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Medikamente

PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion

PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

PeriOLIMEL ist eine Emulsion zur Infusion. Sie wird in einem 3-Kammerbeutel geliefert. Eine Kammer enthält eine Glucoselösung mit Calcium, die zweite eine Lipidemulsion und die dritte eine Aminosäurenlösung mit weiteren Elektrolyten.

Wirkstoff(e)
Sojaöl, Olivenöl, Alanin (Aminosäure), Arginin (Aminosäure) +22 weitere
Zulassungsinhaber
Baxter Healthcare GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
B05BA10

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion angewendet?

PeriOLIMEL ist eine Emulsion zur Infusion. Sie wird in einem 3-Kammerbeutel geliefert. Eine Kammer enthält eine Glucoselösung mit Calcium, die zweite eine Lipidemulsion und die dritte eine Aminosäurenlösung mit weiteren Elektrolyten.

PeriOLIMEL wird angewendet, um Erwachsenen und Kindern über 2 Jahre Nahrung über einen Schlauch in eine Vene zuzuführen, wenn die normale Nahrungsaufnahme über den Mund nicht möglich ist.

PeriOLIMEL darf nur unter medizinischer Überwachung angewendet werden.

Wie wird PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion angewendet?

Dosierung

PeriOLIMEL darf nur bei Erwachsenen und bei Kindern über 2 Jahre angewendet werden.

Es handelt sich um eine Emulsion zur Infusion, die über einen Kunststoffschlauch (Katheter) in eine Armvene oder in eine große Vene im Brustbereich verabreicht wird.

PeriOLIMEL muss vor der Anwendung auf Raumtemperatur gebracht werden.

Nur zum einmaligen Gebrauch.

Die Infusion eines Beutels dauert normalerweise 12 bis 24 Stunden.

Dosierung – Erwachsene

Ihr Arzt wird eine Flussrate festlegen, die Ihren Bedürfnissen und Ihrem klinischen Zustand entspricht.

Das Arzneimittel kann so lange angewendet werden, wie es Ihr klinischer Zustand erfordert.

Dosierung – Kinder über zwei Jahre und Jugendliche

Ihr Arzt entscheidet über die Dosis und darüber, wie lange dieses Arzneimittel verabreicht wird. Beides hängt vom Alter, Gewicht und Gesundheitszustand ab sowie der Fähigkeit des Körpers, die Bestandteile von PeriOLIMEL abzubauen.

Wenn Sie eine größere Menge von PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion erhalten haben, als Sie sollten

Falls die Dosis zu hoch ist oder zu schnell verabreicht wurde, kann es durch den Aminosäuren-Gehalt zu einer Übersäuerung des Blutes und zu Anzeichen einer Hypervolämie (Anstieg des Blutvolumens im Blutkreislauf) kommen. Die Glucosekonzentration Ihres Blutes und Harns steigt möglicherweise an, ein hyperosmolares Syndrom (stark zähflüssiges Blut) kann verursacht werden, und der Fettgehalt kann zu einem Anstieg der Triglyzeride im Blut führen. Wenn Sie eine zu schnelle Infusion oder ein zu großes Volumen erhalten, kann dies zu Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis) und einem gestörten Elektrolythaushalt führen. In diesen Fällen muss die Infusion sofort abgebrochen werden.

In schweren Einzelfällen kann Ihr Arzt vorübergehend eine Dialyse verordnen, um Ihre Nieren dabei zu unterstützen, das überschüssige Arzneimittel auszuscheiden.

Um solche Vorkommnisse zu verhindern, überprüft Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen Ihren Gesundheitszustand und bestimmt Ihre Blutwerte.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt.

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Was ist vor der Einnahme von PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion zu beachten?

PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion darf nicht angewendet werden:

  • Bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Kindern unter 2 Jahren.
  • Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ei, Soja, Erdnussproteine oder Mais/Maisprodukte (siehe auch Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ weiter unten) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Wenn Ihr Körper Schwierigkeiten mit der Verwertung bestimmter Aminosäuren hat.
  • Wenn Ihre Blutfettwerte stark erhöht sind.
  • Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist (Hyperglykämie).
  • Wenn Sie eine ungewöhnlich stark erhöhte Konzentration der Elektrolyte (Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und/oder Phosphat) im Blut haben.

Ihr Arzt wird bei der Entscheidung über eine Behandlung mit diesem Arzneimittel auf jeden Fall Faktoren wie Ihr Alter, Ihr Gewicht, Ihren Gesundheitszustand sowie die Ergebnisse aller durchgeführten Tests berücksichtigen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen PeriOLIMEL verabreicht wird.

Wenn Ihnen Lösungen für die totale parenterale Ernährung (TPE) zu schnell verabreicht werden, kann dies zu Verletzungen oder zum Tod führen.

Bei Anzeichen einer Störung oder Symptomen einer allergischen Reaktion (wie z. B. Schwitzen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Atembeschwerden) muss die Infusion unverzüglich abgebrochen werden. Dieses Arzneimittel enthält Sojaöl und Phospholipide aus Eiern. Soja- und Ei-Proteine können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Es wurden allergische Kreuzreaktionen zwischen Sojabohnen und Erdnussproteinen beobachtet.

PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten enthält aus Mais gewonnene Glucose, die, wenn Sie eine Allergie gegen Mais oder Maisprodukte haben, zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen kann (siehe Abschnitt „PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion darf nicht angewendet werden:“ weiter oben).

