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Medikamente

Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde

Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Naquadem, 200 mg/5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde Anwendungsgebiet(e) Rinder: Euter- und Vulvaödeme post partum, postoperative Ödeme. Pferde: Wundödeme nach Verletzungen, postoperative Ödeme (z.B. nach Kastration).

Wirkstoff(e)
Dexamethason, Trichlormethiazid
Zulassungsinhaber
aniMedica GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QC03AA56;QH02AB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Naquadem, 200 mg/5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde

Anwendungsgebiet(e)

Rinder:

Euter- und Vulvaödeme post partum, postoperative Ödeme.

Pferde:

Wundödeme nach Verletzungen, postoperative Ödeme (z.B. nach Kastration).

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Was ist vor der Einnahme von Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei

  • bestehenden Magen-Darm-Ulzera, schlecht heilenden Wunden und Geschwüren
  • Frakturen
  • Osteoporose oder Hypokalzämie
  • viralen Infektionen
  • Systemmykosen
  • allgemeine Immunschwäche
  • Pankreatitis
  • schwerer Nierenfunktionsstörung
  • schwerer Hypokaliämie
  • Sulfonamid-Allergie
  • Hufrehe
  • Hyperadrenokortizismus

6. Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei Anwendung von Glukokortikoiden ist die Indikation immer sorgfältig zu prüfen.

Unter der Therapie mit glukokortikoidhaltigen Arzneimitteln wie diesem Tierarzneimittel kann es zu einem schwereren Verlauf von Infektionen kommen.

Bestehende bakterielle Infektionen (wie zum Beispiel postoperativ oder durch Verletzungen) und parasitäre Infektionen müssen vor dem Beginn einer Therapie mit dem Tierarzneimittel durch eine geeignete antibakterielle / antiparasitäre Behandlung beseitigt werden.

Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen bei Kortikosteroidtherapie sind zu beachten, insbesondere hinsichtlich Diabetes mellitus, kongestiver Herzinsuffizienz und chronischer Niereninsuffizienz.

Bei Pferden kann die Anwendung von Glukokortikoiden eine Laminitis (Hufrehe) hervorrufen. Die Anwendung von Glukokortikoiden sollte bei Pferden daher nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen und die Tiere sollten während der Behandlung mit Glukokortikoiden engmaschig kontrolliert werden.

Bei Impfungen sollte ein angemessener zeitlicher Abstand zu einer Therapie mit Glukokortikoiden eingehalten werden. Eine aktive Immunisierung soll nicht während und bis zu 2 Wochen nach einer Glukokortikoidtherapie durchgeführt werden. Die Ausbildung einer ausreichenden Immunität kann auch bei Schutzimpfungen, die bis zu 8 Wochen vor Therapiebeginn erfolgt sind, beeinträchtigt sein.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Direkten Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Handschuhen tragen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Dexamethason kann Missbildungen des Fötus verursachen. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden.

Bei einem versehentlichen Haut-, Schleimhaut- oder Augenkontakt mit sauberem fließendem Wasser reinigen/spülen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit:

Die Anwendung von Kortikosteroiden im frühen Trächtigkeitsstadium führte bei Labortieren zu fetalen Anomalien. Die Anwendung im späten Trächtigkeitsstadium kann zu einem Abort oder einer Frühgeburt führen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt (siehe auch Abschnitt „Nebenwirkungen“).

Laktation:

Bei Anwendung während der Laktation kommt es beim Rind zu einer vorübergehenden Verminderung der Milchleistung. Bei säugenden Tieren nur nach strenger Indikationsstellung anwenden, da Glukokortikoide in die Milch übergehen und es zu Wachstumsstörungen der Jungtiere kommen kann.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Die gleichzeitige Anwendung von nichtsteroidalen Antiphlogistika erhöht das Risiko von Magen- Darm-Ulzera und gastrointestinalen Blutungen und verstärkt andere Nebenwirkungen.

Das Tierarzneimittel kann die Wirkung von Insulin vermindern.

Weiters kann es zu einer verminderten Glukokortikoidwirkung bei gleichzeitiger Gabe von enzyminduzierenden Pharmaka kommen.

Es kann zu einer Unterdrückung der Hautreaktionen bei einem intrakutanen Allergietest kommen.

Bei gleichzeitiger Gabe des Tierarzneimittels mit Anticholinergika kann es zu einem erhöhten Augeninnendruck kommen.

Die gleichzeitige Gabe mit Antikoagulantien kann deren Wirkung vermindern.

Überdosierung:

Im Falle einer Überdosierung ist die Behandlung sofort abzubrechen und der behandelnde Tierarzt zu konsultieren.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser.

Die Behandlung erfolgt über einen Zeitraum von 3 Tagen.

Die erforderliche Menge Granulat kann über das Futter gegeben werden oder in einer kleinen Menge Trinkwasser suspendiert und sofort verabreicht werden.

Adulte Rinder/adulte Pferde:

  1. Tag: 400 mg Trichlormethiazid und 10 mg Dexamethason pro Tier (entsprechend 2 Beutel des Tierarzneimittels pro Tier)
  2. Tag und 3. Tag: 200 mg Trichlormethiazid und 5 mg Dexamethason pro Tier (entsprechend 1 Beutel des Tierarzneimittels pro Tier)

Hinweise für die richtige Anwendung

Siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.

10. Wartezeiten  
Rind  
Essbare Gewebe: 5 Tage
Milch: 2 Tage
Pferd  
Essbare Gewebe: 8 Tage

Nicht bei Pferden anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

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Welche Nebenwirkungen hat Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde?

Rind, Pferd:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)

Immunsuppression1

verzögerte Heilung2, Osteoporose, Arthropathie, Muskelatrophie Störung der Nebennieren3, Glukoseintoleranz4, Diabetes mellitus5 Morbus Cushing

Pankreatitis

Erniedrigung der Krampfschwelle, Epilepsie6, Erregung, euphorisierende Wirkung Abnahme der Hautdicke

Polydipsie, Polyurie

Glaukom, Katarakt Polyphagie Gastrointestinale Ulzeration Hepatopathie7

Thromboseneigung Hypertonie Ödem8

Hypokaliämie, Kaliumverlust9, Hypokalzämie Plazentaretention, Abnahme der Milchleistung10 Hufrehe11

Frühzeitige Geburt12

1 mit erhöhtem Infektionsrisiko und negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen 2 von Wunden und Knochen

3 ACTH –Suppression, reversible Inaktivitätsatrophie der Nebennierenrinde

4 durch diabetogene Wirkung

5 steroidinduzierter Diabetes mellitus und Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus 6 Manifestation einer latenten Epilepsie

7 reversibel

8 durch Natriumretention

9 verstärkt

  1. vorübergehend
  2. bei Pferden
  3. bei Anwendung ante partum (letztes Trimenon)

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at

Wie ist Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen zu Naquadem 200 mg / 5 mg, Granulat zum Eingeben über Futter oder Trinkwasser für Rinder und Pferde

Zusammensetzung

Ein Beutel mit 18 g Granulat enthält:

Wirkstoffe:  
Trichlormethiazid 200 mg
Dexamethason 5 mg  

Weißes, feines Granulat.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zul. Nr.: 837345

Packungsgrößen:

4 x 18 g Beutel

30 x 18 g Beutel

50 x 18 g Beutel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

07/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Die Anwendung des Tierarzneimittels „Naquadem 200 mg/5 mg, Granulat zum Eingeben oder zur Herstellung einer Suspension für Rinder und Pferde“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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