Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere Anwendungsgebiete Zur Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus bei einer komplett geöffneten Zervix und im Frühpuerperium, bei Wehenschwäche. Zur Unterstützung der Uterusinvolution. Zur Behandlung von Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche.
- Wirkstoff(e)
- Oxytocin
- Zulassungsinhaber
- Vana GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QH01BB02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere
Anwendungsgebiete
Zur Anregung der Uteruskontraktionen während des Partus bei einer komplett geöffneten Zervix und im Frühpuerperium, bei Wehenschwäche.
Zur Unterstützung der Uterusinvolution.
Zur Behandlung von Retentio secundinarum bedingt durch Wehenschwäche. Zur Behandlung von Uterusblutungen post partum und Agalaktie post partum. Zur Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie.
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Was ist vor der Einnahme von Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei mechanischen Geburtshindernissen, Lageanomalien, Krampfwehen, drohender Uterusruptur, Torsio uteri, relativ zu großen Früchten oder Missbildungen der Geburtswege.
Nicht anwenden zur Beschleunigung der Geburt bei nicht geöffneter Zervix. Nicht anwenden bei der nicht zur Geburt vorbereiteten Stute.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramuskulären, subkutanen und intravenösen Anwendung.
Dosis bei tiefer intramuskulärer und subkutaner Injektion:
Stute: 1 - 4 ml (10 - 40 I.E. pro Tier)
Kuh: 1 - 4 ml (10 - 40 I.E. pro Tier)
Schaf, Ziege: 0,2 – 1 ml (2 - 10 I.E. pro Tier)
Sau: 1 – 1,5 ml (10 - 15 I.E. pro Tier)
Hündin: 0,2 – 1 ml (2 - 10 I.E. pro Tier)
Katze: 0,2 - 0,5 ml (2 - 5 I.E. pro Tier)
Bei intravenöser Anwendung wird ein Viertel der oben angegebenen Dosierung 1:10 verdünnt und langsam injiziert. Falls der Beginn der Wirkung nicht im Vordergrund steht, sollte die subkutane Verabreichung bevorzugt werden.
Falls erforderlich, ist die Behandlung nach 40 Minuten zu wiederholen.
Eine niedrige Anfangsdosierung wird für alle Verabreichungswege empfohlen, da wiederholte Verabreichungen zulässig sind.
Für Injektionsvolumina unter 1 ml sollte eine geeignete, skalierte Spritze verwendet werden, um eine genaue Dosierung zu gewährleisten (z.B. Insulin-Spritze oder 1 ml-Spritze).
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe Abschnitt 8.
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Welche Nebenwirkungen hat Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere?
Pferd, Rind, Ziege, Schaf, Schwein, Hund, Katze:
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)
Abfall des diastolischen Blutdrucks Reflektorische Tachykardie Erhöhtes Herz-Zeit-Volumen Hyperkontraktibilität des Uterus Uterusruptur Geburtskomplikationen1
Dauerkontraktion des Uterus2, fötale Hypoxie2 Geburtsverhalten3
Dauerkontraktion des Uterus4, verlängerte Geburtsdauer4, vorzeitige Plazentalösung4
Ferkeldiarrhoe5
1 Sturmwehen, Retentio secundinarum beim Pferd (70-80 I.E. i.m.)
2 Bereits bei therapeutischen Dosierungen nach intravenöser Applikation, mit der Folge reduzierter Lebensfähigkeit der Feten durch Nabelzuflussblockade.
3 beim Schwein (über 10 I.E. intravenös)
4 beim Schwein bei Dosierungen von 5-10 I.E. Oxytocin/Tier i.m. in Verbindung mit Prostaglandinen zur Geburtsinduktion.
5 beim Saugferkel nach Behandlung der Milchretention der Sauen in einer Dosis von 22 I.E. Oxytocin pro 100 kg KGW/Tag, eintägig
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Im Kühlschrank lagern. (2°C – 8°C).
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Weitere Informationen zu Oxytocin „Vana“ 10 IE/ml – Injektionslösung für Tiere
Zusammensetzung
| Ein ml enthält: | |
| Wirkstoff: | |
| Oxytocin | 10 I.E. |
| (entsprechend 16,6 µg) | |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Chlorbutanol | 5 mg |
Klare, farblose Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten Bei intravenöser Injektion langsam verabreichen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt des Tierarzneimittels mit der Haut und den Schleimhäuten des Anwenders ist zu vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Haut oder Augen, mit reichlich Wasser spülen. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Schwangere Frauen, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft, sollten den Umgang mit dem Tierarzneimittel vermeiden, da Oxytocin Kontraktionen der glatten Muskulatur (z.B. der Gebärmutter) auslösen kann.
Trächtigkeit und Laktation:
Dieses Tierarzneimittel darf während der Trächtigkeit bis zur Geburt nicht angewendet werden. Siehe Abschnitte „Anwendungsgebiete“ und „Gegenanzeigen“.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: ß-Adrenolytika und Prostaglandine verstärken die wehenfördernde Wirkung von Oxytocin.
Überdosierung:
Überdosierungen können zu kurzzeitiger Vasodilatation und Blutdruckabsenkung, Tachykardie, Uterusruptur, Wasserretention, Dauerkontraktion des Uterus mit Nabelzuflussblockade, fötaler Hypoxie und als Folge zu reduzierter Lebensfähigkeit der Feten führen.
Bei einer Überdosierung beim Pferd kann es zu Geburtskomplikationen (Sturmwehen, Retentio secundinarum) und beim Schwein zur Geburtsverhaltung kommen.
Die Behandlung mit Oxytocin ist in diesen Fällen sofort abzubrechen.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00340
Packungsgrößen:
Durchstechflaschen zu 10 ml, 5 x 10 ml, 25 ml, 12 x 25 ml, 50 ml und 12 x 50 ml.
Es werden möglicherwiese nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
03/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