Schwierigkeiten beim Atmen können ein Anzeichen dafür sein, dass sich kleine Partikel gebildet haben, die die Blutgefäße der Lungen blockieren (Lungengefäßpräzipitate). Wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal. Sie werden über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Das Antibiotikum Ceftriaxon darf nicht mit calciumhaltigen Lösungen (wie PeriOLIMEL) gemischt oder gleichzeitig mit diesen über eine intravenöse Infusion verabreicht werden.

Diese Arzneimittel dürfen Ihnen auch nicht gleichzeitig über verschiedene Infusionsbestecke oder an verschiedenen Infusionsstellen verabreicht werden.

PeriOLIMEL und Ceftriaxon dürfen Ihnen sequenziell, eines nach dem anderen, verabreicht werden, sofern die Infusionen an verschiedenen Stellen durchgeführt werden oder die Infusionsbestecke ausgetauscht bzw. zwischen Infusionen gründlich mit einer physiologischen Kochsalzlösung durchgespült werden, um Präzipitat-Bildung zu vermeiden (Bildung von Ceftriaxon-Calcium- Salzpartikeln).

Bestimmte Arzneimittel und Erkrankungen können das Risiko einer Infektion oder Sepsis (Bakterien im Blut) erhöhen. Es besteht ein besonderes Risiko für eine Infektion oder Sepsis, wenn ein Infusionsset (intravenöser Katheter) in Ihre Vene gelegt wird. Ihr Arzt wird Sie sorgfältig auf Anzeichen einer Infektion überwachen. Patienten, die parenteral ernährt werden (Ernährung über ein Infusionsset in eine Vene), entwickeln aufgrund ihres medizinischen Zustandes häufiger eine Infektion. Durch eine streng aseptische (keimfreie) Arbeitsweise beim Legen und bei der Handhabung des Katheters sowie bei der Zubereitung der Nährlösung kann das Risiko einer Infektion vermindert werden.

Wenn Sie stark mangelernährt sind, so dass Ihnen Nahrung über eine Vene gegeben werden muss, ist es wichtig, dass Ihr Arzt die Behandlung langsam einleitet. Zudem sollte Sie Ihr Arzt während der Behandlung genau überwachen, um plötzliche Veränderungen in Ihrem Flüssigkeitshaushalt und Ihren Vitamin-, Elektrolyt- und Mineralstoff-Werten zu verhindern.

Vor Beginn der Infusion werden Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes im Körper sowie Stoffwechselstörungen behoben. Der Arzt wird Ihren Zustand überwachen, solange Sie dieses Arzneimittel erhalten, und gegebenenfalls die Dosierung ändern oder Ihnen zusätzliche Nährstoffe wie z. B. Vitamine, Elektrolyte und Spurenelemente verabreichen.

Bei Patienten mit parenteraler Ernährung wurde über Erkrankungen der Leber, einschließlich Problemen mit dem Abfluss von Galle (Cholestase), Fettlebererkrankung (Lebersteatose), Fibrose, welche möglicherweise zu Leberversagen führt, wie auch Cholecystitis und Cholelithiasis, berichtet. Es wird angenommen, dass die Ursache dieser Störungen von verschiedenen Faktoren abhängt und sich von Patient zu Patient unterscheidet. Wenn Sie an Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augen leiden, suchen Sie Ihren Arzt auf, um mögliche kausale und beitragende Faktoren, sowie mögliche therapeutische und präventive Maßnahmen zu identifizieren.

Ihr Arzt muss von folgenden Erkrankungen Kenntnis haben:

  • schwere Nierenprobleme. Sie müssen Ihren Arzt ebenfalls informieren, wenn Sie zur Dialyse (Nierenersatztherapie) gehen oder eine andere Form der Blutreinigung erhalten.
  • schwere Leberprobleme,
  • Probleme mit der Blutgerinnung,
  • wenn Ihre Nebennieren nicht richtig funktionieren (Nebenniereninsuffizienz). Die Nebennieren sind dreieckig aussehende Drüsen oberhalb Ihrer Nieren.
  • Herzinsuffizienz,
  • Lungenerkrankungen,
  • Überwässerung im Körper (Hyperhydratation),
  • zu wenig Wasser im Körper (Dehydratation),
  • hoher unbehandelter Blutzuckerspiegel (Diabetes mellitus),
  • Herzinfarkt oder Schock aufgrund von plötzlichem Herzversagen,
  • schwere metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes),
  • allgemeine Infektion (Sepsis),
  • Koma.

Um die Effektivität zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Verabreichung weiterhin unbedenklich ist, führt Ihr Arzt klinische Tests und Laboruntersuchungen durch, während Sie dieses Arzneimittel erhalten. Falls Sie dieses Arzneimittel mehrere Wochen lang erhalten, wird Ihr Blut regelmäßig untersucht.

Eine verminderte Fähigkeit des Körpers zur Ausscheidung der in diesem Arzneimittel enthaltenen Fette kann zu einem Fettüberladungssyndrom führen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Falls Sie während der Infusion an der Infusionsstelle Schmerzen, Brennen oder eine Schwellung bemerken oder die Infusionslösung austritt, benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Die Infusion wird dann unverzüglich gestoppt und in einer anderen Vene fortgesetzt.

Falls Ihr Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt, sollte Ihr Arzt die Infusionsrate von PeriOLIMEL anpassen oder Ihnen Insulin verabreichen.

PeriOLIMEL kann über einen Kunststoffschlauch (Katheter) in eine Armvene oder eine große Vene im Brustbereich (zentrale Vene) verabreicht werden.

