Dosen

Umkarton mit 10 Durchstechflaschen (20 ml) zu 2000 Dosen

Umkarton mit 10 Durchstechflaschen (20 ml) zu 4000 Dosen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

07/2023

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar.

Weitere Informationen

Zur Stimulierung der aktiven Immunität gegen Salmonella Enteritidis, Phagen‐Typ 4. Der Impfstamm ist eine natürliche Stoffwechseldrift-Mutante, d. h. ihm fehlen bestimmte Stoffwechselwege oder er exprimiert sie nicht, was zu einer Virulenzabschwächung führt. Die genetische Grundlage führt zu einem Defekt des ribosomalen Proteins S12, der die Polypeptidsynthese beeinträchtigt (Streptomycin-Resistenz), und zu einem Defekt der RNA- Polymerase, der die Transkription von DNA in RNA beeinträchtigt (Rifampicin-Resistenz).

Der Impfstamm enthält auch Abschwächungen, welche die Durchlässigkeit der Zellmembran für schädliche Stoffe wie Detergenzien und Antibiotika erhöhen. Daraus resultieren eine verkürzte

Überlebenszeit in der Umwelt und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Fluorchinolonen. Im Gegensatz zu Feldstämmen ist der Impfstamm empfindlich gegenüber Erythromycin.

DE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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