Kinder und Jugendliche

Wenn Ihr Kind unter 18 Jahre alt ist, wird besonders darauf geachtet, dass er/sie die richtige Dosis erhält. Besondere Vorsicht wird auch darauf verwendet, dass Kinder anfälliger für Infektionsrisiken sind. Es ist stets erforderlich, dass zusätzlich Vitamine und Spurenelemente beigemischt werden. Es müssen spezielle Zubereitungen für Kinder verwendet werden.

Die Anwendung des Arzneimittels PeriOLIMEL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel stellt generell keine Gegenanzeige dar. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, um die Kompatibilität zu prüfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden oder erhalten:

  • Insulin
  • Heparin

PeriOLIMEL darf nicht gleichzeitig mit Blut über denselben Infusionsschlauch verabreicht werden.

PeriOLIMEL enthält Calcium. Es sollte nicht zusammen oder über denselben Schlauch mit dem Antibiotikum Ceftriaxon verabreicht werden, da das zur Bildung eines Niederschlags führen könnte. Wenn zur aufeinanderfolgenden Verabreichung dieser Arzneimittel dasselbe Infusionsbesteck verwendet wird, muss es gründlich durchgespült werden.

Da die Gefahr einer Präzipitat-Bildung besteht, sollte PeriOLIMEL nicht mit dem Antibiotikum Ampicillin oder dem Antiepileptikum Fosphenytoin über denselben Infusionsschlauch verabreicht oder mit diesen Arzneimitteln gemischt werden.

Das Oliven- und Sojaöl in PeriOLIMEL enthält Vitamin K. Dies hat normalerweise keinen Einfluss auf Blutverdünner (Antikoagulanzien) wie Cumarin. Informieren Sie dennoch Ihren Arzt, wenn Sie Antikoagulanzien einnehmen.

Die Fette (Lipide) in dieser Emulsion können die Ergebnisse bestimmter Labortests verfälschen, wenn die Blutproben entnommen werden, bevor alle Lipide aus Ihrem Blut ausgeschieden wurden. (Dies ist im Allgemeinen der Fall, nachdem der Patient etwa 5 bis 6 Stunden keine Lipide erhalten hat).

PeriOLIMEL enthält Kalium. Bei Patienten, die mit kaliumsparenden Diuretika, ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (blutdrucksenkende Arzneimittel) oder Immunsuppressiva behandelt werden ist besondere Vorsicht geboten. Diese Arzneimittel können den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird. Es liegen keine ausreichenden Daten für die Anwendung von PeriOLIMEL bei Schwangeren oder in der Stillzeit vor. Falls erforderlich, kann während Schwangerschaft und Stillzeit eine Behandlung mit PeriOLIMEL in Betracht gezogen werden.

Periolimel sollte schwangeren oder stillenden Frauen nur nach sorgfältiger Abwägung verabreicht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

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Welche Nebenwirkungen hat PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie sich während oder nach der Behandlung anders fühlen als sonst, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder das Pflegepersonal.

Die Untersuchungen, die Ihr Arzt während der Behandlung mit diesem Arzneimittel durchführt, dienen dazu, die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

Bei Anzeichen einer Störung oder Symptomen einer allergischen Reaktion wie Schwitzen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Atembeschwerden wird die Infusion sofort abgebrochen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei der Behandlung mit PeriOLIMEL beobachtet:

Häufigkeit – häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkeit - nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Schwitzen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hautausschläge (erythematöser, papulöser, pustulärer, makulärer, generalisierter Ausschlag), Juckreiz, Hitzewallungen, Atembeschwerden.
  • Austritt der Infusion in das umgebende Gewebe (Paravasat-Bildung), was Schmerzen, Reizung, Schwellung/Ödem, Röte (Erythem)/Wärme, Absterben von Gewebezellen (Hautnekrosen) oder Blasen/Bläschen, Entzündungen, Hautverdickungen oder Hautspannen an der Infusionsstelle verursachen kann.
  • Erbrechen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit vergleichbaren Produkten zur parenteralen Ernährung beobachtet:

Häufigkeit - sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Verminderte Fähigkeit, die Lipide abzubauen (Fettüberladungssyndrom), einhergehend mit einer schnellen und plötzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands des Patienten. Die folgenden Anzeichen des Fettüberladungssyndroms gehen in der Regel wieder zurück, wenn die Infusion

gestoppt wird:

  • Fieber
  • Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), die eine blasse Hautfarbe und Schwäche oder Atemlosigkeit hervorrufen kann
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie), die zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann
  • Verminderte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), die zu einem erhöhten Risiko für blaue Flecken/Blutungen führen kann
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Hohe Konzentrationen von Fett im Blut (Hyperlipidämie)
  • Fetteinlagerungen in der Leber (Hepatomegalie)
  • Verschlechterung der Leberfunktion
  • Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems (z. B. Koma).

Häufigkeit - nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • allergische Reaktionen
  • auffällige Leberfunktionswerte im Blut
  • Probleme mit der Galleausscheidung (Cholestase)
  • Lebervergrößerung (Hepatomegalie)
  • mit parenteraler Ernährung assoziierte Lebererkrankungen (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen in Abschnitt 2.)
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Verminderung der Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • erhöhter Stickstoffgehalt im Blut (Azotämie)
  • erhöhte Leberenzymwerte
  • Bildung kleiner Partikel, die Blutgefäße in den Lungen blockieren können (Lungengefäßpräzipitate) und Lungengefäßembolien und Schwierigkeiten beim Atmen (Atemnot) hervorrufen können.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatum (MM/JJJJ) nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht einfrieren.

In der Umverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion

Was PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion enthält

Ein Beutel mit gebrauchsfertiger Emulsion enthält folgende Wirkstoffe: 6,3 % (entspricht

6,3 g/100 ml) L-Aminosäurenlösung (Alanin, Arginin, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin - als Lysinacetat, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin, Asparaginsäure, Glutaminsäure) mit Elektrolyten (Natrium, Kalium, Magnesium, Phosphat, Acetat, Chlorid), 15 % (entspricht 15 g/100 ml) Fettemulsion (raffiniertes Olivenöl und raffiniertes Sojaöl) und 18,75 % (entspricht 18,75 g/100 ml) Glucoselösung (als Glucose-Monohydrat) mit Calcium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kammer mit Fettemulsion Kammer mit Kammer mit
  Aminosäurenlösung mit Glucoselösung mit
  Elektrolyten Calcium
Gereinigte Phospholipide aus Eiern, Essigsäure (zur pH- Salzsäure (zur pH-
Glycerol, Natriumoleat, Einstellung), Wasser für Einstellung), Wasser für
Natriumhydroxid (zur pH- Injektionszwecke Injektionszwecke
Einstellung), Wasser für    
Injektionszwecke    

Wie PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten - Emulsion zur Infusion aussieht und Inhalt der Packung

PeriOLIMEL ist eine Emulsion zur Infusion, die in einem 3-Kammer-Beutel verpackt ist. Eine Kammer enthält eine Fettemulsion, die nächste eine Aminosäurenlösung mit Elektrolyten und die dritte eine Glucoselösung mit Calcium. Zwischen diesen Kammern befinden sich Trenn-Nähte. Vor der Verabreichung muss der Inhalt der Kammern vermischt werden, indem der Beutel von der Beuteloberseite her zusammengedrückt bzw. -gerollt wird, bis die Trenn-Nähte geöffnet sind.

Aussehen vor dem Mischen:

  • Die Aminosäuren- und die Glucoselösung sind klar und farblos bis hellgelb.
  • Die Fettemulsion ist homogen und milchig.

Aussehen nach dem Mischen: Homogene, milchige Emulsion

Der 3-Kammer-Beutel ist ein mehrschichtiger Kunststoffbeutel. Die innere (Kontakt-)Schicht des Beutelmaterials ist kompatibel mit den Lösungsbestandteilen und zulässigen Zusätzen.

Um Kontakt mit Sauerstoff aus der Luft zu vermeiden, ist der Beutel in einem sauerstoffdichten Umbeutel mit einem Sauerstoffabsorber verpackt.

Packungsgrößen

1000-ml-Beutel: 1 Karton mit 6 Beuteln; 1 Karton mit 5 Beuteln 1500-ml-Beutel: 1 Karton mit 4 Beuteln; 1 Karton mit 5 Beuteln 2000-ml-Beutel: 1 Karton mit 4 Beuteln; 1 Karton mit 5 Beuteln 2500-ml-Beutel: 1 Karton mit 2 Beuteln

1 Beutel mit 1000 ml, 1500 ml, 2000 ml oder 2500 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Baxter Healthcare GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller: BAXTER S.A, Boulevard René Branquart, 80, 7860 Lessines, Belgien

Zulassungsnummer: 1-29001

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Frankreich, Portugal, Bulgarien, Rumänien, PERIOLIMEL N4E
Tschechische Republik, Belgien, Spanien,  
Slowakei, Luxemburg, Slowenien, Ungarn  

In einigen Ländern ist dieses Arzneimittel unter einer anderen Bezeichnung zugelassen:

Estland, Polen, Lettland, Litauen, Griechenland, OLIMEL PERI N4E
Zypern  
Niederlande Olimel Perifeer N4E
Italien OLIMEL Periferico N4E
Österreich PeriOLIMEL 2,5 % mit Elektrolyten – Emulsion
  zur Infusion
Deutschland Olimel Peri 2,5 % E
Dänemark, Island, Schweden, Norwegen, Olimel Perifer N4E
Finnland  
Vereinigtes Königreich (Nordirland), Irland, Triomel Peripheral 4 g/l nitrogen 700 kcal/l with
Malta electrolytes

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2026.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Pharmakotherapeutische Gruppe: Lösungen zur parenteralen Ernährung – Kombinationen ATC-Code: B05 BA10

1. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

PeriOLIMEL wird in einem 3-Kammerbeutel geliefert. Jeder Beutel enthält eine Glucoselösung mit Calcium, eine Lipidemulsion und eine Aminosäurenlösung mit anderen Elektrolyten.

    Inhalt pro Beutel  
  1000 ml 1500 ml 2000 ml 2500 ml
18,75 % Glucoselösung 400 ml 600 ml 800 ml 1000 ml
(entspricht 18,75 g/100 ml)        
6,3 % Aminosäurenlösung 400 ml 600 ml 800 ml 1000 ml
(entspricht 6,3 g/100 ml)        
15 % Lipidemulsion 200 ml 300 ml 400 ml 500 ml
(entspricht 15 g/100 ml)        

Zusammensetzung der gebrauchsfertigen Emulsion nach dem Mischen des Inhalts der drei Kammern:

Wirkstoffe 1000 ml 1500 ml 2000 ml 2500 ml
Raffiniertes Olivenöl + raffiniertes        
Sojaöla 30,00 g 45,00 g 60,00 g 75,00 g
Alanin 3,66 g 5,50 g 7,33 g 9,16 g
Arginin 2,48 g 3,72 g 4,96 g 6,20 g
Asparaginsäure 0,73 g 1,10 g 1,46 g 1,83 g
Glutaminsäure 1,26 g 1,90 g 2,53 g 3,16 g
Glycin 1,76 g 2,63 g 3,51 g 4,39 g
Histidin 1,51 g 2,26 g 3,02 g 3,77 g
Isoleucin 1,26 g 1,90 g 2,53 g 3,16 g
Leucin 1,76 g 2,63 g 3,51 g 4,39 g
Lysin 1,99 g 2,99 g 3,98 g 4,98 g
(entspricht Lysinacetat) (2,81 g) (4,21 g) (5,62 g) (7,02 g)
Methionin 1,26 g 1,90 g 2,53 g 3,16 g
Phenylalanin 1,76 g 2,63 g 3,51 g 4,39 g
Prolin 1,51 g 2,26 g 3,02 g 3,77 g
Serin 1,00 g 1,50 g 2,00 g 2,50 g
Threonin 1,26 g 1,90 g 2,53 g 3,16 g
Tryptophan 0,42 g 0,64 g 0,85 g 1,06 g
Tyrosin 0,06 g 0,10 g 0,13 g 0,16 g
Valin 1,62 g 2,43 g 3,24 g 4,05 g
Natriumacetat-Trihydrat 1,16 g 1,73 g 2,31 g 2,89 g
Natriumglycerophosphat,        
hydratisiert 1,91 g 2,87 g 3,82 g 4,78 g
Kaliumchlorid 1,19 g 1,79 g 2,38 g 2,98 g
Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,45 g 0,67 g 0,90 g 1,12 g
Calciumchlorid-Dihydrat 0,30 g 0,44 g 0,59 g 0,74 g
Glucose 75,00 g 112,50 g 150,00 g 187,50 g
(entspricht Glucose-Monohydrat) (82,50 g) (123,75 g) (165,00 g) (206,25 g)

a Mischung aus raffiniertem Olivenöl (ca. 80 %) und raffiniertem Sojaöl (ca. 20 %), entsprechend einem Anteil von 20 % essenziellen Fettsäuren gemessen am Gesamtfettsäurengehalt.

Die sonstigen Bestandteile sind:

  Kammer mit Fettemulsion Kammer mit   Kammer mit  
    Aminosäurenlösung mit   Glucoselösung mit  
    Elektrolyten   Calcium    
  Gereinigte Phospholipide aus Eiern, Essigsäure (zur pH-   Salzsäure (zur pH-  
  Glycerol, Natriumoleat, Einstellung), Wasser für   Einstellung), Wasser für  
  Natriumhydroxid (zur pH- Injektionszwecke   Injektionszwecke  
  Einstellung), Wasser für              
  Injektionszwecke              
Nährstoffzufuhr der gebrauchsfertigen Emulsion:            
             
    1000 ml 1500 ml 2000 ml   2500 ml
           
Fette 30 g 45 g 60 g   75 g
Aminosäuren 25,3 g 38,0 g 50,6 g   63,3 g
Stickstoff 4,0 g 6,0 g 8,0 g   10,0 g
Glucose 75,0 g 112,5 g 150,0 g   187,5 g
Energie:              
Gesamtkalorien ca. 700 kcal 1.050 kcal 1.400 kcal   1.750 kcal
  Nichteiweiß-Kalorien 600 kcal 900 kcal 1.200 kcal   1.500 kcal
  Glucosekalorien 300 kcal 450 kcal 600 kcal   750 kcal
  Fettkalorien a 300 kcal 450 kcal 600 kcal   750 kcal
-              
                 
  Verhältnis Nichteiweiß-              
  Kalorien/Stickstoff 150 kcal/g 150 kcal/g 150 kcal/g   150 kcal/g
  Verhältnis Glucose- / Fettkalorien 50/50 50/50 50/50   50/50
  Fett- / Gesamtkalorien 43 % 43 % 43 %   3%
Elektrolyte:              
  Natrium 21,0 mmol 31,5 mmol 42,0 mmol   52,5 mmol
  Kalium 16,0 mmol 24,0 mmol 32,0 mmol   40,0 mmol
  Magnesium 2,2 mmol 3,3 mmol 4,4 mmol   5,5 mmol
  Calcium 2,0 mmol 3,0 mmol 4,0 mmol   5,0 mmol
  Phosphatb 8,5 mmol 12,7 mmol 17,0 mmol   21,2 mmol
  Acetat 27 mmol 41 mmol 55 mmol   69 mmol
  Chlorid 24 mmol 37 mmol 49 mmol   61 mmol
pH-Wert 6,4 6,4   6,4   6,4  
Osmolarität 760 mOsm/l 760 mOsm/l 760 mOsm/l   760 mOsm/l

a Einschließlich der Kalorien aus gereinigten Phospholipiden aus Eiern

Einschließlich des Phosphats aus der Fettemulsion

B. DOSIERUNG UND ART DER ANWENDUNG Dosierung

PeriOLIMEL eignet sich nicht für Kinder unter 2 Jahren, da für diese keine geeignete Zusammensetzung und Beutelvolumina vorliegen (siehe Abschnitte 4.4; 5.1 und 5.2 der Fachinformation).

Die nachstehend aufgeführte maximale Tagesdosierung darf nicht überschritten werden. Aufgrund der statischen Zusammensetzung des Mehrkammerbeutels wird möglicherweise der gesamte Nährstoffbedarf des Patienten nicht gleichzeitig gedeckt. Es sind klinische Situationen möglich, in denen der Patient eine von der Zusammensetzung des statischen Beutels abweichende Nährstoffmenge benötigt. In diesem Fall muss bei einer Anpassung des Volumens (der Dosierung) berücksichtigt

werden, welche Auswirkung dies auf die Dosierung aller Nährstoffkomponenten von PeriOLIMEL haben wird.

Bei Erwachsenen

Die Dosierung hängt ab vom Energiebedarf, dem klinischen Zustand und der Fähigkeit des Patienten, die Bestandteile von PeriOLIMEL zu metabolisieren, sowie von der zusätzlichen oralen/enteralen Energie- oder Proteinzufuhr. Daher sollte die Beutelgröße entsprechend gewählt werden.

Der durchschnittliche Tagesbedarf beträgt:

  • 0,16 bis 0,35 g Stickstoff/kg Körpergewicht (1 bis 2 g Aminosäuren/kg), je nach Ernährungszustand und Grad der Stoffwechselbelastung des Patienten,
  • 20 bis 40 kcal/kg,
  • 20 bis 40 ml Flüssigkeit/kg bzw. 1 bis 1,5 ml pro verbrauchter kcal.

Die maximale Tagesdosis von PeriOLIMEL basiert auf einer Flüssigkeitsaufnahme von 40 ml/kg. Dieses Flüssigkeitsvolumen entspricht 1 g/kg Aminosäuren, 3 g/kg Glucose, 1,2 g/kg Lipiden, 0,8 mmol/kg Natrium und 0,6 mmol/kg Kalium. Bei einem Patienten mit 70 kg Körpergewicht entspricht dies 2800 ml PeriOLIMEL pro Tag und damit einer Aufnahme von 71 g Aminosäuren, 210 g Glucose und 84 g Lipide (also 1680 Nichteiweiß-Kalorien (kcal) und 1960 Gesamtkalorien (kcal)).

Die Flussrate muss im Normalfall während der ersten Stunde der Infusion schrittweise erhöht und unter Berücksichtigung der verordneten Dosis, des täglich aufgenommenen Volumens und der Infusionsdauer angepasst werden.

Bei PeriOLIMEL beträgt die maximale Infusionsrate 3,2 ml/kg/Stunde. Dies entspricht

0,08 g/kg/Stunde für Aminosäuren, 0,24 g/kg/Stunde für Glucose und 0,10 g/kg/Stunde für Lipide.

Bei Kindern über 2 Jahre und Jugendlichen

Es wurden keine klinischen Studien bei Kindern durchgeführt.

Die Dosierung hängt ab vom Energiebedarf, dem klinischen Zustand, dem Körpergewicht und der Fähigkeit des Patienten, die Bestandteile von PeriOLIMEL zu metabolisieren, sowie von der zusätzlichen oralen/enteralen Energie- oder Proteinzufuhr. Daher sollte die Beutelgröße entsprechend gewählt werden.

Außerdem verringert sich der Tagesbedarf an Flüssigkeit, Stickstoff und Energie kontinuierlich mit dem Alter. Zwei Altersgruppen, 2 bis 11 Jahre und 12 bis 18 Jahre, müssen berücksichtigt werden.

Bei PeriOLIMEL ist der limitierende Faktor für beide Altersgruppen die Magnesiumkonzentration für die Tagesdosis. In der Altersgruppe 2 bis 11 Jahre ist der limitierende Faktor die Lipidkonzentration für die Infusionsrate pro Stunde. In der Altersgruppe 12 bis 18 Jahre ist der limitierende Faktor die Glucosekonzentration für die Infusionsrate pro Stunde. Daraus ergibt sich folgende Zufuhr:

  2 bis 11 Jahre   12 bis 18 Jahre
    PeriOLIMEL     PeriOLIMEL
  Empfohlena 2,5 % mit Empfohlena 2,5 % mit
    Elektrolyten     Elektrolyten
Bestandteil   Max. Vol.     Max. Vol.
Maximale Tagesdosis          
Flüssigkeit (ml/kg/Tag) 60 – 120 – 80
Aminosäuren 1 - 2 (bis zu 2,5) 1,1 – 2 1,1
(g/kg/Tag)
         
Glucose (g/kg/Tag) 1,4 – 8,6 3,4 0,7 – 5,8 3,4
Lipide (g/kg/Tag) 0,5 - 3 1,4 0,5 - 2 (bis zu 3) 1,4
Gesamtenergie 30 - 75 31,5 – 55 31,5
(kcal/kg/Tag)
         
  2 bis 11 Jahre 12 bis 18 Jahre
    PeriOLIMEL   PeriOLIMEL
  Empfohlena 2,5 % mit Empfohlena 2,5 % mit
  Elektrolyten Elektrolyten
     
Bestandteil   Max. Vol.   Max. Vol.
Maximale Infusionsrate pro Stunde      
PeriOLIMEL   4,3   3,2
(ml/kg/Stunde)    
       
Aminosäuren 0,20 0,11 0,12 0,08
(g/kg/Stunde)
       
Glucose (g/kg/Stunde) 0,36 0,33 0,24 0, 24
Lipide (g/kg/Stunde) 0,13 0,13 0,13 0,10

a Empfohlene Werte nach 2018 ESPGHAN/ESPEN/ESPR-Richtlinien

Die Flussrate muss im Normalfall während der ersten Stunde der Infusion schrittweise erhöht und unter Berücksichtigung der verordneten Dosis, des täglich aufgenommenen Volumens und der Infusionsdauer angepasst werden.

Es empfiehlt sich im Allgemeinen, die Infusion bei kleinen Kindern mit niedrigen Tagesdosen einzuleiten und schrittweise bis zur maximalen Dosis zu erhöhen (siehe oben).

Art und Dauer der Anwendung

Nur zum einmaligen Gebrauch.

Nach dem Öffnen des Beutels wird empfohlen den Inhalt sofort zu verwenden und nicht für eine spätere Anwendung aufzubewahren.

Nach dem Mischen ist die Emulsion homogen und milchig.

Hinweise zur Zubereitung und Handhabung der Emulsion zur Infusion siehe Abschnitt 6.6.

Wegen seiner niedrigen Osmolarität kann PeriOLIMEL über eine periphere oder zentrale Vene verabreicht werden.

Die empfohlene Infusionsdauer für die parenterale Ernährung beträgt zwischen 12 und 24 Stunden pro Beutel.

Die parenterale Ernährung kann so lange fortgesetzt werden, wie es der klinische Zustand des Patienten erfordert.

  1. INKOMPATIBILITÄTEN

Andere Arzneimittel oder Substanzen erst dann einer der drei Beutelkammern oder der gebrauchsfertig gemischten Emulsion zusetzen, wenn die Kompatibilität und die Stabilität der resultierenden Gesamtlösung (vor allem die Stabilität der Lipidemulsion) geprüft wurde.

Inkompatibilitäten können z.B. durch eine überhöhte Azidität (niedriger pH-Wert) oder einen ungeeigneten Gehalt an zweiwertigen Kationen (Ca2+ und Mg2+) verursacht werden, was zu einer Destabilisierung der Lipidemulsion führen kann.

Wie bei allen Zusätzen zur parenteralen Ernährung muss auch bei Zusatz von Calcium und Phosphaten auf die Mischungsverhältnisse geachtet werden. Wird zu viel Calcium und Phosphat zugegeben, insbesondere in Form von Mineralsalzen, kann dies zur Bildung von Calciumphosphat-Ausfällungen führen.

PeriOLIMEL mit Elektrolyten enthält Calcium-Ionen, die ein zusätzliches Risiko für die Präzipitat- Bildung bei mit Citrat antikoaguliertem/konserviertem Blut-oder Blutbestandteilen darstellen.

Calcium-haltige Infusionslösungen wie PeriOLIMEL dürfen nicht mit Ceftriaxon gemischt oder gleichzeitig über dasselbe Infusionsbesteck (z.B. über eine Y-Verbindung) verabreicht werden, da das Risiko der Präzipitat-Bildung von Ceftriaxon-Calcium-Salzen besteht (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5 der Fachinformation). Ceftriaxon und calciumhaltige Lösungen dürfen sequenziell, eines nach dem anderen, verabreicht werden, sofern die Infusionen an verschiedenen Stellen durchgeführt werden oder die Infusionsbestecke ausgetauscht bzw. zwischen Infusionen gründlich mit einer physiologischen Kochsalzlösung durchgespült werden, um Präzipitat-Bildung zu vermeiden.

Aufgrund des Risikos einer Präzipitat-Bildung sollte PeriOLIMEL nicht mit Ampicillin oder Fosphenytoin über dasselbe Infusionsbesteck verabreicht oder mit diesen Arzneimitteln gemischt werden.

Unbedingt die Kompatibilität von Lösungen prüfen, die gleichzeitig über dasselbe Infusionssystem, denselben Katheter oder dieselbe Kanüle appliziert werden.

Nicht vor, gleichzeitig mit oder nach der Gabe von Blut durch dasselbe Infusionsbesteck verabreichen, da dies zu einer Pseudoagglutination führen kann.

D. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG UND SONSTIGE HINWEISE ZUR HANDHABUNG

Einen Überblick über die Vorbereitungsschritte vor der Verabreichung siehe Abbildung 1.

Öffnen

Die Schutz-Umverpackung entfernen.

Den Beutel mit Sauerstoff-Absorber entsorgen.

Die Unversehrtheit des Beutels und der Trenn-Nähte überprüfen. Nur verwenden, wenn der Beutel unbeschädigt ist, die Trenn-Nähte intakt sind (also der Inhalt der 3 Beutelkammern noch nicht vermischt ist), die Aminosäuren- und die Glucoselösung klar, farblos bis hellgelb und praktisch frei von sichtbaren Partikeln sind, und die Lipidemulsion homogen und milchig ist.

Mischen der Lösungen und der Emulsion

Sicherstellen, dass das Produkt Raumtemperatur hat, wenn die Trenn-Nähte geöffnet werden.

Den Beutel von der Beuteloberseite her (Ende mit der Ausstanzung) mit den Händen zusammendrücken bzw. -rollen, um die Trenn-Nähte zu öffnen. Die Trenn-Nähte verschwinden von der Einlass-Seite. Den Beutel weiter aufrollen, bis die Trenn-Nähte etwa bis zur Hälfte geöffnet sind.

Den Beutel mindestens 3 Mal umdrehen, um die Kammerinhalte zu mischen.

Nach dem Mischen sieht die Emulsion homogen und milchig aus.

Zusätze

Das Fassungsvermögen des Beutels erlaubt den Zusatz von Vitaminen, Elektrolyten und Spurenelementen.

Eventuelle Zusätze (einschließlich Vitamine) zur gebrauchsfertigen Mischung (nach dem Öffnen der Trenn-Nähte und dem Mischen des Beutelinhalts) hinzufügen.

Vitamine können der Kammer mit Glucoselösung auch vor dem Mischen der Lösung (also vor dem Öffnen der Trenn-Nähte und dem Mischen der 3 Kammerinhalte) zugesetzt werden.

Beim Hinzufügen von Zusätzen zu elektrolythaltigen Lösungen die bereits im Beutel enthaltene Menge an Elektrolyten berücksichtigen.

Zusätze müssen unter aseptischen Bedingungen von qualifiziertem Personal hinzugefügt werden.

Elektrolyte können entsprechend der nachfolgenden Tabelle zu PeriOLIMEL hinzugefügt werden:

  Pro 1000 ml  
  Enthaltene Menge Maximal zusetzbare Maximale
    Menge Gesamtmenge
Natrium 21 mmol 129 mmol 150 mmol
Kalium 16 mmol 134 mmol 150 mmol
Magnesium 2,2 mmol 3,4 mmol 5,6 mmol
Calcium 2,0 mmol 3,0 (1,5(a)) mmol 5,0 (3,5(a)) mmol
Anorganisches 0 mmol 8,0 mmol 8,0 mmol
Phosphat      
Organisches 8,5 mmol (b) 15,0 mmol 23,5 mmol (b)
Phosphat      

a Wert, der dem Zusatz an anorganischem Phosphat entspricht b Einschließlich Phosphat aus der Lipidemulsion

Spurenelemente und Vitamine:

Die Stabilität wurde bei handelsüblichen Vitamin- und Spurenelement-Präparaten (die bis zu 1 mg Eisen enthalten) nachgewiesen.

Informationen zur Kompatibilität mit anderen Zusätzen werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Wenn Zusätze verwendet werden, muss vor der Verabreichung über eine periphere Vene die Osmolarität der Mischlösung bestimmt werden.

Hinzufügen von Zusätzen:

  • Aseptische Bedingungen sicherstellen.
  • Den Zuspritzanschluss des Beutels vorbereiten.
  • Den Anschluss durchstechen und die Zusätze über eine Injektionsnadel oder einen Mischadapter injizieren.
  • - Den Beutelinhalt mit den Zusätzen mischen.

Vorbereitung der Infusion

Aseptische Bedingungen sicherstellen.

Den Beutel aufhängen.

Die Kunststoff-Schutzabdeckung vom Infusionsanschluss entfernen.

Den Dorn des Infusionssets fest in den Infusionsanschluss einführen.

Abbildung 1: Vorbereitungsschritte vor der Verabreichung von PeriOLIMEL

1. 2. 3.
         
Die Umverpackung vom oberen Die Vorderseite der
Rand her aufreißen. Umverpackung aufziehen, um
  den Olimel-Beutel entnehmen
  zu können. Umverpackung und
  Beutel mit Sauerstoffabsorber
  entsorgen.

Den Beutel flach auf eine ebene, saubere Fläche legen, so dass die Aufhängung zu Ihnen zeigt.

4.

Den Beutel an der Seite mit der Aufhängung anheben, damit die Lösung nach unten fließt. Den Beutel vom oberen Beutelrand her fest zusammenrollen, bis die Trenn-Nähte vollständig geöffnet sind (etwa bis zur Beutelhälfte).

5.

Den Beutel mindestens 3 Mal umdrehen, um die Kammerinhalte zu mischen.

6.

Den Beutel aufhängen. Die Schutzkappe vom Infusionsanschluss abnehmen. Den Anstechdorn fest einführen.

Anwendung

Nur zum einmaligen Gebrauch.

Das Arzneimittel erst verabreichen, wenn die Trenn-Nähte zwischen den 3 Kammern geöffnet sind und der Inhalt der 3 Kammern gemischt wurde.

Sicherstellen, dass die gebrauchsfertige Emulsion zur Infusion keine Anzeichen von Phasentrennung aufweist.

Nach dem Öffnen des Beutels dessen Inhalt unverzüglich verwenden. Angebrochene Beutel unter keinen Umständen für eine spätere Infusion aufbewahren. Angebrochene Beutel nicht wieder anschließen.

Nicht mehrere Beutel miteinander verbinden, da sonst die Gefahr einer Luftembolie durch einen Luftrest im ersten Beutel besteht.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial und sonstiges Material sachgerecht entsorgen.

Paravasat-Bildung

Die Katheterstelle soll regelmäßig auf Anzeichen einer Paravasat-Bildung untersucht werden. Bei einem vorliegenden Paravasat muss die Infusion sofort gestoppt werden, wobei der liegende

Katheter bzw. die Kanüle belassen wird, um den Patienten sofort weiter behandeln zu können. Wenn

möglich, soll über den liegenden Katheter bzw. die Kanüle eine Absaugung versucht werden, bevor dieser bzw. diese entfernt wird, um die Flüssigkeitsmenge im Gewebe zu reduzieren. Wenn die Katheterstelle in einer Extremität ist, soll diese hochgelagert werden.

Je nach ausgetretenem Produkt (ggf. auch den zu PeriOLIMEL hinzugefügten Produkten) und dem Grad/Ausmaß einer evtl. Läsion müssen entsprechende spezifische Maßnahmen ergriffen werden. Dazu können nicht pharmakologische, pharmakologische und/oder chirurgische Maßnahmen gehören. Bei umfangreichen Paravasat-Bildungen soll innerhalb der ersten 72 Stunden ein plastischer Chirurg konsultiert werden.

Die Paravasatstelle soll innerhalb der ersten 24 Stunden mindestens alle 4 Stunden und danach einmal täglich kontrolliert werden. Die Infusion soll nicht in derselben peripheren Vene oder Zentralvene fortgesetzt werden.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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